In Spiegel Online Interviews mit Harald Schmidt und Fred Kogel gleich zweimal gelesen, dass die Zuschauerquote von HS bei der ARD doppelt so hoch ist wie bei SAT.1, obwohl die Sendung eigentlich nur eine reduzierte Version des alten Programms ist. Das kann drei Bedeutungen haben:
- Es gucken mehr Leute weil Zerlett nicht mehr dabei ist. Eher unwahrscheinlich.
- Es gucken mehr Leute weil die Show 45 Minuten früher aufhört und nur zweimal die Woche kommt. Sprich, es haben einfach mehr Leute die Gelegenheit oder die Angst, was zu verpassen.
- Das ganze Quotenberechnungssystem ist Müll. Wenn mich meine Erinnerung nicht trügt, werden die Quoten aus ein paar Tausend verdrahteten “repräsentativ ausgewählten” Haushalten hochgerechnet. Hmmm. Bei denen ist einfach noch die ARD nach dem guten Wetterbericht dran oder andere Messfehler streuen sich da ein.
Ich glaube eher an die Nummer 3. Die ganze Quotenberechnung war mir schon immer sehr suspekt. Man kriegt ja noch nicht mal eine ordentliche Wahlhochrechnung hin, wie die letzten Wahlen anschaulich gezeigt haben. Und mit der Verbreitung von Digitalen Videorecordern mit Timeshift geht die Berechnung doch eh völlig vor die Hunde.
Es sei hier aber ausdrücklich festgehalten, dass ich Harald diese Quote gönne. Nach dem schwachen Start guck ich jetzt ja auch wieder regelmässig.
Für mich sind es Nr.2 und Nr.4 :-), nämlich endlich nur eine halbe Stunde ohne Gäste und, noch wichtiger, ohne Werbung.
Nr. 5) Es gibt doch noch viele Menschen mit der Einstellung “Wenn es im Öffentlich Rechtlichen läuft, dann muss es einfach gut sein” ?
Ansonsten tendiere ich auch zu 3…
Ich schätze mal zum einen liegt es daran, dass gerade mal eine Handvoll Folgen nach einer einjährigen Pause kamen, und zum anderen, dass er nur zweimal die Woche kommt.