Wow! 10 von 10 auf Eurogamer und auch sonst räumt Braid überall ab und wird von vielen mit Portal verglichen.
Und jetzt mach ich was gemeines. Ich widerspreche.
Ich bin an Braid genauso rangegangen wie der sehr interview-freudige Entwickler Jonathan Blow (der an allem was zu mäkeln zu haben scheint) empfiehlt: Ja nix lesen, ja keine Hints, Reviews sonstwas angucken. Angeblich ist alles im Spiel in sich logisch und erschließbar und kein Puzzle unlösbar.
Also saß ich am Samstag da und verzweifelte. Im ersten Level, mit “Welt Zwei” etwas verwirrend benamst. Da sind zwei Puzzleteile, an die man einfach nicht rankommt.
((ACHTUNG. Es folgt sowas wie ein Spoiler, wobei ich der festen Ansicht bin, daß das KEIN echter Spoiler ist. Warum sage ich erst nachher.))
Das Puzzleteil rechts oben (und eines noch etwas weiter rechts) kann man einfach nicht erreichen. Es geht nicht. Zumindest nicht mit dem, was man zu diesem Zeitpunkt hat und weiß. Das “Haben” kann man lösen, es fehlen uns noch zwei Puzzleteile aus späteren Räumen. Das “Wissen” kann man wirklich nur erraten, denn der Trick ist folgender: Das Puzzle enthält eine weitere Brücke. Nicht nur daß: Diese Brücke ist verschiebbar, wenn man im Puzzle-Screen das bis dahin gemachte Puzzle auf dem Spielfeld verschiebt.
Und, lieber Jonathan, das kann man nicht rauskriegen. Das Spiel gibt keinerlei Hinweis, daß diese Brücke funktionieren könnte. Wenn man das Puzzle im Rahmen an der richtigen Stelle aufbaut (wie das Puzzle-Spieler halt tun), kommt man ebenfalls beinahe nicht drauf, außer man springt durch Zufall auf die richtige Stelle. Dann versucht man verzweifelt, auf die Kante rechts zu springen, was um wenige Pixel nicht gelingt.
Wer dann auf die Idee kommt, das Puzzle im Rahmen zu verschieben, der kann wirklich um die Ecke denken. Ich hingegen hab mich betrogen gefühlt. Der Programmierer hat mir absichtlich Informationen vorenthalten, die einfach nicht erschließbar, sondern nur durch Zufall und Verzweiflung zu finden sind.
In späteren Leveln wird Braid dann zu einer Hüpf-Orgie, die exaktes Timing erfordert. Und nur weil man ständig “zurückspulen” kann, bleibt es doch dabei, daß man ein Dutzend Mal in den Abgrund springt, bis man den Sprung auf das sich bewegende Ziel einmal schafft. Oder den Killerhasen entkommt. Oder zwischen zwei blitzschnellen Kanonenkugeln durchläuft. Die von mir gehaßte Pixel-genauer-Sprung Spielmechanik ist durch das Zurückspulen zwar entschärft – aber dadurch fühlt sich Blow berufen, schon in Welt Drei (also Level Zwei) Timing-Attacken einzubauen, die sich Nintendo bei einem Mario-Spiel nie trauen würde. Ohne Rückspulen wären diverse Stellen die frustriendsten Hüpfszenen der Branche. Und so wird ein Puzzle-Element zur Entschuldigung für Spieler-abschreckendes Design.
Deswegen kommt Braid, so gut es auch ist (Es ist innovativ! Die Grafik ist toll! Der Sound ist sensationell! Einige Puzzles sind wirklich ganz ganz großes Kino!!!) bei weitem nicht an “Portal” ran. Selbst mit meinen 43-jährigen Reflexen hab ich Portal durchgespielt, ohne mich überfordert zu fühlen. Ein einziges Puzzle hab ich eine Weile nicht kapiert und danach mir wirklich auf die Stirn gehauen, wie blöd ICH war, da nicht drauf zu kommen. Braid kommt da einfach nicht dran. Nachdem ich mir vor lauter Verzweiflung ein Video im Internet gesucht hatte, wo der Trick verraten wird, hab ich nicht auf mich, sondern auf den Programmierer geschimpft. Als Vergleich fielen mir dann nur die alten Sierra-Adventures mit ihren ständigen Todesfallen ein, im Gegenstück zu Monkey “Du kannst nicht sterben” Island – das rätseltechnisch auch nicht anspruchslose war.
Mann, ich sollte Braid nicht so schlecht reden. Braid ist an sich ein wirklich gutes Spiel. Und die 1200 Points ist es wert. Und ich spiel es auch noch durch (hoffentlich bis zur Games Convention). Wenn ich endlich die Killerhasen los bin.
Das sehe ich auch so. Das mit dem Puzzle verschieben ist dumm….nicht logisch.
Bisher ist es mir im Rest des Spiels aber nicht nochmal aufgefallen. Ausser diesem Ausreißer ist Braid stimmig.
Portal ist weniger Abwechslungsreich. Bei Braid sind die Vorgehensweisen vielfältiger. Ich würde beide aufs gleiche Podest stellen, denn sie heben sich von der stumpfen Masse deutlich ab. Man muss kreativ sein um ein Puzzle zu lösen.
Braid und Portal sind beides Spiele die “Videospiele sind Dumm!”-Schreier ganz schnell verstummen lassen!
Will mehr davon!!
An der Stelle, die man in dem Screenshot sieht, hing ich fest. Ich weiss nicht mehr wie lange ich da geknobelt hatte, bis ich es satt hatte. Mensch, ich will Spaß haben beim Spielen. Also bei youtube nach der Lösung geguckt und es nachgespielt. OK, ging, aber schon doof, nach so kurzer Zeit im Spiel festzuhängen, weil man nicht genug um die Ecke denken kann. Dann kommt noch hinzu, dass ich dieses pixelgenaue gut getimete Hüpfen nicht mehr so gut hinbekomme, also kein Kauf. Ganz bestimmt keiner.
Bleibt eine eigentlich witzige Idee (das mit dem Zeit zurückspulen), ein super Soundtrack, und eine frühere Kollegin in den Credits, hihi. Na ja, geschenkt würde ich es vielleicht doch nehmen, mal sehen ob ich was gewinne…
Meinem Freund(er hat es zuerst ausprobiert) und mir ist die Stelle auch aufgefallen. Wir haben uns beide erstmal gewundert, warum es nicht geht und haben uns gedacht, dass es in der Demo extra so gemacht ist, dass man da nicht ran kommt.
Hätten wir uns das gekauft, hätte ich mich wahrscheinlich drüber geärgert.
Portal kenne ich leider noch nicht, aber ich sollte es mal ausprobieren.
Okay ich gebe Dir Recht dass man Braid mit Portal nicht vergleichen kann. Nichts desto trotz fand ich Braid insgesamt das bessere Spiel. Die Mischung und vor allem das tadellose Design (Grafik, Sound) haben mir so dermaßen in den Bann gezogen das es mich selber erschrocken hat.
Boris, you saved my day (Wenn schon ein Rätsel-Genie, wie Du dafür in die Lösung guckt, dann brauch ich mich ja nicht zu schämen)
Hmm… also ich hatte sehr viel Spaß mit Braid… aber: letztendlich hatte ich es innerhalb von zwei Tagen durchgespielt… und da sind 1200 MS Points schon ein bisschen viel für. Versteht mich nicht falsch: Das Design ist toll, die Rätsel auch, die Musik sehr gut - aber es ist schlichtweg zu kurz.
Naja, ich habe die Braid-Demo gestern in einer Stunde durchgespielt. Ich habe das Puzzle zuerst korrekt zusammengebaut und anschließend versucht über den Abgrund zu springen. Bin dann direkt auf der “Brücke” im Puzzle gelandet und habe daraufhin das Puzzle aus dem Rahmen geschoben.
Fand ich eigentlich recht genial, das Rätsel.
Für 800 Punkte hätte ich mir Braid sofort gekauft.
Ich hatte die Demo in einer halben oder dreiviertelstunde durchgehabt.
Es macht Spaß, aber die Rätsel bisher auch nicht so schwer.
Mich stößt aber der Preis auf. Bei 1200 MSP fühle ich mich ausgenommen. Es ist egal, wie sehr der Kauf in den Fingern juckt, ich warte lieber, bis es vielleicht 800 Punkte kostet oder ich verzichte lieber freiwillig auf die (kurze) Spielerfahrung.
also ich habs auch 1-2 mal versucht und dann hab ich das brückenteil im puzzle gesehen und bin auf gut glück draufgesprungen. das mit dem “Im rahmen” verschieben war dann auch kein prob mehr und danach dachte ich nur.. “wie genial”
ob nun portal oder braid, ich finde beide sehr genial… habe mir damals extra die orangebox bei unserer videothek ausgeliehen um nur portal durchzuzocken… (hat leider prozentual viel zu wenig gamerscore im vergleich zu den anderen games der box) eines der coolsten spiele überhaupt…
braid kann man nicht wirklich mit dem hochgezüchteten portal (in 3D) vergleichen… die zeitmanipulation ist besser als in bisher allen dagewesenen games wie blinx, prince of persia, usw.
leider wird ja kein 2tes Braid erscheinen und daher hoffe ich ja das sollte ein portal 2 (außerhalb der forschungsanlage) rauskommen… bitte bitte lasst eine zeitverändernde waffe drin vorkommen, sowie ein dem ring aus braid ähnliches objekt…
das portal 2 nicht nur aus der portal kanone bestehen wird, hatten die entwickler ja eh schon angedeutet…
das puzzle ist wirklich fies… ich habe aber nachdem ich alles gedanklich durchgegangen das puzzle genau angeschaut und das brückenähnliche stück entdeckt… das rätsel mit dem puzzleteil über der tür war da noch schwieriger…
ich muss auch sagen, dass ich an dieser Stelle geknobelt habe und auch erstmal weiter gemacht hatte, weil mir dafür noch keine Lösung eingefallen ist.
Ein bisschen hat mir der Zufall beim 2. Besuch dann auch geholfen, denn als ich die beiden Puzzleteile mit der Brücke gesammelt hatte, bin ich durch Zufall drauf gesprungen und habe da erst die Brücke bewusst wahrgenommen. Ab dann waren die nächsten Schritte sehr logisch und im nachhinein fand ich das eins der besten Rätsel in der Demo!
Auf seine Art fordert einen das Spiel auf, das sonst unmögliche zu probieren: Zeit zurückdrehen, aber Schlüssel bleiben einem erhalten - In eine Sackgasse springen, um sich per Zeit zurückdrehen wieder zu befreien, …
Und dahinein passt meines Erachtens ein Puzzlebildinhalt verschieben, um Plattformen zu verschieben super hinein!
Ich bin in der Demo sogar an 4 oder 5 Puzzleteile nicht rangekommen. Bin einfach zu doof für solche Spiele.
manchmal hilft es 1 Tag Pause zu machen und dann mit frischen Gehirnzellen ranzugehen… ich konnte zunächst kein einziges Puzzle in der Vorwärts/Rückwärts Welt 4 lösen… am nächsten Tag ging’s dann wieder…
aber so eine Total-Blockade hatte ich leider auch, und da war ich so besessen von Welt 5-4 (letztes Puzzle), dass ich auf youtube geschaut habe… aber nach 2 Stunden knobeln war’s mir egal…
ein spiel das einem geduld lehrt würde ich mal sagen, nicht alles erzwingen wollen, so wie Tim und die Prinzessin. Jetzt bereue ich meinen fehltritt
eines der besten XBLA Titel, und auf der gleichen Stufe mit Portal.
cheers,
brof
Bei mir war’s so wie bei repent. Dieses Puzzle ist sogar eins meiner liebsten im ganzen Spiel. Pixelgenaues Hüpfen fand ich ehrlich gesagt gar nicht so wild, bis gar nicht vorkommend. Es ist, vor allem in späteren Welten, sehr einfach, wenn man die Lösung gefunden hat. Die Lösung zu finden ist allerdings vor allem in späteren Leveln wirklich absolut super schwer. Wie ich dir bei Twitter schon geschrieben habe, lieber Boris, sehe ich also Braid weniger als Plattformer, als als Puzzlespiel. Außerdem sehe ich Braid so wie Rez: Wer die letzte Welt nicht durch hat, hat das Spiel noch nicht richtig gespielt.
Den Vergleich mit Portal sehe ich allerdings auch nicht so. Braid ist sehr selten witzig und die Story ist alles andere als so konventionell, wie die von Portal. Wer Braid schon durch hat, dem empfehle ich den Spoiler-Thread bei GiantBomb, die Diskussion ist hochinteressant und meiner Meinung nach das Beste an Braid: http://www.giantbomb.com/braid/61-20716/braids-themesending-spoilers-ahoy/35-10558/#26
Ich will ja nicht oberschlau klingen, aber ich fand das Rätsel logisch und konnte es demnach auch ohne Hilfe oder Zufall lösen. Darauf gebracht hat mich, dass das Design des Tisches auf dem Bildnis exakt gleich ist wie das der Brücken, auf denen man gehen kann. Und dass sich das Bild nach oben schieben lässt merkt man doch schon, während man mit den Teilen herumhantiert..
Womit ich dir aber Recht gebe, ist das Geschicklichkeitszeugs. Auch ich fragte mich, wo genau da die “Logik” versteckt war - aber anscheinend ist von der typischen Jump’n'Run-Mentalität doch noch etwas übrig geblieben.
@StoKi: Die Rätsel in der Demo sind noch gar nichts im Gegensatz zu denen späterer Level. Da sitzt man schon gut und gerne 20 Minuten an einem einzigen Puzzleteil, was auch gut so ist.
Ich fand die Demo auch etwas merkwürdig, aber ein engültiges Urteil kann man sich natürlich nur erlauben, wenn man das ganze Spiel gespielt hat.
Kann bzw. muss denn anderen auch recht geben. So geil ich die Demo auch finde und Jupp so gerne ich die Entwickler von solch “neuen” Games auch unterstüze.
1200 MS-Points für ein Download-Spiel ist mir einfach zu viel !!! Bin damals mit Lumines schon auf die Schnauze gefallen und hab mich dann NUR noch bei Puzzle Quest dazu hinreisen lassen soviele Points auf einmal für ein Game einzulösen (DA passt Preis + Umfang !!!)
Nene, Braid für 1200 Points empfand ich als “frech”. Hab aber bei den kommenden Games diesbezüglich auch ein “komisches” gefühl und befürchte das man diesen 1200 Points Preis öfters sehen wird.
Für nicht weiter verkaufbare Spiele ist das meisten`s indiskutabel.
Huh? Das man in das Rätsel die Bilderwand mit einbeziehen muss war mir sofort in dem Moment klar, als ich nicht über den Abgrund springen konnte (auch nicht mit dem Gegner auf den Kopf springen). Bei einem Spiel, das totales um die Ecke denken erfordert, will ich für sowas doch keine Hinweise haben. Wenn die Rätsel mich nicht fordern sollen oder ich Hinweise will statt selbst zu grübeln dann guck ich 9Live.
Das mit den punktgenauen Sprüngen kann ich sehr gut nachvollziehen. Beim ersten Spielen kann man bei Fehlern jederzeit zurückspulen, bei späteren Durchläufen, die Speedruns oder “Spurt”, muss man aber eine gewisse Perfektion an den Tag legen, weil da die Uhr munter weiterläuft, auch wenn man hundert mal zurückspulen muss. Dass man auch nach der an sich kurzen Spielzeit noch wieder neu (heraus-)gefordert wird ist doch klasse und rechtfertigt einmal mehr den Preis von 1.200 Punkten! Aber wenn dich Welt 2 (…die aus gutem Grund Welt 2 heißt… aber du weißt ja: Spoiler!!!) schon so in Rage bringt, dann lass die spätere Sternensuche bloß gleich bleiben
Das man das kann sagt einem das Spiel nämlich auch nicht und da gibt es nicht mal Gamerscore für. Wie gemein.
Die meisten die sagen, sie hätten Braid “durchgespielt” sind nämlich noch lange nicht fertig (mich eingeschlossen) - ohne es zu wissen.
Das mit dem “mehrmals in den Abgrund fallen, bis man bewegliche Objekte endlich mal trifft” ist mir nicht ein einziges Mal passiert und die Killerhasen kannste schon weit bevor sie sich ausbuddeln an der Art Blume erkennen, die genau an den Stellen steht wo die Hasen aus der Erde schlüpfen.
Sorry, Boris, aber du nörgelst hier in einem sogar verhältnismäßig langen Beitrag rum ohne dich auf das Spiel überhaupt richtig eingelassen zu haben oder weit fortgeschritten zu sein. Das ist schade und wird diesem eindeutigen XBLA-Aushängeschild wirklich nicht gerecht. Du fällst schon Urteile und machst Vergleiche, aber eigentlich ist alles was du schreibst höchstens ein “erster Eindruck”, bzw. KANN gar nicht mehr sein.
Ich hab nur die Demo gespielt aber sofort das Gefühl gehabt das die Anschaffung keine 1200Punkte wert ist. Es sieht zwar sehr hübsch aus aber mit Space Giraffe z.B. hatte ich mehr Spaß. Und das gibts schon für 400MSPoints.
Mir hat aber auch generell die ganze Spielmechanik nicht gefallen. Das springen fühlt sich so “statisch” und nicht “bouncy” an. Na ja, für mich ist es nix aber es kommt ja Bionic Commando:Rearmed diese Woche. YAY!
Auf die Lösung dieses Rätsels bin ich schon selbst gekommen - allerdings auch nur durch einen glücklichen Zufall, muss ich zugeben. Ich stand am Rand des Weges links oberhalb des Puzzles und habe mich gefragt, wie ich denn auf die andere Seite komme. Nach ein paar Versuchen mit einfachen Sprüngen, zuerst auf den Kopf des Gegners springen usw. stand ich dann wieder da und mir fiel auf, dass ich ein paar Millimeter ÜBER dem Weg stehe. Erst dachte ich, der Rahmen des Puzzles sei teilweise begehbar, aber relativ schnell hab ich dann bemerkt, dass das besagte Puzzleteil mit der Brücke zufällig in der linken oberen Ecke lag und ich darauf stand. Dadurch, dass der Zufall mich relativ flott zu der Lösung des Rätsels geführt hat, kam nicht wirklich Frust auf und ich fands gut, aber ich kann es auch irgendwo nachvollziehen, dass man da etwas genervt ist, wenn man eben nicht durch glücklichen Zufall auf dem Ding landet.
Später im Spiel gibts noch das ein oder andere Rätsel, die mir relativ unmöglich vorkommen, allerdings bin ich mir noch nicht sicher, ob das an schlampiger Umsetzung des Spiels oder an meiner Dummheit liegt =)
Wie dem auch sei, insgesamt gefällt mir Braid sehr gut und ich habe es mir nach kurzem Anspielen gleich gekauft. Aber dann hab ich gemerkt, wie kurz das Spiel eigentlich ist. Ich bin generell auch dafür, lieber ein kurzes, GUTES Spiel zu machen als ein langgezogenes mittelmäßiges, aber bei SO wenig Inhalt zum doch eher happigen Preis von 1200 Points fühl ich mich ehrlich gesagt doch irgendwie abgezockt.
Komisch, gerade das angesprochene Rätsel war mein “Aha”-Erlebnis bei dem Spiel - IMHO absolut fantastisches Spieldesign! Klar KANN man das Puzzle anfangs noch nicht lösen. Aber das wird relativ schnell klar, da es einfach keinerlei Experimentiermöglichkeiten an dieser Stelle gibt, bevor nicht der Großteil des Puzzles komplett ist.
Logischerweise kommt man daher an diese Stelle zurück, sobald man die meisten anderen Puzzleteile dieser Welt gefunden hat - und dann fällt der Groschen.
Die minimalen bis nicht vorhandenen Hilftstellungen sind Teil des Spieldesigns und funktionieren für mich hervorragend.
M
Ich bin da auch nicht weitergekommen (siehe bild im artikel oben), zum glück hab ich nur die testversion gespielt, hätte mich schon geärgert. Wegen der musik hätte ich es fast schon in den ersten minuten gekauft, zum glück habe ich es nicht, frust in spielen - geht gar nicht.
Einfach nur geiles Spiel, hab es bereits durch.. schade eigentlich dass es nur sowenige Level hat, ich hoffe dass in Zukunft Level Addons kommen.
Aich interessant http://www.xbox360freaks.de/die-entwicklung-von-braid_139.html wie Braid entstanden ist, die ersten Screens sahen ja wirklich sehr bescheiden aus
Die Geschmäcker sind verschieden, ich konnte mit Portal irgendwie nix anfangen, habe aber Welt 1/2 in nullkommanix fertig gehabt, in Welt 2/3 fehlt mir noch ein Puzzleteil, aber bis ich das habe wird noch ein wenig Zeit vergehen, meine Elite macht gerade den wohlverdienten Sommerurlaub. Per UPS geht es ins wunderschöne Repaircenter von Microsoft, dem beliebten Wellnesstempel für Konsolen
Hi Leute,
Ich fand das beschriebene Rätsel mit der verschiebbaren Brücke genial und bin dank “um die Ecke denken” auch auf die Lösung gekommen.
Das Spiel hat mich deshalb auch gepackt und ich wollte es mir am nächsten Tag komplett runterladen.
Aber für den geforderten Preis konnte ich mich dann doch nicht überwinden, gerade weil das Spiel eben teils auch einen schlechten Eindruck macht, z.B. mit dem billigen Menü oder den nervigen “Hüpf von einem Kopf auf den anderen samt x-fachen Zurückspulen” Einlagen.
Bei mir wirds deshalb bei der Demo von Braid bleiben, es sei denn es wird für weniger als 10 Euro / 15 Franken angeboten.
Noch was zu Portal: Portal war durchaus innovativ. Ab der Verbrennungsanlagen-Szene wars - bis auf den Endkampf und den genialen Schlusssong - dann mit der Innovation und Spannung auch wieder vorbei. Meiner Meinung nach wurde bei Portal auch viel Potential vergeben da gerade die geniale Charakter-Darstellung der Valve-Engine nicht genutzt wurde. Zu gerne hätte ich auf dem Weg in die Freiheit den einen oder anderen Zellen-Genossen angetroffen, der mich vor einer tödlichen Falle warnt - mündlich oder indem er selber herein tappt. Leider haben solche Momente gänzlich gefehlt.
Grüässli ScarJack
Komisch, das ausgerechnet dir Boris das bisher innovativste und imo beste Arcadespiel nicht gefällt? Mal ne Frage: fandest du denn bei Monkey Island alle Rätsel logisch, oder gab es nicht das eine oder andere bei dem man nur durch wildes Ausprobieren weiter kam?
Im Vergleich mit Portals ist Braid der knappe Gewinner. Braid ist ein Spiel mit durchgehend genialen Rätseln und einer Spielmechanik die sich ständig erweitert. Portals (das ich sehr gut finde) hat zwar eine geniale Spielmechnik, kommt aber erst in den letzten 4-5 Räumen in Fahrt, alles davor ist mehr oder weniger ein Tutorial. Bei Braid dagegen staunt man in jeder Welt auf ein Neues was sich die Entwickler als neue Methode der Zeitmanipulation haben einfallen lassen!
Das von dir genannte Rätsel empfand ich als genial und gibt die Richtung vor, in der man denken muss um die Rätsel zu knacken: unkonventionell (so wie das ganze Spiel)! Viel Rätsel scheinen zunächst unlösbar, aber durch ausprobieren erschließen sich einem die Möglichkeiten des Spiels und es dämmert irgendwann was zu tun ist. Und das ist die große Leistung der Entwickler, die es geschafft haben einen komplexen Puzzler zu bauen und den Spieler trotzdem immer wieder mit Erfolgserlebnissen zu belohnen.
Punktgenaue Hüpfeinlagen sind mir nicht aufgefallen, geschweige denn eine Hüpforgie.
Und alle die beim ersten Rätsel das sie nicht schaffen aufhören und meinen Braid sei deshalb sein Geld nicht Wert liegen falsch. Ein Rätselspiel mit Rätseln die beim ersten Versuch zu lösen sind ist sinnlos und lieblos zusammengebastelt. Und Braid ist das absolute Gegenteil von lieblos und unabhängig von der Spieldauer sein Geld wert weil es so frisch, neu, wertvoll und weitab vom Mainstream ist. Und dafür zahle ich gerne.
Die Brücke im Puzzle hab ich auch nur aus Zufall gefunden, aber die Idee, dass ich sie verschieben muss ist mir nach ein paar vergeblichen Sprüngen gleich gekommen.
Demo hat mir insgesamt extrem gut gefallen, würde es 800p kosten würde ich es wohl kaufen, aber 1200p ist mir zu viel.
Mir gings beim Demospielen wir dir: Gutes Spiel, kommt aber meines Erachtens bei Weitem nicht an Portal heran.
Ja, ich habe mir Braid für 1200M$ gleich gekauft.
Aber nur weil ich mir in den letzten 3 Jahren sonst kaum einen XBLA Titel geleistet habe, von dem ich dachte, dass er auch ganz nett wäre und ich ihn eigentlich gerne spielen würde (GripShift, Mutant Storm Empire, Cloning Clyde, Outpost Kaloki X, Zuma Deluxe, Puzzle Quest, Ticket to Ride, Bankshot Billards 2, Pinball FX, Super Puzzle Fighter 2, Golf: Tee It Up, Geometry Wars 2, Assault Heroes 2, Pac-Man C.E., Catan, Uno, Prince of Persia, Eets Chowdown, Jewel Quest, Rez HD, Ikaruga, Penny Arcade Episode 1 uvm.)
All diese Spiele habe ich mir NICHT gekauft, weil ich sonst mittlerweile arm wäre! Von den Add-ons ganz zu schweigen - da wird mittlerweile aus einem 800M$ XBLA-Titel schnell ein 1200 oder 1600M$ Titel! So geschehen zuletzt bei Ticket to Ride - die Europa-Erweiterung mit gerade mal ein paar kB(!) für 600M$ extra?!!
Im Schnitt 800M$ für so einen Titel, plus Add-ons, von dem ich allerhöchstens 200 Gamerscore kriege, den ich nicht weiterverkaufen kann, und dessen Lizenz ich erst seit kurzem mit gewissem Aufwand auf eine andere Konsole umziehen darf (trotzdem ein absolut essentielles Feature)?
Das ist zuviel, vor allem da Microsoft trotz aller Währungsschwankungen zum Dollar die 2100M$ konstant hoch bei 25 Euro hält.
Für Braid habe ich die Ausnahme jetzt EINMAL gemacht.
Aber wenn das weiter Trend bleibt, dass ein Titel sofort mehr kostet wenn er von den Medien ein bisschen mehr Aufmerksamkeit bekommt, dann bleiben für mich ab sofort auch die Toptitel im Download-Regal! (1600 statt 1200M$ für Penny Arcade, 800 statt 400M$ für Geometry Wars 2)
Gerade bei Braid bin ich mir sicher, dass der Titel für 800M$ soviel mehr Stück verkauft hätte, dass insgesamt die Einnahmen deutlich höher ausgefallen wären. Der Titel mag noch so genial sein, aber das Preisschild schreckt ab!
Und was ist mit der XBLA Classics Reihe? Wenn ihr immer erst wartet, bis kein Hahn mehr danach kräht, dann hilft die Preissenkung auch nicht mehr.
Ja, den Preis der einzelnen Spiele bestimmt nicht Microsoft. Aber den Preisrahmen schon, und den habt ihr erst kürzlich erhöht - ganz klar ein Trend in die falsche Richtung! Und den Wert der M$ ebenfalls - stellt euch endlicht der Inflation und verkauft die 2100M$ für 15 Euro!
Wenn jeder Post zu einem Arcade-Spiel darin endet, daß Leute die Preise, den Wert von Points und nochmal die Preise totdiskutieren wollen, dann lass ich das in Zukunft lieber.
Wenn das Spiel euch zu teuer erscheint, kauft es nicht. So funktioniert Marktwirtschaft.
Im Gegensatz dazu mag ich anmerken, daß ich aus sehr vielen Arcadespielen mehr “Spielstunden pro Euro” rausziehe als aus vielen 60-70 Euro Diskspielen. Oder einem Kinobesuch, einer DVD oder einem Hardcover-Buch.
But your mileage may vary.
An genau der Stelle hing ich auch eine Weile, bis ich das Puzzle mal zusammen gesetzt hatte und dann die (recht offensichtliche) Brücke gesehen hatte. Irgendwie MUSSTE man da rüber kommen und irgendwie MUSSTE man nur mit einem der Feinde das Puzzleteil rechts unten erreichen können. DIREKT bevor ich mir ein Lösungsvideo ansehen wollte, bin ich dann auf die Lösung gekommen und genau wie es Jonathan Blow im “Official Guide” schreibt: Man ist FROH, wenn man selbst darauf gekommen ist.
Was den Preis betrifft, hat Penny Arcade es wohl gut per Comic zusammen gefasst:
http://www.penny-arcade.com/comic/2008/8/8/
“Zu teuer” ist relativ, Braid bringt einige Stunden Spielspaß, ist toll gemacht und regt wirklich zum Knobeln an. Überlegt euch mal, für welchen Müll ihr sonst Geld ausgebt (Popcorn und Nachos im Kino oder Zigaretten), was ihr davon habt und ob Braid nicht vielleicht doch lumpige 15 Euro wert ist.
In meinem Post oben bin ich vor allem deswegen auf die Anzahl der Punkte eingegangen, weil du in deinem Blogpost schriebst, dass es die 1200 Punkte wert ist. In dem Zusammenhang fand ich es halt angebracht, eine Art “ja, aber” Post zu verfassen
Natürlich ist es jedem selbst überlassen, ob er sich ein Spiel kauft, oder nicht… das zweifelt ja niemand an; es ist aber vielleicht für andere Kaufinteressenten ein wichtiger Hinweis.
Ich finde Braid einfach klasse, in jeder Hinsicht.
Ob es jetzt “genial” ist, sei dahin gestellt. Ich versuche mich da der Masseninduktion zu entziehen.
Ich denke nur, man merkt eben, das Herzblut drin steckt und mir gefällt sehr, dass das Spiel so eigenwillig wirkt.
Für mich ist es endlich mal wieder ein Spiel mit der guten alten 2D-Grafik, wunderbar entspannender Musik, teilweise im Renaissance-Stil und einem innovativem Zeitfeature. Das mit der Zeit zurückspulen habe ich so eben noch nicht erlebt.
Ich finde es reiht sich durch seine Originalität in die Reihe der interessanten Spiele ein, die man einfach mal gespielt haben sollte.
Dazu gehört natürlich auch Portal, sonst kann man beide Spiele nicht vergleichen.
Die Dinge zerreden und Fehler finden kann man doch immer irgendwie - wenn man will.
Mir hat BRAID einfach gezeigt, das es auf jeden Fall lohnt sich Arcade-Games in Zukunft wiedergenauer anzusehen, nicht nur wegen dem Gewinnspiel
Das mit der Brücke im Puzzle habe ich übrigens selbst herausgefunden. Bin absolut kein Logiker und denke oft um die Ecke, daher lag die Lösung für mich klar auf der Hand.
Na gut, immerhin hast du es zur Kenntnis genommen…
Also zur Sache:
Portal und Braid sind meiner Meinung nach beide auf ihre Art bahnbrechend für den Bereich der Tüftelspiele. Wer sich für dieses Spielprinzip im weitesten Sinne auch nur irgendwie erwärmen kann, sollte beide Titel gespielt haben. Ansonsten fällt es mir aber schwer, zwischen Portal und Braid Parallelen zu ziehen, da sie imho schon im Ansatz fundamental verschieden sind.
Im Falle von Portal ist es v.a. die Kombination aus Half-Life 2 FPS-Engine und Tüftelspiel-Mechanik, für die der Titel hoffentlich in die Geschichte eingeht.
Es ist sicher nicht der erste 1st-Person-Titel, in dem man intelligentere Sachen machen kann als Gegner umballern. Aber so konsequent ein Tüftelspiel mit FPS-Mechanik zu inszenieren, und dann auch noch so charmant ins HL2-Universum einzugliedern, das ist bahnbrechend. Auch das allmähliche Einführen der Spielmechanik in den Testkammern und danach der fließende Übergang von den Testkammern zum hinteren Teil des Spiels ist genial.
Im Unterschied zu Braid wird man hier aber meist in ein kleines Areal eingeschlossen, und kommt erst weiter sobald die Rätsel gelöst sind.
Zudem fand ich das Spiel fast etwas zu lang, will sagen: zuletzt hatte man wirklich alle interessanten Anwendungsmöglichkeiten des Portal Device bis zum letzten durchgenudelt.
Insofern finde ich es für das angekündigte Portal: Still Alive ganz wesentlich, dass -wie angekündigt- zusätzlich zum Portal Device weitere Puzzle-Elemente eingeführt werden.
Im Falle von Braid finde ich wesentlich, dass die Rätsel in eine 2D-Hüpfspiel-Mechanik eingewoben ist, welche für die Zielgruppe vertrautes Territorium sein sollte, so dass man nicht davon abgelenkt wird, mit den Mechanismen der Spielwelt zurecht zu kommen.
Dazu kommt natürlich die bemerkenswerte Präsentation (Grafik und Musik).
Nicht zuletzt sind es viele Kleinigkeiten, von denen sich andere Spiele ganz viele Scheiben abschneiden können, z.B. dass man nach dem Starten des Spiels sofort wieder drin ist, ohne sich durch Menüs klicken zu müssen.
Insgesamt schafft das alles zusammen ein Grundgerüst für die Rätsel, das “einfach angenehm”, “unaufdringlich”, “nicht nervig” oder gar “meditativ” ist. So erreicht Braid etwas, das kaum ein anderer Titel schafft, nämlich dass ich mich abends nach der Arbeit wirklich darauf freue, das Spiel wieder zu starten und mich davon umfangen und berieseln zu lassen, während ich gleichzeitig am nächsten offenen Rätsel weiter tüftle.
Einen ganz großen Pluspunkt von Braid sehe ich im offenen Spieldesign - ich kann durch die Welten 2-6 einfach durchlaufen, ohne von einem der Rätsel blockiert zu werden. Es gibt also keine “Hänger”.
Wenn ein Puzzlestück leicht oder offensichtlich zu ergattern ist, dann kann man es schnell holen, wenn man sich an einem anderen die Zähne ausbeisst, dann geht man halt erstmal weiter zum nächsten und kann später jederzeit wieder zu dem verpassten Puzzleteil zurück kommen und sich das Rätsel nochmal vornehmen.
Bei Half-Life 2 war eine Innovation, das ein grosser Teil der Handlung nicht in Zwischensequenzen erzählt wird, sondern mitten im laufenden Spiel, und dass ich als Spieler selbst entscheiden kann, wie lange ich in der Nähe der sprechenden NPCs bleibe und wieviel von der Handlung ich mir anhöre.
Braid nimmt diese Freiheit auf, wendet sie aber auf die Rätsel an - ich kann als Spieler in der Spielwelt selbst entscheiden, wie lange ich bei welchem Puzzle verweile und in welcher Reihenfolge ich sie mir vornehme. Und das auch noch höchst komfortabel und ohne nennenswerte Laufwege. Das ist ganz groß!
Und zu deinem Aufhänger - das Rätsel mit der Plattform im Puzzle fand ich sehr gelungen und bin auch von selbst darauf gekommen.
Ich widerspreche auch und finde, dass es bei Braid nicht darum geht, dass sich einem alles aus Vorangegangenem erschließt. Klar, wenn ich diese Prämisse habe, dann ist deine Kritik berechtigt, denn das ist bei diesem Rätsel definitiv nicht der Fall.
ABER: Wenn du dich von der Portal-Spielweise löst, eine Testkammer nach der anderen zu lösen, ein Puzzle nach dem anderen, dann funktioniert Braid auf einmal hervorragend.
Eben weil ich weitergehen kann zum nächsten Puzzlestück, und später nochmal gezielt zu dem problematischen Rätsel zurückkommen - und dabei sicher sein, dass ich dieses Rätsel mit den Mitteln lösen MUSS, die mir gerade hier und jetzt zur Verfügung stehen. Diese lokale Begrenzung der Puzzles sorgt dafür, dass man weitgehend frustfrei mit den Möglichkeiten experimentiert - und hier in diesem Fall ist es eben das Puzzle, das einem zur Verfügung steht, und der Tisch im Puzzle, der wirklich sehr stark nach einer benutzbaren Plattform aussieht, so dass man es vielleicht einfach einmal ausprobiert - auch ohne dass einem das Spiel mit der Nase darauf gestossen hat. Ja, vielleicht auch nicht, aber dafür gibts ja YouTube oder GameFAQs…
Ich denke nicht, dass wirklich JEDER Spieler JEDES Puzzlestück ohne Hilfe von aussen ergattern wird, aber das macht doch nichts - dann diskutiere ich das Rätsel halt mit einem Kumpel oder meiner besseren Hälfte. Auch das macht ein spannendes Rätseldesign meiner Meinung nach aus - genau wie ich damals die Rätsel von Secret of Monkey Island gerne mit Freunden diskutiert habe.
Ich selbst bin übrigens auf zwei andere Rätsel nicht draufgekommen, und habe mich trotzdem nicht über den Programmierer (und auch über sonst keinen) geärgert (keine Spoiler hier):
Also, Braid und Portal sind beide super. Braid ist aber das Spiel, über das ich mehr und gerne nachdenke und das bei mir den nachhaltigeren Eindruck hinterlässt.
Volle Zustimmung.
Ich hab gestern die Demo ausprobiert, und irgendwann entnervt ausgeschaltet.
Das Konzept ist ohne Frage sehr interessant, aber die Umsetzung ist sehr unglücklich … die von Dir angesprochene Puzzle-Brücke hätte ich im Leben nicht entdeckt!
Zur Preisdiskussion:
Wird langsam langweilig… MS ist immerhin so nett und ermöglicht zu jedem einzelnen Spiel eine Demo.
Diese Demo ist netterweise auch noch immer so ausführlich, daß ich bislang stets einen guten Eindruck vom Hauptspiel bekommen konnte.
Danach kann dann jeder eigenverantwortlich entscheiden, ob ihm das X Punkte wert ist.
Großer Gott, ich kriege Kopfschmerzen, wenn ich das hier lese. Eine Mischung aus “Uih, ein paar Euro mehr, das geht ja gar nicht” und “Ohje, meine Triebe werden nicht sofort befriedigt, das muss ja Mist sein”.
Leute - Braid ist ein Meilenstein in der Spielgeschichte. Über das Spiel wird man noch in zehn Jahren diskutieren, weil es ein uraltes Genre genommen und komplett auf den Kopf gestellt hat. Sowas kommt nur alle Jubeljahre mal vor - und ihr Pappnasen weigert euch dabei zu sein, weil ihr zu geizig seid um mal ne Packung Zigaretten zu sparen und stattdessen Braid zu kaufen?
Und an all jene, die die Demo gespielt haben und denken, damit könnten sie ermessen, ob das Spiel ihnen gefällt: ihr habt die Spitze der Spitze des Eisberges noch nicht mal GESEHEN! Ihr habt vielleicht einen kalten Windhauch im Nacken gespürt, das war es dann aber auch. Dieses Spiel hat in seinen 4 bis 5 Stunden Spielzeit zehnmal mehr Tiefe als jeder beliebige Konsolenshooter der letzten fünf Jahre zusammen. Aber dafür muss man sich natürlich auf das Spiel auch einlassen. Und sich vielleicht mal die Story durchlesen.
Mal so als Tipp: NICHTS in dem Spiel ist zufällig. Jedes Element dient einem Zweck, sogar die Fahnen am Ende eines Levels haben eine Bedeutung.
Graaah, es macht mich wahnsinnig, dass man sich die Finger fusselig tippen muss, nur weil die Leute etwas grandioses nicht erkennen, selbst wenn es ihnen direkt ins Gesicht lacht.
PS: Braid ist nur deswegen so kurz, weil es im Gegensatz zu allen anderen Spielen kein Füllmaterial hat. Jedes Rätsel ist ein Novum in sich, keines wird doppelt verwendet, oder in nur leicht abgewandelter Form nochmal eingesetzt. Klar hätte man Braid locker auf das doppelte strecken können, wenn man die selben Rätsel immer nochmal verwendet hätte, aber dann wäre es nicht diese kompakte und geniale Erfahrung gewesen, die es halt momentan IST.
Ich finde es interessant, dass nur Leute, die das Spiel nicht gekauft haben sich über den Preis beschweren. Für mich sind 1200 schon eher günstig, für dieses Meisterwerk. So, hab’ ich’s doch gesagt.
Also Catan, Uno, Ikaruga, Mutant Storm Empire und Golf:Tee it up sind absolut jeden MS Point wert.
Vor allem nach Golf:Tiu bin ich schon richtig süchtig.
Platz 23 in der Weltrangliste und Platz 1 in Deutschland sind die logische Konqeuenz *gg*
Also kaufen marsch marsch und nicht so lange debattieren. Ich brauch Futter…. ähh Gegner
das mit den fahnen war mir neu… aber die sterne… ich sag nur die sterne…
Hier geht’s aber um Braid, und da gibt’s keinen Multiplayer.
…und ich könnte schwören, dass Deine Reflexe erst 42 Lenze zählen?!
@DerBonk:
Falsch, ich HABE das Spiel gekauft und hab mich trotzdem beschwert
Ich finde das Spiel auch absolut genial, allerdings finde ich allein aufgrund des doch relativ geringen Umfangs hätten es auch 800 oder als Kompromiss 1000 Points getan. Zumal der Wiederspielwert sich ja in Grenzen hält - ein Rätsel beim ersten Mal lösen ist cool. Danach weiß ich, wie es geht und der Reiz ist weg.
Ich finde, mit Braid ist es ungefähr als würde man ins Kino gehen und dort das anderthalbfache des normalen Ticketpreises zahlen. Dort läuft der beste Film der letzten 20 Jahre - allerdings geht er nur 45 Minuten. Am Ende bereut man nicht wirklich, dass man dafür bezahlt hat, weil es unglaublich gut war, aber man hat im Hinterkopf, dass es der normale Eintrittspreis vielleicht auch getan hätte.
Jonathan Blow hat hier ein geniales Spiel fast im Alleingang aus den Bits gehauen, und das lässt sich auch sehr gut erkennen wenn man das Spiel quasi im Alleingang spielt.
Auch wenn man am Design noch etwas hätte feilen können, das Konzept ist ganz klar zu erkennen und bringt durchaus frische Elemente in die Branche.
Ich hoffe ja dass der gute Mann dann auch mal an grösseren Projekten arbeiten kann/will, ich würde es mir (vor allem aber auch für die Community) wünschen.
Auf jeden Fall braucht es sicher (wieder) mehr solcher Spiele die dem Spieler die Lösung nicht ständig auf die Nase binden, bzw. ihn nicht ständig mit Tutorial Fenstern aus dem Spielfluss reisen (intelligentes Spieldesign vorausgesetzt!).
Gerade das macht ein SinglePlayer Game doch so besonders, die individuelle Art es zu erleben.
Braid zeigt, dass auch mit einer Komposition weniger, aber bewusst ausgewählter audiovisueller Elemente ein durchaus neuartiges Spiele Erlebnis geschaffen werden kann, und das unterstütze ich gerne.
Belua,
das mit dem Wiederspielwert ist ja wohl nicht dein Ernst. Erstmal, wieviele Spiele spielt man WIRKLICH mehrfach durch? Bei mir waren das bisher nur GoW und Prey. Guitar Hero dürfte den höchsten Wiederspielwert haben, aber das sind einzelne Songs. Und zweitens, erzähl das mit dem Wiederspielwert mal den Honks, die jeden Monat über 10 Euro für World of Warcraft löhnen und immer wieder wie Zombies dasselbe machen. Wie spannend! Dann lieber EINMAL richtig nachdenken bei Braid.
Also selbst wenn der Genre viel versprechend ist, finde ich das Braid es nicht wirklich ist, alleine schon wie von Boris oben angezeigter “Rätsel” habe ich nicht ohne es hier nachzulesen entschlüsseln können, ABER selbst nach dem ich es hier gelesen habe, kann ich anscheinend nicht lösen, da ich nach wie vor in der “Welt Drei - Jagd” nicht an dem oberen Puzzle teil dran komme. Versuche ich auf einem gegner zu springen um eine weitere strecke beim sprung zurück legen zu können, aber selbst das ist mir nicht gestattet, da “knalle” ich immer gegen die obere ebene und falle runter und bis zum ende laufen und wirklich im leztem augenblick springen bringt ja auch nichts. Da ich im moment keine Microsoft punkte habe, konnte ich mir das auch noch nicht holen. Aber ganz ehrlich ist mir dieses spiel seine 1200 punkte nicht wert, da ich Pixel-Genauere sprünge wirklich nicht ausstehen kann.
Mfg Snake
totaler wiederspruch. das von dir erwähnte rätsel kommt zwar recht früh, aber man kann es auch ganz zum schluss erst lösen. und irgendwann fällt man schon auf die brücke. fand das ein großartikes schmankerl. die exactspringerei ist durch das spulen supereinfach, bin echt enttäuscht das deine controllerdaumen so eingerostet sind. solltest mehr super mario spielen ;).
Im gegenteil: ich finde das konzept superinnovativ, die rätsel alle frisch und machbar und vor allem, genau wie bei portal: nicht überbeansprucht. man muss jede idee nur ein zweimal machen, nicht 6tausendmal mit nervgespringe. bei mir wars in 4 stunden durch, habe jede minute davon genossen, und mir nicht einmal helfen lassen müssen.
So nun ist meine XBOX auf aus der Reparatur wieder da, Netzteil passt zwar nicht ganz aber mit Gewalt geht alles.
Bei Braid hab ich auch nicht gecheckt wie man weiter kommen soll, man muss wohl wirklich gefrustet sein und weiter gehen um zum Ziel zu kommen.
Da man bei dem Spiel ja eigentlich recht schnell raus findet, dass man nicht alle Puzzleteile einsammeln muss um in den nächsten Raum zu kommen, war mir eigentlich recht schnell klar, dass das Puzzle irgendwas damit zu tun hat, um an das Teil oben rechts zu kommen. Von daher hab ich die Stelle erst später noch mal mit fast vollständigem Puzzle probiert und so auch eher durch Zufall entdeckt, dass man auf die Brücke im Puzzle springen kann. Fand das aber wie dom oben eher toll auf so eine Art ein Puzzle im Spiel einzusetzen.
Wenn man natürlich falsch an das Spiel ran geht und sich “Stunden” daran aufhält ein Puzzleteil jetzt sofort einzusammeln ist klar, dass sowas dann leicht frustrierend wird. Ich finde solche rätselhafte Hinweistexte, wie man sie in manchen Spielen findet, eher störend, die bringen mich eher dazu in die total falsche Richtung zu denken und das Ganze komplizierter zu machen als es ist.
Leider hab ich im Moment nur 1000 MS-Points übrig und wegen der GC gerade kein Geld, ansonsten hätte ich mir das Spiel sofort gekauft. Das Spiel ist wie Lost Winds auf Wii einfach einzigartig, nicht nur wegen dem Gameplay sondern auch wegen Grafikstil, Sound usw. Man könnte sagen: wenn diese Spiele nicht beweisen, dass Spiele Kunst sind, welche Spiele dann?
“Wenn das Spiel euch zu teuer erscheint, kauft es nicht. So funktioniert Marktwirtschaft.”
Na, jetzt werden wir zynisch…? Braid ist ein “Ein-Mann-Projekt”, dafür dann den höchsten der bisher verlangten Preise zu verlangen, fühlt sich schon ein bissl nach Geschäftemacherei an. Microsoft mag ja nicht böse sein, gierig kommen sie so auf jeden Fall rüber…
Aber gut, lieber ein Indie-Entwickler rafft das grosse Geld mit einem wirklich innovativen Titel, als “Super Fifa’s Gears Boys of Honor Medal Duty XXXVII”…
Und wenn man das dann mit anderen Industrien vergleicht, wo’s noch viel bescheuerter zugeht *hust..Hiphop-Musikbusiness…hust*, erübrigt sich sowieso jeder Kommentar.
Nö, muss man nicht. Ruhig bleiben und Rätsel trotzdem lösen. Ganz einfach. So wie “Portal” hier beschrieben wird kann es bspw. nicht sonderlich spannend sein. Wenn jedes Rätsel von vornherein klar ist, und man sich nur einmal an die Stirn haut, weil mans nicht SOFORT kapiert hat. Klingt nach einem ultra langweiligen Spiel.
Wer sich geistig noch weniger anstrengen will, soll einfach n Film einwerfen.
Ich bin noch nicht ganz fertig mit Braid, muss aber noch Detail-Senf loswerden.
Ich bin immer noch sauer auf Jonathan “Kriegs doch selbst raus” Blow. Es ist eine Sache, mit einem Spielprinzip ein Puzzle zu bauen, eine andere ist, wichtige Details des Spielprinzips nicht zu nennen.
So zum Beispiel in der “Schattenwelt”, in der der Schatten der Spielfigur in der Wiederholung alles abspielt. Denkt man. Als eifriger Science-Fiction-Leser und Physik-Leistungskurs-Absolvent verzweifelt man hier, weil Blow eine Kleinigkeit hinzugefügt hat aber das Wissen eben nicht teilt: Der Schatten lebt weiter. Gemeint ist folgendes - wenn ich genau eine Sekunde “zurückspule” existiert mein Schatten nicht nur eine Sekunde, sondern länger. Erst wenn man das, gegen jedes Gesetz der Science-Fiction-Logik und Zeitreisen-Stories, verinnerlicht, kann man darauf kommen, wie die Welt zu lösen ist.
Ehrlich, das hat mich graue Haare gekostet und, als ichs kapiert hatte, wieder geärgert, statt gefreut.
Thema Marktwirtschafts-Kommentar: Nö, zynisch ist hier zu kommentieren “für 800 Points würde ich es kaufen”, denn meine Erfahrung aus zwanzig Jahren Software-Industrie sagt mir, daß die entsprechenden Leute es dann immer noch nicht kaufen. Sieht man klar bei den “Classic” Spielen; nach der Preissenkung eines Disk-Spiels von etwa 60 auf etwa 30 Euro kommen im Schnitt nochmal 25% Verkäufe. Ein Spiel das bisher hundert Stück verkauft hatte, hat Monate nach der Preissenkung dann insgesamt 125 verkauft. Natürlich gibt es Ausreißer, aber das ist das statistische Mittel.
Wenn ich hier immer sowas lese das es bei Braid noch mehrere gravierende Mängel gibt lohnt es sich nicht die 1200 Points auzugeben, die investier ich dann lieber in Addons für Forza & Co.
@Boris
Spielst du die Spiele nicht bevor sie auf XBLive kommen ? Hast du da keine Möglichkeit den Entwicklern ein paar Hinweise auf z.B.: Inakzeptable “Puzzle” zu geben ?
Versteh ich auch nicht, hab die Demo gespielt und mir dann gedacht “mal in mein übliches Spieleforum schauen und gucken was die so zu dem Spiel meinen” und was war? Hauptdiskussion war nicht das Spiel sondern der Preis… Genauso einen Tag später in den Newskommentaren einer anderen Seite. Bei sowas könnte ich mich echt aufregen, denn dadurch geht das eigentlich wichtige, das Spiel, total unter und verdient hat es das Spiel sicherlich nicht, ganz und gar nicht. Solche wunderschön gestylten Spiele sind viel zu selten.
Ich wette fast alle, die sich über den Preis auslassen, finden die Grafik 0815, Musik nicht erwähnenswert usw. Diese Leute haben einfach nicht den Wert dieses Kunstwerks erkannt, denn wenn Spiele Kunst sind, dann ist dieses Spiel ein Beweis dafür, mehr wie die normalen Spiele.
@Boris:
Was bedeutet zynisch eigentlich genau?
Ich für meinen Teil kann ganz ehrlich (nicht zynisch) sagen, dass ich jede Sekunde von Braid genossen habe und es mir im Rückblick jeden Cent wert war (die Betonung liegt auf “ich” und “mir”).
Um dich zu zitieren, your mileage may vary.
Gestern abend habe ich sogar mit einem 2. Durchspielen begonnen, um diese anderen Dinge da noch zu tun, von denen man so hört. Dabei habe ich festgestellt, dass es durchaus lustig ist, sich beim erneuten Sammeln der Puzzleteile die Rätsel noch einmal vor Augen zu führen (Wie bin ich da beim ersten Mal eigentlich nochmal drauf gekommen?). Und man hat beim 2. Mal mehr Ruhe, die Grafik und Musik zu geniessen.
@51
ich hatte auch ein puzzle welches ich aus diesem grund nicht kapiert habe… selbst als ich es gelöst hatte…
erst beim zweiten mal als ich alle sterne geholt habe, da hab ich dann gerafft wie man das puzzle lösen muss…
ich glaube das rätsel nach dem endgegner in der schattenwelt war es…
Zum Thema Marktwirtschaft:
Ich finde es ein wenig schade, diesen Tread dafür zu missbrauchen, aber die 1200 statt 800 Punkte für Braid (und demnächst Castle Crashers) sind für viele Leute ein echter Aufreger. Und ich gehe davon aus, dass die meisten dieser Leute -so wie ich- langjährige Kunden und leidenschaftliche Fans und Verfechter der XBL Arcade (und Xbox 360 im allgemeinen) sind.
Mir ist das ein echtes Anliegen, und ich freue mich, wenn es gehört und ernstgenommen wird (und nicht als “totdiskutiert” abgekanzelt).
Dabei verstehe und akzeptiere ich, dass den Preis eines XBLA Titels (und seiner Add-ons) typischerweise nicht Microsoft bestimmt, sondern der “Hersteller” (Entwickler/Publisher).
Aber es gibt halt drei andere Dinge, die mir quer liegen und wo Microsoft sehr wohl Möglichkeiten hätte, es besser zu machen:
1. die Erhöhung des Preisrahmens:
Warum kosten Titel, die bisher vermutlich 800 Points gekostet hätten, jetzt 1200 Points (Braid, Castle Crashers)?
Warum 1600 statt 1200 Points für Penny Arcade Episode 1?
Warum 800 Points für Geometry Wars 2 (statt 400 Points wie für den aus meiner Sicht gleichwertigen 1. Teil)?
2. Die Xbox Live Arcade “Hits” sind viel zu wenige und kommen viel zu spät (Zuma, Lumines, Marble Blast, Puzzle Quest, Assault Heroes…).
Wenn das so zynisch und sinnlos ist, den Preis eines Titels zu senken, warum habt ihr die XBLA Hits überhaupt erst angefangen?
Aber neben dem Preis entscheidet auch die Aktualität darüber, wie attraktiv ein Titel zu kaufen ist. Und wenn ein Titel von 1200 auf 800 Points gesenkt wird, der schon längst in der geistigen Schublade “zu teuer” einsortiert ist (z.B. Lumines), dann hilft die Preissenkung auch nicht mehr viel. Und wenn ein beinahe vergessener Titel wie z.B. Marble Blast auf 400 Punkte rutscht, dann greifen angesichts attraktiver und aktuellerer Alternativen wie Switchball auch nicht unbedingt mehr Kunden zu.
Da müssten wesentlich mehr und gezieltere und spannendere Preissenkungen stattfinden, damit aus den XBLA Hits ein Schuh wird.
3. Die Währungsschwankungen hat Microsoft durch die Points weitgehend eliminiert, und damit steht es mir auch nicht zu, daran zu mäkeln.
Trotzdem muss ich nicht begeistert sein, wenn 500 Points im deutschen Marketplace 6 Euro kosten, im britischen Marketplace umgerechnet 5,40 Euro, und im US-Marketplace gerade mal 4,25 Euro.
Aus den 1200 Points für Braid werden so 14,40 Euro für deutsche Kunden, und 10,20 Euro für US-Kunden.
Inlands-Kaufkraft hin oder her, das ist ein Mehrpreis von über 40% - das muss man auch als Nicht-Zyniker nicht wirklich toll finden, oder?
Ich empfinde einfach ehrliches Bedauern darüber, dass Microsoft mit der Xbox Live Arcade eine so wunderbare Plattform geschaffen hat - und jetzt ausgerechnet ein Preisgefüge, das am allerobersten Ende des Erträglichen knirscht, seine unbeschwerte Nutzung behindert.
Gerade dein Argument zieht bei mir überhaupt nicht, dass man von vielen XBLA-Spielen auch zu diesem Preis noch “mehr Spielstunden pro Euro” bekommt als bei Vollpreis-Spielen, einem Kinobesuch, einer DVD oder einem Hardcover-Buch.
Denn gerade bei einem “Casual” Game möchte ich einfach mal unbeschwert darauf los spielen können, ohne darüber nachzudenken, wieviel ich dafür investiert habe - einfach mal ein paar Stunden damit herumspielen, ohne das Gefühl zu haben, dass es sich rentieren muss, indem man den Titel auch wirklich durchspielt (oder zumindest lange genug).
Im Falle von Braid ist das sicher nochmal etwas anderes, denn diesen Titel WILL ich durchspielen (und nicht nur einmal).
Aber sehr viele XBLA Titel sind von der Sorte, die würde ich auch nach dem Kauf nach ein paar Stunden zur Seite legen und nie wieder groß anschauen (also waschechte “Gelegenheitsspiele”).
Und das kann es in meinen Augen nicht sein, dass ich mir auch in der XBLA solche durchschnittlicheren Titel niemals hole, sondern (genau wie bei Vollpreistiteln) immer darauf achten muss, dass der value-for-money passt und ich den Titel auch wirklich durchspielen will.
Vielleicht sollten einfach die Demos wesentlich länger und umfangreicher sein, oder vielleicht wäre bei vielen Spielen auch ein mehrstufiges Freischalten denkbar (man denke z.B. an die alten Apogee Shareware Spiele wie Commander Keen - Episode 1 kostenlos, die weiteren Episoden kostenpflichtig).
Da ist eine Chance verpasst worden - und zwar nur durch ein Preisgefüge, das so gar nicht “casual” ist.
@ Boris: Naja.. Deine statistische Erhebung bzw. Vergleich ist so nicht ganz richtig. Man kann bei einer Preisreduzierung nicht alle anderen Faktoren ceteris paribus konstant belassen. Ein Spiel das neu rauskommt hat beim Endkunden eine komplett andere Bedeutung, als ein monate altes Game. Somit ist ein 50% günstigeres Game monate später weniger attraktiv als ein teures Spiel zur Einführung.
Vergleichbarer wären die Werte wohl eher, wenn 2 äquivalente Games (von der Nachfrage her) zur gleichen Zeit mit unterschiedlichen Preisen versehen werden.
Fakt bleibt, daß ein preislich attraktiveres Spiel mehr Anhänger findet. Ob dies jedoch den Umsatz merklich gegebenüber dem kostspieligeren Game hebt, ist eine andere Frage.
Ich fasse zusammen: Kunden hätten die Waren gerne billiger.
@Xerox
okay, aber soetwas passt hier einfach nicht hin und entwickler diktatur geht mal garnicht…
und am merkwürdigsten ist, dass du das spiel nicht kennst und solche fragwürdigen wege und mittel forderst…
zumal boris damit rein garnichts mit der entwicklung von spielen zu tun hat…
und zum letzten kommentar von boris:
jep und ich kann nur sagen: schade, dass braid dadurch fast nur negative news bekommt… und posts hier im blog.
… die deutschen finden ihren “falschen” geiz halt gyle.
Ich lese normalerweise hier nur passiv mit, aber den saloppen Satz “Kunden hätten die Waren gerne billiger” möchte ich nun doch kommentieren.
Vorab: Ich habe für meine 360 ausschließlich XBLA-Titel. Abgesehen von Halo 3, das bei meiner Konsole dabei war. Arcade-Titel haben Videospiele für mich überhaupt erst wieder attraktiv gemacht. Zuvor habe ich jahrelang nicht mehr gespielt.
Wenn ich mein Kaufverhalten auf dem Marktplatz mit meinem Kaufverhalten früher bei Media Markt vergleiche, dann muss ich feststellen, dass das eine mit dem anderen nichts zu tun hat. Ich kann natürlich nur für mich sprechen, aber ich kaufe auf dem Marktplatz immer impulsiv. Ich bin über die Titel vorher nicht informiert, spiele die Demos 5 Minuten und kaufe das Spiel dann spontan oder halt nicht. Genau bei dieser Entscheidung spielt der Preis sehr wohl eine Rolle. Die magische Grenze ist bei mir bei 10 Euro und scheint bei einem großen Teil anderer regelmäßiger Arcade-Zocker auch dort zu liegen.
Die Braid-Demo hat mir beispielsweise gefallen. Aber bei einem Preis von 15 Euro fange ich plötzlich an zu überlegen, was ich bisher nie gemacht habe. Und dann habe ich halt festgestellt, dass mich die Demo doch nicht so geflasht hat und ich unsicher bin, ob mir das Spiel auf Dauer Spaß macht.
Nehmen wir dagegen Pinball FX. Ein ganz gewöhnlicher Flipper mit gerade mal 3 Tischen. Den habe ich mir ohne zu Zögern gekauft. Weil ich die Demo gezockt habe, plötzlich Lust auf Flippern bekommen habe und für 10 Euro einfach zugeschlagen habe. Ich spiele es nur sehr selten, aber zu dem Preis sind halt auch mal Spiele verkraftbar, die man nur 2-3 Stunden spielt. Nur am Rande: Hätte ich ein Pinballspiel auf DVD im Grabbeltisch bei Mediamarkt gesehen, ich hätte es nie im Leben gekauft. Auch nicht für 10 Euro.
Das ist natürlich nicht rational oder wohl überlegt. Aber XBLA heisst für mich: Ich habe Feierabend und Lust zu zocken, teste ein paar Demos, kaufe was mir zusagt und habe ne Hand voll Stunden Spaß.
Braid verkauft sich ja trotz des Preises hervorragend und der Service gewinnt mit den größeren Spielen neue Kunden. Ich verstehe auch, dass komplexere Titel zwangsläufig einen Trend zu hohen Preisen hervorrufen. Aber wenn Braid zum Normalfall wird, verliert XBLA für mich persönlich an Attraktivität und Microsoft einen Kunden. Deshalb würde ich mir wünschen, dass Feedback von uns ernster genommen wird, insbesondere wenn es wie in den Kommentaren hier größtenteils in einem vernünftigen Rahmen vorgebracht wird.
ein braid als vorreiter zu einer preiserhöhung ist eher unwahrscheinlich und ist als sau auf die jetzt fast jeder mit dem finger zeigt einfach nicht fair.
und das ist was mich an dem umstand ärgert…
wieso gibt es denn eine xbox 360 elite?
gibt doch schon ne günstige arcade und premium version?
genau das darf microsoft mit den arcade games nicht machen? wieso? weil ihr gelegenheitsspieler nicht noch mehr günstigen videospiel aufguss bekommt? das wird es weiterhin geben und ebend auch ELITE games die einfach mehr wert sind (PUNKT)
@Nasreddin #61: volle Zustimmung!
@Boris #59:
Das ist dein privates Blog, und wenn du die Aussagen so zusammenfassen willst, dann ist dein gutes Recht.
Wenn du das Thema abschliessen und diesen Beitrag nicht mehr freischalten willst, dann ist das auch in Ordnung für mich.
Ich hoffe dennoch, dass die hier gebrachten Meinungen und Anregungen an anderer Stelle differenzierter diskutiert werden und etwas bewirken.
Hier noch 3 Anmerkungen von meiner Seite:
1.
Verspätet auch von mir, vielen herzlichen Dank für den Xbox Live Summer of Arcade!
Zwar verstehe ich es eher als Marketing-Maßnahme, diese 5 hochkarätigen Titel in kurzer Folge zu veröffentlichen anstatt über das Jahr verteilt.
Aber dennoch bringt diese Maßnahme wohlverdiente Aufmerksamkeit für die wunderbare Plattform Xbox Live Arcade.
Ich finde, damit (und mit der Anpassung der Größenbeschränkungen, der Möglichkeit zum Umziehen der Lizenzen sowie den bisherigen und angekündigten Highlights in diesem Jahr) emanzipiert sich die XBL Arcade endgültig als vollwertiger Vertriebskanal. Echt super!
Und mit dem neuen Dashboard im Herbst wird hier sogar noch weiterer Mehrwert geschaffen - weiter so!
2.
Nochmal zu deinem Vergleich mit “60-70 Euro Diskspielen. Oder einem Kinobesuch, einer DVD oder einem Hardcover-Buch” zum Thema “Spielstunden pro Euro”…
Zunächst, der Vergleich zum Kinobesuch hinkt, weil das ein soziales Event ist, da kalkuliere ich anders. Ich kann mich jedenfalls nicht erinnern, wann ich zum letzten Mal ins Kino gegangen bin, nur um den Film zu sehen (am Ende sogar noch alleine…). Und wenn ich ins Kino gehe, dann bleibe ich normalerweise auch bis zum Ende des Films.
Oder - wann habe ich zum letzten Mal ein Buch weggelegt, bevor ich es komplett gelesen habe (mindestens einmal)? Wann habe ich zum letzten Mal eine DVD beiseite gelegt, bevor ich nicht den Film (meist mehrmals mit den verschiedenen Tonspuren oder zu verschiedenen Anlässen) gesehen habe, vom Bonusmaterial ganz zu schweigen? Das kommt eigentlich nie vor.
(Und in beiden Fällen bleibt danach noch das wertgeschätzte Sammlerstück im Regal oder der private Weiterverkauf.)
Andererseits - im Falle eines XBL Arcade Titels möchte ich genau das tun! Einfach nach einem Spontankauf ein paar Stunden am Abend unbeschwert damit vertreiben und es dann ohne Reue vielleicht nie wieder anschauen - egal ob ich es “durchgespielt” habe oder in den Highscore-Listen einen respektablen Rang erspielt habe. Genau das macht ein Casual Game in meinen Augen aus!
Microsoft hat doch mit den Achievement Points aus dem Gamerscore der Spieler eine Basis für eine entsprechende Metrik vorliegen. Was sagt diese Metrik aus über den durchschnittlich erworbenen Gamerscore verkaufter XBLA-Titel und die Verteilung der Achievements, gerade im Vergleich zu Vollpreis-Titeln?
Ich möchte wetten, dass man hieraus bei XBLA Titeln einen deutlichen Trend ablesen kann, dass bei den meisten gekauften Titeln die 200 Gamerscore nicht verdient werden, weil die Titel eben weniger konsequent gespielt oder gar durchgespielt werden.
Oder man denke an die vergleichsweise leeren Multiplayer-Lobbies von XBLA-Titeln, was bei den Multiplayer-Achievements immer etwas lästig ist - noch ein Indikator für den Trend zum Casual Game, das nicht mit dem selben Ehrgeiz gespielt wird wie ein Vollpreis-Titel.
Und genau deshalb ist bei dem value-for-money Argument eine andere Kalkulation angebracht!
Ansonsten verfehlt Microsoft wieder einmal zielsicher die Gelegenheitsspieler, deren Schmerzgrenze für einen Spontankauf einfach niedriger liegt.
XBL Arcade mit dem besserverdienenden Hardcore-Gamer als Zielgruppe? Na wenn ihr meint…
3.
Ich habe meine Xbox 360 begeisterten Freunde unabhängig voneinander befragt:
Q. “Was haltet ihr von der XBL Arcade?”
Einhellige Antwort: Jeder nutzt die Arcade und hat schon mindestens zwei Spiele dort gekauft und regelmäßig die kostenlosen Testversionen gespielt.
Die Titel machen zwischendurch echt Laune und werden v.a. von der Ehefrau/Partner(in) sehr geschätzt, bzw. kommen auch bei Parties und v.a. bei nicht-spielenden Bekannten gut an.
Q. “Und warum habt ihr dann nicht mehr XBLA Titel gekauft?”
Wieder eine einhellige Antwort: Ansonsten super, aber zu teuer! Für den Zweck (Gelegenheitskauf) liegt der Preis meist über der persönlichen Schmerzgrenze.
Q. “Würde sich am Kaufverhalten etwas ändern, wenn die Preise niedriger wären?”
Hier gab es gemischte Antworten, aber der Trend geht dahin, dass eine nachträgliche Preissenkung bei einem älteren Titel wohl wenig bringt, aber dass niedrigere Preise die XBL Arcade insgesamt deutlich attraktiver machen würden.
Mmmmmmh.
cndic sagt weiterhin, er hätte braid gerne preiswerter, nur mit noch mehr worten.
boris hält 1200 points für ein spiel wie braid weiterhin für angemessen und läßt sich auf weitere spekulationen nicht ein.
Hihi
langsam wird es auch irgendwie langweilig.
Braid mit einem Flipperspiel oder ähnliche vergleichen ist meiner meinung nach auch ziemlich dreist.
es ist jetzt auch nicht so das ich jeden mist kaufe…
aber genau das ist der punkt… ich heule nicht rum oder schreibe ellenlange texte wo im kern nur drin steht das ich spiele kaufe die ich eh nicht spiele oder nur kurz anteste…
für die meisten scheinen die arcadegames ein pool für eintagsfliegen spiele zu sein… bei dem sie jeden mist kaufen müssen um ihr geld unter die leute zu bringen, am besten so günstig wie möglich…
für mich sind die arcadegames “normale” spiele, ja genau diese spiele die es auch im lokalen handel gibt… wenn mich eins begeistert kaufe ich es mir… manchmal gibt es auch fehlkäufe, aber das passiert mir auch bei retailgames…((alone in the dark))
bei arcade games kann man immerhin !immer! testen ob es einem gefällt… und daher kann ich eine solche diskussion nicht verstehen, sorry.
ich bin der meinung spiele wie fable pub games sind keinen cent wert… wohingegen ich für ein braid auch gerne 30 Euro ausgegeben hätte… aber ihr müsst den mist den es da draußen gibt nicht kaufen… zwingt euch ja keiner…
Mal losgelöst von der Preisdiskussion hier, was in diesem Kommentar steht wollte ich so bereits schreiben nachdem ich erst den Blogeintrag gelesen, dann die Demo von Braid gespielt habe und ein paar der Kommentare habe ich gerade erst gelesen wo ich schon wusste was ich hier reinschreiben werde (mal abgesehen von diesem Satz^^).
Wenn ich von dem Umfang den ich gefühlt sehe bei Braid (inkl. solche Sachen wie Grafik, Animation etc.) ausgehe finde ich 1200 Points / 15 Euro überzogen und deswegen kaufe ich das Spiel vermutlich auch nicht. Da zieht halt jeder seine Grenzen anders. Ich finde es übrigens schlecht das es die Spiele nur in Vierhunderterschritten gibt, anstatt 100 oder 200 z.b.. Meiner Meinung nach überschätzt Microsoft dabei diesen “Ich-habe-noch-Punkte-übrig-aber-sie-reichen-für-das-oder-das-Spiel-nicht-
also-kaufe-ich-neue-Punkte-Effekt” (steinigt mich ruhig für die Bindestrichorgie hehe).
Yahtzee hats sich inzwischen auch angetan
http://www.escapistmagazine.com/videos/view/zero-punctuation/203-Braid
Klingt nach einem Game, das ich mir wirklich antun muss (sobald ich Zeit habe).
Ich habe gestern die Trial Version mit Begeisterung durchgespielt und werde mir direkt nach Feierabend neue MS Points holen, um das Spiel zu kaufen.
Zu dem Puzzle-Rätsel in Welt 2: Ich habe erst mal ein Stück weitergespielt um dann später mehrere Puzzle-Teile einzusetzen. Darunter war auch ein Puzzle-Teil mit einem Stück Brücke. Den Bogen vom Spielprinzip zur Lösung dieses Rätsels zu schlagen, fand ich dann eigentlich garnicht schwer. Mal schauen, was später so an Rätseln kommt.