Frau Merkel, erklären sie bitte

Von Boris, So, 11. Mai 2008 00:25

Offensichtlich gibt es ein reales Alkoholproblem in Deutschland, das auch den Jugendschutz berührt: 20.000 Teenager mit Alkoholvergiftung im Jahr. Ganz abgesehen von erwachsenen volltrunkenen Autofahrern und anderen Problemen die der Alkohol verursacht. Aber zurück zum wesentlichen: Es gibt ein reales, beweisbares Alkoholproblem unter Jugendlichen. Trotzdem hält Bundeskanzlerin Angela Merkel neue Gesetze für das falsche Mittel und setzt auf Aufklärung.

Entschuldigung, aber hat der Bundestag nicht gerade letzte Woche neue Gesetze für besseren “Jugendschutz” bei Videospielen auf den Weg gebracht? Wobei die im Gegensatz zum Alkohol keine beweisbare Gefährdung von Jugendlichen verursachen? Ich für meinen Teil würde jedenfalls nachts um drei lieber einem 16-Jährigen begegnen, der vier Stunden Shooterspiele hinter sich hat, als einem, der sich mit Vodka Red Bull die Birne zugeknallt hat.

Heut bin ich mal zynisch: Politiker(innen) genießen gerne mal ein Glas Bier, einen Likör oder eine gute Flasche Wein. Daher ist es logisch, daß man im Bundestag um Gottes Willen keinerlei Herstellungsverbote oder Vertriebsbeschränkungen für Alkohol beschließen würde. Obwohl das Zeug nachweislich jedes Jahr tausende von Leuten direkt oder indirekt (z.B. Verkehrstote bei Alk am Steuer) auf dem Gewissen hat. Wegen zweier Amokläufe, bei denen bis heute niemand ernsthaft belegen kann, daß Computerspiele diese auch nur begünstigt hätten, sollen die Spiele aber dran glauben…

52 Antworten für “Frau Merkel, erklären sie bitte”

  1. Bill Gates sagt:

    Grenzerfahrungen mit Alkohol hat wohl jeder schon mal gemacht. Der eine hat mehr, der andere weniger Hirnzellen ertränkt. Dem darf sich auch jeder ab 18 freiwillig aussetzen, alles andere wäre wohl Prohibition. Dass Alkohol grundsätzlich ab 18 zugänglich ist, ebenso wie Videospiele ohne Jugendfreigabe (klar!), hat der Gesetzgeber so vorgesehen. Aber Verantwortung will gelernt sein. Wenn wir uns nicht um unsere Kinder kümmern, wer soll sich dann eines Tages um uns kümmern?

    Außerdem ein Lesetipp, der gerade gut zum Thema passt: http://www.spiegel.de/netzwelt/web/0,1518,548754,00.html

  2. Bash sagt:

    Tja so ist es. Was der Bauer nicht kennt…

    Umgekehrt hat ein Arbeitskollege zwei Jungs im Alter von 11 und 13, die GTA Vice City und San Andreas spielen dürfen. Da muss ich mich dann zurückhalten wenn ich bei ihm zu Hause bin um was am PC zu reparieren wenn im Nebenraum die Kinder aus Mangel an Verständnis des Spielablaufes einfach nur durch die Gegend laufen und Passanten erschießen und sich dann darüber beschweren, dass sie immer nur 30 Schuß haben. “Die Waffe haben wir an der Stelle gefunden, die kommt wieder wenn man lädt”.

    Um auf den Punkt zu kommen Boris: es gibt ausreichende Gesetze zur Verhinderung von Alkoholismus unter Jugendlichen. Man muss sie nur befolgen. Ich habe damals als ich in der Tanke gearbeitet habe Jugendlichen keinen Alk über 14% verkauft. Das gab die eine oder andere Diskussion, aber lustigerweise als ich mich dann mal bei der örtlichen Polizeidienststelle erkundigen wollte, ab wann denn für 16jährige der verbotene Bereich anfängt (Bier dürfen sie ja, “harte Sachen” nicht) konnte mir der nette Polizist am Telefon nicht sagen, ab wie viel Volumenprozent denn “hart” anfängt. Da fiel mir dann auch nichts mehr ein drauf und ich hab mich freundlich verabschiedet.

    Wo bekommt denn Dein 16jähriger sowohl das Ballerspiel als auch den Vodka Red Bull her? Wenn wir mal von illegalen Dingen absehen (Freunde von mir habe in der 9ten Klasse Contiweise Pils aus der Tanke mitgehen lassen, in der Grillzeit stand das Zeug draußen und indizierte Spiele gibt’s ausm Netz) dann lässt zunächst der Türsteher die Jungs in die Disco und die nette halbnackte Tuse hinter der Theke verkauft ihnen das Zeug 0,2l für 9 Euro.

    Im Lawblog hab ich neulich einen Eintrag gelesen, dass Polizisten bei “Verdacht” schonmal gerne bei Jugendlichen zu Hause das Zimmer durchsuchen. Kommentar vom Blogger: Die Jugend ist in einer Zwickmühle. Hat sie zu viel Geld in der Tasche, dann haben sie was geklaut. Sind sie pleite und werden auf der Straße aufgegriffen dann sind sie auf dem Weg zum nächsten Bruch.

    Gesetze müssen richtig angewendet werden. Eltern müssen auf ihre Kinder aufpassen.

    Das Problem war schon immer der mangelnde Willen, sich mit den Dingen auseinander zu setzen, von allen Seiten.

    Immer dieses Geschrei nach schärferen Gesetzen… bringt doch eh nix. Volker Pispers (ein Kabarettist) meinte darauf neulich im WDR, dass es in den USA ja auch so wenig Verbrechen gibt, weil es da die Todesstrafe gibt. Das hält die Leute davon ab, schlimme Dinge zu tun. Und wenn Sie es doch tun, dann verschärft man einfach die Gesetze.

    Was war nochmal schlimmer als Todesstrafe?

  3. Marty66 sagt:

    Vielleicht liegt das daran, das unsere korrupten Politiker wohl eher einen Vorstandsposten bei Warsteiner als bei Sega haben…
    Welche Regierung sonst verbietet Ihren Mitarbeitern, unter Strafandrohung z.B. beim Großhändler oder einer Firma nach Rabatt zu fragen(wenn dieser Händler die Behörde wo der Mitarbeiter beschäftigt ist, beliefert)
    Das ein Politiker, der für das Volk arbeitet, aber gleichzeitig vielleicht ein Gehalt von diesem Betrieb erhält, weil er gleichzeitig im Vorstand der Firma ist, scheint hier in Deutschland normal zu sein….Du bist Deutschland….

  4. IweBsterI sagt:

    Was soll man dazu noch sagen? Wo der Mann recht hat, hat er recht! Ganz meine Rede. Lieber weniger Alkohol und dafür mehr Freiheit für 18+ Zocker. So nun los zur Arbeit ^^. Tschö

  5. Ingomar Wesp sagt:

    Ich halte es bei solchen Themen mit den Worten von Homer Simpson: “Demokratie funktioniert einfach nicht.”

    Aber im ernst: Solange sich polemische Hetzkampagnen besser ans Stimmvolk verkaufen lassen als ernsthafte Diskussionen um ernsthafte Themen, braucht man sich nicht wundern, wenn die Politik das liefert, was die Leute hören wollen.

    Hier in Österreich ist das alles nur deshalb kein Thema, weil es noch keinen opportunen Anlass (lies: Amoklauf) gegeben hat, diese Facette des Jugendschutzes populistisch auszuschlachten.

  6. zwiepack sagt:

    Na was erwartest Du denn von den Politikern, haben die schon jemals an das Volk gedacht? Die sind doch nur auf Ihre eigenen Vorteile aus und das wird sich auch nicht ändern, egal wer an der Spitze ist. Was nicht in Ihr kleines Weltbild passt wird beschnitten oder verboten..aber Hauptsache die können sich selber mehr Geld in die Tasche stecken, dann ist die Welt ja in Ordnung.

  7. Eastwood sagt:

    So ein Alkoholverbot oder ne Beschränkung würde sich doch die Lobby dieser Hersteller von alkoholischen Getränken doch gar nicht bieten lassen. Und die Regierung will doch gar keine neuen Verbote in dieser Bereich haben. Verbote oder Beschränkungen würden zu weniger Konsum führen, und die ganzen Steuerverluste erst( Bier, Schaumwein, Branntwein, Umsatz).

    Die Videospielefirmen sind anscheinend nicht in der Lage sich in Deutschland eine starke Position aufzubauen und sich richtig zu wehren.

    Back to Videospiele: Könnte eigentlich nicht die EU eingreifen? Wozu gibt es schließlich das PEGI-System welches von Deutschland konsquent ignoriert wird?

    Außerdem scheinen doch einige Gesetze in Deutschland schwer gegen die EU-Rechte zu verstoßen, schließlich wird man doch als erwachsener Verbraucher in Deutschland daran gehindert (unter dem Deckmantel des Jugendschutzes), ein Produkt seiner Wahl kaufen zu können.

    Warum geht MS nicht vor den Europäischen Gerichtshof ? :)
    So als Rache für die ständigen Klagen der EU. Einfach mal den Spieß umdrehen… ;-)

    Oder was sagt die Rechtsabteilung Boris?

  8. Duncan_Idaho sagt:

    Tja, unsere herzallerliebsten Politiker, sich immer bei der Masse anbiedern wollen, aber wenn es um richtige und wichtige Entscheidungen geht versagen sie gnadenlos. Da gibt es z.B. eine Musikuniversität in Deutschland, die in ihrer Art in Europa einzigartig ist und auch immer gut besucht wird, die muß man dann aber schließen. Im Gegenzug wird aber Geld in Projekte geblasen, von denen selbst ein Blinder erkennen kann, daß sie wie die dotcom-Blase zerplatzen werden.

    Ich kenne das ganze auch aus der Spielebranche (Brettspiele, TT, RPG, etc.) in der ich arbeite. Es gibt bei uns auch Strategiespiele, die sich mit dem WWII beschäftigen. Wir hatten ein schönes Turnier und ein Spieler ist auch schön mit einer deutsche Tiger-Kompanie aufgetaucht und hat sich mit seinen Gegnern ein paar taktisch exzellente Schlachten geliefert. Leider mußte auf diesem Event auch eine überaus besorgte “Kriegsgegnerin” auftauchen. Als sie die deutschen Panzer mit dem eisernen Kreuz (welches lustigerweise die Bundewehr noch heute schmückt) sah, war für sie klar, daß hier ein Netz von Nazis die Machtübernahme probt. Ergo mußte die Polizei gerufen werden, Steuergelder verpulvert, etc.

    Gegen die ein Stadtviertel weiter tagende echte Nazigruppierung hatte die Dame aber wohl nichts einzuwenden, immerhin waren es ein paar honorige Herren, die das ganze leiteten und “Stützen der Gesellschaft” pinkelt man ja nicht ans Bein.

    Soviel zum Thema Politiker und Hirn.

  9. sts2000 sagt:

    am alkohol verdient ja vater staat kräftig warum sollte er da schärfere gesetze machen? ;-)

  10. kallekatze sagt:

    Unterschreibe ich zu 100%. Leider wird auch Dein Kommentar niemanden der Angesprochenen jucken. Wir sind halt der Willkür unserer Volksveräppler… ah…. Volksvertreter ausgeliefert.

  11. IronSoul19 sagt:

    Da stimme ich Dir voll und ganz zu.

    “Unsere Regierung” beschliesst immer nur Gesetze und Regelungen, von denen sie selber nicht betroffen sind. Bei einer “Prohibition” wären sie selber auch betroffen.
    Genau wie bei einer Offenlegung der Verdienste eines sehr gut verdienenden Managers. Deswegen wird sich auf diesen Gebieten nie etwas ändern.

    Bei den Amokläufen sucht die Regierung nur nach irgendeinem Sündenbock, weil sie selber keine Ahnung haben, warum es zu solchen grausamen Taten kommen konnte. Also die “Killerspiele”.

    Das gleiche betrifft auch die aktuelle Debatte über die Lohnerhöhung von 6% und die Erhöhung der Diäten. Wirft einer das Thema Rente in den Raum. Dann heißt es direkt “Oh nein. Das geht nicht. Wie sollen wir das nur mit unseren Steuern finanzieren?”. Das die Rentner in unserem Land aber 50 – 60 Jahre lang für ihre Rente eingezahlt haben, scheint denen da oben nicht zu interessieren.

    Geht es aber um Diätenerhöhung, dann hört man zwar von einigen Politikern, dass es nicht gerecht wäre, aber es wird keiner “Nein” sagen, wenn es beschlossen wird. Was immer der Fall ist. Dass diese Erhöhung auch von den Steuern finanziert wird, darüber wird dann aber kein Wort verloren.

    Dazu noch die “Firmenwagen” die durch die ganze Panzerung 3 – 4 Tonnen wiegen und dadurch 25 Liter brauchen. Wovon wird das alles bezahlt? Mal wieder von den Steuern.

    Ich hoffe, das mein Beitrag nicht zu zynisch wirkt, aber ich musste endlich mal Dampf über unsere Regierung ablassen. Und der Beitrag war genau das, was ich gebraucht habe : )

  12. HubiBubi sagt:

    Das ist ein sehr schwieriges Thema und wenn man sich darüber eine Meinung bilden möchte, muss man sehr viele Faktoren bedenken. Warum trinken so viele Jugendliche Alkohol bis zum Koma und warum schaut keiner hin, wenn da wieder einer liegt und sich nicht mehr regt?

    Zum einen verdienen die Gastwirte daran, zum anderen die “Alkohol-Industrie”, die in den letzten Jahren immer neue “coole” Getränke für die Jugend auf den Markt geworfen hat und zu guter letzt der Staat, mit der Alkoholsteuer.

    Ich kann mich erinnern als die ersten Alcopops mit großem Marketingaufwand in die Läden kamen. Mein Bekanntenkreis und ich haben auch gekauft und es war halt “cool” und nebenbei schmeckte das Zeug auch gut. Da hat man halt das gute alte Bier stehen lassen und sich den gemixten Getränken hingegeben. Das war auch völlig in Ordnung könnte man meinen. Aber hier wurde eine Hintertür geöffnet um eine neue, kaufkräftige, Marktgruppe zu erschließen

    Auch wir haben mal einen über den Durst getrunken am Wochenende. Keiner konnte es erwarten bis Freitag war um Party zu machen, auszugehen und Spaß haben. Doch wir waren montags dann wieder auf der Matte. Keiner hat es übertrieben und was ich ganz wichtig finde, man hat auch geschaut wie es den Kollegen ergeht und auf sich aufgepasst, damit keiner seine Gesundheit gefährdet oder die von anderen.

    Aber wenn ich heute in der Zeitung lese, (wohne in einer kleineren Stadt mit 40.000 Einwohnern), dann kommt man schon ins Grübeln. Alleine in den letzten 3 Monaten sind mehrere Passanten in der Fußgängerzone von Jugendlichen zusammengeschlagen worden. Manche sogar so stark, dass sie mehrere Tage im Krankenhaus verbringen mussten. Die eintreffende Polizei wurde in manchen Fällen ebenfalls zusammengeschlagen (man könnte darüber schmunzeln, wenn es nicht so schlimm wäre) oder es wurde erheblicher Widerstand geleistet. Und jedes Mal standen alle Teilnehmer unter starkem Alkoholeinfluss. Da muss man schon aufpassen um welche Uhrzeit man nachts die Straße entlang geht, weil man Angst haben muss, wann wird von irgendwelchen Betrunkenen Jugendlichen, ohne Grund, zusammengeschlagen.

    Ich möchte hier die Schuld nicht alleine dem Alkohol zuschreiben sondern den Personen, die sich um den Konsum der Alkoholkäufer kümmern müssten. Primär sehe ich hier natürlich die Verkäufer, die Eltern und zum anderen den Staat, der den Kauf von Alkohol stärker regulieren sollte und den Verkäufern ein stärkeres Bewusstsein geben sollte, welchen Schaden sie anrichten können wenn sie fahrlässig handeln.

    ——————————————————————-

    Aber wie wir wissen ist die Wurzel allen Übels, die böse Spielindustrie die mit ihren Videospielen alle Jugendlichen zu Amoklaufenden Zombies macht. Oh je, hier muss noch viel mehr geschehen. Deshalb fordere ich ein allgemeines Verbot für alle Spiele, egal welche Plattform und welches Genre. Jo, vielleicht mit Ausnahme von “Klaras Ponyhof” und “Lumpis aufregende Abenteuer am Mittagstisch”, weil die Prüfstelle ja sonst nix mehr zum schnippeln hat. Außerdem klingt es besser im Wahlkampf, wenn man den Ponyhof von USK 18 auf USK 16 beschnitten hat, und damit viele Jugendliche vor dem Abgrund zur Hölle bewahrt hat.

    Ach ja, freier Zugang zum Alkohol ab 10 Jahren wäre auch ne gute Sache. Das füllt die Steuerkasse und festigt die wichtigen Freundschaften zwischen der Industrie und der Politik. Und wenn mal wieder ein Jugendlicher ins Koma fällt wegen Alkohol, dann hat er bestimmt die Illegale Uncut Version von “Lumpis Abenteuer am Mittagstisch” gespielt, und versucht diese schreckliche Erfahrung im Alkohol zu ertränken…

  13. Murke sagt:

    Ganz deiner Meinung, zum Glück sieht es in Österreich (noch) nicht so aus. Hab vor ein paar Tagen das hier gefunden: http://www.bupp.at/jart/prj3/bupp/main.jart
    Die bewertet Spiele entweder positiv oder gar nicht. Beispiel Dr. Kawashima: es fördert die logik, kopfrechnen usw. und somit bekommt es ein Pickerl von der Prüfstelle (soll Eltern helfen ihren Jünglingen “gute” Spiele zu kaufen). Wird zB ein GTA 4 eingereicht, wird es zwar geprüft aber bekommt halt kein Pickerl weil es nunmal mit Gewalt geschwängert ist und nichts in den Händen von Kindern zu tun haben sollte. Verboten wird das Spiel aber nicht, da dies ja eine Plakatiserung von einem “bösen” Spiel ist und die Kiddies es sofort haben wollen. Vielleicht ist genau diese Taktik die richtige, bis jetzt hat es zum Glück noch keinen Amoklauf gegeben an einer Schule.

  14. HubiBubi sagt:

    Nachtrag : Hab eben diese News gelesen http://www.golem.de/0805/59613.html

    Interessant auch die Aussage : Auch fordert er eine Rückbesinnung auf “herkömmliche Tugenden” wie Leistungsbereitschaft, Hilfsbereitschaft, Respekt und Pflichtbewusstsein. “Wir müssen die Verwüstungen, die die 68er mit ihrer antiautoritären Erziehung angerichtet haben, rückgängig machen.”

    Damit wäre ja alles gesagt und alle Probleme behoben :P

  15. jot sagt:

    Tja, im Prinzip hast du Recht, aber die Computerspiele-Lobby hat es noch nicht geschafft sich in Berlin ähnliches Gewicht zu verschaffen wie die Brauereien oder beispielsweise die Tabak-Lobby. Man könnte auch fragen, wieso Alkohol und Nikotin erlaubt sind und Cannabis nicht… klar, nach reiner Vernunft müsste man alles verbieten (also nicht das Kiffen legalisieren, sondern auch alle anderen Drogen vom Markt nehmen), aber irgendwie geht das halt nicht immer mit Vernunft vor sich und das Volk muss ja irgendwie ruhig gestellt werden ;-)

  16. Blue Banshee sagt:

    Amen, Boris, Amen… Das ist in wenigen Worten die Essenz der politischen Dummheit, welche in Deutschland momentan aus dem Boden schießt wie Unkraut.

  17. Dr. Strangemind sagt:

    Tja, da sieht man mal wieder, daß Videospiele
    (noch) keine ausreichend große Lobby haben!

  18. Litefor sagt:

    Sehr richtig. Ich habe auch den Eindruck, dass es bei der Zugangs- und Verbreitungsbeschränkung von Videospielen nicht so sehr um Jugendschutz sondern um Zensur bzw. Effekthascherei geht. Anders kann man es nicht erklären, dass Jugendliche leicht an jeden Zigarettenautomaten und an jedes Spirituosenregal herankommen und darüber hinaus im Straßenverkehr noch nicht einmal die 0,0%o-Grenze gilt. Von den in Videotheken vertriebenen Videos jeglicher Couleur mal ganz abgesehen.

    Aber es klingt (besonders für nicht-Videospieler) doch einfach super: alle KILLER-Spiele sind ab jetzt verboten.

  19. Sämtliche Politik “zum Schutze der Bevölkerung” ist nichts als Heuchelei. Das fängt bei allen Maßnahmen gegen den Tabakkonsum an (oder warum wird mal schnell die nächste Steuererhöhung ausgesetzt, weil plötzlich unerwartet viele aufhörten zu rauchen und ein riesiges Steuerloch entstand?), geht über die Kampfhundeverordnung weiter (Komisch, warum sind Dackel und Deutscher Schäferhund nicht drin gewesen? Statistisch gibt es die meisten Vorfälle mit DIESEN Rassen), verliert sich irgendwo bei Anti-Terror-Überwachungsstaat und hört bei den sogenannten “Killerspielen” auf. Videospielhersteller haben halt keine Lobby in der Politik. Ähnlich wie beim Deutschen Schäferhund darf natürlich auch das deutsche Bier nicht angegriffen werden. Kann etwas wirklich schlecht sein, das nach DEUTSCHEM Reinheitsgebot gebraut wurde? Wohl kaum! Man muss das mal beobachten. Gerade im Zusammenhang mit Jugendlichen wird gern gegen WODKA und Co gewettert, das Bier kommt nie vor.

    Es ist eine Sündenbocksuche ohne Ende, es ist halt einfacher kurz 10 Sekunden aus Gears of War oder GTA im Fernsehen zu zeigen, als den Leuten nahezubringen, was Alkohol alles für Folgen haben kann.

    Hat mal jemand ne Statistik zur Hand, wieviele Mörder regelmäßig Alkohol konsumiert haben?

    Wenn ich mich an meine Zeit als 16-Jähriger zurückerinnere weiß ich aber, dass mein erstes alkoholisches Getränk Bier war. Auch ich war schonmal “koma-besoffen” und inzwischen trinke ich nur ab und zu mal ein Bier… hey Bier, das bist du ja wieder. In Deutschland mit all den “Traditionsbrauereien” sicher eine unbequeme Wahrheit. Während auf Zigarettenschachteln bald Raucherlungen zu sehen sein sollen, wird das (Weiß-)Bier in der Werbung weiterhin als “Prachtkamerad” beworben… PROST !

  20. LuckyKvD sagt:

    Absolute Zustimmung! Ich stehe gerade den Forderungen von Politiker aus Bayern (Konkret der CSU) fassungslos gegenüber! Keine Ahnung, aber Forderungen stellen.

  21. Fatjay sagt:

    tja will nicht komisch klingen oder so… aber wer glaub in einer wirklichen Demokratie zu leben der lebt in einer Traumwelt. Die würden NIEMALS auf die Idee kommen den Alk produzenten das leben so extrem schwere zu machen wie sie es bei der spieleindustrie machen z.b ( verbot von Alcopops in Deutschland ) schließlich können die das ja auch bei Videosgames… aber dazu sind wohl zu viele Lobbyisten im Bundestag.. deswegen hoffe ich das EA , Ubisoft usw auch endlich mal den Politikern Geld in den Arsch schieben damit sie sich über das Gesetzt stellen können wie die anderen (oil,automobile in,…… usw ) Schließlich Verdiehen die jetzt auch langsam immer mehr ergo sollten die auch interesse haben das sich ihre spiele überall verkaufen können lassen

  22. Bananafoen sagt:

    Im Polizeibericht des ersten Amoklaufes steht sogar, dass der Täter keine solche Videospiele besaß und diese auch verabscheute.

  23. KloetenQuetsche sagt:

    Das hört sich aber an, als ob du ein Verbot oder ähnliches befürworten würdest (im Gegensatz zu dem bei Videospielen natürlich)!

    hat Frau Merkel jetzt bei den Videospielen zu heftig reagiert, und beim Alk zu wenig oder andersrum?
    Im Falle des Alkohols muss ich zu Frau Merkel halten. Nicht verbieten, sondern Aufklären. Nur sollte das bei allem so sein. Verbote gibt es genug! Es braucht keine mehr!

    Man muss eines akzeptieren! Nicht tolerieren! Wir leben in einer Gesellschaft die vom Fernesehen und der Bildzeitung die Meinung eingeprägt bekommt. und da steht und lautet es immer dass so ein verbot für das und das her muss. Mit der Taktik fängt man die Wähler immer, denn die haben kaum Hobbys oder genießen das Leben mit einem Abend an dem gesoffen wird. Warum nicht saufen oder Polygonmenschen virtuell killen? Spricht doch nichts dagegen.

    Nicht den Kindern muss man das Saufen verbieten, sondern Verantwortungsgefühl muss vermittelt werden. Nur weil das ein großteil der Elternschaft nicht hinbekommt, sollen die die gern mal übern Durst saufen nicht drunter leiden müssen (auch Jugendliche…mein Gott…Saufen ist die Jugend und gehört dazu!!!!).

    Klöti!

  24. benzianium sagt:

    Da stimme ich dir voll und ganz zu… Genau dies ging mir auch durch den Kopf! Ich kann mir nicht vorstellen, dass das letzte Wort gesagt und geschrieben wurde. Und so zynisch wie du schreibst, bist du meiner Ansicht gar nicht!

    Gruss aus der sonnigen Schweiz
    benzianium

  25. wut sagt:

    Ich sehe es schon als falsch an spiele und drogen auf eine ebene zu stellen, noch schlimmer ist es allerdings das die prioritäten verdreht sind.

    Aber was will man erwarten, bis dort mal etwas entschieden wird, vergehen jahre, außer natürlich es muss schnell eine lösung herbei, sprich ein schuldiges medium…

  26. RaPe sagt:

    Gruppen ohne eine starke Lobby in Bundestag und Bundesrat bleibt nur der Weg über die Gerichte.
    Ich hoffe, dass sich viele PC-und Videospieler solchen Interessenvertretungen wie “Gaming is not a Crime” anschließen und nach Verabschiedung des neuen Jugendschutzgesetzes eine Klage dagegen eingereicht wird.
    Das wird die einzige Möglichkeit sein, um das Gesetz nachträglich zu Fall zu bringen.

  27. SONICtheHedgehog sagt:

    Es sich mit der Alklobby verschertzen? Soweit kommts noch ;)

    Aber leckere Süßigkeiten werden mal eben eingestampft, weil ein verschwindend geringer Anteil an Alk drin ist.
    Vermisst denn keiner mehr NESTLE Yes?

  28. florian sagt:

    Kann ich nur zustimmen. Die Alkohol-Lobby ist wohl zu groß. In Österreich ist das glaube ich ein noch viel größeres Problem. Bier wird immer noch als Grundnahrungsmittel angesehen.

  29. ChiefJudy sagt:

    Welch wahre Worte…
    Aber der Wirtschaft würde doch Kohle entgehen durch den Umsatz, den diese Jugendlichen mit den (harten) Alkoholika machen (den Umsatz, den man mit Videospielen macht, darauf ist man wohl noch nicht gekommen, nur so am Rande ;) ). Aber das ist ja jetzt auch egal, denn in Zukunft fahren dann eben alle Erwachsenen zum Spielekauf nach Österreich oder in die Schweiz (und nein, ich propagiere NICHT, daß diverse Videospiele für Jugendliche freigegeben werden, aber ich bin gegen die Bevormundung Erwachsener, das auch nur am Rande ;) ).

    Ich finde es WIRKLICH erschreckend, wie wirklich junge Leute teilweise sturzbetrunken durch die Gegend torkeln. DA fragt man sich echt manchmal, wo das noch hinführen soll. Und was in den Eltern vorgeht. So mit Erziehung und Aufsichtspflicht etcetc. In dieser Hinsicht wäre ich wirklich für schärfere Gesetze so wie in USA. Denn wozu bitte muß es einem 16Jährigen erlaubt sein, sich auf einer Flatrateparty ins koma zu saufen?? Klar, ob es was bringt ist die andere Frage, aber man würde zumindest ein Zeichen setzen. Bei einer Sache, die NACHWEISLICH die Gesundheit und infolgedessen irgendwo auch die Gesellschaft schädigt.

  30. Tellurian sagt:

    Letztlich ist das eine Frage der Lobby-Präsenz.
    Die Spieleindustrie hat keine, oder wenn, dann keine ausreichend präsente. Jedenfalls drängt sich mir dieser Eindruck auf.
    Alkoholfabrikanten dagegen mit einiger Sicherheit schon.
    Von daher, für Politiker sind Videospiele ein perfektes Feld um sich zu profilieren. Es gibt keine Opfer. Ernsthaft Wählerstimmen werden nicht gefährdet, wenn man diese Perversen Mordsimulatoren verbannt. Im Gegenteil. Die Bild-Zeitung wird lobende Worte dafür finden, wenn im Kinderzimmer nicht mehr gemetzelt werden darf. Die Gruppe der erwachsenen Gamer haben in der Öffentlichkeit doch überhaupt keine Stimme. Die Spieleindustrie ebensowenig. Zumindest, verglichen mit ihren erklärten Gegnern.
    Abgesehen davon, dass Alkohol eben in der Mitte der Gesellschaft steht. Man ist es eben seit Generationen gewohnt, dass die Jugend sich zusauft. Gamer hingegen… Da ist jetzt langsam die erste Generation am Zug, die selbst Kinder bekommt. Das dauert noch ein wenig, bis sich die gesellschaftliche Akzeptanz vollends so gewandelt hat, dass die Kernzielgruppe der 18-29 jährigen als DIE Zielgruppe erkannt wird, und es nicht mehr die Gleichung “Games = Für Kinder => “Killerspiele” = Spiel nicht für Kinder => Does not compute” in den Köpfen der breiten Bevölkerung gibt.
    Es ist einfach noch zu wenig Zeit vergangen, seit die Games aus der Spielwarenabteilung aus-, und in die Unterhaltungselektronikabteilung eingezogen sind. DAS ist IMO tatsächlich DAS große Wahrnehmungsproblem. Jedenfalls bei der Bevölkerung.
    Für die Politiker, da weiß ich nicht, was da passieren müsste. Wie gesagt, solange sich auf Kosten der Spiele, der -Industrie und der Konsumenten Populismus durch blinden Aktionismus betreiben lässt, weil es einfach keine relevanten Opfer gibt, wird sich das denke ich nicht ändern.
    Volle Zustimmung also.

  31. SILence sagt:

    Der Vergleich mit Alkohol ist wirklich ideal, Alkohol führt zu Alkoholikern die sich ohne Anweisung nicht einmal mehr alleine anziehen können (selbst im Zivildienst erlebt), führt zu Autounfällen mit vielen Toten und Verletzten, Alkohol zerstört Familien durch Gewalt, Leid und Scheidungen, Alkohol führt zu Gewalt (heute Nacht in Hamburg auf dem Hafengeburtstag selbst erlebt)…. aber er bringt Steuern, Arbeitsplätze, wird auch von Politikern gern getrunken und für das Bier ist Deutschland nun einmal weltberühmt.

    Solange Crysis 2 im Ausland nicht für mehr Umsatz und Bekanntheit sorgt als Veltins, Warsteiner, Jever, Krombacher usw zusammen, wird sich an der Einstellung der Politiker auch nichts ändern.

    Ein interessanter Punkt ist ja auch, dass die Politiker natürlich Lösungen für Probleme suchen, die möglichst kostengünstig umzusetzen sind – ein Alkoholverbot für Jugendliche oder gar Erwachsene ist das nicht, da daran ja viele Arbeitsplätze hängen – im Gesetzesentwurf zu der aktuellen Änderung im Jugendschutz steht aber als erster Punkt, dass die Umsetzung dieses Gesetzes für den Staat keine Kosten verursacht, einzig die Kennzeichnungspflicht (größere USK-Symbole) erzeuge höhere Kosten für die Vertreiber, die aber, da auch jetzt schon gekennzeichnet werde, gering seien.

    Da hat jemand nicht mal bis zur Nasenspitze gedacht oder gar sich die Marktsituation angesehen – wenn gewaltbeherrschte Spiele mit realistischer Gewaltdarstellung automatisch indiziert werden, werden sie kaum noch auf den deutschen Markt kommen, da sich große Ketten imho nicht darauf verlassen, dass ein Kunde fragt ob Age of Conan evtl unter der Ladentheke liegt.

    Klar, Kosten erzeugt das keine, wenn etwas auf dem deutschen Markt nicht mehr angeboten wird – der Gewinn sinkt aber auch, auch für die Kaufhausketten, da die Käufer dieser Spiele nun auf den Versandhandel ausweichen, der zu einem Großteil im Ausland sitzt (und ab Oktober dank höherer Zollfreibeträge noch mal viel interessanter wird).

    Die Krönung ist dann aber auch noch, dass das neue Gesetz völlig überflüssig ist – gewaltbeherrschte Spiele sind jetzt schon mit einer entsprechenden Jugendfreigabe gekennzeichnet und Händler dürfen sie nicht an jüngere Personen herausgeben. Wenn ein 13jähriger Doom3 spielt, liegt das nicht daran, dass die Gesetze zu lasch sind, sondern dass sie nicht eingehallten oder umgangen wurden.
    Da wird irgend ein Elternteil das rote Quadrat welches gut sichtbar auf der Hülle angebracht ist ignoriert haben, der größere Bruder hat den kleinen Bruder mal spielen lassen oder eMule und Bittorrent haben wohl nicht nach dem Alter des 13jährigen gefragt – und dagegen bringt dieses Gesetz überhaupt nichts.
    Dann fragt der 13jährige nun seine Eltern halt nicht, ob sie ihm das Spiel vom Regal zur Kasse tragen, sondern ob sie für ihn den Verkäufer fragen ob es im Lager ist – oder der große Bruder hat das Spiel vorher bei Amazon.co.uk gekauft – und gegen Tauschbörsen hilft sowieso nichts, bis man bei der nächsten Änderung des Jugendschutzes alle Tauschbörsenports sperren lässt…und YouPorn…und am besten noch die Bildersuche von Google.

  32. DarkRaziel sagt:

    Deine letzen Zeilen sprechen mir aus der Seele.

    Die Politiker haben in meinen Augen keine Ahnung und machen nur Schnellschüsse in der Gesetzgebung.
    Immer wenn irgendwo ein Jugendlicher durchdreht sind zu 99 % immer Videospiele dran Schuld und wozu gibt es eigentlich Spiel ab 18 Jahren, wenn sie immer noch geschnitten werden.
    Bin ich mit 18 Jahren nicht Volljährig in Deutschland??? und darf mir Videospiele und Filme nicht ungeschnitten anschauen oder spielen.
    Immer noch will die Politik uns Erwachsenen bevormunden was ich spielen und sehen darf und was nicht.
    Und durch das neue Jugendschutzgesetz wird es noch Schlimmer in Deutschland und wir können bald nur noch Barbie auf den Bauernhof und Pokemon spielen.
    Doch werde ich mir nicht vorschreiben lassen von der Politik was ich spielen darf und was nicht und werde mir die Games und Filme im Ausland bestellen und dem Deutschen Statt werden somit viele Steuergelder entgehen.
    Denn ich werde nicht der einzige sein.

    Im diesem Sinne

  33. neonoxDE sagt:

    Ich stimme dir da vollkommen zu.

    Nur, wieso nimmt MS nicht etwas von seinem unglaublichen vielen Geld und zieht mal vor Gericht? Denn anscheinend sind Politiker zu unfähig, was Gesetze verabschieden angeht. Ich mein, MS geht doch jede Menge Geld verloren, wenn weiterhin Spiele indiziert werden und dadurch der Umsatz zurück geht.

  34. HarryHirsch sagt:

    Das ist doch immer das gleiche, verteufeln tut man immer das was man nicht macht. Und da sowohl die meisten Politiker wie auch der Grossteil deren Wähler Alkohol trinken, kann man darauf eben nicht rumhacken. Auch wenn es ein ersthaftes Problem für die Gesellschaft darstellt.
    Ich denke das vermutlich jedem klar ist, dass Videospiele nur ein Sündenbock sind, um von echten Problemen abzulenken.
    Denn auch die Erwachsenen wollen nicht hören, dass man gegen Alkoholkonsum von Jugendlichen hart vorgeht, da diese davon dumm, impotent und dick werden – denn da denken sich auch die Politiker und einige deren alte Wähler, dass sie ganz gerne mal in ihrer Jugend gesoffen haben und dann müsste man sich diese Eigenschaften auch für sich selbst eingestehen.
    Da es Videospiele zu dem Zeitpunkt als die Politiker und die CDU Wähler jung waren, noch gar nicht wirklich gab. Kann man diesen eben alles nachsagen…

  35. PhilB sagt:

    Hier in BaWü wird wohl ab kommendem Jahr der Verkauf von Alkohol an Tankstellen zwischen 20 und 6 Uhr verboten. Natürlich gibt es auch hier wieder Stimmen, die das ebenfalls für übertrieben halten.

  36. KloetenQuetsche sagt:

    @PhilB

    Natürlich ist es übertrieben. Denn Alkohol darf an Tankstellen soweiso nur an volljährige verkauft werden.Für wen ist diese Maßnahme denn dann gedacht??

    Wieder ist es so dass ich mit meinen 28j dann, wenn ich kurzerhand noch zu nem Kumpel fahr und ein Bir an der Tanke mitnehemen will, der bestrafte bin. Und ich darf dafür nicht eingeschränkt werden. Das ist doch der grßte Humbug.

    Aber es sieht wirklich so aus als ob die ganze Verbots-Schreierei wirklich ankommt und die Mediengelenkten deutschen Affen da fröhlich hinterher rennen.

    Mir fehlen Leute wie Dutschke etc, die mal Radau gemacht haben.

  37. ayu sagt:

    Dann muss die Spieleindustrie halt ihre “eigene” Lobby aufbauen, um sich in der Regierung durchzusetzen. Anders geht es in diesem Land nicht! :-P

  38. Bitte hört mit dem Argument “Videospiele brauchen eine Lobby” auf. Zum einen gibt es einen Verband, den BIU, der sich in Berlin schon wahnsinnig engagiert und das menschenmögliche tut.
    Dann sind wir uns alle doch einig, daß Lobbies, deren einziger Sinn ist, die Wirtschaftsinteressen einer Gruppe gegen alle anderen logischen Argumente durchzusetzen, kein gutes demokratisches Element sind. Genau daß ist es aber, was Lobbies machen? CO2-Ausstoß bei Neuwagen einschränken? Die deutsche Autobauer-Lobby ist dagegen, weil deren Autos heute mehr CO2 ausstoßen als die aus Frankreich, also wäre Deutschland wirtschaftlich benachteiligt. SO EIN SCHWACHSINN – aber funktioniert offensichtlich!
    Zu guter Letzt: Wer ist bereit, dafür zu bezahlen? Der BIU könnte stärker auftreten, wenn ihm mehr Geld zur Verfügung stände. Wenn deswegen aber die Spielepreise erhöht werden würden, wäre das Geschrei noch viel größer.
    Ein einzelner Hersteller (zum Beispiel Microsoft) wird nicht gegen die Jugendschutzgesetze klagen, ein Verband könnte das machen. Ich bin kein Jurist, aber natürlich sind Ansätze zu sehen ob das Ganze überhaupt verfassungskonform ist (Vorabzensur ist in Deutschland im Prinzip verboten, deswegen gibt es ja die BPjM für einen Indizierung NACH Erscheinen eines Produkts) und ob es EU-rechtliche Ansätze (freier Warenhandel, Einschränkung des Geschäftsbetriebs für ausländische Anbieter) gibt.
    Aber leider ist das Leben nicht wie in den amerikanischen Gerichtsserien, wo der kleine Mann mit einem flinken Anwalt und viel Rhetorik “Recht bekommt”. Wenn der Konsens ist, daß Jugendschutz vor all diesen anderen Regelungen steht und auch durch EU-Rechte nicht eingeschränkt werden kann, dann kriegt man in der Geschichte nur ein Urteil durch welches dann auch Eigenimporte gefährdet sind.
    Vielleicht sollten Videospieler sich wirklich ein anderes Ziel suchen (ich plädiere weiterhin für Alkohol, your mileage may vary) und massiv darauf einwirken, hier gleiche Beschränkungen zu fordern wie zum Beispiel für Videospiele. Naheliegender wären vielleicht auch Spielfilme (Pro 7 zeigt ernsthaft Saw in der 18er-Fassung – DAS schlägt bis auf Manhunt und Condemned doch jedes Spiel auf diesem Planeten. Wann läuft Hostel im Free TV?).

  39. habehandy sagt:

    Nur sollte man nicht vergessen das der Schaden viel grösser wird wenn z.B. ein Spiel indiziert oder gar beschlagnamt wird.

    Da die Spiele nicht mehr von bleichen, lichtscheuen Kreaturen in Einzelarbeit, sondern mit enormen Finanzaufwand programmiert werden stehen hohe Summen auf den Spiel. Wenn man berücksichtigt das sich allein GTA4 über 2 Mill. mal in Europa verkauft hat kann die Summe je Spiel eigentlich nicht so hoch sein.

    Zum Alk:
    Es ist erschrecken das JEDER Deutscher statistisch im Jahr 10l reinen Alk trinkt.

    Mit 0,0 Promille für Fahranfänger ist man schon auf den richtigen Weg, aber man sollte diesen Wert für alle Fahrer vorschreiben.

    Wichtig ist aber erstmal das die Anzahl der Alkkontrollen spürbar erhöht wird. Obwohl ich den Führerschein schon über 10 Jahre besitze und >30.000km /Jahr fahre habe ich noch nie an einer Alkoholkontrolle teilgenommen.

  40. sonnendeck sagt:

    Nein “Lobby´s” braucht es schon, was mich ein wenig hier verwundert ist das man sein persönliche Einstellung und das was man als ungerecht empfindet, jetzt mal wertfrei beschrieben. In die Hand von irgendwelchen Industrien geben will.
    Das sind fundamentale einschnitte in die Information Freiheit, die hier getätigt werden und zwar in die jedes einzelnen, was ist Gewalt verherrlichend ? David gegen Goliath ? Die Kreuzigung Christi ? Mac Beth usw alles Geschichten die Fiktiv sind und keiner nachweisbaren Grundlage entsprechen und zur Ihrer Entstehung wertfrei oder als Spiegel der gesellschaft verstanden, Filme für Erwachsende dürfen das auch warum sollen Videospiele nicht auch als Kunst verstanden werden ?

    Hier regen sich soviel Leute auf, ich bin ein wenig älter hatte gerade besuch von einem 6 jährigen und einer 2 jährigen. Die kennen kein TV oder Videospiele weil die Eltern das nicht wollen und die Kinder es nicht anders kennen und sich nicht dafür folglich interessieren. Das Spiele wie GoW oder CoD nicht in Kinder/Jugendliche Hände gehören ist voll kommen klar, genauso sollte sich eine Gesellschaft damit auseinander setzen ob es wirklich von Nöten ist Mord und Totschlag vor 20 Uhr im TV zu zeigen. Aber zu behaupten das übel wäre in der Tatsache von Videospielen zu suchen ist fatal populistisch.

    Was ich aber eigentlich sagen wollte jeder Volljährige, der hier liest sollte seinen Bundestagsabgeordnete und Europa Abgeordnete des jeweiligen Landkreises in dem Sie leben, eine E Mail schicken das sie das als Erwachsende nicht hin nehmen wollen, das die Politik unser Recht auf Informeller Selbstbestimmung schützen müssen anstatt Sie zu beschneiden. Der Ruf nach Lobby ist gerecht aber Lobby sind wir und keine Industrie, macht selber was schliesst euch zusammen nervt eure Bundestags und Europa Abgeordnet, hier habt ihr eine Steilvorlage bekommen egal ob ihr es im Kontex mit Alkohol nimmt oder aber mit der Informeller Selbstbestimmung pocht, ich für meinen teil habe meine Emails schon längst verschickt, Petitionen unterschrieben macht mehr ich habe jetzt schon 15 Minuten geschrieben das könnt ihr auch ;-)

    Nervt am Nabel, Politiker schreckt nichts mehr auf als massen an Briefen, Email und öffentlichen Aktionen zu einem Thema.

  41. Ich schrieb “Spielehersteller haben halt keine Lobby” – damit meinte ich nicht, dass sie eine haben sollen. War doch bloß n Vergleich, denn bei Brauereien in Deutschland sieht das garantiert anders aus.

  42. RealityCheck sagt:

    Sorry, aber ich halte auch nichts vom Sankt Florians Prinzip.

    Klar, stinkt es, dass ein 14jähriger ohne größere Kontrollen an der Tanke ein Sixpack Bier kaufen kann.
    Aber erstens wundert mich nach der Alkopops-Geschichte gar nix mehr (die jugendaffinen Spirituosen-haltigen Getränke wurden per Strafsteuer vom Markt gedrückt, diese Marktanteile haben nun genauso süß-bunte, verführerische Biermischgetränke übernommen – aber da hängen ja deutsche Brauereien hinter; honi soit…), zweitens lenkt das doch nur vom Bemühen um gerechte Behandlung von allen “zweifelhaften” Freizeitvergnügen ab.

    Und doch, ich bin dafür, dass der BIU die “dreckige” Form des Lobbyismus praktizieren soll. Inkl. Sommerfest für Landesregierungen. Anders geht’s ja leider offenbar nicht.

  43. Stalkingwolf sagt:

    @SONICtheHedgehog
    Der Alkoholanteil war aber nicht Schuld am verschwinden von YES.

  44. HarryHirsch sagt:

    Ich weis das ich mich hiermit unbeliebt mache, aber ich sehe bei dem Vergleich zwischen Spielen und Filmen schon einen grossen Unterschied.
    Bei einem Film ist man passiver Zuschauer und erschreckt sich oder hofft, dass der “Held” dem Bösen entkommt und zuckt wieder zusammen (oder schaut sogar halb weg ode kneift die Augen zusammen) wenn´s dann doch passiert.

    Bei einem Spiel hingegen greift man aktiv in das Geschehen ein, wenn hier der Spieler wirklich Hemmungen hat etwas “grausames” zu tun, dann würde das Spiel in den Grossteil der beanstandenden Spielen auch wirklich nicht passieren.

    Ich will damit jetzt keine Gewaltfilme verharmlosen und auch keine Spiele an den Pranger stellen, aber ich finde den vergleich einfach nicht richtig.
    Spiele sind einfach schon etwas anders zu sehen.

    Aber nicht nur in diesem Aktiv/Passiv Punkt unterschieden sich Spiele mit Filmen. Denn Spiele sind heute noch durchaus grafisch mit der Realität zu unterschieden, was das Spiel auf dieser Seite wieder besser als ein Film darstellen lässt.
    Wobei man auch merken sollte, dass sich in diesem Punkt dennoch einiges getan hat. Wenn mal betrachtet was noch vor 15-20 Jahren auf dem Index gelandet ist, dann wundert man sich heute bei so machen Titel ab 12 Jahren, dass dieser nicht dort steht.

    Wenn man den Jugendschutz für Spiele besser machen will, sollte man eigentlich den umgekehrten Weg gehen. Man müsste die Altersbeschränkungen ehr lockern. Denn damals wie heute halten sich weder die Eltern noch die Kinder an die Altersbeschränkungen. So will ich man die Eltern sehen, die es wirklich schaffen einen 16 Jährigen so im Griff zu haben, dass dieser zb. kein GTA IV (oder ein andeen “ohen Jungendfreigabe” Titel) spielt. Das gleiche gilt für 13 oder 14 Jährige, die einen 16er Titel Spielen wollen oder 8-10 Jährige, die einen 12er Titel spielen wollen.
    Kurzum, entweder man macht das realistisch (so wie es die Allgemeinheit ohne nutzt) oder man kann ohnehin auf die Altersbeschränkungen verzichten.

    Und wenn man realistische Altersbeschränkungen vergibt und auch realistisch indiziert. Dann kann man auch akzeptieren, wenn mal ein Spiel (zu Recht!) verboten wird.
    Übertreibt man das ganze in der Weise, wie sie im Moment passiert, dann weichen diese Grenzen einfach zu sehr auf, und funktionieren eben auch da nicht mehr wohl sie absolut angebracht wären (wie auch bei dem Spiel welches Boris nannte und mit M beginnt.)

  45. RedRascal sagt:

    ” (…) Aus der Besteuerung des Branntweins fließen jedes Jahr rund 2,2 Mrd Euro in die Kassen des Bundes(…)” http://de.wikipedia.org/wiki/Branntweinsteuer

    Warum soll da den was geändert werden??

  46. hoetz sagt:

    Warten wir doch erst einmal darauf, dass eine Generation von Doom, Quake und Counter Strike Beta Spielern (also die ersten “Killerspieler”, sorry wenn ich jetzt nur diese Spiele nenne) in die Landtage und den Bundestag einzieht. Dann hat sich das erledigt :)

  47. mindVex sagt:

    Da hast du leider Recht, Boris. Das gleiche gilt ja für Zigaretten. Und natürlich wird Alkohol nie einem Herstellungsverbot o.ä. unterliegen oder Zigaretten gänzlich verboten, sondern nur immer mit erhobenem Zeigefinger ala  “böser, böser Alkohol” darauf hingewiesen. Denn es spült es ja Unmengen an Steuern in die Staatskassen, auf die man nicht verzichten kann. Das ist schon auf seine Art und Weise pervers.

  48. xXxsoccerxXx sagt:

    dazu fällt mir immer nur ein teil aus einer show von chris rock ein….zwar zum thema gewalt in der musik (z.B. hip-hop) aber lässt sich auch hierauf anwenden…

    “What was Hitler listening to? What was in his cd-case…?”

    Danke, ende und aus…

  49. Tellurian sagt:

    Nicht dass ich falsch verstanden werde:
    Ich halte das Prinzip des modernen Lobbyismus für eine der größten Gefahren für das, was ich gemeinhin unter “dem demokratischen Gedanken” verstehe.
    Lobbyismus ist doch unterm Strich nichts anderes als schöngeredete Korruption.
    Wenn ich also sage, ich würde der Spieleindustrie eine stärkere Lobby, wie sie andere Themen- und Industriebereiche haben, mit und gegen die sich Populismus betreiben lässt, wünschen, ist das bestenfalls ein Ausdruck der Verzweiflung über die Zustände die in unserem politischen System vorherrschen. Und / Oder Zynismus.
    Letztlich bleibt zu hoffen, dass es bevor (brutale, gewalthaltige, was auch immer man dafür hält) Videospiele VERBOTEN werden ein neuer Sündenbock für moralische Paniken auftaucht.
    Das WIRD zwangsläufig passieren, ist halt nur die Frage wie schnell.

  50. ChiefJudy sagt:

    @Boris:
    Der Jugendschutz KÖNNTE durch EU-Recht schon eingeschränkt werden. Nur TRAUT man sich da auf EU-Ebene einfach nicht, den einzelnen Ländern vor den Karren zu fahren. Noch nicht zumindest.
    Und: Wegen mir könnte man die Spiele gerne ein paar Euro verteuern, wenns der BIU helfen würde…
    Ansonsten: Wie ich schon sagte: Österreich ist nah. Und der Spielehändler meines Vertrauens auch, der bisher noch alles besorgen konnte und sich über das Gesetz eher freut als ärgert, da die erwachsenen gamer in Zukunft eben nicht mehr zum Satan und co gehen, weil’s da nix mehr g’scheits gibt ;)

  51. sonnendeck sagt:

    ich weiss du magst nicht wirklich gerne quer links aber der hier erklärt wohl die debatte in Deutschland am besten und das es um sehr viel Geld geht http://www.spiegel.de/netzwelt/spielzeug/0,1518,454600,00.html

  52. Scorpien sagt:

    Dass die erforderlichen Einschränkungen im Bereich Alkohol wohl nicht so schnell vorgenommen werden, ist klar. Aber Aufklärung? Ich bitte euch, wie soll denn das funktionieren? Ich werd versuchen, nicht zu zynisch zu sein, aber bei dem Thema fällts mir schwer:
    ich stell mir grade unweigerlich vor, wie ich in einem Seminarsaal sitze und mir der Leiter die Folgen von Alkohol im Körper und der Psyche erklärt, natürlich alles mit Statistiken und Forschungen belegt. Aber darauf hören, wie vielen Leuten das Zeug schon geschadet hat und wie verdammt schwer es ist, davon wegzukommen, wenn wirklich eine Sucht vorliegt, können viele nicht.

    Bei Spielen dagegen geht alles sehr schnell. Da braucht’s weder Statistik noch Forschung, noch objektive Diskussionen, nur subjektive Berichte auf ZDF und Co.
    Ganz ehrlich: Ich seh da kein Ende mehr. Man braucht eben für alles einen Sündenbock. Und solange “Gewaltmedien” herhalten können, kann man den Alkohol doch getrost ignorieren…ts

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