Liebe Innenminister

Von Boris, Fr, 5. Jun 2009 13:48

Da ihr sicher keine Zeit habt, mein ganzes Interview auf dem Elektrospieler zu lesen, vielleicht hier nur einen entscheidenden Ausschnitt:

Elvis Presley hatte in vier US-Staaten Auftrittsverbot, weil seine Hüftbewegungen die Jugend zur Unzucht verleiten würden. Das hat nur noch mehr Jugendliche dazu gebracht, seine Platten heimlich zu kaufen. Digitale Inhalte verbieten zu wollen, ist völlig nutzlos. Dann kommen sie halt als Kopien auf die Festplatten. Ein Verbot hat mit Jugendschutz nicht die Bohne zu tun; die Jugend lacht sich da nur eins.

Falls ich es Euch nochmal langsam erklären soll, ich bin noch bis Sonntag früh in Deutschland, bevor ich in das Land der Waffennarren und Busenhasser (sprich: Die USA) fliege. Natürlich freu ich mich am Ende des Tages auf die Rückkehr in meine Heimat, in der Darstellungen von erotischen Inhalten nicht so verfehmt werden wie die von Gewalt. Aber meint ihr nicht, ihr übertreibt mit euer Verbots-Forderung ein bißchen und habt in Wirklichkeit gar keine Ahnung von dem, was ihr da beschließt?

60 Antworten für “Liebe Innenminister”

  1. BFBeast666 sagt:

    Fassungsloses Kopfschütteln stellt sich da ein. Haben die den sonst nix auf der Agenda?!

  2. stressbomber sagt:

    Ist doch schön zu wissen, was die uns allen so zutrauen, und uns deshalb vor uns selbst schützen wollen.

  3. Moonylinho sagt:

    Eigentlich sollte man, wie es Boris in seiner Ausführung schon schreibt, darüber lachen!

    Die reden über Dinge und beschliessen Sachen, von denen sie nichts wissen. Man hat schon in der Schule gelernt, dass man sich vorher erst einmal mit der Materie auseinandersetzt, bevor man darüber spricht und so tut, als hätte man Ahnung.

    Und wir Steuerzahler zahlen das Gehalt dieser Menschen.

  4. blackdevil4589 sagt:

    Warum redet nicht endlich mal eine Spielfirma mit diesen engstirnigen Leuten?

    Warum sagt Microsoft nichts dazu?.. Ich sehe nur wie alle Publisher alles mit sich machen lassen, und einfach ins Ausland ausweichen… :(

    • Wieso gehen alle immer davon aus, die Spielefirmen wären untätig? Weil die Spielefirmen nicht böse Kommentare in Blogs posten? Sondern zum Beispiel mit den Politikern direkt reden?

    • Asmudeus sagt:

      Dafür sind soweit ich weiß die Verbände G.A.M.E. und BIU “zuständig”, die da durchaus auch etwas tun, überwiegend vermutlich in der Form die Boris ansprach, direkt an die Politik(erInnen) herantreten.
      Nur weil sie nicht ständig öffentlich “rumschreien” wie manch anderer Verein, bedeutet das ja nicht dass sie nichts tun.

  5. Ekky sagt:

    Irgendwie müßen unsere völlig unfähigen Politiker ja von den Problemen die sie mit verursachen ablenken.
    Irgendwie muß ja verschwiegen werden das Milliarden an Steuergelder für den Machterhalt einfach verpulvert werden.
    Man macht es einfach in dem man auf andere Themen ablenkt und dieses ist es wie immer das Thema “Killerspiele”

    @Boris ich denke auch wenn große Publisher und Hersteller sich zusammen schliessen und Druck auf unsere unfähigen populistischen Politiker ausübt , könnte sich was ändern.
    Wenn man damit droht Deutschland bei Computer und Videospiele demnächst außer acht zu laßen müßen sich die Deppen da oben mal fragen wieviele Steuergelder bei der Umsetzung der Drohung dann durch die lappen gehen.
    Der Staat verdient beim kauf/verkauf von Spiele und Hardware schliesslich mit.
    Wenn ich mir vorstelle, das MS EA Ubisoft und Co den deutschen Markt bei einer Umsetzung nicht mehr berücksichtigen, dann müßte selbst unseren Politikern der Groschen fallen und der PoPo auf Grundeis sinken.

  6. Bash sagt:

    Das Interview hab ich schon nach Deinem Tweet gelesen und es gleich auf Facebook verlinkt – so bekommen wenigstens meine Bekannten was davon mit. Sollte hier vielleicht jeder machen. Oder auch mal die Artikel hier verlinken.

    P.S.: “Am Ende des Tages” ist ganz schlimmes Ralf Möller DEnglisch. “Schlußendlich” oder “Im Endeffekt” würd ich vorschlagen.

  7. Yoshi sagt:

    Ganz ruhig…

    Die Innenminister haben sich, laut Artikel, geeinigt, dieses Verbot zu wollen. Das bringt in unserem Staat allerdings erstmal wenig. Da die gesetzgebende Gewalt immer noch der Bundestag ist. Also muß dort erst einmal ein entsprechendes Gesetz ausgearbeitet werden, dann vom Bundesrat bestätigt werden und von Köhler unterzeichnet werden. Alle möglichen Vermittlungsausschüsse, die mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit auch noch beteiligt sein werden, mal ganz außer acht gelassen.

    Oder anders formuliert: Die Herren Innenminister können viel beschließen. Für uns hat das erst mal keinerlei Konsequenzen.

    “Die große Koalition hatte nach dem Amoklauf im baden-württembergischen Winnenden Verschärfungen des Waffenrechts beschlossen, von einem ursprünglich geplanten “Paintball”-Verbot nach massiven Protesten der Freizeitsportler jedoch wieder Abstand genommen.”

    “heute” zu Folge gibt es 2000 aktive Paintabllspieler. Hoffe mal, dass die gemäß “Panorama” 1,2 Millionen Shooterspieler dies ebenfalls erreichen.

  8. NS6 sagt:

    Also man müsste mal so eine Petiton dagegen erstellen, damit diese Vollidioten von Politikern mal schnallen das manche Sachen bzw. Beschlüsse einfach mal so gar nicht gehen. :evil:

    • Jongie sagt:

      Ist in Arbeit! ;)

      ‘Wir wollen uns für die Rechte von Videospielern einsetzen und benötigen hierfür eure Hilfe. Schon bald werden wir eine Petition gegen die Gesetzevorlage einreichen. Damit diese auch die nötige Anerkennung bekommt, benötigen wir eure Stimmen. Unterstützt uns im Kampf gegen blinde Zensur.’ gamingnewz.de

      Ich finde das Thema mittlerweilen extrem anstrengend. Ich geh viel zu stark und vor allem viel zu emotional mit.

      Mir war es sogar wert, den Weg von Nürnberg nach Karlsruhe zu fahren um an der Demo teilzunehmen.

  9. tinkengil sagt:

    Das ganze wird spätestens vorm Bundesverfassungsgericht scheitern. Diese fadenscheinigen Begründungen, auf die das Verbot aufbaut, und das Wort “Killerspiel” allein lassen mich jedes Mal mit dem Kopf schütteln wenn ich das lesen muss.

  10. kitaan sagt:

    Weil die Spielefirmen wenig öffentlichkeitswirksam auftreten. Wenn ich Artikel zum Thema lese (wie aktuell auf SPON) steht da nirgends ein Zitat eines Spielelobbyisten. Hat der BUI (ist das der zuständige Verband?) denn schon eine PM zum Thema verschickt? Die würde ich dann auch gerne mal lesen.

    • Ja, der BIU hat in der letzten Runde auch Statements verschickt. Daß er zwei Stunden nach der Innenministerkonferenz was rausschickt ist allerdings nicht zu erwarten. Das das heute überfallartig kommen würde, hab ich zumindest nicht erwartet.

  11. Sunny sagt:

    vergebene liebesmüh.
    der punkt naht an dem meine steuern einem kleinen bergvölkchen zufliessen werden. und ich nur noch 232 tage per anno beruflich im teutschen lande verbringen werde. wenn nur noch die flucht ins ausland hilft, nennt sich das dann “wahl mit den füssen” ?

  12. DanielHH sagt:

    Das beruhigt ja immerhin ein wenig, dass die Spieleindustrie da “am Ball” ist. Wie sieht es denn mit uns Spielern aus? Gibt es irgendetwas, was man selbst tun kann, mal abgesehen von “Kreuz an der richtigen Stelle machen”?

    Ich denke da an Petitionen oder dergleichen?
    Die Damen und Herren müssen hier einfach meiner Meinung nach mitbekommen, dass es so nicht geht, siehe “C64 Generation schlägt zurück” auf SPON.

  13. Rizzo sagt:

    Auch wenn ich mich tierisch über diesen Beschluss aufrege, mir macht viel mehr Sorgen, wie Entscheidungen in wirklich wichtigen Bereichen getroffen werden, wenn man im einfachen Bereich des Jugendschutzes soviel Unkenntnis und Ignoranz an den Tag legt…

    Ich frag mich langsam auch, wo die Gamerlobby ist? Die Waffenlobby hat mit 2 Millionen Mitgliedern so ziemlich alles abgeshmettert, was gefordert wurde… die Gamerlobby dürfte ja wohl weit mehr als 2 Millionen Mitglieder haben…

    Sonntag ist Wahl… fangen wir an!

  14. xXDarkShotXx 93 sagt:

    das traurige ist ja wenn sie bei uns verboten werden, dann wird man sicher in keinem Land mehr eine version mit deutscher Sprachausgabe finden. Da es sich sicher nicht lohnt nur für AT und CH eine deutsche Übersetzung anzufertigen.

  15. DerBonk sagt:

    Auf der einen Seite will ich erstmal sagen: Ruhig Blut, das ist jetzt zwar schon ziemlich Grund zur Aufregung, aber Gesetz ist es noch lange nicht. So zeigt die “Zensur” Debatte, dass wir doch eine Chance haben, noch einiges zu bewirken. Sollte so ein Gesetz tatsächlich in den Bundestag gehen, wäre ich unter den ersten, die eine Petition unterschreiben oder aufsetzt.

    Ansonsten halte ich mich an Bob Dylan:
    “Come senators, congressmen
    Please heed the call
    Don’t stand in the doorway
    Don’t block up the hall
    For he that gets hurt
    Will be he who has stalled”

    “Come mothers and fathers
    Throughout the land
    And don’t criticize
    What you can’t understand
    Your sons and your daughters
    Are beyond your command
    Your old road is
    Rapidly agin’.
    Please get out of the new one
    If you can’t lend your hand
    For the times they are a-changin’.”

    Wirklich schlimm, dass so mancher Politiker die alten Freiheitslieder seiner eigenen Jugend vergessen hat.

  16. RushOliver sagt:

    Es wird wohl bald wieder Zeit für eine erneute Petition im Ausschuss des Deutschen Bundestages und dieses mal sollten die 150.000 Mitzeichner wohl locker drin sein.

    Mal sehen welcher Politiker dann wieder vom Glauben abfällt… ;)

  17. Beasteb sagt:

    Bei diesem ganzen Tätätärä frage ich mich was wohl bei dem nächsten Amoklauf (und dieser wird nun leider kommen) beschlossen und verboten wird. So langsam geht ihnen doch die Munition aus.

    Ich finde es aber schade dass uns Eltern in Deutschland nicht so viel Verantwortungsgefühl zugemutet wird.
    Warum lasst ihr nicht gleich unsere Kinder vom Jugendamt abholen, schließlich haben wir deutschen Eltern scheinbar auf ganzer Linie versagt, das wir solche Gesetze brauchen!

  18. Meine Meinung dazu wird sich in meiner Wählerstimme wiederfinden, bei ALLEN Wahlen in diesem Jahr. Ich habe kein Problem mehr damit kleine Parteien zu wählen.

    Ich kann keine von den Großen mehr mit meinem Gewissen vereinbaren. Für mich sind das inzwischen alles – so leid es mir tut – Verfassungsfeinde. Bei Zensur hört der Spaß auf.

  19. Das ist perverser Populismus, ausgetragen auf den Rücken toter Schüler. Imo perverser als ein Ego-Shooter je sein könnte. Aber wem sag ich das, meine Stimme können die “Großen” dieses Jahr sowieso vergessen – bei allen Wahlen.

  20. willooo sagt:

    wie wäre es denn mit einer online-petition des bundestages, ähnlich wie bei der sache mit der sperrung von www-seiten.
    http://www.bundestag.de/petitionen.html

  21. Dudelsack sagt:

    Denkt bitte daran, dass jetzt gerade Wahl ist, bzw. im Herbst nochmal. Da wird halt das gesagt, was die Menschen (=Wähler) hören wollen. Und es ist halt mal so, dass die Mehrheit der Bevölkerung eher für ein Killerspielverbot sind wie dagegen. Das kommt aber auch daher dass die meisten das Problem nur aus der Zeitung und dem Fernsehen kennen und sich noch nicht “richtig” damit befasst haben.

  22. Habt ihr euch bei Microsoft schon mal Gedanken gemacht, wie so ein Verbot in der Praxis umzusetzen ist ?

  23. ChiefJudy sagt:

    Wie oft hatten wir schon sowas…? Leider rege ich mich doch immerwieder auf, ich kann es nicht lassen, selbst wenn sicher nicht alles so heiß gegessen wird, wie es gekocht wird.

    Ich hoffe nur, es wird eine ähnliche Petition geben wie bei der Internetzensur (von der Leyen sag ich nur), und das Ganze geht wie das Paintballverbot unter.

    Ich gehe wählen. Und das wird den dementsprechenden Parteien gar nicht gefallen. Ich hoffe, möglichst viele tun das auch.

  24. epict0b3 sagt:

    Ein Verbot wäre eine fatale Entscheidung. Nicht bloß deswegen, weil die deutsche Wirtschaft geschwächt werden würde sondern auch aufgrund der zu erwartenden, höheren Anzahl von Raubkopien.

    Ich bin so oder so dafür, dass Deutschland sich endlich mal besinnt, die USK abschafft und das PEGI-System einführt. Das würde unserer Wirtschaft nur guttun – genauso wie der Zufriedenheit der jüngeren Bürger.

  25. RaPe sagt:

    Um eine endgültige Klärung vor dem Verfassungsgericht zu ermöglichen wäre es für uns Gamer vielleicht gar nicht so schlecht, wenn die Innenminister mit ihrer Verbotsforderung durchkämen. Es würden sich sicherlich genug Leute finden die sich an einer Klage vor Gericht beteiligen. Da ja schon einige Gesetzte vom Verfassungsgericht einkassiert wurden, wie z.B. die Pendlerpauschale, würde ich auch in diesem Fall mit einem positiven Urteil für unser Hobby rechnen.

  26. GoDFaTHeR GER sagt:

    Den Vorschlag von willooo mit der Bundestag-Petition finde ich sehr gut, aber sowas sollte ordentlich organisiert werden, sprich die Petition sollte entsprechend formuliert sein. Ideal wäre deshalb wahrscheinlich, wenn sowas von einem Spielemagazin oder einem Spielehersteller initiert wird.

    Was aber jeder schon jetzt machen kann:
    Bei der PC Games kann man ein aktualisiertes Protestschreiben runterladen, das man dann den Abgeordneten bzw. Kandidaten zukommen lassen kann. Ich empfehle jedem Spieler dies zu tun, denn je mehr Leute sich an solchen Aktionen beteiligen, umso eher bringt es was.
    Hier der Link:
    http://www.pcgames.de/aid,686568/Ich-waehle-keine-Spielekiller-Aktualisiertes-Protestschreiben-vor-der-Wahl/PC/News/

  27. soulrise sagt:

    Endlich siegt die Vernunft :0)
    Ich sehe das positiv, jetzt hat der heimliche Erwerb von Halo Hassunichgesehen endgültig sowas verruchtes, verbotenes an sich.
    Da kann man rebellieren, ohne das andere Schaden dabei nehmen. Herrlich, ein Hoch auf die Jugend!

  28. Riplex sagt:

    So ein Verbot würde junge Leute noch mehr dazu verleiten, Spiele zu spielen die nicht für ihr Alter geeignet sind.
    Ausserdem würde der grösste Schaden dem Publisher und der deutschen Wirtschaft entstehen. Dann wird noch mehr gesaugt bzw. die Spiele werden sich dann einfach per Import gekauft.

  29. GoDFaTHeR GER sagt:

    Weiter oben wurde ja erwähnt, dass die Spielehersteller bzw. G.A.M.E. und BIU direkt mit den Politikern in Kontakt treten anstatt an die Öffentlichkeit zu gehen.

    Genau das halte ich aber in der jetzigen Situation für nicht ausreichend. Es ist zwar richtig einerseits zu versuchen die Politiker direkt zu überzeugen, andererseits sollte aber endlich auch mal an die Öffentlichkeit gegangen werden. Gerade bei älteren Menschen beschränkt sich das Wissen über Spiele auf das, was sie aus den Medien mitbekommen und das ist leider fast durchweg nur die negative Berichterstattung über die sogenannten Killerspiele.

    Es gilt also die Bevölkerung besser zu informieren und aufzuklären, damit auch Menschen ohne Kontakt zu spielen erkennen können, dass die Vorhaben der Politiker völlig unsinnig sind und lediglich auf Stimmenfang abzielen. Denkbar wären beispielsweise Aufklärungskampagnen in großen Tageszeitungen wie beispielsweise der Bild.

    Wenn Killerspiele wirklich so gefährlich wären, wie die Medien und Politiker der Bevölkerung glauben machen möchten, dann müsste es angesichts der enormen Spielerzahlen eigentlich täglich Amokläufe geben, denn weltweit spielen schließlich Millionen Spieler solche Spiele.

    Und sowas muss man der Bevölkerung klar machen, genau so wie die wirtschaftlichen Folgen eines Verbots.

    Erst wenn die Politiker merken, dass sie mit ihren Vorhaben keine Stimmen mehr fangen können, werden sie in Zukunft von solchen Vorhaben ablassen.

  30. BloodySmurf sagt:

    Laut IMK-Definition müssten Spiele dann ja nur auf “menschliche Gewalt” (statt “unmenschlicher Gewalt”) gegen nicht anthropomorphe Gegner umgestellt werden. Obwohl ja “Interaktion” das Killer-Argument ist, versteift man sich auf die Repräsentation und versteht nicht, dass Spiele zunächst mal auf Regeln basieren. Sich mit diesen auseinanderzusetzen, kommt den Wächtern des Inneren nicht in den Sinn.
    Ich kann mir eh nicht vorstellen, wie eine derartig schwammige Definition in Form eines Gesetzes praktisch umgesetzt werden sollte.

  31. Fansoftware sagt:

    Nur die breite Masse kann dafür sorgen, dass sowas nicht passiert!!!
    Demonstrieren wäre die beste Möglichkeit!
    Natürlich auf friedlicher Basis, da sonst der Eindruck von Gewalt wieder da wäre!!!
    Was aber lustig ist, dass letztes Jahr Spiele als Kulturgut offiziell anerkannt wurde und jetzt machen die sowas!
    Pc Games und Co haben ja schon etwas in der Art gestartet!!!
    Die Xbox 360 hätte ein dickes Problem, wenn sich sowas durchsetzten würde, da jedes 2 Game auf X360 ein Shooter ist!
    Wobei ich sagen muss, dass ich Shooter die echten Krieg nach machen nicht mag!!! Ich bin mehr der SciFi Typ, also Halo(Fav.) und Co..

  32. CED RadBAD BOY sagt:

    Wie du schon sagst: Jugendschutz hat nichts mit Verboten zu tun. Langsam finde ich es echt immer lächerlicher aus welchen Gründen die Alles mögliche verbieten wollen. Vor allem bei den so beliebten “Killerspielen”, denn keine Studie bestätigt deren Scheinargumente.

    • Brommel sagt:

      Ich bin der Meinung dass jeder der den Politikern, selbsternannten Experten und der Bild alles glaubt was die so daherschwallen selbst einfach zu faul zum denken ist.

      Der engagiert denkfaule Deutsche glaubt den Humbug aber. Das ist ja das traurige an der Sache.

  33. habehandy sagt:

    Wenn die Vorlage wirklich umgesetzt wird sollte MS überlegen die IP-Sperre abzuschaffen die derzeit die Nutzung ausländischer Live-Store verhindert.

    Solange die Hersteller nicht gezwungen werden die Nutzung ausländischer Titel per Software zu sperren gibt es genug alternativen.

    In 6 Stunden bin ich mit der Bahn nach London und in 15min. bin ich per Auto in die Niederlanden gefahren. Somit wäre selbst eine überwachung der Kreditkartendaten sinnlos um Käufer von Killerspielen zu ermitteln.

    Aber vermutlich wird sich das Verbot ‘nur’ auf den Handel in Deutschland beschränken.

    Wie hoch sind eigentlich die Steuereinnahmen (MwSt) die in Deutschland mit Killerspielen erwirtschaftet werden?

    • Zur Klarstellung: In Deutschland wird auf Xbox Live nur der Download indizierter (!) Spiele per IP-Sperre geblockt, sowie das Abrufen nicht für Deutschland lizensierter Filme. Es gibt keine grundsätzliche Ländersperre.

  34. willooo sagt:

    so, ich habe soeben eine online-petition beim Bundestag eingereicht!
    text:
    “GEGEN EIN VERBOT VON KILLERSPIELEN”

    “Killerspiele” sind bereits mit der jüngsten Novellierung des Jugendmedienschutzes und des Jugendschutzes
    ausreichend berücksichtigt!
    Sie verweist insbesondere auf die Einführung verbindlicher Altersfreigaben für Computerspiele und eine Prüfung auf
    mögliche Jugendgefährdung. So würden etwa kriegs- und gewaltverherrlichende sowie die Menschenwürde
    verletzende Darstellungen bereits als schwer jugendgefährdend eingestuft. Entsprechende Games dürfen nicht an
    Heranwachsende verkauft werden oder kommen gar auf den Index.
    Ein Verbot von “Killerspielen”, wie auf der Innenministerkonferenz beschlosssen, ist ein Eingriff in
    Persönlichkeitsrechte mündiger und erwachsener Menschen.

    die parlamentarische prüfung dauert wohl 3 wochen. wenn sie dann online ist, kann ja boris (wenn er mag) den link posten.

  35. Frodo sagt:

    Jährlich sterben hunderte oder tausende Leute an den Folgen von Alkohol und Rauchen ud niemand kümmert es. Beim Spielen macht man aber eien riesen Tralala, weil man eben nicht selber Spiele konsumiert und daher nicht betroffen ist.

  36. Jürgen sagt:

    Habe mal zwei Cartoons zu der Sache gemacht. Vorerst… :-)

    http://www.juergenfrey.de/Plakat-Buch-und-Werbung/Cartoons-Seite-1054.html

    Vielleicht hilft es ja, wenigstens ein bißchen über die ganze Sache zu schmunzeln.

  37. Diesmal scheinen die Politiker aber fest entschlossen zu sein, das Verbot durchzubringen.
    Die Konsolenhersteller müßten folglich die Online Komponenten ganz unterbinden, was für mich bedeuten würde meinen Gold Account zu kündigen.

  38. DarkVamp sagt:

    Die werden das Internet niemals verstehen denke ich manchmal… Es kaufen sich doch schon heute kaum noch jugendliche die Software ehrlich im Laden. Ein Verbot wird dies dann unmöglich machen und den Kids indirekt eine Legitimation ihrer Handlungen an die Hand geben.

    Die anderen europäischen Länder und die USA und Co lachen sich sowieso kaputt über das Handeln Deutscher Politiker.

  39. Gutsu sagt:

    Hallo dreisechzig.net-Leser, auf Gamepro läuft eine Aktion gegen ein Killerspielverbot, dort ist ein Textentwurf für ein Schreiben an Politiker sowie einen Link um die Politiker seines Wahlkreises zu finden.

    http://www.gamepro.de/news/branchen/killerspiel_verbot_gamepro_aktio..

    Bitte nehmt alle Teil, vielleicht bewirkt das etwas wie bei den Gotchaspielern. Die konnten durch einen Aufschrei auch ein Verbot abwenden.

    Bei diesem Thema sollten alle zusammenhalten.

  40. Stefan sagt:

    Tolles Interview!

  41. DanielHH sagt:

    So, die Jungs bei GamePro haben sich offensichtlich mal hingesetzt, und einen Musterbrief an den jeweils einzutragenden Abgeordneten des Versenders des Briefes geschrieben. Zu Laden gibt es diesn Brief dort: http://www.gamepro.de/downloads/weitere_downloads/briefentwurf_an_abgeordneten/1961455/briefentwurf_an_abgeordneten.html

  42. DarkRaziel sagt:

    Da sieht man mal wieder wie Politiker wieder einen Schnell Schuss raus hauen ohne die wirklichen Hintergründe zu kennen.
    Die Verbote bringen rein gar nicht, denn es wird trotzdem weiter konsumiert.
    Oder hält es Junkies ab weiter an Drogen zu kommen und diese zu Konsumieren.
    Nein.

    Aber so was was diese Jungs hier in Karlsruhe gemacht haben müsste man Deutschland weit machen .

    http://www.youtube.com/watch?v=PDFrEZ8hqOA

    • Jongie sagt:

      Ich war dabei und es war großartig!

      ‘Wir sind hier, wir sind laut, weil man uns die Spiele klaut!’

      Zwar war die Teilnehmerzahl mit rund 400 etwas klein, aber für 10 Tage Vorbereitung doch ein starkes Stück. Ich seh das ganze als Pionierarbeit und werde auch zukünftige Aktionen unterstützen wie ich kann!

      Solch ein Demo sollte in Köln zur gamescom stattfinden, wenn sowieso tausende Gamer vor Ort sind. Oder direkt in Berlin im Regierungsviertel! :)

  43. XeroX sagt:

    Zitat von Boris:
    Aber meint ihr nicht, ihr übertreibt mit euer Verbots-Forderung ein bißchen und habt in Wirklichkeit gar keine Ahnung von dem, was ihr da beschließt?
    [Ende]

    Natürlich haben die keine Ahnung und zwar davon ne ganze Menge. In Deutschland wird immer erstmal schnell geschossen und dann nachgedacht, wenn es zu spät ist. Betrifft nicht nur die Politiker, sondern auch unsere Bürger.

    Hier denkt keiner für 5 Pfennig nach…

    Euer Auswanderer
    XeroX

  44. Drew sagt:

    Die sollen endlich mal dem Kulturrat mehr Befugnisse erteilen. Sind eh unsere einzigen Hoffnungsträger wies scheint.

    ———

    07.06.2009
    Computerspiele: Innenminister greifen erneut in der Mottenkiste der Verbotsdebatten

    Deutscher Kulturrat warnt vor einem wahltaktischem Schnellschuss [RIGHT] [/RIGHT]

    Berlin, den 07.06.2009. Der Deutsche Kulturrat, der Spitzenverband der Bundeskulturverbände, warnt angesichts des jüngsten Vorschlags der Innenminister der Länder und des Bundesinnenminister, noch vor der Bundestagswahl ein Herstellungs- und Verbreitungsverbot von gewalthaltigen Computerspielen umzusetzen, vor einem wahltaktischem Schnellschuss.

    Mit dem Vorschlag der Innenminister wurde erneut in der Mottenkiste der Verbotsdebatten gegriffen und geflissentlich verschwiegen, dass erst im vergangenen Jahr das Jugendschutzrecht novelliert wurde. Seit dem 1. Juli 2008 ist der Katalog der schwer jugendgefährdenden Trägermedien, die indiziert sind, im Hinblick auf Gewaltdarstellungen erweitert, die Indizierungskriterien wurden in Bezug auf mediale Gewaltdarstellungen erweitert und präzisiert, weiter wurde die Mindestgröße der Alterskennzeichen der Unterhaltungssoftware Selbstkontrolle gesetzlich festgeschrieben.

    Wenn jetzt ein Herstellungs- und Verbreitungsverbot sogenannter Killerspiele gefordert wird, geht es weniger um Kinder- und Jugendschutz, denn Kindern und Jugendlichen dürfen solche Spiele schon jetzt gar nicht zugänglich gemacht werden. Er geht darum, Erwachsene vor solchen Spielen zu “schützen”. Damit wird elementar die Kunst-, Presse- und Meinungsfreiheit berührt.

    Der Geschäftsführer des Deutschen Kulturrates, Olaf Zimmermann, sagte: “Bei den jüngsten Vorschlägen der Innenministerkonferenz muss man den Eindruck gewinnen, dass es nicht um Jugendschutz, sondern schlicht nur um Wahlkampf geht. Oder soll ernsthaft in den letzten Sitzungstagen des Bundestages vor der Sommerpause und der Bundestagswahl, hopp la hopp ein neues Gesetz gezimmert werden. Der Jugendschutz und die Kunst-, Presse- und Meinungsfreiheit sind viel zu wichtig, um sie den wahlkämpfenden Innenministern von Bund und Ländern zu überlassen.”
    http://www.kulturrat.de/detail.php?detail=1578&rubrik=2

  45. Starfox33 sagt:

    Hallo ,
    Ich hab gerade einen brief an meinen Abgeordneten nach Berlin geschickt.Wenn ihr wollt in verschiedenen Internetseiten sind Musterbriefe zum downloaden online (z.B. http://www.gamepro.de/news/branchen/killerspiel_verbot_gamepro_aktion/1961454/killerspiel_verbot_gamepro_aktion.html). Ich bitte euch alle macht mit.
    Vg Starfox33

  46. xMine sagt:

    Und genauso ist es!
    Ich flehe bald schon darum, dass “Killerspiele” verboten werden, denn dann passiert folgendes:
    1. Die Spieler werden sich umschauen, wo’s sowas noch gibt
    2. Und finden natürlich eine der sämtlichen Download Seiten
    3. Wo sie dann eine AT Uncut Version finden, die um einiges Brutaler ist.

    Geniale Rechnung!

    Dann kommt natürlich noch folgendes: http://www.xboxfront.de/news-32-17018-News.html
    Und schon passiert, was alle befürchtet haben:
    Der KiPo Filter kommt (“Wenn ich das Problem nicht sehe, ist es auch nicht da!”) und wird sogleich missbraucht, um die bösen bösen Killerspiele Internetseiten zu sperren! Naja, aber wir wissen ja alle: DU bist Deutschland. Inzwischen kann ich nur noch sagen: Bitte nicht…

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