Wer braucht schon Anzeigenkunden?

Von Boris, Mo, 11. Mai 2009 08:08

Ich habe schon den einen oder anderen Rant gegen die zahlreichen jeden Monat unter dem Tarnmantel einer Computerzeitschrift am Kiosk ausliegenden Kopieranleitungen geschimpft. Natürlich bin ich für Pressefreiheit und will so was nicht verbieten, aber es ist einfach moralisch falsch, jeden Monat Hefte zu verkaufen, in dem man auf dem Titelblatt verspricht “So kopieren/saugen Sie alles".

Die neueste Ausgabe der CHIP schießt aber den Vogel ab. Denn sie gibt eine drei Seiten lange Anleitung, wie man kommerzielle WLAN-Hotspots austrickst und sich, ohne zu zahlen, Zugriff auf Webseiten durch Vergewaltigung des DNS-Service erschleicht. Zur Tarnung kommt ein Anwalt zu Wort, der ernsthaft bestätigt, das sei legal, wenn der Anbieter genau diesen Hack nicht explizit in den AGBs ausschließen würde. Ich bin kein Rechtsanwalt, bin mir aber relativ sicher, daß der DNS-Hack in keinem Fall den AGBs entsprechen kann, denn die werden einen allgemeinen Mißbrauch des Hotspots mit Sicherheit ausschließen.

Aber Legalität hin, Legalität her: Lieber Thomas Pyczak, Sie können froh sein, daß ich nicht bei Microsoft für das Schalten von Anzeigen verantwortlich bin und hier nur meine Privatmeinung kund tue. Denn ich würde mich standhaft weigern, mit jemandem Geschäfte zu machen, der es tatsächlich als koscher ansieht, seinen Lesern Anleitungen und Anfeuerungen zum Betrug (“Überlisten Sie die Hotspot-Abzocker”) zu bieten.

Weitere Ausgaben der CHIP landen bei mir ab sofort ungelesen im Papierkorb – der Verlag braucht sie mir auch nicht mehr zu schicken.

19 Antworten für “Wer braucht schon Anzeigenkunden?”

  1. mindVex sagt:

    Lustigerweise wird man durch einige Printzeitschriften auch aufmerksam auf Internetseiten, die illegal es tun. Mein Vater erzählte mir gestern, es gibt im Internet eine Seite, auf der man kostenlos die aktuellsten Kinofilme streamen kann – und das hätte er neulich einer PC-Zeitschrift (ohne Namen zu nennen) gelesen. Da schaut er dann gleich mal drauf. In der Zeitschrift steht das ganze natürlich dann mit der Pauschalausrede “Ist aber böse, bloss nicht verwenden!” drin. Vorher wird dann aber noch lang und breit erklärt, was man da alles tolles machen kann ohne zu zahlen.

    Aber anscheinend sind das noch die einzigen Artikel, die für den Kauf eines Print-Mags interessant sind. Zumindest scheinen das die jeweiligen Redaktionen zu denken.

  2. Jürgen sagt:

    Ich seh schon, das Verhalten der Print-Leute ist unterschwellig eine pure Racheaktion: die wollen so die Einkünfte der Netzbetreiber schmälern, damit es sich für die nicht mehr lohnt, im Netz aktiv zu sein und den Print-Medien Zielgruppen wegzuschnappen. ;-)

    Aber im Ernst, wie Du schon sagst: Moralempfinden steht für CHIP und Co. auf/in einem anderen Blatt. Ich verstehe aber darüber hinaus wirklich nicht, wie die Magazine mit sowas immer noch durchkommen. Die müssen sich doch mittlerweile einen Haufen Feinde, also potentielle Kläger, gemacht haben.

    • Wie gesagt, so sehr ich mich auch aufrege – Einschränkungen der Pressefreiheit sollte es nicht geben.

      • Jürgen sagt:

        Na klar, Pressefreiheit ist gut und wichtig, aber im Grunde verstecken sich doch die Macher dieser Magazine nur hinter diesem Begriff und nutzen das für sich aus. Der Witz ist ja, dass das allen klar ist.

        Der Unterschied zwischen seriösem Journalismus, der mehr oder weniger objektiv über alle möglichen Dinge berichtet und solchen Anleitungen für illegale Handlungen ist doch sowas von offensichtlich.

        Wie gesagt, mich wundert deshalb eigentlich nur, dass diese Masche immer noch gut zu funktionieren scheint. Das einzige was sich ändert ist, das einfach immer dreistere Möglichkeiten propagiert werden.

  3. hdgamer sagt:

    Also ich kann verstehen, dass man sich darüber aufregt – aber mir bleibt der Unterschied zu den sonstigen Raubkopier- und “Sicher saugen”-Anleitungen verschlossen. Okay – Raubkopier-Beiträge fallen vielleicht noch in die reale “Sicherheitskopie” oder “AutoRadio mag meine CD nicht” Situation in der ich Rechtsbrecher gut verstehen kann. Aber ob ich nun den neusten Kinofilm sauge oder einen Hotspot unerlaubterweise nutze fällt für mich in die gleiche Schublade (ich denke Kinobetreiber und deren Angestellte dürften das ähnlich sehen). Die Hotspot Geschichte dürfte sogar weniger Nachahmer finden (keine Ahnung wie kompliziert das ist, ich lese eh keine Chip – aber ich tippe auf “komplizierter”).

    Warum hat ausgerechnet dieser Tropfen dein Fass zum Überlaufen gebracht?

    • Nun, die Kopiernummer machen eh alle (bis auf c’t) also warum noch aufregen – hab ich auch hier schon öfter getan. Diese Hotspot-Nummer ist, mir zumindest, aber neu und zeigt, daß Zeitschriften wie CHIP inzwischen keine Skrupel und Moral mehr kennen und gerne noch eine neue Nummer aufmachen, wenn man damit Auflage machen kann. Auf dem Cover werden auch “Böse Tools” (mit Piratenlogo) und “Anonym im Web” (damit keiner sieht, was ich klaue?) versprochen – aber das sind ja “alte Hüte” die eine PC Go, PC Praxis, com! oder andere auch jeden Monat durchziehen.

      • Krasskopf sagt:

        Kann / darf ich aus diesem Kommentag lesen, dass du c’t als Magazin empfehlen kannst? Ich bin ja allgemein kein Fan von reinen Internet-Magazinen und suche schon lange ein halbwegs seriöses Print-Medium, dass auf genau solche Maschen und Artikel wie du sie erwähnt hast verzichten kann.
        Kannst du in der Hinsicht c’t empfehlen (ohne damit jetzt Werbung zu machen :-P )?

        • Ich lese c’t, aber c’t ist auch eine völlig andere Zeitschrift als die anderen – und Geschmacks/Interessen-Sache. Ist ja nicht allzu teuer, sich mal eine Ausgabe zum Test zu kaufen.

  4. RichiLIVE sagt:

    Wenn du das Magazin nicht mehr willst, ich nehme es gerne. Also nicht in den Müll sondern mir zusenden!

  5. gabrielb sagt:

    Die CHIP ist schon seit Jahren eine Zeitschrift, die ich mir ganz sicher nicht mehr kaufen würde. Früher (vielleicht noch immer) war die Website voll mit scheinbar redaktionellen Beiträgen, die sich bei näherem Hinsehen als Werbung herausstellten. Werbung, die nicht als solche gekennzeichnet war. Diese sensationsgeilen Aufmacher samt sehr grenzwertig legalen Themen sind aber keine Erfindung der CHIP. Man muss sich nur mal die Titelseiten all der Zeitschriften ansehen. Wie sie sich Monat für Monat mit kreischenden Schlagzeilen übertreffen. “Alle Filme sofort und umsonst”, “So hacken Sie alle Computer”. Bla, bla. Was sollen die auch Monat für Monat machen? Tipps und Hacks zu XP und Vista kann keiner mehr sehen. Da muss man schon etwas tiefer in die Schmuddel-Kiste greifen, damit der herkömmliche PC-User die Zeitschriften überhaupt wahrnimmt. Die Zeitschriften-Landschaft ist mir schon seit Jahren nicht mehr geheuer. Die einen bringen Hacker-ABC, die anderen schalten ganzseitige Porno-Werbung. Oder wie sonst soll man die eindeutigen Bildchen bezeichnen, die man zu hunderten in diversen Spielezeitschriften “bewundern” kann.

  6. fatal2107 sagt:

    Hmm, also ich bin von solchen reißerischen Artikeln mit illegalem / halb-illegalem Inhalt auch genervt. Aber vielleicht bringen solche Artikel auch wenigstens ab und an was Positives. Nämlich das auch ggf. solche Sicherheitslücken geschlossen werden, weil sie nun zu sehr bekannt geworden sind.
    Ein gutes Beispiel dafür ist wie ich finde ein dt. Pay-TV-Unternehmen. Als das nur wenige schwarz gesehen haben, hat das scheinbar niemand gestört. Vielleicht auch weil die Verluste im Rahmen blieben. Nachdem aber das einfache knacken der Verschlüsselung in diversen Magazinen besprochen wurde, und daraufhin jeder um mich herum schwarze schaute, hat man etwas dagegen getan. Und heute kann keiner mehr schwarzsehen. Ist vielleicht ein extremes Beispiel, aber vielleicht unternimmt man auch in diesem Fall ja was gegen die illegale Hotspot-Nutzung, auch wenn ich nicht glaube das es nun zu einem Volkssport wird.

  7. soulrise sagt:

    Macht es Sinn sich darüber aufzuregen? Es gibt einen Markt dafür und solange es diesen gibt, wird er auch in der freien Marktwirtschaft bedient.
    Es ist auch nicht alles koscher, was die “Geschädigten” anrichten: Zu hohe Preise, Klagen gegen Eltern und Unschuldige, billigste “Volksverdummung”, mangelhafte Qualität, usw.

    Das rechtfertigt natürlich nicht den geistigen Diebstahl, oder das Erschleichen von Leistungen, sollte aber durchaus auch mal Beachtung finden.

  8. rockstario sagt:

    Presse- und Meinungsfreiheit ist eines der wichtigsten Güter in unsere Land. Die Medien sind unsere kleines Fenster zur komplexen Welt, sie reduzieren, informieren und kritisieren. Solange die Berichterstattung keine anderen Grundrechte verletzt, ist sie in ihrem Inhalt frei. Du bemängelst eine Berichterstattung, die scheinbar am Rand der Legalität ist. Wie es mir scheint, haben sich die Macher aber bei professioneller Stelle abgesichert. Insofern ist ihnen nichts vorzuwerfen.

    Und warum sollen sie auch nicht über einen solchen Fall berichten? Sollen entsprechende Methoden in Arkanzirkeln kreisen, der interessierten Öffentlichkeit aber verborgen bleiben – ich meine nein, an dieser Stelle ist Berichterstattung die professionelle Aufgabe von Journalisten. Sie schaffen Öffentlichkeit, Gesprächsthemen und weisen die Anbieter auf mögliche Schwachstellen in ihren Produkten hin. Ob das ganze dann unter dem Titel “Hotspots unsicher – so surfen sie kostenlos” oder “Kostenlos surfen – die Schwachstellen der WLAN-Hotspots” daherkommt, ist vermutlich den aktuellen journalistischen Trends und der Aufmerksamkeitsökonomie am Kiosk geschuldet.

    Damit bin ich nun bei Berufsmoral und Ethos von Journalisten angekommen. Du bemängelst, dass ein solcher Beitrag moralisch unhaltbar ist. Wer im Journalismus über Moral redet, der kommt am Presserat nicht vorbei. Von ihm stammt der Pressekodex, der ethische Grundsätze für den Journalismus vorgibt. Von den sechzehn Regeln scheint mir im vorliegenden Fall nur die erste relevant, die wahrhaftige Berichterstattung. Da die Grundlage für den Beitrag aber unzureichende AGBs sind, beschreibt er keine illegalen Aktionen und der wahrhaftigen Berichterstattung ist somit Rechnung getragen. Dem Ansehen und der Glaubwürdigkeit der Presse wird also kein Schaden zugefügt. In einem anders gelagerten Fall kassierte die PC Welt vor geraumer Zeit eine Rüge für die Berichterstattung über die “Illegalsten [sic!] Hackertools” – die waren aber tatsächlich illegal.

    Interessant ist in diesem Zusammenhang aber das Trennungsgebot von redaktionellem und werblichen Inhalt in Ziffer sieben. Das wäre nämlich verletzt, würde solche Berichterstattung unterbleiben, nur weil der Anzeigenkunde mit Stornierung droht, weil im Inhalt und Tenor der Berichtertstattung nicht passt. Zumal bei Begründungen auf moralischer Ebene die Gefahr besteht, dass nur ein Finger auf den Gegenüber, drei dagegen auf den Urheber zeigen.

    Sicher, es gibt beim Trennungsgebot jeden Tag unzählige Verletzungen. Das ändert aber nichts an der Tatsache, dass es eines der wichtigsten Instrumente für eine glaubwürdige Presse darstellt. Insofern gilt mein Respekt jedem Medium, das eine solche Stornierungsdrohung freundlich bedauert, in der Sache aber konsequent weiter berichtet.

    Ach ja und bevor falsche Assoziationen entstehen: Ich war weder an dem kritisierten Beitrag beteiligt noch schreibe ich für dieses Magazin. Du liest hier nur meine – ebenfalls private – Meinung.

    so long, rockstario

    • Rockstario, deiner Meinung stimme ich nur teilweise zu. Ja, ich bin absolut für Pressefreiheit. Ich will auch gar keine Verbote für solche Artikel oder irgendwelche Einschränkungen wie auch immer bei der Pressefreiheit.
      Aus dem Pressecodex aber ablesen zu wollen, daß eine Berichterstattung die mit einer Aufforderung zum Betrug beginnt, nicht unmoralisch sein kann weil dort nicht ausdrücklich verboten – nun, das halte ich für wahnsinnig starken Tobak.
      Ich vermute, du kennst den Artikel nicht – aber es ist schlicht und einfach eine Anleitung und Aufforderung zum Betrug die sich auch noch damit brüstet, daß sie technisch wahrscheinlich nicht unterbunden werden kann. So als würde die ADAC Motorwelt einen Artikel drucken, wie man an einer Tankstelle ohne zu zahlen tanken kann. “Schlagen Sie den Diesel-Abzockern ein Schnippchen!”.

  9. NiteChylde sagt:

    Meiner Meinung nach kommt es immer darauf an, wie über ein Thema berichtet wird. Ich halte es für durchaus angebracht, die breite Öffentlichkeit über ein interessantes Thema zu informieren und Fakten zu präsentieren. Zu oft ist besagte breite Öffentlichkeit gar nicht bis wenig informiert und unterhält sich untereinander über Mutmaßungen, Mythen und sonstige Halbwahrheiten. Ist es aber notwendig, im Rahmen einer solchen Berichterstattung eine Anleitung zu präsentieren?

    Ich habe den ersten Absatz bewußt allgemein gehalten, denn der erste Gedanke, der mir in den Sinn gekommen ist, als ich den Aufreger gelesen habe, war folgender: Die Problematik lässt sich, insbesondere aktuell, auf viele Themen ummünzen.

    Für die von Boris genannten Magazine besteht kein Grund, ihren Lesern detaillierte Anleitungen zu liefern, wie Kopierschutzmechanismen umgangen, Pay-TV schwarz gesehen oder kostenpflichtige Hotspots geknackt werden können.

    Genauso wenig hatte die deutsche Medienlandschaft Grund, den Amoklauf in Winnenden voyeuristisch bis ins Detail auseinanderzunehmen und zum Beispiel Google Maps mit der genauen Route des Amokläufers und seiner Verfolger zu versehen oder anhand von Zeitstrahlen minutengenau das Vorgehen der Polizei und Rettungskräfte aufzulisten. Der nächste potenzielle Amokläufer kann sich bedanken für die vielen Anregungen, seine eigene Tat noch perfekter umsetzen zu können.

    Genauso wenig hatte die deutsche Medienlandschaft Grund, im Rahmen der Diskussion um Sperrung von Webseiten mit kinderpornografischen Inhalten Anleitungen zu liefern, wie diese Sperren umgangen werden können. Hätte es nicht ausgereicht, die Sperrung solcher Inhalte an sich beziehungsweise das “Drumherum” zu diskutieren, zum Beispiel die oftmals zitierte Furcht vor staatlicher Zensur? Mussten auch noch Anleitungen zum Umgehen dieser Sperren veröffentlicht werden inklusive Listen mit Proxies, zu verwendenden Programmen etc?

    Ich bin gegen die Beschränkung der Presseheit und ebenso gegen staatliche Zensur, allerdings bin ich der Meinung, das sich seriöser und intelligenter Journalismus, egal in welchem Medium, selbst begrenzen sollte. Wenn nicht direkt durch den Autor, dann doch durch den verantwortlichen Chefredakteur oder Unternehmensverantwortliche (Management, Verlagsleitung…).

    Berufsmoral und Ethos sind hier gute Stichworte, ich bin jedoch der Meinung, dass es nicht Aufgabe einzig des Presserates ist, darüber zu wachen. Hier kann jeder Journalist selbst ansetzen, spätestens jedoch die Vorgesetzten müssen es meiner Meinung nach. Der Presserat sollte lediglich regulierend einschreiten müssen bei Ausrutschern. Seit Jahren scheint es aber so, das in einigen Bereichen Ausrutscher die Regel sind.

    Ich selbst kaufe seit dem Aufkommen der von Boris schon oft angeprangerten Kopieranleitungen diverse Zeitschriften nicht mehr, von denen Boris bereits viele genannt hat. Auch um deren Online-Ableger oder vergleichbare Online-Angebote mache ich einen weiten Bogen, Alternativen gibt es genug. Glücklicherweise vermisse ich keine der Zeitschriften beziehungsweise Onlinemagazine, deren journalistisches Niveau ist meiner Meinung nach auch einfach zu gering, als das man sie wirklich als seriöse und intelligente Informationsquelle heranziehen kann.

    Für die breite Masse sind derartige Informationsangebote wahrscheinlich verlockend, wer sich aber etwas tiefer mit der Materie beschäftigt merkt schnell, dass die oft zitierten “professionellen Hackertricks” oder “Szenetipps” etc nichts weiter als Kinderkram sind, auf den jeder halbwegs begabte EDV-Benutzer mit ein wenig “googlen”, ausprobieren und nachdenken von alleine kommen kann. Solche Magazine geben dem Leser aber das Gefühl, ein “Crack” zu sein. Das liegt anscheinend in der Natur des Menschen, man(n) weiß ja, dass jeder, der ein Auto mit 200km/h auf der Autobahn bewegen kann, ein besserer Schumi ist.

  10. Duncan_Idaho sagt:

    Wenn man bedenkt, wie gut die Chip einmal war, schmerzt der Fall umso mehr. Aber seit sie das Rot als Coverfarbe aufgegeben haben fing die Qualität an zu fallen.
    C’t ist eigentlich noch die einzige brauchbare Zeitschrift in dem Bereich, auch wenn sie manchmal ihre Schwächen hat.

  11. DeluxeBurger sagt:

    Das wird aber die einzige möglichkeit sein, sich noch halbwegs viele leser zusichern. Ich für meinen Teil habe vor ca. 1 1/2 Jahren aufgehört mir Computer und Game zeitschriften zukaufen. Die Qualitativen beiträge schwanden immer mehr, und statt dessen lockten diverse Zeitungen schon so oft mit ”Kopierschutz umgehen” ”crackertools” ”1000 neue Warez seiten”, alles gut und schön, aber dafür brauch ich mir bei besten willen keine ”fach”zeitung zulegen, wo es meistens stümperhaft erklärt wird, nicht ausführlich ist. Denn so einfach wie sie es darstellen ist es doch für den normalen verbraucher nicht.

    Doch auch in der digitalen medien welt sind das doch die themen die viele intressieren. Wie oft es im Fehrnseh serien gibt, wo gezeigt wird wie einfach es ist schlösser zuknacken oder sich anderweitig irgendwo zugang zu verschaffen.

    Aber Computer-illegalitäten sind bei uns so in das Sozialeleben intregiert (sei es ne mp3 cd, oder mal eben ein Spiel zukopieren, oder von Internetseiten Urheberrechtliche Texte oder Bilder zukopiren) das es im Volk als ”kavaliersdelikt” angesehen wird, und ob jetzt ein MacDonald oder dieBahn für ihre HotSpots kein Geld kriegt intressiert keinen, bzw. man freut sich noch eher, wie hieß es in dem Artikel ” HotSpot Abzocke ”, eine Abzocke findet nur dort Statt wo etwas nicht verraten wird, bewusst falsch erzählt wird, und vorallem wo auch ein ABNEHMER ist.

    Der eine findet Microsofts Arcade Marktplatz abzocke, aber hey er muss ja nicht zugreifen. Trotzdem schreibt die Chip ja nicht aufeinmal, wie gelangt man an kostenlose XboxArcade spiele. Aber wenn dieser Artikel kommt, will ich nicht wissen wieviele sich extra die Chip kaufen. Und der Redakteur hat sein soll erfüllt.

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