First Look: Nintendo DS

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Oh Freude über den Dollarkurs: So hat mich mein Nintendo DS umgerechnet nur 125 Euro gekostet, da in Seattle gekauft. Jetzt sitze ich gemütlich auf dem Futon-Gästebett in Vancouver und reflektiere meine ersten Spieleerlebnisse mit dem DS.
Während der GBA SP irgendwie elegant und wertig aussah, wirkt der DS einfach billig. Das ist super seltsam, aber das Plastik fühlt sich nicht so "weich" an wie beim SP, es gibt Grate und Kanten am Gehäuse (während der SP rundum glatt war) und durch die vielen Neigungen und Winkel fällt das Licht auch immer ungünstig so dass das Plastik nie den Anschein von Metall erweckt.
Zweitens ist das Teil schwer. Für das leichte Plastikgehäuse sogar unverschämt schwer.
Für ein Gerät, dessen wesentliches Eingabemedium der Touchscreen ist, hat Nintendo allerdings bei den Extras enorm geschlampt. Zum einen gibt es ja einen Plastikstift, der deutlich sehr viel zu kurz geraten ist, sowie eine Art Daumenkappe am Halteband, die bei meinen Fingern und Daumen aber gar nicht k(l)appt - und das obwohl ich streng nach Anleitung vorgehe.
Die Demo von Metroid Prime: First Hunt erinnert mich fatal an Descent 1 - insbesondere in der grafischen Darstellung. Sprich, die 3D-Fähigkeiten bewegen sich auf dem Niveau der Prä-3D-Karten-Ära auf dem PC. Da ist natürlich gegen PSP schwer anzustinken. Ob Entwickler langfristig mit diesem "Beinahe-3D" was anfangen können? Mario DS scheint die Hardware da ja schon fast an den Anschlag zu treiben.
Die Steuerung von 3D-Spielen über das Touchpad ist ambitoniert, versagt im Fall von Mario DS meiner Ansicht nach aber völlig. Völlig absurd: Theoretisch darf ich Mario / Yoshi auch über das Steuerkreuz bewegen, aber die laufen dann erst gaaaaanz langsam los und werden nur schrittweise schneller. Sprich, man ist grundsätzlich langsamer als die Gegner und kann mit dem Steuerkreuz nun wirklich gar nix anfangen bis auf Feinst-Positionierung bei komplizierten Hüpfpassagen. Die Touchscreensteuerung ist besser, aber eben bei weitem nicht so präzise wie ein echter Analog-Stick.
Bei Mario DS ist mir allerdings ein enorm gut gelungen Surround-Sound aufgefallen. Wie man aus den beiden Speakern ein Soundfeld von virtuell einem Meter links und rechts rausholen kann, ist mir ein Rätsel. Fast eine Schande, das über Kopfhörer zu spielen.
Trotz aller bisher geleisteten Kritik: Es gibt ja noch Wario Ware Touched. Und das ist einfach nur brillant bis zum Anschlag. Mir kommt es etwas einfacher als frühere Wario Ware Inkarnationen vor, ansonsten ist es aber eine pefekt konsequente Weiterführung und die optimale Ausnutzung des Touchscreens. Da lohnt sich die Anschaffung des DS nur für das eine Modul.
Und, wie Roland schon kommentierte: Einfach zuklappen und Pause. Sehr schön.

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