Gestern in England gewesen und mit der Lufthansa in Heathrows Terminal 2 gelandet und wieder gestartet. Da denkt man einerseits, daß man vor Horrorstories wie beim berühmten Terminal 5 sicher ist, und dann muß kurz vor der Landung in München der Pilot eine Durchsage machen, welche Koffer leider nicht mit an Bord genommen wurden. Zum Glück hatte ich nur Handgepäck dabei.
Dann wundert mich aufs Neue die Uneinigkeit der Sicherheitsleute was die Gefährlichkeit von Mitbringseln angeht. Während deutsche Sicherheitschecks auf einem ausgepackten Computer bestehen, heißt es in Heathrow jetzt “Der Laptop bleibt bitte in ihrer Tasche”. Dafür muß man sich dort grundsätzlich die Schuhe ausziehen. Die einzige europaweite Sicherheit ist, daß garantiert niemand einen Liter Anti-Schuppen-Shampoo an Bord geschmuggelt hat.
In jedem Fall wollte ich am Flughafen nochmal bei HMV nach preiswerten DVDs gucken (auf HMVs Webseite war die Alien Quadrilogy für 9 Pfund 99 angeboten) – doch deren Laden war schon halb ausgeräumt. Denn sobald Terminal 5 endlich rundum in Betrieb ist, wird Terminal 2 geräumt und gesprengt (und bis 2012 wieder aufgebaut). Obwohl Terminal 2 wahrscheinlich zu den häßlichsten Abfertigungshallen in ganz West-Europa zählt – vermissen werde ich doch die niedrigen Decken, die grausamen Teppichböden, die unbequemen Stühle, die bei Regen tropfenden Decken und die vielen notwendigen Sicherheitsleute, die dauernd dynamisch Wege absperren müssen, um den Fluß der ankommenden von denen der abfliegenden Fluggäste zu trennen. Denn mein Gepäck haben sie am Terminal 2 in den letzten 23 Jahren nicht ein einziges mal verloren. Das wird sich demnächst wohl ändern.
oh danke - soviel Seelen Dejavue auf einmal. Der Teppich in LHR ist best in class, die Taxipreise in die City sind ein Verstoss gegen die Genfer Konventionen, die Wartezeit bei der Security rekordverdächtig, das Einstiegsprozeder blanke Schikane, die “one handlugge only” Typen zum K. usw. Und die Concorde steht auch nicht mehr auf dem Rollfeld rum.
haha, sehr gut beschrieben. Bin letztens nach Berlin geflogen der Flug ging um 7 Uhr los also musste ich eine Stunde vorher da sein (was echt nicht meine zeit ist zum aufstehen), jedenfalls war ich am tag vorher wandern und hasse Bag´s mit Firmen logo, also wenn ich sowas bekomme stelle ich die gleich immer in die ecke und nutz meinen eigenen kram. Auf jedenfalls gehört zu einer Wanderung die länger geht ein Messer dazu, was ich natürlich nicht aus dem Rucksack genommen habe *GG* dann führe ich auch noch immer eine logitechbox mit Lautsprechern mit auf die ich einen I Pod setzen kann um die ungewohnte Schlafumgebung mit Hörbüchern zu kompensieren ich sag nur mit schuhe ausziehen warst du noch gut dran, die nach mir haben mich gehasst und von der Stewardess habe ich einen osaft und keine brezel in die hand gedrückt bekommen obwohl alle andere was anderes bekommen haben *GGG*
Sagen wir’s mal so: Koffer sind mir da auch noch nicht verloren gegangen. Und als ich nur ganz kurz Zeit zum Anschlußflug nach LA hatte und das den Sicherheitsleuten gesagt habe, wurde ich sehr zuvorkommend vorgelassen. Sonst hätte ich den Flieger verpaßt. Können die nicht das Chaos-Terminal sprengen und das häßliche, aber funktionierende stehenlassen
?
Das lustige ist ja, ein Anti-Schuppen-Shampoo rettet auch nicht vor dem Haarausfall. Erst kommen die Schuppen, dann der Fall. Nur mal so als allgemeine Info für die Leute, die denken Schuppen wären schlimm.
Das ist nur der Anfang.
Worum ging es noch gleich?
Das hat zwar nur indirekt mit dem Flughafen zu tun, aber es passt irgendwie auch zum Thema: Wer vom Flughafen aus mit der “Tube” in die City oder von dort aus wieder zurück fährt, sollte dabei tunlichst nur durch die Nase atmen. Den Grund dafür findet man nach dem ersten Schneuzen im Taschentuch: einen derartig schwarzen Naseninhalt erhält man ansonsten wohl nur unter Tage
Und noch was: Mind the gap!
Lustig, da hätten wir uns fast getroffen gestern - ich bin von Terminal 5 geflogen (mit Handgepäck!!!), einen Tag zuvor durfte ich auch noch mal T2 bewundern. LHR ist schon ein echter Moloch, und bei Starbucks verkaufen sie Sandwiches mit welkem Salat - buärks! Dafür habe ich beim Warten ein Buch gefunden, das ich hiermit jedem Filmfreund mit Nachwuchs ans Herz legen möchte: “The Film Club” von David Gilmour, in dem ein verzweifelter Vater seinen orientierungslosen adoleszenten Sohn Schule und Arbeit erlässt und ihn dafür jede Woche drei ausgewählte Filme anschauen lässt. Hört sich blöd an? Ist aber ganz großes… äh… Kino!