Respektlos

Von Boris, Sa, 24. Okt 2009 20:17

Der eine oder andere weiß, daß ich dem Thema des Kopierens sehr kritisch gegenüber stehe. Und jedesmal, wenn ich hier was schreibe, gibts immer wieder Kommentare “Wenn es billiger wäre, würde ich es kaufen”, “Ich teste die Programme so und kauf dann die, die gut sind” und “Es entsteht doch gar kein Schaden, wenn ich das kopiere”.

Ein Entwickler eines Iphone-Spiels hat sich in der ersten Woche des Releases angeschaut, wieviele Leute das Spiel in einer raubkopierten Version benutzen. Und ich benutze jetzt in voller Absicht das Wort “raub”, was manchem ach so edlen Daten-Befreier immer wieder aufstößt. Bei Tap Fu kommen in der ersten Woche mehr als fünf Kopien auf ein Original. Die obersten Plätze der Highscore-Liste belegen Kopierer. Und kein einziger, der die Kopie benutzt hat, hat danach das Original gekauft. Alles nachzulesen hier.

Und damit sind diese drei bescheuerten Argumente endlich mal empirisch wiederlegt. Es handelt sich um ein preiswertes Spiel (unter vier Euro) – trotzdem wird kopiert. Leute probieren es lange aus – und kaufen trotzdem nicht das Original. Intensiv-Nutzer des Programms sind in der Regel Kopierer – und da sage mal einer, es sei kein Schaden entstanden wenn gerade die, die das Programm am meisten nutzen, es klauen.

Insgeheim hatte ich ja gehofft, daß bei der Statistik wenigstens ein paar positive Signale zu finden sind. Aber das Bild der Highscore-Liste, in der Highscores von Raubkopien rot eingefärbt wurden, hat mir jeglichen Respekt vor den Leuten genommen, die gebetsmühlenhaft diese drei Argumente runterbeten. Es sind drei Lügen. Wer kopieren kann, kopiert und schaut nie mehr zurück.

Vielleicht sollte ich doch die Branche wechseln.

219 Antworten für “Respektlos”

  1. robotologist sagt:

    Lieber Boris,

    auch mir geht regelmäßig der Hut hoch, vor allem wenn ich diese meist dämlichen Argumente höre.

    Ergänzend zu den von dir genannten noch ein paar aus meinem Bekanntenkreis, die an Dreistheit nicht zu überbieten sind:

    “Ich bin doch nicht blöd und zahl 70 Euro für ein Spiel”

    “Ich werde auch überall abgezogen, also ist das nur gerecht”

    Nundenn: Beschwerde->Systemmanipulation : also macht was draus ;)

    Nichtsdestotrotz: Eine schöne Zeit in Wien :)

  2. Ich finds ehrlich gesagt auch schade. Ich selbst spiele gerne Spiele und kaufe diese natürlich auch. Sei es jetzt unter Windows oder auf meiner Xbox. Viele Freunde kopieren sich aber blind alle Spiele und kommen gar nicht auf den Gedanken, sich mal ein Spiel zu kaufen. Wieso Geld ausgeben, wenns auch kostenlos geht? Dabei spielt bei den meisten Geld gar keine Rolle, Geld wäre genug da, nur der Wille fehlt.
    Da fühlt man sich teilweise als zahlender Kunde ein wenig doof :(

  3. Bash sagt:

    Ich bin neulich von einem Bekannten gefragt worden, ob ich auch so Probleme mit dem Herunterladen von Spielen hätte. Ich wusste nicht, was er meint.

    Sein Repository mit geklauten Spielen war nicht mehr über Cydia abrufbar.

    Danach wollte ich nicht mehr verstehen, was er meint…

  4. hdgamer sagt:

    Die Geschichte liest sich wirklich beängstigend – es besteht in der Bevölkerung scheinbar ein ungesundes Anspruchsdenken. Dennoch möchte ich doch beim Report deutlich bemängeln, dass ich absolute Zahlen vermisse! Ohne diese zweifel ich optimistischerweise an der Repräsentativität.

    “NOTE: Surprisingly this is MUCH easier than actually buying it on iTunes!!”

    Diesen Punkt finde ich auf jeden Fall mal sehr denkwürdig! Ich kann zwar den iTunes Shop mangels Erfahrung nicht beurteilen – hier könnte aber auch ein Problem liegen. Wenn es unnötig kompliziert ist einen Titel zu kaufen, dann senkt man natürlich eine ohnehin schon geringe Kaufmotivation ins Bodenlose.

    Da lob ich auf jeden Fall mal den Indie Bereich bei Live – kopieren ist nicht (soweit ich weiss) und der Einkauf funktioniert einfach und unkompliziert. Und meist gibt es ne Menge Spiel für den Euro. Hat mich motiviert zum ersten Mal ganze 4200 Points zu kaufen als Reserve für interessante Titel.

    • Der Itunes Store ist in meinen Augen extrem easy – nur leider saulangsam (zumindest unter Windows), wodurch das Stöbern wenig Spaß macht. Meine App-Einkäufe mache ich indem ich von Webseiten wie Touch Arcade oder Appshopper direkt zu den Dingen gelinkt werde, die ich kaufen will. Im Itunes Store selber browse ich nie.

      • El_Mariachi sagt:

        Es macht auch keinen großen Spass im Xbox Live Marktplatz zu stöbern! (schnell ist was anderes) Von fehlenden XBL Features (Netflix, Last.fm) und fehlendem Content mal ganz zu schweigen!

        Deutschland bezahlt für Xbox Live mit Abstand am Meisten, bekommt aber mit Abstand am Wenigsten!

        Wie schauts denn nu aus Boris?
        Ist an den Gerüchten was dran, daß XBL demnächst teurer werden soll?

        Viele Grüße
        EL

    • tintifax sagt:

      Das ist eine faule Ausrede. Ich gebs zu, ich hab ein iPhone, und der Kauf auf dem AppStore bzw am iTunes (Wohlgemerkt AM Handy) ist EXTREM einfach, sogar viel zu einfach. Zweimal drücken, einmal Passwort eingeben, und schon wird wieder abgebucht… ;) iTunes am PC ist hingegen eines der größten Drecksprogramme die jemals geschrieben wurden, aber das ist ein anderes Thema. Selbst dort ist der Kauf von Software fürs iPhone sehr einfach.

      Ich als SW Entwickler seh das logischweise sowieso klar: Ich bekomme eine Leistung, wenn mir die Leistung das Geld nicht Wert ist, dann zahl ich nicht, bekomm aber die Leistung auch nicht. Ich wünsch mir auch nicht dass mein Sourcecode geklaut wird… Bzw ich mir von den Open Sourcelern erklären lassen muß dass was ich mach kein Produkt ist, in Wirklichkeit nichts wert ist, und man als Softwareentwickler eigentlich herzuschenken hat. Aber auch das ist wieder eine andere Geschichte… :)

    • derKlaus sagt:

      Der Itunes Store ist so ziemlich das simpleste was es gibt. Hat ja Boris schon geschrieben. Das ist im Endeffekt nicht komplizierter als der Xbox Arcade Store. Deswegen finde ich gerade das hier ziemlich ärgerlich. Ich helfe auch keinem mehr der irgendwas runterladen will.

      • Brendelino sagt:

        Also auf dem Mac läuft iTunes super und schnell. Kann aber sein, dass es auf dem PC nicht sooo pralle läuft. Das geht ja schon damit los, dass der Effekt Cover Flow beim Mac direkt über das Betriebsystem mit Core Animation butterweich animiert wird und nicht aufwendig programmiert werden muss.

      • tintifax sagt:

        @Brendelino: Nö, das hat genau gar nix damit zu tun ob irgendwas im Betriebssystem ist oder nicht. Apple ist ja so besch****, dass sie bei Ihrer Software (zumindest beim Safari) sogar so Sachen wie die Fontrendering-Engine (!!!) vom System nicht nutzen, sondern eine eigene implementieren. So Sachen wie Cover Flow mögen vielleicht nicht im (Windows) System sein, krieg ich aber ganz locker in 2 bis maximal 3 Tagen in WPF problemlos hin. Klar: Wenn Apple keinen Bock drauf hat für Windows was gescheit zu entwickeln, wird das eine ziemlich herzlose Portierung…. (Ganz im Gegensatz zum z.B. MS Office, das am Apple ein ganz vorzügliches Stück Software ist)

  5. sirlantis sagt:

    Einfach nur heftig… aber wenn der Diebstahl nur noch ein “Klick” (für die Leute, die den sonst fast “sinnvollen” Jailbreak haben) ist… “Ein Klick” überzeugt mich ja auch paar Euro mehr für ein Direkt-Kauf-Game zu zahlen.

    Die Bereitschaft der Leute überhaupt Geld für ein MobileGame auszugeben ist scheinbar noch geringer als für Konsole/PC Spiele. Warum kann man mal nicht mehr Psychologen auf sowas ansetzen anstatt auf Killerspiele?

    P.S. Aber hey, immer hin sind die Deutschen auf der gezeigten Liste alle ehrliche Käufer ;)

  6. SILence sagt:

    Den Teil mit den zu hohen Preisen kann ich absolut verstehen (bei Konsolen/PC-Titeln), aber da gibt es ja durch den Import eine günstige Abhilfe, weshalb ich da nun meist auch zu englischen Versionen greife, ist aufgrund der Sprache und der fehlenden Schnitte eh angenehmer und kostet halt meist 30-50% weniger.

    Aber zum eigentlichen Thema, dem Kopieren von iPhone-Titeln – das ist wirklich lächerlich…

    Habe in den knapp 6 Monaten in denen ich mein 3G nun habe sicherlich einige hundert Euro für Apps ausgegeben und käme niemals auf die Idee das Teil zu jailbreaken um Kopien zu spielen (höchstens wegen anderer Vorteile, z.B. Tethering oder Titeln die im Appstore nicht geduldet wurden) – die Spiele fürs iPhone sind alle wirklich saugünstig, das beginnt bei 79 Cent und teurer als 8€ wirds, außer für richtige Anwendungen, eigentlich nie.
    Wenn man das ganze dann noch mit Windows Mobile vergleicht, wo Bejeweled 2 mal eben 8$ kostet während ich es im Appstore für 2,39€ bekam und dabei bedenkt dass ein iPhone 500€ und aufwärts kostet, der Besitzer also das Geld scheinbar zu haben scheint, dann kann man bei Leuten die nicht mal den Anstand haben einen Cent-Artikel zu kaufen nur den Kopf schütteln.

    • tintifax sagt:

      Der BMW Z4 ist mir auch zu teuer, deshalb würd ich keinen stehlen… Bei Software ist irgenwie das Unrechtsbewußtsein nicht wirklich da…

      • RocketChef sagt:

        Der Vergleich mit “anfassbaren Sachen” hat leider schon immer gehinkt…

        Ich frag mich nur wieso sie dann die Software überhaupt nicht-legal installiert laufen lassen wenn sie es doch so einfach “ausspionieren” können?! Für ne Fallstudie? Dann waren die 2,39€ ausspionier-honorar der illegalen user doch irgendwo gerechtfertigt…

  7. PatTheMav sagt:

    Sei es wie es sei, der Wortbestandteil “Raub” ist und bleibt falsch, aber wie “Killerspiel” sind diese bescheuerten stigmatisierten Begriffe nicht mehr aus den Köpfen zu tilgen..

    Ich selbst habe ein Jahr lang für eine Mobile Games Firma gearbeitet und dort gab es das große Problem, dass die Java Games so einfach geknackt werden konnten, dass es effektiv keinen Kopierschutz gab. D.h. die Games waren absolute Publikumslieblinge, aber kein Schwein hat die 5 Euro dafür bezahlt – und das ganz besonders im Ostblock dem bis dato größten Absatzmarkt für Java-Games.

    Auf dem iPhone verstehe ich das dann noch weniger – die Leute geben schon zig Euro im Monat für den iPhone-Vertrag aus und dann haben sie den Appstore mit dem sich mittels weniger Schritte beliebige Apps kaufen lassen und dann wird trotzdem noch geknackt und kopiert.. Irgendwo ist mit “Geiz ist Geil” auch mal gut!

    Da darf man dann inzwischen wohl stolz sein, wenn man sich für 95 Euro Modern Warfare 2 bestellt hat…

  8. Ingix sagt:

    1) Wie kann man feststellen, ob eine bestimmte Applikation, die gerade einen Highscore übermittelt, eine Raubkopie ist?

    2)Wie stellt man fest, wenn eine Raubkopie durch eine legale Kopie ersetzt wird? (Will sagen: Könnte ein Raubkopier –> Käufer nicht einfach weiter mit der Raubkopie spielen?)

    3)Ist $3.99 für eine Applikation auf dem iPhone wirklich so günstig (ich dachte immer, die bewegen sich eher alle im Bereich $1-$5)?

    4) Ist ein Beispiel jetzt schon eine empirische wIEderlegung?

    5) Wo war nochmal der Nachweis (oder Plausibelmachung) des Schadens?

    Ich will keineswegs diesen einzelnen Datenpunkt in der Piratariedebatte leugnen, andere Daten (z.B World of Goo: http://2dboy.com/2008/11/13/90/ ) sprechen eine ähnliche Sprache. Hier wie da muss man sich aber genau anschauen, was wie gemessen wurde.

    • 1. Das ist wohl inzwischen recht easy, da die kopierten Programme alle die gleiche Signatur haben und nicht die individuelle, die beim Kauf in Itunes reingebrannt wird.
      2. Indem man prüft, ob von diesem Iphone (dessen ID übertragen wird) von einer Kopie auf eine gekaufte Version umgeschwenkt wird. Ja, theoretisch könnte einer einfach mit der Kopie weiterspielen, aber nach dem Kauf synct sich die echte Version aufs Iphone.
      3. Ja, der Preis ist günstig. Nirgends sind Spiele preiswerter als auf dem Iphone, welches im Gegenzug eine recht teure Hardware ist – wer ein Iphone hat, hat nun weiß Gott auch Geld für Apps.
      4. Ja – weil da gegen nur immer die geheuchelten Versprechen stehen.
      5. Jemand spielt das Spiel ohne zu zahlen. Nur weil er sagt “gekauft hätte ich es eh nicht” ist TROTZDEM ein Schaden entstanden, eine Leistung erschlichen worden.

      • Ingix sagt:

        1+2: Danke für die Infos, wieder was gelernt.

        3: Man kann nicht argumentieren, dass iPhone-Programme ja so viel billiger sind als für PC/Konsolen. Warum sind sie denn so billig? Weil viele davon (zumindest im Moment) noch als “kleiner Happen für zwischendurch” angesehen werden. Bei den vielen Apps, die es gibt, ist es auch schwer, für ein Programm zu begründen, warum man dafür mehr als für die anderen ausgeben soll. War ja (laut meiner Erinnerung) bei Braid auf XBLA ähnlich.

        5.Ich verstehe ja die Argumentation, das ist aber alles noch kein Schaden im Sinne von “ohne diese Möglichkeit hätten wir mehr Geld eingenommen”. Ich bin z.B. der Meinung, dass es im Falle der allgemeinen Anwendung einer plötzlichen Erfindung, die Raubkopien unmöglich machen würde, ohne die ehrlichen Käufer zu stören, sehr wohl zu einem Umsatzwachstum in der elektronischen Spielebranche kommen würde. Die Frage ist nur: Wie hoch wäre der?

      • JPS sagt:

        zu 2: Das stimmt AFAIK nicht. So lange sich nicht die Versionsnummer ändert wird nach meinem Wissen eine App nicht automatisch neu synchronisiert. Das würde auch die sehr unwahrscheinlichen 0% erklären.

        Solche User, die RK zu Demozwecken nutzen, hätten also evtl. auf ihrem Rechner in iTunes bereits das Original, auf dem iPhone aber noch die Kopie. Das würde sich erst ändern wenn ein Update für das Spiel erscheint. Ich hoffe, dass der Entwickler nach einem Update nochmal die echten Zahlen nachreicht.

        zu 3: $4 ist für ein iPhone Spiel nicht günstig. Man muss auch immer die Konkurrenz und die Alternativen beachten. Und die sind am iPhone reichlich gegeben. Ich kaufe pro Monat 10-20 Spiele und trotzdem würde ich noch sehr leicht vier weitere $1 Spiele finden, die jedes für sich besser als Tap-Fu sind. Warum sollte ich also Tap-Fu für $4 kaufen, wenn ich dafür auch vier bessere Spiele bekommen könnte?

        Der für iPhone Verhältnisse, den geringen Umfang des Spiels und die Unsicherheit in Bezug auf die Steuerung (kein einfaches Puzzlegame mit erprobter Touch-Steuerung) sehr hohe Launch-Preis trägt natürlich auch einen großen Teil zum dramatischen Original:Raubkopie-Verhältnis bei. Denn mit dem hohen Preis verschreckt man ja nur die ehrlichen Käufen – Raubkopierer sehen es eher positiv an, wenn sie $4 statt $1 sparen.

        Auch beachten sollte man, dass sich Appstore-Kunden schon an schnelle Preissenkungen gewöhnt haben. Wer zum hohen Launchpreis kauft, wird oft schon nach wenigen Tagen von Sonderangebot-Aktionen eingeholt. Es gibt sicher Spiele, bei denen man gerne die paar Euro mehr bezahlt hat, einfach als Art “Spende” für die Entwickler, in der Regel ist das aber für ehrliche Sofortkäufer einfach nur ärgerlich.

        Tap-Fu ist übrigens auch gleich das passende Beispiel. Zum Launch wurde es für $4 angeboten und gleichzeitig in Touch-Arcade vom Entwickler ein stabiler Preis versprochen. Ein paar Tage später waren alle Versprechen vergessen und das Spiel für die Hälfte erhältlich. Und dann wundert sich genau dieser Entwickler auch noch, dass sein Spiel für $4 zu wenige ehrliche Käufer gefunden hat?

        Was ich damit sagen will ist, dass diese dramatischen Zahlen im Fall von Tap-Fu durch sehr viele Umstände begünstigt wurden und ein echtes Topspiel zu einem Appstore-üblichen Preis sicher wesentlich weniger spektakuläre Prozentzahlen hervorgebracht hätte.

    • PatTheMav sagt:

      Die Preise im AppStore sind keine “reelen” Preise – zum Start des AppStores haben sich einige Anbieter mit Dumpingpreisen um die Top-Platzierungen auf den Startseiten gerissen, bevor Apple mit Genre-Eingrenzungen etc. eine einfacherere und auch granuliertere Möglichkeit zur Spiele-Auswahl implementiert hat.

      Dadurch hat man sich die Preis-Niveaus im AppStore von vornherein kaputt gemacht. Bei den Preisen dort kann man nur durch extremen Masse-Absatz einen Break-Even erreichen, am liebsten würden alle höhere Preise für ihre Software fordern.

      Da aber die Kunden durch die turbulenten Dumping-Anfangstage konditioniert sind, kann man dort nicht mehr an der Preisschraube drehen und illegale Kopien tun dort doppelt weh, da selbst die verkauften Lizenzen nicht genug Geld einbringen!

  9. Pegasus Galaxie sagt:

    Man Fragt sich nur wo alles beginnt. Wer kommt an die Daten und Stellt diese im Internet zur verfügung. Passiert dass schon z.B. beim Publisher, oder bei der Produktion der Spieledisks?. Bei Resident Evil 5 z.B. hat sich ein Spieler schon 2 Monate vor Release dass Spiel runtergeladen, und hat damit in meiner Party rumposaunt, wie einfach dass is.
    Ich finde dass nimmt alles langsam überhand, und erreicht mittlerweile schon fast PC Niveau.
    Und Geiz ist NICHT Geil. Illegales Downloaden is auch NICHT Cool. Coole Leuten Kaufen sich dass Zeug , und Saugen´s sich nicht ausm Internet.

  10. dreamer sagt:

    Mich würde tatsächlich interessieren, wer zur Hölle das Argument “es entsteht ja kein Schaden” aufgebracht hat. Selten ist etwas so falsches als allgemein akzeptierte Argumentation eingegangen.

    Zumal die Gegenprobe ja so unglaublich einfach ist: Wenn man Software im Laden stiehlt, behumst man den Produzenten dann nur um die 40 Cent Produktionskosten, die Datenträger und Verpackung kosten? Na eben.

    • Asmudeus sagt:

      Die Gegenprobe funktioniert überhaupt nicht.
      Du prellst beim stehlen der Software den Verkäufer um seine Gewinnmarge, dem Publisher/Entwickler kann das im Endeffekt egal sein – die haben ihr Geld schon bekommen. Wenn du in der Fabrik die Software klaust, dann behumst du den Betrieb der das Verkaufsmedium herstellt (Presswerk, Druckerei etc.).

      Das ist ja eins der Probleme, es gibt keine unglaublich einfache Gegenprobe usw..

  11. Yoshi sagt:

    Wusste gar nicht, dass das Raubkopieren auf iPhone so verbreitet ist, da die meisten Spiele nur ein paar Euro kosten, gibts ja auch nicht unbedingt einen Grund dazu.
    Hab auch keinen Jailbreak auf meinem iPOD Touch, das lohnt sich ja nur für iPhone Besitzer.

    Der beste Weg gegen Raubkopiererei ist immer noch es technisch zu unterbinden (sowie auf der PS3).
    Wenn es nicht geht, würden die meisten Kopierer wohl in den sauren Apfel beißen und die Spiele kaufen.

  12. Zilluss sagt:

    Aber wenn es jetzt nicht möglich wäre auf dem Iphone raubkopierte Spiele zu spielen, heißt das dann das 6 mal mehr Spiele verkauft werden würden?

    • Nein, dann würden die Kopierer auf eine andere Plattform wechseln und woanders klauen.

      • Z3R0B4NG sagt:

        Und genau das ist der Punkt!

        So blöd es ist, selbst wenn keine Software gekauft wird, Konsole, Zubehör und im Fall von Xbox 360 sogar noch XBL Gold Abo’s und MS Points, spült trotzdem alles Geld in die Portokasse (jedenfalls bis die Konsole von MS gesperrt wird, dann habt ihr ihm die Entscheidung ob er auf XBL Geld ausgibt endgültig abgenommen).

        Die Frage ist wollt IHR dieses Geld haben das er bereit ist auszugeben für Hardware oder soll er es zur Konkurrenz tragen?

        MS geht es nur ums Geld, sonst würdet ihr sozialere Preise für Memory Sticks und die Festplatten verlangen, die Datel Story die gerade durch die News ging spricht auch nicht gerade für MS soziales verhalten dem Kunden gegenüber.

        Also “Geiz ist Geil” gibt es in beiden Richtungen, wobei Geiz und Gier hier sehr austauschbar sind.

        Zu der iPhone Story… ja ist schon heftig wenn man das Bild so sieht aber andersrum kann man auch so argumentieren das bei so einem 4€ Daddel-Schrott (gerade auf YT nen Trailer geguckt, also ich würd das nicht freiwillig anfassen) die Grenze vom Unrechtsbewusstsein noch viel niedriger ist als wenn man jetzt ein 60€ Game kopiert.
        Denn wenn mir die 4€ eigentlich egal sind, dann sind die das dem Entwickler ja eigentlich auch.

        Bei 60€ und aufwärts ist zwar das Unrechtsbewusstsein eher vorhanden, ist aber nicht groß genug um den Verlust im Geldbeutel zu rechtfertigen. Ich denke mal das wird sich die Waage halten und am Ende sieht man keinen Unterschied mehr in den Zahlen.

      • SVZ Dom sagt:

        Heißt das im Umkehrschluss dann, dass man das toleriert, weil man dann wenigstens die Hardware verkauft hat? Ich hab mich auch schon gefragt, warum Microsoft Raubkopierer nicht komplett von XBox Live sperrt und anzeigt? Die Idioten kaufen sich ne neue Box, spielen mit der online, wenn es mal ein Spiel gibt, dass sie sich gekauft haben, und behalten die geflashte um da die Kopien zu zocken.

        Ich hatte auch mal welche in meiner Freundesliste, die da auch noch stolz drauf waren, dass sie GOW 2, ODST oder Forza 3 schon Wochen vor dem Release gespielt haben.

        • Das Geschäftsmodell jeder Konsole ist: An der Hardware verdienst du fast nichts, aber über die Software kommt es wieder rein. Daher sind Raubkopien auch nicht im wirtschaftlichen Sinne von Microsoft, Nintendo und Sony – weswegen Nintendo ja jetzt europaweit den Kreuzzug gegen R4 ausgerufen hat.

          • Slash sagt:

            Nintendo hat 100 Millionen+ NDSes verkauft und jetzt pinsen die nach 5-6? Jahren herum, dass es einige Dutzend R4 Katen gibt? Scheinbar hat man da entweder einiges verpasst oder lange nicht wahrhaben wollen. Oder man möchte ein wenig Aufmerksamkeit bei den sage ich jetzt mal 50-100k Kartenbesitzern, die sich auch in Zukunft keine Spiele gekauft hätten.

            Ich habe z.B. früher auch nur CDs auf MC überspielt. Und noch viel schlimmer: Ganze Samstage habe ich damit verbracht, Leerkasetten mit kostenloser Musik zu bespielen, direkt aus dem kostenlosen Radio.

          • Nein, es sind inzwischen Millionen von R4 Karten. Die Umsätze von NDS Software sind im freien Fall, obwohl sich die Konsole immer noch wie geschnitten Brot verkauft. Auch R4 ist inzwischen ein Kindergarten-Thema wie ich feststellen mußte.

          • Khaanara sagt:

            Wenn ich so an meinen letzten Bulgarien-Urlaub, da wurde ganz offiziell kopierte Ware am Sonnenstrand verkauft, darunter viele Nintendo-Module und DVDs von Filmen die in den Staaten gerade im Kino kamen, weit unter dem Preis (im Vergleich zu den Technomarket-Angeboten (der bulgarische Mediamarkt !)). Da glaub ich auch nicht, dass raubkopierte Software bei Nintendo nur ein kleiner Anteil ist. Selbst geklonte chinesische Hardware wurde dort als Original verkauft (Nintendo Wüü) !

            Und wenn dann die RKler in den Spieleforen dann Negativwerbung machen, weil ihr NO-CD-Crack zu ungewöhnlichen Programmverhältnissen führt, wie zum Beispiel im offiziellen Drakensang und Titan Quest-Foren zu lesen, dann zweifele ich gar nicht an die Unverfrorenheit mancher RKler.

            Ich gehe auch demnächst im Buchhandel und scanne die Bücher ein, um sie daheim kostenlos zu lesen, wenn das nicht so schlimm ist, was hier im Softwarebereich passiert ! :)

          • ro sagt:

            “Ich gehe auch demnächst im Buchhandel und scanne die Bücher ein, um sie daheim kostenlos zu lesen”

            Brauchst Du doch gar nicht mehr – das macht doch gerade Google für Dich. ;)

          • epospecht sagt:

            Und auch hier kann man wieder klar die Versäumnisse beim Hersteller ausmachen (ohne das Kopieren direkt legitimieren zu wollen)

            Ein DS Spiel hat ein Budget was im Optimalfall ein Zehntel eines modernen Konsolenspiels hat. Eher weniger. Trotzdem wird es für 49,99€ verkauft. Ohne Demomöglichkeiten etc.

            Zudem gibt es bei Nintendo scheinbar keine Qualitätskontrolle. Jeder darf scheinbar für den Ds entwickeln. Und wie schon beim GBA hat sich daraus eine schier unglaubliche Softwareschwemme entwickelt bei der man eigentlich nur noch mit biederen Lizenzprodukten (um mit dem bekannten Namen aus der Masse herauszustechen)Geld verdienen kann.

            Natürlich ist es legitim dass der Hersteller diesen Preis verlangt wenn er ein Einzigartiges Produkt anbietet. Und natürlich kann er jedes Spiel zulassen und so bei jedem Spiel Lizenzgebühren verlangen und extra viele Entwicklerkits verkaufen.

            Nur: Man hat sich damit (wieder mal) das Vertrauen des Verbrauchers verspielt. Der größte Kundenkreis werden beim Ds wohl Familienväter und Mütter sein. Eigentlich die einfachste Kundschaft. Eine Klientel aber die nur wenig Zeit und wenig Ahnung beim Kauf mitbringt. Darum ist es wichtig diesen Menschen eine gewisse Vorauswahl, einen Leitfaden zu geben. Das macht Nintendo auch vorbildlich mit den “Touch Generations” Eigenproduktionen. Die gibt es im Geschäft extra ausgestellt, oft mit Fachpersonal versorgt, zum Probespielen hängen Ds aus etc.
            Und diese Spiele verkaufen sich noch immer exorbitant oft. Wie geschnitten Brot. Alles was allerdings von Drittherstellern kommt kommt auf ein und denselben Wühltisch. Die Chance als Ahnungsloser Käufer ein Ds Spiel zu finden was sein Geld wenigstens etwas wert ist sind so dermaßen gering dass der Frust quasi vorprogrammiert ist.
            Und dann nehmen sogar Familienväter den Umweg über ein R4 Modul. Und wenn so etwas passiert dann muss sich Nintendo vorwerfen lassen auf ganzer Linie versagt zu haben. (Was Nintendo ziemlich schnuppe sein dürfte weil sie mit den Eigenproduktionen und den Geräten genug Geld machen. Man befürchtet ja einzig und allein ein Abspringen der Dritthersteller und die damit einhergehende Verringerung der Attraktivität des Nintendo DS)

          • dermax sagt:

            @epospecht: Also nochmal zum Kapieren: Der Familienvater ist zu doof, sich über Demos, Zeitschriften oder Internet über die Qualität eines Spiels zu informieren, andererseits ist er aber so ein Freak, sich illegal über R4 zu bedienen? Und da besorgt er sich dann einen ganzen Haufen Zeuch, um ein passendes Spiel aufzutreiben. Bei aller Liebe…

          • epospecht sagt:

            Nein. So lange man noch viel Zeugs brauchte hat der Familienvater das nicht gemacht. Aber mit der einhergehenden Popularität der R4 Systeme und der wie Plize aus dem Boden schießenden Seiten die die Games gleich im Hunderterpack anbieten ist das doch inzwischen nur noch eine Sache von Minuten… da brauchste kein Know How mehr.

            Und nochmal: Wir reden vom Ds. Das heißt im Grunde keine Demos, kaum ein Magazin was diese Plattform exklusiv behandelt und vor allem kein Magazin das die zigtausend Casual-Games billigster Qualität auch testet. Selbst Internet Medien tun das nicht (schau dir mal z.B. bei 4Players die Ds Tests an. Eine handvoll Top-Games wird getestet. Lilifee und Konsorten aber sicherlich nicht)
            Der Familienvater ist auch nicht zu doof irgendwas zu kapieren, er hat schlicht kein Interesse sich da reinzuhängen. Und wer zig mal enttäuscht wurde (in dem er sieht das sich die Kinder 2 Tage mit einem 50€ Spiel beschäftigen und es danach ausgelutscht ist) lässt sich vom Nachbarn eben mal “Diese R4 Geschichte” näherbringen. So zumindest die Erfahrungen in meinem Umfeld.

          • dermax sagt:

            Du willst mir ernsthaft erzählen, man kommt nicht an Infos ran, ob es “No-Name”-Spiele gibt, die tatsächlich was taugen, ohne sich das zeuch erstmal selber illegal zu besorgen?

          • Grinder sagt:

            Sorry, aber die heutigen Familienväter sind im Regelfall mit Computer- und Videospielen bestens vertraut und voll im Bilde. Der heutige Familienvater entspricht nicht mehr meinem Vater, der Mitte der 80er Jahre mit 35 Lenzen mangels Interesse keinen Plan von der Materie hatte und auch nie mehr haben wird.

            Aus dem persönlichen Umfeld heraus kann ich sagen, dass die Familienväter, die zu einem R4-Modul greifen genauestens wissen, was sie dort machen und warum sie es machen. Die Argumente sind die gleichen fadenscheinigen wie noch zu seeligen C64-Zeiten. Man kann es sich nach dem Kauf des Handhelds nicht erlauben, jeden Monat noch zig Module dafür zu kaufen. Dass der halbwüchsige Nachwuchs kontrolliert fünf Module zeitlich nicht sinnig nutzen kann, wird ignoriert.

            Ob die gezielte Hersteller-Info die Sache verbessern würde, wage ich aus persönlicher Erfahrung heraus ebenfalls zu bezweifeln. Warum kaufe ich mir sonst ein R4-Modul direkt nach dem Kauf des Handhelds und ziehe mir sofort jede Menge Kopien darauf? Also zu einem Zeitpunkt, an dem noch keine Hersteller-Info versagen kann? Das muss mir mal jemand sinnig erklären.

            Ich verstehe die ganze Diskussion, unabhängig von den R4-Modulen, nicht. Eben diese (Diskussion) gibt es in absolut gleicher Form schon seit Beginn der HC-Zeit, sei es jetzt auf dem Atari 800, dem C-64, dem Amiga usw. Es gibt einfach kein Unrechtsbewusstsein beim Missbrauch von geistigem Eigentum. Und genau deshalb ist der Preis eines Spieles imho vollkommen gleichgültig. Es wird kopiert, weil man keine Sache stiehlt sondern “nur” eine Ansammlung von Daten.

          • Pegasus Galaxie sagt:

            Darf ich Fragen was ein R4 is ???

          • TobiW30 sagt:

            Jetzt mal im ernst… Haben die euch bei Microsoft irgendwie Gehirnwäsche im Arbeitsprogramm !? Jetzt verlickst du schon alle links mit suchbegriffen per “Bling” .. Meine fresse.. Entweder bist du so ein Mega Microsoft fanboy oder man zwingt dich einer zu sein…
            Und bitte jetzt nicht schreiben wie Toll Bling ist
            usw… ist es nicht und wirds auch wohl nie sein..

            PS der link geht nicht richtig.. erst beim Zeile Irgend was kann man Irgend wie was mit R4 und Nintendo sich zusammen reimen….

          • n385055 sagt:

            @TobiW30

            Der durchschnittliche Arbeitnehmer identifiziert sich im Normalfall mit seiner Arbeit, respektive dem eigenen Produkt; was ja auch gut so ist. Das mache ich genauso, wie BSJ und viele andere Millionen Menschen.

            Wenn Du das anders sieht, dann ist das eher traurig, weil Du Dich a) mit Deiner Firma nicht mal annähernd identifizieren kannst oder b) Du Hartz IV Empfänger bist. :)

          • TobiW30 sagt:

            LoL ich weis zwar nicht was du für einen Job hast
            aber der durchscnittliche Arbeitnehmer ist Unterbezahlt und Schlecht gelaunt und hasst seinen Arbeit. Kann ja nicht jeder bei Google arbeiten ;)

          • Brommel sagt:

            Ist zwar Off-Topic aber dazu muß ich was sagen da ich es mir mittlerweile nicht mehr anhören kann.

            Ich für meinen Teil mag meine Arbeit sehr, habe es mir so ausgesucht und hart hierfür gearbeitet. Mir ist nichts in den Schoß gefallen.

            Und viele der Arbeitnehmer in DE haben die Wahl bei solchen Zuständen wie Du sie beschreibst ihren Arbeitgeber zu wechseln. Sie müssten nur den Ar*** hoch kriegen.
            Jeder der wegen sowas jammert sollte sich an der eigenen Nase packen. Immerhin leben wir hier nicht in einem Entwicklungsland in dem man oft wirklich keine Wahl hat und froh sein muß wenn die eigene Familie nicht hungern muß.

            Fast alle Gründe die man bei so etwas aufzählen kann sind nur Ausreden um nichts zu tun und alles auf das böse Schicksal zu schieben.

          • ro sagt:

            Armes Deutschland.

          • Diak sagt:

            @TobiW30, (73): Was ist so schlimm daran, wenn er jetzt lieber auf Bing setzt, statt auf Monopoly-Google? Wenn Du Dein Geld von MS bekommen würdest, würdest Du auch die hauseigenen Marken nutzen, wenn es dich überzeugte. Wenn er Fan von MetaGer wäre und an der Uni Hannover arbeiten würde, wäre es Dir am Ende wohl auch nicht recht? Immerhin aber hat er ja schonmal nen I-dings. ^^ PS: Der Link geht richtigt; Treffer 1 verweist auf irgendend so einen Distributor dieser Karten und Treffer 2 verweist auf das englische wikipedia.

          • Chris sagt:

            Hier mischt sich die störende, automatische Umleitung von Bing (Google macht es auch) auf die DE Variante ein und liefert als erste Treffer andere Themen wie den Renault 4 :) .

    • Sermon sagt:

      Nein, was aber nichts damit zu tun hat, daß der Raubkopierer eine illegale Handlung begangen und mit eben dieser illegalen Handlung dem Spielehersteller Schaden zugefügt hat. Das Argument “Ich hätt’s eh nicht gekauft, also ist auch kein Schaden entstanden” ist ein vollkommen verkehrter Denkprozess.

  13. mancom sagt:

    Was ich mich fragte, als ich diese Zahlen las, war: Wie groß muss der Anteil der jailbroken iPhones bloß sein, damit dieser riesige Anteil von Schwarzkopien zustande kommen kann? Ich hätte aus dem Bauch heraus vermutet, dass die Jailbreaker nur einen recht geringen Teil der gesamten iPhone-Nutzerbasis stellen.
    Dies aber würde bedeuten, dass ein ungewöhnlich großer Anteil dieser Jailbreak-Nutzer das Spiel installiert hat (oder sich von den gesetzestreuen iPhone-Nutzern niemand für das Spiel interessiert). Ob man in dieser Situation tatsächlich einen signifikanten Anteil der Kopien als entgangene Einnahmen zählen kann? Vermutlich nicht, und das ist ja auch das Fazit der Entwickler: “How much does it hurt? probably not a whole lot. There’s probably a few of these people that would have bought our game in the first place so it’s not really a big deal.”

  14. tuwdc sagt:

    wieso bezahlst du denn dafür geld? bau dir doch nen chip ein und lade es dir kostenlos runter!

    das bekomme ich so oft zu hören. und ich diskutiere dann schon gar nicht mehr. es lohnt nicht. da ist kein Unrechtsbewusstsein vorhanden und wer zahlt, gilt als dumm.

  15. Chris sagt:

    Alle deutschen Fahnen in der Liste sind übrigens blau :)

    Einen Punkt hast du bisher nicht erwähnt, der insbesondere bei allen DRM Downloads und Aktivierungsmethoden zu tragen kommt:

    Der ehrliche Käufer ist gegenüber dem “Piraten” benachteiligt. Umständliche Einkaufsvorgänge, eingeschränkte Nutzbarkeit der Ware bis hin zur fehlenden Möglichkeit selber ein Backup anzufertigen.

    Das erkennt auch der verlinkte Artikel:
    “NOTE: Surprisingly this is MUCH easier than actually buying it on iTunes!!”

    Die Industrie steckt hier in einem Dilemma. Einerseits will sie ihre Werke vor ungerechtfertigten Kopien schützen, andererseits schränkt sie die ehrlichen Käufer dadurch stark ein.

    Möge es noch lange Spiele auf Disk und ohne Aktivierung geben.

    Das Aussperren von nicht zertifizierten Speicherkarten finde ich ein wenig “respektlos” gegenüber uninformierten Kunden.
    Die Karten sind nicht über irgendwelche “dunklen” Kanäle zu bekommen, amazon.de selbst (nicht nur der Marketplace) verkauft z.B. momentan die 4GB Karte von Datel. Es wurde auch lange genug geduldet.

    • Die nicht zertifizierten Speicherkarten haben sich als Sicherheitsproblem für Xbox LIVE entpuppt und müssen deswegen gesperrt werden.
      Und ich selber hab mich über “kopiergeschützte” Audio CDs auch lange aufgeregt. Aber: Das Iphone DRM für Apps ist doch nun wirklich kundenfreundlich ohne Ende. Der normale Mensch sieht nicht mal, daß die Dinger geschützt sind. Trotzdem kopieren die Leute wie die Raben.

  16. Va1is sagt:

    Kenne auch einige Freunde die rauben. komischerweise sind das nur PC-Spieler. Kenne jetzt keinen mit einer Konsole der Spiele illegal runterlädt (wobei es die natürlich auch gibt).

    Meiner Meinung nach ist das auch ein Grund warum so viele Leute sich über den Matchmaking Zwang bei der PC Version von Modern Warfare 2 beschweren. Die wissen genau das sie dann nicht mehr illegal mit ihren Kumpels zocken können. Nur zugeben will es natürlich wieder keiner.

    Ich bin jedenfalls froh ehrlicher Xbox User zu sein, und werd wochenlang Spaß mit meinem MW2 haben. Wenn man schon 70€ zahlt, spielt man wenigstens auch Wochenlang damit.

    • Z3R0B4NG sagt:

      Matchmaking ist der größte Schrott!
      ICH will entscheiden auf welchem Server und mit wem ich Spiele.
      Ich will den PING sehen und selber entscheiden welche Verbindungsgeschwindigkeit für mich die beste ist!
      Auf Welcher MAP ich spiele und in welchem Spiel Modus ich lande!

      Modern Warfare habe ich nie gespielt aber bei Gears of War 2 war genau deswegen für mich schnell die Luft raus, weil einfach alles der pure Zufall war und ich in 2 Stunden EIN brauchbares 10 Minuten Match zusammenbekommen habe nur um dann wieder Disconnected zu werden.

      Am PC habe ich auch nie den Quickstart Button benutzt…

      …in der E-Sport Scene haben die Konsolen noch viel aufzuholen!

      Bei MS habe ich oft das Gefühl das die Software noch für den letzten DAU Benutzerfreundlich gemacht sein muss, egal ob man die erfahrenen User damit zu Tode nervt.

      Warum wird mir z.B. von jedem Spiel beim starten gesagt das ich beim Speichern die Konsole nicht aus machen soll… und das bei JEDEM Start… und IMMER muss man OK drücken. NEEERV!

      • El_Mariachi sagt:

        “Der größte Schrott” ist Matchmaking nicht… wenn es so funktionieren würde, wie es wohl mal gedacht war!

        Beispiel Halo ODST Multiplayer, die Wertung die ich vor mehreren Jahren in Halo 3 mal erreicht hatte, wird fürs Matchmaking herangezogen!

        Also werde ich mit Leuten in ein Match geschmissen, die mir kilometerweit überlegen sind, weil ich mehrere Jahre Pause gemacht hab.

        Der erreichte Matchmaking Skill müsste einfach mit der Zeit verfallen…(nicht die Stats wie Kills, played Games usw.)
        Hoch kommt man, dann ja wieder wenn man entsprechend gut ist!

        Eine Freie Auswahl, wer mit wem auf welchem Server welche Map spielen darf, wäre trotzdem wünschenswert! Man ist schon sehr eingeschränkt, was die Wertungsspiele von Halo 3 (ODST) angeht!

        Gruß
        EL

  17. TobiW30 sagt:

    Eigentlich wollte ich hier langen Text schreiben wo ich genauer drauf eingehe warum Leute eigentlich meistens “Raubkopieren” , aber dann habe ich mir überlegt… ist das eigentlich nicht genau so ,wie als wenn man in einem Rechtsradikalen Forum schreiben würde.. ” ja Leute ihr solltet das nicht alles so engsehen , den damals war nicht alles besser sonder das gegen teil war der Fall “.. deswegen einfach nur kurz und knapp Herr Boris Schneider .. Ich stimme Ihnen zu !! sie sollten echt die Branche wechseln… Vielleicht bei einer grossen Platten Firma.. Die Sehen die Dinge bestimmt 100pro wie sie ! ALLES VERBRECHER.. diese Raubkopierer !
    Ach ja was ist den nun eigentlich mit den drohnungen von Mircosoft gegen die ganzen Forza und Boderlands “raupkopierer” vor zu gehen !? alle leute
    die ich kenne die das spiel mal locker 2 wochen vorher jeden tag online spielen sind immer noch mit ihren Profilen online und freuen sich.. Weil so
    weit ich gelesen habe hats nicht der Herr steve ballmer gesagt ;)

  18. florian sagt:

    Ich kann das Ganze sehr gut nachempfinden. Gerade das iPhone ist ein sehr gutes Beispiel. Viele meiner Arbeitskollegen besitzen wie ich ein iPhone und wollen mich ständig dazu überreden einen “Jailbreak” durchzuführen. Nur hab ich bisher hier noch keine Vorteile erkannt außer dem dass ich mir die Programme die ich gekauft habe illegal aneignen könnte. Ich habe mal nachgerechnet: seit ich mein “iPhone” besitze (ich war vom ersten Tag an dabei) habe ich 90€ in Software investiert. Das ist auf den langen Zeitraum gesehen wirklich nicht viel Geld. Ich bin sicher kein Großverdiener aber ich besitze an die 180 Xbox 360 Games (neben anderen Konsolen und Games). Als Familienvater achte ich vielleicht noch mehr auf meine Ausgaben wie beispielsweise jüngere Spieler. Ich habe eine Pal und eine japanische Xbox 360. Wegen des Problems des Kopierens habe ich mir auch schon lange abgewöhnt Spiele zu verborgen.

    • Bash sagt:

      Ich brauche den Jailbreak für “BiteSMS”. Wenn man 30 Euro ausgibt bekommt man dafür von den lieben Australieren die SMS für 5,45 Cent (zzg. 10kb = 0,0024 Cent bei Simyo für den Versand).

      Darüber hinaus gibt es seit heute eine Firewall (für 2$ zu kaufen) – mit der allerdings die Werbeeinblendungen von Programmen unterbunden werden können, deren Finanzierungsmodell damit ausgehebelt wird – wieder eher ein Negativbeispiel.

      Es gibt aber noch einen Haufen Programme über den “alternativen AppStore” Cydia, die z.T. Donationware sind und/oder gekauft werden können, die einen Jailbreak lohnen – auch um Programme zu bekommen, die die Appstorezwerge nicht durchgelassen haben.

      Ich mag es ehrlich gesagt nicht, dass Du Jailbreak im Prinzip mit Raubkopieren in einen Topf wirfst. Es ist sicherlich eine Voraussetzung, aber nur weil ich mit nem Messer auch Menschen erstechen kann wird die Besteckabteilung noch lange nicht zum Horrorkabinett. Um es mal so auszudrücken.

      Tethering kann ich z.B. auch nur mit Jailbreak nutzen.

      • Damit verstößt du allerdings wahrscheinlich gegen den Mobilfunkvertrag, mit dem du dein Iphone erworben hast. Jetzt kann man lange über die Moral von Apple mit den Applikationssperren reden (will ich nicht) aber mit Anwendungsbeispielen wie BiteSMS und Tethering machst du Dinge für die du unterschrieben hast, daß du sie nicht tust.

      • Bash sagt:

        In meinem iPhone steckt eine Simyo-Simkarte. Bei denen darf ich so viel Jailbreaken wie ich will. Meine T-Mobile-Karte steckt in meinem iPhone 2G und da wird nicht getethert.

      • JPS sagt:

        @Boris: Ich habe einen Vertrag der ersten Generation bei T-Mobile. Darin ist die Nutzung mit Drittgeräten vorgesehen. T-Mobile gibt Tethering aber “aus technischen Gründen” nicht frei. Nur sitzen die halt am längeren Hebel, da es mir zu blöd ist dagegen zu klagen. Meine Reaktion daraus ist nun, dass ich am Ende der Vertragslaufzeit von T-Mobile weggehe.

  19. krust1e sagt:

    Ein Thema, dass mir wirklich Kopfschmerzen bereitet. Wenn es nach mir ginge, würden solche Leute auf Lebenszeit von XBL gebannt und darüber hinaus strafrechtlich zur Verantwortung gezogen. Nur leider nutzen Raubkopierer in der Regel eine zweite Box, die niemals online geht und deren Identifikation somit nahezu unmöglich macht. Das ist zumindest die gängige Aussage in diversen eSport-Foren.

    Aber wie auch immer. Das ganze Thema war, ist und wird immer ein Kampf gegen Windmühlen bleiben. Jeder Kopierschutz hat eine sehr überschaubare Halbwertszeit. Ein guter Ansatz ist aber die mit dem Herbst-Update angekündigte Sperre von “fremden” Datenspeichern. Auch wenn es vermutlich nur wieder eine Frage der Zeit ist, bis diese umgangen werden kann.

  20. bwalde sagt:

    Meistens sind die Leute auch noch saudoof. Ich kenne das aus diversen Musikproduktionsforen: Da stellen die Leute Fragen zu sauteurer Software, die in der Bedienungsanleitung auf Seite 10 bereits beantwortet sind.

    Bei Spielen ist es wohl ähnlich: In der aktuellen 360 live gibt es einen Leserbrief, in dem der Leser fragt, warum sein Account gesperrt ist. Es stellte sich heraus, dass er Halo OST als Raubkopie gespielt hat.

  21. mean2u sagt:

    Hmm, ich finde das ehrlich gesagt sehr erschreckend. Wenn es sowieso nur um einige Euro geht sollte jeder in der Lage sein für ein gutes Spiel, was er aktiv nutzt, zu bezahlen. Da gibts keine Ausrede.

    Dieses Beispiel aber pauschalisierend allgemeingültig darzustellen, ist aber auch nicht okay lieber Boris. Ich persönlich kenne fast ausschließlich nur Leute, die zwar gerne mal ein Spiel (oder vergleichbares Medium) ausprobieren, aber danach definitiv auch kaufen, vor allem in Piraten-Kreisen. Ich spende auch ganz gerne mal Entwicklern etwas, die ihre Games (oder was auch immer) unter Creative Commons-Lizenz oder als open source rausbringen…

    Es gibt also auch Lichtblicke ;) ..nicht alle sind Raubmordkopierer.

  22. stahlstift sagt:

    Ich denke man muss versuchen das Ganze zu betrachten. Argumente wie bereits erwähnt “Warum zahlen wenn ich es umsonst kriege” trifft denke ich nicht auf alle zu, schon gar nicht auf alle Platformen.
    Die Frage ist, wie können solche Aussagen entstehen? Ein Grund für diese Aussage liegt meiner Meinung nach, an der systematischen Abzocke der Publisher. Mein Kaufverhalten haben jedenfalls die Publisher deutlich verändert. Die Spiele werden teurer, kürzer und einfallsloser. Der Marktwert wird deutlich gemindert, durch den neumodischen “Wir liefern nur ein halbes Spiel aus, der Rest kann nur einmalig heruntergeladen werden um den Gebrauchtmarkt einzuschränken”-Kram. Hinzu kommt die Tatsache, dass ich nicht mehr bereit bin, 60€ für ein Spiel zu bezahlen, welches mich vielleicht 4 std unterhält. Für 60€ geh ich dann lieber ordentlich einen Heben :) Ich vermute, dass für viele Raubkopierer dies ein Grund sein wird, denn die Raubkopierer in meinem Bekanntenkreis haben so gut wie jeden Toptitel RäderDesKrieges2, Forza 3, etc… als Original.
    Andere Raubkopierer machen es wohl schlichtweg weil es möglich ist und dadurch kein Nachteil entsteht (wie z.B. auf dem iPhone). Bei der Xbox 360 entsteht allerdings ein deutlicher Nachteil, denn es fehlt das Online Zocken. Meine Bekannten haben mittlerweile eine zweite Arcade um die Toptitel über Xbox Live zu zocken.
    Die 3 Gründe welche du angesprochen hast, treffen übrigends nach wie vor zu. Indirekt bestätigt ihr das ja auch? Die Classic Reihe lohnt sich ja offensichtlich, sonst würdet ihr sie ja nicht mehr anbieten?
    Ein weiteres Beispiel zum Widerlegen “der 3 Lügen” ist Risen. Die PC Version hat keinen Kopierschutz und kein DRM und war trotzdem Platz 1 und hat sogar den Fifa 2010 Start versaut. Gründe dafür sind meiner Meinung nach in dem Preis zu suchen (35€ bei Media Markt und ~38€ bei Amazon) und natürlich in der Qualität des Spiels (worüber sich allerdings noch streiten lässt). Das Beispiel schlecht hin ist Civilization. Es steht nach wie vor seit einigen Jahren in den Top 100 von Amazon.de obwohl es nichtmal einen CD-Key gibt!

    Solange die Anbieter den Käufer für Raubkopierer bluten lassen, solange wird es immer mehr Raubkopierer geben. Downloadcodes sind ja nicht schlimm, solang man sie auch wieder “resetten” kann. CD-Keys wären auch nicht schlimm, wenn man seinen Account wieder löschen könnte um das Spiel weiter zu verkaufen. Ich behaupte: “Je gieriger der Anbieter, desto skrupelloser die Käufer”.

    Ich möchte noch erwähnen, dass ich auf keiner Seite stehe und absolut neutral bin. Ich benutze keine Raubkopien auch wenn viele das Vermuten, da ich Spiele teilweise eine Woche vor Release bekomme. Ich Verstehe die Problematik für die Entwickler der Spiele (war ja selbst Gamedev, bevor ich krank wurde), allerdings verstehe ich auch zum Teil die Raubkopierer.

    Was die Abzocke der Publisher angeht, kennst du meine Meinung bereits Boris (email).

    Viele Grüße,
    stahlstift

  23. robert_s sagt:

    Mich würde ja mal interessieren, wieviel Einfluss ein Kopierschutz auf den Prozentsatz der illegalen Kopien hat. Wäre das Spiel ohne Kopierschutz noch mehr kopiert wurden?

    Denn als legalen Kunden ärgert einen nichts mehr als ein Kopierschutz, der einem den Spielgenuss erschwert, behindert oder gar unmöglich macht, weil er nicht richtig funktioniert. Beispiel CD/DVD-Kopierschütze, die nicht nur das nervige Einlegen/Wechseln der Spiele-CD erfordern, auf manchen Betriebssystemversionen gar nicht funktionier(t)en und dann auch noch ein fettes Sicherheitsloch ins System setzten. Dann ärgert man sich als zahlender Kunde die Krätze und fühlt sich gegenüber den Kopierern benachteiligt, die Dank entferntem Kopierschutz keines dieser Probleme haben…

    Manche Firmen haben ja schon auf Kopierschutzmassnahmen verzichtet – sehr kundenfreundlich. Sind die denn nun deutlich mehr beklaut worden? Wenn nicht, haben sie damit ja nicht nur die Kunden erfreut, sondern am Ende auch mehr Geld in der Kasse, weil ihnen die Supportanfragen und natürlich die Kosten für die Kopierschutzmassnahme erspart blieben…

  24. Commander sagt:

    Ist Spiele kopieren Diebstahl? Ja!
    Heiße ich es gut? Nein!

    Aber es sei angemerkt das es Fakt ist daß die (Konsolen)Games einfach (zu) teuer sind! Natürlich kaufe ich meine Spiele achte aber sehr penibel auf die Qualität der Titel und nur solche Games die mich mehr als 10Std vor dem Bildschirm fesseln können werden dann auch als Low-Budget gekauft. Spiele wo ich sicher sein kann das ich 20, 30 oder sogar 40 Std. vor dem Bildschirm sitze werden auch zu höheren Preisen gekauft. Aber zu 60 bzw 70Eur habe ich in 2 Jahren gerade mal 2 Games gekauft. Assasins Creed und GTA4 (hier sogar die Special Edition für 100Eur).

    Wenn ich ein Burnout Paradise (300Spielstunden, günstig bekommen)) mit einem WET (8? Spielstunden, Videothek, Cool aber kein Kaufgrund) vergleiche frage ich mich wo beide den gleichen Wert haben… Darüber sollte auch einmal nachgedacht werden.

    Dann lese ich hier, die PC-Spieler würden sich deshalb über den Wegfall der Dedicated-Server aufregen weil sie keine Copy’s Spielen können? Sry, aber wie lächerlich ist das denn?
    Die regen sich (zu RECHT) darüber auf weil Mods damit unmöglich sind, und wenn wenn Infinity Wards in 2 Jahren sagt wir drehen die Server ab, dann steht das Game in der Ecke und kann nicht mehr gezockt werden. Man ist somit von dem Entwickler/Publisher in gewisser Weise abhängig und das geht mir auch SOWAS von gegen den Strich… genau wie GamesOnDemand. Ich kaufe viele Arcade-Games und das finde ich schon zweifelhaft, aber einen Vollpreistitel NUR als Download? Niemals! Never! Ohne mich!

    Und zuletzt würde mich wirklich einmal interessieren wie “nicht zertifizierte Datenträger” ein Risiko für XBox-Live darstellen können. Ich vertraue auf Orignale Speichermedien somit ist’s mir eigentlich egal, aber ich kann dieses Argument einfach nicht nachvollziehen und ohne das mir dies mal vernünftig erklärt wird wieso weshalb warum ist das für mich einfach nur ein fadenscheiniges Argument für User die nicht nachdenken können um noch mehr überteuerte Speichermedien verkaufen zu können.

    Ich stehe voll und ganz hinter der Xbox, aber so manche Praktik empfinde ich schlicht als Geld-aus-der-Tasche-ziehen mit der Holzhammermethode.

    • Die Datel Memory Units sind so “gehackt”, daß damit ganz bestimmte Dinge möglich sind, die mit normalen Units nicht gehen, und daher Xbox LIVE gefährden. Ähnliches gilt für umgebaute Festplatten.

  25. fuxx1.0 sagt:

    Tja Boris, da frage ich mich halt, warum die Industrie sich nicht mal wehrt? Jedes Mal, wenn ich mich in einer Gruppe über Videospiele unterhalte, ist mindestens einer mit dabei, der sich damit brüstet, kein einziges XBox360-Spiel gekauft zu haben, sondern die alle aus dem Internet herunterzuladen. Das ginge ganz problemlos, man könne sogar im Internet über XBoxLive spielen. Da frage ich mich halt schon, könnt ihr nicht oder wollt ihr nicht? Von ein paar vereinzelten Gamerscore-Resets mal abgesehen habe ich nämlich nicht das Gefühl, dass die Piraterie auf der XBox360 großartig verfolgt wird. Bei anderen Konsolen oder auch dem iPhone sieht es da natürlich nicht anders aus.

    • Leider darf ich hier nicht die Mails von den Idioten posten, die aufgrund von nachgewiesener Piraterei von Xbox LIVE rausgeschmissen wurden und sich dann bei mir ausheulten. Es passiert – nur muß die Sache auch wasserdicht nachgewiesen sein.

      • robotologist sagt:

        Mir stellt sich halt immer wieder die Frage, wieso MS es nicht hinbekommt, soetwas wasserdicht nachzuweisen. Ich meine wir sprechen immerhin von einem High-Tec-Software-Konzern.

        Jemand mit nem geflashtem Laufwerk muss doch irgendwie auffallen, veränderter Hardwareschlüssel o.ä.

        Ich finds halt ärgerlich, dass ich als Käufer der dumme bin und mir von Raubkopieren ne lange Nase drehen lasse. Wo bleibt die nächste Bannwelle?

  26. MITWO sagt:

    Interessant in diesem Zusammenhang dürfte sicherlich auch einmal die Altersstruktur der iPhone Benutzer aussehen. Kann man diese unreife Einstellung bei einem pupertierenden Teenie vielleicht noch irgendwo nachvollziehen, dürfte es sich beim Durchschnitts-iPhone-Benutzer wohl sicherlich nicht um Teenies handeln – dafür ist es wohl zu teuer.

    Also trifft dies auf die Hauptzielgruppe zu – sehr traurig…

    Der DLC-Ansatz der im Artikel beschrieben wird dürfte zu überlegen sein, wird aber diese Piraterie auch nicht aufhalten. Überlegt man sich nur mal die zig tausend Anleitungen wie man eine Pay-TV-Karte umlötet…

    Der Dumme wird wohl immer der bleiben der brav die Kohle hinlegt – traurig!

    Allerdings genauso traurig, wenn sich die Industrie an ahnungslosen Kunden bereichert. Nicht war Codemasters? Insgesammt 800 MS-Points für 2 Cheats bei Dirt 2 (alle Fahrzeuge, alle Strecken), bleibt für mich trotz Warnung am Bildschrimrand sehr grenzgängig und wirft im Gegenzug auch kein gutes Bild auf die Hersteller…

    Guter Rat ist wohl teuer…

    • Früher haben Firmen Cheats und Hilfen über 0190 Nummern verkauft. Das ist kein neues Phänomen. (Und das wird ein weiterer Blogeintrag).

      • Blechfaust sagt:

        Stimmt. Hab das vor kurzem mal gesehen, als ich Silent Hill 1 auf der PSx nachgeholt habe. Da steht auf der Rückseite der Spielehülle ein Spruch der auf die Nummer hinweist. xD Heute total Banana, aber ich will nicht wissen, wie viele da wirklich angerufen haben…

  27. William Suckin sagt:

    @SILence: “Wenn man das ganze dann noch mit Windows Mobile vergleicht, wo Bejeweled 2 mal eben 8$ kostet während ich es im Appstore für 2,39€ bekam und dabei bedenkt dass ein iPhone 500€ und aufwärts kostet, der Besitzer also das Geld scheinbar zu haben scheint, dann kann man bei Leuten die nicht mal den Anstand haben einen Cent-Artikel zu kaufen nur den Kopf schütteln.”
    Der war gut! :)

    @Ingix: zu 4) Lass dir von einem Mathe-Student sagen: Ja, ein Gegenbeispiel reicht zur Widerlegung ;)

    Was mich beim Raubkopieren von Digitalen Medien, vor allen Dingen bei Spielen traurig macht, ist die Tatsache, dass diese Produkte beim Raubkopierer oft 0 Stellenwert haben/bekommen. Damit meine ich, dass, wenn man sich jedes Spiel mal eben saugt, zockt und dann wieder das nächste an der Reihe ist, die Passion, die Freude am neuen Spiel und letztedlich der Spaß und das Wertbefinden auf der Strecke bleibt, oder nicht? (“One interesting note is that the most pirate scores are submitted for Story level, then Rounds, then survival. This is the same order that the game types show up in our menus. This may point out that Pirates generally have a lower attention span – they quickly move on to the next game.”)

    Ich meine, Konsolenspiele sind nicht billig, ja, aber ich kaufe mir ja nicht jeden Mist, sondern diejenigen, die mir Freude bereiten oder deren Franchise ich Fan bin gerne und stelle sie mir auch gerne ins Regal! Genauso mit Filmen: Ich bin echt kein großer Film-Fan, deswegen vergeude ich meine Zeit nicht damit, mir Rips ausm Internet anzugucken, die manvon Freunden bekommt, für die ich mich noch nichtmal interessiere. Da geh ich doch lieber 3 bis 4 mal m Jahr ins Kino und “geniesse” einige Filme.

    Raubkopierer ziehen sich scheinbar einfach gern das neuste ausm Netz, obs interessiert oder nicht…
    Sie kopieren also nichtmal, weil Sie das Bezahlen umgehen möchten, aber sich fürs Game interessieren, sondern wirklich und einfach nur “because they can”…

  28. Jürgen sagt:

    @Boris:
    Ich kann die augenscheinliche Resignation in Deinem Schlusssatz gut nachvollziehen.

    Laut GamesMarkt gab es allein in Deutschland, allein 2008 300.000.000 (Dreihundert Millionen!) illegale Musikdownloads. Die sogenannte “freie Kulturverbreitung” scheint also ein voller ‘Erfolg’ zu sein.

    Ironischerweise wird diese kostenlose “Kulturverbreitung” immer nur von Leuten gefordert, die selbst keinen einzigen kreativen Strich zu dem großen Medienpool beitragen, aus dem sie sich bedienen.
    Alles was sie “leisten” können ist, dass sie das geistige Eigentum Anderer weiterverbreiten – und sich dabei auch noch im Recht fühlen.

  29. TheSaintSonix sagt:

    Hallo!
    Zunächst einmal möchte ich sagen dass natürlich jede zu unrecht benutzte App ein Ärgernis ist für den Entwickler. Mich haben jedoch einige Punkte in deinem Post etwas stutzig gemacht, da sie zumindest wohl nicht allgemeingültig sind. Es gab vor ein paar Wochen auch eine Untersuchung von “Pinch Media” zu Piracy im AppStore.
    Auch da stellt sich natürlich ersteinmal heruas, dass ein großteil der Downloads auf gecrackte Apps entfallen. Jedoch:
    1. Kopierte Apps werden nicht so häufig verwendet wie gekaufte.
    2. Kopierte Apps werden nicht so lange verwendet wie gekaufte
    3. Kopierte Apps crashen häufiger (und das ist ärgerlich, weil die schlechten Bewertungen im iTunes-Store häufig von Jailbreakern und co kommen).
    4. Es gibt gerade beim Release, sowie jedem Update Peaks in den Piracy-Zahlen, daer ist die von dir referenzierte Studie wahrscheinlich noch etwas krasser als über einen längeren Zeitraum betrachtet.
    Den Post zur Studie findet man hier: http://www.pinchmedia.com/blog/piracy-in-the-app-store-from-360idev/

    Achso, auch Pinch Media kommt zum Schluss dass keiner sich die Apss kauft, wenn er sie vorher schon kopiert hat.
    Ich glaube wir haben ein grunsätzliches Problem bei der Mentalität. Ich habe ein iPhone und habe alle Apps bisher gekauft, und habe auch keinen Jailbreak, weils nicht nötig ist und ich lieber eine sichere Platform habe.
    Der Preis der Apps beim iPhone ist wirklich unschlagbar, selbst “Blockbuster” wie Asssassins Creed, Modern Warfare usw. gehen dort für max. 7,99€ weg. Klasse! Das schöne ist auch, dass die Entwickler über die schiere Masse trotzdem genug Geld machen u vernünftig leben zu können. Win-Win Situation für Kunden und Entwickler.
    Dass einige Leute trotzdem selbst 99ct-Spiele kopieren kann ich nicht nachvollziehen. Andererseits, so schwer es auch ist, muss man die Kopierer einfach als Kunden betrachten, die das Spiel sonst nie gekauft hätten (okay, vielleicht einer von 10 würde kaufen wenn er nicht kopieren könnte). Solange die Piraterie nicht den Verkäufen schadet muss das gar nicht unbedingt ein Nachteil sein. Einige der Kopierer könnten das Spiel trotzdem klasse finden und vielleicht das nächste des gleichen Entwicklers kaufen. Oder einsehen, dass die App ja doch ihr Geld wert ist..

    Ich verstehe die Problematik, die keine kleine ist. Und mit der Xbox seid ihr ja im Moment recht gut aufgestellt, ich denke die Zahl der Kopierer ist relativ klein. Die Hürden sind ja doch recht groß und eine Drohkulisse (Live-bans) habt ihr ja auch aufgebaut.

    Eine Bitte noch: Es ist keine “Raub”kopie. Es ist eine Kopie, sie ist unrechtmäßig erstellt und installiert worden. Aber ich habe niemandem mit Gewalt gedroht oder angewendet und ihm die App weggenommen ;-)
    Zu einer Diskussion gehört auch, dass man nicht von vornherein negativ besetzte Termini verwendet.

    schöne Grüße, lasst euch nicht unterkriegen ;)

    • Doch. Du hast dem Programmierer die App weggenommen ohne dafür zu zahlen. Ich sehe es umgekehrt – in dem ich nur “Kopie” sage, verharmlose ich den Vorgang über Gebühr.

      • TheSaintSonix sagt:

        Du hast schon Recht, das stelle ich ja auch gar nicht in Abrede, aber da musst du dich wohl auch ein bisschen bei der Musik und Filmindustrie, sowie zu einem gewissen Teil auch in den Chefetagen der Spieleindustrie bedanken, dass sie das Wort “Raubkopie” eingeführt haben. Und wenn ich da an Kampagnen wie “Raubkopierer sind Verbrecher” mit Androhung von Gefängnis etc. sehe, fehlt einfach jede vernünftige Diskussionsgrundlage auf Basis dieses Wortes. Auch wenn ich deinen Ärger verstehen kann und du hier natürlich schreiben darfst was du willst ;)

        “Raubkopie” ist für mich ähnlich sinnvoll wie der inzwischen berühmte Satz “Das Internet darf kein rechtsfreier Raum sein”.

      • Das Internet sollte von seinen Usern nicht so behandelt werden, als wäre es ein rechtsfreier Raum. Die tun nämlich so, als sei es einer. Und sind dann ganz verblüfft, wenn ein Warenzeichen-Inhaber sie abmahnt.

      • Ingix sagt:

        Bezogen auf Boris’ Kommentar vom 25.10.2009 um 22:28
        Genau hier muss ich aber mal eindeutig widersprechen. Im Gegensatz zum geklauten Ferrari (oder auch nur Zigarette), ist dem Programmierer nämlich nichts *weg*gekommen. Er hat immer noch genauso viel wie vorher.

      • dermax sagt:

        @Ingix: Nochmal: Natürlich ist dem Programmierer was *weg*gekommen und zwar die Arbeitskosten zur Entwicklung des Programms, die nicht entsprechend entlohnt wurden… glaubst Du eigentlich, der Preis eines ferraris errechnet sich nur über das material?

  30. jot sagt:

    Man kann das Thema nicht so einfach verallgemeiner, weil hier nur EIN einziges Programm auf EINER Plattform (die zudem immer noch ein Nischenprodukt darstellt) untersucht wurde.

    Was sagt uns diese Statistik:
    * dass das Spiel so schlecht ist, dass keiner der es Probespielen durfte dafür Geld bezahlen würde? Kann sein
    * dass den Apple-Jüngern von Steve Jobs soviel Geld aus der Tasche gezogen wurde, dass sie sich keine Spiele mehr leisten können und nun klauen müssen? Schon möglich

    Aber ganz sicher nicht, dass es definitiv ein Verhältnis von 1:5 von Original zu Raubkopie gibt – und auch sicher nicht, dass generell nie ein Raubkopierer ein Spiel nachträglich kauft (da kenne ich persönlich genug Gegenbeispiele).

    • Mir reicht dieses eine Beispiel – es ist ja auch in Verbindung zu sehen mit anderen Geschichten wie der (ich erinner mich nur düster) daß auch Infinity Ward bei Modern Warfare 1 auf PC von einer 1:5 Ratio auf den Servern sprach.

    • badoli sagt:

      Drei Berichte zu dem Thema (IPhone-Game, World of Goo und Modern Warfare) zeigen alle die gleiche Tendenz auf, egal ob Billig-Spiel, Indie-Titel oder Vollpreis-AAA-Game. Kein einziger dagegen. Die Qualität vom IPhone-Titel kann ich jetzt nicht beurteilen, jedoch sehr wohl von WOG und MW, beide Titel sind herausragend.
      Das Argument “Steve Jobs zieht den Leuten das Geld aus der Tasche” ist unter jeder Kanone. Weil ein Produkt so teuer ist, stiehlst du einfach das nächste…?! Erzähl das mal einem Richter.
      Und selbst wenn das Verhältnis “nur” 1:4 ist (und bisher tendieren alle Sourcen zu mindestens 1:5), wäre das eigentlich ein Skandal-Ergebnis. Und ich hab im Bekanntenkreis leider einen Haufen Beispiele, dass Raubkopierer eben kein Vollpreisspiel kaufen, dass sie schon “gratis” haben.

      Da hilft dann auch kein Jammern wie “es ist zu teuer”, das ist Diebstahl. Wenn du’s dir nicht leisten kannst oder willst, dann kaufs nicht. Aber es stehlen ist nicht in Ordnung.

  31. Falcon030 sagt:

    Ja, Du hast recht.
    Überwiegend.
    Aber das Preisargument zieht für mich trotzdem noch. Nicht nach dem Prinzip “ich würde es mir ja kaufen, wenn es billiger wäre”, sondern nach dem Prinzip “ich kaufe es mir, wenn es billiger ist”, heißt, ich muss nicht jedes Spiel gleich bei Erscheinen kaufen, es darf auch mal ein paar Monate später sein. Ein allzu große Verlust an Lebensqualität entsteht mir dadurch schließlich nicht.
    Und wenn es ganz dringend ist, schau ich einfach mal nach England, da bekomme ich die aktuellen Spiele trotz Versandkosten und allem Drum und Dran immer noch 10 – 15 Euro billiger als hier.
    Ich weiß, auch das ist nicht das allerfeinste Verhalten gegenüber dem deutschen Einzelhandel, aber es ist legal und daher mit keinerlei schlechtem Gewissen verbunden.

  32. hal9000 sagt:

    Was immer gerne übersehen wird ist der Fakt, das der absolute Großteil derjenigen die ein Spiel illegal kopieren und nutzen das Produkt niemals gekauft hätten.

    “Obwohl die Zahlen recht niederschmetternd sind, glauben sie aber nicht, dass ihnen durch den Software-Klau allzu viel Umsatz durch die Lappen geht: Die Piraten hätten ihr Spiel womöglich sowieso nie gekauft.”

    http://www.heise.de/newsticker/meldung/App-Entwickler-80-Prozent-unserer-Spiele-werden-illegal-kopiert-838438.html

    • Wie schon mehrfach erwähnt: Bullshit. Wenn du nicht zahlen magst, dann spiel auch nicht. Ende.

      • Brendelino sagt:

        Ich kann euch beide verstehen, zum einen hat der Raubkopierer das Spiel schon genutzt, wenn er es in die Konsole schiebt, oder installiert und gestartet hat. Die Industrie macht aber einen Fehler: Sie rechnet so, dass sie bei 10 Kopien von einem Umsatzausfall von 10 Spielen spricht und das ist definitiv falsch.
        Auch ich bin der Meinung, dass ein Teil der Kopierer aus der “Jäger und Sammler” Prämisse diese Spiele laden oder brennen.
        Ich tippe auf 20%, die normalerweise gekauft werden würden, der Rest wird mal in die Konsole geschmissen und nie wieder angerührt. Selbst wenn die Schüler das Geld für 10 Spiele hätten würden SIe nur 3 kaufen.
        Nicht falsch verstehen, ich will es nicht runterspielen, sobald das Spiel illegal installiert ist ist unrecht, aber man kann nicht bei 10 Kopien von 10x 59 Eur Umsatzverlust sprechen.

        Brendelino

      • Doch – man kann von 10 x 59 Euro Umsatzverlust reden. Die Leistung wurde genutzt, aber nicht bezahlt. Der Umsatz wurde nicht gemacht.

      • derpiet sagt:

        Wenn Du von 10 x 59 Euro Umsatzverlust sprichst, suggerierst Du damit, daß es diesen Umsatz geben würde, wenn illegale Kopien 100%ig unterbindbar wären. Das kann ich mir ehrlich gesagt nicht vorstellen und hier müsste imho der durchschnittliche Preis angesetzt werden, der von den 10 Kopierern bezahlt worden wäre. Bei 2 Käufen zu 59 Euro und 5 zu 19 Euro sind’s entsprechend nur 15,60 Euro pro Kopie realer Umsatzverlust.

    • Ingix sagt:

      Boris, hast Du auch *Argumente* gegen das, was hal9000/heise dort sagt? Ich kann ja verstehen, wenn Dich das ganze tierisch aufregt, aber immer nur stur zu behaupten, jede Raubkopie wäre ein entgangener Umsatz in Höhe des Straßenpreises ist meiner Meinung nach ganz einfach falsch. Die Tatsache, dass jemand da eine Leistung benutzt, die er nicht bezahlt hat, hat (fast) überhaupt nichts mit der Frage zu tun, ob er die Leistung bezahlen würde, wenn er anders nicht rankommt.

      • badoli sagt:

        Klar ist das Argument so nicht richtig. Deshalb zu argumentieren, die Firmen hätten keinerlei Verlust, ist aber genauso falsch.

        Erstens weiss kein Mensch, wieviele das Spiel gekauft hätten, wenn sie es “gratis” nicht bekommen hätten. Der Satz “Ich hätts mir sowieso nicht gekauft” wird hier sehr, sehr gern als Feigenblatt verwendet.

        Zweitens hast du die Leistung ja erhalten. Diese ist nicht die Software ansich, sondern die Unterhaltung, die du aus dem Produkt ziehst. Die lässt sich nicht objektiv bemessen, deshalb gibt es ein subjektives Kriterium: Den Preis des Spiels. Wenn dir der nicht passt, kaufs nicht. Stehlen ist da trotzdem nicht in Ordnung.

  33. habehandy sagt:

    Vielleicht sollte MS Gameseiten die Werbung (teilweise unfreiwillig über Google) für XBOX-Flashumbau etc. machen etwas später mit Probespielen versorgen.

    Allerdings haben die Gameseiten kaum eine Möglichkeit solche Werbung zu blocken, da man z.B. bei Google AdSense nur bestimmte, vorher definierte URL blocken kann.

  34. LordChaos sagt:

    Wie heuchlerisch von einem Microsoft-Angestellten sich über Raubkopien aufzuregen, dieses Unternehmen fußt seinen ganzen Erfolg auf dem Kopieren anderer Leute Arbeit, ich sag nur MS DOS.
    Vier Euro ist übrigens alles andere als günstig für ein iPhone Spiel.

    “Und damit sind diese drei bescheuerten Argumente endlich mal empirisch wiederlegt.”

    Bitte nochmal im Handbuch der empirischen Methodik nachschlagen.

    “und da sage mal einer, es sei kein Schaden entstanden wenn gerade die, die das Programm am meisten nutzen, es klauen”

    Das ist alles ganz nett beschrieben. Allerdings belegt das nicht, dass all diese Leute das Spiel auch tatsächlich gekauft hätten, wenn sie absolut keine Möglichkeit gehabt hätten, es zu kopieren.

    Das aber ist der wesentliche Punkt auf den es ankommt, wenn man von Verlust sprechen will.

    “Wer kopieren kann, kopiert und schaut nie mehr zurück.”

    Dieses pauschalisierte “kann” finde ich ein bisschen “doof”. Es klingt ziemlich herausfordernd, wer es nicht “kann”, ist scheinbar etwas dämlich dafür und kauft sich deshalb die Spiele… Von der technischen Seite dürfte das (mit einem halbwegs funktionierenden PC) heutzutage wohl kaum ein Problem darstellen.

    Doch im Gegensatz zu den Spindelzockern, lieben die Käufer ihr Hobby und wissen u.a. auch, das sie mit dem Kauf den Fortbestand weiterer, guter Videospiele finanzieren.

    • a) Auch in den Microsoft-kritischsten Büchern wie “Barbarians led by Bill Gates” (kürzlich erst wieder gelesen) wird die MS-DOS-Story definitiv als schräger Business-Deal, aber nicht als “Kopiererei” dargestellt. Plus der Tatsache, daß die CP/M Jungs den Deal mit IBM massiv verbockt haben. Sonst gäbe es Microsoft nicht so wie es heute ist, richtig.
      b) Mir reicht ein Beispiel wo nicht einer, nicht ein einziger, das Spiel gekauft hat, nachdem er die Kopie “probiert” hat.
      c) An anderer Stelle in diesem Blog habe ich darüber berichtet, wie die Kopiermentalität bei den Müttern im Kindergarten, die sich gegenseitig die Hörspiel-CDs brennen, angekommen ist. Computer-Zeitschriften, die jeden Monat proklamieren, wie einfach man doch an alles käme, tun ihr übriges dazu.

      • Brendelino sagt:

        zu c): Ja, weil die (Musik) Industrie einfach Jahre gepennt hat und nun ist es zum Volkssport geworden und da hilft es auch nicht an arme Säue abzumahnen und an diesen ein Exempel zu statuieren. Abgesehen davon, dass einige der Leute (untere Mittelschicht) immer weniger Geld haben (ja, das ist die Wahrheit) fragen sich viele, warum sie 23 Eur für ein Hörbuch kaufen sollen, wenn sie es innerhalb von 3 min runterladen können und umsonst haben. Da ist die kriminelle Schwelle nur ein Tastendruck und die Kollegen und alle anderen machen es doch auch. Viele sehen in dem Geschädigten nicht den Autor, sondern einen grossen Medienkonzern wie Bertelsmann – und da haben die wenigsten ein schlechtes Gewissen.

        Ach ja, die Computer Zeitschriften sind nur auf Absatzzahlen aus und bringen das Thema ins Heft was das Volk interessiert um die Hefte zu verkaufen.

        Oder liege ich falsch?

      • Bash sagt:

        Die gleichen Mütter werden 1975 Musikkassetten auf dem Schulhof getauscht haben mit Beatles-Aufnahmen.

        Damals gab es ein Recht auf Privatkopie. Die Mütter werden sich alle gegenseitig kennen, 1980ff waren bis zu 29 Kopien (?) im Bekanntenkreis erlaubt.

        Der Unterschied zwischen damals und heute ist, dass die Lobbyisten dafür gesorgt haben, dass es einen Korb nach dem anderen zum Urheberrecht gegeben hat, und das Recht auf Privatkopie immer mehr eingeschränkt wurde.

        Dein Beispiel ist aus diesem Grunde ein ganz ganz Schlechtes. Sorry. Klar: damals Analogkopie mit Qualitätsverlust, heute digital ohne Verluste – aber trotzdem.

        Du hast ja ansonsten Recht, hier muss ich aber einfach mal dagegen reden.

      • PQMarine sagt:

        Da ja seit neuestem ein Beispiel ausreicht hier mal das Gegenteil für Musikdownloads

        http://www.independent.co.uk/news/uk/crime/illegal-downloaders-spend-the-most-on-music-says-poll-1812776.html

        Interessant auch auf der Tab-Fu Seite:
        One interesting note is that the most pirate scores are submitted for Story level, then Rounds, then survival. This is the same order that the game types show up in our menus. This may point out that Pirates generally have a lower attention span – they quickly move on to the next game.

        Für mich sieht es so aus, als ob das Spiel ausprobiert und für Mist befunden wurde.

  35. ChiefJudy sagt:

    Gerade heute erst wurde ich wieder gefragt, ob meine Xbox geflashed ist, weil ich gefühlte 25.000 Spiele habe, und kein Mensch gibt doch die ganze Kohle für so viel Software aus…blahblahblubb…

    Ich sag’s mal so: Nein. Meine Box ist nicht geflashed, und ich werde das sicher auch nie tun. Und ja: Ich gebe diese Kohle aus. Und ja, bei meiner/unserer Anzahl an Games sind das mittlerweile wahrscheinlich meherer tausend Euro gewesen, denn ein paar Premium/Special/etc-Versionen sind da auch dabei. Und manche games haben wir sogar doppelt (!).
    Ist ein teures Hobby, stimmt, aber mir ist’s das wert.
    Und wenn niemand mehr die Kohle ausgibt, werden irgendwann auch keine Spiele mehr entwickelt – denn wovon sollen die Firmen dann leben?

    Aber wer das halt nicht versteht…

  36. Slash sagt:

    Das Internet ist das Radio des 21. Jahrgunderts. Genau so wie man damals die Disketten aufm Schulhof getauscht hat, im EDV-Raum per X-Disk kopierte und nachmittage vebrachte, CD-ROMS zu brennen, so geht das heute das kopieren von Apps ab.

    Und zu den Aussagen vom Entwicklerteam selbst:
    Die sagen ja selbst, dass es ihnen nicht unbedingt schadet, weil die 80% hätten es eh nicht gekauft.

    Und was auch immer wieder viele vergessen: Kopieren ist kein Diebstahl, sondern Vervielfältigung. Es geht nichts verloren beim Kopiervorgang. Anders wenn jemand im Laden ne CD mitnimmt. Die ist dann weg und auch der Händler (und nicht nur der Hersteller) schaut in die Röhre.

    ich will jetzt gewiss keine Diskussion anrühren sondern nur Denkansätze liefern.

    • Das ist auch so ein die Tasche lügen: Vervielfältigung sei kein Diebstahl. Natürlich ist es ein Diebstahl, in dem Fall nur nicht von einem physischen Objekt, sondern von einer Leistung. Dann vergleiche es halt damit, einen Handwerker für dich arbeiten zu lassen, ihn dann aber um die Rechnung zu prellen. Ich hab das Verständnis für diese Schönrederei jetzt wirklich verloren.

      • Telekatz sagt:

        Ist es nun doch Diebstahl? Kein Raub mehr?

      • Ingix sagt:

        http://dejure.org/gesetze/StGB/242.html

        § 242
        Diebstahl

        (1) Wer eine fremde bewegliche Sache einem anderen in der Absicht wegnimmt, die Sache sich oder einem Dritten rechtswidrig zuzueignen, wird mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.

        (2) Der Versuch ist strafbar.

        Vervielfältigung ist juristisch *kein* Diebstahl. Dass es ähnliche Effekte gibt, ist klar.

        Der Handwerker hat seine Arbeitszeit und Material aufgewendet, um etwas für mich und nur für mich zu tun, das er nicht getan hätte, wenn ich ihn nicht beauftragt hätte. Wir sind einen Vertrag eingegangen, dazu gehört mein Beitrag, die Bezahlung. All das ist *grundverschieden* von dem, was beim Kopieren von Programmen geschieht.

        Oben hat Boris geschrieben, dass er die alleinige Verwendung des Wortes “Kopieren” *verharmlosend* findet. Das kann ich nachvollziehen. Ich finde es aber *irreführend*, wenn in diesem Zusammenhang von Diebstahl geredet und das Handwerkerbeispiel gebracht wird.

      • Yoshi sagt:

        Der Handwerker verliert Zeit.
        Wem was an seinem Hobby liegt, der kauft die Spiele auch.
        Viele Raubkopierer sind Kiddies, die 1. keine Kohle haben und 2. die Spiele eh nicht kaufen könnten.
        Aber auch die werden irgendwann erwachsen und dann ihre Spiele kaufen.

        Wie viele C64 Besitzer haben denn damals Orignale besessen?
        Und kaufen die ganzen C64 Kopierer von damals heutzutage auch keine XBOX 360 Spiele?

      • lance_hurm sagt:

        Nein der Vergleich mit dem Handwerker stimmt genau. Würde man sich nämlich die Installation, bzw. das Handbuch genau anschauen, geht man bei Spielen/Software genauso einen Vertrag ein.

      • Chris sagt:

        @lance_hurm
        Ich kann dir nicht folgen.

        Der Erwerb von Software im Laden ist ein gewöhnlicher Kaufvertrag nach §433 BGB. Was der Hersteller im Handbuch oder bei der Installation an Einschränkungen etc. hinschreibt, ist in Deutschland grob gesagt nichtig.
        Stichwort Erschöpfungsgrundsatz.

        Mit einem Handwerker hast du vermutlich einen Werkvertrag, Werklieferungsvertrag oder Dienstvertrag.

        Vielleicht sind wir uns wenigstens einig, daß es sich beim hier behandelten Kopieren juristisch nicht um Diebstahl handelt. Wer anderer Meinung ist, möge ein entsprechendes Urteil vorzeigen.

      • Diebstahl nicht im juristischen Sinne. Die Gesetze sind noch nicht so weit, die hängen noch in der analogen Welt. Es geht hier aber auch um Moral und nicht um einen Rechtsstreit.

      • lance_hurm sagt:

        Na beim Kopieren noch nicht, aber bei der Installation gehst du eben einen Lizenzvertrag ein, in dem du dich verpflichtest diese Software rechtmässig erworben zu haben. Die meisten Vergleiche mit der Real-Wirtschaft sind zu 100% zutreffend, das einzige Problem am Raubkopieren ist eben
        A) Das es so einfach geht und
        B) Ich das von zu Hause mache wo ich die betroffene Person (vgl. Handwerker, Verkäufer, etc) nicht vor mir habe.

  37. Poppeye sagt:

    Ja, ich als Iphone Besitzer kenn das auch zur Genüge… “Warum willste denn nicht Jailbreaken? Ich kann dir dann zig Programme aufspielen”… Der Ehrliche ist halt mal wieder der Dumme. Andererseits kosten die Programme im Appstore nun wirklich fast nix, da noch was zu kopieren ist ja fast noch schäbiger, als nem Bettler den Euro aus dem Hut zu klauen, wenn er grade wegschaut.

    Ich seh ja ein, wenn jemand jailbreakt, weil er keine Lust hat, eine “Datenflat” 2x zu bezahlen. (Und nein, ich will keine Diskussion über zusätzliche Tetheringkosten bei der Telekom). Aber nur um den eigenen Sammeltrieb zu befriedigen?

    Seltsame Leute gibs…

  38. hoetz sagt:

    Die spannende Frage die das ganze Szenario nicht beantwortet ist: Waren alle diese Raubkopierer potentielle Kunden oder hätten die das Spiel sowieso nicht gekauft? Das kann man glaube ich sehr schwer prüfen…

    • Diese Frage stellt sich nicht und muß auch nicht beantwortet werden. Es ist eine Scheinfrage, die sich um das eigentliche Problem herumdrückt: Der Kopierer hat das Programm genutzt, ohne zu zahlen.

      • mancom sagt:

        Mir ist an dieser Stelle klar geworden, dass es anscheinend zwei grundlegend unterschiedliche Sichtweisen zum Thema Schwarzkopien gibt (und natürlich Mischformen). Mir waren diese zwei Richtungen, die einander nicht verstehen, vorher nicht richtig klar.
        Die eine Seite sieht in den Kopien ein (potentielles) wirtschaftliches Problem und kommt daher natürlich zu der Frage, ob die Schwarzkopierer denn überhaupt irgendwie dazu hätten gebracht werden können, das Produkt zu kaufen; und falls dies zu verneinen wäre, würde man die Kopiererei als ärgerlich, aber letztendlich relativ belanglos für die Produzenten erachten.
        Die andere Seite sieht ein moralisches (vielleicht nicht das optimale Wort, aber etwas besseres fällt mir gerade nicht ein) Problem: Man darf keine Software benutzen/Musik hören/Film sehen etc. ohne dafür angemessen zu bezahlen. Ob es ein (ernsthaftes) wirtschaftliches Problem ist, ist dabei egal; bloß weil der Künstler ohne die Kopierer vielleicht auch nicht mehr Geld in der Tasche hätte, wäre das Kopieren noch lange nicht hinnehmbar und somit ist die Frage nach den potentiellen Kunden unter den Kopierern gegenstandslos.

      • marloh sagt:

        natürlich stellt sich diese frage und in dem verlinkten artikel wird sogar darauf eingegangen… fazit: “not realy a big deal”.
        darüber hinaus kann von ‘intensiv-nutzern’ garnicht die rede sein, wenn sich die verfügbaren zahlen nur über die erste woche erstrecken – in dem artikel wird ja sogar eingeräumt, dass die datenbasis recht klein ist.

  39. ikaruga sagt:

    Natürlich ist es eine Schande, wenn gute Spiele nur kopiert werden aber die Branche hat sich diese Klientel ja auch verdient. Schließlich gibt es zu viele Spiele, die einfach nur Mist sind. Da fängt man mit dem ersten illegalen Download an und dann ist der Bann gebrochen. Gerade die guten iPhone-Spiele sind davon betroffen, weil das meiste im Appstore einfach nur Wegwerfware ist.

    Dein Vergleich zwischen iPhone und “großen” Titeln hinkt zudem gewaltig – das sind zwei verschiedene Käufergruppen. Der Preis ist definitiv ein Kriterium. Brütal Legend, Borderlands, Forza 3, MW2 usw. sind nur einpaar der Titel, die in den nächsten Wochen erscheinen. Wer soll die alle kaufen?

    • Schwachsinn. Im Supermarkt liegt auch mehr als ich essen kann. All diese Argumente mit denen Leute sich vorgaukeln, sie würden niemandem wehtun, machen mich langsam echt aggressiv.

      • robotologist sagt:

        Ja, mich auch. Ich kann mir auch nicht jede Woche 5 Spiele kaufen, so gern ich das auch möchte. Aber ich kann auch nur immer eines davon in meinem Laufwerk rotieren lassen.

        Ergo: Ich warte entweder bis ich wieder flüssig bin oder bis der Titel im Preis deutlich gefallen ist.
        Ich klaue mir auch keinen Ferrari nur “weil ich es nicht einsehe soviel Geld dafür auszugeben”.

        Spiele sind Luxus
        und nicht lebensnotwendig. Wem das Hobby zu teuer ist, der soll ein Buch lesen. Wenn ein Obdachloser ohne einen Cent in der Tasche im Supermarkt ein Brötchen klaut, hab ich da deutlich mehr Verständnis dafür. Trotzdem bleibt es schlicht und ergreifend Diebstahl.

    • ro sagt:

      “Brütal Legend, Borderlands, Forza 3, MW2 usw. sind nur einpaar der Titel, die in den nächsten Wochen erscheinen. Wer soll die alle kaufen?”

      Tja, derjenige, der es sich leisten kann. Wer es nicht kann, wartet auf Preissenkungen. Ich klaue mir ja auch keine Markenanzüge, weil im Laden so viele tolle hängen.

      Und ganz ehrlich: Selbst, wenn die genannten vier Spiele nur $10 kosten würden, dann würden sie immer noch kräftig kopiert werden.

  40. Dragonslayer sagt:

    Voarab: Ich kaufe CDs und Spiele prinzipiell immer im Orginal, schon aus Prinzip.

    ABER

    Man kann der heutigen Jugend ja kaum verübeln das sie kaum noch ein Wertegefühl besitzt. Der Markt (Egal ob Games oder Musik) ist einfach gesättigt und überschwemmt. Heutzutage ist die Halbwertzeit eines Produktes verdammt kurz, wir konsumieren doch Musik und Spiele nur noch wie “Snacks”. Da ist die die Hemmschwelle für dauer-klamme Jugendliche nun mal eher klein, schliesslich will sie ja alles mitnehmen was der Markt bietet. Das Gewissen verroht halt bei der täglichen Reizüberflutung, und daran ist die Indsutrie ja irgendwo selbst schuld. Gerade der Appstore ist da ein Paradebeispiel.

    Beispiel aus der Welt des Heavy Metals am Rand:
    Ich erinnere mich an die 80ziger: Da kam im Jahr 3-5 richtig gute Platten raus von Gruppen wie Iron Maiden, Metallica, Accept etc. Das konnte sich jeder leisten, dafür haben alle gern bezahlt.
    Heute gibt es tausende Gruppen, weil jeder Depp ‘n Plattenvetrag kriegt, alles nur noch purer Konsum und Wegwerf-Wahnsinn!! Da wird man halt irgendwie gefühlskalt.

    Fazit: Weniger ist halt manchmal mehr. Nur so wird nochmal ein Umdenken in den Köpfen stattfinden!

    Ps: Mach weiter so Boris! Ich liebe deinen Blog!

    • Und wer bestimmt, welche Produkte auf den Markt kommen dürfen und welche nicht?

    • Dase360 sagt:

      Ich glaube nicht, dass eine Verknappung des Angebots die Mentalität bzw. Wertschätzung der Produkte ändern wird.

      Ich habe es noch mitbekommen, wie CDs auf Kassette kopiert wurden und man froh war, wenn man jemanden kannte, der die Videos aus der Videothek kopieren konnte oder jemand den neuesten Star Wars Film irgendwo in Japan auf der Straße gekauft hatte.

      Das einzige was da mehr wertgeschätzt wurde war die Kopie.

      Ob damals im Verhältnis zu heute weniger kopiert wurde, wage ich zu bezweifeln, denn das Angebot war ja wirklich nicht so groß. Ich gehe davon, dass es damals auch von jedem Spiel eine Kopie gab. Der einzige Unterschied war sicherlich die Verbreitungsmöglichkeit.

      Aber genau hier sollte die Industrie ansetzen. Wenn Kopien zeitgleich weltweit verbreitet werden, dann muss auch das Original zeitgleich weltweit verfügbar sein. Für die Softwareindustrie gilt dies eher nicht, da hier die weltweite Verfügbarkeit meist gegeben ist.
      Aber der Film- / Fernsehindustrie ist dies doch zu raten.

      Anstatt IP-Sperren auf den Webseiten einzusetzen, sollten sich die Anbieter besser einig werden, wie das Angebot gewinnbringend weltweit verfügbar gemacht werden kann. Denn entweder schaut man sich die Serien z.B. auf Hulu, gerne auch mit Werbung, an, oder man lädt sie von diversen Clickhostern oder per Torrent runter.

      Ich denke da auch insbesondere an einen älteren Blogeintrag, wo Boris sagte, dass er sich immer die neuesten Folgen von Heroes (War es diese, oder eine andere Serie?)auf DVD als TV-Rip schicken lässt.
      Unabhängig davon, dass dies ja auch eine “Raubkopie” ist, denn auf welchem Wege die Daten nun transportiert werden ist ja egal, spiegelt das meiner Meinung nach die Haltung vieler wieder.
      Ich wette, wenn es Boris möglich wäre das ganze Zeug online mit Werbung zu schauen, würde er auf den Import (möglicherweise ohne Werbung) verzichten.

  41. Schade ist nur, das die ehrlichen Kunden mittlerweile verarscht werden, und die Raubkopierer sich freuen, da sie keine Probleme mit den Kopierschutz haben.
    Ich warte nun seit 2 Tagen darauf, das ich mein legal erworbenes Borderlands für den PC spielen darf, aber leider macht mir der Securom Kopierschutz ein Strich durch die Rechnung, da wir noch nicht das offizielle Releasedatum haben.
    Die Raubkopierer freuen sich dagegen, das sie kein Geld ausgeben mussten, und das Spiel trotzdem vor den ehrlichen Käufern spielen können.

    Bei solchen Sachen bin ich am überlegen, warum ich es mir nicht auch einfach mache, und einfach die Spiele kopiere.

    • Bedank dich bei den Kopierern – die haben dich in diese Lage gebracht, nicht der Hersteller.

      • PatTheMav sagt:

        Sorry aber ich finde deine Antwort greift da zu kurz. Machen wir uns doch nichts vor: Die Kopierschutz-Maßnahmen v.a. bei PC-Games werden immer aggressiver und als ehrlicher Käufer hat man immer mehr Probleme damit. Ich habe hier einige Games nur unter großen Mühen und teilweise gar nicht spielen können dank des Kopierschutzes.

        Gab es deshalb weniger illegale Kopien? Negativ! Bisher hat kein einziger Kopierschutz in meinen Augen wirklich Kopien verhindert. Stattdessen wurden nur ehrliche Käufer gegängelt. Zu sagen, dass an dieser Situation die Kopierer schuld sind, ist in meinen Augen zu einfach. Denn der Hersteller/Publisher hält wider besseren Wissens und wider der Wirklichkeit an diesen Maßnahmen fest und treibt damit nur mehr Kunden in die Illegalität, da die gekauften Spiele nur mit Cracks und Kopierschutz-umgehenden Maßnahmen gespielt werden können.

        Damit führt sich doch der Kopierschutz selbst ad-absurdum, wenn selbst legale Käufer zum Nutzen der Software Hacks nutzen müssen, welche ursprünglich geschaffen wurden, um eine illegale Distribution der Software zu ermöglichen.

        Keiner zwingt den Hersteller derart nachweislich sinnlose Hürden in ihre Software einzubauen. Die Kopierschutzmaßnahmen sind reine Placebos und führen in eine falsche Richtung. Musik lässt sich im Internet fast ausschließlich DRM-free verkaufen, das Geschäft boomt (auch dank der Tatsache dass DJs wie blöd nun online einkaufen) – weil dieser Schritt die Nutzer dort abholt, wo sie sich mit ihrer Mentalität eingenistet haben und wieder auf “den legalen Pfad” zurückführt.

        Unverständlich ist das ganze auch in Anbetracht dessen, dass es doch benutzerfreundliche Kopierschutzmaßnahmen gibt: Online-Aktivierungen der Software, Key-Abgleiche mit Keyservern beides verbunden mit einem Always-Online des Spiels funktionieren wunderbar und sorgen dafür, dass der Spielspaß-Wert einer Schwarzkopie erheblich sinkt.

        Ich gebe nicht unerhebliche Beträge im Jahr für Games aus und MS und Sony mag das zwar gefallen, aber die Kopierschutz-Maßnahmen bei PC-Games haben mich im letzten Jahr vermehrt zu Konsolen getrieben. Das kann aber nicht Sinn der Sache sein.

      • Brendelino sagt:

        Ist aber trotzdem nicht die Schuld des ehrlichen Käufers dem dann das Produkt verdorben wird. Damit tun sich die Hersteller kaum einen Gefallen, weil 1. die zahlenden Kunden vertrieben und 2. die Raubkopierer definitiv NICHT davon abgehalten werden Kopien zu spielen.

  42. einkay sagt:

    Es steht außer Frage: Kopieren ist klauen. Und trotzdem habe ich als teilweise enttäuschter Vielkäufer auch Verständnis für die Kopierer. Unterdurchschnitliche Titel werden mit viel PR und mit Anzeigen gefügig gemachten Redaktionen vorab in den Himmel gelobt und dann legt man 50 bis 70 Euro für die Katze im Sack auf den Tisch und bekommt für laue 5 Stunden mäßigen Spielspaß – und das ist leider eher die Regel als die Ausnahme – so lange Spieleentwickler für jede Qualität und Spiellänge den Vollpreis aufrufen, werden die Leute die Spiele kostenlos als Kopien ausprobieren bevor sie vielleicht das Original bei Ausnahmetiteln noch nachträglich kaufen…der Kauf eines Spiels ist eine Wette auf hoffentlich viel Spaß damit zu haben – leider verliert man diese öfters mal.

    • Es gibt Demoversionen, Zeitschriften, das Internet – viele Möglichkeiten, sich vor dem Kauf zu informieren.

    • BenSei sagt:

      Stimmt, der Markt ist mehr als gefüllt, es gibt reichlich überflüssige Titel, aber es gibt heute auch wesentlich mehr Möglichkeiten sich im Vorfelde über ein Spiel, einen Film oder eine DVD zu informieren. Ich konnte das “früher” nicht. Ich habe im Plattenladen stundenlang in Platten reingehört. Natürlich habe ich auch auf MC überspielt (zuvor noch Mühevoll aus dem Radio mitgeschnitten.) aber das ist alles nicht vergleichbar mit den heutigen Möglichkeiten.
      Heute handelt es sich ja eher um einen Datenträger-Clone, der auch beliebig und verlustfrei weitergegeben werden kann.
      Ich kann das Argument “Katze im Sack” nicht gelten lassen, wer ausschliesslich nach der Menge von Werbungen kauft, ist selber Schuld.
      In meinem Bekanntenkreis gibt es auch viele “Tester”, nur die testen dann bis zum Ende, auch wenns ihnen gefällt. Da wird nachträglich nix gekauft, wieso auch? Kenn der Clone genausogut funktioniert? Das Geld dann lieber in ein IPhone stecken, das ist wenigstens ein Statussymbol, welches man nicht kopieren kann. (Die Software darauf schon, aber was ist schon Software – Andersrum wird ein Schuh draus, was wäre die Hardware ohne Software?)
      Mir geht dieses ganze “schöngerede” mächtig auf den Geist!

  43. ikaruga sagt:

    Schwachsinn? Komischerweise sind dann einige deiner Leser Schwachsinnige (s. No 42). Ich verstehe ja, dass dein Standpunkt als Vertreter der Industrie beschränkt ist, aber ein bißchen Toleranz wäre schön. Was für ein bescheuerter Vergleich mit dem Supermarkt! Ein Vergleich mit dem CD bzw. DVD-Markt wäre viel passender. Da sieht es genauso aus.

    • Sermon sagt:

      Viel mehr als Boris’ Vergleich mit dem Supermarkt hinken die Rechtfertigungen und Schönredereien der Raubkopierer, welche nun schon seit über 25 Jahren immer noch die gleichen “Argumente” sind – im Endeffekt alles nur Ausreden und Rechtfertigungen für die Tatsache, daß die Leute nicht dazu bereit sind, für ein Spiel zu bezahlen, weil gratis ganz einfach viel “besser” ist als für etwas bezahlen zu müssen.

      Hier von Toleranz zu reden, kommt mir dann doch etwas dreist vor. Man muß nicht alles haben und spielen müssen und das Argument “kopiert wird, weil so viele Spiele Mist sind” ist (wie Boris bereits sagte) ebenso schwachsinning wie jeder andere Rechtfertigungsversuch der Raubkopierer.

  44. HamburgerJoe sagt:

    Wenn man sich die Zahlen so anschaut, müssen Entwickler wohl künftig Schutzmechanismen implementieren, um entlarvte Raubkopien zu deaktivieren.

    Zudem ist wohl vielen nicht bewußt, das der Jailbreak eines iPhones ein nicht zu unterschätzendes Sicherheitsproblem darstellt. Auf einem solchen Gerät können dann auch Programme ausgeführt werden, die interne Systemfunktionen nutzen, auf die normale Apps keinen Zugriff haben. Was sich erstmal verlockend anhört, hat aber einen großen Haken: Bei einem normalen Gerät kann die App auf seine eigenen und ein paar globale Daten zugreifen, aber nicht auf die von anderen Programmen. Damit wird auch sichergestellt, das z.B. eine App best. sicherheitskritische Funktionen gar nicht ausführen kann.

    Da ich durch einen Jailbreak aber eben auch das erlaube, kann ich mir nicht mehr so sicher sein, ob eine illegal heruntergladene App nicht auch meine persönlichen Daten mißbraucht. Das solle eigentlich für jeden Grund genug sein, das Jailbreaking zu unterlassen und lieber die paar Euro in eine offizielle Version zu investieren.

  45. PatTheMav sagt:

    Deine tinyurl bringt bei mir lustigerweise auf der ersten Seite kein einziges Ergebnis, welches die hier gestellte Frage beantwortet, was ein R4 ist. Eine Google-Suche hingegen schon im zweiten Ergebnis – stellt sich mir die Frage: Bing aus Überzeugung oder aus Firmenpolitischem Diktat ;)

    Zur Sache selbst: Beim NDS sind wie bei Nintendo inzwischen üblich die Attachment-Rates mies. Die selbst ausgesuchte Klientel kauft keine weitere Software, weil sie mit dem was mitgeliefert wird meist vollkommen zufrieden ist. Und wenn es mal was neues sein soll, werden maximal 2 neue Spiele im Lifecycle der Konsole gekauft und auch dann sind es nur Games aus den “Top 10″ im Handel (ein Grund, warum sich Mario Kart und andere Nintendo Titel so lange in den Top 10 halten und kaum Newcomer sich dort einreihen). Bevor ein drittes Game gekauft wird, verschimmelt die Konsole dann im Schrank – das ist der “Nachteil” des Casual Marktes: Es wird nicht soviel gezockt und damit ist auch nicht soviel Nachschub gefordert.

    Nun kommt aber das Perfide an der Käuferschaft – die paar “Hardcore”-DS-Fans haben natürlich allesamt eine R4-Karte. Wie sonst kann man sich die miserablen Zahlen von GTA – Chinatown Wars erklären? Ein paar haben es sich doch tatsächlich gekauft, aber die meisten Nicht-Casual-Zocker haben es sich kopiert. Damit wird der DS eine unattraktive Plattform für Third-Party-Publisher, was wiederum einen Software-Mangel hervorruft und dies sorgt dann wieder für mangelnde Abwechslung auf der Plattform.

    Und mit der steigenden Anzahl an R4-Nutzern schwappt das “Know-How” dann auch irgendwann von den Hardcore-Usern auf die Casual-Nutzer um. Natürlich hätten sich diese nie die vielen Titel gekauft, die sie nun spielen können, aber nun steht auch die Tür offen, dass sie selbst die Titel, die sie gekauft hätten, nur noch kopieren.

    Berechtigt bleibt jedoch die Frage, warum das Problem erst jetzt so hart angepackt wird? Wurde vorher toleriert, was Hardware-Absatzzahlen gepusht hat, bis die Kopierpraxis im “Kernmarkt” der Casualspieler angekommen ist?

    Bitte nicht falsch verstehen, ich möchte hier nichts befürworten, dennoch akzeptiere ich keine simplen Antworten zu komplexen Themen, weshalb ich alles sehr differenziert sehe. Als Spieler bin ich stolz auf meine Regale voll DVDs, BluRays, PC-, PS3- und Xbox 360-Games, welche ich vollkommen legal zu Fullprice-Zeiten jeweils gekauft habe, weil ich die Arbeit hinter jedem Game wertschätze (nach Windows XP habe ich mit Windows 7 sogar wieder ein MS Betriebssystem gekauft – auch wenn Snow Leopard mit 29 Euro günstiger war ;) ).

    • Blechfaust sagt:

      Die schlechten Verkaufszahlen von GTA: Chinatown Wars sind imo größtenteils durch die Plattform – eben dem DS – zu erklären.
      Das war noch vor Release des Spiels die größte Sorge von Rockstar. Das Gerät ist einfach nicht passend dafür ausgelegt oder angesiedelt.
      Genau so wie bei Resident Evil: Deadly Silence (Remake des ersten Teils von der PSx) Das hat sogar Nintendo selbst vertrieben! (Quelle: Capcomvertreter).
      Das Ende vom Lied ist die PSP-Version die jetzt rausgekommen ist. Denn da gab es ja auch schon andere 18er Titel für.

  46. Michael sagt:

    Also ich muss sagen, als ehrlicher Käufer, es ist schon interessant was es hier für ansichten gibt.

    “Kopieren ist kein Raub” “Es entsteht doch kein Schaden” etc.

    Ja was ist es denn dann, wenn ich etwas kaufen müsste um es zu nutzen, dies aber nicht tue, sonder mich kostenlos daran “bereichere” ? Und sind wir mal ganz ehrlich wer behauptet “Ich teste es doch nur und wenns mir gefällt, dann kauf ich es” der Lügt doch in 95% der Fälle ! Denn wenn mans nurmal antestet, dann tuts auch eine Demo !

    Und wenn ich dann noch lese “Games für Konsolen sind doch soooo Teuer zum Release”

    Da sage ich, STIMMT… aber zeigt mir im Gegenzug den PC auf dem ich für 250€ ein Halo 3, GTA 4 o.ä zum Laufen bringe ? Da kostet ja schon die Grafikkarte die ich zum Spielen benötige fast soviel die die Konsole.

    Und weiterhin, zwingt irgendwer euch, die Spiele zum Release zu kaufen ? Also 90% der spiele die ich gekauft habe haben unter 40€ gekostet, weil ich einfach auch warten kannt. Rennt euch ein Halo 3 weg, wenn ihr es nicht in den ersten 2 Monaten spielt ? Nein, also wenn man meint die Spiele sind zu Teuer, einfach warten… aber dann wäre man ja nicht bei denjenigen dabei die von anfang an mitreden können….

    Naja, ich werde weiterhin meine Spiele Kaufen und mich wundern, was für einstellungen manche leute zu diesem Thema haben….

  47. Brendelino sagt:

    Ich will es nicht runterspielen, die meisten Raubkopierer schauen wirklich nicht zurück und kaufen auch nicht das Original. Und das auf den gejailbreakten iPhones und iPods Kopien gespielt werden, ist leider auch traurige Realität.
    Aber das die Quote bei 80% liegt (oder laut den Übersetzungen “liegen könnte), kann ich mir beim besten Willen nicht vorstellen. Das war ja nicht mal in Playstation 1 Zeiten der Fall. Und das Kopieren scheint beim iPhone nicht ganz so einfach zu sein.

    Das das Kopieren ein grosses Problem ist, will ich trotzdem nicht abstreiten. Ist schon schade, dass das Argument “zu teuer” anscheinend doch nur eine Ausrede ist – kosten die Apps meist doch nur 79 Cent oder 2,39 Eur.

    Brendelino

  48. marjel sagt:

    Vielen Dank für diese interessante Diskussion. So lange ich eine Hardware manipulieren muss, um Raubkopien spielen zu können, ist es wohl nie einfacher Kopien zu spielen als ein Produkt zu kaufen. Meines Erachtens führen zwei Dinge zum Erfolg: Effektiver Schutz und Qualität.
    DRM/DC: Ich war auch immer dafür, ein Produkt, welches ich gekauft habe (bzw. dessen Nutzungsrechte ich erworben habe), auch verleihen und wiederverkaufen dürfen zu müssen. Letztendlich hat mich die Qualität auf dem XBOX Marketplace aber so sehr überzeugt, dass ich über diese “Schwächen” hinwegsehen kann.
    Und zu guter Letzt: Aktuelle Spiele auf der XBOX360 kosten von Microsoft unter €50 (siehe Halo ODST oder Forza Motorsport 3). Das finde ich sehr fair, aber bleibt da was für die Konsolensubvention über, oder zahlt etwa Microsoft keine Lizenzkosten an Microsoft und bevorteilt sich da gegenüber den Drittherstellern ;-)
    Liebe Grüße, Marjel
    Der im Beta Programm aufgenommen wurde, Microsoft aber Probleme mit der KonsolenID hat :-(

  49. Let me bing that for you – hab tatsächlich die Umleitung vergessen und bin eigentlich froh drum, daß Bing Deutschland nicht gleich auf Angebote zweifelhafter Legalität lenkt.

  50. Peter1985 sagt:

    Ohne eine Lanze für die Kopiererei brechen zu wollen, möchte ich an dieser Stelle doch mal auf eine Sache hinweisen, die mich in dem Zusammenhang schon lange anstinkt: Warum wird immer nur auf den “kleinen Mann” geschimpft und in Werbespots teilweise mit Kinderfickern auf eine Stufe gestellt, der sich mal ein Spiel oder sonstwas zieht und die zum Teil deutlich schlimmeren Machenschaften der großen Konzerne werden nie angekreidet. Ich meine, wenn sich z. B. MS immer so korrekt verhalten würde, wie sie es von ihren Kunden erwarten, dann wären sie sicher nicht mehrfach zu Millionenstrafzahlungen verdonnert worden. Mich hat der Konzern aufgrund einer unrechtmäßigen Handlung auch bereits 200,- € gekostet und das ist für mich ein weitaus höherer Schaden als die vergleichsweise paar Kopien für einen Milliardenkonzern. Ich bin im Gegensatz zu Bill Gates nämlich nicht 90 Milliarden US$ schwer.

    Genau wie die ganzen Abzockereien mit der XBox. Warum muss ich 100,- € für eine 60 GB Platte ausgeben, obwohl ich genauso gut theoretisch eine externe USB-Platte anschließen könnte mit der 5-fachen Kapazität für den gleichen Preis? Das wurde nur mutwillig technisch verhindert, damit der Kunde die überteuerten Platten kaufen muss. Beschwert sich jemand darüber? Nein! Genauso wie, warum muss ich neben 60,- für ein Spiel auch noch 5,- im Monat zahlen, um es auch Online spielen zu können, sprich voll nutzen zu können? MS scheint auch der einzige Konzern zu sein, der es geschafft hat, seinen Kunden auch noch Geld für Werbung abzuknöpfen, ich sage nur Gold-Demos. Warum kostet es umgerechnet 10,- €, wenn ich bei XBox-Live lediglich meinen Spielernamen ändern will?

    Mit den Spielen selbst ist es auch so ein Fall: Warum werde ich nirgends auf der Packung drauf hingewiesen, wenn ich hier in Deutschland als volljähriger für den gleichen Preis nur das halbe Spiel bekomme, über den zensierten Marktplatz mag ich mich schon gar nicht mehr auslassen. Oder auch Risen: Da werden auf der Packungsrückseite die grafisch deutlich schöneren PC-Screenshots genommen, dem Kunden dann vollmundige Versprechungen gemacht von wegen Patch und DLC, der die Grafik auf PC-Niveau anhebt, kommen und dann passiert einfach nix und man bleibt auf dem Grafikmatsch für 60,- € sitzen. Da beschwert sich auch keiner, obwohl das auch Verarschung hoch 10 ist.

    Sicher soll ein unrechtmäßiges Verhalten keine Rechtfertigung für ein anderes sein, nur ich finde da einfach die Verhältnismäßigkeit nicht gewahrt. Ich meine, was ist schlimmer: Der Hartz IV-Empfänger, der sich mal ein Spiel kopiert mangels Geld oder der Milliardenkonzern, der o. g. Dinge abzieht? Ich persönlich hätte da für den Hartzer deutlich mehr Verständnis, obwohl ich prinzipiell auch gegen die Kopiererei bin.

    Nur mal so als Denkanstoß. Hoffe, ich bin mit meinem Beitrag niemandem auf die Füße getreten, falls doch sorry, war nicht meine Absicht.

    Gruß und eine schöne Woche

    Peter

    • Falcon030 sagt:

      Aber es zwingt Dich doch keiner mit vorgehaltener Pistole, etwas davon zu machen. Du empfindest die Screenshots von “Risen” als Verarschung? Fein, dann kauf es nicht.
      Dir sind 10 Euro für eine Spielernamenänderung zu viel? Dann ändere den Namen eben nicht.
      Dein Lebensglück wird nicht davon abhängen, dass Du es tust.
      Und ich habe auch nicht das geringste Verständnis für das Verhältnismäßigkeitsargument.
      Der Hartz IV-Empfänger darf ein Spiel kopieren, weil er es sich nicht leisten kann, es zu kaufen? Dann darf doch sicher der Normalverdiener den Ferrari im nächsten Autohaus klauen – den kann er sich nämlich auch nicht leisten.
      Sorry, aber dieses Argument zieht einfach nicht.

      • Peter1985 sagt:

        Sorry Falcon030, aber genau sowas wie du sagst meine ich. Wenn der Konzern irgendwelche Schweinereien macht heißt es: “dann kaufs halt nicht”, wenn der Hartzer irgendwelche Schweinereien macht heißt es gleich “Verbrecher!!!!!!111einseinself”. Da sagt dann keiner, wenn sich ein Hersteller drüber aufregt: “Hey, dann verkaufs doch einfach nicht” oder “Hey, dann nimm doch einfach kein Geld dafür. Hast doch schon 90 Milliarden, Onkel Bill” Von dem absolut unpassenden Autoklauvergleich mal abgesehen. Damit das Argument passt, dürfte man keinen Ferrari klauen, sondern sich höchstens einen nachbauen.

        Aber ich weiß, mit derartigen Diskussionen dreht man sich im Kreis. Ich würde mir für die Zukunft einfach mehr Fairness von beiden Parteien, Kunden wie Herstellern, wünschen. Momentan habe ich einfach den Eindruck, dass beide sich nur überlegen, wie sie den anderen über’n Löffel ziehen können, nur dem “kleinen Mann” wird’s vorgeworfen, dem Milliardenkonzern nicht. Das verstehe ich nicht.

        Gruß

        Peter

    • ro sagt:

      Dann würde ich sagen: Vor dem Kauf bitte Demos, Zeitschriften und das Internet studieren, wie matschig die Grafik dann wirklich ist.

      Und ich würde ja dann doch gerne wissen, wie viele Hartz-Empfänger raubkopieren. Mein Verdacht ist, dass die ganz andere Sorgen haben. Die Leute, die kopieren, könnten sich Spiele gut leisten.

      Oh, und wenn Du die Schar der Raubkopierer gegen eine “böse Firma” gegenrechnest, was machst Du, wenn sich das die Waage hält? Bei der “bösen Firma” arbeiten übrigens auch ganz normale Menschen, die keine Millionen auf dem Konto haben, sondern die es letztendlich trifft, wenn der Laden ihnen betriebsbedingt kündigt.

      Hoffe, ich habe mit meinem Beitrag jemandem auf die Füße getreten. ;)

    • badoli sagt:

      Lächerliches Kommentar. Keinem Menschen ist verboten, irgendetwas überteuert anzubieten. Wenn du’s kaufst, ist das dein Problem. Microsoft verarscht ja niemanden, du weisst ja selber um den Fakt der Festplatte. Dir geht er nur auf den Zeiger und natürlich ist wer anders schuld daran.

      Im Gegensatz dazu ist es auf jeden Fall verboten zu stehlen. Klar, momentan sagt die Gesetzeslage noch nicht “Ja, das ist auf jeden Fall Diebstahl”, aber moralisch gesehen ist es es. Da hilft auch kein “Grosser Konzern gegen armen, hilflosen, kleinen Mann”-Gejammer und keine “Ich hätts so oder so nicht gekauft”-Notlüge.

      Außerdem sind die Realitäten auch andere: Das Verhältnis Original zu Kopie scheint bei etwa 1:5 zu liegen. Wenn von den fünf Leuten, die das Spiel kopiert haben, nur einer es auch gekauft hätte, dann hätte der Hersteller seinen Gewinn verdoppelt, vermutlich wären einige gute Spiele-Firmen niemals pleite gegangen, die Spiele wären vielleicht günstiger, etc… Es geht halt so einfach auf PC.

      Und ein Hartz IV-Empfänger hat sicher grössere Probleme als “Was spiele ich als nächstes…?”

  51. Pengo sagt:

    Wäre ich der Entwickler von Tap Fu, dann würde ich jetzt in die Highscorelisten hinter jeden Account mit einer gestohlenen Version das Wort “THIEF” einfügen, die entsprechenden Highscores auf Null setzen und danach die Anwendung auf den betroffenen iPhones unspielbar machen.

  52. cndic sagt:

    Die Argumente von Boris Schneider-Johne sind sicherlich richtig, und auch die Verärgerung über Urheberrechtsverletzungen (aka. Raubkopien) scheint von seinem Standpunkt berechtigt. Die Urheber sind heute eben im Recht, und da hilft alles Jammern nichts.
    Das Problem ist aber die Durchsetzung dieser Rechte in der Praxis – seit Jahren werden die Technologien immer ausgefeilter und die Schutzmechanismen immer kundenunfreundlicher – v.a. die ehrlichen Käufer werden zunehmend drangsaliert, wie in den Kommentaren ausführlich zu lesen.
    Und hat man das Phänomen der Urheberrechtsverletzungen dadurch etwa eindämmen können – nein, im Gegenteil!
    Zu allem Überfluss kommt mit China ein Land ins Spiel, wo die Globalisierung mal unmittelbar gegen die Urheber arbeitet – und schon hat Nintendo ein riesiges globales Problem mit Wüü und R4. Wo soll das noch hinführen?
    Das einzige Resultat des immer härteren Kampfes gegen Raubkopien mit immer härteren Mitteln ist doch eine berechtigte Verärgerung auf beiden Seiten, aber sicher keine konstruktive Annäherung zwischen Urhebern und Verbrauchern.
    Im Gegenteil – seit Jahren wird die Grauzone immer breiter, die Hörbücher der Kindergartenmütter sind ein schönes Beispiel.
    Meiner Meinung hilft nur eines: wenn das geltende Recht in der Praxis nicht durchsetzbar ist, dann muss man das Urheberrecht eben praxisnah reformieren!
    Ja, das bedeutet auch, dass Urheber Rechte aufgeben müssen – und nein, ich erwarte nicht, dass sie das freiwillig tun werden.
    Die Verbraucher haben mit der Piratenpartei einen ersten Schritt getan, sich zu organisieren und die Missstände anzuprangern, und streben eine Reform des Urheberrechts an. Das macht sie nicht zu einer Bande von Raubkopierern, sondern zu Idealisten, die auf eine Annäherung zwischen Urhebern und Verbrauchern hoffen.
    Ich kann nur hoffen, dass die Urheber sich irgendwann darauf einlassen – König Kunde wird es am Ende danken!

    • Nein, nur weil es technisch möglich ist, zu kopieren, muß man es nicht per Gesetz erlauben.
      Nur weil mit einer Handfeuerwaffe jemand sehr einfach jemand anderen töten kann, haben wir ja nicht ein Gesetz gemacht, daß Mord nicht mehr unter Strafe stellt, weil es jetzt ja jeder kann.
      Dieser Piratenpartei-mässige Wahlspruch “Man muß kopieren dürfen weil das technisch geht und eh nicht aufzuhalten ist” ist ein Schlag ins Gesicht desjenigen, der ein Werk schafft und gerne bestimmen möchte, wieviel Geld er dafür haben möchte.

      • cndic sagt:

        Meine Güte! Dann werden eben in Zukunft weniger Werke geschaffen, oder Werke anders geschaffen, oder das Schaffen von Werken anders kalkuliert.
        In der Geschichte der Menschheit sind schon mehr Menschen ins Gesicht geschlagen worden, haben sich danach wieder aufgerappelt und das Beste daraus gemacht – mir ist es gerade letzte Woche passiert.
        Nur weil sich ein Urheber in diesem Gesetzbuch in dieser Kultur bisher auf diese Rechte verlassen konnte, muss das doch nicht bis in alle Ewigkeit so bleiben, wenn es nicht mehr durchsetzbar ist! Wer maßt sich denn z.B. ernsthaft an zu beurteilen, dass die Haltung der Chinesen zum Thema Urheberschaft soviel falscher ist als unsere? Wer bildet sich denn ein, dass in einem globalen Urheberrecht ausgerechnet unsere Interpretation die richtige sein sollte?
        Ich finde deinen Standpunkt zwar im Moment verständlich, aber auch unendlich verhärtet.
        Du prangerst zwar die Missstände und die Verschlimmerung in den letzten Jahren an. Aber wenn dir ich dir eine Variante anbiete, über die es sich nachzudenken lohnt, dann flüchtest du dich in schwache Vergleiche in Richtung Mord.
        Es ist ein riesiger Unterschied, ob ich über Mord diskutiere (sind die Opfer dann weniger tot?), oder über Urheberschaft (was genau ist geistiges Eigentum, wann beginnt Diebstahl?).
        Vielleicht solltest du doch die Branche wechseln.

      • badoli sagt:

        Okay, Boris hat hier vielleicht einen sehr heftigen Vergleich gestartet. Trotzdem wäre “Es geht easy zu kopieren, deshalb darf niemand mehr Kohle für sein geistiges Eigentum verlangen, weils nicht möglich ist zu verfolgen” definitiv ein Tritt in die Weichteile eines jeden Schaffenden.

        Ich war der Ansicht, die Piratenpartei zielt mehr ab auf ein konstuktiveres Lockern dieses Rechts zugunsten von Künstlern und zu Lasten einer auf veralteten Strukturen basierenden Industrie, aber nicht die völlige Aufgabe zugunsten von Gratis-Konsumenten. Das wäre genausowenig praxisnah wie das, was die Industrie mit ihren bescheuerten DRM-Ideen und Schock-Prozessen versucht. (Schätze, ich hab dann den “Piraten”-Prefix zu ironisch interpretiert…)

        Ich (als Schaffender!) wäre durchaus dafür, dass ein Copyright ab einer gewissen Zeit ausläuft und das Werk in Public Domain übergeht. Das heisst aber noch lange nicht, dass ich deshalb meinen Verdienst damit aufgeben will, daher bin ich genauso entschieden gegen Freerider, egal mit welchen Argumenten sie mir kommen.

        Die zwei Seiten, die sich hier bekämpfen, sind die Industrie-Vertreter, die gierig mehr Kohle aus dem Konsumenten pressen wollen und die Konsumenten, die sich aus Protest auf die illegale Seite des Kopierens begeben. Dadurch wird jedoch genau der Schaffende von BEIDEN Seiten sabotiert und fertiggemacht. Naja, ich hab gehofft, dass das Internet da die Revolution bringen würde, sieht aber nicht danach aus.

  53. Unplausibel sagt:

    Sorry für slightly Offtopic, aber mein Gedanke war: “Wie reich wäre wohl der mehrmalig reichste Mann der Welt, der gute Herr Gates, wenn wirklich ALLE Microsoft Produkte gekauft worden wären?”

    Ontopic: Für das Ausprobieren von XBOX-Titeln gibt es die Demo-Versionen, die man sich mittels DSL auf die XBOX laden kann. Auch viele PC-Softwares bieten ganz legale Demo-Versionen an, selbst sauteure “Profi”-Software wie die aus dem Adobe-Katalog gibt es für 30 Tage zum Ausprobieren.

    Außerdem warte ich bei vielen Konsolen-Titeln auch gerne mal ein halbes Jahr, um sie dann aus dem Nice-Price-Regal oder gebraucht aus dem bunten Auktionshaus et.al. zu angeln.

    • Wenn man Software nicht kopieren könnte, wäre die Welt eine grundsätzlich andere, die Software-Preise wären ganz anders und Microsoft wäre eine andere Firma – und Bill wahrscheinlich gar nicht reicher. Nur zur Erinnerung: Ein großer Teil von Bills Vermögen steckt in einer Stiftung für wohltätige Zwecke die im Jahr mehr Geld ausgibt als manche Länder der Erde Entwicklungshilfe zahlen.

  54. kuchenundkakao sagt:

    Mal ganz kurz was zum Thema DS und R4:

    Ich besitze eine M3-Card und nein, ich nutze sie NICHT zum Spielen von Raubmordkopien (wer es genau wissen will: nutze Sie zum Cheatchecken von Tauschobjekten in einem Spiel von Gamefreak, aber egal). Ich kaufe mir meine Spiele, sowohl für X-Box 360 wie auch Wii wie auch DS beim Gebrauchthändler meines Vertrauens und bin zufrieden damit.

    Allerdings muss ich gerade beim DS feststellen, dass nur noch Müll der untersten Stufe auf den Markt geworfen wird. 95% der erscheinenden Spiele sind lediglich tralala hopsassa Mistspiele, das kann man nicht mal “Casual” nennen. Und ich denke nicht, dass ich der einzige bin, der das so sieht. Ich denke, Nintendo sollte sich weniger Sorgen darüber machen, wie viele R4 oder wie auch immer Karten im Umlauf sind, sondern mehr, wie sie wieder über Spiele “Wert” schaffen können. Denn ein Spiel, das seinen Preis wert ist, werde nicht nur ich, sondern auch viele andere kaufen. Für ein Spiel wie “cooking mama” oder “mein fitness-trainer” gebe ich allerdings kein Geld aus, und kann daher durchaus auch nachvollziehen (auch wenn ich es nicht gutheisse), dass jemand sich dieses Spiel lediglich für 10 minuten auf die r4 karte packt, feststellt, dass es Dreck ist, und es dann nie wieder spielt. Zumal auch das Angebot kostenloser Demos bei Nintendo eher mau ist.

    • Egal wieviel Müll es auf einer Plattform gibt: Das ist KEINE Entschuldigung dafür, die Sachen zu kopieren. Denn, entschuldige die Wiederholung: Wenn unter den kopierten Sachen eine Perle ist, wird sie von den meisten ja doch nicht im Original gekauft, schließlich hat man schon eine laufende Kopie. Es ist eine große Lüge wenn man behauptet, Kopierer würden das als Demo-Version nutzen. Siehe Tap Fu.

      • kuchenundkakao sagt:

        Wie gesagt, ich kann lediglich den Gedanken nachvollziehen, weder gutheißen, noch tolerieren. Wollte übrigens auch nicht behaupten, dass R4 Cards nur wegen der fehlenden Demos als “Demo-Alternative” genutzt würden. Ich stimme mit deiner Argumentation überein, mag bloß den Gedanken “Alle R4-nutzer sind Raubkopierer, und die R4-Card ist Hauptschuld an der schlechten finanziellen Lage von Nintendo” nicht unterschreiben. Meiner Meinung nach sind hauptsächlich die schlechten Spiele der Grund für die schlechten Absatzzahlen derselben beim DS (wobei natürlich die r4 Cards nicht unterschätzt werden dürfen).

      • OK, 99,7% aller R4-Nutzer sind Raubkopierer. Ich entschuldige mich bei den 0,3% Homebrew-Anwendern. (Mehr sind es nicht – schau mal die Downloadzahlen von Homebrews auf den diversen Seiten an).

  55. epospecht sagt:

    Wie süß.

    Sorry, aber als Firma handelt man nicht moralisch sondern profitorientiert.
    Von seinen Kunden sollte man somit das Gleiche erwarten.

    Natürlich will ich das Kopieren nicht gut heißen oder schönreden. Aber wenn ich als Firma heutzutage einen Titel entwickle dann schau ich mir das Kopie/Originalverhältnis der jeweiligen Plattform an und richte meine Finanzierung dementsprechend danach aus. Und fertig. Und wenn ich da keine genauen Zahlen bekomme dann finanziere ich Studien die mir Aufschluss darüber geben. Nicht um moralisch zu Wirken sondern schlicht um Wirtschaftlichkeit besser einschätzen zu können und damit Risiken zu minimieren.

    Es ist ja so dass die Game-Industrie mit den derzeitigen Kopie-Raten leben kann. Das Business wirft immer noch jede Menge Gewinn ab. Und wenn es auf einmal den allumfassenden supertollen Kopierschutz gäbe? Träumt Microsoft dann von unglaublichen Renditen? Das ist doch albern!
    Sobald sich dann nämlich rumspräche dass mit Games eine sehr hohe Rendite möglich wäre, würde jeder Geldgeber sofort hinterm Ofen hervorkriechen und eigene Studios gründen (siehe im Bereich Software/ Web-Development: Dotcom Bubble) Die Zahl der veröffentlichten Titel würde explodieren, die Preise müssten sinken. So lange bis sich die Rentabilität wieder im Bereich anderer Branchen befände. Mehr Geld hätte dann Microsoft auch nicht gescheffelt. Das ist nunmal Marktwirtschaft. Wenn sie funktioniert.

    Drum verstehe ich auch nicht warum sich Menschen generell darüber aufregen wenn kopiert wird. Ok, wenn man durch einen Kopierschutz malträtiert wird dann ist das nervig. Schuld trägt aber allein der Publisher. Er hat den Kopierschutz auf die Cd gepresst.
    Ansonsten muss einem klar sein: Ist mir das Spiel so und soviel wert? Oder nicht? Will ich dem Entwickler mit dem Kauf meine Wertschätzung entgegenbringen? Und entweder man kauft es dann oder nicht/kopierts.

    Ich persönlich leihe mir eigentlich alle Spiele nur noch in der Videothek aus. Ich will mit kaum einem Spiel mehr als 3-4 Stunden verbringen (meine Langeweile-Schwelle ist bei Games unglaublich hoch) und die gebotene Unterhaltung ist mir eigentlich nie 60€ wert. Und wenn das Spiel wegen Aktivierungsmätzchen nicht angeboten wird dann bleibts eben links liegen und entgeht der Möglichkeit sich mir ins Gedächtnis einzubrennen. Bei den vorherrschenden Franchise-Ausschlachtungen die doofste anzunehmende Entscheidung seitens des Publishers. Denn wenn ein Raubkopierer (oder Videothek-Ausleiher… das bringt dem Publisher ja auch nicht wirklich was) schon keinen Umsatz generiert dann ist er immerhin ein potentieller Werbeträger. Und zwar einer der kostbaren Sorte “Mund zu Mund Propaganda”.

    • Nein, die Spiele-Industrie kann nicht mehr gut leben. Alle großen Firmen haben Leute entlassen – inklusive Microsofts Spiele-Abteilung. Es gibt inzwischen jede Menge arbeitslose Spiele-Programmierer die sich dann zum Beispiel auf Selbst-Vertrieb auf Iphone stürzen – und da werden dann sogar die kleinen unabhängigen Entwickler, die wirklich jeden Cent brauchen um ihre Familie zu ernähren, beklaut.

      • epospecht sagt:

        Also damit machst du dir es aber wein wenig einfach. Überall und in jeder Branche gibt es Arbeitslose. Und ja, wir befinden uns auch gerade in einer weltweiten Rezession. Das nimmt auch eine ziemlich erfolgsverwöhnte Branche nicht aus.

        Trotzdem steigt der Umsatz bei Videogames seit Jahren steil, uns selbst die vermeintlich gebeutelte Pc-Branche setzt jährlich (Daten von 2008) 12,7 Milliarden Dollar um. Eine Steigerung gegenüber 2007 von immerhin 18%. (Daten von PC Gaming Alliance)

        So. Und wenn bei dem gegebenen Umsatz kein Gewinn gemacht werden kann dann sind einzig und allein die Firmen daran Schuld. Müssen sie sich eben konsolidieren oder geradlinigere Konzepte entwickeln die nicht mehr so viele Ressourcen erfordern. Leicht gesagt, schwer gemacht; sicherlich. Aber ein Geschäftsmann orientiert sich am gegebenen Umsatz und nicht an irgendwelchen Raubkopier-Fantastereien.

        Und so lange sich Studios wie Sony ein Gran Tourismo mit über 800 Wagen a 2 Monate Manpower pro Wagen leisten können (Hirnriss) oder aber Microsoft jahrelang das Studio von Bruce Shelley durchfüttert, das nicht mehr auf die Beine stellt als Prototypen zu programmieren die dann sowieso verworfen werden, dann kann es nicht so schlecht um die Branche stehen.

        Ok, der letzte Absatz war sehr spekulativ. Man bekommt ja leider keine Zahlen. Aber dass die Spiele-Branche gerne auf großem Fuß lebt wenn der Erfolg gerade mal stimmt ist ja allseits bekannt (man erinnere sich damals an das “Tomb-Raider” Eidos-Studio oder das Studio das Deus Ex 2 zu verantworten hatte… die reinsten Geldverbrennungsanlagen)

      • Epospecht, deine Infos sind leider einige Monate veraltet. Die Spielebranche leidet seit dem letzten Weihnachtsgeschäft in vielen Bereichen. Ja, es gibt noch Prestigeobjekte, aber Ensemble Studios gibt es seit Frühjahr nicht mehr. Ich habe gute Freunde in der ganzen Welt, die das erste Mal in zwanzig Jahren den Job wechseln müssen, weil sie vom Arbeitgeber entlassen wurden, statt sich selber was besseres zu suchen.
        Und es ist egoistische Scheiße zu sagen “Die verdienen genug, ich darf kopieren”.

      • epospecht sagt:

        Ach ja… und die Raubkopierrate ist im letzten jahr so exorbitant gestiegen?
        Also bitte… was du spürst sind die Auswirkungen der weltweiten Rezesssion die natürlich im Unterhaltungsbereich besonders ausgeprägt sind (hier kann der Konsument eben Geld sparen) Und hätten die großen Publisher sich in der Boom-Zeit nicht hoffnungslos bis an die Grenze des Möglichen verschuldet um Zukäufe zu stemmen könnten sie jetzt auch unbesorgter durch das Tal der Tränen gehen (wobei Sony und Microsoft da mal ausgenommen sind, da sind Investitionen ja stark an den Konsolenzyklus gebunden)

        Aber ich glaube du missverstehst mich generell. Es geht nicht darum zu sagen ” Die verdienen genug, ich darf kopieren.” Die Frage stellt sich dem Kopierer überhaupt nicht. Es geht also macht der Konsument es. Punktum.
        Nun gibt es verschiedene Wege dem zu begegnen.

        Man kann

        a.) versuchen mittels Lobbyarbeit gesetzlich entgegenzusteuern
        b.) repressiv Kopierschütze einsetzen
        c.) man kann dem Kunden einem Angstgebilde aussetzen (Raubkopierer sind Verbrecher etc.) d.) oder man versucht als Firma moralisch und integer aufzutreten um im Menschen Emotionen in Verbindung mit der Firma aufzubauen. Sodass er von sich aus bereit ist für Produkte dieser Firma etwas zu bezahlen.

        Wie sieht meine Einschätzung zu den gangbaren Wegen aus?

        a.) Man sollte immer im Auge behalten das alle Gewalt vom Volke ausgeht. Selbst in unserer verkappten Parteien-Demokratie. Noch ist das Thema Urheberrecht beim typischen Deutschen kein großes Thema. Die Piratenpartei schafft es nicht mehr als bei 2% rumzudümpeln. Aber der Schein trügt insofern als dass der “status quo” einfach zu herrlich ist, einen träge in Massen von Raubkopien “schwimmen” lässt ohne das man dafür belangt wird. Würde sich das ändern und sagen wir jeder 50ste Bürger eine Abmahnung im Breifkasten vorfinden hätten wir ganz schnell ein modernes Urherberrecht. Und das würde nicht mehr darauf hinauslaufen das der Urheber bei imateriellen und kopierbaren Gütern seinen gewünschten Preis verlangen könnte.

        b.) Die Erfahrung zeigt das kein Kopierschutz wirklich hilft. Immer mal wieder kommt einer der bei einem bestimmten Spiel die ersten 2 Wochen (und damit die relevante Zeitspanne) nicht geknackt werden kann was jeden Vertreter der Industrie dazu veranlasst das im eigenen Produkt doch auch zu versuchen. Der Imageverlust und die (meist irrationale) negative Stimmungsmache wiegt kein Kopierschutz durch die höchstens einstelligen Umsatzsteigerungen auf.
        c.)Wir haben hier im Land eine Grundstimmmung die sich latent gegen Großunternehmen richtet. Hier verarbeitet der Mensch seine Ohnmacht gegenüber Unternehmensentscheidungen die fast immer zu Lasten des Arbeitnehmers gehen, zur Verarmung des eigenen Standes bei gleichzeitiger Wohlstandsverschiebung hin zu einigen wenigen Reichen. Man wirft diesen Unternehmen, nicht immer gerechterweise und auch reichlich undifferenziert, eine moralische Verstümmelung der Gesellschaft durch den, kurzfristigen, Focus auf den Shareholdervalue vor. In diesem Klima Angst zu schüren funktioniert, aber immer nur über sehr kurze Zeiträume. Als Free-Webspace Warez der Teufel war, kam Ftp-Warez, dann Filesharing, nun One Klick Hoster, danach wohl das Usenet. Eine Tendenz war unverkennbar: Kopiert wurde immer, und zwar immer mehr. Und durch die markigen Slogans der Industrie hat sich scheinbar ziemlich viel Hass und Wut gegenüber der Industrie angestaut. Und das senkt die moralischen Skrupel vorm Kopieren. Auch bei Menschen deren Denkweise eigentlich noch in diesem “Ware für Geld” Muster hängt.

        Bleibt also d.)

        Die schwerste und sicherlich demütigste Art Geld mit Software zu verdienen. Denn man verlangt vom Ersteller von Software diese von einem festen Preis losgelöst zu verkaufen. Der Ersteller soll sich sozusagen für eine Kopie noch bedanken statt den Anwalt zu rufen. Aber so ist das Internet. Früher war Software ein Club wo du wenn du reinkommen wolltest Eintritt beim Türsteher abdrücken musstest. Der Club ist Gewachsen, hat ganze Stockwerke eingenommen, es kamen immer mehr Eingänge dazu, es gab immer mehr Möglichkeiten auch durchs Fenster einzusteigen, der Club wurde größer, längst hatte er die Mauern verlassen. Inzwischen ist der Ersteller eines Werkes, wie ein Straßenmusiker, auf einem riesigen Platz präsent mit Millionen Zuschauern um ihn rum. Und wie es sich nicht schickt einem Straßenmusiker lange zuzuhören und dann nichts zu spenden, schickt es sich auch nicht den Entwickler nicht zu entlohnen. Und trotzdem wird dir kein Straßenmusiker auf die Fresse hauen wenn du nichts gibt. Weil er eben weiß dass jeder 10te was gibt und am Ende des Tages genug zum Leben bleibt.

        Nun funktioniert das System natürlich nur wenn genug Leute die Moral besitzen andere für ihre Mühen zu entlohen. Darum muss sich der Anbieter bemühen möglichst freundschaftliche Beziehungen zum Interessenten zu pflegen, in ein Gespräch mit ihm zu kommen, ihn zu umgarnen. Und dazu gehört ein Support, egal ob Kopie oder “Original”, dazu gehört kostenloser DLC und kein kostenpflichtiger direkt eine Woche nach Release (das lässt sich einfach moralisch nicht verkaufen), dazu gehört Mod-Support (Außer Valve hat da noch niemand Kapital draus geschlagen, aber die Kundenbindung ist enorm), dazu gehören kleine Aufmerksamkeiten wie Content-Patches und gute Verpackungen. Dazu gehört ein firmeneigenes Forum wo die Hersteller Interessierten Rede und Antwort stehen.

        Wer das bietet wird am Ende verkaufen. Und je kleiner die Nische und damit persönlicher und Näher der Kontakt desto geringer wird die Kopienrate sein. Internationale Großunternehmen werden aufgrund ihrer Unnahbarkeit immer eine höhere Kopienrate haben. Die “Raubkopie” ist eben ein natürlichster Gegenspeieler zur Globalsierung.

        Diese Entwicklung ist soziologisch ja total spannend. Zum ersten Mal in der Geschichte der Menschheit schafft der Produzent keine Abhängigkeit des Kunden gegenüber seinem Produkt (wenn du nicht zahlen kannst bekommst du nichts) sondern er muss dem Kunden verständlich machen warum er für sein (freies) Gut gerne entlohnt würde. Der Prdouzent muss sich (im eigenen Sinne) also erziehrisch in die Gesellschaft einbringen. Der beste Weg für den Produzenten wäre also beim Konsumenten in Bildung zu investieren damit der die Notwendigkeit versteht für das Produkt zu zahlen. Spannend. Zudem macht Werbung (abseits des Ziels das Produkt überhaupt bekannt zu machen) überhaupt keinen Sinn mehr weil Werbung ja darauf konditioniert ist zu Übertreiben und dem Konsumenten das Bedürfniss des Aneignens zu geben. Wenn aber das Produkt losgelöst vom Kauf konsumiert wird kann Hype-generierende Werbung sogar kontraproduktiv sein.

      • badoli sagt:

        Genau Punkt d.) scheint aber nicht so richtig zu funktionieren. Wenn selbst kleine Indie-Firmen, die genau um diesen Punkt wissen und sich dementsprechend bemühen, eine ebenso hohe Raubkopie-Rate haben wie der böse Mega-Publisher mit “Ich sch**** auf Kunden und Software-Entwickler”-Chaimann von nebenan, dann scheint es nicht weit her zu sein mit dem Moralverständnis des Einzelnen. Also ist d.) auch gestorben und wir stehen vor einem Dilemma.

        Schätze, a.) wäre die optimalste Möglichkeit. Sobald ein Hersteller die illegale Benutzung einer Software nachweisen kann, kriegt der- oder diejenige ein Zettelchen von der Behörde. Nicht zu drakonisch, aber doch so, dass es weh tut.

      • derpiet sagt:

        @epospecht: Du hast vollkommen Recht und bist der Erste, der die wirklich interessanten und wichtigen Punkte hier mal auf den Tisch bringt. Genau so sieht es nämlich aus!

  56. TobiW30 sagt:

    Ach ja boris hier mal ne kleine denk aufgabe… fürs Superbrain ;) … Wenn Raubkopierer so einen Einfluss auf Verkaufszahlen haben…. Wie kann es dann sein das ein Top Titel wie Uncharted 2 laut vgchartz.com sich bis jetzt nur 0,9 mio mal verkauft hat ( ja in der ersten Woche ).. Auf einem SYSTEM was keine Möglichkeit bietet Ilegal games abzuspielen… und ein HALO ODST sich in 4 Wochen 3 mio mal verkauft hat.. auf der Xbox wo es schon seit jahren die Möglichkeit gibt ilegal zu zocken… !?… und Bitte jetzt nicht so was wie Verkaufszahlen der Konsolen usw.. die PS3 hat doch letztens sogar den WII geschlagen… Ist es doch nicht möglich das mache spiele sich einfach nicht verkaufen weil sie ganz und einfach Schiesse sind !? kenn da nur aus Eigner Erfahrung das ich mache spiele nicht weiter empfehle …
    Und werbung für Halo ODST und Un2 wurde fast gleich viel gemacht auf so ziemlich jeder seite die ich täglich besuche wurde für beide games offensive geworden die letzen wochen… Ach ja und Un2 hatte überwiegen besser reviews bekommen als Halo ODST( nur mal so nebenbei )

    • Woher soll ich wissen, warum PS3 Besitzer aufgrund einer lausig recherchierten Webseite ein Spiel in der ersten Woche nicht so sehr kaufen wie ein anderes? Und was hat das mit der Diskussion zu tun?

      • TobiW30 sagt:

        Ganz einfach.. Das sich gute spiele immer verkaufen werden.. und Miese games nicht ! und es nix damit zu tun hat ob auf irgend einer plattform raupkopiert wird. Und deswegen immer davon zu sprechen das der Spiele Publisher beraubt wurden wenn jemand eine illegale kopie spiel ist einfach nicht korrekt.. Natürlich wenn jemand eine Sache nutz für die er nicht bezahlt hat, hat er sich die leistung erschlichen… Nur wenn er keine mögklichkeit gehabt hätte , dann hätte er diese leistung nie genutzt.. und das ist fakt… man kann nicht einfach ein mieses Iphone spiel als beispiel nehmen und sagen ..” schaut euch mal die Assis an… die wollen nicht mal 4 euro abdrücken …” Klar wollen die bösen raupkopiere das nicht… Weil die es auch niemals ohne das ilegale downloaden in betracht gezogen haben das spiel zu kaufen… Mann muss mal die logik dahiner verstehen… nicht gleich stuhr alles gleich sehen… Fakt ist auch das Menschen mit dingen die sie Kostenlos ( legal oder Ilegal ) erworben anders umgehen als mit dingen wofür sie geld bezahlt haben..
        Deswegen ist es auch immer so unfair zu sagen ” die armen Programmier bei Itunes die jeden Cent brauchen ” ein paar von denen haben Troz Jailbreak mal locker eine Mio $ gemacht… und halt nur weil sie ne gute idee haten oder ein gutes spiel gemacht haben da ist es meistens egal ob das game 99 cent kostet oder 4 euro… Ich finde das man erst rumheulen sollte wenn auf einmal die verkaufszahlen von Toptitel massiv in den kellern gehen… und bis jetzt habe ich noch nie davon gehört das irgend ein gutes game geflopt ist…

      • Du bist ein Bäcker und deine Brötchen sind nicht besonders gut. Deswegen darf man sie dann also klauen und muß nur die guten Brötchen beim Bäcker zwei Straßen weiter bezahlen.

      • dermax sagt:

        Und außerdem darf man den guten Bäcker auch beklauen, weil der ja aufgrund des Erfolgs eh ned am Hungertuch nagt…Wahnsinn…

  57. XfrogX sagt:

    Also ich muss jetzt mal ganz ehrlich sein, ich zocke schon seit ich 6 bin damals hats auf dem gb angefangen. Aber die zeit und die konsolen wo ich das meiste geld für spiele ausgegeben habe war die ps1 und das obwohl ich damals wenig kohle hatte nur nebenjobs und schnorren und ich fast jedes spiel irgentwann als kopie bekam. Unser spiele laden hat damals sogar selber die ps umgebaut mit der bestättigung das man kopien drauf spielen kann. Auch die leeren cds dafür haben die leute bei dem auch in mengen raus getragen. Un dennoch liefen seine spiele verkäufe, beste beispiel war mgs, als es in us raus kam haben wir und ein spiel bei ihm gekauft und das bestimmt an 20leute direkt verteilt und diese es wohl weiter, aber von uns 20 haben über 10 bei ihm die collektors edition der deutschen vorbestellt und glaube am ende 18leute ein originales mgs daheim gehabt.

    Auch andere hammer spiele hatte man original daheim, hatte am ende fast 60 originale spiele und die fast alle direkt im laden gekauft. Und bei einigen war ich froh ne sicherheits kopie zu haben wie die originale einfach am arsch waren.

    Dennoch war die ps1 ein flopp? waren die software verkäufe für die kiste schlecht? Meines wissends nicht.

    Man hat damals kopiert wie blöde dagegend ist das heute auf den konsolen doch nichts mehr, dennoch worde gekauft.

    Und deswegen meine ich auch das es einfach nicht stimmt das 10kopien 10 fehlende verkäufe sind. wenn das ein fehlender verkauf ist kann die wirtschaft froh sein.

    Letztens gabs mal einen bericht darüber wieviele musik titel ein jugendlicher in england illegal auf dem rechner hat, und da waren von 10 000titel und mehr die rede, meint ihr von der wirtschaft das die jugendlichen auch wirklich 10 000 euro für musik gehabt hätten? wenn sie jeden song nur für 1 euro bekommen hätten? Nein wahrscheinlich hätten sie wie ich auch nur 3-5 cds im jahr gekauft. Dafür aber wohl 3 konzerte im jahr weniger besucht weil sie die musik der bands nicht gekannt hätten. Somit ists für die künstler sogar noch besser das sies runter geladen haben.

    Denke ihr solltet aufhören über verluste zu jammern und gründe schaffen spiele zu kaufen, support auch ne längere zeit nach kauf durch kostenlose updates für das original und nicht gleich wieder extra kohle für dlc zu verlangen. Besser angepasste spiele preise auch deutlich freier, ich habe fürs snes schon spiele für bald 200dm gekauft wenn sie es mir wert waren, also warum sollte fallout oder solche spiele nicht gleich mal 90€ kosten und später dann einfach wenn man meint es wäre an der zeit billiger werden und net immer auf ne klassik version mit unhübsch packung warten müssen, auch in die andere richtung gibts genug spiele die einfach nur 40 euro neu wert sind warum stehen die auch erstmal mit 70euro im laden und verstauben bzw. ärgern die paar die sie dafür gekauft haben?
    Dan diese dummen sperren teilweise gegen auslands versionen, viele umbauten an konsolen wurden erstmal dafür gemacht und dann wenn man weiß das kopien gehen wirds mans nutzen, Lasst die leute alle spiele aus allen ländern zocken.
    Online verkaufe spiele müssen billiger werden da man keinen gegen wert hat ausser das spiel, net mal ein handbuch wo man während dem spielen nachgucken kann. Auch kein weiter verkauf. Den ihr ja auch nicht gerne seht, aber den sieht kein hersteller von irgentwas gerne dennoch muss jeder andere damit leben also tut es auch. Kann auhc keinen vorschrauben das er das von mir gebaute teil nicht weiter verkaufen darf.

  58. Yoshi sagt:

    Die Ärzte schreiben auf ihre CDs “Ehrensache: Kein Kopierschutz” und trotzdem werden die CDs gekauft.
    Würde auf PC-Spielen ähnliches stehen, wäre ich vielleicht kein Konsolen-only Spieler mehr.
    Jedes Spiel das ich mir für die XBOX 360/PS3/Wii kaufe, funktioniert.
    Auf dem PC ist das reines Glücksspiel, mein Bruder kann z.B. Medievil 2 nicht mehr starten seit dieser Woche. Angeblich läge nicht die Orignal-Disc im Laufwerk, das Spiel hat jahrelang anstandlos funktioniert.
    Steam und DRM sind weitere Ärgernisse, die meisten PC-Spiele die ich heute aktivieren muss, funktionieren in ein paar Jahren nicht mehr, weil die Server abgeschaltet wurden.
    Ein im Ausland gekauftes Saints Row 2 wird durch die Steam-Aktivierung in Deutschland zensiert.
    Die Verpackungen werden auch immmer liebloser.

    Ein Hoch auf Rockstar, die mit hochwertigen Covern und Beilagen wie Karten noch ein Interesse am zahlenden Kunden habe.
    Da zahl ich dann auch zähneknirschend ein zweites Mal für “The Lost&Damned”.

    • El_Mariachi sagt:

      genau so schauts aus…

      Ich will mich als Käufer nicht mit halbgaren Kopierschutzmechanismen rumärgern müssen.

      Für den PC kauf ich deshalb so gut wie keine Spiele mehr, bzw. ich kaufe bewusst die Spiele nicht, die mehr durch Ihren Kopierschutz von sich selbst reden machen. (z.B. alles was über Steam aktiviert werden muss)

  59. duelund sagt:

    Das Kopieren von Spielen, Musik etc. raubt einem den Spaß daran. Man beschäftigt sich einfach nicht in der Weise mit dem Produkt, wie wenn man es erworben hat. Von daher erleben die “Piraten” den Spaßfaktor auch nicht so. Was ist denn aber mit Käufern von Gebrauchtspielen? Auch diese geben ihr Geld nicht an die Publisher. Erschleichen diese sich auch eine Leistung? Ein erster Schritt dem entgegenzuwirken sind ja schon mal die DLCs. Bin gespannt wann das erste Spiel rauskommt mit den Kapiteln 1-5 auf CD, Kapitel 6-10 gibt es dann runterzuladen. So richtig vorstellen kann ich mir das aber in naher Zukunft nicht, da nicht jeder in Ballungsgebieten wohnt und eine entsprechende DSL-Leitung zur Verfügung hat.

  60. DS_Nadine sagt:

    Ich bin entsetzt wie viel völlig deplazierte, unnötige und kindische ‘Diskussion’ und ‘Rechtfertigungen’ es hier dazu gibt.

    Ob diese 80% das Produkt gekauft hätten, wenn sie es nicht raubkopiert hätten, wage ich auch zu bezweifeln aber das rechtfertigt nichts.

    Die ‘Branche wechseln’ bringt dabei überhaupt nichts. Es ist kein Problem von Spielen, Filmen oder Musik, sondern von jedem geistigen Eigentum oder in irgendeiner Form verfielfältigbarer Service-Dienstleistung. Fotografen, Designer und viele andere werden jeden Tag über den Tisch gezogen.

    Auch jeder andere Service-Dienstleistung, wenn auch nicht ‘kopierbar’, wird doch kein Respekt beigebracht. Seis der klassische Handwerker ‘Hat ja nur 5 Minuten gedauert und dafür 40€?’ oder die Lehrerin in der Schule.

    Das funktioniert aber auch umgekehrt wenn man mal überdenkt das wir uns in der ‘Generation Praktikum’ befinden. Auch die Online-Redakteure die hier oft angeprangert werden aufgrund ihrer zweifelhaften Arbeitsmethoden werden zu 99% nicht bezahlt.

  61. Danny123 sagt:

    Hallo Boris,

    ich kann ja verstehen, dass du als Mitarbeiter eines Unternehmens, dass Software entwickelt mit Kopien auf Kriegsfuß steht. Ich stimme dir auch 1000%ig zu, dass das Kopieren von Spiele/Software dem jeweiligen Unternehmen schadet.

    Was mich hierbei interessiert:

    - Wie berechnet ein Unternehmen den Schaden?
    - Woher stammt exaktes Zahlenmaterial, das als Berechnungsgrundlage herangezogen wird?
    - Hätte wirklich jeder Kopierer ein Original gekauft?

    • Nö, die Frage stellt sich doch gar nicht, was dem Unternehmen total verloren gegangen ist. Mit dieser miesen Berechnung will sich doch nur der Einzelne die Seele reinwaschen, daß er mit seiner kleinen Kopie ja niemandem weh getan hat. Und genau daß ist der Grund für eine hohe Kopierquote.
      Mich interessiert in diesem Fall tatsächlich nicht, wieviel eine Softwarefirma mehr ohne Kopien verdienen könnte. Mir geht es darum daß ein Einzelner nicht mal für ein Spiel daß 3 Euro kostet bezahlt sondern es klaut. Es ist ein Diebstahl, weil ich habe genommen, ohne zu zahlen. Die Behauptung, daß nichts “fehlt”, ist einfach falsch – dem Verkäufer fehlt das Geld. Ende.

      • Danny123 sagt:

        Natürlich ist es Diebstahl. Ich denke, dass viel hier deine Meinung teilen. Mich eingeschlossen.

        Warum macht sich denn niemand aus der Branche mal Gedanken über die Ursache des Kopierens?

      • Sermon sagt:

        @ Boris:
        Bin absolut Deiner Meinung. Es ist schlimm, wie sehr das Unrechtsbewusstsein bei den Leuten fehlt, wenn es um das Kopieren und illegale Herunterladen von Software, Spielen und generell Unterhaltungsmedien geht. Es sieht fast so aus, als ob Spaß und Unterhaltung für den Einzelnen nichts kosten DARF …

        @ Danny123:
        Die Ursache des Kopierens liegt doch auf der Hand. Hier geht es weder um zu teure Spiele, noch um zu viele lausige Spiele – kopiert wird doch einfach weil’s geht und viele Leute einfach nicht dazu bereit sind, für eine Leistung zu bezahlen.

        Warum werden Filme kopiert? Weil sich die Leute die Kinokarte oder den Preis für eine DVD nicht leisten können? Warum wird Musik kopiert? Weil sich die Leute den Song für 99 Cent oder das Album für 10 Euro nicht leisten können? Quatsch. Weil kopieren, cracken und illegal downloaden nichts kostet und die Leute sich die Bezahlung dieser Leistungen und Artikel nicht leisten WOLLEN.

        Ich habe eine riesige Bücher-, CD-, DVD-, Blu Ray- und Spiele-Sammlung zu Hause, weil ich mir wirklich ALLES, was mich interessiert nach eingehender, vorheriger Information (was ja heutzutage wirklich kein Problem darstellt, weil man überall im Netz oder im “richtigen Leben” probelesen, -hören, -spielen kann) kaufe. Auf der anderen Seite weiß ich aber auch von vielen Leuten, die nicht einen einzigen Cent für ein Lied, einen Film oder ein Spiel ausgeben würden und da kann man mit denen auch diskutieren, bis man schwarz wird. Scheint für manche Leute eine Prinzipfrage zu sein.

  62. bargain sagt:

    ich will ja nicht staenkern, aber ist das nicht ein wenig verblendet? auf der einen seite lost ‘von einer netten seele legal kopieren’ und sich dann ueber kopierte spiele beschweren.

    nicht zur debatte steht natuerlich, dass das alles wirtschaftlich nicht okay ist und der amiga (und moeglicherweise dessen entwickler) irgendwann stirbt.

    • Um diese Lost-Geschichte nochmal klarzumachen: Ein Freund in USA nimmt sich die Folgen vom TV auf, leiht mir seine DVDs und ich schicke sie gesehen, aber nicht kopiert, wieder zurück.

      • El_Mariachi sagt:

        also wie wenn ich nem Kumpel meine Games ausleihen würde und er gibt mit die Games unkopiert aber durchgespielt zurück…

        Halt Moment! Hier entsteht ein Schaden!

      • Ich habe überhaupt kein Problem damit, wenn sich Leute gegenseitig Spiele ausleihen oder gebraucht kaufen. Das steht im Gegensatz zum wilden Kopieren, bei dem überhaupt kein Original-Produkt (ok, ein einziges an der Spitze der Pyramide) beteiligt ist.

  63. MM360 sagt:

    Lass dich nicht ärgern Boris.
    Die meisten die hier gegen dich argumentieren und auch agressiv werden, denken nur an ihr Wohl und nicht an die Spiele-Entwickler. Diese Leute denken nicht das man nicht unbedingt alles haben muß, die wohlen viel, billig oder am besten umsonst. In Deutschland herscht so eine Raubkopierer Mentalität, ich weiß jetzt nicht wie das in anderen Ländern ist aber hier hört man an jeder Ecke über kopierte Filme, Spiele, Musik und umgebaute Receiver wo man umsonst Sky usw. gucken kann.
    Ich hoffe Microsoft schaft es mit der nächsten Xbox scharf dagegen vorzugehen, vielleicht würde das nur gehen wenn man die Spiele per Xbox Live Downloaden kann und es keine Medien mehr gibt.

  64. Oli sagt:

    “Wer kopieren kann, kopiert und schaut nie mehr zurück.”

    Bitte nicht aus Resignation/Frustration, alle über einen Kamm scheren. Ich hätte auch die Möglichkeit zu Kopieren, ich denke jeder hat die. Trotzdem besitze ich über 500 Originale Konsolenspiele, ca. nochmal genausoviele PC Spiele und fast 400 DVDs/BDs.
    Ich liebe meine Originale und hätte an einer RK keinen Spaß!

  65. Klopfer sagt:

    Mal ein Beispiel aus dem Anime-Bereich, der momentan (auch dank illegaler Rips der DVDs) in Deutschland und anderswo grad stark am Kentern ist: Der deutsche Verlag Tokyopop hatte pro DVD mit 2500-3500 verkauften Exemplaren kalkuliert (was sicher bei so einem großen Volk wie unserem nicht unbedingt sehr hoch gegriffen ist). Eine einzige ihrer Serien hatte ganz schwach schwarze Zahlen geschrieben, alle anderen blieben darunter.
    Da natürlich auch sie die Beschwerden wegen der Preise mitbekommen haben, haben sie einfach mal den Test gemacht und die Preise ihrer DVDs, die sie ja eh im Lager hatten, drastisch gesenkt (<10 Euro). Das Resultat: Es gab für zwei Monate stärkere Verkäufe, aber man schaffte es nicht einmal, die 2500 bis 3500 Exemplare pro DVD zu erreichen, die bei dem höheren Preis die Kosten reingespielt hätten.

    Die Sache mit den Preisen ist in den allermeisten Fällen eine Ausrede. Das ist im Computer- und Videospielebereich nicht anders, und da sind die Preise momentan auch noch niedriger als 1992. Ich hab für MI2 noch 119 Mark bezahlen müssen, und wenn dann jetzt jemand heult, weil er für ein Spiel, welches für zehn Millionen Dollar von einem riesigen Team produziert wurde, 40 Euro zahlen muss, dann hält sich mein Mitleid in Grenzen.

  66. Brommel sagt:

    Es ist und bleibt Diebstahl und das sollten auch die Leute akzeptieren die es tun. Die ganzen Ausreden und Rechtfertigungen sind lahm. Ich gehe ja auch nicht zum Bauer und stehle ihm ein Rind nur weil mir das Filet beim Metzger zu teuer ist.

    Und wenn ein Spiel die 70€ nicht wert ist dann kauft es einfach nicht oder wartet zwei Monate und kauft es gebraucht für die Hälfte.
    Das sehe ich nicht als Diebstahl, immerhin muß ich mir von z.B. Audi auch nicht anhören ich würde ihn bestehlen wenn ich einen Gebrauchten kaufe.

    Auch wenn es immer noch nicht verstehen kann warum eine PC Version z.B. 45€ und die 360′er für 69€ zu haben ist.
    Boris, kannst Du mir das bitte plausibel erklären auch wenn das Off-Topic ist?

  67. El_Mariachi sagt:

    Respektlos könnte man z.B. aber auch das Spiele Angebot der Industrie an die Deutschen bezeichnen!
    Der Deutsche wird abgezogen, dass die Schwarte kracht.

    Ich kaufe deshalb alle meine Spiele im EU Ausland, weil die Preise in Deutschland eine Frechheit sind. (Globalisierung ist toll)

    Dort bekommt man die die Spiele nicht nur sehr viel günstiger sondern zudem auch noch ungeschnitten (und das überaus hässliche FSK Logo auf der Front muss man sich auch nicht mehr anschauen)

    Selbst Amazon Deutschland bietet bereits UK-Importe an, weil man erkannt hat, dass die Kunden ins Ausland flüchten.

    Viele Grüße
    EL

  68. Mibran sagt:

    Nicht entmutigen lassen, Boris! Ich teile Deine Meinung absolut. Es ist schon erschreckend, welche Meinungen und welche Mentalität das Internet hervorgebracht hat. Und welche hahnebüchenen Gedankengebäude aufgebaut werden, um das hemmungslose Kopieren in Schutz zu nehmen.

    Ich kann nur an alle apellieren: Versetzt Euch in die Lage der Schaffenden, egal ob Musiker, Programmierer oder ganz einfach Künstler. Euer Geschrei möchte ich nicht hören, wenn Eure Machwerke, in die Ihr Monate und Jahre selbst Schweiß und Tränen investiert habt, ganz einfach kopiert werden, ohne dass Ihr auch nur einen Cent davon seht. Weil dadurch ja kein Schaden entstünde. Weil ja nur schlechte Produkte kopiert werden. Weil man ja nur mal antesten und dann ganz bestimmt kaufen will. Und so weiter.

    Das Argument von der bösen Großindustrie, die davon einen Gutteil abschöpft, ist kein Freibrief zum hemmungslosen Diebstahl, sondern nur eine willkommene Ausrede. Ihr wollt diese Strukturen nicht unterstützen? Dann lasst deren Produkte links liegen. Aber kopiert sie nicht auch noch und liefert ihnen damit weitere Gründe für Repressalien: Denn die immer rigideren Kopierschutzmechanismen sind bereits dabei, den PC-Spielemarkt zu zerstören. Leute, Ihr macht Euch schlichtweg euer eigenes Hobby kaputt.

  69. Nasreddin sagt:

    Die vielen Kommentare der Raubkopierer hier stimmen mich traurig und ich kann deine Hoffnungslosigkeit sehr gut nachvollziehen, Boris. In der Tat sehe ich auch in meinem Umfeld, dass neben der weiten Verbreitung von Kopien in älteren Bevölkerungsgruppen nun eine junge, mit dem Internet aufgewachsene Generation heranwächst, die überhaupt kein Unrechtsbewusstsein mehr hat. Das ist eine Gefahr für unsere Wissensgesellschaft und diese Leute gilt es zurückzugewinnen für ein Leben in der Gesellschaft.

    Und genau bei dem Punkt frage ich mich, was denn die Contentindustrie dafür tut. So sehr ich deinem Blogpost zustimme, so sehr sind deine Kommentare darunter auch symptomatisch für das Scheitern der großen Medienkonzerne. Einen überzeugten Kopierer bekommt man ganz bestimmt nicht dadurch umgestimmt, dass man Blödsinn über Äpfel und Birnen im Supermarkt erzählt. Durch Lügen kommt man nicht weiter. Auch taucht das Wort Moral bei dir seltsamerweise immer in den Beiträgen zum Thema Raubkopien auf. Wenn es um die Firmenpolitik von Videospielkonzernen geht, ziehst du dagegen immer wieder den Markt und ökonomische Logik als Argumentation heran. Ich kann mich nicht daran erinnern, irgendwann im Zusammenhang mit Microsoft mal hier in deinem Blog das Wort Moral gelesen zu haben.

    Mit diesen Strategien kommen Produzenten von Inhalten keinen Schritt weiter. Wir alle, die Interesse am geistigen Eigentum haben, müssen den Leuten klar machen, was die Konsequenzen sind, wenn es kein geistiges Eigentum mehr gibt. Und die Konsequenz ist nicht (nur), dass ein Iphone-Entwickler nur mutmaßlich die Hälfte an Spielen verkauft wie zu analogen Zeiten bzw. sogar 5mal so viele das Spiel spielen, wie es kaufen. Die entscheidende Konsequenz ist, dass in Zukunft weniger Spiele produziert werden.

    Wir müssen die Raubkopierer mit der Frage konfrontieren, wovon in Zukunft Kreative, Wissenschaftler, Künstler, Programmierer und andere Dienstleister leben sollen, wenn ihr Wissen, ihre Kunst frei kopiert werden. Bis auf die Kulturflatrate, die die Planwirtschaft ausgerechnet im kreativen Bereich bedeuten würde, fällt denen nämlich nicht viel ein. Gerade die Mütter, die Benjamin Blümchen kopieren, müssen (und können in meinen Augen auch) zurückgewonnen werden. Gerade die 18jährigen, die jetzt ins Berufsleben eintreten und langsam begreifen, was es heißt etwas zu schaffen, gilt es abzuholen. Das tut man nicht mit DRM oder “Diebstahl!” schreien.

    Es geht darum wie das Schaffen von Wissen und Kunst auch in Zukunft in unserer Gesellschaft gesichert wird. Es steht mehr auf dem Spiel als die Bilanz von Warner. Microsoft, Bertelsmann, Universal und Co müssten eigentlich diejenigen sein, die genau diese Debatte anstoßen und vorantreiben. Wo sind sie? Sie mahnen ab und produzieren Kinderschänderspots, die eh nur von ehrlichen Käufern gesehen werden.

    DAS ist es, was mich hoffnungs- und hilflos macht. Diejenigen, die die Kraft und Macht haben, für ein Umdenken zu sorgen, nutzen sie nicht.

  70. Unforgiven78 sagt:

    Ich verstehe gar nicht, was es bei diesem Thema überhaupt zu diskutieren gibt? Wie kann man hier zwei Meinungen haben?

    Auch ich als Käufer habe ein Interesse daran, und das ist jetzt meine vielleicht etwas sozialdarwinistische Einstellung, dass derjenige, der nicht für die Leistung zahlen kann oder will, sie auch nicht in Anspruch nehmen kann. Ende.

    Dieses Recht auf Exklusivität ist mein Recht als Käufer, und dieses wird durch die Raubkopierer mit Füßen getreten. Es gibt kein Menschenrecht auf kostenloses Spielen, DVD-schauen, Musikhören.

  71. Malakay sagt:

    Dieser Artikel regt auf jeden Fall zum Nachdenken an. Was ist die Lösung für dieses Problem?

  72. c_mex sagt:

    Hach ja, die leidige Kopierdebatte….

    Zu Leserbriefonkelzeiten in den diversen Offlinemagazinen der frühen Zeiten begegnete sie einem immer wieder. Und es kam nie zu einem Ergebnis. Ich kann mich da noch an so manchen Appell von z.B. namentlich “Rainer Rosshirt” aus (ich glaube es war damals) Amiga Games erinnern, der im Grunde genommen fast alles vorweggenommen hat was nun hier so diskutiert wird.

    1) Das beständige wiederholen des “Raub”gedankens und das gleichsame Predigen der Tatsache, dass es sich hier um einen Fehler des Gesetzes handelt, das noch in der analogen Welt festsitzt finde ich etwas ermüdend. Es handelt sich hier vom Vorgang her um ein Erschleichen/illegales Besorgen einer Leistung, eines Service. Wenn man _SELBST_ immernoch auf 1930er Vokabular zurückgreift ist das kein Zeichen dafür, dass der Gesetzgeber irgendwann aufgehört hat das Gesetz zu iterieren (den Gesetzgeber wollte ich jetzt hier bitte nicht in Schutz genommen haben) sondern eben auch ein Zeichen, dass man sich selbst eben nicht anpasst. Es ist kein Raub, es ist Betrug, Bescheissen, usw… Anstelle hier eine modisch und fachlich nicht passende Tatbestandsmütze mit dem Hammer und 3 Spannklemmen auf den Kopf zu hämmern, doch einfach mal bitte eine passende Begrifflichkeit wählen. Zur Not auch eine Erfinden, diverse Marketingagenturen nehmen für sowas auch gerne Geld. Bailout für die Werbewirtschaft!

    Wenn es nach mir ginge, 5 Euro an den weissen Ring pro “Raub” in diesem Zusammenhang, zugutekommend Opfern von RAUBüberfällen… damit tut man sicher mehr gutes…

    2) Und, hach ja, ich hab ein IPhone und, obwohl ich mir da nicht so sicher bin glaube ich, dass man hier doch IPhone und IPod getrennt betrachten sollte. Okay ist der gleiche Shop, aber es sind halt doch 2 verschiedene Produkte. Und ganz allgemein Leute die ein 79 Cent Produkt wie Doodle Jump wegen Preisargumenten nicht bezahlt hat generell ein ‘detachment’-Problem von der Wirklichkeit. Wenn man mal vergleicht: Kantine Snickers: 80 Cent, Doodle-Jump 79 Cent. Ich war grade wieder extrem überrascht – nachdem ich mich in diversen Bahn – und co. Fahrten bei gears (hervorragendes Spiel übrigens) auf Level 80 (Ende) vorgearbeitet habe gibts ein update. Zack nochmal 40 Levels dazu. Einfach so. Hallo?! Bargain?! Bei Leuten die so etwas umsonst-illegal-kopieren kann man doch wirklich nicht versuchen mit Logik zu argumentieren. Die machen das aus Prinzip. Ende. Mal davon abgesehen, dass es über die “LITE” Versionen und IN-APP purchases jetzt wunderbare Möglichkeiten gäbe zu testen. Also: die illegalen Nutzer nutzen seit 30 Jahren illegal und werden das auch weiter machen. Für die Crackergruppen ist es eine Ehrensache die Industrie zu blamieren, also wird es auch weiterhin cracks geben. Tolle Hardwareonkel, die einem DRM-Umgehungs-chips verkaufen gehören ganz klar zugemacht, Gewinnabgeschöpft und Verurteilt.

    3) Zu der ganzen Rechnerei: Wenn die das Spiel spielen ist der Geldschaden entstanden in voller Höhe, Ende. Aber ebenso ist davon auszugehen, dass die Illegalen es alle gekauft hätten. Beides ist selbstverständlich richtig. Die merkwürdigen Versuche (auch hier) zu belegen, dass das eine das andere ausschliessen muss sind einfach faktisch unrichtig.

    Nun zum Thema, was passiert mir als zahlender Nutzer deswegen:

    4) Zu der “Bedank Dich bei den Kopieren für das was wir (Dir an)tun (müssen)”-Debatte kann ich nur sagen: Die Kopierer sind mir brachial egal. Wenn ich etwas kaufe, will ich, dass es funktioniert. ENDE. Wer meinen Rechner rootkitten will, damit ich sein Spiel spielen darf, der wird ausgelacht. Das Spiel wird selbstverständlich nicht gekauft.

    Leute , die dann hingehen und das Spiel auch noch illegal runterladen und Spielen kann ich endgültig nicht verstehen. Damit zeigt man den RAUBMORDKOPIE schreienden Schliesstechniklobbyisten der “we rootkit your pc”-Fraktion nur: Offensichtlich war der Schutz nicht stark genug und als nächstes Vergraben sie die CD im Garten und verschlüsseln die Packungsbeschriftung mit ROT13. Wenn Ihr den Kram mit wirrem Kopierschutz kauft, dann wolltet Ihr es ja offensichtlich mit diesem Kopierschutz haben. Wo ist also das Problem?

    So, und das alles musstet Ihr jetzt nur lesen, weil ich damals zu faul war die Briefmarke für den Brief an die Leserbriefecke kaufen zu gehen! ;-)

  73. Spitter sagt:

    Wie weiter oben Schonmal beschrieben : Dieses Problem gibts ja nicht erst seit dem internet. Ich erinnere mich gerne an meine C64. Damals als ich ihn bekommen habe war ich 5 (ja 5 hatt mich schon früh interresiert ^^) , und schon damals konnte man auf dem trödelmarkt die guten alten 5 1/4 ” Disketten auf dem flohmarkt für 10 DM kaufen. Da war auch turrican und wonderboy drauf auf einer Disk und wahlweise direkt mit Trainer usw “quasi” eine gecrackte version. Internet hatte ich damals nicht heute ist dies natürlich auch noch leichter geworden. Damals habe ich das allerdings nicht so ernst gesehen , ich hatte zwar auch Originale aber auch welche vom Flohmarkt , defakto ich wusste garnicht das es Illegal war.
    Heutzutage sehe ich das logischerweise anders , Ich kann auch Boris nur zustimmen , es ist und bleibt in dem Sinne diebstahl. Sei es bei mp3´s downloaden oder Spielen. die Programmierer , Musiker usw opfern ja auch ihre Zeit um dieses Produkt Herzustellen und wollen / müssen ja schließlich und endlich von den Einnahmen Leben ! Ich kann mir zwar leider nicht alle Spiele kaufen die ich gerne hätte oder Musik Cd´s aber dann muss ich sie mir eben nächsten Monat kaufen , und nicht downloaden.
    Ich kenne es aber auch aus meinem Umfeld , Ey hasste den Film schon , das lied usw , es ist einfach eine Neue gesellschaft ohne Hemmungen für soetwas geworden . High Speed internet und Tauschbörsen ohne ende machen es natürlich möglich. Aber auch der Spieleindustrie selbst muss man ein paar vorwürfe machen . Auch mich hatt manch ein Aktivierungszwang genervt , und Bestes Beispiel (wie in einem Veteranenpodcast super angesprochen von boris) Gothic 3. Ein im Prinzip Tolles spiel , übersäht mit Bugs , glücklicherweise bei mir nicht so oft abgestürzt. Bei solchen Produkten fragt man sich natürlich wofür bezahle ich 50 euro ? Für so eine schlampige arbeit? .

    Alles in allem ist jeder ein wenig daran Schuld , aber vorallem ist es die gesellschaft die bei internetnutzern endstanden ist , wo es zur absoluten normalität gehört sich sachen runterzuladen , sei es bewusst oder unbewusst der tatsache es ist illegal ist. Es wird einem eben so vorgelebt.

  74. Bomster sagt:

    Mich fasziniert, dass viele Kopierer sich als zornige Racheengel aufspielen, die meinen, die Content-Industrie für die mangelnde Qualität der Spiele bestrafen zu müssen, indem sie die Produkte nur kopieren – Newsflash: Bestrafen kann man auch einfach durch Nichtkaufen.

    Kopierexzesse sind mir aus C64-Zeiten durchaus noch bekannt. Bei pubertierenden Jungs kommt da neben dem chronischen Geldmangel sicherlich noch der Reiz des Verbotenen dazu – wie bei anderen das Ansehen von Ab-18-Horrorfilmen oder dem Rauchen auf dem Schulklo.

    Die Zeiten haben sich mittlerweile allerdings geändert. Zum einen haben wir gegenwärtig eine relativ gut funktionierende Demokultur in der Spieleindustrie. Dass man also kopiert, weil man ein Spiel ausprobieren will, halte ich für ein ausgemachtes Bullshit-Argument.
    Wenn tatsächlich mal ein Anbieter kein Demo zur Verfügung stellt mach ich mir halt meine Gedanken und kauf mir das Produkt sicherheitshalber erst einmal nicht.
    (Man kann natürlich darüber diskutieren, ob die Content-Industrie ohne ein grassierendes Kopierproblem überhaupt die Notwendigkeit für die Veröffentlichung von Demos sehen würde… müssen wir ehrlichen Käufer den Kopierern womöglich dankbar sein?)

    Der andere Punkt: Die wesentlich bessere Möglichkeit zum Preisvergleich bzw. dem Gebrauchtmarkt via Ebay oder Amazon-Marktplatz. Ich muss auch einräumen, dass ich selbst kein Early Adopter von Spielen bin und fast nur Spiele kaufe, die entweder wenigstens ein Jahr alt sind oder gebraucht angeboten werden. Ungeachtet dessen, was die Produktion verschlingen mag – *kein* Spiel, das ich in den letzten 10 Jahren gespielt habe, wäre mir die 60 Euro Neupreis wert gewesen (abgesehen vielleicht von einem Guitar Hero, wo es einen Controller dazu gab). Wären alle Käufer wie ich hätte die Industrie vermutlich die gleichen Probleme wie jetzt mit den Kopierern…

  75. Ja auch ich sauge ab und zu im Torrent? Um Geld zu sparen? Nein, um mein Kaufentscheid zu fällen. Denn es ist erklärtes Ziel von gewissen Verlagen (EA) keine Demos und nur noch soviele wie nötig rauszubringen, um Blindkäufe zu erhöhen. Man konnte auch schon mehrfach Boris von ehemaligen Berufskollegen von dir in den Spielemagazinen lesen wie heute per Werbeverträgen und Testversionen verhindert wird, dass kein geplanter Millionenblockbuster zerrissen wird. Verlage verlassen sich eher auf ihr PR Maschinerie als auf unabhängige Tests (man würde sie am liebsten verbieten, wenn man nur könnte). Siehe Gamespot Skandel! In Zeiten von günstigen UK Importen oder Direct2Drive Angeboten mit US-Dollar, sehe ich keine plausible Gründe mehr sich mit Craks etc. herum zu ärgern. Eure Industrie betreibt viel Schindluder mit den Kunden (DLC ab ersten Tag bei Dragon Age zum Beispiel) und wir Kunden fühlen uns immer mehr verarscht und um unser Geld betrogen. Und nun hat es das Schicksal so gewollt, dass im digitalen Zeitalter der Kunde mit den illegalen Kopien ein Druckmittel gegen die Industrie hat und dieses Druckmittel auch nutzt. Sobald nicht nur die Hersteller von der Globalisierung profitieren können, sondern sie auch dieses Recht ihren Endkunden zugestehen, wird es wieder fairer zu und her gehen und man wird sehen, die illegalen Beschaffungen werden abnehmen. Das garantiere ich!

  76. Souljumper sagt:

    Das Argument mit dem “ich probiers aus und kaufs mir wenn es gut ist”, ist sicherlich in den seltesten Fällen wirklich der Fall. Es ist sicherlich Unrecht Spiele zu kopieren, aber die oft angeführte Argumentation, dass ein kopiertes Spiel = ein weniger verkauftes Spiel ist, teil ich nun wirklich nicht.

    Was den Preis der Spiele angeht, der ist wirklich etwas hoch um sich mal eben ein neues Spiel blind zu kaufen, allerdings kann er nicht so günstig sein, dass keiner mehr zu Raubkopien greift. Der Reiz Spiele umsonst zu kriegen, und andere zu Übervorteilen, ist da einfach zu groß. Die iPhone-Spiele zeigen das ja.

  77. epict0b3 sagt:

    Ehrlich gesagt wundere ich mich einerseits über das Raukopieren und andererseits nicht. Nehmen wir mal die 360 als Beispiel:

    Erst wundert es mich nicht, da wir in Deutschland absolut unverschämte (!) Spielepreise haben – auf der Briteninsel kosten Spiele bei Release auf fast jeder Spieleseite bloß ein Drittel oder maximal die Hälfte. Da ist dringender Nachholbedarf! Ich z.B. kaufe meine Spiele NUR noch aus Großbritannien – sobald allerdings mal überlegt wird, Spiele neu nicht für dreiste 70€ rauszuhauen sondern für 30€, würde ich vielleicht sogar mal wieder in Deutschland kaufen.

    Anderseits frage ich mich, wieso man sich eine Konsole kauft wenn man direkt weiss, dass man sich Spiele nicht leisten kann oder aus “Spaß” raubkopiert.

    Zum eigentlichen Thema: Wer Spiele veröffentlicht, muss heutzutage nunmal mit Raubkopien rechnen. In der Hinsicht sind leider jeder Industrie die Hände gebunden, denn es wird immer Idioten geben, die der Meinung sind, harte Arbeit unbezahlt in Anspruch zu nehmen.

    Allerdings glaube ich eher dass die Wirtschaft selbst an dem Verlust von Jobs zu tun hat, als Raubkopierer.

  78. Hirundo sagt:

    Also liebe Leute,

    wenn ich so durch die Kommentare scrolle beschleicht mich ein nicht unerheblicher Würgereiz!
    “Ich will illegale Kopien ja nicht rechtfertigen aber…” “Die 80% hätten eh nicht gekauft”

    Was soll sowas?

    Wir schreiben hier über eine verdammt nochmal illegale Handlung! Es spielt doch nicht die geringste Geige, ob die Programmierer mit den bezahlten Downloads immer noch genug Geld verdienen oder das Spiel populärer weil weiter verbreitet wird. Ob uns Konzerne um unser Geld betrügen oder erleichtern wollen, ob der H4 besser zu verstehen ist, als der Berufstätige usw. Ganz toll auch juristisch belegte Argumente: Werkvertrag, Werkliefervertrag, Kaufvertrag! Die sollen einen Vergleich aushebeln, können aber mit Sicherheit nicht zeigen, das grundsätzlich alles gesaugte legal ist, und das kein Urheberrecht mehr existiert.

    All das geht am eigentlichen Problem vorbei.

    Und immer wieder “Hey Boris, warum so extreme Vergleiche mit Mord und so”. “Als Mitarbeiter von Microsoft…” blablabla.

    Ich will einen einzigen illegalen Sauger sehen, der sich Wochen hinsetzt, einen Song komponiert, einspielt und eine Auflage zum Verkauf anfertigen lässt, Geld, Zeit und Kraft ohne Ende reinpumpt und dann, wenn die CD in den Regalen liegt zufrieden lächelnd mit ansieht, wie die Leute sich das Teil runterladen anstatt ihn für sein Werk zu belohnen.
    Und es ist doch vollkommen egal, ob es dann einem riesigen Label so ergeht oder dem Strassenmusikanten um die Ecke. Keiner von denen würde die Mitglieder der Piratenpartei als Idealisten loben, die nur eine längst fällige Gesetzesanpassung in die Wege leiten.

    Mal ganz davon abgesehen, das das momentan geltende Recht anzuwenden ist, ganz egal, wie überholt einige Menschen dies auch finden mögen.

    Wer illegal saugt/kopiert begeht eine Straftat. Alles drum herumreden ist eine stramme Verkennung der Tatsachen. Wenn mir ein Preis zu hoch ist, kaufe ich es nicht – basta!

    Und ob ich da ein Beispiel über Mord anführe, oder Diebstahl nur bei einer beweglichen Sache begangen werden kann, oder ob man mühselig einen Feldarbeiter herleitet, der sät, pflegt und erntet, nur um kurz vor dem Verkauf seiner Ernte bestohlen zu werden, und ob die Feldfrüchte nun analog zu “geistigem Eigentum” oder “einer Ansammlung von 1 und 0″ zu betrachten sind ist doch absolut egal!

    Es ist illegal!

    Und man muss den, der illegal kopiert und saugt als Straftäter betrachten – basta!

  79. hendrikl sagt:

    Ich verstehe ja wirklich deine Argumente, Boris. Aber Jammern im Blog, sprachliche Aufrüstung (Raubkopien, Diebstahl, etc.) und auch neue Gesetze werden nichts gegen Urheberrechtsverletzungen (!) bringen. Der Schaden ist einfach für den einzelnen Urheberrechtsverletzer nicht unmittelbar genug sichtbar, im Zweifel gibt es nicht mal einen, wenn der Spieler das Spiel nicht gekauft hätte.

    Ich denke die einzige Lösung des Problems sind geschlossene Plattformen (d.h. Konsolen anstatt PC) mit einem starken Sicherheitskonzept, das für den Normalanwender nicht zu umgehen ist. Sony scheint das mit der PS3 ja gelungen zu sein. Ich gebe ehrlich zu, wenn ich mir Uncharted 2 ohne Probleme kopieren könnte, würde ich das wahrscheinlich machen. Geht aber nicht, also kauf ich es mir irgendwann als Budgettitel. So sieht’s nunmal aus. Ich halte mich nicht immer an Verkehrsregeln und breche auch manchmal Gesetze im Bagatellbereich. Wie vermutlich die meisten Deutschen.

    Eine Handtasche würde ich nie rauben.

  80. RaGe Haekki sagt:

    1) Ich bin auch iPhone-Programmierer
    2) Du sprichst mir aus der Seele
    3) 5:1 ist noch extrem positiv

    In den meisten Fällen gibt es bereits am Tag des Updates schon die Raubkopie im Netz.

    Kein Schaden, würde es nicht kaufen bla bla bla…

    Alles Lügen. Verstecken sich hinter vermeintlich geheimen IP-Adressen und denken man könne ihnen nichts.
    Feiglinge!!! Im Laden trauen sie sich nicht etwas zu klauen aber anonym entsteht kein Schaden???
    RAUB ist RAUB

  81. cndic sagt:

    Ist es illegal Urheberrechte zu verletzen? Ja, klaro, si, selbstverständlich.
    Ist es realistisch anzunehmen, dass man irgendjemanden auf dieser Welt auf irgendeinem Weg ein entsprechendes Unrechtsbewusstsein anerziehen kann? Nein, never.
    Ich selbst raubkopiere nicht. Seit dem Launch Day vor 4 Jahren spiele ich praktisch ausschließlich am lautesten Hardware Dongle der Welt, und meine Spiele für Xbox 360 sind selbstverständlich alle Originale, von Kameo bis hin zu Forza 3.
    Ich gehöre aber auch zu den Menschen, die sich nur alle Jubeljahre mal ein Spiel zum Vollpreis holen, und ansonsten nur bei Schnäppchen, Budgettiteln oder gebraucht im Amazon Marketplace zugreifen, und konsequent jede kostenlose Demo nutzen, derer sie habhaft werden können.
    Und hier meine Unterstellung – falls es die Spielehersteller jemals schaffen, Raubkopien einzudämmen, dann hört das Geschrei über wirtschaftliche Schäden nicht etwa auf. Nein, dann bin auf einmal ich es als geiziger Budget- und Gebrauchtspielkäufer, der die Industrie schädigt!
    Dann sind auf einmal Software-Pyramide, ebay und Amazon Marketplace die Bösen, und der Budget- und Gebrauchtspielhandel ist das nächste Schlupfloch an den Bilanzen der Hersteller vorbei, das gestopft werden muss.
    Und das passiert ja heute schon, wenn man bei Nintendo, Sony und Microsoft das schleichende Abrücken von physischen Medien und das Gewöhnen der Konsumenten an digitale Distribution betrachtet.
    Apple hat sich ja mit dem App Store bewusst für ein extrem schwaches DRM entschieden, um einem wilden, schnellen Wachstum ihrer Infrastruktur für digitale Distribution möglichst wenig Steine in den Weg zu legen. Das hat für Apple ja auch wunderbar funktioniert.
    Dass Content-Anbieter im App Store unter vermehrten Raubkopien zu leiden haben, ist eine logische Konsequenz dieser Marktstrategie von Apple. Ich bin selbst einer von denen, die Content im App Store anbieten – im Gegensatz zu denen, die über die Fakten jammern, ist es für mich aber eher ein Lehrstück und ich bilde mir nicht ein davon leben zu können.
    Irgendwann sehr bald kommt aber der Punkt, wo Apple sein Ziel für erreicht erklärt, und dann den App Store einmal mit dem eisernen Besen durchkehrt, bis nur noch erwünschte Apps zum erwünschten Preispunkt mit deutlich verbessertem DRM angeboten werden.
    Überhaupt kann ich mir für die Zukunft nur vorstellen, dass jeder der 4 großen Hersteller in großem Stil auf digitale Distribution setzen wird, dann aber bis oben vollgestopft mit DRM vom feinsten, um in einem Aufwasch das Problem der Raubkopien und das “Problem” des Budget- und Gebrauchthandels zu lösen – nur so ist es überhaupt denkbar, dass sich auch der letzte Euro in die von den Publishern verordneten Wege zwingen lässt.
    Der große Unterschied zwischen den beiden “Problemen” ist nur, dass sie bei Raubkopien das Recht natürlich auf ihrer Seite haben – beim Budget- und Gebrauchthandel sind es aber die Konsumenten, die sich mehr oder weniger freiwillig ihr gutes Recht wegnehmen lassen.
    Aber ohne mich – wenn der nächste Hardware-Dongle von Microsoft nur noch per digitaler Distribution zu befüllen ist, dann könnt ihr mir endgültig den Buckel runter rutschen.
    Microsoft macht eine Sache unendlich viel besser als die versammelte Konkurrenz – für jeden XBLA-Titel gibt es eine kostenlose Testversion, jedes Indie Game lässt sich kostenlos ausprobieren, und für unwahrscheinlich viele Retail-Spiele gibt es ebenfalls kostenlose runterladbare Demos – das ist und bleibt eines der allerbesten Features der Xbox 360 und eines ihrer größten Alleinstellungsmerkmale. Aber selbst das wird mich niemals davon überzeugen, auf Disk-basierte Spiele, die ich in einer Packung zuhause habe und weiterverkaufen kann, ganz zu verzichten.

    • El_Mariachi sagt:

      Schön geschrieben. So sehe ich das auch…

      Ich würde z.B. niemals nicht ein Gerät kaufen, bei dem ich nur über Downloads an Spiele kommen kann.
      (Die PSP GO ist z.B. ein absolutes NoGo)

  82. einkay sagt:

    Am Ende sehe ich das pragmatisch: Das Kopieren ist ein Markteffekt, den man nicht abstellen kann, entsprechend muss man ihn mit kalkulieren – und wenn nicht genug ehrliche Verkäufer für ein Durchschnittsspiel zu erwarten sind, kann man es nicht produzieren oder muss andere Wege gehen (gleich Pyramide statt immer Vollpreis, mit Zusatzcontent über Live locken oder was auch immer) es bringt auf jeden Fall nix über Marktbedingungen zu jammern die man nicht ändern kann, da hilft nur anpassen. Die Musikindustrie musste das lernen, die Presse auch und Videospiele- und Konsolenhersteller werden sich auch neue Modelle einfallen lassen müssen oder untergehen – so einfach ist das. Und wen eine Konsequenz ist, das weniger Spiele rauskommen und Perlen richtig teuer werden (so wie es Activision jetzt macht) dann sind das halt die entsprechenden Konsequenzen.

  83. lonker sagt:

    Was würde denn passieren?
    Was würde denn passieren, wenn von morgen ein Update von Microsoft für die Xbox360, von Nintendo für Wii und DS käme, welches absolut wirksam das Abspielen von Kopien verhindert?
    Die Hardwareverkäufe würden bei Nintendo noch viel mehr in den Keller gehen, als sie es jetzt schon tun, und das bedeutet, möglicherweise im Gegensatz zu MS und Sony, Gewinneinbußen, denn wie wir ja gelernt haben, hat Nintendo die Wii schon von Anfang an mit Profit verkauft, und dieser Profit ist mit fortschreitender Zeit ganz sicher nicht kleiner geworden. Und beim DS, der bei aller Nettigkeit ebenfalls kein technologisches Wunderwerk ist, sieht es sicher nicht anders aus.
    Fakt ist, wer keine Spiele kaufen will, kauft sich keine Konsole, die keine Kopien abspielt.
    Als nächstes würden im Hause Microsoft Millionen und Abermillionen an Abo-Geldern für Xbox Live wegbrechen, denn viele Kopierer spielen online, daran ist wohl kein Zweifel. Und die Konsolenverkaufsbeule nach der nächsten Bannwelle, die es garantiert gibt, würde auch wegbleiben. Schonmal darüber nachgedacht, wieviele Xbox-Verkäufe Nachkäufe von Besitzern gebannter Konsolen sind? Weiterhin würden sich die Live-Server ordentlich wundern, und die übrigen Spieler ebenfalls, warum so wenig los ist auf Xbox-Live. Ich wage keine Schätzung, welcher Prozentsatz das wäre und ich weiß nicht, ob du oder überhaupt jemand bei MS das sagen könnte, aber es ist sicher nicht wenig.
    Wie du selbst sagst, wer kopiert, kopiert und kauft nie, die Quote derer, die bei einem solchen Update also zu ehrlichen Käufern würden, ist verschwindend gering. Die Industrie insgesamt würde keinerlei Vorteile davon erzielen.
    Und das sich speziell Microsoft wohlüberlegt mit den Kopierern arrangiert, sehe ich (empirisch) daran, dass bei einem Live-Ban “nur” die Konsole gebannt wird, nicht jedoch der in Live eingeloggte Spieler. Und warum nicht? Nur aus dem Grund, weil MS die Kopierer nicht wirklich als Live-Abonnenten verlieren will.
    Ein anderer interessanter Punkt ist der Vergleich zur PS3. Diese ist ja, wie weithin bekannt, nicht gecrackt, dort laufen also nur Originalspiele. Leider habe ich keinerlei Zahlen dazu, aber mich würde doch sehr interessieren, wie die Verkaufszahlen der großen Multiplattformspiele, also alles von EA, Guitar Hero, GTA4, etc. pp im Vergleich zwischen den beiden großen Konsolen aussehen, gerne auch mit einer Korrektur durch die sicher nicht gleiche Anzahl von aktiven Konsolen.
    Ich wage kühn die Prognose, dass die bereinigten Verkaufszahlen auf der PS3 mitnichten gigantisch viel höher sind als die auf der Xbox360, obwohl das doch eigentlich so sein müsste, denn es gibt sie, die Kopierer bei der Xbox, das wissen wir, und bei der PS3 gibt es sie nicht. Meine starke Vermutung ist jedoch, dass sich die Verkaufszahlen ziemlich ähneln dürften.
    Fazit ist, natürlich hast du Recht, wenn ein Kopierer ein Spiel spielt, für das er nicht bezahlt hat, nutzt er eine Leistung, für die er eben nicht bezahlt hat. Aber, und das kannst du nicht einfach außer acht lassen, er würde auch nie dafür bezahlen, nie nie nie. Er würde einfach nicht spielen. Frag mal die Leute von der Xbox-Live-Abteilung, ob ihnen das wirklich lieber wäre, wenn alle Kopierer fernblieben.
    Eine kopierfeste Konsole bringt keine Mehreinnahmen bei den Spielen, wohl aber indirekt Mindereinnahmen durch weniger Konsolenverkäufe und ggf. fehlende Abo-Gelder.

  84. kuchenundkakao sagt:

    Mal ne kurze halb und halb offtopic frage an die Allgemeinheit, aber auch an dich Boris:

    Wie steht ihr zu “Produkt-Piraterie”, also dem “[hier marke einfügen]“-Pulli, den man um die Ecke für 10% des [hier marke einfügen] Preises kaufen kann, weil er eben nicht original [hier marke einfügen] ist, aber genau so aussieht?

    Es handelt sich hier um eine ähnliche Situation wie mit der Musik-Piraterie: Die “Kopie” ist vom “Original” nicht zu unterscheiden, der “Rechteinhaber” wird für sein “Produkt” nicht entlohnt, der Allgemeinheit sind die Preise für die Originale zu hoch und benutzen dies als Ausrede, die Imitate zu kaufen.

    Ist das jetzt okayer als Filme/Spiele/sonstwas zu Raubmorden? Wenn ja, warum dann nicht auch alles andere? Wenn nein, warum wird es dann toleriert?

    (Ja, ich weiß dass der Aufwand, einen “[hier marke einfügen]“-Pullover nachzumachen ein höherer ist, als eine Digitalkopie von einer CD herzustellen, seid so nett und seht davon erst mal ab)…

  85. retronaut sagt:

    Hab nicht gewusst, dass man bei iPhone einfach so schnell mal alles nutzen kann, ohne dafür zu bezahlen?!

    Ich hab eine ähnlich ZERO-TOLERANCE Meinung zu illegalen Kopien von DVD, Games, Music etc.

    Erschreckt hat mich persönlich die Auswertung zu “World of Goo” wo für mich erstmals nachvollziehbar nachgewiesen wurde, dass ein Indie Game, zum kleinen Preis auf dem PC trotzdem eine 90% Dunkelquote blüht.

    Sehr schade.

    Auf der anderen Seite sehe ich das Preisargument allerdings schon. Vor allem bei Videos oder Music glaube ich, dass einfach alles Richtung “Videothek/Verleih”-Modell gehen wird. Netflix und Flygames machen das ja schon vor.

    Man zahlt einfach eine relativ “geringe” monatliche Gebühr und bekommt das ganze Programm angeboten und wählt einzelne Titel daraus aus.

    Ob sich das besonders lohnt weiß ich nicht, aber ich sehe zum “Flat” Modell keine Alternativen.

    Allerdings wäre eine rein Digital Distribution ohne eine Flatrate (also jeder Titel einzel zahlen) derzeit sehr teuer, hauptsächlich weil es im Laden um’s Eck eine Konkurrenz gibt (gebrauchte Spiele, Sonderangebote etc.). Auch Xbox LIVE ist da ja teils extrem hart mit den Preisen für Games on Demand (Most Wanted aus 2005 für 30 EUR? HALLO?!).

    Alternativ wäre grade noch vorstellbar, Games nach Zeit zu bewerten. Da würden sich dann Shooter und Co. wahrscheinlich gut machen. Allerdings käme es dann zu einer gewaltigen Umwälzung am Markt, weil sich die ganze Industrie neu ausrichten müsste.

    Jedenfalls glaube ich MS geht eigentlich einen ganz guten Weg mit dem Bannhammer für XBL. Weil es kostet Geld und wenn dann die Lizenz zum Zocken weg ist, merkt das dann der Schummler auch.

    Aber auch hier sehe ich Grenzen, z.B. was ist falsch an nicht lizensierten Speichermedien? Nix eigentlich. Bannhammer ist OK für illegale Kopien, aber ned weil einer irgendwas an die Box anstöpselt.

  86. wlanboy sagt:

    Mich würden ein paar Dinge interessieren:

    - Wenn so viele Spiele so schlecht sind, oder zu viel kosten, warum müssen dann die Kopierer diese Spiele unbedingt haben?

    - Denkt jemand an die Grafiker und Programmierer, die Monate für die Software arbeiten?

    Letzten Monat haben wir ein Update unserer Software herausgebracht. Es ist ein Nischenprodukt, erfreut sich allerdings großer Beliebtheit. Besonders im asiatischen Raum.
    Wir haben bisher 87 Kunden. Und von unseren Server wurde das Update knapp 1000 Mal heruntergeladen.
    Es ist eine Schnittstelle für die Abrechnung von Leistungen innerhalb von Flughäfen. Die Anwender verdienen also ihr Geld damit. Und sie brauchen auch die Software, sonst könnten sie nicht arbeiten und kein Geld verdienen.

    Wenn ich mir jetzt überlege, was die Firma mit diesem Geld anstellen könnte. Unsere 8 Azubis und unsere 5 Studenten werden nicht übernommen. Es wurden Mitarbeiter entlassen und es können auch keine neuen eingestellt werden.

    So gesehen wünsche ich jedem Kopierer, dass er einmal in diese schöne Lage kommt, dass sein Job und die Existenz seiner Familie durch den nicht entstandenen Schaden zerstört wird.

    Ich würde zu gerne sehen, wie die Ritter für das Recht auf die Raubkopie reagieren, wenn sie selbst davon betroffen sind. Wo dann ihre ach so tollen Argumente bleiben.

    Wie heißt das alte Sprichwort: Was du nicht willst, das man dir tu, …

    • ro sagt:

      Ziemlich guter Punkt. Erinnert mich an das letzte Spiel von Chris Taylor – da sind die ersten paar Tage die ehrlichen Kunden gar nicht auf die Online-Server gekommen, um gegen andere Strategen zu spielen, weil diese von den Raubkopierern komplett überlastet waren.

      So gerne ich mir auch die Schachtel kaufe und ins Regal stelle – letztendlich kann wohl nur ein Steam- oder MMO-Modell die ganze Nummer unterbinden.

  87. jeff.smart sagt:

    Also dein Kommentar Boris, ist ziemlich neben der Sache.
    Er ist extrem kurzsichtig und berücksichtigt keinerlei
    Fakten. Wie kommme ich zu diesem Urteil?

    Software ohne Lizenz zu kopieren ist
    begriffslogisch schon mal kein “Raub”.
    Dass trotzdem so zu nennen, dient allein der Stimmungsmache, aber nicht der Sachlichkeit.

    Weiter wird der Inhalt der Webseite tendenziös
    und im Ergebnis falsch wiedergegeben. Denn der
    Urheber der Webseite des IPhone Spiels liefert
    keinerlei Fakten für seine Schlussfolgerung, wer
    “Pirat” ist, und wer nicht.

    Tatsache ist, dass der Hersteller jeden als “Pirat”
    “geflaggt” hat, dessen IPhone “Jailbroken” ist,
    und seine Software beinhaltet. Daraus kann aber
    keineswegs geschlossen werden, dass der Verwender
    keine Lizenz besitzt.

    Weiter wird hier entstellend behauptet, dass die
    These vom Testen der “Piraten” danach unzutreffend sei.
    Das Gegenteil ist jedoch richtig, denn der Urheber der
    IPhonesoftware schließt aus seinen Daten selbst
    ausdrücklich, dass die “Piraten” sein Spiel
    tatsächlich nur angetestet haben: “Pirates generally
    have a lower attention span – they quickly move on to
    the next game.”

    Lieber Boris, deine Entrüstung ist also im Ergebnis
    ziemlich lächerlich und wenig glaubhaft. Du
    verdummst hier die halbgebildete Zockergemeinde.
    Dass du es besser weißt unterstelle ich dir mal
    wohlwollend. Des Englischen bist du gewiss auch mächtig.
    Es ist daher ein Armutszeugnis dass du in deinem
    privaten Blog als die Welt durch die Brille deines
    Arbeitgebers verdreht darstellst.

    Das hast du doch eigentlich nicht nötig…

  88. einkay sagt:

    Mal als Anregung, auch wenn ich, wie schom mehrfach erwähnt, nix von Kopien halte:
    http://www.heise.de/newsticker/meldung/Studie-Filesharer-geben-mehr-Geld-fuer-Musik-aus-847907.html

  89. Dilanor sagt:

    Ich persönlich bin ja schon eine Weile am überlegen, was man tatsächlich tun könnte um das Raubkopierproblem einzudämmen. Bei Boxed Products wird es wohl immer ein ernsthaftes Problem bleiben, aber gerade wenn es um die Frage Digital Distribution geht, denke ich, daß man tatsächlich etwas unternehmen kann. Oft wird gesagt, daß Download-To-Own für die Benutzer noch uninteressant ist, weil die Produkte häufig gleich viel Kosten wie im Laden und man sie nicht weiter vertreiben kann. Dazu kommen für den Anbieter oft rechtliche Probleme bei der sauberen Ausgestaltung von verbindlichen DRMs. Auch wenn das unausgegoren ist, glaube ich, daß es hier helfen könnte, wenn man den Publishern rechtlich weitgehende Möglichkeiten zur Ausgestaltung des DRMs einräumt, denn gerade das Steam Model gilt ja als besonders sicher gegen Raubkopien. Im Gegenzug müßte man den Anbieter verpflichten, daß das Spiel für einen gewissen Zeitraum immer wieder herunterladen kann (ähnlich XBox Live) und man müßte den Verkauf der Lizenz für das Spiel ermöglichen. Damit würde man einen Interessenausgleich zwischen Anbieter und Nutzer schaffen. Mal schaun, ob man einen Publisher dafür für einen Testlauf begeistern kann ;-)

  90. PixelED sagt:

    Selbstverständlich ist raubkopieren Scheiße. Aber wie “Respektlos” ist dein Arbeitgeber zu uns Gamer. Wir bezahlen teures Geld für XBox, für Spiele, für XBox live.
    Und was bekommen wir, mehr Extras, mehr Levels, mehr Downloads immer mehr “Bullshit” (kleine Bildchen, Avatarextras, usw.) für mehr und mehr MSPoints. Die zufälligerweise nie ganz aufgehen, so das man doch gerne den einen oder anderen Download hätte. Man muß sich nur paar Points kaufen, wo wieder was über bleibt.Zufall.
    Aber das ist noch mein kleinstes Problem, was mich als XBoxlive Fan so sehr aufregt, das ich am liebsten meine XBox euch bei Microsoft an den Kopf schmeißen würde, das sind die krassen Fehler der Konsole sowie dem Online allgemein. 3 rote Lichter, kaputtes Netzteil, Fehler X sowieso ist mir nicht nur einmal passiert (hab schon meine 3.Box), die 1.Reparatur war noch Ok, die 2. hat über ein Monat gedauert(genau in meiner Urlaubszeit,”Todgenervt”+ kein ersatz für den live ausfall). 3.mal keine Garantie, ab in die Tonne damit. Das was mich wirklich richtig aufregt(und viele meiner live Freunde) die Verbindungsprobleme beim Spielen(Server in USA), probleme Freunden beizutreten obwohl NAT offen ist und und und..es hört nicht auf.
    Laggy Spiele Laggy Spiele Laggy Spiele.
    Dafür bezahle ich teures Geld. ein XBoxlive Fan

  91. Helljumper sagt:

    Hallo Boris
    Als erstes das ist mein erster Post :-) und ich bin ein riesen Fan von dir Boris!
    Also ich habe einen iPod Touch und hatte ihn erst gejailbreaked und hab dann gemerkt das er total langsam wird und mich dann dazu enzschlossen das Geld für die Software zu bezahlen ich meine die ist ja wirklich nicht teuer. Mitlerweile habe ich 105 Euro im Appstore gelassen, undauch meine Xbox 360 Spiele habe ich alle gekauft. Mit meinen 15 Jahren fand ich zu keiner Zeit das die Spiele zu teuer seien. Klar manchmal musste ich sparen gut ist halt so man kann nicht immer alles sofort haben. Jetzt will ich mir nen Mac mini holen (Windows Vista kommt drauf ;-) ) und muss dafür sparen. Eine Frage hab ich allerdings noch ist es erlaubt am PC seine Spiele zu cracken die man original gakauft hat? Und ist was ich auch toll finde ist die Kopierschutzlösung von Halo 2 für Vista, dort kauft man sozusagen drei Lizenzen in einem Spiel und so kann man mit zwei Freunden spielen , oder war das so nicht gwollt?

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