Zeit für den unsortierten Jahresrückblick ohne Anspruch auf Vollständigkeit…
Bestes Buch 2004: Die Stadt der Träumenden Bücher. Keiner sprudelt so vor Ideen wie Moers. Wie hier in Nebensätzen Dinge beiläufig erwähnt werden, für die andere vier Seiten bekleckern, ist längt über die Grenze des Übermuts hinausgeschossen. Mein neues Lieblingsbuch aus Zamonien.
Bester Film 2004: Die Unglaublichen. “Kein Cape!”. Zwei Oscars spreche ich besonders zu, weil es die für Digitalfilme sowieso nicht gibt: Bestes Set-Design für die atemberaubenden Bilder aus der Vulkan-Basis von Syndrome. Und beste Nebenrolle für Herbert Feuerstein als Synchronsprecher des despotischen Versicherungschefs.
Beste Software 2004: Directory Opus 8. Der einzig wahre Dateimanager für Windows. Läuft auf meinem Rechner neben Outlook ständig.
Beste Fernsehserie 2004: Monk. Aber das hab ich hier schon oft genug gesagt.
Beste DVD-Überraschung 2004: I, Robot. Im Kino verpasst, auf DVD begeistert. Denn auch mit groben Patzern in der Handlung hat der Film die “So was haste noch nicht gesehen” Optik-Sonder-Medallie geholt. Der Film hat Stil und Timing und eine vernünftige Bonus-DVD, die einen schmunzeln lässt: Trotz dieser seltsamen Roboter-Stand-Ins konnten die digitalen Animateure den Film retten. Und das wohl eine Szene dran glauben musste, weil ein Sponsor in letzter Sekunde absprang. Denn I, Robot hat auch das dreisteste Product-Placement für einen Turnschuh, das es je gab, neben vielen anderen “Werbeeinblendungen”.
Noch mehr Best Of 2004 im Lauf der Woche…
Feuerstein, ja! Habe nur gewußt, daß er jemanden synchronisiert und habe ihn dann im Film schon “erkannt”, da hat er noch kein Wort gesprochen.
(Jens/www.jensscholz.com)
Was den Dateimanager angeht: Ich empfehle immer noch wärmsten Herzens den Total Commander. Für Norton Commander-Jünger wie mich ein Leuchtfeuer in der Explorer-Dunkelheit.