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	<title>Kommentare zu: Hier irrt der Luibl</title>
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		<title>Von: PatTheMav</title>
		<link>http://www.dreisechzig.net/wp/archives/1801#comment-22886</link>
		<dc:creator>PatTheMav</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 16 Dec 2009 20:43:03 +0000</pubDate>
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		<description>Ich zitiere hier unten mal die angegebenen Fragen, über die sich viele aus der Zunft das Gemüt erregen, damit auch nach dem vielen Scrollen man weiß, um welche Aussage(n) es denn geht:

&quot;Wieso seit Ihr schlau und die PR-Leute doof? Welche von diesen beiden Gruppen arbeitet professioneller und hat seinen Job wirklich in einer Ausbildung gelernt?&quot;

Ich denke zunächst einmal, dass es auch Kollege Jörg nicht um &quot;schlau&quot; oder &quot;doof&quot; ging, sondern darum, dass die PR-Abteilungen der Publisher zusehends dreist werden. Gut - einige waren es schon immer, Wertungsabsprachen und Co wird es ja nicht erst seit dem ersten Kritischen Herbst von 4P gegeben haben. Und natürlich wird der steigende Erfolgsdruck aufgrund steigender Budgets dafür mit ein Grund sein, warum die PR immer dreister und mit immer härteren Bandagen ihren &quot;Pre-Release-Buzz&quot; geschützt wissen will - nicht dass zum Verkaufsstart der halbe Globus weiß, was für einen Rotz man da eigentlich in den Laden stellen musste, weil der Release noch ins finanzielle Quartal zum Zahlen-Aufhübschen fallen musste (die Shareholder hätten eine weitere Verschiebung bestimmt nicht toll gefunden...).

Es ist doch schlichtweg so, dass reine Embargos zur Harmonisierung des Erscheinungsdatums von Artikeln keine schlimme Sache sind - da kann man sich auch als aufrechter Journalist zu durchringen und sagen &quot;geht klar, is ja kein Problem, da wir ja dann alle vom Embargo betroffen sind&quot; - aber sind es denn alle? Natürlich wird&#039;s dann Webseite X und Magazin Y geben, für die das Embargo nicht gilt und dann _hofft_ man, dass da nur ein gemeinsam durchzechter Abend nach einer Messe der Grund für die Ausnahme ist. Und solange jeder einmal so eine Ausnahme bekommt und es sich nicht auf 1-2 Publikationen beschränkt, ist das an sich zwar auch schon Einflußnahme, aber nichts wo man eine bewusste Täuschung der Leser vermuten würde.

Sobald man aber Vorberichterstattung gegen gute Wertung als &quot;Embargo&quot; auferlegt, ist das einfach der dreiste Versuch, eine Publikation für die Prerelease-PR einzuspannen. Die Wertung hat man gesichert, der Name des Magazins gibt die Legitimation, die die eigenen Bulletpoints in der sonstigen PR nicht haben und die treudoofen Leser glauben dem ganzen auch noch. Das tun sie dann 2-3 mal und dann ist die Publikation verbrannt, sie gilt als käuflich und dann sucht sich die PR das nächste Opfer. Schließlich muss man nur schauen, wer aktuell wieder paar Klickzahlen braucht, die lassen sich doch bestimmt überreden...

Das ist eine Taktik, die schlichtweg &quot;blöd&quot; ist und da hilft auch die tollste PR-Ausbildung nicht! Die Käufer, welche wirklich auf Tests und Awards schauen, erwarten dass diese aufgrund von journalistischen Kriterien vergeben wurden. Verheizt man sich jedoch durch derartige Absprachen den guten Ruf der Publikationen, bringen auch die tollsten Awards auf der Packung nichts mehr. Sie sind einfach unglaubwürdig und dann für Käufer nicht mehr als die sonstige PR.

Ergo macht sich &quot;die Industrie&quot; damit die positive Wirkung des Spielejournalismus kaputt, um eine womöglich negative Wirkung kurzfristig zu verhindern? Dieses Verhalten hat langfristige Auswirkungen, die scheinbar einfach ausgeblendet werden! Und natürlich ist es eine Symbiose zwischen PR und Journalismus, aber das was hier betrieben wird, ist schlichtweg, dass die PR die Presse darum bittet, sie einfach zu belügen, damit sie besser schlafen kann - das ist dann keine Symbiose mehr, sondern das Halten eines &quot;Speichelleckers&quot;. Ergo sollte &quot;die Industrie&quot; ein gesundes Interesse an ehrlicher Presse haben. Und auch daran, ehrliche Reviews zum Verkaufsstart online zu haben. Und wenn das Produkt sowas nicht hergibt, gibt&#039;s halt keine Vorberichterstattung!

Natürlich ist es ihr Recht, Vorabkopien einzubehalten. Und die Presse hat kein Recht auf diese Vorabkopien. Aber derartige Embargos sind bewusste Einflußnahme, v.a. da jeder PRler weiß, dass die Onlinemagazine auf Klickzahlen und Aktualität angewiesen sind - derartige Embargos sind das bewusste Ausnutzen der marktwirtschaftlichen Situation der Onlinemagazine. Es ist kein Verbrechen und es ist auch legitim - fair oder moralisch einwandfrei ist es jedoch nicht!

Was mich zu deiner zweiten Frage bringt: Ich halte einen Menschen nur wegen einer professionellen Ausbildung deshalb nicht a-priori für besser geeignet für einen Job. Mir sind in der PR schon Menschen untergekommen, die dir zwar viel Bullshit erzählen können von Produkten, von denen sie Null verstehen, aber für diese war die Presse nur ein weiteres &quot;Tool&quot; in ihrem Werkzeugkasten. Mir sind da doch die vielen, vielen Quereinsteiger auf beiden Seiten der Branche viel lieber, die das tun, was sie tun, weil ihr Herz für diese Branche schlägt.

Dass ich &quot;Thumbs up&quot; und &quot;Thumbs down&quot; für Tests besser finde, kann ich dann ja unter den anderen Beitrag setzen ;)</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Ich zitiere hier unten mal die angegebenen Fragen, über die sich viele aus der Zunft das Gemüt erregen, damit auch nach dem vielen Scrollen man weiß, um welche Aussage(n) es denn geht:</p>
<p>&#8220;Wieso seit Ihr schlau und die PR-Leute doof? Welche von diesen beiden Gruppen arbeitet professioneller und hat seinen Job wirklich in einer Ausbildung gelernt?&#8221;</p>
<p>Ich denke zunächst einmal, dass es auch Kollege Jörg nicht um &#8220;schlau&#8221; oder &#8220;doof&#8221; ging, sondern darum, dass die PR-Abteilungen der Publisher zusehends dreist werden. Gut &#8211; einige waren es schon immer, Wertungsabsprachen und Co wird es ja nicht erst seit dem ersten Kritischen Herbst von 4P gegeben haben. Und natürlich wird der steigende Erfolgsdruck aufgrund steigender Budgets dafür mit ein Grund sein, warum die PR immer dreister und mit immer härteren Bandagen ihren &#8220;Pre-Release-Buzz&#8221; geschützt wissen will &#8211; nicht dass zum Verkaufsstart der halbe Globus weiß, was für einen Rotz man da eigentlich in den Laden stellen musste, weil der Release noch ins finanzielle Quartal zum Zahlen-Aufhübschen fallen musste (die Shareholder hätten eine weitere Verschiebung bestimmt nicht toll gefunden&#8230;).</p>
<p>Es ist doch schlichtweg so, dass reine Embargos zur Harmonisierung des Erscheinungsdatums von Artikeln keine schlimme Sache sind &#8211; da kann man sich auch als aufrechter Journalist zu durchringen und sagen &#8220;geht klar, is ja kein Problem, da wir ja dann alle vom Embargo betroffen sind&#8221; &#8211; aber sind es denn alle? Natürlich wird&#8217;s dann Webseite X und Magazin Y geben, für die das Embargo nicht gilt und dann _hofft_ man, dass da nur ein gemeinsam durchzechter Abend nach einer Messe der Grund für die Ausnahme ist. Und solange jeder einmal so eine Ausnahme bekommt und es sich nicht auf 1-2 Publikationen beschränkt, ist das an sich zwar auch schon Einflußnahme, aber nichts wo man eine bewusste Täuschung der Leser vermuten würde.</p>
<p>Sobald man aber Vorberichterstattung gegen gute Wertung als &#8220;Embargo&#8221; auferlegt, ist das einfach der dreiste Versuch, eine Publikation für die Prerelease-PR einzuspannen. Die Wertung hat man gesichert, der Name des Magazins gibt die Legitimation, die die eigenen Bulletpoints in der sonstigen PR nicht haben und die treudoofen Leser glauben dem ganzen auch noch. Das tun sie dann 2-3 mal und dann ist die Publikation verbrannt, sie gilt als käuflich und dann sucht sich die PR das nächste Opfer. Schließlich muss man nur schauen, wer aktuell wieder paar Klickzahlen braucht, die lassen sich doch bestimmt überreden&#8230;</p>
<p>Das ist eine Taktik, die schlichtweg &#8220;blöd&#8221; ist und da hilft auch die tollste PR-Ausbildung nicht! Die Käufer, welche wirklich auf Tests und Awards schauen, erwarten dass diese aufgrund von journalistischen Kriterien vergeben wurden. Verheizt man sich jedoch durch derartige Absprachen den guten Ruf der Publikationen, bringen auch die tollsten Awards auf der Packung nichts mehr. Sie sind einfach unglaubwürdig und dann für Käufer nicht mehr als die sonstige PR.</p>
<p>Ergo macht sich &#8220;die Industrie&#8221; damit die positive Wirkung des Spielejournalismus kaputt, um eine womöglich negative Wirkung kurzfristig zu verhindern? Dieses Verhalten hat langfristige Auswirkungen, die scheinbar einfach ausgeblendet werden! Und natürlich ist es eine Symbiose zwischen PR und Journalismus, aber das was hier betrieben wird, ist schlichtweg, dass die PR die Presse darum bittet, sie einfach zu belügen, damit sie besser schlafen kann &#8211; das ist dann keine Symbiose mehr, sondern das Halten eines &#8220;Speichelleckers&#8221;. Ergo sollte &#8220;die Industrie&#8221; ein gesundes Interesse an ehrlicher Presse haben. Und auch daran, ehrliche Reviews zum Verkaufsstart online zu haben. Und wenn das Produkt sowas nicht hergibt, gibt&#8217;s halt keine Vorberichterstattung!</p>
<p>Natürlich ist es ihr Recht, Vorabkopien einzubehalten. Und die Presse hat kein Recht auf diese Vorabkopien. Aber derartige Embargos sind bewusste Einflußnahme, v.a. da jeder PRler weiß, dass die Onlinemagazine auf Klickzahlen und Aktualität angewiesen sind &#8211; derartige Embargos sind das bewusste Ausnutzen der marktwirtschaftlichen Situation der Onlinemagazine. Es ist kein Verbrechen und es ist auch legitim &#8211; fair oder moralisch einwandfrei ist es jedoch nicht!</p>
<p>Was mich zu deiner zweiten Frage bringt: Ich halte einen Menschen nur wegen einer professionellen Ausbildung deshalb nicht a-priori für besser geeignet für einen Job. Mir sind in der PR schon Menschen untergekommen, die dir zwar viel Bullshit erzählen können von Produkten, von denen sie Null verstehen, aber für diese war die Presse nur ein weiteres &#8220;Tool&#8221; in ihrem Werkzeugkasten. Mir sind da doch die vielen, vielen Quereinsteiger auf beiden Seiten der Branche viel lieber, die das tun, was sie tun, weil ihr Herz für diese Branche schlägt.</p>
<p>Dass ich &#8220;Thumbs up&#8221; und &#8220;Thumbs down&#8221; für Tests besser finde, kann ich dann ja unter den anderen Beitrag setzen <img src='http://www.dreisechzig.net/wp/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' /> </p>
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		<title>Von: Boris Schneider-Johne</title>
		<link>http://www.dreisechzig.net/wp/archives/1801#comment-22873</link>
		<dc:creator>Boris Schneider-Johne</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 10 Dec 2009 15:38:07 +0000</pubDate>
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		<description>Ich stehe weiterhin zu meiner Gegenfrage, die eben _nicht_ sagt &quot;Webseitenschreiber sind doof&quot;, obwohl man das beim flüchtigen Lesen natürlich so verstehen kann.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Ich stehe weiterhin zu meiner Gegenfrage, die eben _nicht_ sagt &#8220;Webseitenschreiber sind doof&#8221;, obwohl man das beim flüchtigen Lesen natürlich so verstehen kann.</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: Garry Leusch</title>
		<link>http://www.dreisechzig.net/wp/archives/1801#comment-22872</link>
		<dc:creator>Garry Leusch</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 10 Dec 2009 13:53:17 +0000</pubDate>
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		<description>Hier muss ich doch mal etwas zu sagen. Ich darf zitieren:

&quot;Wieso seit Ihr schlau und die PR-Leute doof? Welche von diesen beiden Gruppen arbeitet professioneller und hat seinen Job wirklich in einer Ausbildung gelernt?&quot;

Das ist nun wirklich eine ziemliche Anmaßung. Wenn ich einmal die vollkommerziellen Webseiten als Maßstab nehme, dann darf ich darauf hinweisen, dass die mit Sicherheit nicht weniger professionell arbeiten als die &quot;PR Leute&quot;. 

Ohne arrogant klingen zu wollen ist das Bildungsniveau bei uns sehr hoch, das sind studierte Leute und die arbeiten mit Akribie und Leidenschaft für ihr Projekt. Dass sich der Herr Schneider-Johne zu solchen Mutmaßungen und Aussagen hinreißen lässt, bestätigt ja nur, dass er offenbar keine Ahnung hat, wie professionelles Internet-Business abläuft.

Im übrigen darf ich feststellen, dass ich mit Herrn Luibl und seinen immer wieder sehr erheiternden Kolumnen (könnte das so gewollt sein?) meist nicht übereinstimme. Trotzdem aber ist der Kommentar von Herrn Schneider-Johne vollkommen Fehl am Platze - zumindest die Unterstellungen sind beschämend: für uns und auch für anderen Online Magazine.

Gruß
Garry</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Hier muss ich doch mal etwas zu sagen. Ich darf zitieren:</p>
<p>&#8220;Wieso seit Ihr schlau und die PR-Leute doof? Welche von diesen beiden Gruppen arbeitet professioneller und hat seinen Job wirklich in einer Ausbildung gelernt?&#8221;</p>
<p>Das ist nun wirklich eine ziemliche Anmaßung. Wenn ich einmal die vollkommerziellen Webseiten als Maßstab nehme, dann darf ich darauf hinweisen, dass die mit Sicherheit nicht weniger professionell arbeiten als die &#8220;PR Leute&#8221;. </p>
<p>Ohne arrogant klingen zu wollen ist das Bildungsniveau bei uns sehr hoch, das sind studierte Leute und die arbeiten mit Akribie und Leidenschaft für ihr Projekt. Dass sich der Herr Schneider-Johne zu solchen Mutmaßungen und Aussagen hinreißen lässt, bestätigt ja nur, dass er offenbar keine Ahnung hat, wie professionelles Internet-Business abläuft.</p>
<p>Im übrigen darf ich feststellen, dass ich mit Herrn Luibl und seinen immer wieder sehr erheiternden Kolumnen (könnte das so gewollt sein?) meist nicht übereinstimme. Trotzdem aber ist der Kommentar von Herrn Schneider-Johne vollkommen Fehl am Platze &#8211; zumindest die Unterstellungen sind beschämend: für uns und auch für anderen Online Magazine.</p>
<p>Gruß<br />
Garry</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: yanu23</title>
		<link>http://www.dreisechzig.net/wp/archives/1801#comment-22796</link>
		<dc:creator>yanu23</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 27 Nov 2009 21:01:41 +0000</pubDate>
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		<description>Ich schreibe selber in meiner Freizeit Spieletests bei einem grösseren Game Portal und möchte meine private Meinung zu diesem Blogeintrag kundtun.

Ein Publisher, hat meiner Meinung nach das Recht, einem Medium gewisse Auflagen zu stellen - die Wertung, ist aber darin ganz sicher nicht enthalten! Ich spreche von einem Embargo oder dass basierend auf dieser Vorabversion keine endgültigen Wertungen gegeben werden dürfen. Denn ich persönlich, bin der Meinung, dass die endgültige Wertung nur basierend auf Review Codes oder Release-Versionen gemacht werden sollten - auf keinen Fall mit dem unfertigen Game. Wenn die Magazine, aber mit einem unfertigen Game ihre endgültigen Tests schreiben dürfen, ist die logische Schlussfolgerung, dass man den Magazinen eine Wertung vorschreibt - das verstehe sogar ich. Was ich aber keinesfalls korrekt finde. Es wäre in jedem Fall sinniger, wenn die Publisher nicht die  Wertung vorschreiben würden. Sondern den Magazinen mitteilen würden, dass keine endgültigen Wertungen basierend auf Vorabversionen zuschreiben sind!

Denn so bald mir ein Publisher eine Vorabversion in die Hände gibt, sollte er auch negative Berichte akzeptieren können. Nicht nur ich als Tester, will meine Previews basierend auf Vorabversionen schreiben, sondern auch der Publisher hat Interesse daran, dass sein Spiel in die Presse kommt - auch vor Release. Das darfst du nicht vergessen Boris. Wenn ihr uns aber vorschreiben wollt, was wir schreiben sollen, dann macht dies über die Marketing-Abteilung und zahlt dafür. Dafür kriegt ihr zwar Werbung und keine Berichte! Aber ihr könnt genau steuern was kommt.

Wir zum Beispiel, vergeben keine Wertungen basierend auf Vorabversionen. Bei uns gilt der Grundsatz, dass wir Wertungen erst vergeben, wenn wir die endgültige Version im Laufwerk haben.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Ich schreibe selber in meiner Freizeit Spieletests bei einem grösseren Game Portal und möchte meine private Meinung zu diesem Blogeintrag kundtun.</p>
<p>Ein Publisher, hat meiner Meinung nach das Recht, einem Medium gewisse Auflagen zu stellen &#8211; die Wertung, ist aber darin ganz sicher nicht enthalten! Ich spreche von einem Embargo oder dass basierend auf dieser Vorabversion keine endgültigen Wertungen gegeben werden dürfen. Denn ich persönlich, bin der Meinung, dass die endgültige Wertung nur basierend auf Review Codes oder Release-Versionen gemacht werden sollten &#8211; auf keinen Fall mit dem unfertigen Game. Wenn die Magazine, aber mit einem unfertigen Game ihre endgültigen Tests schreiben dürfen, ist die logische Schlussfolgerung, dass man den Magazinen eine Wertung vorschreibt &#8211; das verstehe sogar ich. Was ich aber keinesfalls korrekt finde. Es wäre in jedem Fall sinniger, wenn die Publisher nicht die  Wertung vorschreiben würden. Sondern den Magazinen mitteilen würden, dass keine endgültigen Wertungen basierend auf Vorabversionen zuschreiben sind!</p>
<p>Denn so bald mir ein Publisher eine Vorabversion in die Hände gibt, sollte er auch negative Berichte akzeptieren können. Nicht nur ich als Tester, will meine Previews basierend auf Vorabversionen schreiben, sondern auch der Publisher hat Interesse daran, dass sein Spiel in die Presse kommt &#8211; auch vor Release. Das darfst du nicht vergessen Boris. Wenn ihr uns aber vorschreiben wollt, was wir schreiben sollen, dann macht dies über die Marketing-Abteilung und zahlt dafür. Dafür kriegt ihr zwar Werbung und keine Berichte! Aber ihr könnt genau steuern was kommt.</p>
<p>Wir zum Beispiel, vergeben keine Wertungen basierend auf Vorabversionen. Bei uns gilt der Grundsatz, dass wir Wertungen erst vergeben, wenn wir die endgültige Version im Laufwerk haben.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Bash</title>
		<link>http://www.dreisechzig.net/wp/archives/1801#comment-22794</link>
		<dc:creator>Bash</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 27 Nov 2009 17:06:55 +0000</pubDate>
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		<description>Öh und der Autodidakt darf dann NACH Erscheinen schreiben, was er will? Oder hättest Du ganz gerne, dass er gar keinen Test schreibt? 

Klingt für mich fast so, als ob die Versorgung mit Früh-Mustern und Knebelvertrag die einzige Möglichkeit ist, diesem &quot;Autodidakten&quot; eine Note abzuluchsen, die er selbst so nicht &quot;gefunden&quot; hätte.

Das ist dann jetzt alles doch ein wenig entlarvend. Du bist von vorne herein mit der Person an sich als Tester unzufrieden, bist aber (unter Vorbedingungen) doch bereit, ihm ein Testmuster im Vorfeld zu schicken?

Wo liegt denn da bitte die Konsequenz? Da hab ich ja dann doch fast das Gefühl, dass Du es Deinen 100 Leuten, die zwei Jahre an dem Spiel gearbeitet haben, nicht zumuten kannst, die Zielgruppe des Autodidakten nicht auch noch zu erreichen.

Find ich ehrlich gesagt nicht wirklich schön...</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Öh und der Autodidakt darf dann NACH Erscheinen schreiben, was er will? Oder hättest Du ganz gerne, dass er gar keinen Test schreibt? </p>
<p>Klingt für mich fast so, als ob die Versorgung mit Früh-Mustern und Knebelvertrag die einzige Möglichkeit ist, diesem &#8220;Autodidakten&#8221; eine Note abzuluchsen, die er selbst so nicht &#8220;gefunden&#8221; hätte.</p>
<p>Das ist dann jetzt alles doch ein wenig entlarvend. Du bist von vorne herein mit der Person an sich als Tester unzufrieden, bist aber (unter Vorbedingungen) doch bereit, ihm ein Testmuster im Vorfeld zu schicken?</p>
<p>Wo liegt denn da bitte die Konsequenz? Da hab ich ja dann doch fast das Gefühl, dass Du es Deinen 100 Leuten, die zwei Jahre an dem Spiel gearbeitet haben, nicht zumuten kannst, die Zielgruppe des Autodidakten nicht auch noch zu erreichen.</p>
<p>Find ich ehrlich gesagt nicht wirklich schön&#8230;</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: AdlerMannheim</title>
		<link>http://www.dreisechzig.net/wp/archives/1801#comment-22783</link>
		<dc:creator>AdlerMannheim</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 27 Nov 2009 10:06:50 +0000</pubDate>
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		<description>Über die Unabhängigkeit der Spieleindustrie kann man sich wirklich zusätzlich streiten, wenn man sich bei VGA die &quot;Game of the Year Nominees genauer ansieht.

http://www.gametrailers.com/event/vga/vote/34723

Sind alles Big Budget Spiele.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Über die Unabhängigkeit der Spieleindustrie kann man sich wirklich zusätzlich streiten, wenn man sich bei VGA die &#8220;Game of the Year Nominees genauer ansieht.</p>
<p><a href="http://www.gametrailers.com/event/vga/vote/34723" rel="nofollow">http://www.gametrailers.com/event/vga/vote/34723</a></p>
<p>Sind alles Big Budget Spiele.</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: DerDude</title>
		<link>http://www.dreisechzig.net/wp/archives/1801#comment-22778</link>
		<dc:creator>DerDude</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 27 Nov 2009 02:25:02 +0000</pubDate>
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		<description>Ein Problem ist sicherlich, daß die Journalie sich in ihrer Gesamtheit nie so geschlossen geben wird, als daß ein Publisher sich um die Gunst des Mediums an sich bemühen müßte. Für jedes einzelne Magazin bestünde ein großer Anreiz, einen hypothetischen Boykott zu brechen. Und dies weiß natürlich ein Publisher und kann so aus einer Position der Stärke seine Bedingungen diktieren: er korrumpiert somit das System und zieht daraus einen wirtschaftlichen Vorteil.

Dieses Verhalten allerdings moralisch neutral oder gar nicht zu bewerten, die Schwäche des anderen Parts gar als eine Verfehlungen darzustellen, geht mir entschieden zu weit.

Es ist und bleibt der Publisher, der sich  einen Vorteil verschafft, in dem er die Verhandlungsschwäche jedes einzelnen Verlages und die Uneinigkeit der Branche ausnutzt.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Ein Problem ist sicherlich, daß die Journalie sich in ihrer Gesamtheit nie so geschlossen geben wird, als daß ein Publisher sich um die Gunst des Mediums an sich bemühen müßte. Für jedes einzelne Magazin bestünde ein großer Anreiz, einen hypothetischen Boykott zu brechen. Und dies weiß natürlich ein Publisher und kann so aus einer Position der Stärke seine Bedingungen diktieren: er korrumpiert somit das System und zieht daraus einen wirtschaftlichen Vorteil.</p>
<p>Dieses Verhalten allerdings moralisch neutral oder gar nicht zu bewerten, die Schwäche des anderen Parts gar als eine Verfehlungen darzustellen, geht mir entschieden zu weit.</p>
<p>Es ist und bleibt der Publisher, der sich  einen Vorteil verschafft, in dem er die Verhandlungsschwäche jedes einzelnen Verlages und die Uneinigkeit der Branche ausnutzt.</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: Karla Kolumna</title>
		<link>http://www.dreisechzig.net/wp/archives/1801#comment-22765</link>
		<dc:creator>Karla Kolumna</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 26 Nov 2009 14:06:00 +0000</pubDate>
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		<description>&quot;Wäre die Aussage: &quot;Hersteller sollten generell keine Vorabmuster verteilen, wenn sie Angst vor schlechten Wertungen haben&quot;, hätte ich überhaupt kein Problem mit der Haltung.&quot;

Das wäre auch eine Aussage. Aber auch da kann man für Boris eine Lanze brechen und behaupten, das er tief in seinem Herzen vielleicht noch mehr Journalist ist, als viele glauben. Denn auch ihm wird nicht entgangen sein, wie schwer Redakteure und Journalisten mittlerweile ihre Brötchen verdienen müssen. Ihnen in der Hinsicht eine Wahl zu lassen, finde ich ok. Ist nur die Frage,wie verantwortungsvoll mit dieser Wahl umgegangen wird. Daran lässt sich am Ende erkennen, wie viel Wert der Pressekodex noch besitzt.  

&quot;Ziffer 15  -  Vergünstigungen
Die Annahme von Vorteilen jeder Art, die geeignet sein könnten, die Entscheidungsfreiheit von Verlag und Redaktion zu beeinträchtigen, sind mit dem Ansehen, der Unabhängigkeit und der Aufgabe der Presse unvereinbar. Wer sich für die Verbreitung oder Unterdrückung von Nachrichten bestechen lässt, handelt unehrenhaft und berufswidrig. &quot;</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>&#8220;Wäre die Aussage: &#8220;Hersteller sollten generell keine Vorabmuster verteilen, wenn sie Angst vor schlechten Wertungen haben&#8221;, hätte ich überhaupt kein Problem mit der Haltung.&#8221;</p>
<p>Das wäre auch eine Aussage. Aber auch da kann man für Boris eine Lanze brechen und behaupten, das er tief in seinem Herzen vielleicht noch mehr Journalist ist, als viele glauben. Denn auch ihm wird nicht entgangen sein, wie schwer Redakteure und Journalisten mittlerweile ihre Brötchen verdienen müssen. Ihnen in der Hinsicht eine Wahl zu lassen, finde ich ok. Ist nur die Frage,wie verantwortungsvoll mit dieser Wahl umgegangen wird. Daran lässt sich am Ende erkennen, wie viel Wert der Pressekodex noch besitzt.  </p>
<p>&#8220;Ziffer 15  &#8211;  Vergünstigungen<br />
Die Annahme von Vorteilen jeder Art, die geeignet sein könnten, die Entscheidungsfreiheit von Verlag und Redaktion zu beeinträchtigen, sind mit dem Ansehen, der Unabhängigkeit und der Aufgabe der Presse unvereinbar. Wer sich für die Verbreitung oder Unterdrückung von Nachrichten bestechen lässt, handelt unehrenhaft und berufswidrig. &#8220;</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: Manzbuur</title>
		<link>http://www.dreisechzig.net/wp/archives/1801#comment-22763</link>
		<dc:creator>Manzbuur</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 26 Nov 2009 12:27:02 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.dreisechzig.net/wp/archives/1801#comment-22763</guid>
		<description>Meine Postings waren anfangs noch recht &quot;aggressiv&quot;. Das lag daran, dass ich bei diesem Thema und der dahinterstehenden Logik sehr empfindlich reagiere.

Dein Post, Fabulom, kann ich inhaltlich nur voll und ganz zustimmen! Ich hoffe, es wird vielen Lesern und dem Autor des obigen Beitrags überhaupt deutlich, worum es hier geht.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Meine Postings waren anfangs noch recht &#8220;aggressiv&#8221;. Das lag daran, dass ich bei diesem Thema und der dahinterstehenden Logik sehr empfindlich reagiere.</p>
<p>Dein Post, Fabulom, kann ich inhaltlich nur voll und ganz zustimmen! Ich hoffe, es wird vielen Lesern und dem Autor des obigen Beitrags überhaupt deutlich, worum es hier geht.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Fabulom</title>
		<link>http://www.dreisechzig.net/wp/archives/1801#comment-22736</link>
		<dc:creator>Fabulom</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 25 Nov 2009 18:47:47 +0000</pubDate>
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		<description>Für mich bleibt ebenfalls ein schaler Beigeschmack, wenn der Hersteller sich ein temporäres Verschwiegenheitsversprechen geben lässt im Falle schlechter Vorveröffentlichungstests. PR hat zum Ziel, ein Produkt bekannt zu machen, Begehrlichkeiten zu wecken, das Produkt in bestem Licht erscheinen zu lassen. Weiter oben wurde ein womöglich ungeschickter Vergleich mit Kriegsberichterstattung gezogen. Ich musste bei Boris Argumenten allerdings ebenfalls an eine Analogie aus diesem Bereich denken. Mir kam der erste Golfkrieg in den Sinn, der PR-mäßig großartig betreut worden war. Ich denke, kein PR-Manager der US Army wurde währenddessen gefeuert. Als später jedoch herauskam, dass einiges stimmungsmachendes Filmmaterial, mit dem die Presse versorgt worden war, von Ölkatastrophen vor Kanada stammte u.ä.m., da wurden wahrscheinlich einige PR-Jobs vakant. Erst jetzt hatte die PR gefumblet. Was ich damit sagen will: &quot;Wahrheit&quot; gehört nicht zu den direkten Zielen von PR (wenngleich es ein Nebenziel sein kann, sofern negative Rückkoppelungen beim ertappten Lügen zu erwarten sind). Zuallerst kommt die Publicity und das Gewogen-Machen der Zielgruppe. Um diese höchste Zielsetzung zu verdeutlichen, sei der Vergleich gestattet.

Jeder Versuch der PR, ihre Kontrolle über Informationsflüsse und Öffentlichkeitswahrnehmung weiter auszudehnen, erzeugt daher bei mir ein Unbehagen, da es vom Wunsch positiver Darstellung zur aktiven Unterdrückung (frühzeitiger) negativer Wahrnehmungsäußerungen ein Schritt in die falsche Richtung ist. Ein PR-Profi hat andere Ziele als ein Journalist-Profi. Der Vergleich des vermuteten unterschiedlichen Ausbildungsstand ist deshalb einer von Äpfeln und Birnen. Nach meinem Verständnis gehört die Suche nach der &quot;Wahrheit&quot; oder einer fundierten Meinung zu den primären Zielen eines Journalisten, während die Öffentlichkeitsdarstellung bestenfalls ein Nebenziel ist (weil man z.B. Leser binden will). Einem Journalisten gewähre ich daher a priori eine höhere Glaubwürdigkeit als einem PR-Manager. Auf einen Satz verkürzt: &quot;Ein PR-Manager muss seine Glaubwürdigkeit erst beweisen, ein Journalist erst seine Unglaubwürdigkeit&quot;.

Wäre die Aussage: &quot;Hersteller sollten generell keine Vorabmuster verteilen, wenn sie Angst vor schlechten Wertungen haben&quot;, hätte ich überhaupt kein Problem mit der Haltung. Das Angebot des Herstellers an den Journalisten, nur bei positiver Berichterstattung am wirtschaftlichen Vorteil partizipieren zu können, droht Medien hingegen ernsthaft zu korrumpieren. Man instrumentalisiert ein Medium durch Einflußnahme auf sein ureigenes Metier (ein Test&quot;bericht&quot;, der hat ja etwas objektives). Viele Kommentare über dieses Dilemma sind zynisch und einige mögen zu Recht mit dem &quot;real existierenden Journalismus&quot; und den &quot;real existierenden Lesern&quot; hadern. Anyway, grundsätzlich halte ich so ein Herstellerangebot für unseriös und grenzverletzend.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Für mich bleibt ebenfalls ein schaler Beigeschmack, wenn der Hersteller sich ein temporäres Verschwiegenheitsversprechen geben lässt im Falle schlechter Vorveröffentlichungstests. PR hat zum Ziel, ein Produkt bekannt zu machen, Begehrlichkeiten zu wecken, das Produkt in bestem Licht erscheinen zu lassen. Weiter oben wurde ein womöglich ungeschickter Vergleich mit Kriegsberichterstattung gezogen. Ich musste bei Boris Argumenten allerdings ebenfalls an eine Analogie aus diesem Bereich denken. Mir kam der erste Golfkrieg in den Sinn, der PR-mäßig großartig betreut worden war. Ich denke, kein PR-Manager der US Army wurde währenddessen gefeuert. Als später jedoch herauskam, dass einiges stimmungsmachendes Filmmaterial, mit dem die Presse versorgt worden war, von Ölkatastrophen vor Kanada stammte u.ä.m., da wurden wahrscheinlich einige PR-Jobs vakant. Erst jetzt hatte die PR gefumblet. Was ich damit sagen will: &#8220;Wahrheit&#8221; gehört nicht zu den direkten Zielen von PR (wenngleich es ein Nebenziel sein kann, sofern negative Rückkoppelungen beim ertappten Lügen zu erwarten sind). Zuallerst kommt die Publicity und das Gewogen-Machen der Zielgruppe. Um diese höchste Zielsetzung zu verdeutlichen, sei der Vergleich gestattet.</p>
<p>Jeder Versuch der PR, ihre Kontrolle über Informationsflüsse und Öffentlichkeitswahrnehmung weiter auszudehnen, erzeugt daher bei mir ein Unbehagen, da es vom Wunsch positiver Darstellung zur aktiven Unterdrückung (frühzeitiger) negativer Wahrnehmungsäußerungen ein Schritt in die falsche Richtung ist. Ein PR-Profi hat andere Ziele als ein Journalist-Profi. Der Vergleich des vermuteten unterschiedlichen Ausbildungsstand ist deshalb einer von Äpfeln und Birnen. Nach meinem Verständnis gehört die Suche nach der &#8220;Wahrheit&#8221; oder einer fundierten Meinung zu den primären Zielen eines Journalisten, während die Öffentlichkeitsdarstellung bestenfalls ein Nebenziel ist (weil man z.B. Leser binden will). Einem Journalisten gewähre ich daher a priori eine höhere Glaubwürdigkeit als einem PR-Manager. Auf einen Satz verkürzt: &#8220;Ein PR-Manager muss seine Glaubwürdigkeit erst beweisen, ein Journalist erst seine Unglaubwürdigkeit&#8221;.</p>
<p>Wäre die Aussage: &#8220;Hersteller sollten generell keine Vorabmuster verteilen, wenn sie Angst vor schlechten Wertungen haben&#8221;, hätte ich überhaupt kein Problem mit der Haltung. Das Angebot des Herstellers an den Journalisten, nur bei positiver Berichterstattung am wirtschaftlichen Vorteil partizipieren zu können, droht Medien hingegen ernsthaft zu korrumpieren. Man instrumentalisiert ein Medium durch Einflußnahme auf sein ureigenes Metier (ein Test&#8221;bericht&#8221;, der hat ja etwas objektives). Viele Kommentare über dieses Dilemma sind zynisch und einige mögen zu Recht mit dem &#8220;real existierenden Journalismus&#8221; und den &#8220;real existierenden Lesern&#8221; hadern. Anyway, grundsätzlich halte ich so ein Herstellerangebot für unseriös und grenzverletzend.</p>
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