Danke, liebe CSU

Von Boris Schneider-Johne, Di, 29. Jan 2008 10:19

Die Bayerische Landesregierung zählt nicht zu meinen engsten Freunden, ich werde nie die CSU wählen, aber trotzdem muß ich mir heute und hier ein lautes “Danke!” abringen. Das absolute Rauchverbot in öffentlichen Gaststätten ist die größte Errungenschaft der Politik der letzten zehn Jahre. Endlich mal eine Entscheidung von der ich direkt, unmittelbar und signifikant profitiere. Denn gestern Abend habe ich zu Hause mit Verblüffung festgestellt, daß ich meinen Mantel einfach in die Garderobe hängen kann und nicht irgendwo “auslüften” muß, nur um den kalten Rauch aus meiner Wohnung zu kriegen.

Ich bin ein liberaler Mensch und meine: Ein Staat sollte einem Menschen eigentlich gar nix verbieten, was keinen anderen schädigt. Aber den egoistischen Rauchern, die mir meine Atemluft verpesten und die mich zu Hause noch mit Nachwirkungen quälen, durfte man einen Riegel vorschieben. Denn Rauchen in der Kneipe hat nichts mit persönlicher Entfaltung zu tun, sondern mit Quälerei, Gängelei und sogar Gefährdung der hilflosen Mitmenschen.

Einen besonderen Gruß richte ich noch an den Kerl, der vor acht Jahren meinte, neben meiner schwangeren Frau dicke Zigarren paffen zu müssen und uns den Wechsel des Lokals nahelegte, wenn uns das stört. Wer zuletzt lacht…

91 Antworten für “Danke, liebe CSU”

  1. SUB ZER0 sagt:

    Na das gefällt mir. So richtig schön nachtragend. Hihi

  2. Becker Lars sagt:

    Bei uns, hier an der Saar, darf “noch” geraucht werden, bis auch die letzte Bronchie mit Teer gepflastert ist.

    Aber ich muss dir zustimmen: Es gibt nichts ekligeres als den kalten Rauch, der hartnäckig in der Kleidung verweilt.

    Von daher, egal in welchem Land, welche Partei das Gesetz zum Schutz der Nichtraucher durchgeboxt hat: Danke :)

  3. Cedric sagt:

    Ich teile deine Meinung nicht so ganz lieber Boris. Dies hat mehrere Gründe:

    1. Ich sehe in dem Rauchverbot eher die Willkür des Staates der seinen Bürgern vorschreibt was Sie dürfen und was nicht. Wenn in Bayern jemand ein Alkoholverbot fordert wäre ruckzuck der gesamte Landtag auf 180. Dabei handelt es sich bei Alkohol um die gefährlichere Droge (ganz nebenbei gemerkt ist Nikotin medizinisch gesehen ein Nervengift und keine Droge).

    2. Die Geschichte mit dem Kerl und deiner schwangeren Frau hat mehr als eine Seite. Er hat auf sein Recht bestanden dort rauchen zu dürfen. Ebenso wie Euch das Recht gegeben wurde frei zu entscheiden. Die Geschichte erinnert mich an eine Situation von einer Zugreise. Eine Frau mit Kind stieg in Koblenz dem IC zu, wohl bemerkt im Raucherwagon. Daraufhin forderte Sie alle auf die Zigaretten auszumachen da sie ja ein Kind dabei hat. Die Raucher folgten, machten Sie aber zugleich darauf aufmerksam das Sie im Raucherabteil zugestiegen sei. Die Frau bemerkte Ihren Irrtum und ging in den Nichtraucherbereich. Der Ton indem Sie die Raucher aufgefordert hatte war wirklich unter aller Sau, sie hat schier herumgeschrien. Eine Entschuldigung? -Fehlanzeige.

    3. Es gibt eine Menge Raucher die bereit sind hier und da auf eine Zigarette zu verzichten und dies dann auch ohne Genörgel zu akzeptieren. Die meist viel penetranteren Menschen in unser Gesellschaft sind meiner Erfahrung nach die Nichtraucher. Die schlimmsten sind übrigens diejenigen die früher einmal selbst geraucht haben.

    4. Ein wenig mehr Toleranz würde unserer gesamten Gesellschaft zu Gute kommen. Leider hört die Toleranz da auf wo die Gesetzgebung anfängt. Siehe auch unser qualmender Altkanzler Schmidt der angezeigt wurde. Von einem Nichtraucher, hunderte Kilometer entfernt weil er in der Zeitung gelesen hat, dass Schmidt sich bei der Silvestergala in Hamburg eine Zigarette angezündet hat. Mir ist klar das sich auch ein Altkanzler nicht über das Gesetz stellen darf, aber wo hat hier eine “Körperverletzung” des Zeitungslesers stattgefunden?

    Langsam aber sicher verkommt Deutschland zu einem Gutmenschentum – inmitten einer Bananenrepublik. Schade…

  4. Scorpien sagt:

    Stimm ich voll und ganz zu! Hab selbst mehr als genug Raucher im persönlichen Umfeld und muss sagen, dass Bar- oder Discobesuche jetzt deutlich angenehmer sind. Klar, ich muss mir das Gequengel anhören ( “ich muss jetzt endlich eine rauchen….” oder “wie toll wär jetzt ne Zigarette” ), aber das nehm ich gerne in Kauf.

    Keine stinkende Kleidung, Luft, die man sogar atmen kann und mal im Ernst: Ihr Raucher profitiert nur davon, denn weniger Rauchen ist gleich weniger verbranntes Geld ;)
    Hatte persönlich auch nie was gegen das Rauchen, aber war schon immer dafür, dass, wenn man das tut, es bitte schön in den eigenen vier Wänden bzw. draußen tut!

  5. Andreas 1967 sagt:

    So unterschiedlich können Meinungen sein. Ja ich bin Raucher und ja ich bin auch der Meinung das Nichtraucher geschützt werden sollten aber mann sollte uns Rauchern auch unsern Freiraum lassen. Ja rauchen gefährdet unsere Gesundheit aber jetzt noch mehr da ich jetzt drausen im kalten Rauchen muss.

  6. Dooode sagt:

    100%ige zustimmung. Muss man nicht weiter kommentieren…

  7. Da unterschreibe ich mal ganz, ganz dick mit Edding ;-)

  8. bwalde sagt:

    Grundsätzlich empfinde ich es als sehr angenehm, dass in Kneipen und Restaurants nicht mehr geraucht wird.

    Allerdings finde ich die Gesetzgebung mehr als fragwürdig. Wieso wird es dem Gaststättenbetreiber nicht selbst überlassen, wie er es handhabt? Es gibt ja 3 Möglichkeiten:

    Der Wirt macht nichts: Wird dort übermäßig viel gequalmt, bleibt es mir überlassen, weiterhin mein Bier dort zu trinken.

    Der Wirt untersagt das Rauchen: Er verprellt sich die Raucher.

    Der Wirt installiert freiwillig eine räumliche Trennung. Jeder kann den bevorzugten Bereich aufsuchen.

    Dann wird jeder sehen, was sich wo durchsetzen würde.

  9. skull77 sagt:

    Also da kann ich mal absolut und uneingeschränkt zustimmen!! Rauchen in geschlossenen Räumen muss verboten werden!!

    @Cedric: 1. Das Rauchverbot hat rein garnichts mit Willkür zu tun!! Uneinsichtige Raucher verletzen nicht nur sich selbst, sondern unbeteiligte dritte. Ich als Nichtraucher habe in einem Lokal oder einer Kneipe keine Möglichkeit dem Rauch zu entgehen. Bier hingegen kann man trinken, oder eben nicht. Das bleibt jedem Selbst überlassen.
    Passivrauchen ist Körperverletzung!! Wenn jemand ein Bier trinkt, betrifft mich das nicht. Der Biervergleich kommt immer wieder, ist aber einfach nur dumm, weil nicht vergleichbar!!

    2. Wenn er also das Recht hat, neben einer schwangeren Frau zu rauchen, kann ich dir also im umkehrschluss auch ungestraft eine reinhauen? Beides ist Körperverletzung…
    Zu deinem Beispiel mit der Frau. Was willst du damit sagen? Sie hat sich geirrt und den Irrtum korrigiert. Was ist die Moral von der Geschichte?

    3. Natürlich sind die Nichtraucher sehr aktiv, wenn es darum geht, ihre Gesundheit zu erhalten… Deiner Logik kann man unmöglich folgen!! Wie schon erwähnt, kann ein Nichtraucher dem Rauch in einem geschlossenen Raum nicht entgehen, der Raucher aber kann ohne Probleme vor die Tür!!!

    4. Genau, Toleranz und ein wenig gesunder Menschenverstand würden unserer Gesellschaft wirklich nur gut tun!! Hoffe du berücksichtigst das in Zukunft!!!
    Bei der Anzeige gegen Schmidt stimm ich dir zu, die Anzeige hätte eigentlich von dem Gastgeber kommen müssen! Aber er brachte Schmidt einen Aschenbecher…
    Und dennoch ist die Anzeige berechtigt!! Niemand darf sich über das Gesetzt stellen, auch kein Altkanzler. Klar hat er “nur” eine geraucht, aber wenn er das darf, machen andere es auch und dann bleibt es nicht bei einer Zigarette!!

    Ich empfehle dir wirklich mal eine Erweiterung deines Horizonts!! Der reicht nämlich noch nicht mal bis vor deine Haustür!!!!

    Gutmenschentum ist auch so ein Begriff, den man mit Bedacht wählen sollte, aber das führt hier zu weit!!!

  10. Becker Lars sagt:

    Mir stellt sich gerade eine andere Frage:

    Wie will unsere Regierung den Steuerrückgang refinazieren? Ich wage mal zu behaupten, dass mindestens 25 % weniger Steuern eingenommen werden, da der Zigarettenabsatz zwangsläufig sinken wird…

  11. “ist die größte Errungenschaft der Politik der letzten zehn Jahre”

    Da würden mir durchaus ein paar andere einfallen (und nicht nur von Seiten der CSU), aber jeder muss ja mit sich selbst ausmachen, wo er Prioritäten setzt.

    Grundsätzlich finde ich die Regelung als Gelegenheitsraucher (sprich: früher gerne ab und zu eine Shisha beim Araber oder zu besonderen Anlässen eine Zigarre nach einem opulenten Essen) begrüßenswert, auch ich genieße die rauchfreie Atmosphäre, finde es allerdings schade, dass gerade kleine Lokale wie der angesprochene Araber jenseits dubioser “Raucherclub”-Gründungen keine Möglichkeit haben, Ausnahmen zu schaffen. Aber in der Gesamtheit betrachtet ist es sicherlich der richtige Schritt gewesen. Allerdings halte ich Deine Argumentation in der vorgebrachten Schärfe für überzogen. Deine pauschalen Vorwürfe, gepaart mit Schadenfreude tragen Züge jenes Egoismus, den Du den Rauchern vorwirfst….

  12. Dr. Strangemind sagt:

    Ich bin ein liberaler Mensch und meine: Ein Staat sollte einem Menschen eigentlich gar nix verbieten, was keinen anderen schädigt. Aber den egoistischen Autofahrern, die mir meine Atemluft verpesten und die mich zu Hause noch mit Nachwirkungen quälen, sollte man einen Riegel vorschieben. Denn Autofahren hat nichts mit persönlicher Entfaltung zu tun, sondern mit Quälerei, Gängelei und sogar Gefährdung der hilflosen Fussgänger.
    Fällt dir was auf!? ;)
    (Öffentlicher/Lieferverkehr ausgenommen)
    Und nein, ich bin kein Raucher

  13. Stargaze sagt:

    Na dann hoff einfach mal das es genug Nichtraucher unter den Stammgästen deines Lokals gibt, ansonsten dürftest du bald vor verschlossenen Türen stehen.
    Bei allem Verständniss für Nichtraucherschutz: Dieses neue Gesetz werden wirschaftlich nicht alle Wirte überleben (das eine Sonderregelung für das Oktoberfest gilt ist in Bayern natürlich genauso klar) ;)

  14. SONICtheHedgehog sagt:

    Finde diese Entscheidung auch sehr gut!

    Leider wird sie nicht konsequent genug durchgesetzt.
    Ich sehe in Rauchverbotszonen (z.B. Bahnhof oder Vergnügungspark) immer noch zu viele, denen diese Entscheidung am A**** vorbei geht.

    Was passieren kann wenn man zur Einhaltung des Gesetztes auffordert, konnte man leider Gottes vor einigen Wochen in der Münchner U-Bahn sehen :(
    Solchen Personen sollte man sofort und ohne Verwarnung eine Reise “nach Hause” buchen.

    Ich bin für viel härtere Strafen (vorbild USA).
    Wie viel Strafgeld müssen “Straftäter” noch mal fürs rauchen zahlen?
    20 €? Irgentsowas wars glaube ich.

    Das tut doch nicht weh.
    Erst bei dreistelligen Beträgen, tut’s weh.

  15. niko sagt:

    Hi,
    dem kann ich nur lebhaft beiplichten.
    Rauchen hat meiner Meinung nach auch nichts mit Entfaltung der Persönlichkeit zu tun. Um es mal überspitzt auszudrücken:
    Ich sehe nicht ein, warum ich wegen einigen Leuten, die ihre Sucht nicht im Griff haben, übelriechendem und krebserregendem Qualm ausgesetzt werde!
    Ich begreife bis heute nicht, warum die Leute überhaupt mit Rauchen anfangen. Es stinkt bestialisch, es kostet Unmengen an Geld und zum Dank ruiniert es auch noch die Gesundheit des Rauchers und seiner Mitmenschen.
    Das soll jetzt kein Angriff auf die Raucher unter euch sein. Privat bei sich zu Hause oder eigenen Räumen, wo niemand sonst belästigt wird, kann jeder von mir aus soviel qualmen wie er will…
    Sehr pentrant war/ist auch das Rauchen in Restaurants. Man möchte schön sein leckeres Essen verzehren und statt den Duft und Geschmack genießen zu können , kommen nur allzuoft von Nachbartisch blaue Dunstschwaden rüber.

    Tut mir leid, falls mein erstes Posting hier ein bißchen “hart” rüberkommt. Aber es tut gut, hier mal ein paar Leute mit ähnlicher Meinung zu treffen.

  16. Cedric sagt:

    @ skull77: Wirklich schade: Dein Beitrag fing sehr konstruktiv an und entwickelte sich gegen Ende hin doch sehr persönlich und populistisch. Auf dieser Basis habe ich keine Lust mit dir auch nur im Ansatz zu diskutieren.

  17. Khaanara sagt:

    Zumindest kann man sein teures Essen in Restaurants nun geniessen und muss nicht immer schnell sein Essen vertilgen, weil dein Gegenüber schon nervös mit der Kippe im Mund mit seinem Feuerzeug spielt (falls er nicht diese schon angesteckt hat !)

  18. Jongie sagt:

    Es gibt auch rücksichtsvolle Raucher! Ich z.B. rauche in meiner eigenen Wohnung nicht. Schon alleine des Kindes wegen.

    Aber so eine Pauschalregelung halte ich für übertrieben. Es hätte durchaus andere Lösungen gegeben. Der Aktionismus seitens der Politiker war eben da und ich werde mich dem Gesetz auch fügen. Ein fader Beigeschmack bleibt dennoch.

    Ich freue mich schon tierisch auf den Sommer wenn man wieder in den Biergärten ein schönes Weizen trinken und gemütlich ne Kippe qualmen kann.

    Zu deinem Beitrag muß ich noch sagen, dass ich mich als Raucher schon etwas angegriffen fühle. Sehr scharf geschrieben. Erinnert mich indirekt an die Killerspieldebatte. Da werden die vermeintlichen Killerspielspieler auch alle über einen Kamm geschert.

  19. Heinrich sagt:

    Solange keine Mitmenschen dabei in ihrer Gesundheit beeinträchtigt werden, soll jeder seine Persönlichkeit entfalten, wie er will. Rauchen erfüllt diese Anforderung jedoch nicht. Nur, um dieses ebenso beliebte wie schwachsinnige Raucher-Argument mal kurz entkräftet zu haben.
    Boris: mutiges Thema ;)

  20. Ich selbst bin Nichtraucher, halte aber vom generellen Rauchverbot in Gaststätten und Restaurant überhaupt nichts! In öffentlichen Gebäuden wie Behörden kann ich es absolut nachvollziehen. Die Nichtraucher die dort hingehen tun das meistens nicht freiwillig sondern sind dazu gezwungen (Büros vom Arbeitsamt z.B.). Deine Geschichte mit dem ignoranten Raucher neben deiner Frau ist effekthaschend, aber eine Gaststätte betritt man allerdings absolut freiwillig. Hilfreicher wäre eine Kennzeichnungspflicht an der Tür gewesen, Nichtraucher hätten im Extremfall die Tür nicht mal öffnen brauchen um zu fragen, ob man Rauch ausgesetzt sein wird. Eine Gastätte kann ich dafür bestrafen, dass sie das Rauchen erlaubt, indem ich sie nicht betrete. Beschwerden über verqualmte Jacken kann ich nicht nachvollziehen, immerhin hat man mit Betreten der Lokalität ja gewusst, dass die Jacke verraucht sein wird. Es geht hier auch nicht um rauchen oder nicht-rauchen (ich habe bis Mai 2007 selbst geraucht und es ein Glück fertig gebracht mit einem Schlag aufzuhören), es geht hier darum, dass sich der Staat in Privatangelegenheiten einmischt, z.B. das Führen einer Kneipe. Und das kann nicht angehen.

    Bitte jetzt keine Kindereien, wie “Mord ist auch in den eigenen vier Wänden verboten, willst du das Mord da erlaubt ist?” Darum geht es nicht. Der geheuchelte Gesundheitsaspekt des Nichtraucherschutzes durch die Politiker geht mal wieder ganz treu nach dem Motto: “Lieber entmündigen statt selbst denken lassen” – und mal ganz ehrlich: Das Geld der Raucher in form von Steuern ist dem Staat viel zu wichtig, das wollen sie gar nicht verlieren.

  21. JackAss1977 sagt:

    Ich als Raucher kann über dieses Gesetz eigentlich nur lachen. Das einzigste was mir leid tut sind die Gaststätten die auf mein Geld und auf das Geld vieler anderer Raucher verzichten müssen. Anscheinend läuft unsere Konjunktur zu gut.
    Gleichzeitig kann ich über die Ausführung einiger Leute ääh ich meine Nichtraucher ebenfalls nur schmunzeln. Hier prädigen einige Tolleranz und können sie selber nicht ausüben. Ich freue mich auf das nächste Gesetz der CSU willkommen im Land wo es keine Killerspiele gibt. Ich denke da kann ich dann meinem Egoismus freien Lauf lassen wenn MS einige Leute wegen fehlender Umsätze entlassen muss.

    Achja und ich wäre definitv dafür das hier einige ihre 20 Jahre alte Karre in der Garage stehen lassen da ich mich davon Körperlich angegriffen fühle. Good Bye Diesel!!!

    PS: Eine Regelung wie sie teilweise auch im Ausland getroffen wurde wäre da wohl sinnvoller gewesen. Nämlich das sich jedes Restaurant selber hätte entscheiden können ob es ein Raucher oder Nichtraucher Lokal sein soll.

  22. Dooode sagt:

    irgendwie merkt man hier manchen rauchern stark an das sie einfach nicht verstehen WOLLEN, das sie nichtrauchern körperlichen schaden zufügen. das ist fakt, punkt. da habe ich als nichtraucher keine wahl. selbst wenn sich an der ampel einer neben mich stellt und der rauch zu mir rüberzieht, könnt ich mich schon wieder aufregen. sobald diese dann grün wird stinke ich bereits wie ein aschenbecher auf beinen und habe unfreiwillig seine privaten giftstoffe auch in mich aufgenommen.

    soll ich mir da eurer meinung nach etwa auch ne andere ampel zum überqueren der strasse suchen? da hätt ich ja schliesslich auch die wahl…

    fakt ist leider: so läufts nunmal nicht. und auch wenn es nachsichtige raucher gibt (und ja, da kenn ich auch welche von), das problem bleibt die masse… und die qualmt auch heute noch trotz des verbotes gern an orten wo sie nicht soll, vorzugsweise in clubs und discotheken in dunklen ecken, angeregt vom gestiegenen alkoholspiegel. wie ist eure meinung zu diesen leuten, liebe raucher?

    da viele raucher doch sehr uneinsichtig sind und rauchen als “ihre freiheit” bezeichnen und uns nichtrauchern immer eine wahl vorgaukeln die im verlassen oder nichtbetreten der räumlichkeiten endet (was in den meisten situationen nunmal leider recht hirnbefreit ist), musste halt so eine militante regelung her.

    das es so krass umgesetzt wurde und den wirten keine wahl gelassen wurde find selbst ich doof. denke auch das auf diese weise tatsächlich ein gesundes mittel zwischen reinen raucher- und nichtraucherlokalen, sowie “gemischten” kneipen usw hätte erreicht werden können.

    allerdings finde ich raucher die jetzt stur zu hause sitzen und bockig “hah, dann geh ich halt nicht mehr weg und die kneipe geht pleite. ist der staat dran schuld.” reden ziemlich albern. für mich ein zeichen von unreife…

  23. swordi sagt:

    boris, ich bin fast immer der gleichen meinung wie du, aber bei diesem eintrag überhaupt nicht.

    wenn ein nichtraucher wissentlich in ein raucherlokal geht, dann ist er einfach nur selber schuld. es gibt genügend alternativen und wenn einem was nicht passt, dann darf er nicht dorthin gehen und sich dann aufregen.

    ich kann ja auch nicht einen ferrari kaufen und mich dann am nächsten aufregen, dass das ding so teuer war.

    aber gut zu wissen, dass die deutschen politiker die gleichen idioten sind, wie die österreichischen.

  24. Es gibt in Bayern wohl übrigens ein Konstrukt für Raucherlokale: Umwandlung in Club-Lokale, die nur Mitglieder betreten dürfen. Den Mitgliedsausweis gibt es kostenlos und durch diesen Trick ist es kein öffentliches Lokal mehr – und die Raucher unter sich.

  25. fg Holo sagt:

    Da haben wohl einige im wahrsten sinne des wortes die Rechnung ohne den Wirt gemacht!

    Ich als Raucher kann da nur sagen danke für eure Toleranz! (ironie)

    Ich werde demnächst auch nur noch unheimlich tolerant mit Leuten umgehen die mir etwas verbieten wollen in einem “noch” freien Land!

    Sorry Boris aber mit diesem Beitrag hast du bei mir echt kein Beifall geerntet.

    Da bleibt nur noch zu sagen.

    ERST DENKEN DANN POSTEN!

  26. Becker Lars sagt:

    tja, warum wohl im Saarland erst so spät das Gesetz umgesetzt wird?

    Relativ einfach: Alle “Ausnahmen” sind in unserem “Anti-Raucher” Gesetz drin. Also auch keine “Rauchclubs” mehr, “Shisha-Lokale” ebenso, etc.

    Bin mal gespannt, wann die ersten Anwohner auf dem St. Johanner Markt sich über den gestiegenen Lärmpegel beschweren, weil die Raucher vor den Lokalen “reden” oder der Qual in ihre Wohnungen zieht.

  27. ScipioIII sagt:

    An all die besorgten Raucher, die meinen die Kneipen gingen pleite: Blödsinn!
    Der Kneipe, die jetzt schließen muss, ging es vor dem 01.01.08 auch schon nicht gut.
    Außerdem habe ich letztens in New York gesehen, wie gut das geht, ohne das die Gaststätten bankrott gehen – es ist dort einfach eine Selbstverständlichkeit draußen
    zu rauchen. Und aus Italien, bei denen das Rauchverbot ja auch kürzlich eingeführt wurde, sind auch keine Nachrichten über größeren Schließungswellen zu uns vorgedrungen…
    Gebt es doch einfach zu Ihr Raucher: es kotzt Euch nur an, nach draußen zu gehen.
    Das kann selbst ich als Nichtraucher nachvollziehen…finde es aber trotzdem gut!

    Haha :-)

  28. Cedric sagt:

    Die Qualität der Kommentare einiger gibt mir wirklich zu denken. Toleranz von anderen fordern aber selbst keine an den Tag legen wollen. Die meisten vergessen dabei das Toleranz auf purer Gegenseitigkeit basiert.

  29. NS6 sagt:

    Seid 1 Jahr bin ich jetzt konsequenter NICHTRAUCHER / Ex-Raucher und finde das vorgehen vom Staat in puncto Rauchverbot vollkommen in ordnung. Am besten sollte man das Rauchen in der Öffentlichkeit unter Strafe stellen, nur noch in den eigenen Vier Wänden sollte es erlaubt sein. Als Ex-Raucher verabscheue ich Raucher noch mehr, liegt mit unter wohl daran das der Gestank für mich sehr extrem ist, vom blauen Dunst.

  30. badoli sagt:

    Um ein blödes Argument mit einem anderen blöden Argument zu entkräften: Was die Wirte an Einnahmen durch Raucher entgehen, kommt indirekt wieder uns (irgendwann) bezüglich Krankenversicherung zugute, wenn weniger Menschen rauchen und dadurch weniger Menschen aufgrund von Raucherkrankheiten in Behandlung sind. Dadurch würde mehr Kohle für nicht selbst zugefügte Verletzungen und Krankheiten zur Verfügung stehen… Logik, wir lieben dich, selbst wenn wir dich kaum kennen.

    Und vielleicht nuckeln die Raucher ob fehlender Kippe einfach mehr am Bier…? Dann stimmen die Einnahmen wieder…. :-D

    Das Rauchverbot bringt für den Moment nicht allzuviel (mal abgesehen von sauberer Luft, angenehm duftenden Jacken und Mänteln und sich gegängelt fühlende Raucher), aber ich hoffe, dass dadurch weniger Jugendliche damit anfangen, immerhin isses ja nervig für jede Zig vor die Tür zu gehen. Das wäre dann schon mal ein grosser Erfolg. Aber was weiss ich, bin Nichtraucher.

  31. SniperFood sagt:

    @ Boris: 100%ige Zustimmung
    @ Skull77: Danke, dass Du auf den Post von Cedric schon geantwortet hast
    @ Holo: ERST DENKEN, DANN RAUCHEN!!!

  32. Wenn man bedenkt was für verseuchtes Obst und Gemüse verkauft werden darf, ist der Rummel um die Raucherdebatte eher lächerlich. Wenn sich der Staat schom um unsere Gesundheit Sorgen macht, dann bitteschön in ALLEN Bereichen.

  33. hoetz sagt:

    Die “Umgehung” mit den Raucher Clubs wird hier leider zur Tagesordnung. Bald ist es überall wieder wie vor dem Gesetz. Kindische Trotz-Reaktion.
    Übrigens ist es mir immer noch unbegreiflich wie ein halbwegs intelligenter Mensch Rauchen kann. Ich verstehe es einfach nicht, bitte erklärt es mir.

  34. Strange sagt:

    Nichtraucher an die Macht! ;)

    ich meide schon lange restaurants und kneipen, in denen geraucht wird.
    es ist einfach unerträglich.
    meine klamotten stinken ein paar stunden später nach stall. ich wünschte das rauchverbot würde noch weiter gehen.

  35. Fossy80 sagt:

    Hi,

    das Rauchverbot ist ja wieder ein Thema, was schnell vom Haare zum Koepfe spalten uebergeht.

    Als Nichtraucher und sehr liberaler Zeitgenosse finde ich es schade, dass fuer unsere Sache immer platte Argumente angefuehrt werden wie “die Schwangere mit Kind”, “verrauchte Klamotten”,”Koerperverletzung” usw. Hoert sich alles an wie die viel erwaehnte Krankenschwester bei Diskussionen zur Steuerverteilung.

    Allerdings machen es sich die Raucher in dieser Diskussion ziemlich einfach und da wuerde ich gerne mal ein bisschen aufraeumen:

    1. “Nichtraucher koennen ja draussen bleiben” Argument: Ist auf den ersten Blick schluessig und richtig. Allerdings wuerde ich als Nichtraucher auch gerne meine Gesundheit mit Bier schaedigen und leider gibt/gab es nun mal leider nicht genug Nichtraucherkneipen als Alternative. Auch wenn die meisten Gaeste Nichtraucher sind, waren Gastwirte nicht bereit auf rauchfrei zu stellen, da sie ja wussten, dass Nichtraucher in der Regel den Rauch anderer ueber sich ergehen lassen, unfreiwillig. Soviel zum Thema “freier Wille nicht in Kneipe zu gehen”, funktioniert vielleicht bei Leuten, die nicht am sozialen Leben teilnehmen moechten.

    2. “Kneipen sind privat, da hat der Staat nix verloren”: Unsinn, Kneipen werden zwar privat gefuehrt, sind aber als Gastronomiebetrieb Orte oeffentlichen Interesses, daher kann sich der Staat da sehr wohl einmischen und sollte es auch (Stichwort Arbeitsschutz, Jugendschutz, allgemeiner Schutzauftrag).

    3. “Kneipen gehen kaputt”: Nochmal Unsinn. Beispiele in Italien und Irland zeigen, dass nach einem kurzen Knick in den Einnahmen, diese sich wieder erholen, wenn nicht sogar steigen.

    Ein Thema was leider gar nicht angesprochen wird ist der Arbeitsschutz in Discos, Kneipen, Bars ect. Wuerde fuer einen Club dieselben Feinstaubbelastungen gelten wie fuer einen Industriebetrieb, muessten die Bedienungen mit Gasmasken arbeiten. Das ist keine Polemik sondern Fakt. Natuerlich kann man jetzt schnell wieder sagen “Leute, die da arbeiten wissen auf was sie sich einlassen”, aber sagt das mal einem Studenten, der Kohle braucht und wegen dem Stundenplan auf spaete Arbeitszeiten angewiesen ist. Wie gross ist dem sein Entscheidungsspielraum? Wieso werden Kneipen nicht im selben Umfang fuer den Schutz ihrer Angestellten verpflichtet wie Industrieunternehmen? Wenn BASF sagt “Nee, Atemschutzmasken und Helm gibbet nicht mehr, wir werden schon jemanden finden, der die Drecksarbeit ohne Schutz macht” wuerde ein Aufschrei durch die Republik gehen, aber bei Thekenpersonal ist es uns anscheinend ziemlich egal…

  36. oaci sagt:

    2. Wenn er also das Recht hat, neben einer schwangeren Frau zu rauchen, kann ich dir also im umkehrschluss auch ungestraft eine reinhauen? Beides ist Körperverletzung…

    … also sorry. Mutter mit Kind steht an der Ampel, jedes Fahrzeug, welches vorbei fährt, wird wegen Körperverletzung angezeigt. Ich ziehe um in ein Industriegebiet … in eine Großstadt .. und vergebe dann Anzeigen wegen Körperverletzung, weil die Luft meiner Gesundheit schadet. Ich kaufe mir billige Teppiche, T-Shirts, Möbel … und bekomme eine Anzeige, weil ich damit vermutlich umweltschonenden Produktionstechnicken keine Chance gebe und andere damit “Körperverletzte”. Ich stelle mich an den Flughafen und zeige jeden an, der in den Urlaub mit ‘nem Flieger reist, weil die mich “Körperverletzen”. …
    Ich sitze im Bus neben einem, der die Grippe hat und zeige ihn sofort an, als er neben mir atmet, da dies eine “mögliche” Körperverletzung ist!?

    Da geht mir der Hut, wenn ich an den Wahn mit der Körperverletzung denke!!!
    Sowie die brünftigen Hirsche, die den Helmut und die Loki wegen Körperverletzung angezeigt haben. Wo sind wir nur hingekommen?

    Ich bin Nichtraucher!

  37. Rakete sagt:

    Ich finde es auch vernünftig, ich kann nun mit meiner 2-jährigen Tochter ruhigen Gewissens in ein Restaurant gehen. Warum sollte ich darauf verzichten, nur weil ich ein Kind habe, das ich nicht schädigen möchte?

    Die Raucher können doch für die Zigarette vor die Tür gehen, das sollte doch für keinen Raucher ein Problem darstellen.

  38. Wirklich…amüsant die ganze Geschichte ;) Nur zwei kurze Einwürfe: Man hätte eine Regelung finden sollen, nach der die Wirte völlig freie Wahl gehabt hätten? Hatten sie die VOR dem fraglichen Gesetz etwa nicht? Und mit welcher Konsequenz? ;)

    @skull77
    Völlig aus der Luft gegriffen ist der Vergleich mit dem Bier nun auch wieder nicht. Ein Stichwort: “Alkohol”. Sicher, er selbst ist unmittelbar nicht schädlich für den Unbeteiligten, die mittelbaren Folgen des übermäßigen Konsums dafür ein ums andere Mal umso gravierender.

    Oder um es mit Moers zu sagen: “Schlachten Sie ruhig Ihre ganze Familie mit dem Schlagbohrer ab, häuten Sie einen Polizisten mit einem Käsehobel oder zünden Sie ein Asylantenheim an – aber genehmigen Sie sich vorher um Gottes Willen eine Flasche Reisschnaps, dann kommen Sie mit ein paar Monaten auf Bewährung davon.” ;)

  39. Stalkingwolf sagt:

    Sehe ich genau so. Ich lebe in Rheinland-Pfalz und hier wird noch Fastnacht mitgenommen bevor das Verbot in Kraft tritt.
    Aber ich bin auch viel unterwegs und es war eine Wohltat das erst mal in Baden-Württemberg in ein Lokal zu gehen und dort ohne lästigen Rauch zu essen.
    Auch musste man nicht am nächsten Tag die Klamotten wechseln.

    In der Firma teilte ich auch sehr lange ein Zimmer mit einem Raucher, irgendwann wurde es mir zu viel und ich wechselte in ein anderes Büro. Heute haben wir Rauchverbot in der Firma. Und selbst der Raucher von damals meint, dass es so wesentlich angenehmer ist.

  40. Duncan_Idaho sagt:

    @Fossy

    Volle Zustimmung in allen Punkten.

    Vor der Gesetzgebung konnte man in praktisch kein Lokal gehen, wenn man nicht verraucht rausgehen wollte. Ergo hatte man als Nichtraucher faktisch keine Wahl.

    Weiterhin sind die Einnahmen der Gaststätten in Augsburg nach dem Gesetz sogar eher gestiegen, da jetzt weitaus mehr Kunden die Lokale besuchen. Die wenigen die jetzt Pleite sind, waren auch schon vorher knapp an der Grenze oder die klassischen Drogenkneipen.

    Nebenbei haben wir hier an der Uni einen netten Forschungsbereich laufen. Keine Pflanze kann Radioaktivität so gut verarbeiten wie die Tabakpflanze, allerdings lagert sich dadurch auch einiges in der Pflanze ab. Während der Verarbeitung nimmt der Wert auch nicht sonderlich ab. Wenn man nun jeden Tag eine Schachtel raucht, entspricht das einer Strahlendosis der man ausgesetzt wäre, wenn man an 300 Tagen im Jahr zum Röntgen gehen würde. Durch dieses Forschungsergebnis konnte teilweise auch erklärt werden, wie so manche bisher unerklärliche Krebsart entstehen konnte. Krebs kann aus verschiedenen Ursachen heraus entstehen, aber grade im Bezug auf Rauchen lassen sich immer mehr Schadketten nachweisen.

  41. TOOL sagt:

    Ich verlange nichtraucher-freie Lokale !! :P

    Aber mal im ernst.. ist schon ok so. Und das dürfte auch jedem Raucher einleuchten, auch wenn er es vllt nicht wahrhaben will.

  42. Skoell sagt:

    ich kann Boris und vorallem Fossy nur zustimmen! Richtig so.

    Noch ein Wort zu dem “warum bleiben Raucher nicht draußen, wenn es sie stört” – Argument.
    Hallo? Warum muss ich für die Laster eines Rauchers bezahlen, indem ich draußen bleibe? Der Raucher schädigt, nicht der Nichtraucher. Also sollte er draußen bleiben.

    Ich vermute stark, dass die Einnahmen der Gastronomie eher steigen als fallen werden. Denn nun, da sich auch ein Nichtraucher in eine Kneipe trauen kann, vergrößert sich das Kundenfeld imens. Und ich bin sicher, kein Raucher wird wegen dem Nichtraucher-Schutz in Kneipen nun zu Hause bleiben.

  43. Drew sagt:

    Danke für Deinen Beitrag Boris! Du sprichst mir da komplett aus der Seele. Und seitdem Rauchverbot in den Lokalen herrscht geh ich auch wieder öfters in solche. Wenn alles vollgequalmt ist da schmeckt einem ja das Essen nichtmal mehr. Es reicht schon eine Zigarette um einem den Geschmack zu rauben. Jetzt riecht man in den Lokalen wenigstens das Essen und nicht den Gestank.

    Deswegen auch von mir ein herzliches Dankeschön an die CSU. Wenn die Politik schon sonst nichts vernünftiges auf die Reihe bringt, hier hat sie mal meine vollste Unterstützung!

  44. Lain sagt:

    Bei uns in NRW gilt das Gesetz zwar schon, aber Gaststätten haben bis zum Sommer eine Schonfrist bekomme. Pfui! Als ob ernsthaft jemand noch Zeit bräuchte, um Raucherräume in Kneipen einzubauen. Ist doch schon seit nem Jahr ziemlich klar, dass wir rauchfrei werden.

    Alkohol vs. Rauchen: Nun, Alkoholkonsum hat eben keine passiven Nebeneffekte, Alkoholfahnen bleiben jedenfalls nicht in der Kleidung hängen! Klar, wer’s übertreibt mag rumlallen oder eine Schlägerei anzetteln wollen, aber das ist dann ein höchst aktiver “Nebeneffekt”, für den jeder selbst verantwortlich ist und wo beim verantwortungsvollen Umgang mit Alkohol nix passiert.

    Der Staat tut endlich was für seine Bürger. Das hat rein gar nichts mit Gängelung zu tun, endlich ist man nicht mehr der Willkür mancher Raucher ausgesetzt! Habe es oft genug erlebt, dass z.B. im Zug im Nichtraucherabteil geraucht wurde. Aber nicht mal Bahnbeamte haben was getan – die dürfen eine Zigarette nämlich nicht löschen, und sie scheinen alle viel zu negative Erfahrungen damit gemacht zu haben!

    Eins fehlt aber noch: bitte auf Bahnhöfen die Raucherbereiche irgendwie abtrennen (Raucherräume mit Entlüftung etc.) oder ganz verbannen. Denn aktuell bringen sie nichts, wenn der Wind ungünstig steht zieht der Gestank immer noch über das ganze Gleis; und genügend Leute halten sich dort überhaupt nicht ans Rauchverbot. Ich hoffe, es wird dort drakonische Strafen regnen, wenn ein Raucher das neue Gesetz missachtet. Denn: jeder Raucher, der das tut, verhält sich klar asozial. Das ist Fakt.

    An zumidnest einer Stelle geht das Gesetz allerdings IMO zu weit, und dort kann ich den Unmut der Raucher verstehen. Ich arbeite in einem Jugendzentrum und das ist bereits (auf freiwilliger Basis!) seit September rauchfrei. Vorher wurde auch nur abgetrennt geraucht, seit September aber eben nur vor der Tür an der frischen Luft. Allerdings kam jetzt die Dienstanweisung, dass auf dem gesamten Gelände (da ist noch ein Spielplatz drumherum) das Rauchen verboten sei. Und das ist unmöglich: teilweise ist z.B. morgens nur ein Kollege da und der kann schlecht 50 Meter bis zur Straße gehen und für diese Zeit das Gebäude komplett schließen. Das ist wirklich relativ idiotisch. Auch hier aber keineswegs böser Wille des Staates, sondern lediglich (wie so oft) eine nicht bedachte Einzelfolge einer neuen Regelung.

    Egal, nur noch bis Sommer und dann hat die Raucherei endlich ein Ende! Dann wird’s endlich ganz clean Spaß beim Weggehen geben.

  45. hitman43 sagt:

    Ich rauche selber und bin mit dieser Gesetztgebung absolut zurfrieden.
    Da ich nur im Garten draussen oder Abends gelegentlich am Fenster qualme (und das ebenfalls weil ich den Geruch in der Kleidung,den Möbelstücken usw. nicht leiden kann) hab ich da überhaupt keine Probleme mit.
    Am Tag rauche ich ca. 10-15 Zigaretten, wobei 15 Glimmstengel wirklich hart sind und das mittlerweile eher selten bzw. fast garnicht vorkommt,kann ich mich also damit abfinden,wenn ich zum Beispiel essen gehe nicht zu rauchen.
    Frag mich sowieso was dieser Zirkus soll,ich geh ja essen um das Essen zu genießen und nicht weil ich meine,das schöne saftige Steak (Pizza,Nudeln oder sonst was) sollte nach Aschenbecher schmecken.
    Ums kurz zu machen,ich gehe in eine Gaststätte um das leckere Essen in geselliger Runde zu mir zu nehmen und nicht um das Lokal zu zunebeln.
    Kneipen finde ich persönlich generell ziemlich “assig” und mittlerweile bin ich mit 28 Jahren einfach nicht mehr der Diskothekenbesucher.
    Alles in allem ist mir das Thema also egal bzw. befürworte ich das in Gaststätten und das obwohl ich selber ein Tabakkonsument bin.

    Und mal so nebenbei bemerkt, wenn man Zuhause raucht,dann tut man das ja normalerweise auch nicht beim essen – PUNKT.

  46. Bill Gates sagt:

    Das ist das Aus für die Waschmittel- und Textilindustrie!

    Spaß beiseite, für die Nichtraucher freut mich das natürlich. Im Sommer bin ich eh viel lieber draußen, im Winter wird zwangsläufig weniger gequalmt. Da bleibt dann mehr Geld für Geschenke übrig.

    Ich hoffe nur, wir Raucher werden jetzt nicht verteufelt. Jedem sein Genuß- oder Suchtmittelchen. Und wenn die Regelung alle zufrieden stellt, wird das wohl auch nicht passieren.

  47. DerBene sagt:

    @ Andreas 1967: Du schriebst “Ja rauchen gefährdet unsere Gesundheit aber jetzt noch mehr da ich jetzt drausen im kalten Rauchen muss.” – Bitte korrgieren: Keiner zwingt dich zum Rauchen ;)

    Ich bin als Nichtraucher ganz klar auf Boris Seite. Sehe das zu 100% genauso. Mich nervt das Rauchen extrem und ich finde es sehr gut, wenn es ein Rauchverbot in Lokalen und in öffentlichen Gebäuden gibt. Nix ist nerviger als der Gestank in Haaren und Klamotten nach einem gemütlichen Abend in der Stadt. Ich plädiere als Konsequenz auch für ein Schild, welches das Rauchen explizit erlaubt – im Umkehrschluss ist es überall dort, wo ein solches Schild nicht hängt, verboten. Ich finde das wäre wesentlich logischer als Schilder, die das Rauchen verbieten…

    Und wie heißt es so schön: Die Freiheit eines jeden hört da auf, wo die des anderen anfängt… Diesen Satz scheinen einige Raucher häufiger zu verdrängen.

  48. ChiefJudy sagt:

    Ich bin Ex-Raucher. Habe eine zeitlang SEHR stark geraucht und dann von einem Tag auf den anderen aufgehört. Ich finde es auch sehr angenehm, nicht mehr nach Rauch zu stinken, wenn ich beim Essen in einem Lokal war. Trotzdem. Das ganze ist etwas übertrieben (nein, ich bin kein “militanter” Ex-Raucher). Man hätte den Wirten vorschreiben können, einen gewissen Platz an Nichtraucherplätzen auszuweisen. In einem abgeschlossenen Raum. Meinetwegen auch quadratmetermäßig gesehen größer als der Raucherbereich. Also quasi der Hauptraum ist Nichtraucher… DAS wäre vernünftig gewesen. Dann hätte sich jeder aussuchen können, wo er sitzt. Oder ob er beim Araber gemülich ‘ne Shisha rauchen will oder nicht. Oder nach einem feinen Essen eine Zigarre rauchen will oder nicht. Und Schwangere setzen sich dann halt einfach nicht in den Raucherbereich. Punkt.
    SO aber schmeckt das Ganze doch nach Bevormundung. Genauso, wie der Staat uns ja mit den “Killer”spielen bevorminden will. Sorry, aber das Denken und die freie Entscheidung sollten die uns dann doch noch nicht GANZ abnehmen….

  49. SidVicious sagt:

    Also ich als Raucher habe damit absolut kein Problem.

    Aber was schleppst Du Deine schwangere Frau in eine Kneipe, wo man… nun ja. Herumsitzt und Alkohol trinkt? Alk ist nun mal auch nicht die wirklich gesündeste Sache auf der Welt.

  50. Jürgen sagt:

    Das schöne an der ganzen Diskussion ist, dass sie überflüssig ist :-)

    Ich bin jetzt nicht mehr dem Egoismus und der Willkür von Rauchern ausgesetzt. Da gibt’s endlich nix mehr zu diskutieren und rumzuwinden.

    Sollen die Raucher doch meckern – umgekehrt haben sie, wenn sich Nichtraucher aufgeregt haben, ja auch keine Rücksicht genommen und die Schäden, die das Rauchen verursacht sind offensichtlich.
    Ein Verbot ist leider kein Sieg der Vernunft, aber was soll man sonst machen, wenn Argumente nicht fruchten und Rücksicht nicht erwartet werden kann?

    Und wer die Nikotinsucht nicht überwinden kann:
    Schnupftabak geht über die Nasenschleimhäute auch schnell ins Blut, verpestet aber anderen nicht die Luft. ;-)

  51. florian sagt:

    In Österreich darf leider munter weiter gequalmt werden. Wir meiden mittlerweile Gaststätten wo es nicht zumindest einen Nichtraucherbereich gibt. Bei uns wurde die Gesetzte zwar auch verschärft aber leider ist es noch nicht genug. Gerade als Vater eines 9 Monate alten Sohnes lege ich großen wert darauf dass die Lokalitäten rauchfrei sind in denen ich mich aufhalte.

  52. iob sagt:

    Finde das Gesetz 1a. Die ach so tollen Raucher sorgen nämlich dafür, das ich jedes Lokal, jede Diskothek und jede Kneipe meide. Ich bekomme sehr schnell trändene Augen und kann den Rauch überhaupt nicht ab.

    Von Toleranz ist bei 90% der Rauchern auch keine Spur. Ich war mal auf einer Lanparty wo mein Auge schon zugeschwollen war weil der Typ neben mir sich im 5 Minuten Take eine angezündet hat. Auf mehrmaliges Nachfragen ob er denn woanders eine Rauchen kann wurd der noch pissig.

    Das nächste mal brauche ich ne Wasserpistole :P .

    Seitdem gehe ich auch keine Raucherlans mehr.

    Ich finde es also einen tollen Schritt, das meine Freiheiten per Gesetz gesteigert wurden :-) .

    Das mit dem Umsatzeinbußen ist übrigens zweifelhaft: Einige Hardcoreraucher kommen dann zwar nicht mehr als Kunden, dafür setzen sich ein paar mehr Nichtraucher dazu. Besonders in Irland machen die Gaststätten afaik jetzt mehr Umsatz.

    Zum Alkohol Beispiel: Wir haben doch schon diverse Alkoholverbote. Man darf nicht betrunken Aufofahren oder Flugzeuge fliegen etc. Halt überall dort, wo man andere gefährdet.

    Es ist halt so – um die Freiheit für die Mehrheit zu garantieren muß der einzelne ein wenig Freiheit aufgeben.

    Zu dem Steuerrückgang: Das macht doch gar keinen Sinn. Stell dir mal vor, alle Raucher in Deutschland würden über Nacht das Rauchen aufgeben. Die hätten dann alle ihre 50-300 Euro mehr im Monat. Meinst du etwa, die würden das Sparen? Quatsch mit Soße! Das “übrige” Geld geben die aus, die meisten für Wein, Weib und Gesang. Sprich: Da kommen auch wieder Steuern rein. Ob das nun mehr oder weniger taxiert wird, wer weiß das schon. Wenn die anstatt Zigaretten ihr Auto betanken sind das sogar _mehr_ Steuergelder für den Staat.

  53. SniperFood sagt:

    es ist schon faszinierend, wie sich die Raucher aufregen. Wurde doch gerade wegen der Uneinsichtigkeit der Überzahl der Raucher dieses Gesetz ins Leben gerufen!

    Es ist schon wahrlich ein Hammer von Rauchern zu hören, dass man als Nichtraucher einfach draussen bleiben soll. Gehts noch? Wenn ich z. B. in ein Restaurant gehe und mein sauer verdientes Geld für ein leckeres Essen ausgebe, wer gibt einem Raucher das Recht, mir diesen Genuss mit Rauch zu versauen?

    Es interessiert mich nicht im geringsten, wenn sich Raucher auf lange Sicht umbringen wolllen, aber bitte ohne Nichtraucher in Mitleidenschaft zu ziehen.

    Ich persönlich habe 7 Jahre geraucht und bin in dieser Zeit auch immer vor die Tür gegangen um zu rauchen. Ist es wirklich so schwer? Wenn es euch draussen zu kalt ist, hört einfach auf zu rauchen.

  54. RickD sagt:

    Ich finde es schade, dass dieses Gesetz kommen musste. Aber wenn ich die Ansichten der Raucherfraktion hier so lese, dann komme ich wieder mal zu dem Schluß, dass es wohl nicht anders geht.

    Hoffentlich wird das Rauchen irgendwann komplett verboten. Überall. Ich lebe beispielsweise in einem Mietshaus mit rauchenden Nachbarn und es ist schlimm. Im Treppenhaus stinkt es schon nach Qualm, es zieht durch die Wohnungstür in meinen Flur hinein und wenn im Sommer unter mir auf dem Balkon geraucht wird habe ich bei offenem Fenster den Gestank auch in meinem Wohnzimmer in der Nase.
    Aber ach ja, ich vergaß. Ich habe ja die freie Wahl, das Fenster geschlossen zu lassen. Und wenn ich auf dem Gehweg hinter einem Raucher herlaufe und mir der Wind den Qualm ins Gesicht bläst, dann habe ich ja auch die freie Wahl eine andere Straße zu benutzen. Schon schön wenn man so viele Freiheiten genießt.

    Ihr Raucher merkt doch selber gar nicht, was für eine enorme Belästigung ihr für die nichtrauchende Mehrheit (!) darstellt.

  55. skull77 sagt:

    @oaci: Du hast aber schon verstanden, dass ich einen sehr überspitzen Vergleich angebracht habe, oder? Andererseits sterben jährlich etwa 3300 Menschen in Deutschland an den Folgen des Passivrauchens (Quelle: folgende Suchbegriffe bei google eingeben: spiegel 3300 studie passivrauchen).
    Warum wird eigentlich immer wieder der Vergleich mit dem Auto angebracht? Wir müssen Autos verwenden, ansonsten komme ich nicht zur Arbeit, morgens gibt es keine Butter aufs Brot und dieser Blog hier würde auch nicht funktionieren, weil keiner den Weg zur Arbeit gefunden und den Server hochgefahren hat!!! Rauchen hingegen muss niemand!!! Und zu dem macht es einfach keinen Sinn zu rauchen! Dafür gibt es nicht den geringsten Grund!! Der gesunde Menschenverstand sollte eigentlich ausreichen, um die Nichtraucher zu verstehen. Aber nein, es werden unsinnige Argumente gebracht, die in Wirklichkeit keine sind. Genau aus diesem Grund ist es gut, dass der Staat in diesem Fall endlich etwas unternommen hat!! Viele Beiträge hier bestätigen das nur allzu deutlich!!
    Ich würde gerne mal sehen, wie ihr einem durch Passivrauchen erkrankten Menschen erklärt, warum ihr die neuen Gesetze für falsch haltet!! Naja, er ist ja auch eigentlich selbst dran Schuld!!! (bevor es wieder einer nicht versteht, der letzte Satz beinhaltet einen geringen Anteil Ironie!!)

  56. skull77 sagt:

    @Winkeladvokat: Erst mal sorry, wegen Doppelpost, aber den hab ich erst später gelesen.
    Natürlich kann übermäßiger Alkoholkonsum zu schlimmen Unfällen oder Gewalttaten führen, aber die Sachlage ist dennoch eine Andere. Wird ein Mensch durch einen alkoholisierten Fahrer verletzt oder getötet, wird der Fahrer bestraft. Leidet aber ein Mensch durch jahrelanges Passivrauchen an einer Krebserkrankung wird niemand bestraft!!

    Was Fossy geschrieben hat ist absolut richtig, als Nichtraucher kann ich es mir kaum aussuchen wo ich hingehe. Ansonsten grenze ich mich aus. Darum würden freiwillige Nichtraucherkneipen auch wenig Sinn machen.

    Zu den Beiträgen von Oaci fällt mir leider gar nichts mehr ein!! Besteht ständig auf Toleranz und ist einer der verbohrtesten und intolerantesten Poster hier. Die “Argumente” sind einfach nur haltlos!!

  57. karaokefreak sagt:

    Komische Diskussion.

    Mich haben Wirte in Zukunft als Kunden verloren, aber nicht, weil ich ja ach so trotzig bin, sondern weil ich es in einer Kneipe einfach nicht mehr gemütlich finde, wenn ich alle halbe Stunde raus gehen soll, um zu rauchen. Hey, da kann ich es mir auch zuhause einfach gemütlich machen, vielleicht ein paar Freunde einladen usw.

    Imho sollte es rauchfreie Kneipen und Raucherkneipen geben – wo wäre das Problem gewesen? Das ist einfach nur eine willkürliche Entscheidung, denn um die Gesundheit der Menschen geh es in der Politik nicht. Sonst würde man jetzt z.B. nicht dafür sorgen, dass Genfood leichter in den Handel kommt. Oder das Autos mit Benzin / Dieselmotoren überhaupt noch in der Stadt fahren dürfen.
    Angesichts der industriellen Abgase und der Verkehrsdämpfe, die vor allem unsere Kinder abbekommen, da sie in “Auspuffhöhe” atmen, ist das bisschen Rauch der Zigarettenqualmer echt lächerlich.

    Tschuldigt echt, aber wer an seinem bisschen Gesundheit dermaßen hängt, dass es sich hämisch über einen Genussverlusst und eine Bevormundung anderer Menschen freut, hat einfach nicht kapiert, was für ein unwichtiges kleines Leben er führt.

    Glaubt ihr, ein Rauchverbot macht eure Umgebung gesünder? DIe Luft besser? Führt zu weniger Krebskranken?

    GLaubt ihr das Rauchverbot nutzt irgendwem etwas, abgesehen davon, dass es das Volk beschäftigen soll?

    Träumt weiter. So lange die SPD in Hessen die LTW gewinnen und den Leuten Ökologie und Gerechtigkeit versprechen klann, im gleiche Atemzug aber mit der Partei koaliert, die GENAU DAS GEGENTEIL will (die FDP), muss einfach jedem klar sein, dass das alles nur ein großes Kasperletheater ist, um die Leute zu beschäftigen und bestenfalls gegeneinander aufzuhetzen.

    Klappt ja sogar in diesem Blog…..und in der zwischenzeit bemerkt keiner, was für ein Mist im Verborgenen passiert.

  58. Bill Gates sagt:

    Ich sehe das Nichtraucher-Gesetz eher aus der gesundheitlichen Sicht. Die Geruchsbefreiung kann ich weniger nachvollziehen. Neulich erst in einem Nichtraucherlokal gewesen. Meine Kleidung roch drei Tage lang nach Frittierfett/Essen, das war im wahrsten Sinne des Wortes “untragbar”.

  59. xaan sagt:

    @ Cedric
    Deine Argumente sind nicht so ganz stichhaltig.

    1. Das Rauchverbot ist keine Willkür, sondern eine von sehr sehr vielen anderen Regelungen, denen sich Wirte nunmal zu unterwerfen haben. Die Gaststätte ist nunmal nicht das private Wohnzimmer des Wirtes. Er öffnet den Raum für Publikumsverkehr und damit hat er sich automatisch Regeln zu unterwerfen, die der Staat ihm auferlegt. Zum Beispiel Notausgänge, Anzahl und Hygiene der Toiletten oder das Verbot, Alkohol an jugendliche unter 18 auszuschenken. Neuerdings eben auch das Rauchverbot. Keine Willkür.

    2. Die Geschichte mit der zeternden Nichtraucherin im ausgewiesenen Raucherbereich schlägt in eine völlig andere Kerbe. Ein Zug hat nunmal auch einen ausgewiesenen NR Bereich. Die Frau hatte Alternativen. Völlig klar, dass man da als Raucher darauf hinweisen kann, hier rauchen zu dürfen. In einer Gaststätte dagegen müssen (mussten) Raucher und Nichtraucher gemeinsam auskommen. Und da kann man von einem Zigarrenraucher ja wohl erwarten, dass er mal auf eine schwangere Frau Rücksicht nimmt. Das gebietet einfach die Höflichkeit. Eben genauso wie man auch keine schwangere Frauen im Bus stehen lässt, sondern ihr nen Sitzplatz anbietet. Wer da auf sein Recht pocht “aber ich war zuerst da, ich darf hier sitzen”, der ist einfach ein unhöflicher Ar***. Und wer in nem Restaurant neben ner Schwangeren rumheult “hier ist Rauchen nicht verboten”, ist nicht minder ein Ar***.

    3. Es gibt vielleicht eine Menge Raucher, die Rücksicht nehmen, aber leider gibt es auch eine Menge, die eben keine Rücksicht nehmen. Und solange es die gibt, hat man als NR einfach keine Ruhe. Deshalb gings leider ohne Verbot nicht.

    4. Das sehe ich zwar im Prinzip genauso, aber leider ist dieser Grad an Toleranz in der Gesellschaft einfach nur ein schöner Traum. Ansonsten würden wir keine Gesetze brauchen und Kommunismus würde in seiner Idealform funktionieren. Leider ist die Menschheit nicht so perfekt.

  60. SMario sagt:

    @AdlerMannheim:
    Ich glaube eher nicht das Obst und Gemüse, sei es noch so “verseucht” (was auch immer du damit verbindest), so etwas mit dem Körper anstellt:

    http://www.heinrich-roth-schule.de/Contentpix/raucherlunge.jpg

  61. Froschi sagt:

    Himmel – Boris, was hast du getan? Weißt du denn nicht, dass du mit einem derartigen Topic einen pawlowschen Reflex auslöst, der dem Niederriss des Hoover Dams gleichkommt? Würdest du hier virtuelle Messer verteilen, hättest du ein imaginäres Blutbad zu verantworten! :D

  62. Buggi sagt:

    ich finde es richtig dieses Thema hier anzusprechen. Wenn die Politik es schon mal schafft was sinnvolles auf die Beine zu stellen! :)

  63. maxico86 sagt:

    Na toll Boris, jetzt hast du es geschafft das Niveau der Diskussionen auf das im heise.de Forum zu senken… ;-)

    Aber mal im Ernst: Seit das Raucherkino in meiner Nähe vor etlicher Zeit geschlossen hat, war ich nicht mehr im Kino. Essen war ich seit dem 1.1. genau einmal und musste feststellen: Es riecht wiederlich nach Mensch. Das soll jetzt keine Kinderei sein, ich empfinde es einfach so. Die Frau am Nachbartisch riecht nach viel Parfüm, der Mann gegenüber nach Schweiß und die Kellnerin nach Muskelentspannungscreme…
    Natürlich interessiert es keinen, wenn ich kleiner Mensch nicht mehr/nicht mehr so oft weggehe. Und natürlich bin ich selbst schuld dran. Es ist nur einfach so.

    Ich gebe euch Recht mit der Aussage, dass viele Restaurants jetzt wahrscheinlich mehr Umsatz machen. Allerdings werden im Gegenzug die “Spelunken” die nur von einem kleinen Kreis an rauchenden Stammkunden leben schnell pleite machen (ausser sie machen einen Club).
    Besser hätte ich da eine Regelung gefunden, die 1. in ganz Deutschland gleich ist und 2. ganz abgetrennte (kleinere) Raucherbereiche erlaubt.

    Was mich eigentlich stört und warum ich überhaupt etwas hier schreibe:
    Mir reisst die Hutschnur, wenn ich hier lesen muss, dass es angeblich jemanden belästigt wenn ich an einem sehr zugigen, völlig offenen (S-)Bahnhof rauche. Natürlich würde ich ein paar Schritte weg gehen, wenn sich jemand direkt neben mir beschwerd. Aber mal ehrlich: Aus ein paar Metern Abstand ist das nicht zu riechen und auch bestimmt kein Passivrauchen mehr! Wer so etwas behauptet ist entweder ein militanter Ex-Raucher (der nur neidisch ist) oder es ist einer der Sorte Menschen, die die Polizei anrufen wenn man Fünf Minuten vor Ende der Mittagsruhe den Rasenmäher anwirft weil man später noch was anderes machen muss. Oder sich beschwerd, wenn man am Werktag um 16 Uhr ein Loch in die Wand bohrt und dann auch noch frech behauptet man würde das IMMER machen. Das ist die Sorte Mensch, die sich über Kuhglockengebimmel von der Wiese nebenan aufregen und Kirchenglocken gerichtlich untersagen lassen wollen (DAS gibt es wirklich). DIESER Sorte Mensch wird man es auch in Zukunft nicht recht machen können. Die haben nämlich entweder seelische Probleme oder ihnen ist langweilig bzw. sie sind mit sich selbst unzufrieden oder nehmen sich selbst viel zu wichtig.

    Auf so schockierende Kommentare muss ich jetzt erst mal eine Rauchen (es ist nämlich nicht ganz unsinnig, das Rauchen, es bringt mich dazu nicht die arme Maus zu zerstören.)

  64. TitanBlue67 sagt:

    *lol* @ die “Argumente” der agressiven Raucherlobby hier.

    Ich kann echt nur über die Raucher lachen die Toleranz einfordern, von Willkür reden und vom “unwichtigen kleinen Leben” der Nichtraucher. Warscheinlich sind das genau die halbstarken Proleten, die mit Prügel drohen, wenn man Sie freundlich auffordert, Rücksicht zu nehmen und doch bitte nicht in einem Nichtraucherbereich zu rauchen.

  65. derpiet sagt:

    Ich bin eindeutig gegen das Gesetz, jedes Lokal sollte selber entscheiden können, ob es Raucher aussperrt. Sollten wirklich so viele Menschen rauchfrei essen und/oder trinken wollen, gäbe es imho schon längst (viel mehr) reine Nichtraucher-Lokale.

    Es sieht doch so aus:

    1) Jeder sollte selbst entscheiden können, ob er seiner Gesundheit schaden möchte und in ein Raucherlokal gehen möchte. Manche gehen nicht in die Skihalle, weil sie Angst vor einem Beinbruch haben, andere leben lieber auf dem Land statt in der City, um den Autoabgasen zu entgehen. Jedem war immer klar, daß in einem Lokal evtl., sogar wahrscheinlich, geraucht wird. Wer trotzdem hingeht, begibt sich freiwillig in Gefahr.

    2) Kellner, die nicht frei entscheiden könnten und in einer verrauchten Kneipe arbeiten “müssen”, haben den falschen Job. Ich z.B. arbeite nicht auf einer Ölbohrplattform und nicht als Kanalreiniger, außerdem möchte ich ungern LKW-Fahrer sein oder Gärtner. Das sind alles Jobs, in denen ich zuviel Angst um meine Gesundheit hätte. Sollte ich in die finanzielle Situation kommen, einen dieser Jobs annehmen zu müssen, stelle ich in dem Moment das Gehalt höher als die eventuellen gesundheutlichen Schäden oder lebe am Existenzminimum, wenn mir meine Gesundheit wichtiger ist.

    Alle Kommentatoren, die über verrauchte Lokale oder die armen Kellner schimpfen, sollten sich mal vor Augen halten, was demnach sonst noch alles verboten werden müsste. Autofahren wäre wohl als Erstes dran (Stichwort Feinstaub und Unfallgefahr, Gefährdung anderer).

    Wisst ihr, es gibt ein gewisses _Lebensrisiko_, das ich selber minimieren kann, indem ich Gefahren aus dem Weg gehe. Wer dazu nicht in der Lage ist, sollte imho nicht versuchen, andere in ihrer Freiheit einzuschränken, um seine Probleme zu lösen.

    Das ist der falsche Weg, eindeutig.

  66. ZAS ONE sagt:

    Haha. Erst jetzt gelesen das Ganze – und wieder mal gefreut über die vielen Raucher, die sich über den Sieg der Nichtraucher ärgern, ärgern und ärgern. Argumente (ob gute oder schlechte) interessieren die Stinksauren (hehe) am Ende ohnehin nicht, insofern lasse ich meiner Schadenfreude gerne freien Lauf… und verstehe Dich vollkommen.

  67. Duncan_Idaho sagt:

    @hitman43

    Mein persönliches Lieblingserlebnis: Juppypaar kommt in chinesisches Restaurant, fängt an zu telefonieren, raucht die erste, telefoniert weiter, Essen kommt, telefoniert während Essen und raucht weiter und als dann der Aschenbecher überquillt, wird die Kippe im Aschenbecher auf unserem Tisch ausgedrückt. Auf die Frage, ob sie denn nicht wenigstens uns wegen des Aschenbechers hätten Fragen können kam die Antwort: “Sie sähen nicht ein, warum sie auf andere Rücksicht nehmen müßten, sie seien ja schließlich da um sich zu vergnügen und man könne gehen, wenn es einem nicht passe.” Da waren nicht nur wir baff, sondern auch der Besitzer des Restaurants, der sie höflich bat das Restaurant zu verlassen und nicht mehr wieder zu kommen.

    @Nichteinsicht mancher Raucher

    Uni München haben ein paar uneinsichtige Raucher inzwischen einen neuen Ort zum Rauchen gefunden > Aufzüge. Mal abgesehen vom Brandschutz würde mir da die kurze Rauchdauer noch einfallen, warum man das nicht machen sollte…. aber manche kapieren es wohl nie, was der Sinn hinter dem Ganzen ist.

    Insgesamt hat das Rauchverbot in anderen Ländern nicht zum Zusammenbruch des Landes geführt, warum sollte es hier…

  68. greatestgatsby sagt:

    Also bis heute war ich wirklich Fan von Deinem Blog (das einzige, das ich ab und an im Internet gelesen habe). Aber so einen unqualifizierten Kommentar hast Du noch nie losgeslassen. Drittklassig, enttäuschend, Deiner nicht würdig…

    Grüße von einem Nichtraucher

  69. ScherzKeks sagt:

    Also die Diskussion um das Rauchverbot in Gaststätten ist mittlerweile so weit weg vom eigentlichen Thema.
    Erinnern wir uns mal zurück. Vor etwas mehr als einem halben Jahr hatte es, zumindest galt das für Bayern (bin mir nicht sicher ob bundesweit),geheisen dass in Gaststätten getrennte Raucher und Nichtraucherbereiche eingerichtet werden müssen wenn der Wirt das Rauchen nicht komplett verbieten will.
    Darauf hin haben viele Wirte Investitionen getätigt um eben eine räumliche Trennung der Raucher und Nichtraucherbereiche z.B. mittels Plexiglasabtrennungen zu bewerkstelligen.
    Kurze Zeit vor dem Jahreswechsel zu dem das Nichtraucherschutzgesetz eingeführt wurde hatten sich die Politiker plötzlich umentschieden und sich für das absolute Rauchverbot entschieden. Die Folge war dass den Wirten zum Teil ein erheblicher Finanzieller Schaden entstanden ist.

    Grundsätzlich behaupte ich das der Großteil der Raucher nicht so ein Riesenproblem mit der neuen Regelung haben.
    Persönlich finde ich aber das es den Wirten doch überlassen sein soll wie sie Ihr Lokal gestalten wollen. Wenn sie sich nun entscheiden ein Raucherlokal zu führen dann soll das von aussen für jeden ersichtlich gekennzeichnet sein.
    Kein Nichtraucher wird gezwungen ein Raucherlokal zu betreten ebenso wie kein Raucher gezwungen werden kann ein Nichtraucherlokal zu betreten. Soziale oder gesellschaftliche Zwänge können hier kein Argument sein denn jeder sollte so intelligent und eigenständig sein zu entscheiden was für einen Gut ist.

    Nun mag mancher wohl mit dem Argument kommen dass dann alle Wirte sich dafür entscheiden ein Raucherlokal zu betreiben. Sollen sie doch!
    Der Masse der Nichtraucher steht es frei den Wirten zu zeigen dass ihnen das nicht gefällt und mit ihrer Marktmacht das deutlich machen. Das Problem ist aber doch das die Bevölkerung dafür mittlerweile zu faul ist. Jeder kümmert sich heute nur noch um sich selbst.
    Jedenfalls bin ich mir sicher der eine oder andere Wirt würde bei ausbleibender Kundschaft sich dann schon umentscheiden.

    Ich selbst bin Raucher und auch wenn mein Zigarettenkonsum sich in den letzten Jahren vermindert hat, hat das aber nichts mit den Zwangsregelungen unseres Staates zu tun hat sondern weil ich selbst weniger rauchen will. Ich befürworte auch Nichtraucher Etablisments aber nun Rauchern vorzuwerfen sie wären kindisch weil sie nun eben nicht mehr weggehen wollen ist einfach nur dummfug.

    Raucher sind Drogensüchtige, werden aber von vielen aus unserer Gesellschaft wie Aussätzige und Menschen 2.ter Klasse behandelt. Das sind sie aber nicht. Es sind Menschen mit einem Problem. Genauso könnte man alle Rollstuhlfahrer gerechten Einrichtungen verbieten und sagen nun lauft doch einfach anstatt das ihr mit euren Rollis andere Menschen behindert oder gar über den Fuß rollt. (Ich weiß das ist absurd, aber genauso absurd wie zu denken ein jeder ist für sein Rauchen allein verwantwortlich) Auch wenn es immer wieder Menschen gibt die einfach so aufhöhren für viele Raucher ist es nun mal nicht so einfach. Sie sind krank, und damit meine ich nicht den Lungenkrebs. Aber der gemeine ignorante Nichtraucher insteressiert sich gar nicht dafür wie soll er das auch beurteilen können er raucht ja nicht. Ex-Raucher sind in der Regel noch militanter aber das noch weiter auszuführen würde den Post sprengen.

  70. Cedric sagt:

    Noch ein paar Anmerkungen von mir:

    Ich bin mal gespannt wann “Killerspiele” von der CSU verboten werden und der erste in Bayern wohnende Pädagoge mit Blog einen Beitrag mit der Überschrift “Danke, liebe CSU” verfasst.

    Dann werden sich auch einige Nichtraucher die “Ihr Recht verteidigen” zu Wort melden und so krampfhaft versuchen Argumente zu finden wie zuletzt die Raucher in den Kommentaren.

    Ich könnte fast wetten das Boris einer der ersten sein würde ;-)
    Das wäre dann virtuelles Blutbad und alle Gegner würden sagen “Seht ihr: Die Spiele machen doch aggressiv”.

    “Es könnte alles so einfach sein, isses aber nicht.” -Fanta 4
    Populistisch? -Vielleicht, aber nicht weniger als der eigentliche Beitrag.

  71. oaci sagt:

    @ skull77: ” Zu den Beiträgen von Oaci fällt mir leider gar nichts mehr ein!! Besteht ständig auf Toleranz und ist einer der verbohrtesten und intolerantesten Poster hier. Die “Argumente” sind einfach nur haltlos!!”

    Gutes Freund! Eschtmal Luft raus, net springe wie ein HB Männle.
    Ich habe hier evtl. 1x evtl. 2x gepostet. Dann von “ständig”, “verbohrtesten” und “Intolerantesten” zu sprechen finde ich schon niedlich :o )

    Sei so lieb und zieh das “virtuelle Messer” mir aus dem Rücken. Oder läuft da schon eine Anzeige gegen mich ;o)

    In jedem Falle wünsche ich allen ein wunderschönes Wochenendeeeeee.

  72. Malakay sagt:

    Kann da nur zustimmen: Das Rauchverbot ist klasse!

  73. hdgamer sagt:

    Ich find das Rauchverbot eigentlich klasse, auch wenn einige der Läden in meinem Schanzenviertel (speziell die Egalbar im Karoviertel) hier in Hamburg dadurch doch klar an Charme verlieren (Rauchgeruch kann durch unangenehmere Gerüche ersetzt werden und Rauchschwaden verhinden nicht nur die Sicht auf hübsche Deko ^^).
    Dennoch finde ich es wichtig, dass Nichtraucher die Möglichkeit haben dem blauen Dunst zu entkommen – diese Möglichkeit ist jetzt geschaffen.
    Überhaupt stellt man spontan fest, dass weniger geraucht wird – selbst wenn man darf. Ich hoffe vielen gelingt aufgrund des Verbots der Ausstieg aus der Nikotinsucht (vielleicht gehöre ich eines Tages ja auch dazu).

    Dennoch – Nichtraucher können genauso nervig sein wie Raucher, da eine Meinung über die gesamte Gruppe abzugeben ist daneben. Ich rauche, aber ich würde nicht vor Kindern rauchen und wenn ich Eltern im Auto mit Kindern rauchen sehe, dann wird mir SCHLECHT !

  74. Souljumper sagt:

    ich finds gut, war jetzt an weiberfastnacht durch zufall auf einer party gelandet wo man bereits rauchverbot durchgesetzt hat (hamn ja noch übergangsphase)

    mir ist ziemlich lang nicht klar gewesen was anders war….aber als ich dann nach hause kam und mir die haare gewaschen hab und die suppe die darunter kam nicht nach kneipe stankt wusste ich es :-)

    hoffe zudem das demnächst die bilder mit dem krebstumoren usw. auch auf den deutschen packungen gedruckt werden. Wer bei soviel zerfall noch von genuß redet hat doch eine an der klatsche…..

  75. SniperFood sagt:

    Ich habe sieben Jahre lang geraucht und habe es während dieser Zeit immer gehasst, dass mein Körper und mein Hirn durch diese Sucht permanent nach mehr Zigaretten verlang haben. Es ging mir z. B. auf den Keks, abends in das Zigarettenpäckchen zu gucken ob es auch ja über den Abend hinweg reicht. Wenn dann noch kein Kleingeld für Nachschub mehr im Geldbeutel war, war die Panik gross. Wenn ich von draussen vom Rauchen kam – ja, ich habe auch als Raucher schon die Rechte der Nichtraucher gewahrt – und zum Beispiel 2 Stockwerke Treppenhaus hinter mich gebracht hatte, habe ich es gehasst, dass mein Körper und mein Hirn schon wieder nach Nachschub verlangt haben. Dann habe ich begonnen mir all diese Dinge klar zu machen und nun rauche ich schon seit 7 Jahren nicht mehr.

    Hört auf, mit Verniedlichungen eurer Sucht mit Worten wie “Zigarettchen”. Es sind Zigaretten und ihr wisst genau, dass sie euch auf kurz oder lang krank machen. Es ist lächerlich zu denken: “wenn ich will, kann ich jederzeit aufhören”. Wenn ihr es könntet, würdet ihr es SOFORT tun!

    Erinnert euch an eure erste Zigarette. Eure Lunge hat sich gewehrt und geschmeckt hat sie auch scheisse. Heute sorgt eure Sucht dafür, dass ihr euch einbildet sie würde schmecken. Die Unterdrückung des Hustenreizes habt ihr auch hin bekommen.

    Macht euch keine Gedanken über Steuerverluste, macht euch Gedanken über unser stark belastetes Gesundheitswesen. An dieser Belastung sind Raucher mit schuld. Da man euch nicht benachteiligen darf durch höhere Beiträge, sollte man Nichtraucher vielleicht durch freiwillige Tests belohnen durch niedrigere Beiträge.

    Hört auf, z. B. Alkohol, Autoabgase etc. ins Spiel zu bringen. Hier geht es um ein Gesetz, was Nichtraucher schützen soll.

    Mit diesem Gesetz sind die Raucher noch gut davon gekommen. Rauchen in der Öffentlichkeit gehört ebenfalls untersagt! Ihr dürft schon lange nicht mehr in Flugzeugen rauchen, die Arbeitgeber “verbannen” die Raucher auch nach und nach (mit Recht, denn eure Produktivität leidet während eurer Suchtpausen und Gehalt kassiert ihr dennoch während all diesen Pausen, die ein Nichtraucher übrigens nicht hat), in Restaurants dürft ihr auch nicht mehr rauchen, in Kneipen ebenfalls. Alles nur eine Frage der Zeit bis es weitere Einschränkungen hagelt. Jedenfalls habt ihr schon erkannt, dass es euch an den Kragen geht.

    Ihr Raucher habt nicht Angst um die Wirte und deren Existenz, ihr habt Angst bald aufgrund von eurer Such kpl. von der Gesellschaft ausgegrenzt zu sein. Macht euch nicht um die Wirte Gedanken, beginnt euch Gedanken über eure Sucht zu machen.

    Ihr redet von eingeschränkten Freiheiten durch dieses Gesetz. Würdet ihr euch von eurer Sucht nicht so verblenden lassen, würdet ihr einsehen, dass das Einzige was euch einschränkt eure Sucht ist!

    Beginnt diese Sucht nicht, wegen einem Mangel an Selbstbewusstsein? :-)

  76. ChiefJudy sagt:

    Ach ja, zwecks dem Geruch fällt mir noch ein: Im Restaurant klasse, das Nichtrauchen. Aber in einer Disco, in der nicht mehr geraucht werden darf…da stinkt’s ganz schnell penetrant wie in einer Männerumkleidekabine nach dem Sport…Ich habs noch nicht selbst ausgetestet. Wurde mir aber berichtet. Und ehrlich gesagt: Ich glaube es! Schlachtet mich – aber da finde ich den Rauchgeruch für einen Abend echt angenehmer. Und was die geundheit angeht: So oft geht man normalerweise ja auch nicht in die Disco. Und dann dürfte man dort auch nichts saufen..äh trinken mein ich.. ;)
    Und nochmal zur Erinnerung: Bin Ex-Raucherin. Aber mittlerweile konsequente Nichtraucherin.

  77. MajorGucky sagt:

    Also ich habe mir nun den ganzen Thread durchgelesen, und bin so wie einige andere auch der Meinung, daß dies bei weitem der schlechteste Blog-Beitrag ist, den ich in diesem Blog jemals gelesen hat.

    Abgesehen davon, daß er meines Erachtens zum einen reißerisch und unqualifiziert ist und auch so rüberkommt, pauschalisiert und charakterisiert der Beitrag eine große Bevölkerungsgruppe in negativer Art und Weise und wirft dabei viele verschiedene Menschen über einen Kamm.

    Nachdem ich mir nun alle Beiträge durchgelesen habe und in all den Beiträgen vielleicht zwei oder drei Aussagen auf beiden Seiten der Lager gefunden habe, die meines Erachtens inhaltlich korrekt, verständlich und vertretbar sind und die ich auch unterschreiben würde, komme ich jedoch nicht umhin festzustellen, daß die größte Polemik und Intoleranz nicht auf Seiten der Raucher herauszulesen ist, sondern auf Seiten der Nichtraucher, von denen sich hier viele als wahre Gutmenschen darstellen.

    Ich bin selber Nichtraucher und Fußgänger, aber ich habe und hatte noch nie ein Problem mit unhöflichen Rauchern – dazu fällt mir nur das bekannte Sprichwort ein “Wie man in den Wald hineinschreit,…”. Natürlich gibt es auch Ausnahmen auf beiden Seiten – also Menschen, denen einfach ein Grundgerüst an Höflichkeit und Benehmen im Umgang mit anderen Menschen fehlt, aber das einfach so pauschal auf eine komplette Bevölkerungsgruppe umzulegen, ist ja wohl völlig daneben.

    Ich will werde mich daher nicht an der derzeit laufenden Hetzkampagne gegen eine komplette Bevölkerungsgruppe beteiligen. Den letzten Beitrag von ScherzKeks finde ich insgesamt recht gelungen, insbesondere die beiden folgenden Sätze: “Der Masse der Nichtraucher steht es frei den Wirten zu zeigen dass ihnen das nicht gefällt und mit ihrer Marktmacht das deutlich machen. Das Problem ist aber doch das die Bevölkerung dafür mittlerweile zu faul ist.” Gerade den letzten Satz halte ich leider für richtig, und bedauerlicherweise zeigt dieser auch, wohin sich unsere Gesellschaft gewegt.

    Diese Bequemlichkeit sieht man auch an der Massenklage zur Vorratsdatenspeicherung. Ich halte es für eine Schande, daß gerade mal 30.000 Menschen bereit sind, für die Beachtung der Grundgesetze, der Verfassung und weitergehend auch der Menschenrechte in einem freiheitlich demokratischen Land einzutreten und letzten Endes wenigstens einigermaßen aktiv versuchen, das wohl unbestreitbare Abrutschen unseres Landes in einen Überwachungssstaat zu verhindern. Daran läß sich sehr gut die immense Faulheit und Bedquemlichkeit unserer derzeitigen Gesellschaft erkennen. Allerdings will ich das nicht weiter ausführen, das würde dann doch den Rahmen sprengen.

    Dennoch zeigt sich letzten Endes eines immer wieder: Selbst wenn einem etwas absolut nicht passt, sind die wenigsten Menschen bereit, etwas dafür zu tun – ein beispielsweise konsequenter (vorübergehender) Konsum(Restaurant)verzicht, um etwas zu erreichen, ist natürlich unbequem und macht keinen Spaß, würde aber sicherlich sehr schnell positive Wirkung bei den Wirten zeigen (wenn die Masse der Nichtraucher sich darauf verständigen könnte). Aber nein, dann doch lieber nach Rauch stinken und anschließend über die bösen bösen ignoranten und intoleranten Raucher schimpfen, die einen zugiften, ohne daß man was dagegen machen könnte oder gar eine andere Wahl hätte, als dies geschehen zu lassen – das ist auf jeden Fall sehr viel einfacher und bequemer. Und genau das ist das Dilemma: Es ist stets bequemer, das Tun anderen zu überlassen und ganz einfach staatliche Verbote zu fordern – und wird auch stets bequemer bleiben.

    Letzten Endes sehe ich aktuell eine sehr deutliche Entwicklung. Ein angehender Überachungsstaat bzw. in größerem Maßstab betrachtet ein staatlich überwachter Wirtschafts- und Lebensraum, beginnt sich langsam aber unübersehbar seine Wunschbürger zu formen. Ein sehr unangenehmer Effekt bei so etwas ist jedoch stets die konsequente Reduktion der einst so geschätzten Freiheits – und verfassungsmäßig garantierten Bürgerrechte und das damit einhergehende stark steigende Denunziantentum – und das wächst hierzulande (zumindest gefühlsmäßig) fast schon exponentiell. Von der unendlichen Scheinheiligkeit, die sich unserer Gesellschaft immer mehr bemächtigt, ebenfalls ganz zu schweigen. Kein Thema – Rauchen ist schädlich, da brauchen wir nicht darüber zu sprechen. Aber es gibt hunderte von Dingen oder Tätigkeiten, die andere Menschen mal mehr mal, weniger schädigen. Über Nichtraucher, die sich z.B. über die Gesundheitsgefährdung durch die rauchende Zunft beschweren, aber gleichzeitig selbst für kleineste Wege ins Auto einsteigen und unsere Welt dadurch ebenfalls direkt schädigen, habe ich beispielsweise null Verständnis.

    Wie man es dreht oder wendet, viele Menschen haben Schwächen oder Krankheiten, schließlich sind wir keine Roboter oder Maschinen. Ob das der Rowdie auf der Piste, der Drängler oder Säufer auf der Straße, der Kranke in der überfüllten S-Bahn, der nicht zuhause bleiben will, oder eben der unverbesserliche Raucher ist – jeder von uns hat seine Schwächen und Bedürfnisse, und einige davon werden stets andere Menschen (mal mehr, mal weniger direkt oder auch indirekt) gefährden. Das ist nunmal der Preis für das Leben in einer Gemeinschaft, in der man Wert auf den Individualismus von Personen legt.

    Mir persönlich (als Nichtraucher) ist es auf jeden Fall lieber, einen Raucher im Park oder Bahnhof neben mir stehen zu haben, als die Abgase der vorbeifahrenden Autos an der Straße einzuatmen – mal ganz abgesehen davon, daß die meisten der ständig eingeatmeten Autoabgase deutlich mehr Schadstoffe enthalten dürften als eine gelegentlich (mal mehr, mal weniger) passiv mitgerauchte Zigarette.

  78. DraMaticK sagt:

    Ich möchte den Rauchern das mit dem Rauchverbot noch einmal erklären: Niemand hat euch verboten zu Rauchen. Ihr könnt das weiterhin gerne tun. Nur bitte draussen. Wo ist denn da eure Freiheit eingeschränkt?

    Den Nichtrauchern war früher klar, dass in einer Kneipe geraucht wird? Okay. Nun muss den Rauchern klar sein, dass in einer Kneipe nicht geraucht wird. Wo ist das Problem?

    Geht’s raus, raucht’s und lasst das lamentieren sein.

  79. DasJan sagt:

    Boris, 100% Zustimmung.

  80. SniperFood sagt:

    @ MajorGucky: Du findest diesen Beitrag schlecht? Na danke für Deinen Teil davon.

    In diesem Beitrag geht es ums Rauchen und um ein Gesetz die Nichtraucher zu schützen.

    Es geht nicht:
    - um Gesetze zur Massendatenspeicherung
    - Es geht nicht um Autoabgase
    - Es geht nicht um Drängler
    - Es geht auch nicht um Säufer
    - etc.

    Warum sollen Nichtraucher bitte für ihr Recht kämpfen, ohne dabei ein Gesetz zu erwirken? Und warum z. B. durch Boykott gegen einen oder mehrere Wirte?

    Wirte und Raucher hatten jahrelang Zeit freiwillig Massnahmen zu ergreifen.

    Haben Wirte kenntlich gemacht, dass ihre Kneipe z. B. eine Raucherkneipe ist? Nein, das Geld der Nichtraucher war stets willkommen, denn von den Rauchern alleine kann man auch nicht leben.

    Haben die Wirte freiwillig getrennte Raucherräume geschaffen?
    Nein, hätte ja Geld gekosten.

    Haben Wirte bessere Rauchabzüge installiert?
    Nein, auch die hätten viel Geld gekostet.

    Sind Raucher freiwillig vor die Tür gegangen zum Rauchen?
    Nein, warum auch. Die Nichtraucher sollen sich mal nicht so anstellen wegen einem bischen krebserregendem Qualm. Autoabgase sind ja auch schädlich. Ausserdem ist es draussen womöglich kalt.

    Haben Raucher ihre Tischnachbarn gefragt, ob es sie beim Essen stört, wenn sie sich eine Zigarette anzünden?
    Nein, denn das Risiko ein “ja, es stört” zu hören war viel zu gross.

    Also was soll bitte das gerede von “freiwillig”, “hätte man auch anders Regeln können”, “ist viel zu hart”, etc.?

    Hat alles – wie nicht anders zu erwarten – nicht funktioniert. Schon vergessen, dass auch das Land Deutschland lange nichts zum Schutz der Nichtraucher unternommen hat/unternehmen wollte? Erst das Einschreiten der EU hat endlich bewirkt, dass auch in Deutschland Massnahmen ergriffen werden!

  81. Alucard sagt:

    Ich bin ja nun schon ewig Passivleser aber als ich nach zwei Wochen DAS hier gelesen hatte mußte ich mich anmelden. Soviel Ignoranz hätte ich nicht erwartet…

    @ Major
    Nach diesem Beitrag muß ich zum Glück nichts mehr hinzufügen. Alle anderen egal ob Raucher oder Nichtraucher sollten Ihn verinnerlichen.

  82. DraMaticK sagt:

    @ Major

    Dein Beitrag ist zwar gut und durchaus richtig im Ansatz, trägt aber nichts zur Diskussion bei. Denn – und ich wiederhole mich hier – das Rauchen ist NICHT verboten worden. Rauchen ist erlaubt, jeder kann das machen, wenn er will. Nur ist eben die Auswahl an Orten kleiner geworden, so what?

    Nudismus ist ja auch Erregung öffentlichen Ärgernis, warum eigentlich?

    Vielleicht sollten die Raucher mal den Beitrag von SniperFood verinnerlichen. Da steckt sicherlich auch sehr viel Wahrheit eines Betroffenen drin.

  83. hdgamer sagt:

    Hey Alucard,
    dass du dir das kommentieren so lange verkneifen konntest. RESPEKT ;-)

    @Major – ganz so einfach finde ich die Lage nicht, aber ich kann deinen Standpunkt verstehen. Dennoch wenn ich mir das so durchlese, dann kommt in mir erneut der Wunsch nach dem nächsten Verbot – autofreie Innenstädte wären wundervoll (und würden der Luft um uns herum sicher nicht schaden, wo wir doch gerade beim anti-stänkern sind).

  84. MajorGucky sagt:

    @ SniperFood:

    Ich akzeptiere deine Meinung, teile sie jedoch nicht vollumfänglich.

    Und die Aussage “Warum sollen Nichtraucher bitte für ihr Recht kämpfen, ohne dabei ein Gesetz zu erwirken?” finde ich ziemlich daneben. Wenn man sich so ein Credo verinnerlichen würde, dann wären viele sinnvolle Demonstrationen in den letzten Jahrzehnten überflüssig gewesen, nur weil Sie nicht unmittelbar zu einem Gesetz geführt haben. Ich hoffe daher, daß die Kernaussage, die in diesem Satz steckt, für den Großteil der Bevölkerung nicht zutreffend sein sollte, befürchte aber dennoch, daß unsere Gesellschaft auf dem besten Wege ist, dies so zu verinnerlichen.

    Und auf die nachfolgende Frage “Und warum z. B. durch Boykott gegen einen oder mehrere Wirte?” kann ich nur sagen: Ja warum eigentlich soll man jemandem, gegenüber dem man etwas erreichen möchte, seinen Unmut zeigen? Warum nur erzählen uns gerade so viele Politiker oder Möchtegern-Prominente, daß man Nokia meiden und boykottieren sollte? Ist doch alles Kokolores – soll’s doch der Staat regeln, da haben wir dann alle keinen Aufwand damit…

    Und den Rest deiner Aussage kann man nicht wirklich bewerten oder etwas darauf erwidern, außer daß ich in meinem Bekanntenkreis oder in der Öffentlichkeit anscheinend eher auf guterzogene höfliche Raucher treffe und dies bei dir aber wohl leider nicht der Fall ist.

    @ DraMaticK:

    Freut mich, daß du meinen Aussagen dem Grundsatz nach zustimmst. Nur, in welchem Satz habe ich denn behauptet, daß das Rauchen verboten worden wäre?

    Und den vorletzten Beitrag von SniperFood finde ich an sich nicht schlecht, nur sein Ton ist meines Erachtens etwas daneben. Er ist mir nur viel zu verbissen und viel zu aggressiv gegenüber allem, was er nicht gut findet. Wenn ich den Beitrag lese, dann sehe ich in erster Linie jemand, der gegenüber dem, was er selber ablehnt, null Toleranz zu besitzen scheint und krampfhaft und mit aller Gewalt all jene “bekämpft” und zu bekehren versucht, die nicht seiner Meinung sind.

    Und während er den anderen vorwirft, Ausreden zu suchen, schweift er selber hin und wieder vom Thema ab und fällt in das gleiche “Schema F” zurück, wie einige der von ihm (teilweise zu Recht) kritisierten Raucher. Dann kommen die üblichen Standardaussagen, z.B. wie sehr die Raucher das Gesundheitswesen doch belasten. Unser Gesundheitswesen ist finanziell belastet, das ist keine Frage – ebensowenig wie daß die Raucher Ihren Teil dazu beitragen. Aber viele Gruppen tragen hierzu Ihren Teil bei und es gibt reichlich andere und zudem argumentativ bessere Gründe, warum unser Gesundheitswesen lahmt und zudem finanziell überlastet ist, als die übliche Standard Anti-Raucher-Propaganda.

  85. DraMaticK sagt:

    @Major:

    Dass das Rauchen verboten worden sei hat hier niemand DIREKT behauptet. Aber wenn man viele Kommentare so liest, dann könnte man das meinen. Beschneidung von Freiheit, etc. Das liegt de facto nicht vor. Es wird nur die örtliche Wahl eingeschränkt, weil der politische (gesellschaftliche?) Konsens zur Zeit das Rauchen für schädigend gegenüber Dritten hält.

    Um nochmal andere Analogien zu bemühen: Nudismus, obwohl auch da Leute meinen, es sei nicht schädlich gegenüber anderen ist es sowohl verpönt als auch verboten nackt durch die Gegend zu laufen.

    Aufs Rauchen bezogen würde ich vielleicht sagen, dass Rauchen in Kneipen in etwa so ist, als ob ich mich dort hinstellen würde und permanent “einen fahren lasse”. Das mag auch niemand. Mir gefällts aber vielleicht. Ist ja erleichternd – und übrigens historisch auch mal Sitte gewesen.

    Oder (etwas krasser): Ich stell mich ins Restaurant und versprühe CS Gas. Den anderen tränen die Augen? Ja und? Ich finds geil…

    Jetzt könnt ihr mir anhand dieser Beispiele gerne nochmal die Toleranzschwelle von Rauchern erklären.

    Und dabei habe ich noch nichtmal Aspekte des Gesundheitswesens (Kosten) bemühen müssen. Diese Argumentation ist in meinen Augen sowieso scheinheilig, denn wenn Rauchen wirklich lebensbedrohlich ist und voll als Droge anerkannt, dann müsste man es konsequenterweise komplett verbieten – ebenso wie Alkohol. Das ist erstens nicht mehrheitsfähig und zweitens wäre das der wirkliche Eingriff in meine persönlichen Freiheitsrechte. Das will ich nicht und das will keiner.

    Aber eine Verlagerung der “Suchtabhängigen” und “Luftverschmutzer” vor die Tür greift meines Erachtens nicht in gravierender Weise in Freiheitsrechte ein. Stichwort: Toleranz nochmal.

    Problematisch sind für mich allerdings alle Formen von Ausnahmeregeln, diese schaffen nämlich erst die Wettbewerbsvor/-nachteile für einzelne Wirte.

    Im Übrigen habe ich bei den Beiträgen den Eindruck, dass sich kaum einer der Leute hier schon einmal in Rauchverbotsländern aufgehalten haben. Es ist einfach wesentlich angenehmer dort auszugehen und zu essen. Es kostet die Raucher ein kleines bisschen Umgewöhnung bringt aber ein grosses Mehr an Lebensqualität mit sich (das sagen AUCH die Raucher).

  86. badboyrocking sagt:

    Sei mir mal nicht sauer, aber das ist doch dummes, regierungstreues nachgequatsche. Gar keine Frage hast du Recht, was die gesundheitlichen Risiken für alle im Raum befindlichen Menschen angeht, aber wenn es dem Staat ernst damit wäre, den Deutschen das Rauchen abzugewöhnen, könnte man Zigarette A: unbezahlbar teuer machen, oder B: diese Suchtmittel (Lehrmeinung) wie Heroin und andere Drogen verbieten. Das trauen sich die feigen Schweine im Angesicht der Lobby aber nicht. Also müssen jetzt für den dummen Aktionismus unserer herrschenden politischen Klasse, wieder mal die kleinen Wirte bezahlen. Und wofür, damit vor der Kneipe weitergeraucht wird wie vorher und schön die Tabaksteuer weiter fließt. Außerdem könnte jetzt mal Schluss mit den Verboten sein, ist ja schon schlimmer wie damals im Osten. Und warum du eine Partei lobst, die lediglich entsprechende Richtlinien der WHO zum Arbeitsschutz befolgt ist mir ein Rätsel. Das ist nämlich Plan B, wenn das Rauchverbot doch noch mal kippen sollte, bleibt alles so wie es mit Rauchverbot wäre, denn einen Rauchfreien Arbeitsplatz konntest du dir dort bis jetzt bloß denken. Ist De Facto aber unter allen Umständen vom Arbeitgeber zu schaffen wenn er verlangt wird. Aber die CSU (Latexhandschuhe und Laptop,oder so ähnlich) sollte dann mal nicht mit 2erlei Maaß messen. Ob auf dem O-Fest in München dieses Jahr wohl Rauchverbot gilt?

    just my 2 cents

  87. badboyrocking sagt:

    Du verstehst mich glaub ich nicht richtig. Die Argumentation ist ja die große Schädlichkeit des Rauchens und vor allem des Passivrauchens. Das ist unbestritten, und gerade deswegen, stellt sich mir irgendwie die Frage, warum ich dann überall das Teufelszeug kaufen kann. Mir drängt sich nämlich seit der Diskussion ums Verbot der Eindruck auf, das man Zigaretten wie andere harte Drogen einfach verbieten müsste um Schaden von der Volksgesundheit abzuwenden. Macht man aber nicht. Wieso nicht. Da fällt mir als Raucher auch nicht wirklich ein Grund ein (doch volkswirtschaftliche, aber das führt jetzt zu weit glaub ich).

  88. badboyrocking sagt:

    Vieleicht sollten wir als “Killerspielkonsumenten” mal ne soziologisch fundierte Betrachtung darüber anfangen, inwieweit die Parteien überhaupt noch zu Problemlösungen in der Lage sind. ;-) wär bestimmt interessant, denke ich….

  89. badboyrocking sagt:

    Das stimmt nicht, /q: Diese Argumentation ist in meinen Augen sowieso scheinheilig, denn wenn Rauchen wirklich lebensbedrohlich ist und voll als Droge anerkannt, dann müsste man es konsequenterweise komplett verbieten – ebenso wie Alkohol. Das ist erstens nicht mehrheitsfähig und zweitens wäre das der wirkliche Eingriff in meine persönlichen Freiheitsrechte. Das will ich nicht und das will keiner./q, denn Süchtige sind nicht in der Lage, freie Entscheidungen ihre Sucht betreffend zu fällen. Also wäre dieser Eingriff vollkommen legitim, ist ja zu deinem besten und spart um die 6 geschätze Milliarden € im Bundeshaushalt für die Kosten und Folgekosten. So what…

  90. Bash sagt:

    Ich hab gestern mit Kollegen vor den Betriebsferien in der Kneipe gesessen bis morgens um 3. Meine Haare stinken jetzt noch, weil sechs von acht Leuten rauchen. Ich kann das tolerieren bis zu einem gewissen Grad, weil meine Mutter immer geraucht hat – einzige Anforderung: rauch nicht in meine Richtung, mir wird schlecht davon. Deshalb klingen solche Sachen wie “Auf dem S-Bahnstein” oder “hinter einem Raucher laufen” zunächst erst einmal lächerlich, aber wenn man die Rauchfahne genau in die Nase bekommt oder einatmet, und das einen Würgereiz auslöst, dann versteht man das. Ich habe auch geschmunzelt über diese “komischen” Beispiele, aber die Nichtraucher hier, die sie anbringen, haben wohl einfach genau an diese Situationen sehr schlechte Erinnerungen.

    Die Gegenargumente finde ich bisweilen seltsam. Teils kommt es einem vor wie bei der Diskussion über den Klimawandel. Passiert schon nix. Autos haben nur einen geringen Anteil am Treibhausgas. Alles nicht so schlimm. Tut ja keinem weh.

    Wer mal in Los Angeles über ne mehrspurige Autobahn gefahren ist, und dort die “No Littering – 1000 Dollar Fine!”-Schilder gesehen hat, und sich wundert, der weiß, dass immer jeder denkt “Macht doch nix, ist doch nur (xy), wird schon keinen stören”.

    Ich habe 31 Jahre lang Raucher tolerieren müssen. Jetzt ist Seitenwechsel :-)

  91. Tiuri sagt:

    Besser spät als nie: Deine Meinung zum neuen Nichtraucherschutz kann ich nur doppelt und dreifach unterstreichen Boris. Leider gibt’s zumindest bei uns in NRW ja noch eine lästige “Schonfrist” für Gaststätten etc., was ich kürzlich wieder erleben musste. Freue mich wenn das im Juli auch endlich vorbei ist.

    Die Postings von so manch entrüstetem Raucher hier zeigen vortrefflich warum eine gesetzliche Regelung nötig war – ich konnte mir beim Lesen ein breites Grinsen nicht verkneifen. ^^

    Ich freue mich dass nach viiiiielen Jahren, in denen ich mich über den völlig unzureichenden Nichtraucherschutz in Deutschland aufgeregt habe, sich endlich etwas getan hat. Meiner Meinung nach gehen die Regelungen zwar nicht weit genug, aber es ist ein SEHR befriedigender Anfang gemacht. :)

    LG,
    Thommy

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