über Presse und Raubkopierer

Von Boris, Fr, 20. Feb 2009 13:32

Schlag auf Schlag kommen aus Deutschland und USA nicht nur Newsmeldungen über Druckwerke, die nicht mehr gedruckt werden, sondern auch launige Kommentare zum Thema “Wehe, wenn ihr eine Bezahl-Webseite aufmacht, denn keiner will für Informationen bezahlen!”

Was für eine Revolution. Auf einmal stellt die Medienlandschaft fest, daß der Kunde nur für das Papier, aber nicht für den Text an sich bezahlt hat? Heißt das, ihr habt euch jahrelang selbst mißverstanden oder absichtlich euch selbst (und eure Anzeigenkunden) angelogen?

Insbesondere ist interessant, daß auf dieser Seite des Gartenzauns es ganz selbstverständlich hingenommen wird, wie sich Konsumenten ein Recht auf kostenlosen Konsum erstritten haben, auf der anderen Seite bei Film und Musik die teilweise gleiche Medienindustrie erbitterte Kriege führt gegen die, die genau das gleiche “Geschäfts”modell praktizieren.

Anders ausgedrückt: Umsonst-Nachrichten im Internet, querfinanziert durch Werbung, müssen sein, weil dies die Verlage ja schon seit Jahren machen, ähnliche Modelle im Bereich Musik sind aber böse, weil die dortigen Verlage es NICHT machen?

There Aint no such thing as a free lunch.

Wenn ein Kunde Musik hören, Filme gucken oder einen Zeitungsartikel lesen will, muß er irgendwie dafür bezahlen (und sei es indirekt über das Ertragen von Werbung). Das grassierende Raubkopierertum, in Deutschland angeheizt durch PC-Zeitschriften, die Monat für Monat auf Titelbildern von Schlagzeilen “So kopieren/saugen Sie ALLES” leben, hat vielen Menschen eingeredet, daß sie ein Recht auf ein Gratis-Essen hätten. Es bedeutet aber im Umkehrschluß, daß irgendwo auf der Welt jemand die Pflicht hat, zu schuften und keine Entlohnung dafür zu erhalten.

Warum ist Firefox in Deutschland gerade so erfolgreich? Meine private Theorie: Weil es nur für Firefox einen nahezu perfekt funktionierenden Werbeblocker gibt. Wenn Spiegel Online hohe Prozent-Anteile von Firefox-Usern ausweist, dann sind das nicht alles einfach nur Leute, die Microsoft nicht mögen, sondern Leute, die Adblock Plus lieben. Es ist ja auch schwer, sich auf einen schön geschriebenen Text zu konzentrieren, wenn ein Banner und ein Skyscraper auf einem Drittel des Bildschirms sich zu Tode animieren (und die Rechnerbelastung beim Lesen der Seite von 3% auf 57% steigern – für “Green IT” sollte man als erstes Flash-Werbebanner verbieten).

Die Zahl der Menschen, die Online-Werbung einfach blocken, wird steigen. Das Geschäftsmodell Online-Werbung ist auf einer Massenmarkt-Webseite keine Zukunft. Es kann nachhaltig nur funktionieren, wenn die Leser für die Nutzung bezahlen.

Warum kaufen die Leute keine Zeitungen mehr? Vielleicht ist ja Apple Schuld? Denn in den letzten drei Jahren ist zum Beispiel deutlich sichtbar das Verhältnis zwischen Zeitungslesern und Musikhörern beim S-Bahn-Fahren massiv gekippt. Ich sehe kaum noch eine aufgeschlagene Süddeutsche Zeitung auf der Fahrt ins Büro, aber immer mehr Ohrstöpsel, quer durch wirklich alle Bevölkerungsgruppen. Der Ipod verdrängt die Pendler-Zeitung. Wenn noch jemand eine Diplomarbeits-Idee sucht: Bitte schön, Thema von mir geschenkt. (Noch besser wär natürlich, wenn das vor mir helle Leute bemerkt und schon erforscht haben. Selbst wenn sie meine Beobachtung widerlegen können).

Es gibt einen harten Kern von Leuten, die Zeitungs-Journalismus lesen wollen. Und wie mehrfach im Web vorgerechnet wurde, könnten diese Leute extrem gewinnbringend bedient werden, wenn man einfach nur kein Papier bedrucken und nachts quer durch die Gegend verteilen müsste, damit morgens die Zeitung gelesen werden kann.

Das Geschäftsmodell “elektronische Zeitung” könnte meines Erachtens wirklich was sein. Für ein Jahresabo kriegt man einen E-Ink-Reader umsonst, nachts um vier, wenn die Handy-Netze brach liegen, kann preisgünstig über Mobilfunkbandbreite die Tageszeitung elektronisch auf die Geräte verteilt werden. Und in der immer vollen Münchner S-Bahn wäre mit einem kompakten Lesegerät auch die Möglichkeit, die SZ-Digital im Stehen zu lesen und nicht anderthalb Sitzplätze zu belegen.

96 Antworten für “über Presse und Raubkopierer”

  1. Bonuspunkt sagt:

    kindle 2 ftw ;)
    vielleicht schafft er ja irgendwann den sprung über den see

  2. hdgamer sagt:

    Lesen ? Das ist doch vollkommen out, quasi “retro”. Testberichte zu Games schaut man doch inzwischen auch als Video.

    Ich gehöre zum genannten harten Kern – ich bin bereit für ein ordentlich recherchiertes Werk zu zahlen. Lange Zeit war ich IGN Kunde, bis man mich mit einem ohrenbetäubenden Werbespot weggeekelt hat. Der Support hat sich machtlos erwiesen, ich habe damals ein Ultimatum gestellt – 4 Wochen und ich möchte keine Audiobanner mehr oder ich kündige mein Abo … heute schaue ich IGN halt im Firefox mit genau oben genanntem Adblock. Fühle ich mich jetzt wie ein schlechter Mensch ?

    NEEEE – wer mir Werbung präsentieren möchte, der kann das weiterhin tun. Aber bitte selektiert und richtig eingebunden, dann nützt nämlich auch ein Adblock nix. Spielezeitschriften haben ja auch nicht die Werbeseiten nach Zufallsprinzip vom Werbe-Affiliate gefüllt. Die Online-Branche muss halt noch viel lernen … bis dahin wird natürliche Selektion herhalten müssen.

    Und umgekehrt sieht es ähnlich aus – jahrelang habe ich locker ein Dutzend Zeitschriften jeden Monat nach Hause getragen. Aber dann ist die Qualität so sehr den Bach runter gegangen, dass ich im Internet genauso glücklich wurde. Vorzugsweise sogar mit Berichten von Bloggern, die häufig eine neutralere Haltung hatten. Gerade Testberichte waren mir viel zu häufig durch Anzeigenschaltungen verwässert.

    Und jetzt blicke ich in mein Umfeld und frage mich, wie lange überhaupt noch geschrieben wird. Podcast, Videoblogging … wozu sich überhaupt noch des geschriebenen Wortes bedienen ? Da hat man ja nur peinliche Rechtschreibfehler und kann zitiert werden – und auf YouTube findet einen auch keiner.

    Wenn der E-Ink-Reader endlich die richtige Marktreife hat, dann hat die größte Zielgruppe schon verlernt zu lesen. Wer dann eine iNK statt iPod mit sich rumschleppt ist automatisch ein NERD.

    Ach das wird ein prächtiges Jahrhundert und spannendes Wettrennen zwischen schmelzenden Polkappen und schwindener Alphabetisierung.

  3. xsgamer sagt:

    Die Theorie, Firefox sei aufgrund von adblock so erfolgreich, halte ich ehrlich gesagt für sehr gewagt. Der Internet Explorer ist für eine Firma wie Microsoft, die sonst wirklich gute Produkte macht (hey, Hand aufs Herz: Windows ist gut, und die Xbox ist auch mit Rod ein verdammt gutes Stück Hardware), einfach nur blamabel. Der IE schneidet in jedem Benchmark wirklich schlecht ab (wer will, kann ja mal den Dromaeo-Test machen) und vom Komfort etc. ist er einfach übel.
    Der Trend zu diesem Raubkopien-Anleitungen in PC-Zeitungen ist wirklich bedenklich. Der Weka-Verlag (PC-Praxis etc.) hat schon mal eine Rüge bekommen: Genutzt hat es nichts, der Presserat ist in seiner Macht ja… eingeschränkt.
    Naja, eine Zeitschrift kann man aber immerhin recht gemütlich in der Badewanne lesen, das ist schon einmal ein Vorteil – sonst würde mir kein weiterer einfallen, in der Seriosität gibt es kaum Unterschiede. Die Gee kauf ich mir aber trotzdem.

    • Es ist allerdings statistisch interessant, daß gerade in Deutschland Firefox derart auf dem Vormarsch ist. Man kann argumentieren, daß der Deutsche Surfer sicherheitsbewusster ist, gerne praxisferne Benchmarks fährt (entscheidend ist nur, wie schnell eine Real-World-Webseite sich aufbaut) oder den alphabetisch ersten Broswer im Menü nimmt. Da ich bei JEDER Firefox-Installation bei Bekannten aber Adblock Plus gesehen habe, entscheide ich mich mal dafür als EINEN Faktor für die starke Verbreitung hier.

      • xsgamer sagt:

        Naja, die Benchmarks sind nicht wirklich praxisfremd. Die Ergebnisse lassen sich recht gut übertragen, allerdings sind die Performanceunterschiede nicht wirklich ausschlaggebend, da dürftest du recht haben.
        Soweit ich das erlebt habe, wurde FF besonders in den letzen Jahren selbst in Zeitungen wie Bild (da gab es mal einen “Browser”-Test, wurde darauf nur angesprochen) angepriesen, IT-Service etc. richten diesen standardmäßig ein. Opera hat übrigens auch einen ähnlich starken Werbefilter, wird aber kaum “angepriesen”.

      • skull77 sagt:

        Deine Theorie trifft auf mich und meine Freunde, Kollegen und Familienmitglieder zum Großen Teil nicht zu. Fast alle haben Firefox installiert. Und zwar ohne irgendwelche Adblocker. Warum? Weil ich Firefox gut finde und den meisten Leuten in meiner Umgebung empfohlen und installiert habe. Firefox bietet einfach so viel mehr als der Internetexplorer. Für fast alles gibt es ein passendes Add-on. Warum also mit dem IE rumärgern? Warum setzt sich Firefox grade in Deutschland durch? Irgendwo muss es halt losgehen… Und in anderen Ländern ist der Anteil auch schon ansehnlich.

      • FightDog 85 sagt:

        Naja, also ich persönlich habe Firefox auch schon lange genutzt bevor ich Adblock Plus gekannt habe. Inzwischen nutze ich es zwar, aber das war nicht der Grund für mich Firefox zu nutzen. Man hat einfach allgemein bei Firefox viel mehr Möglichkeiten Add-ons jeglicher Art zu integrieren. Desweiteren habe ich auch schon an einigen Berufsvorbeitungsmaßnahmen der Agentur für Arbeit teilgenommen. Dort wurde auch bei ALLEN Seminaren Firefox an den PCs genutzt. Und diese Bildungsträger nutzen sicher nicht Firefox wegen Adblock Plus, sondern weil es einfach wesentlich besser zu bedienen und übersichtlicher ist als der Internet Explorer von MS.

      • bEtrayEr sagt:

        cum hoc ergo propter hoc
        Spontan würde ich Deinen Schluss eher als zufällige Koinzidenz sehen. Viel mehr vermute ich, dass jemand der Firefox nutzt früher oder später auf AdBlock aufmerksam wird (zumal AdBlock beim Aufruf der Add-Ons an erster Stelle auftaucht) und es dann auch nutzt (und aus dem Grund evtl. nicht mehr zu einem anderen Browser wechseln möchten).

      • Jaffar sagt:

        Das lässt sich leicht überprüfen. Ich kenne einige Seiten im Netz, die gezielt auswerten, wieviel Ad-Impressions sie durch Ad-Blocker verlieren. Das rangiert, bei einem sehr speziellen Publikum (Gamer halt), bei etwa 15 – 20%.
        Wir werten das intern leider nicht aus – meine Anfragen zu dem Thema werden in den USA regelmäßig ignoriert ;) . Wie es Web.de, AOL oder T-Online handhaben, weiß ich nicht. Eventuell haben Deine Kollegen bei MSN ja Daten dazu?
        Auf jeden Fall kann man es schon auswerten und entsprechende Schlüsse daraus ziehen. Interessant zu wissen wäre es allemal ;) .

        Mischa

      • Will sagt:

        “Man kann argumentieren, daß der Deutsche Surfer … gerne praxisferne Benchmarks fährt (entscheidend ist nur, wie schnell eine Real-World-Webseite sich aufbaut) …”

        Willst du ernsthaft die mangelnde Leistungsfähigkeit des Internet Explorers auf modernen Websites herunterspielen? Der IE8 ist vollkommen in Ordnung (vom weiterhin fehlenden SVG-Support einmal abgesehen), aber der IE7 kommt ohne Website-Anpassungen häufiger mal nicht mit. Und über den IE6 brauchen wir uns wohl gar nicht erst unterhalten. Dass IE6 und IE7 überhaupt noch so hohe Marktanteile haben, liegt einzig in der Geduld der Website-Entwickler, die für diese beiden Programme aufwändige Extraanpassungen vornehmen. Trotzdem werden viele Websites in reduzierter Qualität gerendert, weshalb es nur recht und billig ist, wenn die Anwender dann zum Firefox wechseln.

    • hdgamer sagt:

      Also ich muss sagen, dass ich die These an sich ganz plausibel finde – AdBlock wäre für mich auch ein Grund auf einen Browser zu wechseln. Dennoch habe ich bisher immer erst Firefox auf den Maschinen gesehen und danach die AB Empfehlung ausgesprochen!
      Und wenn du Windows für gut befindest, dann solltest du nicht so über den IE herziehen – schliesslich erfüllt er die Praxisanforderungen von Millionen Surfern offensichtlich so gut, dass keiner wechselt ( im Gegensatz zu Windows fällt einem der Wechsel auf einen anderen Browser ja recht leicht ! ).

    • AnZy sagt:

      Der FireFox ist wegen AdBlock so erfolgreich. Ich kenne keinen, der auf dieses AddOn verzichtet. Hinzu kommen noch so nette Features wie eine Passwort Verwaltung und Tabbed Browsing, was der IE bis Version 6 nicht bot.

      Der IE6 ist wirklich schlecht, aber den IE7 setze mit mitlerweile lieber ein als den FF. Bis auf AdBlock fehlt mir nichts.

      Wenn der IE bei Performance Tests so schlecht abschneidet, warum rendert der die Foren von Golem.de schneller als jeder FireFox?

    • andym sagt:

      “Die Theorie, Firefox sei aufgrund von adblock so erfolgreich, halte ich ehrlich gesagt für sehr gewagt.”

      Bei mir ist das genau der Grund, weshalb ich keine anderen Browser als Firefox nutze. Adblock funktioniert einfach einwandfrei.

  4. Steffen65 sagt:

    Danke für die klaren Worte! Und hdgamer hat absolut recht: Das Problem der Zeitschriften und Zeitungen ist NICHT das Internet, sondern die stetig schwindende Qualität der Publikationen. Warum soll ich ein Druckwerk kaufen, das zu 80 % aus dpa-Meldungen besteht und im Technik-Teil Idealo-Listen abdruckt?! Und das Bloggerwesen in allen Ehren – für eine wirkliche und gute journalistische Berichterstattung braucht man eine entsprechende Ausbildung. Es ist ein absoluter Widersinn, dass die Zeitungen alles kostenlos ins Netz stellen. Damit schaufeln sie ihr eigenes Grab, indem sie die “Alles für lau”-Mentalität weiter fördern. Wann wird das mal jemand merken? Wahrscheinlich, wenn es längst schon zu spät ist…

    • skull77 sagt:

      Schade, dass viele Journalisten diese Ausbildung nicht haben. Ich habe auch schon für eine größere Zeitung einen Artikel verfasst. Meine erste Erfahrung in dem Bereich. Bei der Zeitung hat es niemanden gestört, der Artikel wurde gedruckt. Grade kleine lokale Zeitungen verwenden häufig Artikel von Laienjournalisten. Die Artikel im Netz, auf Blogs oder wo auch immer sind nicht schlechter, aber kostenlos. Ich tendiere da dann wirklich eher zu den kostenlosen!! Selbst der Spiegel schreibt von Wikipedia ab (http://www.bildblog.de/5731/wilhelm-ii/).

  5. robart sagt:

    naja ich würde sagen mangels angebot grasiert das raubkopiern… man sieht es bei musik… seit es genügend online mp3 händler gibt kaufen die leute auch online musik etc etc…

    der kunde ist könig und der kunde raubt eben wenn es ihm nicht gefällt bis es ihm wieder gefällt…

    in meinem fall was tageszeitungen angeht… wird meine nicht vor 9 uhr geliefert was für mich nicht infrage kam und ich sie deshalb zum mond schoss nach einem halb jährigen abo wovon ich effektiv 5 zeitungen von gelesen hatte!
    denn was soll ich mit einer zeitung zum feierabend wenn ich während der arbeit mittagspause etc alles an informationen aus dem netz bekommen habe …

    somit brauchen sich die zeitungsleute nicht wundern wenn sie mangelnde abonennten haben

  6. Ben sagt:

    Potenzial hätte die Printpresse natürlich, aber das einzige was Läden wie Spiegel Online vom Netz gelernt haben scheint GESCHWINDIGKEIT zu sein. Als erster die News haben, als erster die Klicks einsammeln… von klassischen journalistischen Tugenden ist da nicht mehr viel übrig was ein privater Blogger in seiner Freizeit nicht spartenorientiert besser könnte.

    Und die Werbeindustrie: Nach all den Jahren die die Menschheit die Lügen, Falschen Versprechungen und schönen Menschen ertragen musste kann man sich nun endlich rächen und sie einfach wegtun. Vielleicht muss die Werbung, wie viele andere Inhaltsproduzierende Gewerbe einfach einsehen, dass bisherige Konzepte im Netz nicht mehr funktionieren und die uralten Kommunikationsmodelle vielleicht einer Überholung bedürfen.

    Fragt sich nur, wohin uns die Umsonst-Mentalität noch führen wird. So sehr ich direkte Bezahlmodelle bevorzugen würde und so sehr ich der Werbewirtschaft den Tod gönne: Ich kenne jetzt schon Menschen die nicht bereit sind für irgendein digital kopierbares Erzeugnis Geld zu bezahlen, völlig unabhängig von Qualität, Moral oder anderen Maßstäben und gefühlt nimmt deren Anzahl zu. Ich kann schwer beurteilen ob ein harter Kern von “ehrlichen” Käufern ausreicht oder ob dieser Kern in kommenden Generationen noch existiert, um qualitativ hochwertige (Presse)produkte auf Dauer zu finanzieren… recht vielversprechend scheinen derzeit ja “Freemium”-Konzepte die zusätzliche, aber deutlich optional gehaltene Features kostenpflichtig anbieten. Wir werden sehen ob sich am Ende der Käufer, die Industrie, die Gesellschaft oder die Technik maßgeblich ändern wird.

    @HDgamer: Schrift hat einen immensen Vorteil bei der Rezeption, Geschwindigkeit. Was in einem 2-stündigen Podcast abgehandelt wird, kann man in unter 20 Minuten lesen, mit Querverweisen etc.

    • hdgamer sagt:

      Hey mich musst du nicht überzeugen – ich höre einen Podcast nur wenn ich keine Alternative habe. Bin leicht schwerhörig und ziehe immer das geschriebene Wort vor. Mir ging es eher um den wohl unabwendbaren Trend. :-(

  7. Aerendil sagt:

    Zu Firefox bin ich als Mediendesigner natürlich befangen – aber ich kann auch aus meienr Zeit bevor ich diesen Beruf erlernt hatte und man stelle es sich vor mit 56 K Modem bzw. ISDN unterwegs war sagen, dass er damals einfach schneller war und revolutionär (Tabs). Er kostet nach wie vor kein Geld, wird mittlerweile von Microsoft kopiert (Tabs) war Vorreiter was RSS-Feeds anbelangt und war generell einfach schon immer revolutionärer und innovativer. Er erfüllte und erfüllt auch oft von MS vergessene Kriterien der Benutzerfreundlichkeit bzw. Freiheit das Programm und auch Inhalte so aussehen zu lassen/anzupassen, wie der User es will, und nicht wie MS das mal geplant hat. Es ist eine kleine Ursache aber hat große Wirkung – als Gestalter liebe ich es Dinge so anzupassen, wie ich es will, sei es mein Windows-UI oder den Browser – es gibt da Themes – die gibt es heute noch nicht im ie! All diese und weitere “kleine” Innovationen führten denke ich auch bei anderen Usern zu einem gemeinsamen Faktor, der häufig auch bei gewissen Ikea-Sachen und Filialen beobachtet werden kann: Die Konsumenten/User fühlten sich wohl. Mehr nicht – man hat es genutzt, alles ging wie es sollte und man fühlte sich gut dabei. Der “Wohlfühlfaktor” halt – eine Software ist einfach, ich kann sie anpassen wie ich will und ist noch einfacher zu programmieren für Webseiten? Hey wo soll ich unterschreiben?

    Und zu den Verlagen etc. kann ich sagen – ja da sind die Verlage wirklich selbst oft Schuld. Habe früher auch mal in einem Verlag gearbeitet und kann es daher bestätigen. Der Inhalt wurde immer weniger und qualitativ schlechter und dann auch noch den Copy-Preis erhöhen um die rückläufige Auflage aufzufangen… No Way. Ich gehöre scheinbar auch zu der sterbenden Rasse der Leser und liebe Bücher – obwohl ich jetzt nicht ganz Bibliophil bin, aber ich wünsche mir für die Zukunft ein Eier-legende Wollmilchsau. Soll heißen Ein Kindle für Tageszeitungen – deren Formate mich schon immer gestört haben besnders unterwegs – der aber auch Zugang zum Netz haben sollte um mal eben noch andere News zu lesen, RSS-Feeds und anderen Krempel, der halt immer aktueller ist, als es eine Zeitung je sein könnte. Hach wär das schön…

  8. JonnyD sagt:

    Die Idee mit dem E-Ink Reader gefällt mir gut. Ich habe nämlich das “echte” Zeitungslesen aufgegeben eben weil das Format so Mega unpraktisch ist. Größer als A4 (besser A5) ist für den Mobilen User einfach nur nervig.
    Für so eine Zeitung im digitalen Kleinformat wäre ich auch gerne bereit zu zahlen. Denn die qualität der Beiträge in diversen Online Zeitungen, egal ob deutsch oder englisch, lässt doch in letzter Zeit im stärker zu Wünschen übrig.
    And yes, there is no free lunch. Wenn ein Angebot so klingt als sei es zu gut um wahr zu sein – dann ist es auch so.
    - My 2Cents

  9. BielefeldseinePerle sagt:

    nur mal so für safarinutzer da draussen:

    safari adblock
    und click to flash

    und man hat ruhe beim surfen

  10. Sunny sagt:

    Fast schon offtopic zu dem riesen Beitrag aber…

    regarding Firefox:

    Ehrlich gesagt kannte ich bis vor diesem Artikel Adblock nicht :> . Tatsächlich nutze ich aber Firefox, wie viele meiner Bekannten und Verwandten, weil er einfach WIRKLICH benutzerfreundlicher UND schneller ist als der IE. Wenn ich mal zwangsweise mit dem IE arbeiten muss bin ich immer froh wieder zurück zum Ff gehen zu können.
    Und das sind keine Ergebnisse von künstlichen Tests sondern reale subjektive Eindrücke.
    Selbst Opera oder Safari sind im Bereich Usability bei weitem besser gestrickt als der IE.

  11. fuxx1.0 sagt:

    Ich wäre schon bereit, auch für nicht-gedruckte Inhalte zu bezahlen, aber leider gibt es ja so gut wie keine vernünftigen Websites im Internet, auf denen Informationen erhältlich sind, die des Bezahlens würdig wären. Das ist natürlich in der gedruckten Welt auch nicht anders, außer zwei bis drei Tageszeitungen und dem Spiegel gibt es ja auch kein Druckerzeugnis, welches über das Geschehen in der Welt vernünftig, informativ und fundiert berichtet.

  12. ShinobidoN sagt:

    Bei mir hat eine halbe Stunde Spiegel-Online.de (plus NDR Info auf dem Weg zur Arbeit) am morgen bereits seit geraumer Zeit die Zeitung abgelöst. Dafür bin ich gerne bereit die Werbefenster zu ertragen. Ich finde auch, das ist bei Spiegel dank linksbündiger schmaler Text-Kolumne gut gelöst. Was ich nicht toleriere sind Overlay Anzeigen, die erst geschlossen werden müssen, bevor man den Text dahinter lesen kann. Das nervt einfach und ist ausserdem gegen jede Ästhetik ;)

    Ich glaube übrigens, dass die “Alles für Lau” Mentalität zwar noch vorherrscht, aber abnimmt. Das liegt einfach an den ausgesprochen guten Diensten zum Beispiel des ITunes Musicstores oder Steam. Die haben sich etabliert, weil es einfach super komfortable ist (Die aktuellen Zahlen für kostenpflichtig heruntergeladene Musik in Deutschland habe ich heute morgen gerade im Radio gehört, habe ich aber nicht mehr richtig im Kopf. Ist jedenfalls extrem gestiegen). Deswegen hätte vielleicht auch eine elektronische Tageszeitungen als Abo eine Chance. Das einzige Problem wäre da halt, dass die ja auch nicht werbefrei sein könnte.

    Zum Ipod in der Bahn: ich höre dort oft Podcastangebote verschiedener Nachrichtensender. Das ist bequemer als eine große unhandliche Zeitung ;)

  13. wlanboy sagt:

    Ich würde mir gerne mehr Zeitschriften kaufen. Das hat allerdings mehr damit zu tun, dass ich beruflich dauernd vor der Kiste hocke und dann Abends einfach keine Lust mehr habe. Darum ist bedrucktes Papier für mich wirklich eine Erholung.
    Genauso wie das Buch im Bett.
    Spielezeitschriften an sich hatten eine große Daseinsberechtigung, als die Videos noch exklusiv auf der DVD waren. Seit es Streaming-Video gibt muss ich nicht das ganze Video herunterladen um festzustellen, dass das Spiel doch nichts für mich ist.
    Das monatliche Erscheinungsintervall ist dann natürlich bei einigen Spielen, die Mitte des Monats erscheinen dann doch sehr übel.
    Beispiel: Street Fighter 4.
    - Review
    - First 10 Minutes Video
    - How to unlock all Characters Video
    - Archivmentliste
    - Movelisten ausgedruckt
    und 9 Tage später kam die Zeitschrift mit einem “Test” von 4 Seiten. Bei dem ich dann aber schon kurz davor war einen Leserbrief zu schreiben um mir wenigstens die gröbsten gefundenen Fehler vom Herz zu schreiben.

    Die GamePro kaufe ich mir trotzdem. Die Videos sind nett gemacht und sie bietet einen Überblick. So kann ich sichergehen, dass mir nichts entgangen ist. Aber wirklich kaufen müsste ich sie mir nicht.

    Blogger mit Herz an der Sache sind eben einfach schneller. Mit Twitter bekommt man selbst kleinste Schwingungen mit und die verlinkten Blogs geben dann – wenn gewünscht – Detailwissen.

    Und ja Boris hat auch mit den Bloggern recht. Es gibt eigentlich schon “Institutionen”. Da wird eben Engedget zitiert, da es seriöser und sicherer wirkt als z.B. eine Chip. Ich weiß, der Vergleich ist fair, aber es zeigt eben deutlich, dass die Online-Welt sehr stark aufgeholt hat und viele Printmedien auch mit der Qualität überholt hat.

    Und die Werbung ist wirklich schlimm geworden. Games TM ist ein gutes Beispiel. Street Fighter auf dem Titelbild, Street Fighter Werbung auf der ersten Seite, Street Fighter im Editorial, Street Fighter in den Redakteur-Bios, Street Fighter als Test und ja Street Fighter ist supertoll.
    Ist es auch, aber da kommt man sich als Kunde schon etwas verschaukelt vor. Schließlich sollen die Magazine einem doch beraten und nichts verkaufen.

  14. Mibran sagt:

    Vollste Zustimmung, was die verquere Mentalität in der Öffentlichkeit angeht, bestimmte Dinge hätten kostenlos zu sein. Als Musiker wären mir Tauschbörsen auf jeden Fall ein Dorn im Auge, und auch der Umstand, dass die OpenSource Gemeinde ihre Produkte für lau anbietet, bedeutet nicht, dass ihr diese direkt aus dem Himmel in den Schoß gefallen sind.

    Was Onlinewerbung angeht, das ist einfach zuviel des Guten. Wie schon richtig im Beitrag bemerkt: Wenn vor lauter Geflirre die Nutzinformation der Seite in den Hintergrund gedrängt wird, erreicht man genau das Gegenteil dessen, was man beabsichtigt: Der Anwender wird wütend auf das werbende Unternehmen und den Seitenbetreiber. Apropos Werbung: Ferngesehen wird bei uns daheim längst nur noch Ausgewähltes vom Festplattenrekorder, die Werbung schlichtweg überspult.

    Thema Firefox: Mein Hauptgrund dafür ist weniger Adblock, sondern vielmehr NoScript. Abgesehen von dem (nicht unerheblichen) Sicherheitsaspekt: Wer sich einmal angesehen hat, wieviele Skripte im Hintergrund großer Webportale eigentlich am Werk sind, auch per XSS, und das teils aus Fremdquellen (google-analytics, ivwbox, ligatus, etc.), die eben nicht nur mit korrektem Seitenaufbau zu tun haben, möchte das Plugin eigentlich nicht mehr missen: Wenn ich in natura einen Laden betrete, um mich dort umzusehen, würde auch kein Heer von Weißkitteln dulden, die hinter mir herlaufen und zu jeder meiner Bewegungen wilde Notizen machen.

  15. Dilanor sagt:

    Ich find die Beobachtung mit AdBlock interessant, zumal ich bis heute nie das Gefühl hatte, dass mich die Werbung irgendwie stören würde. Ich nutze den IE – zu langsam ist er mir auch nicht – und surfe auf Spiegel Online ohne Werbeblocker…braucht man sowas?

  16. Bart Beckett sagt:

    Also ich habe Adblock Plus erst ein paar jahre nach dem umstieg auf Firefox entdeckt, möchte es seitdem aber nicht mehr missen. Allerdings gibt es seiten bei denen ich Adblock deaktivieren muss da ansonsten die darstellung völlig verhunzt wird.

    Ad e-ink: als ich auf amazon.com einmal die beschreibung zu Kindle 2 gesehen habe und wie viele zeitungs- und magazinabos es dafür gibt habe ich nicht schlecht gestaunt. Wenn das ding auch mal bei uns – und mit vergleichbarem angebot – an den start gehen sollte werde ich mir den vielleicht sogar kaufen. Reizvoll wäre er jedenfalls.

  17. Treon sagt:

    Der Theorie mit Adblock Plus kann ich folgen. Nebenbei ist die Wahrnehmung von Sicherheitslücken im IE noch deutlich größer, als bei Firefox.
    Was das Lesen von Nachrichten angeht, habe ich inzwischen Tageszeitungen abgeschafft. Tagesaktuelle Nachrichten bekomme ich über spiegel.de (dank Adblock Plus lesbar). Die Nachrichten sind online kompatibel kurz und man ist ausreichend informiert. Blogs kommen nur bei speziellen Themensuchen zum Einsatz. Um mal etwas ausführlichere Artikel zum Weltgeschehen in Ruhe beim sonntäglichen Frühstück zu lesen, eignet sich dann doch eine große Wochenzeitung besser. Am Rechner sind lange Texte eine Qual (Vielleicht ändert es sich ja mit vernünftigen E-Ink Readern). Und wie im Internet muss man sich halt die Perlen aus dem publizistischen Urwald raussuchen. Die GEE (hier früher mal empfohlen von Boris) und c’t (ist das in einem technophilen Blog schon Werbung?) sind da durchaus gute Beispiele.
    Auch jenseits der journalistischen Berichterstattung finde ich das gute Leistung belohnt werden sollte (Stichwort Raubkopien). Seien es Spiele, oder DVDs, als klassische “Kavaliersdelikt” Raubkopierware, oder Programme, die man tatsächlich benutzt. Wozu braucht Ottonormalo Office 2k7 inkl. allem (Access und was da sonst noch zugehört). Die sub 100 Euro Version ist zum einen ein absolut fairer Preis zum anderen kann man ja immer noch zu OpenOffice.org greifen, und dann nach Besten Wissen und Gewissen zahlen. Bei Spielen und DVDs, CDs (auch in .mp3 Form) den Vorteil, dass man tatsächlich nur den Kram hat, der einen auch interessiert und das Sammelsurium bleibt überschaubar. Viele Sammeln ja dann alles was ihnen so über den Weg läuft, und selektieren nicht wirklich (es soll ja Metaller geben, die aus Versehen Marianne&Michael mp3s auf der Platte haben)

  18. BFBeast666 sagt:

    Hm… mal ein kurzer Blick in die letzte Gamepro, die ich mir gekauft habe. Da gibt’s einen fetten Vierseiter zu Uncharted 2 – aber die Textmenge kommt vielleicht auf eine gute Dreiviertelseite. Der Rest ist nur Screenshots. Klar, daß ein visuelles Medium wie Computerspiele representativ dargestellt werden sollte, aber zu PowerPlay- oder den Anfangstagen der PC-Games haben auch 2-3 Screenies für einen Zweiseiter gereicht.

    Worauf ich hinauswill ist, daß die Menge an Info, die ich aus den Spielezeitungen ziehe, in den letzten Jahren immer weiter gesunken ist. Was nützen mir zig bunte Bildchen, wenn nur wenig über Spielmechanik, Story etc. zu lesen ist? Man kann natürlich auch argumentieren, daß die Spiele halt mehr und mehr von ihrer Optik leben und nicht den “inneren Werten”. Aber auf dieses dünne Eis wage ich mich jetzt mal nicht.

  19. Arminator sagt:

    Zu der Firefox – Adblock Theorie:
    Ja, ich nutze Firefox mit Adblock, der aber von mir auf selektierten Seiten ausgeschaltet wird. Seiten, die wirklich dezent mit (für mich relevanten) Werbebannern werben, werden freigeschaltet, und bekommen auch, bei Interesse am Beworbenen Produkt, Klicks (z.B. einige Banner auf der Seite Penny-Arcade).

    Bei “News”-Seiten, bei denen mitten im Lesen des Artikels plötzlich eine DSL Werbung quer über den Artikel geschoben wird, wird von mir eiskalt geblockt (danke, ich habe schon einen Anschluss, sonst könnte ich die Werbung nicht sehen).
    Genauso auch die Flash-Banner, die meinen Spieleboliden mehr zum Ruckeln bringen als Crysis.

    Auch bin ich noch Abonent von redaktionellen Inhalten auf toten Bäumen.
    Die c’t beispielsweise. Wenn beim (kostenlosen) Heise-Newsticker manchmal das von Dir berechtigt kritisierte “blind Abschreiben ohne Recherche” vorherrscht, kann ich im Druckwerk auf größtenteils interessante und gut recherchierte Themen zählen.

    Bei meinem zweiten Abo ist das so eine Sache. Ich lese die Gamestar.
    Was sich über die Zeit aus Happy Computer über Power Play und PC Player zur Gamestar evolutioniert hat, trifft mittlerweile immer seltener meinen Geschmack.

    Und dafür habe ich zwei Theorien:
    1. Entweder war ich damals als PowerPlay Leser zu jung und Naiv, um guten Journalismus von bunten Spiele-Screenhots zu unterscheiden, und die Artikel waren damals genauso “schlecht” wie viele Gamestar Artikel heute, oder …
    2. Ich bin zu alt für den Schreibstil der jetzigen Gamestar Redaktion, für die ich wohl schon der alte Opa bin, und jüngere Gamer-Kids fahren voll drauf ab.

    Ich tippe eher auf letzteres, denn die “spontan” gesprochenen Video-Tests von Heinrich Lenhard sehen sich interessanter an, als die geschriebenen Gamestar Artikel.
    Und da liegt halt der Hund begraben:

    Man *bekommt* kostenlos durchaus gute Nachrichten. Wenn jemand wie Herr Lenhard und Kollegen Spaß an solchen Video-Tests haben, und sie das kostenlos online stellen, finde ich das klasse (zumindest sehe ich auch mit ausgeschaltetem AdBlock keine Werbung auf “Lenhard Lästert”).

    Wenn diese kostenlosen Tests dann (für mich) mehr Wert haben, als ein Labertest über 4 Seiten, dann hat eben das Druckmagazin ein Problem.

    Nicht weil die Leute etwas kostenlos bekommen. Sondern weil die Qualität des kostenlosen Inhalts wertiger ist, als der kostende.

    Ich sehe das so:
    Jemand, dem ein Thema so sehr am Herzen liegt, dass er auch kostenlos darüber berichtet, dem (ver-)traue ich mehr, als einem bezahlten Redakteur, der 4 Seiten Text über ein PC-Spiel füllen soll, über das vor einem halben Jahr schon fast alles geschrieben wurde als es auf Xbox und PS3 rauskam.
    Der macht das, weil sein Lebensunterhalt davon abhängt.

    Man sollte also unterscheiden, *warum* etwas kostenlos oder gegen Bezahlung angeboten wird.

    Mittlerweile mache ich mir schon länger nicht mehr die Mühe, Spiele oder Filme “kostenlos” runterzuladen.
    Entweder tränen meine Augen nach 2 Stunden wackliger Handkamera im Kino, oder ich muss Stundenlang einen Virenfreien Key-Generator finden.
    Dafür ist mir meine Zeit zu Schade.

    Weil hier der bezahlte Inhalt wertiger ist als der kostenlose, zahle ich für Filme und Spiele.

    Es sei denn, die Spiele und Filmverlage “zwingen” mich mal wieder einen No-CD Crack zu suchen, weil der Kopierschutz mein Laufwerk nicht mag (nach 3 Tagen Mailwechsel mit dem Support wollte Thief III immer noch nicht laufen), oder auf HD-DVDs (Ruhe in Frieden) wurde vorschnell die Bildqualität für nicht-HDMI Anschlüsse runtergeregelt.
    Hier hätte wieder der “kostenlose” Content den Vorteil:
    Bei den illegalen Downloads muss ich mich nicht mehr um den Kopierschutz kümmern, der mich von meinem bezahlten Inhalt abhält.

  20. RaPe sagt:

    Lesen in Zügen fand ich schon immer unbequem. Da höre ich lieber über meinen Meizu(MP3-Player hätten sich auch ohne Apple verbreitet) Musik oder informative Podcasts.

  21. CED RadBAD BOY sagt:

    Man sollte für das, was man benutzt/liest usw. auch bereit seien zu bezahlen (mal von abzocke und überteuerten Preisen abgesehen…). Aber ich muss den Kollegen über mir zustimmen…die Qualität einiger Zeitschriften hat doch stark abgenommen. Es gibt nur noch wenige Zeitschriften für die es sich lohnt mal ein par Euro zu bezahlen (ACHTUNG SCHLEICHWERBUNG ;) : Ich persönlich mag ja die Xbox-Games 360).

  22. DarkRaziel sagt:

    Wie ich für meinen Teil nutze Firefox auch lieber mit seinen Add-On wodurch für mich das Surfen in einigen Dingen schöner und besser wird. So habe ich auch das Adblock Plus und Werbung und Pop Ups stören mich nicht mehr. Doch auf Seiten wo ich ständig Verkehre ist er nicht aktiv.
    Wenn Werbung nicht so Aufdringlich im Bild aufpoppt sondern normal an Bildrand usw. daherkommt stört sie mich Überhaupt nicht. Doch wenn die Dinger ist Bild aller par Sekunden poppen nervt das einfach nur und sowas dulde ich Überhaupt nicht.

    Aber selbst im Internet Explorer 7 habe ich den IE7pro (http://www.ie7pro.com/) drin und auch da ist der IE 7 um einiges besser, als in der ausgelieferten Version.

    Um an meine Tägliche Dosis Infos zu kommen surfe ich halt viel und da kann ich Werbung nicht gebrauchen auch wenn sie viele Webseiten brauchen um sich zu finanzieren.
    Doch einige schallten Werbung nur aus Kommerz und sowas muss ich nicht noch mit unterstützen.

    Und Tageszeitungen in Papierform lese ich überhaupt nicht. Warum auch 0,50 Cent bis was weis ich täglich Ausgeben wenn die Infos im Netz kostenlos zu finden sind.
    So bekomme bzw. suche und lese ich halt nur die Dinge welche Interessant sind. Was mit Schauspieler a oder b passiert ist sowas geht mir am Arsc.. vorbei und mit so einem Müll sind schon einige Zeitungen vollgemüllt.
    Und die sogenannten Computerzeitschriften, welche mit den genannten Schriftzügen wie “So kopieren/saugen Sie ALLES” Kunden fangen wollen kann man nur bedauern, welche sich solche Magazine auch noch kaufen. Denn dort besteht die Zeitschrift auch zu gut 40 bis 50% auch nur aus Werbung. Da bezahle ich lieber ein paar Euro mehr und lese Werbefrei doch dann ist die Zeitschrift ohne Werbung auch nur noch 50 Seiten dich und somit auch nicht den mehr bezahlten Euro wird.
    Ohne solche Werbesologen auf dem Titelplatt würde sich die Zeitung keiner kaufen.
    Jedem muss doch heutzutage klar sein das man nichts mehr für Umsonst bekommt. Und ich bezahle gerne für bestimmte Dinge.
    Ich würde auch 10 bis 15 Euro für einen Kinofilm in DVD Qualität bezahlen, wenn er Zeitgleich zum Runterladen geben würde auch wenn ich ihn nur 24h anschauen kann. Denn wenn ich mit meiner Familie ins Kino gehe sind da gut das zwei bis dreifache an Euros weg und das geht auf Dauer auch nicht.
    So warte ich halt 4 bis 8 Monate und leihe mir die Filme in der Videothek aus ob DVD oder Blu-ray für 1,30€. So sehe ich den Film auch, zwar nicht auf der großen Leinwand und dem Flair vom Cola verklebten Teppich mit Popcornkrümel. Vom Sound her fehlt in meinen 4 Wänden nichts mit denn 7.1 HD Receiver mit Teufel Soundsysteme dran bringt beim vollem Anschlag sogar mein Umfeld soweit dazu das Nachtbarn bei mir mal klingeln. ;-)

    In diesem Sinne keine Macht der Unsinnigen Werbung die einfach nur Aufdringlich sind.

  23. Cedric sagt:

    > Warum ist Firefox in Deutschland gerade so erfolgreich? Meine private Theorie:
    > Weil es nur für Firefox einen nahezu perfekt funktionierenden Werbeblocker gibt.
    > Wenn Spiegel Online hohe Prozent-Anteile von Firefox-Usern ausweist, dann sind
    > das nicht alles einfach nur Leute, die Microsoft nicht mögen, sondern Leute, die
    > Adblock Plus lieben.

    Wenn ich so etwas lese sträuben sich meine Nackenhaare gen Himmel. Hast Du Belege für diese Theorie? Nur irgendwelche Ansätze in Zahlen? Statistiken die Belegen wie viel Prozent der Firefox-Benutzer tatsächlich AdBlock Plus installiert haben und auch aktiv nutzen? Denkst du wirklich der Erfolg von Firefox ist auf ein einziges Plugin zurückzuführen? Guck dir bitte mal den Internet Explorer an. Da findest du vermutlich mehr Antworten als im Plugin-Verzeichnis von Mozilla.

    > Das Geschäftsmodell Online-Werbung ist auf einer Massenmarkt-Webseite
    > keine Zukunft.

    Du glaubst gar nicht wie schnell man mit solchen Falschdarstellungen in einer ZDF-Talkshow landet. Mit Aussagen dieser Art sind schon ganz auf die Schnauze gefallen um es mal salopp auszudrücken. Ich erinnere mich gerne an die Zeit bevor Google in den Anzeigenmarkt eingestiegen ist. Damals hieß es auch das der Markt tot sei. Dann ging das Gerücht um Google würde einsteigen und alle haben Google ausgelacht, verspottet für verrückt erklärt. Mittlerweile macht Google Milliarden mit Werbung im Internet. Das Zauberwort lautet: Personalisierte Werbung. Klar haben die Benutzer keinen Bock auf Werbung für Produkte die sie nicht interessieren. Ich habe auch kein Bock Skyscraper-Flashbanner für Luxus-Autos wie z.b. sehr häufig auf Spiegel Online zu finden. Das mag sicherlich Benutzer dazu bewegen Werbeblocker zu installieren, aber das liegt nicht an der Werbung selbst sondern an dem Nervfaktor dieser Werbung. Flash gehört raus aus der Werbung – ohne Frage. Aber auch mit Werbeblockern wird der Anzeigenmarkt im Internet weiterleben. Ende der 90er gab es noch den guten alten “WebWasher” und damals haben auch alle behauptet dies sei das Ende des Anzeigenmarktes. War es aber nicht. Übrigens gibt es durchaus technische Möglichkeiten Benutzer mit Werbeblockern davon abzuhalten Werbung zu blocken, aber Inhalte anzeigen zu lassen. Sprich: Ohne Werbung kein Inhalt. Nutzen nur wirklich sehr wenige.

    > Warum kaufen die Leute keine Zeitungen mehr? Vielleicht ist ja Apple Schuld?
    > Denn in den letzten drei Jahren ist zum Beispiel deutlich sichtbar das Verhältnis
    > zwischen Zeitungslesern und Musikhörern beim S-Bahn-Fahren massiv gekippt.
    > Ich sehe kaum noch eine aufgeschlagene Süddeutsche Zeitung auf der Fahrt ins
    > Büro, aber immer mehr Ohrstöpsel, quer durch wirklich alle Bevölkerungsgruppen.
    > Der Ipod verdrängt die Pendler-Zeitung.

    Und das Internet ist Schuld das keiner mehr Bücher liest, der Fernseher ist Schuld das keiner mehr Radio hört und die Spielkonsolen sind Schuld das keiner mehr Gesellschaftsspiele spielt? Ohne Dir zu nahe treten zu wollen: Deine Welt scheint beim Verfassen deines Beitrags wohl sehr Schwarz und Weiß gewesen zu sein. Bevor die oben genannten Medien erfunden wurden gab es nunmal nicht sehr viel Vielfalt. Diejenigen die informiert bleiben wollten waren gezwungen die vorhandenen Medien entsprechend zu nutzen, auch wenn sie diese Medientypen vielleicht nie so richtig akzeptiert oder bevorzugt haben. Irgendwelchen klugen Menschen kamen auf die Idee andere Medientypen und Unterhaltungsformen einzuführen. Beispiel: iPod, Podcasts, und viele weitere. Plötzlich gab es dieselben Informationen, aber viel mehr Medientypen um diese anzubieten. Mittlerweile ist für jeden das passende dabei und diejenigen die vorher “ungeliebte” Medien konsumiert haben sind nun auf Ihre Favoriten umgestiegen. Ich habe schon als Kind Bücher ungern gelesen oder Zeitungen. Seitdem ich im Internet bin lese ich sehr viel – aber auch nur online. Eben weil ich nicht den “Einheitsbrei” vorgesetzt bekomme wie z.B. in einer Zeitung oder einer Zeitschrift, sondern weil ich mir die Informationen gezielt beschaffen kann und auch noch in der Form in der ich Sie gerne hätte – und da bin ich nicht der einzige.

  24. NekYar sagt:

    Ich selbst nutze zwar AdBlock, empfinde es aber eher als nettes Feature, Hauptgrund den Firefox zu nutzen ist die aus meiner Sicht deutlich übersichtliche Bedienung. Generell hab ich auch garnichts dagegen, wenn ich auf ner Seitung auch mal Werbung sehen muss, die ständigen Flashwerbungen, seitenfüllenden Anzeigen (z.B. bei Spiegel.de) und PopUps haben mich aber zu AdBlock geführt. Ob sich inzwischen was an der Situation geändert hat kann ich aber nicht beurteilen.

    Und zu dem Konflikt Internet/Magazin:
    Um eine vernünftige Tageszeitung kommt man mMn nicht herum, auch ist der Spiegel nach wie vor eine stets vorhandene Lektüre bei mir – bei einem Spielemagazin seh ich aber inzwischen einfach keinen Mehrwert mehr. Hier gibts keinen (richtigen) Journalismus, hier wird einfach nur über ein Spiel berichtet. Und da reichts mir persönlich auf 2-3 Seiten die Meinungen irgendwelcher Internetredakteure zu lesen. Und ganz ehrlich: nen wirklichen Qualitätsunterschied zu Gamestar & Co. erkennt man leider nur äußerst selten.

    Ist schon merkwürdig, seit Warcraft 2 von der PcPlayer als Aboprämie angeboten wurde, war ich Abonnent eines Computermagazins. Erst PcPlayer, dann Gamestar, dann wieder PcPlayer (revival), dann Gamestar und jetzt? In den letzten 2-3 Jahren habe ich ca. 5 Ausgaben gekauft.

  25. Melvin sagt:

    Also ich gehöre zu den Menschen die mittlerweile nur noch 2 Zeitschriften (GEE und Foto Hits) lesen.

    Zeitschriften wie “PC Games” (o.ä.) würde ich heute nicht mehr kaufen.
    Mir ist es egal wo sich durch Werbung bessere Wertungen erkaufen lassen. Das passiert im Print- genauso wie im Onlinemarkt. Wenn mich ein Spiel interessiert, schaue ich halt kurz auf IGN um einen kurzen Eindruck zu erhalten. Danach noch ein paar Videos und ich habe mir erstmal ein Bild über das Spiel gemacht.
    Da braucht es wirklich keine Zeitschrift für.

    Ich suche Zeitschriften die mir mehr Artikel bieten als 08/15 Webpages.
    Die Zeitschrift “Foto Hits” ist für mich als Anfänger im DSLR Bereich sehr interessant. Die GEE ist in meinen Augen das beste Videospiel Magazin in Deutschland. Alleine die Seite mit Grafiken aus alten Games zu einem Thema rechtfertigen das Geld für die GEE.

    Eine Zeitschrift wie die “VIRUS” habe ich nur aufgehört zu lesen, da mir 6,66€ zu teuer waren. Natürlich ist es ein kleines Zine für eine Randgruppe aber für 6,66€ bekomme ich schon fast eine DVD. Über 10DM habe ich früher NIE!! für eine Zeitschrift bezahlt. Niemals für eine ohne DVD oder Meerjungfrauen mit Futter. Nee, SORRY, dass war die Werbung im YPS Heft und nicht das Gimmick. ;)

    Allerdings lese ich keine Zeitschrift mehr in Bus oder Bahn auch wenn ich pro Woche fast 10 Stunden darin verbringe. Ich sehe mir TV Serien und Podcasts (1UP Show, Comedy Street, Switch, Sendung mit der Maus,…) auf meinem iPod Touch an (Ipod gibt es weiterhin nicht ;) ).
    Ich möchte einfach die anderen Leute in der Bahn nicht hören. :)
    Gelesen wird Abends im Bett wenn ich zur Ruhe komme.

    Das Thema ZEITSCHRIFTEN UND RAUBKOPIEN ist leider nichts neues. Du kannst gerne mal einen Bekannten fragen der Filme auf DVD veröffentlicht. Vor Jahren schon hatte jedes Käseblatt geschrieben wie man den Kopierschutz umgeht und eine DVD auf einen kleineren Rohling brennt oder direkt die Filme saugt. Danach wusste wirklich JEDER, der es wissen wollte, wie es geht. Damals war die Gesetzeslage bezüglich der benötigten Programme auch noch eine ganz andere.

  26. TMSIDR sagt:

    Ja, Boris, ich muss Dir da auch grösstenteils zustimmen. Ich warte auch schon darauf, dass die Ebook-Reader oder sowas ähnliches sich weit verbreiten, dass ich meine Tageszeitung einfach in handlicher, elektonischer Form geniessen kann. Wäre wohl auch irgendwie umweltfreundlicher und preiswerter als diese Papierberge. Im Moment gehöre ich sogar noch zu den Leuten, die morgens auf dem Weg zur Arbeit in der Bahn Zeitung lesen (wobei wegen des Formats das ganze nicht gerade gemütlich ist), dabei aber Musik hören (immerhin kein Ipod, aber auch kein Zune^^). Auf dem Heimweg spiele ich dagegen im Moment dann oft PSP….

    Meine Tageszeitung gibt’s auch als PDF, aber im Moment hab ich nix gescheites, auf dem ich die auch unterwegs lesen könnte.

    Ich benutze übrigens den IE, und ärgere mich nicht allzusehr über die Werbung, mag allerdings beim Firefox die Rechtschreibprüfung ganz gerne^^.

  27. sonnendeck sagt:

    ich surf mit dem safari privat und auf der Arbeit mit dem IE und den unterschied als Konsument erkenn ich nicht wirklich, ich verstehe bis heute auch nicht wenn ich mir eine Süddeutsches abo oder spiegel oder oder kaufe für ein Jahr, das ich nicht vor dem Drucken die Ausgabe per Pdf bekomme dann hätte ich ja was für mein iphone zum lesen in der ubahn ;-)

  28. Stefan sagt:

    Zum Thema “Ipod verdrängt Zeitung in der U-Bahn”:
    Ja, ich habe früher in der U-Bahn auf dem Weg zur Arbeit auch immer Zeitung gelesen. Mittlerweile hat mein Ipod aber wie du schon sagtest auch meine Zeitung verdrängt, …, jedoch nicht wie angenommen zu Gunsten von Musik, sondern von Claus Kleber und Gundula Gause des ZDF Heute Journal Podcasts. Und ja, ich zahle per GEZ dafür… ;)

  29. habehandy sagt:

    Ich nutze Firefox schon seit Ewigkeiten. Adblockplus habe ich aber erst installiert als die LayerAds überhand genommen haben. Ohne LayerAds würde der Einsatz der Adblocker DEUTLICH geringer sein.

    Viel wichtiger als AdBlockPlus sind die anderen PlugIns wie z.B. Image Zoom oder “URL Link” und natürlich die Rechtschreibprüfung.

    Ich bin auf FireFox umgestiegen weil der IE6 dermaßen schlecht war und FireFox mit den Tab-Browsing viel besser bedienbar war.

    Ein weiterer Grund waren die fast täglich veröffentlichen Sicherheitslücken von IE.

  30. Z3R0B4NG sagt:

    Warum soll ich mir einmal im Monat eine Spielezeitschrift kaufen wenn ich 20 Seiten im Internet gebookmarked habe die mir jeden Tag das neuste nur so um die Ohren hauen?

    Die Testberichte selber sind in den Zeitungen genauso subjektiv und Lückenhaft wie in jeder Meinung aus Foren.

    Dazu noch ein paar Videos auf youtube gekuckt und ich kann schon viel besser entscheiden ob das Spiel oder Die Hardware mir zusagt oder nicht.

    Das ist an sich ein intresanter Punkt.
    Auf der einen Seite blende ich Werbung aus weil sie nervt, auf der andren Seite habe ich aber mehr als genug Werkzeuge im Internet um mich über ein Produkt das mich wirklich intresiert zu informieren und auch noch den besten Preis rauszusuchen.

    Vielleicht sollten sich die Hersteller einfach drauf konzentrieren an den richtigen Stellen informationen bereit zu stellen anstadt alles mit Werbebannern vollzupflastern.

    Andrerseits sind die Werbebanner im Internet auch oft aus reichlich unseriösen Quellen und daher schon beinahe als Sicherheitsrisiko anzusehen wenn man so will.

    Alles relativ.

  31. mindVex sagt:

    Dass Firefox nur aufgrund von AdBlock Plus in Deutschland so erfolgreich ist, denke ich nicht. Da kenne ich selbst genug Gegenbeispiele. Wenn ich bei einem Bekannten oder in der Verwandtschaft mal wieder den Rechner neu aufsetzen muss, installiere ich da auch immer Firefox mit – und jedesmal ohne AdBlock. Und zwar aus dem Grund, weil der Firefox wesentlich bedienfreundlicher ist, neben AdBlock einen Haufen wesentlich mehr und bessere Plugins hat und sonst irgendwie auch schon mehr sexy als der IE ist.

    Der iPod ist sicher auhc nicht in allen Belangen besser als andere MP3-Player, aber er spricht eben die Emotionen an. Das ist beim Firefox sicherlich auch so. Dass gerade die Deutschen so werbefeindlich sind und hierzulande pro Firefox-Installation mehr AdBlock-Plus-Addons installiert werden, ist IMO nur eine subjektive Einschätzung. Oder gibt’s dazu irgendwo eine (glaubwürdige) Statistik?

  32. Matejunkie sagt:

    Die digitale Welt holt eben auch die Printmedien ein. Das ist der Zahn der Zeit und Zeitungen werden bald vermutlich nur noch am Wochenende im Cafe beim Fruehstueck gelesen werden.
    So geht es mir zumindest. Ich lese gerne Nachrichten auf dem Weg zur Arbeit, allerdings mit dem Blackberry und dann vorrangig auch eher internationalere Medien. In Sachen Informationsbeschaffung ist dies auch viel weitreichender. Wenn ich mit Printmedien mehrere Quellen vergleichen wollen wuerde, muesste ich gleich mehrere Zeitungen mit mir herumschleppen. So reicht das Eingeben einer neuen URL oder das Anklicken eines Bookmarks.

    Ich waere hier auch klar dazu bereit einen geringen Betrag pro Artikel oder beispielsweise 2 US$ zu zahlen, wie es die NYZ letztens kalkuliert hat, im Monat dafuer zu zahlen. Genauso, wie ich an meinem computerfreien Sonntag am Wochenende fuer die FAZ im Cafe zahle.
    Aber das Business ist noch jung, der Markt enorm im Wandel. Im Hinblick auf die NYT hat man auch mal durchgerechnet, ob man nicht jedem Abonnenten einen eReader (Kindle oder aehnliches) zum Lesen spendieren sollte und denen dafuer dann die Printausgabe streicht. Ich waere da sofort mit dabei, auch mit einer angemessenen Zuzahlung fuer das Geraet. Und ich hoere haeufig in meinem Umfeld, dass dies auch dort begruesst werden wuerde.

    Fuer die Onlineausgaben der hiesigen Printmedien im Unterhaltungsbereich (Computerzeitungen, Gossip, etc.) waere ich dagegen nicht bereit, zu zahlen – das muss ich eingestehen. Und nicht, dass wir uns falsch verstehen: Ich bin mit der Happy Computer, der Power Play, der PCPlayer und weiteren gross geworden. Aber relevante Informationen zu Releases oder aehnlichem bietet das Web in einer Fuelle, nicht zuletzt durch die Blogwelle auch aus erster Hand, die es einem erlaubt, auf diese Medien zu verzichten. IGN scheint zwar gut zu funktionieren mit Werbung und einem Premium-Modell, ein sowohl in Qualitaet als auch in Quantitaet vergleichbares deutsches Mediennetzwerk im Unterhaltungssektor sehe ich allerdings noch lange nicht und direkte Konkurrenz fuer IGN auf internationaler Ebene ehrlich gesagt auch nicht.

    Um zum Firefox zu kommen:
    Ich halte ebenso wie xsgamer die These fuer sehr gewagt. Auch ich benutze Firefox in Verbindung mit Opera, beides ohne Adblocker oder aehnlichem. Ich bin zwar Unix/Linux Systemadministrator und arbeite auch ausschliesslich unter Unix-oiden Betriebssystemen, wuerde ich allerdings wieder unter Windows arbeiten (auch jahrelang praktiziert) haette ich genauso entschieden.
    Der Grund dafuer ist einfach: Verlorenes Vertrauen in die Arbeit von Microsoft am Browser. Machen wir uns nichts vor: Die Arbeiten am IE waren lange Zeit im Konzern vermutlich so niedrig priorisiert, dass es grade mal fuer Security fixes reichte. Der immer noch sehr weit verbreitete IE6 ist zum Zeitpunkt des Releases fuer damalige Verhaeltnisse gut gewesen und blieb dann jahrelang in gleichem Funktionsumfang auf der Strecke. Der Browsermarkt ist derweil mit grossen Schritten (Tabbed-Browsing, Einbindung von Third Party Software, Wertlegung auf Useability, Security und Stabilitaet) vorangegangen und Microsoft hat es vermutlich nur mit viel Geld hinter den Kulissen geschafft, IE7 und IE8 wieder konkurrenzfaehig zu bekommen. Der neue IE braucht sich in Sachen Funktionalitaet und auch Sicherheit nicht zu verstecken, davon bin ich ueberzeugt. Aber das Vertrauen und der Ruf haben in meinen Augen in den letzten Jahren eben sehr gelitten. Und dafuer braucht man auch kein IT-Crack sein, um das zu verstehen. So etwas macht auch in der breiten Bevoelkerung bei der naechsten Wurm-Warnung in der Tagesschau die Runde.
    Ich moechte gar nicht erst mit einer Open Source Debatte beginnen, das ist dafuer nicht der richtige Ort. Fakt ist aber, ich schaetze Microsoft zunehmend im Entertainment-Bereich, als Mediacenter oder Spielekonsole und weniger als Desktop zum Arbeiten. Fuer diesen gibt es mittlerweile genug freie, gut funktionierende Alternativen, die mit Windows konkurrieren koennen und wollen.

    Von Microsoft moechte ich da in den Stunden vor der Box einfach gut unterhalten werden und meine sh und bash auch mal vergessen koennen. Und das klappt kurz und knapp: Ausgezeichnet!

  33. Zecher sagt:

    Ich möchte an dieser Stelle auf die Zeitschrift c’t verweisen, die seriös, objektiv, sehr proffessionell und überaus erfolgreich ist.

    Des weiteren gibt es immer mehr Online Medien, die erfolgreich bestehen. Meist sind es Flashinhalte im Zeitschriften – Layout. Diese lassen sich meistens auch als PDF downloaden. Die Werbung darin ist mit Sound und Videos animiert und sehr nett anzusehen. Die kleinen machen es den großen vor.

    Pc Welt, Com!, Chip etc. wiederholen ihre Themen jedes Quartal und bohren nur an der Oberfläche. Diese “illegale Downloads” Aufreißer ist unübersehbar.

  34. Bibliothomas sagt:

    Meine Bereitschaft, auch sinnlose Dinge zu tun, wenn es nur mit der Xbox 360 zusammenhängt, habe ich nachhaltig bewiesen. Ein Beispiel: Seit der Live Messenger mit der Xbox 360 gesyncht wird, verwende ich ihn wieder (neben ICQ). Ich habe sogar einen Zune, da ich damals die Hoffnung hatte, dass es in Europa einen Connex zur Xbox gibt. Ich mag sowas.

    Es ist beim Firefox ja nicht nur AdBlock, es sind zahlreiche Features, aus denen sich jeder was rauspickt. Warum er in Deutschland so erfolgreich ist? Die Meinung reicht von “Weil wir Hitler hatten und Monopole aus Prinzip hassen” bis zu “Kathedrale und Basar”. Der Internet Explorer ist einfach nicht gut genug. Microsoft bringt es nicht gebacken, alle Kräfte aus allen Abteilungen und Landesgesellschaften zu bündeln und die Herrschaft über die Web-Desktops zurück zu erobern.

    Thomas

    P.S. Deine These halte ich mal fest: “Das Geschäftsmodell Online-Werbung ist auf einer Massenmarkt-Webseite keine Zukunft. Es kann nachhaltig nur funktionieren, wenn die Leser für die Nutzung bezahlen.” Da halte ich dagegen. Das Web ist nicht Xbox Live. Bestimm einen Zeitraum und einen Wetteinsatz und dann – top die Wette gilt.

  35. Bobbin sagt:

    Ich denke, dass Flatrates die Zukunft sein werden, sei es Musik, Film oder Text. Man muss es den Leuten einfach machen, so einfach, als ob sie sich die Sachen illegal besorgen. Wenn ich im Jahr 100 Euro zahle und dafür freien Zugriff auf die für mich wichtigen Texte in meinem E-Reader habe, dann ist das für mich die Zukunft, auch wenn ich es heutzutage noch nicht praktikabel finde (den Amazon Kindle gibt es hier ja leider vorerst nicht).
    Die Gesellschaft verändert sich nunmal, von den früheren handverlesenen Sammlungen (seien es CDs, Filme oder Publikatonen) bauen die Leute Medien-Bibliotheken auf und das ist ein Trend, den die Industrie begleiten und nicht bekämpfen muss.

    Zum Thema Firefox: Der Adblocker ist sicherlich eine nette Sache, aber hier in Deutschland herrscht zugleich ja auch eine gewisse Datenschutz-Phobie und da hat sich Microsoft ja in der Vergangenheit nicht nur mit Ruhm bekleckert. Aus der Perspektive eines Entwicklers, der seit 12 Jahren in der Branche tätig ist, habe ich natürlich auch noch eine Meinung zum IE, der weder in Performance (die Javascript-Engine ist ein Witz), Anpassbarkeit (Extensions, Skins, nur über Umwege) oder Compliance (nicht nur in Benchmarks sondern auch Real World-Entwicklung) mit Firefox, Safari oder Opera mithalten kann. Letzten Endes verhält sich Microsoft hier wie die Medienkonzerne, es mangelt einfach an einer Öffnung zum Endverbraucher hin, aber immerhin gibt es ja erste zaghafte Open Source-Ansätze.

  36. jot sagt:

    Also ich habe Firefox lange Zeit ohne Adblock Plus genutzt (einfach nur weil ich ihn für sicherer und performanter als den IE halte). Habe es letztens mit draufgezogen, weil manche Websites (z.B. die von der Frankfurter Rundschau) extrem lahme Adserver haben – oder Spiegel Online mich mit Overlay-Werbung nervt – da mach ich es dann mal an – normalerweise bleibts aber aus, weil ich als Betreiber einer eigenen Website weiß, wie sehr man auf die Werbe-Finanzierung angewiesen sein kann.
    Naja, vermutlich bin ich mit dieser Einstellung ziemlich alleine ;)

  37. Brommel sagt:

    Mein AZ Abo habe ich vor gut einem Jahr auch gekündigt da das Format mehr als unpraktisch ist. Von mir aus macht die Dinger 50% kleiner und dafür dicker.
    Das lag definitiv nicht am Geld.
    Jetzt fahre ich etwas früher ins Büro und lese mir alle News beim Kaffee auf dem Rechner durch.

    Meine Geo und NG habe ich aber noch als Abo … Papier ist halt perfekt für’s Bad (wie hier schon bereits einer schrieb).
    Wenn in diesen die Werbung jedoch überhand nehmen sollte dann werden auch diese gekündigt.

  38. exituz23 sagt:

    Auch auf die Gefahr hin mich unbeliebt zu machen, die Privatkopie sollte legal sein.

    Nicht nur Glück vermehrt sich, wenn man es teilt, sondern auch wssen und Kultur.

    Ich sehe ein, dass niemand etwas, auch nicht etwas digitales, produzieren kann ohne eine Gegenleistung zu erhalten.

    Dort gibt es aber diverse Vergütungsstrategien. Um nur eine zu nenen: Kulturflatrate.
    Wer mehr wissen möchte kann ja ein bisschen das Web durchsuchen.

    Beide Seiten, verlieren bei der derzeitigen Gesetzeslage.

    • Entschuldigung, aber das ist doch Schwachsinn. Es verlieren nicht “beide Seiten”. Eine Seite nimmt sich was, was ihr nicht zusteht, und die andere Seite reagiert teilweise falsch, aber was soll sie machen?
      Kulturflatrate? Was für ein blödsinniges Konzept. Ne Lebensmittelflatrate wär doch ein Konzept oder eine Autoflatrate oder so…

      • Faerwynn sagt:

        Da muss ich Boris voll zustimmen. So ein Quatsch. Ich werde bald mit dem Studium fertig sein und in der Softwarebranche arbeiten. Nur weil mein Produkt leicht zu duplizieren ist soll es dann von allen kopiert werden dürfen und ich darf nicht meinen eigenen Preis dafür festlegen, den ich dafür haben möchte?

        Wer etwas haben möchte, das ein anderer produziert hat, der muß auch bereit sein dafür zu bezahlen.

      • exituz23 sagt:

        Man kann digitale Daten nicht mit Lebensmitteln vergleichen. Äpfel, Birnen anyway?

        Lebensmittel sind Produkte zum “anfassen”.

        Daten kann man jedoch mit wenig bis null Kosten kopieren / teilen.

        Geb ich dir mein Brot, ist es weg und ich muss hingern. Geb ich dir eine mp3, haben wir sie beide.

        Und es verlieren trozdem beide. Auch wenn die eine Seite nicht rechmäßig handelt. Die Industrie verliert an nicht verkauften Einheiten und die Urheberrechtsverletzer,sofern sie erwischt werden, eine Menge Geld durch überzogene Schadensersatzforderungen.

        Oder nicht? :D

        • Noch so ein scheinheiliges Argument, dem ich nicht folgen mag. Weil ich die Daten kopieren kann, ist es in Ordnung, sie nicht zu bezahlen?

          • exituz23 sagt:

            Hab ich das behauptet?

            Lies nochmal beide meine Beiträge. Es ist dennoch auch ein wrtsch. Unterschied, ob ich Autos verteile, oder Daten.

            Und das Daten Verteilen ist ohne unrechtmäßige Beschneidung der Privatrechte so nicht mehr aufzuhalten.

            Und deshalb müssen eben Alternativen gefunden werden.
            Und der Artikel den du da gestern getwittert hast, glänzt auch nicht gerad mit guter Recherche. Es ist einfach nicht wahr, dass es niemanden gibt der das Urheberrecht zu modernisieren versucht.

          • Ich bleibe bei meiner Argumentation: Dem Autoren zu sagen, man könne sein Werk ja problemlos vervielfältigen, deswegen müsse er sich schon einfallen lassen, wie er zu Geld kommt, ist üble Erpressung. Wider besseren Wissens und wider das geltende Recht Musik, Filme, Bücher, Spiele zu vervielfältigen, einfach nur weil es geht und weil es vielleicht keiner merkt und man höchstwahrscheinlich nicht bestraft wird, sollte man nicht Robin-Hood-mässig beschönigen. Derjenige hat nicht bezahlt. Ende.

          • exituz23 sagt:

            Und was wäre dein Vorschlag? Internet zu 100% überwachen und somit jeden unter Generalverdacht stellen?

            Ich habe nicht gesagt, dass ich das Tauschen von Musik etc gutheiße, sondern nur dass es eine Änderung der Gesetzeslage bedarf.

            Wo sind die sinnvllen Vorschläge seitens der Industrie?

          • Wir drehen uns im Kreis: “Ich klaue so lange bis die Industrie mir ein Angebot macht”. Das nennt man Erpressung.

          • Lobo sagt:

            Ich glaube der beste Beispiel dafür sind MusikCDs. Wenn man eine CD im Laden klaut ist das Diebstahl. Wenn man eine CD illegal aus dem Internet herunterläd, ist das auch Diebstahl, weil der Künstler auch kein Geld bekommt. Nur das man es im Internet viel viel einfacher hat, und die meisten kein schlechtes Gewissen haben, weil sie ja nichts “Materielles” klauen.

            Das die Probleme hier in meinem Augen aber zum grössten Teil an der Musikindustirie selber liegt, ist ein anderes Thema, Diebstahl bleibt Diebstahl.

          • Chris sagt:

            Schau ins StGB. Es handelt sich um keinen Diebstahl, sondern um eine Urheberrechtsverletzung.

          • Jürgen sagt:

            Ist das jetzt besser oder schlechter? ;-)

    • Jürgen sagt:

      Eine Kulturflatrate? Wie soll das in der Realität funktionieren?
      Füllen Sie bitte das Formular aus und ein Gremium entscheidet in ein paar Jahren, wenn es mit den anderen 26,7 Millionen Kunst- und Kulturschaffenden durch ist, ob sie auch Künstler sind und somit bezugsberechtigt.

      Und klar vermehrt sich Wissen und Kultur durch das Internet – nur eben leider nicht so schnell wie Raubkopien. ;-)

  39. Jürgen sagt:

    Übrigens wirklich ein sehr guter Artikel von Spiegel Online, auf den Du im Twitter verlinkst. Das bringt’s wirklich auf den Punkt. Auch wenn es ein etwas längerer Punkt ist. ;-)

  40. Faerwynn sagt:

    Ich benutze den Firefox hauptsächlich weil er Open Source ist und die Plugin-Struktur hat. Das ist ein Konzept, das ich unterstütze. Und außer Ad-Block, was wirklich gut ist, ist für mich der Hauptgrund NoScript. So bequem ist kein anderer Browser, was flexible Sicherheitseinstellungen für Flash&Co angeht.

  41. sonnendeck sagt:

    Bei Spiegel Online gab es dazu einen super Bericht wie verlogen das ganz eigentlich ist http://www.spiegel.de/netzwelt/web/0,1518,609165,00.html, ich habe Freunde die kommen aus dem Film und Musikgeschäft, es ist ja nicht so das die Masse Gehälter aller Brad Pitt oder 50 Cent erhalten. Die meisten verdienen von Projekt zu Projekt und dazwischen kann es schon mal hart werden die Zeit finanziell zu überbrücken und vor allen an neue Projekte ranzukommen, denn wenn keiner zahlt gibts auch nichts neues.

    Persönlich finde ich es vollkommendes Unvermögen zu behaupten Schwarz / Raub Kopien oder wie man das sonst nennt sind legitim, Sind Sie nämlich nicht, damit werden Leuten, die Lebensgrundlage entzogen, was ich aber finde das neue Geschäftsmodel gefunden werden müssen, vor allen die Preise sind teil weise unmöglich 18 Euro für eine CD ist einfach zuviel. 30 Euro für ein Blu Ray Film ebenso, 71 Euro für ein Spiel genauso. Das ist auch meine Meinung aber keine Rechtfertigung dafür sich Raubkopien zu besorgen.

    Denke gerade Leute der Generation ab Mitte 1960 hat da nicht unerheblich auch ein Mitschuld, wir haben damals viel von diesen Mythen mit geprägt, von wegen Dos und Windows hätten sich nicht soweit verbreitet wenn Microssoft nicht Raubkopien zu gelassen hätte, was natürlich totaler Quatsch ist, aber dieses Ammenmärchen wird immer gerne herangezogen. Genauso wurde in den 80 ´g einfach verpennt, rigider gegen Kopien von Software vorzugehen, in jeder Happy Computer wurden Seitenweise Kassetten mit C64 oder Spektrum Spiele für 10 DM angeboten. Was natürlich für Schüler ein sehr verlockendes Angebot war und das hat eigentlich dazu beigetragen, das dann mit den Aufkommen von CD´s sich verschärft hat, man war es gewöhnt Raubkopien zu nutzen, das ganze ist dann natürlich mit DSL vollkommen aus dem Ruder gelaufen, denn das Unrechtseins Bewusstsein ist bei vielen überhaupt nicht vorhanden und das ist der Hacken an der ganzen Geschichte.

  42. Phenomenon360 sagt:

    So “sehr gut” find ich genannten Artikel garnicht. Hier wird seltsamerweise GTA als positiv Beispiel genannt. Ich kanns nicht verstehen. Dabei ist GTA nichteinmal ein “wirklicher” Shooter. Man sollte Genre bedingt auch differenzieren: ein Sandbox Spiel wie GTA räumt den Entwicklern auch mehr erzählerische Freiräume ein. Andererseits: Wen interresiert die Story, die Missionen laufen eh nach dem Motto “fahr dort hin, töte alle” ab. Ob mich jetzt der durchgeknallte Drogenboss zum töten schickt oder Sergant Pepper vom Raumschiff Pillar of Autum… der Kontext macht so gesehen den Bock nicht fett.- Denn: Du sollst nicht töten !

    Absolut Unverständlich ist, wenn man schon Gewaltspiele in “gut” und “böse” kategorisiert, dass Antikriegsspiele wie Metal-Gear-Solid in diesem Artikel nicht genannt wurden.

    Vielleicht nehm ich im Artikel genannte Shooter auch einfach nicht so ernst wie Christian Stöckers vom Spiegel.

    Sorry fürs Off-Topic.

    Und an Boris-Schneider-Johne sei gesagt: Schöner Blog, großes Lob an das Team hinter XBOX, der Support ist klasse. Bitte so weitermachen !

    • Brommel sagt:

      Stimme ich zu. Bei Fable II kann ich den Leuten mit genug Skill auch den Kopf von den Schultern schießen (es macht nur nicht Plop wie bei GoW2, platzen tut er auch), Frauen und Mönche im Tempel der Schatten dem Gehörnten (beim Todesglücksrad) opfern. Gangbangs veranstalten bis der Tripper frohlockt. Und regt sich wer auf? Nö. Warum auch … ist ja Fable in schön und bunt.

      GoW2 ist auf dem Index, Dead Space kann man hier kaufen. Wobei ich DS deutlich schlimmer finde da die Musikuntermalung sowas von genial ist dass ich da meine Paranoia habe. Nennt mich Pussy aber bei DS bekommt man mit der richtigen TV Größe und Kinosound einfach nur Angst. GoW ist nur ein dumpfer (wenn auch guter) Shooter. OK, das Gewehr mit der Chainsaw … in der Videthek gibt es auch Splatter ohne Ende und in den 40K Romanen ist es sowas von detailliert beschreiben wie man zu Menschenmuß verarbeitet werden kann … keiner regt sich wirklich auf. Literatur eben und auch für Kinder zugänglich *Kopfschüttel*

      Eine Erklärung von der USK … bei GoW sehen die Locust wie Menschen aus (aja, diese hässlichen Fleischberge … aber bei DS sind es Mutanten). Wer da keine Humanoide erkennt muß blind sein. Das Leichenschänden mit dem Cutter oder dem Stiefel muß man wohl auch nicht erwähnen. Und daür gibt es auch drei Achievements.

      Also Entschuldigung bitte. Entweder machen wir Nägel mit Köpfen oder wir selektieren nicht was auf dem Index landet und was nicht (wegen Blut wohlgemerkt).
      Ein 18′jähriger sollte schon unterscheiden können was Spiel und was real ist.
      Immerhin ist nicht der Staat für die Erziehung zuständig sondern die Eltern, der Staat soll nur unterstützen. Das hat man wohl gerne vergessen da sich die Eltern oft ja selbst verwirklichen wollen. Wenn ich sowas in dem Spiegel Bericht lese kann ich nur den Kopf schütteln.
      Die deutsche Intellektülle ist hier eindeutig mit dem Thema überfordert, wie mir scheint. Alles auf die Spiele schieben ist einfach.
      Wie sagte es mal ein Kabartist “… wenn man morgens weiß wer der Böse ist hat der Tag Struktur …”
      Wo bin ich denn hier?!?

      Zum Thema selbst:
      Endlich hat iTunes DRM entfernt. Nur 5x verwenden? Hat bei mir oft nicht gereicht und dabei war das ausschließlich Privatntzung (glaubt es oder lasst es sein). Nur ist es eine Frechheit dass ich, wenn ich bereits gekaufte Musik DRM-frei haben möchte nun nochmals einen dreistelligen Betrag zahlen soll. ICH HABE SCHON DAFÜR BEZAHLT!
      Naja, man hat ja Wege das zu Umgehen und ab jetzt ist es nicht mehr da.
      Ob ich ein Schuldgefühl dabei habe? Nope, ich habe dafür bezahlt.

      BlueRay wird übrigens so lange boykottiert bis die Preise fallen. 30€ für einen Film der auf DVD nur 10€ kostet … die haben sie doch nicht mehr alle. Aber wenn die Leute kaufen kann man es ja machen. Da ist aber der Konsument selbst mit schuld.

      • Asmudeus sagt:

        Soweit ich weiß differenziert die USK auch nach Kontext, Präsentation und einigem anderen. Wenn ich dein Beispiel weiter verfolge, die Locust kann man eher als menschenähnliche (fühlende?) Wesen sehen als die Mutanten/wasauchimmer in Dead Space denke ich, aber größtenteils stimmt das schon was du sagst, finde ich, viel Unterschied ist da nicht. Kontext: Mister Mechaniker (sein Name ist mir entfallen) aus DS will aus dem ganzen wieder raus und verteidigt sich (nur), Mister Fenix ist da…etwas anders. Jetzt kommt aber das was, so vermute ich, der Knackpunkt ist: Die Präsentation. GoW zelebriert bzw. inszeniert die Gewalt bewusst, das passiert in dieser Form in DS meines Wissens nach nicht. So am Rande, sowas merke ich auch bei manchen Leuten auf Xbox Live, Sätze wie “Das sieht so geil aus wenn man die zersägt haha” u.ä. habe ich bei Aussagen über GoW öfters gehört als bei DS (teilweise die selben Spieler). In DS wurde eher gerühmt wie gruselig es doch ist, was jetzt aber nicht heißen soll das dort nicht auch solche Sätze kamen.

        Dead Space wurde übrigens auch nur sehr, sehr knapp eine Alterseinstufung erteilt, war wohl ein ziemliches Hin-und-Her, GoW2 wurde verständlicherweise gar nicht erst vorgelegt.

        Das mit den Büchern sehe ich genauso, solches wie von dir beschrieben sollte auch “keine Alterseinstufung” bekommen^^. Das mit der Angst ist so eine Sache, für mich ist z.b. der Part in Titanic wo sie untergeht wesentlich angsterregender als so mancher “Horrorfilm”, vermutlich weil ich weiß das es alles wirklich passiert ist.

        P.S. Locust und Menschen, das sind doch beides hässliche Fleischberge in GoW! =D

  43. Elektrodo sagt:

    Die Idee ist etwas veraltet. Jede größere Zeitung hat eine Internetseite, deren Artikel in ein paar Minuten auf den neuesten Stand gebracht werden können. Die http://www.netzeitung.de erscheint sogar ausschließlich im Internet.

  44. Rabowke sagt:

    Vllt. sollte Microsoft das kleine, aber wirklich feine AddOn IE7pro öfters erwähnen.

    Auf Arbeit surfe ich, gewohnheitsbedingt, mit Opera … privat eben mit IE7 sowie besagtem PlugIn was mir alle “Freiheiten” erlaubt. Werbeblocker, Mausgesten [...]

    War jetzt ein wenig “Offtopic”, aber musste mal gesagt werden ;-)

  45. hdgamer sagt:

    Ich sehe das relativ – solange Hollywood Blockbuster für xxx Millionen Dollar produziert und Stars Gagen in zweistelliger Millionenhöhe bekommen ist es einfach schwer zu vermitteln, dass Raubkopierer den Markt kaputt machen.

    Und die Industrie mit ihren Zahlen ist nunmal auch am schön reden ( bzw. lügen ). Als ob jeder Raubkopierer jede Kopie gekauft hätte – so ein Schwachsinn! Die Industrie soll meiner Meinung nach endlich sowas wie eine Kulturflatrate einführen – dann kann man mit gutem Gewissen kopieren was das Zeug hält und kauft die Titel die man besonders gut fand weiterhin im Original ( so halten es viel, wenn leider auch nicht alle, Raubkopierer ).
    Auch das Budget eines Raubkopierers ist in der Regel nunmal begrenzt.

  46. MelvilleAbensen sagt:

    Schafft einfache Bezahlmodelle für das Internet, die Anonymität gewährleisten und dann werden die auch genutzt. Sony schafft es nichtmal PSN Cards hier zu veröffentlichen. Dann geht das Geld eben an Xboxlive.
    Schade für Sony, aber meine Daten gebe ich wegen ein paar Spielen nicht her.

    Solange ich nicht anonym bezahlen kann, werde ich kein Bezahlangebot im Internet nutzen. WoW, Itunes usw bieten ja schon Lösungen. Jetzt muss nur noch jemand das standardisieren, so dass man für alle Angebote EINE Karte nutzen kann, die es überall an jedem Kiosk und an jeder Tanke gibt, ohne dass man sich namentlich registrieren muss.

    Mit einer physisch erwerbbaren Karte die man für jeden Internetdienst nutzen kann und die durch Anonymität die Missbrauchsgefahr minimiert, bestünde eine weitaus größere Bereitschaft zu zahlen.

    Paypal ist z.T. doch sehr obskur und Kreditkarten und Internet, sind immernoch so eine Sache, vor allem bei älteren Menschen, die sich sowieso nicht auskennen weckt das sehr viel Misstrauen.

    Solange Anonymität gewährleistet ist, kann einem nur die Bezahlkarte gestohlen werden, man wäre aber vor allen möglichen Dingen, wie Datenmissbrauch und den damit möglichen Folgen wie Strafanzeigen, Abmahnungen usw. geschützt.

    • Bezahlst du überall mit Cash? Deine Kreditkarte oder deine Kontodaten sind, wie das letzte Jahr gezeigt hat, nirgendwo sicher. Amazon oder Microsoft oder Sony oder Apple haben jedenfalls keine Kundendaten verloren, missbraucht oder sich durch externe Dienstleister klauen lassen.

      • MelvilleAbensen sagt:

        Sofern es geht ja. Kreditkarte nutze ich eigentlich nur beruflich im Ausland, sonst ist die gut weggeschlossen.

        Amazon ist einer der wenigen Händler, zu denen ich recht viel Vertrauen habe, dort bestelle ich regelmäßigaber normal über die Abbuchung. Ansonsten kaufe ich auch fast nirgendwo im Internet. Ausnahmen bestätigen natürlich die Regel.

        Aber gerade Abomodelle sind mit Prepaidcards angenehmer. AFAIK verlängert sich das XboxLive Abo auch von alleine. Muss man alles überwachen und immer rechtzeitig kündigen. Ein Bezahlinternet, in dem man dann z.B. insgesamt 10 Verträge mit versch. Anbietern hat, wo man das alles wieder überwachen darf, ist für den Anwender unkomfortabel. Vor allem wenn es jetzt nicht gerade um Wohnung, Strom und Telefon geht, sondern um irgendwelche “Spaßdienste”, sinkt die Bereitschaft dafür auch Zeit aufzuwenden. Und bei Diensten die über Kreditkarte laufen, kann ein Hacker schnell wieder Extraleistungen kaufen und das rapide in die Höhe treiben. Eine Prepaidkarte ist da relativ sicher. Gerade weil man sich mit solchen Szenarien nicht auseinandersetzen möchte, erleichtert es einfach den Umgang.

  47. Jürgen sagt:

    Ich stimme Boris zu. Und der Artikel im Spiegel bringt das auch gut auf den Punkt.
    Ich finde das richtig erbärmlich, wie sich die Verantwortlichen, um die es im Artikel geht, nachdem sie immer so eine große Klappe hatten, winden, obwohl doch alles so offensichtlich ist.
    Die Beschaffung von geschütztem geistigen Eigentum, sei es Musik, ein Spiel oder ein Program ohne dafür Geld zu zahlen ist und bleibt Diebstahl. Wie will man das denn sonst nennen?! Ausleihen? Wohl kaum. Auch wenn man die Daten ins Netz an zig andere zurück gibt ;-)

    Früher ist man in einen Laden gegangen um sich eine CD zu klauen, heute geht man dazu bequem und anonym ins Internet und klaut sie sich eben herunter.
    Dann heißt es immer, es tue niemandem weh, usw. Das könnte man bei Ladendiebstahl genauso behaupten – und ist dann genauso Quatsch. Defacto kommt es auf dasselbe raus.

    Klar, es müssen Alternativen gefunden werden, wie das Gesetz damit umgeht, aber das sagt sich so leicht. Die beste Lösung wäre natürlich, wenn den Leuten klar werden würde, dass es eben nicht die feine Art ist – und den Datenklau einfach sein lassen. Das sagt sich auch leicht, aber das ist natürlich eine Utopie, die an der Realität, bzw. der menschlichen Natur scheitert.

    Wie auch immer, das Internet hat die Wertmaßstäbe was geistiges Eigentum betrifft aufgelöst, es hat eine krasse Selbstverständlichkeit in den Köpfen vieler Leute etabliert, dass sie alles umsonst bekommen, ohne eine Gegenleistung dafür zu erbringen.

    Ein Satz in Boris’ Artikel bringt das Problem super auf den Punkt, nämlich das diese Bedienmentalität dazu führt, dass sich die Leute ohne zu fragen was nehmen und das irgendwo auf der Welt jemand die Pflicht hat, zu schuften und keine Entlohnung dafür erhält. Abgesehen davon das es einfach nicht fair ist, kann das auf Dauer nicht gut gehen.

    In der Praxis sieht das dann z. B. so aus, das ein renomiertes Entwicklerstudio XYZ zumacht oder Stellen abbauen muss – weils sich nicht rentiert.
    Und dann ist das Gejammer seitens der Zockergemeinde groß – wahrscheinlich auch von genug Spielern, die nach der “Trauerfeier” wieder fleißig an irgendwas weitersaugen.

  48. Lobo sagt:

    Das ist aber teilweise das Paradoxe an der Industrie. Wie immer kann man hier das schöne Beispiel der Musikindutrie nehmen. Von anfang an haben sie gegen das böse Internet gekämpft, anstatt sich hier eine Verkaufsplatform aufzubauen. Wie lange hat es gedauert, bis es legale kaufmöglichkeiten im Netz gibt?

    Das andere Problem ist einfach, das wenn ich mir heute eine MusikCD kaufe, sie durch Kopierschutz usw nicht mehr auf meinen MP3 Player bekomme. Bei illegal heruntergeladener Musik hat man keine Probleme, bei legel gekauften CDs sieht sie Sache schon ganz anders aus. Hier hat die Musikindutrie verpennt, und hätte anstatt des kämpfens lieber sich dem Markt anpassen sollen und gleich so machen, das man sich die Musik auf mobile Geräte bekommt. Der neue Batman Film ist da ein sehr gutes Beispiel, ich habe bei der Special Edition noch eine Digital Copy für den PC bekommt, wo man sich den Film übers Internet LEGAL herunterladen kann, sogar eine Version für mobile Endgeräte ist dabei ;)

  49. JonnyD sagt:

    Eine Lösung die mir gefallen würde, wäre wenn man die spätere DVD Veröffentlichung vorbestellen könnte und dabei eine Art “Online Zuschlag” dazu kauft, die einem einen Zugangscode zur Webseite des Herstellers oder eines Fernsehkanals gewährt wo man die Episoden sofort nach Ausstrahlung sehen kann. Dann könnte man die Folgen seiner Wahl sofort sehen und nach beendigung der Ausstrahlung bekommt die DVD Box zugeschickt. Natürlich würde das nur gehen wenn man sicherstellen kann das der Kunde nicht nach der Ausstrahlung vom Kaufvertrag zurück tritt. Keine Ahnung ob das rechtlich alles machbar wäre. Nur so ne Idee.

  50. ZonK sagt:

    Wäre sofort dabei wenn es einen vernünftigen Ebook/Ink Reader und auch interessante Inhalte gäbe. Mit Papier kann ich morgens in der Bahn auch nix anfangen und es nervt mich auch das das was in der Tageszeitung steht eigentlich nur Nachrichten vom Vortag sind und die Aktualität fehlt wie man es aus dem Netz gewohnt ist.
    Ich bin überigens über spiegel.de zum Spiegel Abonennten geworden, zumindest bei mir hat sich das auch für den Verlag gelohnt.
    Ich gehöre auch zu den Leuten die ihre Musik bei Itunes kaufen und auch hin und wieder mal für Artikel (zb. Stiftung Warentest)im Inet bezahlt. Denke hier steckt schon Potenzial hinter man muss nur einen vernünftigen Vertriebsweg dafür finden.

  51. sonnendeck sagt:

    @ Chris das ist ja das Problem, das das StGB jeden Diebstahl im Laden als solchen ansieht, aber einen Diebstahl im Internet als Urheberrechtsverletzung. Die Grund Problematik ist halt die, das der Bevölkerung dies niemals von der Politik nahe gebracht wurde und sich kaum ein Politiker dazu durchringen will, weil es ein unangenehmes Thema ist. Viele reden hier mit die meinen es wäre ein Robinhood Tat, sich um jedenfall da gegen zu stemmen und kommen immer mit der Sicherungskopie, andererseits verstehe ich auch die Medienindustrie nicht ab Zeitpunk x ein Selbstverpflichtung zu initiieren bei jedem Produkt ab Betrag X 20 cent drauf zuschlagen und damit eine Art Garantie für ihre Produkte zu gewährleisten, ich gebe mir schon seit Jahren keine Mühe mehr Sicherungskopien zu erstellen obwohl ich die total Schlampe bin, denn bei allen Spielefirmen klappt der Austausch kaputter Original Datenträger eigentlich sehr gut, mal muss man die Portokosten übernehmen mal gar nicht solang man die Original Disk schickt. Zu Kopien von Filmen und Musik würde ich mir z.B. eine Familien Lizenz wünschen alle Personen eines Haushalts können billig Kopien für die darin lebenden Personen erstellen und das in jedem Format was dieser Haushalt gerne benutzt, noch cooler wäre Server der betreffenden Firmen, die beim einlegen der CD DVD oder Blu Ray diese zur Verfügung stellen würde.

    Also zusammengefasst hätte ein neues Urheberrecht dann eine Chance den Sumpf von Raubkopien trocken zulegen, wenn die Industrie sich dazu verpflichtet kaputte Datenträger auszutauschen wenn das Orginal vorhanden ist, jedem Produkt die Chance geben in irgendeiner Form Familien Lizensen zu erteilen die das Kopieren oder Downloaden in verschieden Formaten zu erteilen und das Straffrei. Die Konsumenten sich verpflichten wenn diese Kopien aus ihren Haushalt gerät Strafen hinzunehmen oder entsprechende Sicherungsmeachnismen in Playern, Abspielgeräte usw zu akzeptieren.

  52. Dilanor sagt:

    Im Grunde ist es doch auch egal, welche Strafnorm (Urheberrechtsverletzungen finden sich btw. nicht im StGB, sondern im UrhG) verletzt wird. Kern ist, daß man sich hier Produkte besorgt ohne zu zahlen und das ist der Unwert.
    Wo wir bei Unwert sind: Ich lieg nach ner OP grad im Bett und was passiert: 3 Rote Ringe…jetzt kann ich keine DVDs mehr sehen, nicht mehr spielen und nix mehr streamen vom Laptop…aber 2 Wochen vor dem Ende der Gewährleistung ^^

  53. ro sagt:

    Ich gestehe, dass ich die Hälfte der Kommentare nur quer gelesen habe, doch einen Gedanken möchte ich noch hinzufügen.

    Bei einer gedruckten Zeitung oder einem Magazin stoße ich beim Blättern durch die Seiten auch auf Artikel, die ich eigentlich gar nicht auf dem Radarschirm hatte, weil sie nicht zu meinen primären Interessengebieten gehört haben.

    Bei einer digitalen Ausgabe einer Zeitung klappt das Blättern genauso wenig wie Zufallsfunde in einem Buchladen, die Amazon mit Top-Ten-Listen und Co. zu emulieren versucht.

  54. ro sagt:

    P.S.: Und ja, ich habe eine Zeitung abonniert und kaufe noch CDs, ungewöhnlich genug vermutlich.

  55. Commander sagt:

    Tut mir leid Boris, aber der Grund dafür das soviele User auf Firefox schwören liegt mit Sicherheit nicht am Adblock. Adblock ist nur eine großartige Dreingabe die ich auch sehr gerne Nutze (und schlicht ALLES blocke)! Ich habe absolut nix gegen anständig implementierte Werbeanzeigen. Aber diese gräßlichen Pop-Ups, Skyscraper, Flashanzeigen und weiß ich noch was alles, wo ich erstmal alles wegklicken muss um an den gewünschten Inhalt zu gelangen, DIE sind es die einem dazu bewegen Werbeblocker einzusetzen!

    Die einzige Daseinsberechtigung die der IE hat, und da sind sich sicher die meisten einig, ist der das man sich damit Firefox downloaden kann. Der IE lief einfach nie rund, es gab keine Themes, keine Plugins und machte meist nur Probleme.
    DAS hat mich vor Jahren dazu bewegt Firefox zu installieren und nie wieder den IE zu nutzen (außer eben um Firefox nach einer Neuinstallation herunterzuladen). Adblock kam erst sehr viel später dazu!

    Du legst sehr viel Wert darauf das dies ein privater Blog ist. In letzter Zeit sehe ich da irgenwie nicht soviel von.

    Erst wetterst du gegen die bösen Spieleimportierer weil M$-Deutschland die Zahlen nicht erreicht und nun wird Firefox verteufelt und der IE beworben.

    Ich verstehe ja das du mit Microsoft deine Brötchen verdienst, aber so sehr du bei Anfragen, Beschwerden und Problemen bezüglich der Xbox betonst dies sei ein privater Blog und kein Support oder Presserohr seitens Microsoft, so solltest du auch bei diesen Themen neutral bleiben.

    Ich will ehrlich sein, ich mag den Blog und lese regelmäßig und auch deinen Videocast auf der Xbox mochte ich sehr. Nur dieser, nebenbei bemerkt, läuft leider schon lange nicht mehr.

    Es ist nicht böse gemeint, aber anstatt hier Firefox-User zu verteufeln weil der böse Adblock der Presseindustrie schadet und obendrein den IE zu bewerben, dazu Freunde des Imports anzuprangern weil Microsoft Deutschland ja seine Umsatzvorgaben nicht erreicht, solltest du die Zeit vielleicht nutzen mal wieder “In meiner Xbox zu sein” oder einfach wie gewohnt kritisch aber neutral mit deinem wunderbaren Schreibstil zu bloggen.

    Wenn ich lesen möchte das alle Browser außer der IE Mist sind und ich bitte nur in Deutschland meine Spiele kaufen soll dann surfe ich (mit meinem Firefox :P ) auf Microsoft.de vorbei!

    Ich weiß es ist ein privater Blog und du kannst hier schreiben was du willst. Klar ist auch das du nicht schreiben kannst “Hey, Firefox ist super, IE Mist”, dein Lebensunterhalt hängt davon ab, aber etwas Neutralität (die du, wie ich es bisher aufgefasst habe, in diesem Blog auch wahren möchtest) würde hier nicht schaden.

    Was mich betrifft muss ich leider sagen hat dein “Image” aufgrund dieser zwei Aussagen stark gelitten.

    Ich hoffe einfach du findest wieder zurück zur “alten Stärke” und vor allem hoffe ich dich mal wieder in meiner Xbox zu sehen.

    Bis dahin lese ich hier zwar weiter, tue dies nun aber weitaus kritischer.

    Gruß vom Firefox incl. Adblock nutzenden, sowie Importe befürwortenden

    Sascha

    • Du interpretierst zu viel in meinen Post hinein. Ich hab Firefox nie verteufelt, sondern nur meine Beobachtung mitgeteilt, daß ich bei allen Firefox-Installationen in meinem Umfeld Adblocker Plus sehe – und auch verstehe warum.
      Und zum Thema Neutralität: Alle Blog-Leser hier haben eine Meinung. Wieso darf ich keine haben und warum ist es schlecht wenn meine Meinung in manchen Dingen “Microsoft-freundlich” ist? Neutralität gibt es nicht und wenn ich manche Microsoft-Produkte mag, dann bitteschön wirf mir nicht vor, daß ich nicht deiner Meinung bin.
      Und ich sage in meinem Post, das Werbung gerade eben auf Dauer NICHT funktionieren wird sondern das gute Webseiten meiner Ansicht nach über kurz oder lang Eintrittspreise verlangen werden.

  56. DerKleineMiesepeter sagt:

    Zum Thema Firefox: Hier sollte man IMHO berücksichtigen, dass D das Land der Baumärkte und Servicewüsten ist. Der Deutsche liebt nun einmal selbstzusammengebasteltes. Gut für die Baumärkte, gut für Ikea, gut für Firefox.

    Zum Diebstahl: Ich weiss nicht wie es bei euch in Unterschleißheim ist, aber bei meinem Arbeitgeber im Osten von München gibt es einen externen Dienstleister der monatlich eine Kiste mit Süßigkeiten vorbei bringt, zusammen mit einer Dose zum Bezahlen. Klauen ist damit ein Kinderspiel. Da die Firma mehrere Abteilungen besitzt, gab es auch mehrere dieser Kisten. In manchen Abteilungen wurde immer bezahlt, in anderen so gut wie gar nichts (was das schöne Thema der Ursachendiskussion aufbrachte). Die Konsequenz ist natürlich, dass bestimmte Abteilungen jetzt nicht mehr mit einer Kiste beliefert werden. Dass der externe Dienstleister nun eine komplette Kiste verloren hat, nennt sich wohl Geschäftsrisiko.

    Für Autoren gab es schon immer das Risiko, dass die Kunden nicht bereit waren, für die Ware zu bezahlen. Durch die Möglichkeit der digitalen Distribution von Daten ohne Berücksichtigung der Urheberrechte ist natürlich das Geschäftsrisiko gestiegen. Das ist besonders schlecht für eher große Firmen mit ihren verkrusteten Denkschemata. Eine Chance für kreative Unternehmen: z.B. Apple und Valve. Ihnen ist es sogar gelungen, DRM akzeptabel zu machen.

  57. JoSch sagt:

    Hat wirklich alles Übel mit der Erfindung des Internets begonnen?
    Konnten vorher keine Texte gestohlen werden?
    Was ist zum Beispiel mit der Möglichkeit, im Copyshop ganze Bücher zu kopieren und dort auch gleich gebunden zu bekommen?
    Okay, dass haben die Leute, die sich so lauthals über das Internet als Quelle allen Unrechts beschweren, wohl noch nicht gemerkt.
    Egal.
    Aber: Haben nicht schon immer Autoren von anderen Autoren Ideen geklaut oder schlicht abgeschrieben?
    Sind die Autoren nicht selbst die Gruppe von Menschen, die am meisten geistiges Eigentum klauen?
    Wer braucht eine Liste von großen Prozessen, in denen es (schon lange vor der Verbreitung und sogar noch vor der ERFINDUNG des Internets) genau darum ging?
    Das gilt nicht nur für Schriftsteller, sondern auch für Musiker. Ich nenne hier als Beispiel den Musiker Huey Lewis, der damals erfolgreich gegen den Titelsong des Hollywood-Films “Ghostbusters” klagte.
    Es ist vielleicht zu einfach, immer die Konsumenten als die Bösen und die Vertreter der Industrie als die “Guten” zu sehen… und vor allem war auch vor dem Siegeszug des Internets nicht alles fair oder gerecht.

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