Seit drei Wochen bin ich Besitzer eines Creative Zen Micro, genau zusammentreffend mit dem Start einer Plakatkampagne der ich zumindest in München nicht entkommen kann.
War ja schon immer ein Freund der Creative Jukeboxen und hab mich nie für Ipod und Iriver erwärmen können (wobei Ipod Mini mich aber schon sehr schwach gemacht hat).
Der “Formfaktor”, sprich die Größe des Geräts, ist wirklich optimal für die Hand und schlecht fürs Auto. Hab noch keinen guten Platz gefunden, wo der Micro mit Klettband bedienbar festgemacht werden kann. In der S-Bahn ist das Teil aber nur geil, wie man so schön sagt.
Nun sind 5 Gigabyte nicht viel Holz für jemanden, der bislang mit dem sechsfachen Speicher (und den auch gut gefüllt) in der Tasche herumlief und so heißt das aktuelle Spiel: Welche Musik will ich wirklich mitnehmen? Ja, sogar der ketzerische Gedanke des Heruntersamplens kam mir (speichere normal so in VBR 160, bei dem ich praktisch keine Artefakte mehr höre, außer bei außerordentlich guten Instrumentalaufnahmen). Mit CBR 128 hält angeblich auch der Akku länger und es wär 20% mehr Platz. Aber so tief bin ich noch nicht gesunken.
Nach fünf Jahren und X Revisionen wird die Bedienung und Menüführung der Creative-Player immer besser und viele Kinderkrankheiten sind ausgeräumt. Das Touch-Pad funktioniert leidlich gut (aber nicht hundertprozentig) und Details wie die Bookmarks und die sortierbaren Menüs will ich jetzt sofort auf meinem Zen NX haben, bitte sehr.
Natürlich ist das Gerät nicht mackenfrei. Zwei Totalabstürze hab ich schon erlebt und irgendwas ist seltsam am Mini-USB-Port. Über den Rechner und das eigene Netzteil lädt der Micro einwandfrei (wobei ich das Gefühl hab, das per USB die Batterie nie ganz geladen wird), aber über ein anderes Netzteil mit gleichen Daten und gleichem Stecker lädt er gar nicht. Und im Standby-Modus frisst das Ding an manchen Tagen Strom ohne Ende - und ich kann keine Gesetzmäßigkeit erkennen, nachdem der Micro am nächsten Morgen noch voll oder schon zu zwei Dritteln leer ist. Der seit zwei Wochen unbenutzte Zen NX hat immer noch randvolle Akkuladung (gerade geprüft).
Der “Sinnlos aber nett” Sonderpreis geht an das blaue pulsierende Leuchten, mit dem der Player anzeigt, daß er gerade seinen Akku lädt - hübsch, kann aber zu Schrecksekunden führen, wenn man in einen dunklen Raum geht, wo das gerade passiert.
Und das mein Brötchengeber doch nicht so dumm ist, zeigt sich an der neuesten Firmware: Da meldet sich der Zen Micro per “MTP” an jedem Windows XP Rechner an und kann sofort mit Musik (oder Daten) beladen werden. Nein, liebe IRiver-Fanatiker, das ist nicht das Gleiche wie bei Euch, denn die Tracks werden dabei automatisch katalogisiert und sind in der Titeldatenbank drin; wenn ich richtig informiert bin muss ich beim IRiver erst einen Indexer auf dem PC laufen lassen, damit ich nach Künstlern und Alben suchen kann.
Wer sich ganz genau informieren will, kriegt noch einen Webtip von mir: Nomadness ist die beste Info- und Diskussionsseite für die Creative Player.
Feb 14
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