Die Spionage-Story (die keine ist)

Von Boris, Mi, 3. Nov 2010 17:43

Im Rahmen der “Mit Sensationen holt man Klicks (holt man Adimpressions und damit Geld)” Stimmung bei Spielewebseiten geht heute mal wieder eine völlig blödsinnige Story durch das Netz. Da wird munter behauptet, Microsoft würde wohl in Zukunft Kinect-Spieler ausspionieren – so wie Microsoft das ja auch auf dem PC tut.

Der ganze Artikel ist ausgemachter Schwachsinn, weil jemand wohl absichtlich Microsoft ans Bein pinkeln will. Dies beginnt mit der Aussage, daß Microsoft PC Benutzer ausspionieren würde. Der Autor scheint sowas mal in den Neunziger Jahren unbewiesen gelesen zu haben. Ich kann jedenfalls keine seriösen Berichte finden, das Microsoft Benutzer ausspionieren würde. Beweise (und keine Verschwörungstheorien) bitte in die Kommentare, danke. Ich kenne durch meine häufigen Unterweisungen durch die Datenschutzbeauftragten bei Microsoft die Richtlinien der Firma mehr als genug. Da wird nicht spioniert, die Firma ist geradezu panisch, nicht ein “Datum” zu viel zu sammeln. Als Beispiel: Selbst wenn ich nur eine Bestellung für Werbekugelschreiber aufgebe, muß ich persönlich bestätigen, daß damit keine Benutzerdaten gesammelt werden. Und daß der Hersteller des Werbekugelschreibers keine Benutzerdaten sammeln wird, die irgendwie mit Microsoft-Daten verknüpft werden könnten. Microsoft ist da sehr kleinlich, geradezu übervorsichtig.

Aber was steht denn eigentlich in den “Terms of Use” mit denen Microsoft sich angeblich Spionagerechte rausnimmt? Da heißt es am Anfang des Absatz 9:

Um den Service zu betreiben und anzubieten, erheben wir bestimmte Informationen über Sie. Wir nutzen und schützen diese Informationen, wie in der Microsoft Online Datenschutzerklärung beschrieben (http://go.microsoft.com/fwlink/?LinkId=81184). Wir können uns zu bestimmten Informationen einschließlich Ihres Kontos und der Inhalte Ihrer Kommunikationen Zugang verschaffen und diese preisgeben, um das Gesetz einzuhalten oder einer Aufforderung in einem rechtlichen Verfahren nachzukommen.

Also. Wenn Microsoft rechtsgültig (!) aufgefordert wird, Daten über seine Kunden preiszugeben, wird Microsoft das Gesetz nicht brechen, sondern das auch tun. Wie übrigens jeder andere Onlinedienst auch. Oder Internetanbieter. Oder Telefon/Handy-Anbieter.

Und am Ende steht:

Sie sollten keinen besonderen Datenschutz in Bezug auf Ihre Nutzung der Live-Kommunikationsfunktionen des Services erwarten (wie z. B. Sprach-Chat, Video und Kommunikationen in live-gehosteten Spielesitzungen). Diese Kommunikation kann überwacht werden. Wir können nicht den gesamten Service überwachen und unternehmen auch keinen diesbezüglichen Versuch. Sie nehmen zur Kenntnis, dass diese Kommunikation von anderen aufgezeichnet und verwendet werden kann und die Kommunikation in live-gehosteten Spielesitzungen an Dritte gesendet werden kann. Einige Spiele können Spiel-Manager und Hosts haben. Spiel-Manager und Hosts sind keine autorisierten Microsoft-Sprecher und ihre Ansichten spiegeln nicht notwendigerweise die von Microsoft wider.

Rechtsanwälte sind in der Notwendigkeit einer möglichst korrekten Darstellung oft nicht die übersichtlichsten Schreiber, aber der Absatz ist doch eigentlich ganz klar: Video und Sprachchat in Xbox Live sind nicht besonders geschützt. Sprich, alle normalen Schütze, auch der deutsche Datenschutz oder das Telekomunikationsgeheimnis, sind natürlich da und darüber hinaus gibt es keinen extra Schutz. Es ist möglich, den Service “abzuhören”.

Es steht sogar explizit drin, daß Microsoft den Service nicht selber “abhört”.

Wir … unternehmen … keinen diesbezüglichen Versuch.

Aber die Kommunikation kann “von anderen” aufgezeichnet werden. von anderen. Die nicht Microsoft heißen, aber beispielsweise ein Aufnahmegerät neben den Fernseher legen und ein Halo Multiplayer-Match mitschneiden. Oder WLAN Mitschnitte aus einem Heimnetzwerk entschlüsseln. Oder sonst irgendwie.

Microsoft kann nicht garantieren, daß Xbox Live eine “sichere” Kommunikation ist. Das steht auch in jedem Handy-Vertrag. Gespräche können abgehört werden. Das DARF man nicht, aber es KANN eben sein. Nicht durch den Handy-Anbieter, sondern durch irgendjemand anderen.

Das steht in den Terms of Use. Und nicht, daß Microsoft sich in die Wohnzimmer der Spieler einklinkt. Das darf Microsoft nicht. Dazu gibt es Gesetze. Und gegen diese Gesetze kann auch Microsoft nicht verstoßen.

(Warnhinweis – dreisechzig.net ist eine private Webseite und dies hier weder ein offizielles Statement von Microsoft (das WÄREN die Terms of Use die offen auf der Seite zu lesen sind) noch eine Rechtsberatung. Dies ist die private Meinung (inklusive aller Schimpfwörter) von Boris Schneider-Johne.)

Update: Offensichtlich hat sich Alex Kipman hochoffiziell und detailliert geäußert: http://kotaku.com/5681521/microsoft-says-kinect-wont-invade-your-privacy

41 Antworten für “Die Spionage-Story (die keine ist)”

  1. NasenBaer sagt:

    Werde diese “Spionage” Mythen wohl eh nie verstehen können.
    Auf der anderen Seite – viele Leute haben auch selbst Schuld, wenn ihre Daten “Mißbraucht” werden, wenn sie blindlinks überall Häkchen setzen und OK drücken.

    Aber wie immer – Firma hat Erfolg, die Neider/Negativschwätzer stehen Schlange, um ihren Frust publik zu machen.
    Ein Trauerspiel in dieser Gesellschaft.

  2. Arminator sagt:

    Genauso hatte ich das eigentlich auch verstanden. Dass Xbox Live keine verschlüsselten Übertragungswege verwendet, und von praktisch jedem im LAN oder als Man in the Middle mitgehört werden können. Steht übrigens auch deutlicher in den Nutzungsbedingunen des ICQ Instant Messenger Programms drin.

    Korrigiere mich, wenn ich zuviel reininterpretiere, aber wenn ich die PAX Rede von Herrn Toulouse noch dazu nehme: Microsoft speichert schon Nachrichten auf seinen Servern, und hat somit Beweise, um gegen Störer vorzugehen (“Wir sehen hier ganz deutlich, dass Du Deinen Mitspieler eine blöde &%§$ genannt hast. Und außerdem hattest Du vor 2 Wochen noch etwas in der Bio stehen, was ich mich nichtmal mit Gummihandschuhen traue in die Tastatur zu tippen. Eine Woche kein Live für Dich!”), oder auch selber in Spielpartien einzusteigen, um sich nach häufigen Beschwerden zu vergewissern, dass “XhibiZionist69″ auch wirklich gern “Naked UNO” mit der Vision Cam spielt bevor er bis zum 31.12.9999 vom Live Dienst ausgeladen wird.

    Und *dafür* sichert sich Microsoft eben mit den ToU ab.

    Ich sag einfach mal so:
    Ich weiß, dass die Vision Cam und Kinect in Spielen Fotos von mir und meinem Heim machen (beispielsweise Burnout Paradise nach einem Takedown, oder Kinect Adventures wenn ich wie auf der Gamescom besonders affig im Boot rumspringe).

    Da ich weiß, dass diese Bilder bei meinen (fremden) Live Mitspielern landen, oder von mir persönlich auf die Kinect-Website hochgeladen werden, werde ich einen Teufel tun, nackt vor der Kamera rumzuhampeln, oder mit meinem Headset auf die Toilette zu gehen.

    Sobald ich auf Live Spiele, weiß ich, dass ich quasi auf öffentlichem Terrain mit fremden Leuten spiele. Und wenn ich das nicht will, dann wird eben das Micro stummgeschaltet oder die Vision Cam für die Partie ausgeschaltet.

    Soweit, dass fremde Mitspieler auch das Spiel mit Sprachchat mitcapturen können habe ich dabei noch nicht mal gedacht.

    Aber wenn Cynamite soviel Trara um diesen Datenschutz Passus macht: wieso regen sie sich nicht so über ihre eigene Datenschutzerklärung auf? Immerhin werden hier meine persönlichen Daten auch für deren Statistiken ausgewertet (3.1), über Cookies meine Vorlieben verfolgt (3.2), mit meiner Einwilligung meine Daten für Beratungs- Werbe- und Marktforschungszwecke verwendet (5.2).

    • Boris sagt:

      Danke sehr, insbesondere für den letzten Absatz.
      Microsoft muß Nachrichten auf dem Server (zwischen)speichern weil der Benutzer sie ja über seine Endgeräte (Xbox Konsole oder http://www.xbox.com) wiedergeben will. Sonst würde der Dienst ja gar nicht funktionieren.
      Bilder von den Kinect Spielen werden von der Xbox nur “hochgeladen” wenn man explizit zustimmt. Jedes einzelne Mal. Nicht ein Bild landet automatisch auf einem Server. Und die Bilder sind alle nicht öffentlich, bis man sie selber Facebooked oder Tweeted.

  3. RK1 BURST187 sagt:

    Ach ja, die lieben Online-Portale der ach so hochwertigen Gaming Presse zu Zeiten des Web 2.0.

    “Ehrenamtliche Redakteure”, die ohne eigene Recherche per Copy-Paste Ihre “Leser” mit hochwertigen News versorgen.

    Die Zeiten des klassischen Videspiele-Journalismus sind wohl mit dem Weggang der alten Größen endgültig vorbei.

    Darüber hinaus finde ich es ausgesprochen niedlich, wie sich unter Heranziehen des niemals mit Fakten belegten Microsoft Spionage Mythos über die ToS von Xbox Live echauffiert wird.

    Vielleicht sollten all die Entrüsteten Hobbydatenschützer mal Ihre bestehenden Verträge bei Anbietern wie Apple (iPhone + iTunes), sozialen Netzwerken oder auch rückkanalfähigen Triple-Play Fernsehanschlüssen überprüfen.

    Da würde wahrscheinlich so manche überrascht mit den Ohren schlackern.

    In diesem Sinne noch einen schönen Tag.

    • inthehouse sagt:

      Da kann ich echt nur zustimmen…

    • Jürgen sagt:

      Du sagst es. Ich würde aber das mit dem Qualitätsrückgang nicht nur auf Videojournalismus beschränken. Letztendlich bekommt der Netzkonsument das zurück, was er selbst zu geben bereit ist. Und da im Netz vieles kostenlos ist…

  4. Phenomenon360 sagt:

    Gossenjournalismus. Haltlose Scheißhausparolen. Ich finde es gut das auf dreisechzig.net sofort auf diese Art Wischi-Waschi Berichterstattung reagiert wird.

  5. nextmx sagt:

    Man kann von Microsoft ja halten was man will, aber so einen Blödsinn zu konstruieren nur um eine News zu haben…unterste Schublade. Das hat nichts mit Journalismus zu tun. Wenn ich das schon lese “Microsoft spioniert PCs ja schon lange aus”, ich traue nicht mal Microsoft die Manpower zu die angeblich auspionierten Daten zu analysieren und dann auch noch zu verwerten. Wieviel Windows Installation gibt es einige Millionen?

    Aber Hauptsache nochmal schnell was negatives vor dem Kinect-Launch rausgebracht…

  6. cologne360 sagt:

    Wer sich 1000% sicher sein will nichts von sich Preiszugeben, sollte seine füßer erst garnicht ins netzt stellen. weder mit einer konsole oder mit sonst irgendwas.
    ich verstehe die aufregung nicht.

    ich freu mich auf kinect ;-)

    • Pengo sagt:

      Jetzt wird es interessant: Dank “Google Street View” muss man ja nichtmal im Netz sein, um trotzdem im Netz was von sich preiszugeben ;)

      Das Blöde ist nur, dass man dann trotzdem online gehen muss, um einem entsprechenden Online-Auftritt widersprechen zu können ;)

  7. NS6 sagt:

    Der Autor dieses Microsoft-Gerücht war bestimmt einer dieser “Ich-hasse-Microsoft-weil…” was Ich so auch von und bei Apple kenne. Aufregen oder auslassen tue ich mich schon lange nicht mehr dazu, bringt eh nichts ausser vielleicht schlechte Laune und/oder Frustration.

  8. HobbyHappyComputer sagt:

    Wenn ich sehe was die Nutzer, auch gerade die sich über sowas aufregen, alles bei wkw, Facebook und Co. von sich preisgeben … Nun ja. Außerdem passiert die wirkliche Datensammlung (ich will gar nicht wissen was die über mich alles gespeichert haben) beim Unternehmen, welches mit g anfängt und mit e aufhört ;)

  9. RealityCheck sagt:

    Und Cynamite verkauft Deinen privaten Blogeintrag nun natürlich auch noch als “Stellungnahme von Microsoft”. Als ob es eines weiteren Beweises bedurft hätte, dass man Probleme mit dem Lesen und/oder Verstehen hat…

  10. xXDarkShotXx 93 sagt:

    man hat bei cynamite nichts verstanden, jetzt heißt es in der Überschrieft

    “Update: Stellungnahme von Microsoft” und bezieht sich dann im Text auf diesen Blogeintrag

    • robotologist sagt:

      indem dann ganz BILD-like einfach die relevanten Aussagen dieser “Stellungnahme” weggelassen werden…

      Mist, jetzt hab ich auch drauf geklickt :(

  11. Gehnius sagt:

    Eigentlich sollte man auf diesen Schwachsinnigen Artikel gar nicht eingehen, viel zu viel aufmerksamkeit für nix.

    • InaiMathi sagt:

      Es ist leider, leider hingerotzter “Journalismus” wie dieser Cynamite-Rotz, der sich in Zeiten von Twitter und Co. viel zu oft wie ein Lauffeuer ausbreitet und sich negativ auf den Erfolg eigentlich toller Produkte wie Kinect auswirkt.

      Insofern sollte man da schon gegensteuern. Auch wenn’s nur der Privatmann Boris ist und eben nicht der Arbeitgeber. ;)

  12. donnerbrenn sagt:

    Also nichtmal der KGB hätte sich jemals träumen lassen, dass es irgendwann mal Wanzen geben würde, welche der Bespitzelte selbst bezahlt uind dann auch noch selbst installiert. :-D

    Zum Glück ist ja niemand gezwungen so eine “Datensammlungstechnologie” zu nutzen…

    Andererseits: Ich sehe schon vor meinem geistigen Auge die Leute vor mir, die Ihr Kinect mit einem Tuch verhüllen, weil sie doch endlich mal alleine sein wollen. Paranoia wohin man schaut…

  13. Bobbin sagt:

    Also, ich meine mich noch zu erinnern, dass Microsoft in den Neunzigern wirklich mal in der Kritik wegen irgendwelcher Datenübertragungen in Windows 95 oder 98 stand. Das mag damals genauso wenig Substanz gehabt zu haben, allerdings denke ich, dass Microsoft nicht zuletzt deswegen so vorsichtig wurde.

    Dazu findet man im Netz inzwischen allerdings nicht mehr viel. Wenn man allerdings möchte, kann man in jede EULA, sei es von EA, Sony, Ubisoft oder Nintendo, hineininterpretieren was man möchte.

    Das Problem ist ja, dass die Leute uninformiert sind, siehe Google Street View, bei dem die Leute doch tatsächlich denken, dass da ein Live Feed gesendet wird. In Deutschland empört man sich halt zuerst und informiert sich lieber gar nicht erst.

  14. Asmudeus sagt:

    Tja, so ungefähr (normalerweise aber nicht ganz so schlimm) sieht leider das allgemeine Niveau von Cynamite/Games Aktuell aus. Die restlichen Portale/Mags der Computec Media AG sind ja leider (größtenteils) auch nicht gerade das gelbe vom Ei :/.

  15. RickD sagt:

    Ich kann deine Argumentation gut nachvollziehen und möchte ihr auch gerne glauben schenken.
    Allerdings göre ich gerne den Major Nelson Podcast und einige Aussagen von @Stepto lassen mich doch hellhörig werden. Ich habe ihn so verstanden, dass Microsoft durchaus heimlich Chats belauscht und speichert. Er sagte sinngemäß, dass Microsoft sehr weitreichende Möglichkeiten habe, Vorgänge im Nachhinein nachzuvollziehen.
    Es mag natürlich sein, dass das nur für die USA gilt. Befremdlich finde ich es dennoch.

    • Boris sagt:

      Microsoft-Mitarbeiter gehen durchaus in Spiele-Sessions um Beschwerden nachzugehen, aber nicht “heimlich”, sondern regulär als Spieler, und es wird auch nichts heimlich gespeichert. Nachrichten, Bios, Mottos und Gamertags MÜSSEN ja auf dem Server gespeichert werden, sonst könnten andere Spieler sie ja nicht sehen. Und wenn der Empfänger die Nachricht nicht löscht, liegt sie halt auch 30 Tage auf dem Server.

  16. gabrielb sagt:

    Microsoft wird ungefähr so behandelt wie Apple. Beide Firmen verkörpern das Böse auf der Welt. So viele Leute regen sich über Dinge auf, die sie bei genauerem Nachfragen gar nicht beim Namen benennen können. Aber ein Kumpel hat das ja mal gesagt. Und in der Computer-BILD stand ja auch mal was über Datenschutz. Und in einem Forum hat man einer gesagt, ein EiPott kommt ihm nicht ins Haus. Und Microsoft will ja auch nur verhindern, dass man in Ruhe Raubkopien von Windows nutzen darf. Nimmt man solche Vorurteile, Gerüchte und Halbwahrheiten und gibt sie einem Redaktions-Praktikanten, der das englische Original nicht im Ansatz verstanden hat, dann kommen solche Artikel dabei heraus. Die ursprüngliche Meldung war übrigens in einem derart miesen Deutsch geschrieben, dass man sie allein deshalb kaum ernst nehmen konnte.
    Ich beachte Verlage, die ihre Spielezeitschriften mit ganzseitigen Pornoanzeigen pflastern schon seit Jahren nicht mehr. Irgendwie wird man dann viel ruhiger, wenn man diesen Müll aus seinem Alltag verbannt.

  17. OtaQ sagt:

    Bescheuerter billiger Artikel, auf den ich aber erst durch Dein Posting (@ Boris), aufmerksam wurde :)

    …das sind paar Absätze mit stumpfer Übersetzung, nichts weltbewegendes.
    Nächstes mal reicht doch einfach ein Satz alá “Stumpfsinn made by Cynamite” und der Link…(alles andere rückt den Mist nur unnötig ins Rampenlicht)

    …dass es tatsächlich Stumpfsinn ist, merkt man ab der Titelzeile ohnehin selbst und jenen Seelen die dem Inhalt Bedeutung geben, ist ohnehin nicht zu helfen ;)

  18. gameothek sagt:

    LOL! In einigen Köpfen schwirrt noch immer dieser “Microsoft is the Evil” Gedanke. Wie bereits scho ngeschrieben gibt es mittlerweile ganz andere Schurken, die komischerweise eine enorme Fanbase haben und niemand sich kritisch äußern darf.

    Zum Bericht der deutschen Spielewebseite: Klicks sind nicht immer der Hit. Und diese Diskussion hier im Blog ist im Grunde wieder beste “Werbung”. Schade!

  19. People Can Fly sagt:

    Es gibt etliche Unternehmen, die es mit Datenschutz nicht so genau nehmen (und das ist noch euphemistisch ausgedrückt), aber dass Microsoft Kinect Bilder auswertet, hört sich eher frei erfunden an.
    Microsoft sollte lieber mal gerichtlich gegen die ganzen Schwarzkopierer vorgehen.

  20. DS_Nadine sagt:

    Sehr schön! :)

    Wie verhält es sich eigentlich mit den Herren der Service-Sicherheit (war das ‘e’ oder ‘steptoe’ bei Major Nelson) die teilweise zum besten geben was sie schon alles über sie Xbox Live Kamera zu sehen bekommen haben (und die Nutzer gesperrt wurden)?

    Ist das bei uns erlaubt? Bin da kein ‘Gegner’ von, will ja auch nicht das mir jemand sein Gemächt entgegenhält. Die Schlagzeile befasst sich ja wohl auch eher mit dem Blick inds Heimische Wohnzimmer OHNE das der Spielende wissentlich einen Video-Chat laufen hat.

    Ansonsten: Volle zustimmung. Gab einmal einen Bericht im Fenrsehen wo se einen Möder gefasst haben, weil er einen ‘Kartenausschnitt’ aus dem Internet gezogen hat wo er die Leiche vergraben hat. Das Portal und Anbieter in den USA gehörten zu Microsoft und der Möder konnte anhand der IP gestellt werden. – Dabei wurde (eher negativ) betont das Microsoft für jede dieser Informationen (wer hat wann so einen Kartenausschnitt abgerufen / wem gehört die IP etc.) einen eigene gerichtliche Anweisung haben wollte.

    Also ja. Daten Rausgeben um geldtendes Recht damit zu schützen: Unbedingt!

  21. DS_Nadine sagt:

    Anmerkung: Meine Rechtschreibung ist besser wenn ich wach bin.

  22. OtaQ sagt:

    Bin enttäuscht, erst heisst es Microsoft spioniert NICHT – nun werden nicht mal mehr andere Hautfarben von Kinect ausgeschlossen (siehe http://www.gamespot.com/news/6283514.html).

    Kann man nun sagen Kinect ist nichts für Verschwörungstheoretiker und Rassisten!?

    Könnte man dies nicht vielleicht sogar als Werbeslogan nehmen?

    ;)

  23. trevorcolby sagt:

    Muhahaha, selten einen so mies geschriebenen Artikel gelesen wie auf dieser Seite von cyberdingsbums. Die Kommentare einiger dazu auf dieser besagten Site sind ebenfalls sehr unterhaltsam. Wenn Ihr mich fragt : Da sitzt ein 19-jähriger Bubi vorm Screen, 1. Semester Jura und meint nun, er weiß alles. So ein Klientel kenne ich auch – ich befördere Sie dann vor die Ladentür. Ein gefrusteter pickeliger Freak der vorm Monitor hockt, kommt es aber darauf an, eine Frau anszusprechen am liebsten in einem Erdloch versinken würde ;-) Wahrscheinlich sauer, dass er kein Testexemplar o.ä. Zuwendungen bekommen hat ?

    Mich wundert eher, dass 360net überhaupt auf so einen gequirlten Mist eingeht und somit dem Autor eine gewisse Würdigung zukommt. Mal ehrlich, schlicht ignorieren wäre hier sicher die beste argumentation.

  24. harlekin sagt:

    Lieber Boris, du hast gerufen.

    Ich glaube noch bei keinem anderen Beitrag wars wirklich so wichtig noch einmal extra zu erwähnen, dass es sich hier nicht um eine offizielle Stellungnahme Microsofts handelt, wie bei diesem hier.

    Ich erspare es mir auch hier ins Detail zu gehen, weil ich mehreren hier die Ausflüchte ersparen möchte.

    Darum einfach nur zum Argument aus Systemsicht.

    Der Konzern Microsoft ist darum bemüht, dass seine Informations- und Kontaktdaten (Assets) durch Transaktionsgebaren mit Dritten nicht durch Umgehungen von “Datenschutzmaßnahmen” aus seinen Händen gelangen.

    Soviel zum ersten Absatz.

    Der Zweite beginnt dann mit: Na ok, Microsoft sammelt Daten, aber andere auch.

    Danach gehts in Richtung Beantwortung von Detailfragen die keiner gestellt hat.

    Microsoft sammelt Daten. MSN, hotmail – die Richtlinien für die Ausgabe dieser Daten an Landesbehörden in den US sind online frei zugänglich und einsehbar.

    Die EULA sichert es MS zu auch weiterhin Nutzungsdaten über Xbox Live zu aggregieren – auch Nutzungsdaten die über Kinect erhoben werden. Anzahl der Spieler? Nutzungsdauer? Geschlecht? Genauer abstimmbare Profildaten über den Autologin?

    Nichts anderes speichert auch der nette Telephonanbieter von neben an.

    Ach ja und nochwas, dass die Bilder die Microsoft speichert, wenn sie vom User aus in das Service hochgeladen werden nicht gleich “öffentlich” sind – versteht sich ja wohl von selbst.

    Und der Seitenhieb auf die “Öffentlichkeit – dies ja nicht anders will” und sie danach ansatzlos auf facebook veröffentlicht ist vollkommen unangebracht. Schlechtes Gewissen?

    • Boris sagt:

      Ganz langsam zum Mitschreiben: Damit Xbox Live überhaupt funktioniert muß Microsoft Daten speichern. Achievements und Gamerscore sind Daten über dein Spielverhalten die Microsoft speichert. Nachrichten müssen auf einem Server liegen. Ein für andere Spieler sichtbares Motto muß auf einem Server liegen. Für alle diese Daten sagt Microsoft klipp und klar wie und wo sie verwendet werden. Nirgendwo speichert Microsoft heimlich Daten über seine Nutzer von denen der Nutzer nichts weiß. Dir ist bekannt, daß man zum Beispiel in Deutschland Datenschutzgesetze hat? Und das auch amerikanische Firmen sich in Deutschland an deutsche Gesetze halten müssen?

      • harlekin sagt:

        Ach verdammt, kaum kommt man mit einem nachprüfbaren Beispiel aus den US, ist Deutschland plötzlich wieder ein lokaler Markt.

        Und ja, ich bin mir sicher die Konformität der EULA mit nationalem Recht wurde überprüft.

        Im übrigen sind wir jetzt vollkommen im “der Kunde will das doch so” Argument. Und die Antwort darauf ist ja.

        Genauso wie die Antwort auf die Frage ob MS persönliche Daten speichert (und seis um die “User Experience” zu verbessern), ja lautet.

        Genauso wie die Antwort auf die Frage ob Panikmache in diesem Zusammenhang blödsinnig ist, ja lautet.

        Wenn ich mir hier einige andere Kommentare so durchlese, bekomme ich den Eindruck, dass einige hier noch nicht im Facebook Zeitalter angekommen sind.

        In einem Zeitalter in dem sich Eric Schmidt vor die Presse stellt und “Privatsphäre” für überholt erklärt (und sie ist es in einer gewissen Form auch, der Mann hat ja Recht).

        In einem Zeitalter in dem in einem Strategiepaper (Studie) der Buchhandelsbranche offen zwischen “expliziten” und “impliziten” (Konsumierte Inhalte, User Generated Kontent, Tracking, Zeitstempel, Kaufhistorie, Cell-ID, GPS Daten, Device, Stimmung) Kundendaten unterschieden wird.
        http://img688.imageshack.us/img688/8703/kundendaten.png

        Sorry für diesen kleinen Schlenker, aber dieses Beispiel, aus Deutschland, habe ich gerade bei der Hand.
        -

        Es gibt keine einheitliche Position “MS ist für Datenschutz”, weil es keine einheitliche Position gegenüber Datenschutz gibt. Das Konzept wird vor dem Hintergrund der zeitgeschichtlichen Entwicklung zusammen mit dem Konzept Privatsphäre neu ausgehandelt.

  25. mindVex sagt:

    Etwas unglücklich ist in solchen Nutzungsbestimmungen irgendwie immer die zitierte Formulierung “Um den Service zu betreiben und anzubieten, erheben wir bestimmte Informationen über Sie.”. Ja welche denn? Das kann ja alles sein, sowas schürt dann natürlich wieder Misstrauen.

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