Direktkauf

Von Boris, Do, 13. Aug 2009 19:33

Die laute Kritik an den Spiele-Preisen im Online-Direkt-Vertrieb läßt eins vermuten: Viele Leute würden sich Spiele online kaufen, wenn sie denn dort billiger sind als im Laden oder zumindest im Preis identisch. Logisch, wer gibt schon gerne zu viel Geld aus?

Genau das ist aber auch ein Knackpunkt für jedermann, der einen Direkt-Verkauf betreibt. Sobald der Händler im Laden eher unwichtig ist, kann man mit den Preisen spielen, wie man lustig ist. Wenn man den Händler im Laden aber noch braucht, weil eben die meisten Leute ihre Ware physisch und nicht digital kaufen, weil es dort ein großes Angebot gibt, weil man das Abspielgerät ja auch irgendwo verkaufen muß.

Wer im Verkauf von Firmen an Händler arbeitet, kennt das Problem: Wenn Händler A etwas X Euro billiger anbietet, ruft Händler B gleich an: “Ich will auch den Rabatt geben, senk mir den Preis”. Dabei sind in Deutschland die Preise völlig frei, jeder kann das machen was er will, und wer Ware unter dem Einkaufspreis verkauft, um Leute anzulocken dann auch mal was teureres zu kaufen, ist halt ein scharf kalkulierender Geschäftsmann. Wenn ein Hersteller anfängt, Ware unterhalb des Preises zu verkaufen, den er seinen Händler empfiehlt (die “Unverbindliche Preisempfehlung”), wird der Händler also den Hersteller fragen “Kann ich bitte den Rabatt haben, den du dir selber gerade gibst?”. Bei Apple auf der Webseite kostet ein Mac oder ein Iphone immer genau das, was als “Unverbindliche Preisempfehlung” gilt. Bei anderen Marken, die auch direkt verkaufen, ist es genau das Gleiche.

In der Branche gibt es einen Spruch, wann denn die digitale Distribution wirklich den echten Handel ablösen wird. Antwort: Wenn man auch Konsolen durch die DSL-Leitung schicken kann. Solange die Konsolen-Hersteller den Handel brauchen, um Hardware und auch noch das meiste der Software an den Mann zu bringen, solange werden sie online niemals mit Kampfpreisen diesen Handel herausfordern können.

68 Antworten für “Direktkauf”

  1. Riplex sagt:

    Warum gibts denn bei Gamesload z.b. manchmal günstige PC Spiele ?
    Also wenn es wirklich bei den Preisen bleibt, wird das nichts. Dann könnt ihr den Service direkt wieder einstellen.
    Könnte den ein Hersteller bestimmen, das ein Spiel über den Direkt Online Vertrieb billiger sein soll als das Spiel im Laden ?

  2. Krauthaus sagt:

    Meiner meinung nach kann man die Xbox-Community nicht mit dem Direkt-Real-Handel vergleichen. Denn indem man uns die gleichen oder höhere preise gibt, ohne ein Produkt wie z.B. eine schicke Hülle oder Gimmicks, nimmt man uns den Anreiz. Ich bin selber aus dem Handel und weiss dass man Kunden nur mit Schnäppchen kriegen kann, allerdings sind diese durch die andauernden Schnäppchen (wie ich selbst) verwöhnt genug als dass eines wie die regulären Vergünstigungen für Goldmitglieder lange nicht ausreicht.
    Mit gleichen Preisen ohne materielles gut dass man sich, wenn auch nur zum ansehen, ins Regal stellen kann ist es eine Marketingtechnik die ich für bedenklich halte.

    Denn wo bleibt der Exclusive Touch wenn ich online genausoviel zahle wie im Laden? Klar ich erspare mir das gehen, doch ich habe im Endeffekt auch nicht soviel in der Hand, muss meine Bandbreite beanspruchen (wenn man wie ich am A***h der Welt keine Kabel möglichkeit hat) und dank eben jener fehlenden Connection auch noch ewig aufs downloaden warten.
    So sehr ich den Dienst auch schätze, so sehr empfinde ich ihn auch als Unausgewogen.
    Denn es gibt nunmal Leute die sich Spiele die ihnen gefallen auch im Laden kaufen wenn sie dort mehr kosten würden, und durch die Einfürhung spezieller Gimmicks die man nur im Handel bekommt wäre die Kundenbindung eben jener auf jeden Fall gegeben. So jedoch schreckt mich (und viele Leute in meiner Kontaktliste) das jetzige Preissystem ab.

    Denn allein die Tatsache dass es z.b. zusatz-downloads gibt die z.b. beide 800 Points kosten, während sich der download-inhalt um bis zu 500 mb unterscheidet entzieht sich meinem Verständis.

    Wohlwollende Preisstrategien liegen hier hinter Preiswucher. Ich verstehe deine Argumente als Microsoft-Mitarbeiter, und ich will nichts gratis oder geschenkt, aber wenn man hinter den immer raffinierteren Methoden der X-Box-Cracker nicht stehen bleiben will hilft es nicht Downloads in diesem Preis-niveu zu halten.

    Schliesslich hies es doch auch bei dem Verkauf von Online-Musik dass es das Laden-Geschäft töten würde. Die Musik-Industrie jammert zwar dass es Umsatz-Einbrüche gibt, allerdings weiss ich aus meinem Unternehmen dass die Cd-Verkäufe glänzend laufen, vor allem da es Menschen wie mich gibt die nicht downloaden um zu klauen sondern um auszutesten ob sich der kauf lohnt. (Mein Unternehme hat um die 160 standorte in Europa und ist in Sachen Technik sehr weit vorne)

    Vom I-phone kann ich mir einzelne lieder um teils einen Euro downloaden, und dennoch verkaufen sich die Cd´s wenn auch nicht so gut wie vor dem Internet-Ding. Aber sowas kann man eben nicht verlangen. Denn wo man zwei Händler hinstellt werden eben kunden zu Mister A und Kunden zu Mister B gehen.

    Ich persönlich hoffe dass ich einen Anreiz bekomme Meine Spiele online zu erwerben, bis jetzt sehe ich den nur in dem Vorteil dass die cd/DVD nicht zerkratzen kann. Allerdings hab ich sie dennoch gern im Regal stehen;)

    Und wenns gleich teuer oder teurer ist geh ich allemal in den (oder meinen) Laden:)

    lg

  3. Dilanor sagt:

    Hi Boris,
    es ist vollkommen klar, daß der Konsolenhersteller seine Lizenzgebühren im Rahmen der Produktion der Units erhält. Andererseits kontrolliert der Konsolenhersteller auch das Bottleneck in Form des Zugangs zu seinem Onlinedienst, so daß er eigentlich auch dort ganz simpel an seine License Fee kommen kann. Gerade der Konsolenhersteller ist daher eigentlich nicht davon abhängig. Richtiger ist das der eigentliche Third Party Publisher dann unter Druck gerät. Wenn nämlich der Retail Markt sich dem Online Preis anpassen würde, müßte der Third Party Publisher die Preisreduzierung des Handels tragen. Es wäre mir neu, wenn in solchen Fällen – sehen wir mal von Platinum o.ä. Versionen ab – der Konsolenhersteller selber seine License Fee senken würde.

    Sprich nicht der Konsolenhersteller, sondern der Third Party Publisher hat ein Interesse daran, die Preise entsprechend gleichwertig zu halten.

    Solange die Third Party Publisher den Teufelskreis nicht durchbricht (wie z.B. Telltale) und sein Hauptaugenmerk auf die elektronische Distribution richtet, bleibt es dabei, daß der Kunde für ein weniger an Leistung den gleichen Preis zahlen wird. Im gleichen Atemzug heisst das aber auch, daß solange Konsolenhersteller und Third Party Publisher sich die Handelsmarge des Großhandels nicht teilen können. Am Ende muss man bei einzelnen Produkten abwägegen, ob die Produkte für einen fokussierten Onlinevertrieb geeignet sind oder ob man weiter auf dem Retail Markt fokusieren muss. Damit man mich nicht falsch verstehet: Ich gehe auch davon aus, daß ein Großteil der Produkte noch lange vom Retail abhängen wird.
    Wird übrigends auch Thema auf unserm Panel auf der GDC Europe am Dienstag sein ;-)

  4. marjel sagt:

    Vielen Dank für die für mich neue Sichtweise. Ich ärgere mich ständig, dass die AppleStore Apps so günstig sind, aber die haben ja keine Händlerkonkurrenz. Und solch ein Monopol ist mir noch weniger recht.

    Liebe Grüße aus z.Zt. Istanbul,
    marjel

  5. Stargaze sagt:

    “In der Branche gibt es einen Spruch, wann denn die digitale Distribution wirklich den echten Handel ablösen wird. Antwort: Wenn man auch Konsolen durch die DSL-Leitung schicken kann.”

    Das bedeutet das ich mir keine Sorgen machen muss, dass Microsoft bei der Xbox 3 oder 4 auf eine rein digitale Distribution setzt? Sehr gut :D

    Bedeutet dein Post denn auch, dass die Games on Demand automatisch von Deal of the Week Programm ausgeschlossen sind? Wäre ja dr logische Schluss auch wenn ich hoffe, dass der eine oder ander Titel mal ein DotW mit 50% Nachlass wird.

  6. Smithers sagt:

    Im Prinzip stimmts ja, aber steckt dann Microsoft Arbeit und Geld in so ein hoffnungsloses Feature? Der einzige Vorteil ist, das man das komplette Spiel auf der PLatte hat, ohne DVD-Abfrage, aber dafür den höheren Preis.
    Naja, warten wirs mal ab.

  7. Smithers sagt:

    Im Prinzip stimmts ja, aber warum steckt dann Microsoft Arbeit und Geld in so ein hoffnungsloses Feature? Der einzige Vorteil ist, das man das komplette Spiel auf der PLatte hat, ohne DVD-Abfrage, aber dafür den höheren Preis.
    Naja, warten wirs mal ab.

  8. Fergy sagt:

    Durchaus verständlich, nur sieht es ja bei exklusiven Sachen, wo im digitalen Vertrieb sozusagen ein Monopol existiert nicht anders aus. Wo ist / sind die Kampfpreise bei Arcadespielen, Spieleerweiterungen oder den Avatarklamotten, die nicht einmal ein anderer Gamertag auf der gleichen Konsole nutzen kann!!

    Wenn man sieht, dass fast jeder normale Shop / Onlineshop beispielsweise Oblivion in der GOTY-Version (also mit Erweiterung) für etwa 20-30€ anbietet, aber der einzelne Download der großen Erweiterung noch immer allein knapp 30€ kostet, dann stimmt da was nicht.

    Oder Beispiel aus dem PC Lager: Während es bei Steam wöchentlich meist wirkliche Kampfpreise gibt und durchaus neuere Titel für 50% Rabatt und mehr angeboten werden, so darf sich auf der Xbox eine Elite, sprich die eh schon zahlende Gold-Kundschaft freuen, dass man hier und da einige Euros sparen kann. So schön es ist ein Braid für 5€ weniger zu bekommen, so dürftig sind viele andere Angebote, wo entweder uralte Sache (etwa Mappacks zu Games, die keiner mehr Spielt) angeboten werden oder Downloads, die ne fiese Falle haben. Ist ja schön, dass man eine Fallout 3-Erweiterung so schnell mal im Preis reduziert oder demnächst die GTA Episode etwa günstiger ist. Aber wer da zugreift, der zahlt dann am Ende durchaus doppelt, da ja schon sehr bald Ladenfassungen erscheinen.

    Da kann man dann zum Schnäppchenpreis gleich Fallout 3 komplett mit den Erweiterungen kaufen oder die GTA Episoden. Fast wäre ich da etwa bei Star Wars: The Force Unleashed reingefallen, wo es das Angebot mit dem zusätzlichen Level für 400 statt 800 Points gab. Da hätte ich doppelt bezahlt, wenn ich alle Inhalte haben möchte, da ja die kommende Sith Edition des Spiels nicht nur alle bisherigen Inhalte beinhaltet, sondern neben der neuen Mission, die es auch als Download gibt, eine Bonusmission hat, die es nicht in Downloadform gibt. Da fühle ich mich als Kunde doch verschaukelt von der ganzen Onlinegeschichte.

    Ich kann ja verstehen wenn man es sich nicht mit dem Handel verscherzen will, nur kommt MS dem Kunden auch kein Stück entgegen. Ich will da nur mal an die Hardwarepreise für eine winzige Festplatte erinnern, die gerade einmal in der maximalen Ausführung 120GB bietet. Für den Preis kann ich mir locker 10 einigermaßen aktuelle Xbox 360-Spiele beim nächsten, günstigen Onlineshop bestellen.

  9. us sagt:

    Das ist prinzipiell alles nachvollziehbar und ich bin auch wirklich der Letzter, der keine pyhsischen Medien mehr will (würde alles auf Datenträger kaufen, wenn es möglich wäre). Aber ich kann mir auch nicht vorstellen, dass die Musikkonzerne nichts mehr über den normalen Handel verkaufen wollen. Trotzdem kosten Download-Aleben in der Regel nur 10 Euro, während die CDs im Standard-Elektromarkt unter 15 Euro kaum zu haben sind.

  10. Beluvius sagt:

    Was Du schreibst erklärt vielleicht die Preise bei “Games-On-Demand”. Sie sind aber sicher keine Erklärung für die zum großen Teil völlig überzogenen Preise bei den Avatar-Klamotten, denn diese werden ja wohl kaum über den stationären Handel angeboten.

  11. Sicho sagt:

    ziemlich genau das was ich hier schon als Comment gepostet habe … man bin ich intelli… iteggii.. intalli .. na .. schlau halt! xD

  12. pank sagt:

    Finde ich sehr nachvollziehbar…aus Produzentensicht. ;)
    Aus Kundensicht bezahle ich den gleichen Preis für “weniger” Produkt. Kann ich das Spiel auch noch 2020 runterladen? Wir spielen ja auch noch unsere Spiele von 1990 und älter…Denke eher nicht.
    Aber der Argumentation deines Textes kann das natürlich nichts anhaben: Es ist ein optionaler Service, der nicht günstiger angeboten werden kann. Ich habs jetzt verstanden, denke aber, die meisten Kunden werden das Angebot als – bestenfalls – unattraktiv und – schlechtestenfalls – relativ dreist empfinden.

    Was mich in dem Zussammenhang interessieren würde, von wegen Preisbildung: Warum glauben MS und Sony, dass ein Titel 59€ kosten sollte, der für den PC bei 29€/39€ liegt? Sagen euch Studien einfach, dass eine Preisminderung von 10€/20€ nicht genug zusätzliche Kunden bringen würde, damit am Ende mehr Einnahmen erzielt werden? Oder entscheidet das jeder Publisher komplett selbst, ohne Empfehlungen etc.? Auch so ein Fall, wo (hoffentlich) bestimmt eine ökonomische Logik hintersteckt, aber beim Kunden in den allermeisten Fällen als “Schweinerei” ankommt. Logisch, man kommt sich neben seinen PC-Spieler-Freunden natürlich mächtig dumm vor… ;)

    Interesantes Thema, danke für deine/eure Perspektive. Und Gut Nacht!

    • DirtEHarry CH sagt:

      Bei den Konsolenspielen kommt eine Gebühr drauf, die der Publisher dem Systemhersteller abdrücken muss. Ansonsten wären Xbox 360 und PS3 bei den Verkaufspreisen ein reines Verlustgeschäft.

  13. Chrischie sagt:

    Das klingt zunächst einleuchtend. Trotzdem ist es in meinen Augen ein Vergleich von Äpfeln und Birnen. In deinem Beispiel bekomme ich beim Hersteller das gleiche Produkt wie bei einem freien Händler.
    In diesem Fall bekomme ich weniger und muss teilweise wesentlich mehr Zahlen als beim freien Händler. Deshalb geht der Blogeintrag für mich auch am Kernproblem vorbei.

  14. Sicho sagt:

    ah und ich will nochwas hinzufügen:

    Sobald alles nur mehr digital vertrieben wird, sind die Videospieleläden allesamt pleite und weg … und mal ernsthaft: wollen wir das? Klar, mit der Zeit kommt Wandel, aber traurig würden wir es trotzdem finden.

    Deswegen folgende superschlaue Idee von mir ;)

    Ich bin auch der Meinung dass Digital Distribution die Zukunft ist … aber Digital Distribution kann auch in einem Laden stattfinden! Siehe Nintendo, die in Shops über WiFi-Stationen Demos für DS angeboten haben. Das gleiche System könnte man auch mit einem Bezahlsystem (z.B. Rubbelkarte im Laden kaufen) ausstatten und mit Vollpreisgames machen … und genug kluge Köpfe könnten ähnliche, evlt. noch bessere Systeme entwickeln. Das könnte parallel zu einem Handel via Internet existieren.

    Man könnte für die Datenträger-Liebhaber sogar was machen: An so einem Point-of-Sale im Laden lädt man das Spiel nicht auf eine Konsole/Handheld, sondern auf einen billig im Laden zu kaufenden Datenträger (Flashmemory, SSD oder was die Zukunft halt bringen wird). Sprich: der Download – ob nun via Internet oder PoS kostet das Gleiche, will man aber via PoS kaufen, muss man sich erst noch den Datenträger selbst zulegen. Auf dem wäre dann gleichzeitig eine Datei drauf mit der man sich zu Hause ein Cover ausdrucken kann – dann wären alle happy ;) ;) ;)

  15. Freudenspender sagt:

    Du kannst diese Preise nicht entschuldigen bzw. schön reden.
    Solange Die Preise auf diesem Stand sind, gebe ich Dir Brief und Siegel darauf, das wenige bis keine ein Spiel via Demand runterladen werden.
    Steam macht es (richtig) vor.

    • Freudenspender sagt:

      und ich muß noch erwähnen das ich mich sehr auf diese Art des Spiele erwerbens gefreut habe.

    • badrubberduck sagt:

      Steam ist kein gutes Beispiel. Dort kosten einige Spiele mehr als im Handel, und die Sonderangebote sind oft genug zeitlich begrenzte Aktionen, die auch andere Händler anbieten. Zudem muss man bei Steam zwei Punkte unterscheiden:

      1.) Valve Software: Valve produziert Spiele, die keine spezielle Hardware benötigen. Also kann denen der Handel eigentlich egal ist. Die verdienen prozentual pro Verkauften Spiel über Steam mehr als pro verkauften Spiel im Handel (Da der Umweg über den Publisher geht). Trotzdem kosten im Handel Valve Spiele stellenweise weniger als über Steam.

      2.)Andere Anbieter: Die geben die Preise vor, und die sind oft identisch im normalen Handel und bei Steam.

      Microsoft bietet wie von vielen gewünscht Games on Demand an. Nur entsprechen die Preise nicht den Wünschen, ich finde sie persönlich auch zu hoch. Aber solange man die Wahl zwischen dem Spiele-Direkt-Kauf und dem normalen Handel hat, ist mir das, ehrlich gesagt, egal. Ich kann ja schließlich selbst entscheiden wem ich das Geld in den Rachen werfe ;)

  16. Kausrufe sagt:

    Ich hab ja immernoch die Freiheit mir die Spiele für 1/3 des Preises bei Ebay zu kaufen, wenn Microsoft mein Geld nicht haben will.
    Dann verdient eben gar kein “Geschäftsmann” an meinem Kauf.

  17. DirtEHarry CH sagt:

    Das ist durchaus verständlich. Ich frage mich nur, wie sich das für MS auszahlen soll. Schliesslich verkauft man ein im Vergleich minderwertiges Produkt zum gleichen Preis. Bei den Xbox-Originals war das noch vertretbar, weil neuwertige Kopien nur schwer zu kriegen sind. Hier baut man einfach auf die Naivität und Bequemlichkeit der Kundschaft. Gut, solche Geschäftsmodelle können heutzutage durchaus erfolgreich sein…

    Aber mir soll’s egal sein, schliesslich habe ich immer noch die Wahl, wo ich mein Spiel hole. Das sollten auch einige Dauermotzer berücksichtigen.

  18. Lobo sagt:

    Hi,
    also hier vergleichst du Äpfel mit Birnen. Der vergleich Apple (Hartware) zu Software hinkt schon sehr stark. In meinen Augen ist der direktkauf über Xbox360 nicht lohnenswert, weil es in meinen Augen zu viele Nachteile hat. Beim PC hätte ich keine Probleme, da habe ich auch über 500GB Speicherplatz. Bei der Xbox360 ist selbst meine 120GB Festplatte zu klein. Und deshalb müsste es über den Preis gehen. Und hier ist einer der Hacken, der leider bei direktvermarktung enthalten ist. Irigendwann gibt es jedes Spiel mal als Angebot, spätestens wenn der Händler sein Lager leeren möchte. So werden die Spiele teilweise als “Restposten” für 5€ verkauft, was bei Onlinemarketing nur schwer zu machen ist. Aber wie immer, jeder von uns hat die Wahl, ob er sich das Produkt kauft oder nicht. Das ist unsere “Macht” als Kunde, das wir über unseren Kaufverhalten ein bisschen mitentscheiden können

    • Ich habe gar nichts verglichen. Ich habe nur die gängige Praxis aller Hersteller, ja im Direktverkauf niemals die UVP zu unterbieten (Ausnahme: B-Ware), beschrieben.

      • aiwan4 sagt:

        Hmm aber dann stimmt doch z.b. beui Viva Pinata etwas bei der UVP nicht oder? Wie kann die bei Teil 1 der Jahre älter ist noch genauso sein wie bei Teil 2?

  19. Chris sagt:

    Danke, daß du dich zu diesem Thema nochmal geäußert hast.
    Ich hoffe sehr, du behältst Recht und Diskspiele bleiben uns noch laaaange erhalten :) . Daß man den Handel nicht vergraulen will bzw. kann ist ein Argument. Ich bevorzuge sowieso die Ware in der Hand.

  20. Zup sagt:

    Das Argument der meissten ist nunmal, daß das Preis/Leistungsverhältnis nicht stimmt und die Vorteile auf Seiten des Händlers größer werden und die Nachteile auf Seiten des Käufers. Warum soll ich lediglich für ein paar Bytes genauso viel bezahlen, wie für eine reale Retail-Version ?

    Man kann das Spiel nicht weiterverkaufen / -verleihen

    Man bekommt ausschliesslich die teils arg verstümmelten deutschen Versionen.

    Nach einem Systemwechsel besitze ich faktisch das Spiel erstmal nicht mehr und muss alles neu herunterladen.

    Der Händler hat defintiv weniger Kosten durch gesparte Verpackung, Datenträger, Vertrieb und Logistik.

    Auch Musik ist (zumeisst) online günstiger als per Ladenkauf und hat sich durchgesetzt.

    Der Vergleich mit der Apple Hardware hinkt gewaltig. Wenn ich Hardware kaufe, bekomme ich in beiden Fällen den gleichen Gegenwert –> Die Hardware.

    Solche Argumentation dient nur zu einem Zweck –> Mehr Geld verdienen bei gleichzeitig weniger Kosten.

    So einfach ist es aber nicht …

  21. dirkbo sagt:

    Dass die Direktkaufpreise (übrigens Glückwunsch zum nicht-verwenden des Anglizismus Games on Demand) der UVP entsprechen ist doch absolut gerechtfertigt, schließlich bringt der Direktkauf zwei Vorteile gegenüber dem Kauf im Handel mit, zum einen kann man den Direktkauf rund um die Uhr nutzen und zum anderen landet das Spiel so direkt auf der Festplatte wodurch das DVD-Wechseln entfällt. Klar, dafür hat man keine gedruckte Anleitung und keine DVD-Box, aber mal ehrlich, wie oft braucht man diese Staubfänger denn schon?

  22. Deus ex machina sagt:

    Jeder mit einen wenig kaufmännischem Background versteht das, etwas zu teuer sind sie trotzdem, wir reden hier schließlich nicht über aktuelle Titel. Wenn ich mir die Preise bei GameStop oder den zwei Metro-Ketten anschaue, dann ist die Differenz nicht gerade marginal – ihr seid zum Teil 1/3 teurer. Aber sei es wie es mag, diesen Service sollte man evtl. nicht als Alternative zum Einzelhandel begreifen, es ist viel mehr eine kommode Art mal spontan/schnell ein Spiel zu kaufen.

  23. hdgamer sagt:

    Und solange wird der direkte Download auch der gutbetuchten Kundschaft vorbehalten bleiben – der Rest kauft sich für das Geld wohl eher 2 Spiele.

  24. M@rlon sagt:

    Sehr schön erklärt, obwohl es ja auch eigentlich so naheliegend ist das es sich selbst erklären sollte.

  25. -Stephan- sagt:

    Ich denke, das vielen Leuten bei dem Preis der aktuellen X360 Games on Demand Spiele der Anzreiz fehlen wird, sie dort zu kaufen. Die Spiele sind zwar fast alle ohne Zweifel gut, aber es gibt sie heutzutage auch gebraucht einiges preiswerter zu kaufen; einige Spiele findet man davon auch heute noch im Handel, wo die Preise maximal den gleichen Preis haben, dort hat man dann aber noch eine schicke Hülle, Papieranleitung und vor allem das Spiel selbst auf DVD und kann es beliebig installieren und deinstallieren. Ein sicherlich auch nicht ganz unwichtiger Grund.

    Ich beispielsweise lade mir regelmäßig was am Marktplatz runter, ab und an auch gerne eines der XBox Spiele wie Jade Empire, etc., und nutze auch gern die Funktion Spiele direkt auf Festplatte zu installieren, da die Box dann doch einiges leiser läuft und vor allem die DVD sich weniger abnutzt, da wird eine 60 GB Platte auch irgendwann mal voll. Klar, heutzutage ist der Marktplatz noch up-to-date und wird das auch in den nächsten Jahren noch sein, ich kann mir das Spiel also jederzeit wieder downloaden wann ich will. Aber was, wenn der Nachfolger der X360 dann mal auf den Markt kommt?

    Zum anderen bin ich einfach nicht der Fan von Spielen zum Online-Download, jedenfalls nicht von Vollpreisspielen. Es wird wohl sehr wahrscheinlich die Zukunft werden, aber die kann gerne noch ein paar Jahre auf sich warten. Da ich sowohl Konsolen als auch Spiele sammle will ich das jeweilige Spiel auch “real” in meiner Sammlung haben. Wohl ein Fall von altmodisch, ich lese auch lieber ein Buch abends gemütlich in meinem Bett vorm Schlafen gehen als es am PC lesen zu dürfen :D

    Im Endeffekt bestimmt immer noch der Markt (in dem Fall also wir, die Käufer), welche Angebote er annimmt und welche nicht. Demnach wird sich auch zeigen, ob und wann die Zeit für diese downloadbaren Vollpreis-Onlinespiele kommt oder halt nicht. Meinetwegen kann es da noch einige Jahrzehnte dauern, oder zumindest die Möglichkeit geben zu wählen ob man nun der Download-Version, oder der Version im Handel den Vorzug gibt :)

  26. OthelloCTR sagt:

    Ich finde, dass man Online gekaufte Lizenzen nicht mit physischen Datenträgern in bunter Sammelverpackung vergleichen kann. Das sind 2 unterschiedliche Produkte mit differentierten Eigenschaften die “zufällig” dasgleiche Spielerlebnis bieten!

  27. Matejunkie sagt:

    Ich fand den Standpunkt, den Ars Technica herausgearbeitet hat, recht interessant, denn nicht nur der Preis ist bei der digitalen Distribution das Problem, sondern auch Bandbreite, Storage und Weiterverkauf: http://arstechnica.com/gaming/news/2009/08/360-update-goes-live-games-on-demand-an-iffy-value.ars

    Glaube daher auch nicht, dass Distribution ausschliesslich digital erfolgen wird innerhalb der naechsten 20 Jahre. Die Dinge greifen zu koennen ist dafuer einfach zu wichtig.

  28. gameothek sagt:

    Boris, vielen Dank für deinen Beitrag. Wenn man deinen Blog über einen langen Zeitraum verfolgt bekommt man den Eindruck es geht nicht um Games, sondern BWL. Kleine BWL/Marketing Trainings für Jedermann. Finde ich gut ;-)

  29. NewBrof sagt:

    im Vergleich zu GameStop ist der GamesonDemand service ja noch human, denn bei GameStop (Wucher-Laden) zahle ich für eine gabrauchte Mass Effect DVD immernoch mehr als 40 Euro… und die aller ältesten Titel bekommt man dann mal für 30 Euro gebraucht…. aber wenn schon gebraucht, dann gehe ich zu Ebay oder Amazon…

  30. SidVicious sagt:

    Sorry Boris, aber wenn der Handel und damit die Konkurrenz wegfällt, gibt es gar keinen Grund mehr, “Kampfpreise” zu machen.

    Wenn es nur noch EINEN Anbieter für Spiele auf einer Konsole gibt (den MS Marketplace), warum sollten die Spiele dann billiger werden?

  31. Silber sagt:

    Unglaublich unverständlich das sich die Leute nun trotz dieser Erklärung immer noch aufregen. Es zwingt euch doch auch keiner die Spiele so zu kaufen, bzw. hilft es doch nur den Einzelhandel am Leben zu halten.

    Dann schreibt doch am besten gleich noch den EAStore an warum die Sims immer noch für 54,99 € verkaufen, obwohl es im freien Handel schon unter 20 zu haben ist. Oder schreibt an Logitech warum die ihre Eingabegeräte auf der Webseite für teuer Geld anbieten, obwohl die beim Fachhändler manchmal nur die Hälfte kosten. Oder an Ubisoft etc…

    Das muss einem doch wie Schuppen von den Augen fallen, warum das so ist, auch ohne dieses Statement im Ausgangspost…

  32. Drew sagt:

    Danke für Dein Statement Boris. Genau das ist das derzeitige Problem. Jeder will alles am besten umsonst haben. Die meisten holen es sich leider auch umsonst.
    Ich als Videothekar finde auch euer Angebot im Bereich des Filmstreamings als scharfe Konkurrenz, hat mir schon viele Kunden gekostet. Wenn ich genügend Geld in der Hinterhand hätte würde ich auch gerne Server aufstellen und den Service bieten, aber das bleibt ja leider nur den grossen vorenthalten die sich den Markt jetzt unter sich aufteilen. So wird nach und nach den stationären Geschäften die Luft abgedreht. Ihr seid da nicht der einzige Grund, aber auch ein Steinchen im Rad. Ich denke aber wenn die ganzen nicht so legalen Streamingseiten im Web verschwinden würden dann könnte ich auch mit dem XBL-Angebot leben. Nur wie soll man das erreichen? Internet abschalten?

    Achja nochwas, in meinem Kundenkreis geht der Verkauf von Xbox360-Spielen auch immer mehr zurück. Grund: bei ca. 20% weiss ich es zu 100% dass sie illegale Kopien spielen und sie lachen einen dann noch aus wenn man legal Spiele verkaufen will. Wird Zeit dass MS mal wieder eine Bannwelle lostritt.

    Alles derzeit kein Zuckerschlecken im stationären Handel -.-

  33. Ben sagt:

    Die Krokodilstränen könnte ich sogar einordnen, wenn es für den Kunden um ein identisches Produkt gehen würde. Das tut es aber nicht!
    Der Download von 360-Titeln hat derzeit einfach zu viele Nachteile gegenüber der DVD, so dass ein identischer Preis nicht gerechtfertigt ist. Und ich rede hier nicht von den billigen Zetteln die heute als “Handbücher” verkauft werden oder dem potenziellen “Sammlerwert”.

    Ich kaufe übrigens gerne bei Steam (bei identischem Preis), wo ich lokale Backups der Spiele anlegen kann, nicht durch 60GB Speicher beschränkt bin und Spielstände geräteübergreifend online vorgehalten werden, dazu eine kompfortable, spieleübergreifende Plattform, die auf dem PC so nicht vorhanden ist. Mehrwert also, den ich bei den 360 Downloads nicht einmal ansatzweise erkennen kann.

  34. Fincher23 sagt:

    Sehr ausschlussreich, weil es eben nicht für Jeden sofort klar ist. Ich habe diesen Zusammenhang zum Beispiel nicht sofort erkannt. Ich finde aber das Ganze sehr einleuchtend und es zeigt die Problematik der Konsolen ohne optische Laufwerke und dass sie eben momentan noch nicht realisierbar sind – außer man verlangt für die Hardware mehr als sie gekostet hat. Dadurch würden die Händler wieder was daran verdienen, aber kein Kunde ist bereit das zu zahlen ;)

  35. Zecher sagt:

    MS macht das also um den Handel zu schonen und nicht um die Kunden auszunehmen. Wie selbstlos *rolleyes*.
    Und wer glaubst Du kauft bei diesen Preisen?

  36. Maniac007 sagt:

    Das Verhältnis zwischen Händlern und Publishern spielt in dem Zusammenhang zwar sicher eine Rolle, ist aber sicher nicht der alleinige Grund für die hohen Preise von Medien im Onlinehandel.

    Die Publisher haben sicher kein Interesse daran, dass der schnellste und bequemste Weg an Spiele zu kommen auch noch gleichzeitig der Billigste ist. Ebensowenig kann ein Publisher wollen, dass die Share-of-Wallet von Medienprodukten, also der Anteil des verfügbaren Einkommens, welches ein Kunde für Medien ausgibt, deulich sinkt. Es deshalb macht aus Sicht der Publisher mehr Sinn, Onlinedownloads als Angebot für Impulskäufe einzurichten, also für Spieler, die schnell mal eben ein Spiel zocken möchten und keine Anleitung brauchen.

    Kunden haben oft die Vorstellung, dass Preise dadurch entstehen, dass auf die Kosten eine feste (möglichst kleine) Gewinnmarge aufgeschlagen wird und das den Preis ergibt. Unternehmen versuchen aber, die Preise an den Zahlungsbereitschaften der Kunden auszurichten, unabhängig von den Herstellungskosten des Produkts, auch wenn das zu recht hohen Gewinnmargen führt.

  37. Flo sagt:

    Das Argument der unverbindlichen Preisempfehlung klingt zwar einleuchtend, jedoch stösst es mir als Kunden sauer auf, hierzulande Preise beim Direktkauf zu sehen, die teilweise doppelt so hoch sind wie im Ausland.

    Mit der Tatsache, dass wir für Microsoft Points mehr bezahlen als jeder andere und damit auch für jeden einzelnen Xbox Live Download, haben sich die meisten wohl schon abgefunden. Dass dann aber die Preise noch einmal künstlich erhöht werden, ist schon fast eine Frechheit.

    Ich habe mich sehr auf Games on Demand gefreut. Ich kaufe meine PC-Spiele fast ausschliesslich als Downloads und hätte sicherlich das ein oder andere Xbox 360-Spiel spontan als Download gekauft. Wenn jedoch die Preise so hoch liegen, dass man selbst als “Impulskäufer” zurückzuckt, dann ist eindeutig etwas schief gelaufen.

  38. slryu sagt:

    Hallo Boris,
    laut Xbox.de und auch diversen anderen Quellen sollte ja auch Test Drive Unlimited diese Woche zum Download bereit stehen. Leider ist davon nichts zu sehen, dabei ist es das einzige Spiel was ich mir holen wollte. Weisst du wann es nachgereicht wird?

    • Nein, weiß ich leider nicht.

    • gehe doch in den Laden um die Ecke da bekommst du das Spiel für 20 € hinterher geworfen und du hast was schönes für dein Regal und noch geld gespart.

      ( Ich hoffe das sich Games on Demand nicht durchsetzt,
      gekauft wird nur das was im Laden ist und man in der Hand Halten kann. )

      • slryu sagt:

        Ne lass mal. Ich persönlich finde es besser und praktischer die Spiele auf der HDD zu haben. Eine Anleitung habe ich noch nie durchgeblättert und ich kann mir wahrlich schönere Sachen für die Vitrine vorstellen als Spieleverpackungen.

  39. chico sagt:

    Also… mal zusammenfassen.

    Pro:
    - Brauche keine Disk im LW
    - Kann auch zu Ladenschlusszeiten ein Spiel kaufen.

    Contra:
    - teurer
    - der Download dauert in der Regel länger als der Kauf im nächsten Laden.
    - kein weiterverkauf der Software möglich
    - kein gedrucktes Handbuch
    - verbraucht dauerhaft Speicherplatz auf der HD

    Muss halt jeder User selber überlegen, ob er für soviele Contras bereit ist mehr Geld auszugeben. Ich bin mir sicher, dass wenn die Spiele sich nicht verkaufen, MS plötzlich auch bereit ist die Preise zu senken.

    • DS_Nadine sagt:

      “Ich bin mir sicher, dass wenn die Spiele sich nicht verkaufen, MS plötzlich auch bereit ist die Preise zu senken.”

      Denke ich einerseits auch, andererseits ist MS ja nicht wirklich in die Preisgespaltung involviert und den normalen Laden-Retail nicht verschrecken zu wollen ist ja ein wesentlicher Punkt.

      Ich denke viel eher das die Anbieter der Spiele die offizielle UVP senlen werden, da das Spiel in den meisten Fällen eh nicht mehr produziert wird und/ oder kaum noch wo ausliegt.

  40. JimPanse007 sagt:

    Ja, die Spiele sind teurer als in den Super-Billig-Läden. Aber es gibt auch mindesten genauso viele Läden, die das Spiel auch für 30 Euro oder sogar noch mehr anbieten.
    Wer meint, dass das Herunterladen länger dauert als der Kauf im Laden, sollte bedenken, dass nicht jeder direkt neben MediaMarkt/Saturn/Gamestop wohnt. Mit DSL6000 sollte ein 5GB Download nicht viel länger als 2 Stunden dauern. Der Weg ins Geschäft dauert doch sicher bei den Meisten ähnlich lang. Nicht zu vergessen die Zusatzkosten für Benzin oder Bus. Wenn ich zum nächsten Blöd-Markt will, fahre ich insgesamt 1 Std. mit dem Bus, hinzu kommt die Wartezeit, eventueller Laufweg, das Suchen des Spiels im Laden, plus 5 Euro für die Fahrt hin- und zurück. Wenn das Spiel dort also 20 Euro kostet, habe ich im Endeffekt gerade mal 5 Euro gespart aber 2 Std. meiner Zeit verbraten. Einen Download kann ich einfach starten und mache in der Zeit wichtigere Sachen als durch die Gegend zu fahren auf der Suche nach dem günstigsten Spiel.
    Und zum Thema Handbuch und Hülle. Wer einen Internetanschluss hat um sich das Spiel zu laden, der kann sich auch genauso gut die Anleitung von xbox.com laden. Ob ich die nun am PC anschaue, oder drin blättern kann ist doch vollkommen egal. Und wer immer nach einer Hülle und einer DVD schreit, der hat noch nicht so ganz verstanden, dass auch Downloads wirklich existieren. Nur halt auf einem anderen Datenträger.
    Ich muss nichts in die Hand nehmen können, um das Spiel wirklich zu besitzen. Kauft sich denn keiner von euch Musik in digitaler Form?
    Dass heruntergeladene Daten Speicherplatz brauchen ist seit jeher so. Da aber die Spiele, die auf die Platte kopiert werden nach dem Update nun auch teilweise weniger Platz benötigen, gilt das gleiche wohl auch für die Download-Varianten. Die 60GB-Platte ist ja mittlerweile der Standard. Da passen theoretisch 10x5GB-Spiele drauf. Ich finde das ist schon eine Menge. Und da man die Spiele jederzeit löschen und neu herunterladen kann, sollte niemand ein ernsthaftes Platzproblem haben. Kann sich eigentlich noch jemand an die “guten” alten Zeiten erinnern, in der auf PS1 Memory-Cards nicht mal alle Spielstände passten? Irgendwann ist ein Speicher nunmal voll. So wie auch irgendwann im Schrank kein Platz mehr für die Hüllen ist. Sicher, das dauert etwas länger, ist aber dasselbe Prinzip.

    Ich jedenfalls freue mich über die Möglichkeit mir nun auch “richtige” Games herunterladen zu können und bin glücklich, dass MS sein Angebot immer weiter ausbaut.

    P.S. Ihr dürft nicht vergessen, dass sich die Spiele, egal auf welchem Medium oder egal wie alt sie sind, nicht verändert haben. Ein 2 Jahre altes Mass Effect, das als Download auf einer Platte liegt, macht immer noch genauso viel Spass wie das Spiel auf DVD direkt am Releasetag.
    P.P.S. Auch Spiele haben einen Wert. Und um mal bei Mass Effect zu bleiben: Das Spiel kostet 30 Euro und damit kann man sich locker 30 Std lang vergnügen. Das heißt man zahlt 1 Euro pro Std Spielspaß. Wenn das kein Schnäppchen ist, dann weiß ich auch nicht.

  41. BFBeast666 sagt:

    Der Games-On-Demand-Service ist für mich eh nur ein Randthema, weil ich den Großteil der Spiele schon im Schrank stehen habe.

    Der Artikel war aufschlußreich, soviel steht fest. Wenn du jetzt noch einen Nachtrag einreichen könntest, warum gewisses (wahrscheinlich sehr begehrtes) Avatar-Zubehör saumäßig überteuert ist, wäre ich sehr dankbar. Klonkrieger-Rüssi, -helm und Lichtschwert für 960 MSP? Für ein paar Texturen und Animationsphasen mehr löhnen als für ein Arcade-Game? Wo ist denn da bitte die Verhältnismäßigkeit?

  42. BenSei sagt:

    Pssst…Microsoft macht das bei ihren Demokonsolen in den Läden auch schon die ganze Zeit, aber wer hat schon eine Memorycard? ;-)

  43. mindVex sagt:

    Boris, die von dir aufgelisteten Argumente sind alle schlüssig, das Dilemma kann ich nachvollziehen. Trotzdem lösst es ja das “Problem” nicht, dass für die Spieler da kein allzugroßer Mehrwert besteht und es mit mehr Nach- als Vorteilen verknüpft ist (die wurden ja schon alle aufgezählt). Ich denke, solange die von dir angesprochene Problematik besteht, wird sich der On-Demand-Service bei Spielen nie wirklich durchsetzen.

  44. derKlaus sagt:

    Also manche Leute verstehe ich absolut nicht.

    Es ist doch offensichtlich, daß Microsoft sich nur an die Regeln hält. Wenn die jetzt die Spiele der Xbox Classics für beispielsweise 10 Euros verticken, dann würden die Verkäufer über die viel Kohle für MS reinkommt (Media Markt, Saturn, Amazon beispielsweise) die Classics komplett aus dem Sortiment nehmen, weil damit kein Geld gemacht werden kann, außer bei den Leuten, die keine schnelle Internetanbindung haben. Das werden zwar immer weniger, aber noch ist Internet nicht überall Highspeed. Der reine Gamesladen sorgt nicht für die große Kasse bei MS, auch nicht bei Sony und Nintendo.

    Und das ganze als hoffnungsloses Feature anzusehen, kann ich auch nicht verstehen. Wenn keiner etwas in hoffnungslose Features investieren würde, gäbe es keine CDs, keine DVDs, BluRay auch nicht. Viedoerecorder wären auch schon fast nicht auf dem Markt gewesen. Von Onlinehändlern mal ganz zu schweigen.

    Ich sehe mehr ein Großes Potential bei Games on Demand bei vergriffenen Titeln. Beispielsweise hätte Sony sowas super bei der PS2 für Games wie Shadow Hearts nutzen können, was gebraucht teilweise für 100 Euro gehandelt wurde.

    Meine Bitte: Bringt über Games on Demand in EU bitte ein paar von den in Japan erschienenen Shoot ‘em Ups. Die würde ich sofort für 30 Euros kaufen, da der Import und eine japanische Box bedeutend teurer wäre.

  45. Souljumper sagt:

    Gibts eigentlich eine Grenze wie oft ich ein Spiel runterladen kann? Ich hab ne 20GB Platte und muss nicht selten Spiele löschen wenn ich mal nen Film downloade.

    Wie ist das geregelt? So oft ich will kostenlos runterladen oder hält Microsoft nach X-Downloads dann die Hand auf und will Geld für den x+1 ten Download ?

  46. 50.-CHF für ein Titel der uralt ist? Glaub mir Boris, den Dienst könnt ihr gleich streichen, weil er nicht mal die Unkosten reinholen wird (Arbeiter dahinter, Server, Marketing).

  47. Z3R0B4NG sagt:

    Es ist doch ganz einfach, wenn ich nix in der Hand habe, egal ob um es ins Regal zu stellen oder bei nicht-gefallen wieder in ebay zu verkaufen, ist das eine gewaltige Wertminderung und diese möchte man bei Downloads am Einkaufspreis sehen.

    Da gibt es garnichts zu diskutieren.

    Natürlich hätte ich gerne eine riesen Spielesammlung in Steam und XBL und von mir aus in ein paar Jahren in GfWL aber jedes Spiel was ich nicht wieder verkaufen kann und im Schrank steht sind 10 – 30€ die mir im Geldbeutel fehlen (wovon dann wieder neue Spiele gekauft werden), daher werden online nur Spiele gekauft die so billig sind das es keinen Sinn hätte sie zu verkaufen.

    Der Vertriebsweg entfällt auf dem Onlineweg auch komplett. Keine DVD, DVD-Hülle, Cover, Anleitung, Versandweg über Flugzeug/Schiff/LKW, Lageraufenthalt usw. das kann man auch dem GeizIstGeil Markt erklären warum es online 5 – 10€ billiger verkauft wird… bzw. werden würde.

    Bei Steam gibt es z.B. auch jedes Wochenende ein Spiel zum Schleuderpreis, da ist immer wieder mal was dabei.

    Gut das ist alles neu und wird sich in den nächsten Monaten/Jahren noch entwickeln auf XBL, ihr macht das schon.

    PS: ich fühle mich ganz und garnicht VERWÖHNT von schnäppchen… ich fühle mich abgezockt wenn ich einen Neupreis von ~65€ für eine DVD hinlegen muss die in andren Ländern für 40€ verkauft wird (siehe uk und asia importe).

    PPS: Die günstigen Classic/Platinum Versionen im Laden würden sich auch besser verkaufen wenn die DVD-Cover nicht immer so verschandelt würden.

    genug abgeschweift ^^

  48. Nasreddin sagt:

    Mir soll es recht sein, wenn in absehbarer Zeit Microsoft nicht Download only vorantreibt, wie sie es könnten. Trotzdem zwei Anmerkungen:

    1) Dass es anders geht zeigt die Musikindustrie. Dort wird nicht nur bei Musicload und Co günstiger als im Handel verkauft, es gibt sogar Labels die direkt MP3s unter der UVP gepresster CDs verkaufen. Auch ein Spieledownload ist nicht das gleiche Produkt wie ein Spiel aus dem Handel!

    2) Selbst wenn der Handel als Konkurrenz, von der man abhängig ist, wegfallen würde, sehe ich keine Chance auf eine faire Preispolitik. Wie die Preise auf dem Marktplatz bei einem Monopol aussehen und sich (nicht) entwickeln, können wir momentan ja alle bei XBLA oder den Xbox Originals sehen. Bei 10 Euro Spielen kann ich das verkraften. Wenn aber in 1-2 Konsolengenerationen alle Spiele 60 Euro und erst nach zwei Jahren 30 Euro kosten, werde ich mir wohl ein neues Hobby suchen (müssen).

    Momentan kann ich mein Hobby nur finanzieren, weil es einen Konkurrenzkampf im Handel gibt, zumindest im Ausland.

  49. Techm0 sagt:

    Die Situation ist doch nur kompliziert, weil sich Hersteller und Publisher bei der Preisgestaltung selbst auf den Füßen rumstehen. Ist doch schon ein Merkmal der Film-/Musik-/Spiele “Industrie”. Sich selbst auf den Füßen rumstehen und Jammern, die Schuld immer bei anderen suchend. Kennt man seit Jahren, wird sich auch so schnell nicht ändern.

  50. Techm0 sagt:

    Mein letzter Comment bezog sich auf diese Aussage:
    “Kann ich nur mit einem klaren “Jein” beantworten. Die Situation ist deutlich komplizierter.”

  51. habehandy sagt:

    Ein Onlinevermietung der Spiele für max. 150 Points/Tag (evtl. inkl. kostenlosen Onlinegaming) wäre Interessanter als die Spiele zum normalen Ladenpreis online zu kaufen.

    Da im Versandhandel bestellte Spiele meist innerhalb von 1-2 Tagen im Briefkasten liegen gibt es keinen nenneswerten Zeitvorteil.

  52. Will sagt:

    Ich sehe keinen Unterschied zwischen Games On Demand und Steam. Microsoft stellt genau wie Valve die wenigsten Spiele selbst her, sondern bietet nur eine Distributionsplattform an (=Händler). Steam bietet regelmäßig Sonderangebote und insgesamt eine dynamische Preisgestaltung an. Warum kann Microsoft das nicht auch? Sind sie stärker an die Laune des physischen Handels gebunden, weil sie ihre Hardware darüber verkaufen?

    Wäre es dann nicht möglich, statt selbst die Download-Spiele zu verkaufen, eine Plattform in Xbox Live einzurichten, über die unabhängige Händler Download-Spiele zu ähnlichen Konditionen wie im Laden verkaufen könnten? Also wie am PC (Gamesload, GOG, …) oder im Musikgeschäft (iTunes, eMusic, …) üblich?

    Und ich denke, ein noch größeres Problem als die Preise der Spiele sind die Festplattenpreise! Sony lässt die Kunden einfach normale PC-Festplatten einbauen, Microsoft kassiert dagegen hohe Gebühren für proprietäre Festplatten. Bei Games On Demand werde ich also doppelt zur Kasse gebeten, einmal für die eigentlichen Spiele und einmal für die Microsoft-Steuer auf die Festplatte. Ich stehe sehr auf Download-Spiele, aber auch für mich hat alles mal seine Grenzen.

  53. Donkeywong sagt:

    hatte mich auch sehr auf den service gefreut, aber naja alles was erstmal neu eingeführt wird suckt meistens. und sein wir mal ehrlich: warum sollte irgendwer für irgendwas vernünftige preise anbieten? würdet ihr es machen? wenn du etwas hast, dass andere haben wollen, würdet ihr denen auch das geld aus der tasche ziehen. hab schon lange aufgehört mich ernsthaft zu ärgern. allein dass man sooft für kartenpakete etc ein heidengeld ausgibt und auf pc der ganze rotz umsonst bereit steht oder oder oder. häte auch gern most wanted gekauft, weil ichs im hochgelobten handel nich mehr finde aber für den preis, no f****** way. bin halt nich so reich, dass ich mir alles gefallen lassen kann. anstatt zu meckern kauft es einfach nicht, dann wirds ne brotlose kunst und mit ganz viel glück schrauben sie 5 euronen runter, aber glauben tue ich da nich dran. sich selbst zu widerlegen tut ja keiner. mfg

  54. slryu sagt:

    Ich gehöre dann wohl zu dem 1% der Leute die diesen Service gut finden. Hab schon 2 Spiele gekauft und warte auf Nachschub. Die Amis haben schon einige Spiele mehr; also Boris mach Druck ;)

  55. retronaut sagt:

    Was mich sehr wurmt:

    Need For Speed: Most Wanted (US): 20 USD

    versus

    Need For Speed: Most Wanted (EU): 30 EUR


    Das geht auf keine Kuhhaut, selbst wenn man USD = EUR setzt… das ist doppelt so teuer in EUR.

    Und das nervt natürlich jeden. Unabhängig ob im Laden oder am Marketplace.

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