Kinect FAQs, Teil Drei: Spieler, Bewegung und Lag

Von Boris, Di, 9. Nov 2010 11:31

Wieviele Spieler unterstützt Kinect denn nun? Das ist eine gar nicht so einfach zu beantwortende Frage und ist unter anderem gekoppelt mit der Platzfrage. Die meisten Kinect-Spiele sind auf zwei gleichzeitig agierende Menschen optimiert. In den Platzverhältnissen, die im Teil Eins diskutiert wurden, ist ja auch in der Regel nicht viel mehr Raum. Drei Leute würden sich schon sehr in die Quere kommen.

Dies heißt aber nicht, daß die Hardware nicht mehr könnte. In diversen Hardware-Demos, die auch auf Messen gezeigt wurden, hat der Sensor problemlos vier und mehr Leute im Blickfeld voneinander unterschieden. Außerdem kann man zum Beispiel in Kinect Sports mit mehr angemeldeten Spielern antreten. Zwar sind immer nur zwei Leute gleichzeitig in einer Disziplin aktiv (oder vier, wenn zwei Konsolen über Xbox Live verbunden sind), aber Kinect kann mehrere Spieler erkennen und verwalten. Deswegen fragt Kinect Sports auch beispielsweise vor jeder Disziplin, daß die Personen, die jetzt spielen wollen, die Hand heben sollen.

Bei Bewegungsspielen (und das sind alle Titel, die zum Start verfügbar sind) wird man in der Regel maximal zwei aktive Spieler unterstützen. Bei ruhigeren Spielen (beispielsweise einer Quizshow – noch ist kein solches Spiel verfügbar oder angekündigt) könnten auch mehr als zwei Spieler aktiv sein.

Kann man Kinect im Sitzen spielen oder muß man stehen? Um eines klarzustellen – Kinect hat von Anfang an auch sitzende Personen unterstützt. Die Steuerung des Dashboards oder des Zune Players ist selbstverständlich immer auf sitzende Personen ausgerichtet gewesen. Internet-Berichte “Microsoft hat endlich auch sitzende Personen integriert” sind unüberlegter Blödsinn.

Aber: Alle Spiele, die jetzt verfügbar sind, sind Bewegungsspiele. Bei all diesen Spielen wird davon ausgegangen, daß der Spieler seine Arme, Beine, Körper, Kopf, und so weiter bewegt. Daher ist keines dieser Spieler für sitzende Personen geeignet. Das ist keine Hardware-Limitation von Kinect, dies ist Spieldesign! Genauso könnte man sich beschweren, einen Shooter nicht mit einem Lenkrad bedienen zu können, denn das Spieldesign des Shooters setzt einen Controller voraus. Spieledesigner können selbstverständlich Kinect-Spiele entwicklen, die von sitzenden Personen gespielt werden. Womit ich wieder beim Beispiel Quizshow von vorhin wäre.

Wie kann mich Kinect erkennen? Auf Wunsch (!) kann man seinen Gamertag mit einer Kinect ID verbinden. Die Kinect ID ist ein dreidimensionales, biometrisches Modell des Spielers und bedeutet nichts anderes als daß mich das System erkennt und einloggt, wenn ich mich vor den Sensor stelle.

Dabei geht es weniger darum, mein Xbox Live Profil statt mit einem Paßwort mit meinem Körperbau zu sichern, sondern mehr darum, mich korrekt einzuloggen, wenn mehrere Leute ein Kinect-Spiel spielen. Bei Xbox sind Profile an einen Controller gebunden. Wenn “Kugelblitz” sich auf Controller 1 einloggt, werden zum Beispiel alle mit Controller 1 freigespielten Erfolge dem Konto Kugelblitz zugeschrieben. Hat man mehrere Gäste zu Hause und möchte eine Runde Kinect Sports spielen, gibt es keine Controller. Aber wenn meine Kinect ID gespeichert ist, weiß die Xbox, ob gerade ich oder einer meiner Gäste vor dem Sensor steht.

Die Kinect ID ist keine reine Gesichtserkennung (es wird die komplette Körperform gespeichert). Sie bleibt in der eigenen Xbox und kann nicht verwendet werden, mich an einer anderen mit Xbox Live verbundenen Konsole anzumelden. (Und bevor einer meckert – man stelle sich den Proteststurm vor, wenn Microsoft den Körperbau aller Spieler auf seinem Server speichert). Das Einrichten einer Kinect ID dauert etwa 5 Minuten und sollte, wenn möglich, bei mehreren Lichtverhältnissen wiederholt werden (jedes Mal lernt die ID dazu). Wer Brillenträger ist, aber die Brille manchmal abnimmt, sollte die Kinect ID mal mit und mal ohne Brille aufnehmen.

Wie ist das mit der Kleidung? Gibt es Einschränkungen? Aus meiner praktischen Erfahrung von vielen Messen und Vorführungen weiß ich, daß es nur sehr wenige Einschränkungen gibt. Am tückischsten sind einige tiefschwarze, fein gewebte Stoffe, die das Infrarot-Licht des Sensors vollständig verschlucken. Ob man ein solches Kleidungsstück trägt, kann man im “Kinect Tuner” schnell erkennen, weil dann die entsprechende Körperpartie wirklich unsichtbar erscheint. Bei langen Röcken hat Kinect Schwierigkeiten, die Beine klar zu erkennen. Aber bei langen Röcken haben auch die Spielerinnen Schwierigkeiten, sich entsprechend beim Hürdenlauf zu bewegen. Von mehr Problemen kann ich aus dem praktischen Alltag nicht berichten.

Kinect arbeitet nicht verzögerungsfrei, das kann man doch eh vergessen…

Ich spare mir langes Wehklagen über Leute, die nicht den Spaß einer Spielerfahrung messen, sondern nur die technischen Daten. Wenn man nach zehn Minuten Spielen mit Kinect sagt “Nee, das ist nix für mich” dann sage ich “Schade, aber OK”. Wenn aber einer sagt “Ich messe da X Millisekunden Verzögerung, das System ist nicht gut” sage ich “Hast du mal jemanden, der kein Nerd ist, die Spiele spielen lassen?”.

Bei der Verzögerung (Lag) zwischen “Ich bewege mich” und “auf dem Bildschirm passiert was” muß man drei Komponenten berücksichtigen. Die erste ist der Fernseher – viele Fernseher haben eine “Bildverbesserung” die leider bis zu einer fünftel Sekunde Zeit schluckt. Die zweite ist natürlich die Hardware von Kinect – die braucht auch etwas Zeit, um aus dem 3D-Bild der Kamera die Spielerposition zu berechnen und nein, das kann ich nicht mit einem genauen Wert spezifizieren, weil es situationsabhängig ist.

Der von manchem Rezensenten “gemessene” Lag führt in der Regel aber aus einem ganz anderen Effekt: Der Spieler macht eine Bewegung, diese Bewegung löst im Spiel etwas aus. Aber dazu muß die Bewegung erkannt sein. Beispiel Kinect Adventures: Ich springe, die Figuren auf dem Bildschirm springen auch und mein Boot hüpft in die Luft. Nur, um im Programmcode zu sagen “Jetzt geht das Boot nach oben” muß das Spiel zweifelsfrei erkannt haben, ob der Spieler wirklich gesprungen ist, und das geht erst, wenn der Spieler schon “in der Luft” ist. Die Animation läuft also ein wenig hinterher.

Das gibt es übrigens auch in anderen Spielen, nur sind wir da an das Timing gewöhnt. Wenn ich bei “Street Fighter” auf einen Knopf drücke (oder auf vier Knöpfe hintereinander für eine Kombo) dann starte ich damit erst die Animation des Schlages. Der Schlag ist nicht im Gesicht des Gegners, wenn ich den letzten Knopf drücke, sondern erst einige Animationsphasen später. (Vom “Lag” in Online-Spielen rede ich gar nicht erst). Das kommt uns nicht seltsam vor, weil Videospiele seit über dreißig Jahren so funktionieren – wird aber seltsamerweise von manchen Erbsenzählern ausgeblendet, wenn sie ein Kinect vor sich haben. Nach drei Minuten hat jede meiner Testpersonen das “Timing” von der Wildwasserfahrt in Kinect Adventures kapiert und hüpft im richtigen Augenblick, um ein Hindernis zu überwinden. Tischtennis in Kinect Sports ist die ersten Minuten ungewohnt, aber danach geht der Ablauf ins Blut.

Das Wichtige für Entwickler von Kinect-Spielen ist, diese Verzögerung zu kennen, zu minimieren und insbesondere sein Spieldesign darauf anzupassen. Wie man Timing-Probleme überlistet, zeigen uns Musik-Spiele wie Guitar Hero und Rock Band. Denn theoretisch ist es auf Grund des Lags bei Input und Output auch völlig unmöglich, die Noten im echten Takt zu treffen. Deswegen haben die Spiele eine Kalibrierungs-Option, um diese Verzögerungen auszugleichen und intern so zu tricksen, daß der Spieler diese nicht merkt und glaubt, im Takt zu sein. So scheint auch Dance Central keinen “Lag” zu haben – da macht man nach, was die Figur auf dem Bildschirm tut, und sieht keinen eigenen Avatar. Nach dem Rock-Band-Prinzip wird hier der Zeitunterschied zwischen Musik, Grafik und Input ausgeglichen.

Innerhalb der lieferbaren Kinect-Spiele mag es Differenzen geben, wie präzise oder schnell die Steuerung anspringt. Ich habe in den letzten Wochen nur die Microsoft-Produkte antesten können und muß feststellen, daß sich bei vernünftigem Spieldesign die Frage des internen Lags gar nicht stellt. Man steht vor dem Bildschirm, bewegt sich, kontrolliert das Geschehen auf dem Bildschirm und hat einfach Spaß dabei.

65 Antworten für “Kinect FAQs, Teil Drei: Spieler, Bewegung und Lag”

  1. People Can Fly sagt:

    Wenn ich das richtig verstehe, wäre ein 4Player-Modus bei Kinect Sports also technisch möglich, da ja anders als bei den Fitneß Spielen nicht das komplette Skelett eingescannt wird.
    Wird Rare eigentlich noch ein “richtiges” Spiel für Kinect entwickeln? So ein Jump’Run, das gleichzeitig Controller und Kinect verwendet, wäre nicht verkehrt.
    -
    Ich find die Menüsteuerung in den Spielen ziemlich umständlich, warum geht das nicht einfach per Spracheingabe?

    • Boris sagt:

      Spieldesigner können eine Menge Sachen machen. Ob/wann/wie das bei einem speziellen Titel geht, kann nur der jeweilige Entwickler beantworten. Für die meisten Disziplinen wäre in Kinect Sports aber kein PLATZ für vier Spieler, außer alle bleiben auf der Stelle stehen. Aber bei Volleyball und Tischtennis muß man ganz schön hin und her.
      Spracheingabe: Ja, aber ich würde sagen wegen der Unterstützung von NOCH wenigen Sprachen war das in den Launchtiteln nicht möglich.

  2. derKlaus sagt:

    Möglicherweise geht das schon zu weit, aber kann man eigentlich in den kommenden wochen auch XBLA oder Indiegames mit Kinect-Unterstützung erwarten? Das wäre sogar fast ein Grund dem XNA beizutreten :)

  3. TidusSpear08 sagt:

    Ich selbst konnte in den letzten zwei Monaten keine (großen) Verzögerungen spüren (zumindest bei Kinect Adventures und Kinect Joy Ride). Auch von Familien Mitgliedern habe ich nur gutes über die Reaktionszeit gehört. Und ich werde ab dem 10.11. (wenn ich dann endlich auch meine Freunde spielen lassen darf) auch nur gutes hören. Ich bin übrigens besonders von Kinect Adventures beeindruckt. Gerade bei Kinect Adventures ist die Reaktionszeit unfassbar gering (außer bei der Bootsfahrt). Die Reaktionszeit ist sogar so gering, dass mein Avatar beinahe Synchron mit mir die Körperteile bewegt. Wow. Einfach nur Wow!

  4. Ringkeeper sagt:

    Ich möchte nochmal was zum Lag sagen.
    Das Problem bei Kinect ist einfach die intensität von diesen Lags.
    Bei Input Lags vom TV z.b fällt es einfach kaum auf.

    Bei Kinect hingegen ist der Lag so groß, dass es echt sehr deutlich sichtbar ist.

    “Die Animation läuft also ein wenig hinterher.”

    Genau das ist das große Problem warum es mir keinen Spass macht (Ja ich habs gespielt, sowohl währen der GC als auch als “Final” -> Und da hat sich nicht viel geändert ;) )

    Eine Frage zu dem Sensor hab ich aber noch… Warum ist in dem Ding ein Beschleunigungssensor eingebaut? Ich mein, des Teil steht doch eh nur so da?!

    • Boris sagt:

      Um rauszukriegen, ob es plan/eben steht. Wenn der Sensor nach links oder rechts gekippt ist, funktioniert Kinect nicht.

    • badoli sagt:

      Soweit ich das mitbekommen habe, ist der Lag sehr spielabhängig. Bei “Dance Central” und “Your Shape: Fitness Evolved” konnte ich praktisch kaum Lag fühlen. Es scheint eher der Fall mit den Spielen zu sein, die mit den XBox Avataren (und damit mit den MS-internen Mocap-Bibliotheken) arbeiten. Rein logisch würde es auch keinen Sinn machen, warum ein Videobild (und was anderes liefert der Tiefensensor im Endeffekt ja nicht) einen Lag haben sollte. Den gleichen Effekt kann man bei Sony Move erkennen: Der Move-Controller wird von der Kamera komplett verzögerungsfrei aufgefangen, jedoch scheinen die Beschleunigungssensoren im Move durchaus ein ähnliches Lag zu haben, wie einige der Kinect Launch-Titel. Im Fall von Move jedoch durchaus Hardware-bedingt…

  5. Chris sagt:

    Wem gehören Achievements und Spielstände wenn keine “Kinect ID” benutzt wird?

    Latenz ist bei einer Bewegungserkennung prinzipiell unvermeidbar, egal ob das System “Kinect” heißt oder anders. Daher halte ich Spielkonzepte, die in Richtung 1:1 Mapping gehen, für die besseren.

    • Boris sagt:

      Dann muß man sich vorher manuell im Kinect Hub anmelden. Der Spieler wird dann für die Session in der Regel bei Spielerwechseln wiedererkannt, aber beim nächsten Spiel eben nicht mehr und muß wieder manuell sein Profil wählen.

  6. Andreas1806 sagt:

    Boris, bitte mal ehrlich, hast Du bei Deinen ganzen Kinect-Sessions Gewicht verloren.. Bzw. Hast Du nach den ersten Kinect-Stunden Muskelkater gehabt an Stellen wo Du es bisher nicht kanntest.(so ging es mir bei Wii Sports damals)

    Komischerweise hat mich das Video von Gamersglobal, eher von meinem negativen Eindruck bisher (zu Kinect) abgebracht… Ich habe jetzt das Bedürfnis es doch mal zu probieren… vorallem Sports und Dance Central intressieren mich.
    Kinect Joyride löst bei mir immer etwas Frust aus.. was wäre das ein Spass mit normalem Controller… Zumal man es ja geschenkt bekommen sollte :,(
    Ich gehe nicht davon aus, dass etwas ähnliches noch kommt ?

    Was mich noch etwas beschäftigt, gleich zu Beginn gibt’s für Kinect eigentlich alle Spiele, die man sich so mit dieser Steuerung vorstellen kann…
    Da bin ich sehr gespannt ob man da schon alles gesehen hat(Harry Potter z.b.) bzw. ob da ggf noch Spiele mit “erweitertem” Gameplay kommen.. und wenn ja in wie fern.

    Oh und nen riesen Wunsch hab ich als Forza-Liebhaber…
    Bitte lasst die Kinect Steuerung im nächsten Forza nur ein abschaltbares Gadget sein…

    • Boris sagt:

      Joyride hat jetzt eine ganz andere Spielmechanik. “Funracer” gibt es wie Sand am Meer, da macht der Körpereinsatz von Joyride eben was ganz besonderes. Und den Gewichtsverlust habe ich problemlos mit Schokolade wieder ausgeglichen.

    • Chris sagt:

      Bezogen auf die E3 Kinectdemo hat Turn10 folgendes gesagt:

      “The next full Forza Motorsport experience, which utilizes some of the ideas presented in this demo, will ship in 2011.”

    • Andreas1806 sagt:

      Ich würde gerne hinzufügen, dass ich Kinect mittlerweile zuhause ausprobiert habe…
      das war ein Fehler !
      Leider hab ich für Kincet Adventures bei mir im Zimmer zu wenig Platz…
      Bowling, Tischtennis und Volleyball funktionieren aber Super !
      Ich muss zugeben ich war super skeptisch !!!
      Aber jetzt bin ich überzeugt… sogar dieses Dance Central ist wirklich prima umgesetzt und macht einen heiden Spaß.
      Highlight für mich ist aber Kinect Sports !
      So Boris.. ein Kincet Spieler mehr, überzeugt = )

  7. Stargaze sagt:

    Sehr gute Erklärung, deckt sich auch mit meiner Erfahrung auf der gamescom – Der Lag fällt wirklich nicht ins Gewicht (vor allem wenn man nach der zweiten oder dritten Runde Adventures mehr damit beschäftigt ist den Sauerstoffnachschub zum Körper zu gewährleisten ;) ).

    Aber was habt ihr 4players getan? Habt ihr vergessen da irgendwem zum Geburtstag zu gratulieren oder so was in der Art? Die Anti-Kinect Artikel der letzten Tage schlagen ja fast schon den Kreuzzug gegen Jowood.

    • Boris sagt:

      Ich sag einfach mal daß ich persönlich (!) auch bei grundlegenden Themen eine andere Meinung habe als 4players. Und – die schreiben für ihr Publikum und vielleicht ist deren Publikum ja nicht das Richtige für Kinect, dann paßts.

  8. Rikibu sagt:

    Sehr interessant und ibh bin schon ganz neugierig.

    Eine Frage jedoch noch:
    Heißt daß, dass ich nicht jeden Spieler einscannen muss – also keine ID erstellen muss? oder mit anderen Worten, können sich für Kinect bzw. dessen Software noch unbekannte Mitspieler einfach dazu stellen um mitzuspielen (Gäste die selten u Besuch sind) oder muss man da was beachten bzw. gibt es da Einschränkungen oder so?

    • Boris sagt:

      Nein, man MUSS niemanden einscannen. Kinect kann auch Personen in einer Session unterscheiden. Aber wenn man dauerhaft wiedererkannt werden möchte, braucht man eine ID.

      • Rikibu sagt:

        Ah besten Dank. Habe soeben meine ersten “Geh” Versuche hinter mir und daraus resultierende Fragen.

        Wo genau leg ich die ID für mich an? in den Einstellungen unter Kinect Tuner?
        Welcher Menüpunkt is das genau?

        Gibt es irgendwie ne Möglichkeit die Kalibirierung mit der Pappkarte zu optimieren? ei mir will das oft einfach nich klappen. Dachte mir, ich mach das ein zweites mal zur Optimierung der Ergebnisse. Stelle dabei aber immer fest, dass ich irgendwas falsch mache. Der Text “gehen sie zurück” wird angezeigt, aber nix passiert. Dabei fällt es mir echt extrem schwer, die Karte ruhig zu halten. Gibts da vielleicht nen Trick?

        Ansonsten, erste Adventures Erfahrung, echt spassig. das ist das was ich seit 5 Jahren irgendwie beim Spielen vermisse. Nicht so verbissen, einfach nur Spass. Und ich freu mich auf viele neue Ideen und auf einen hoffentlich längerfristigen Support seitens Microsoft, son Visioncam Debakel möcht ich nich noch mal sehen :-)
        Das Rafting mit dem Boot ist der Hammer und bringt mich echt ins Schwitzen.
        Hätt ich nicht gedacht, dass ich damit son Spass haben könnte.

        • Boris sagt:

          Im Kinect Hub, einmal nach links, Kinect ID. An sich schlägt dir das System das aber auch automatisch vor, außer du hast alle Tutorials knallhart abgebrochen.

          • Rikibu sagt:

            Ah, gut, Danke, ich werde noch mal schauen.
            Bin echt so begeistert von der Atmosphäre vom Kinect Sports, das ist echt schön gemacht. Vor allem die lizensierten Songs und die teils witzigen Kommentare, herrlich…

            Bin echt sehr zufrieden mit der neuen Xbox, die ist endlich leise, das ist echt ne Wohltat und die neue Steuerung macht riesig Spaß.

  9. dimo2 sagt:

    Hmm…
    Ich bin immmernoch ein wenig besorgt, ob der Delay nicht doch ein Problem ist.
    Mir ist das auf der gamescom auf jeden Fall negativ aufgefallen bei der Demo, die ich gespielt habe.
    Aber gut, das ist jetzt auch wieder ein paar Monate her und diese offenen Kuppeln waren vllt. auch nicht die besten Voraussetzungen für die Kamera. Ist vor dem eigenen Fernseher und jetzt in der finalen Version hoffentlich nicht mehr so störend.

    Meine andere Besorgnis war/ist, dass Kinect zu ungenau mit der Personenerkenung ist (das war auf der gamescom bei mir schrecklich, der MS-Mitarbeiter musste min. 3-Mal die Hand vor den Sensor halten, um ihn zurückzusetzen), aber das scheint zumindest in den Testvideos die ich gesehen habe ganz gut zu funktionieren.

  10. PhilB sagt:

    Wann kommen denn nun die ersten ernstzunehmenden Core-Games? Mit den Sport-Spielchen hat man ja keine vier Wochen Spaß. :)

    • Boris sagt:

      Die meisten Core Spiele sind heutzutage doch auch nach zehn Stunden durchgespielt – von Multiplayer mal abgesehen?

      • letranger sagt:

        Bist Du jetzt absichtlich ausgewichen?
        Laut einem deutsch Spielemagazin kommen zumindest zum Launch keine Core-Games, weisst Du da was genaueres? Ist zumindest vor Weihnachen mit ‘so genannten’ Core-Games zurechnen?

        • letranger sagt:

          Auch ein 5h Force Unleashed 2 zähle ich als Core-Game so unberechtigt die Einteilung auch ist, es ist trotzdem kein Spiel für zwischendurch

        • Boris sagt:

          Nein. Aber auch das Thema ist doch an vielen Stellen schon genügend durchgekaut worden.

  11. letranger sagt:

    Hätte da auch noch ne etwas sinnfreiere Frage, aber dennoch berechtig, sofern es deinen derzeitigen Informationsstand nicht übersteigt:
    Kann Kinect eineiige Zwillinge auseinander halten?

  12. Phenomenon360 sagt:

    Ich habe dank eines spontanen Urlaubstages seit etwas mehr als 2 Stunden den Kinect Sensor bei mir zu Hause stehen. Außerdem stand ich dem Gerät skeptisch gegenüber, holte es mir jedoch trotzdem. Nachdem ich jetzt einwenig damit herumgespielt habe muss ich sagen: Ein tolles Produkt ! – Auch wenn es nicht ganz perfekt ist. Was die Technikfetischisten oft vergessen oder auch vor lauter Latenz-Gelaber und Lag-Analyse-Videos vergessen: Kinect ist ein Produkt das über das Bauchgefühl funktioniert. Wer seinen Avatar das erstemal mit den eigenen Bewegungen steuert, der muss einfach schmunzeln. Nicht die Technik im Gerät scheint die Philosophie hinter Kinect zu sein.- Sonden einfach die Reaktionen von Mitspielern und die Freude die dabei aufkommt. Da fällt es weniger ins Gewicht wenn mal eine Bewegung nicht korrekt erkannt wird.

    Achja…. die Core Sache:

    Mittlerweile stelle ich mir die Frage: Will ich Coregames auf Kinectbasis ? Sorry, Halo oder meinetwegen Fable genieße ich lieber wie einen guten Film gemütlich auf der Couch. Ich denke das fehlen solcher Titel wird momentan überbewertet.

    Und sind wir ehrlich: Call of Duty mit Kinectfunktionen wäre 10 Minuten nett…. um ernsthaft auf Xbox Live zu bestehen brauch ich das nicht.

    Als Kunde der ersten Stunde kann ich also sagen: Tolles Produkt das (meistens) optimal funktioniert.

    Wäre schön wenn es in nächster Zeit noch ein paar Demos auf dem Marktplatz gibt.

    • Rikibu sagt:

      Sehe ich auch so. Ich hab jetzt nur Adventures gespielt aber das alleine hat mir schon gereicht – im positiven Sinne, um zu merken, dass man mit herkömmlichen Konzepten mit Kinect nix reißen kann. Klar kann man es sich wie Sony einfacher machen und das Angeot per Patch aufbohren, um eine Steuerungsart zu etablieren, bzw. interessant für Spieler zu machen. Und ich will ja weder Sony noch Big N negativ was ankreiden.
      Bei Kinect brauch es denke ich vollkommen neue Ansätze der Spielmechanik. Ein Call of Duty oder Halo im herkömmlichen Sinn kann nicht funktionieren und wer gerne zappelt, will sowas auch gar nicht spielen mit Bewegungssteuerung.

      Einziges Problem ist, schafft es Microsoft bzw. Kinect, die Hinterteile der Entwickler hochzukriegen?
      Nintendo wurde seinerzeit für seine Innovation gelobt und dabei gab es für mich nur eine handvoll Titel, die wirklich aus einem Guss waren. Titel, bei denen die Fuchtelsteuerung nicht aufgesetzt wirkte bzw. als Zusatz hinterher hinzugefügt. Seien wir ehrlich, auf der Wii gibts eine handvoll gute Spiele, aber die 3rd partys bekleckern sich auf der Wii nicht mit Ruhm.
      Jetzt kann man spekulieren worans liegt.

      Kreativitätsarmut? oder liegts daran, dass die Wii am unteren Ende der Konsolen-Nahrungskette ist und sich daher eine Eigenentwicklung nicht lohnt – im Verhältnis zu einer Entwicklung auf Ps3 bzw. 360 – selbst wenn die Architektur anders ist?

      Wo die Hemmungen sind, ist die große Frage die keiner recht beantworten will oder kann.
      Fakt ist aber, mit der Xbox hat man sowohl den technischen Trumpf in der Hand, womit sich Entwickler nicht permanent rausreden können, die Hardwareleistung würde nicht reichen – was beim Wii schon recht schnell der Fall sein dürfte.
      Kinect braucht einfach frische Ideen, dann wird das auch gut und ich hoffe ernsthaft, dass Microsoft aus dem Visioncam Debakel gelernt hat.

      • Gehnius sagt:

        Einziges Problem ist, schafft es Microsoft bzw. Kinect, die Hinterteile der Entwickler hochzukriegen?

        Diese Frage kann wie immer nur der Konsument beantworten, wenn der Markt für Kinect groß genug ist dann machen sich auch die Studios Ihre gedanken. Ich drück mal Fest die Daumen weil es einfach Spass macht.
        Wenn genug Leute spiele für Kinect kaufen dann kommen auch neue Spiele, ich hab meine Unterstützung bereits Amazon wissen lassen ;)

        • Sascha Schulz sagt:

          Mein Stiefbruder arbeitet als Producer bei EA Sports in den USA. Ich habe ihn vor 2 Monaten gefragt, ob sich irgendwas tut in Sachen Kinect und Spiele für diese art der Steuerung. Er meinte, dass sie das sehr faszinierend finden aber man doch lieber abwartet, wie der Zuspruch der Konsumenten ist. Hoffen wir mal, dass die Leute das Potential von Kinect erkennen.

    • maxico86 sagt:

      Ich glaube es will auch keiner der Core-Games fordert, dass man Halo oder CoD komplett mit Kinect spielt. Aber man sollte sie sinnvoll damit ergänzen. Wäre doch cool, wenn man nur “nachladen” rufen würde, anstatt X auf dem Controler zu drücken. Oder wenn man bei Spielen, bei denen man Computer-Teammitglieder hat, Handzeigen zum Sammeln, Ausschwärmen, in Deckung gehen, etc. machen könnte. Da gäb es viele Möglichkeiten, um die Controllersteuerung sinnvoll zu ergänzen. Natürlich alles optional, falls es einer nicht will.

  13. maxico86 sagt:

    Habe gerade 3 Stunden Kinect Adventures gespielt (gut, eine halbe Stunde war Aufstellen, Einrichten, etc.) und ich muß sagen: Kaufen!!! Find ich absolut klasse!

    Nur eins stört mich: Wo bleibt die Halterung für den TV? Wenn das da so vor dem TV-Standfuß rumsteht, sieht das rein optisch ziemlich doof aus. Darüber wär mir lieber…

    Naja, bin jetzt fix und fertig und werd erst mal duschen gehen.

    • badoli sagt:

      Nicht zu vergessen, dass durch die “von unten” Perspektive die menschlichen Proportionen unvorteilhaft gedehnt werden… ;)

  14. R2D5 sagt:

    Hallo
    Ich habe mir, nachdem ich Natal auf der GDC Europe 2009 und dann Kinect auf der GamesCom 2010 gesehen habe, natürlich gleich zum Start den Sensor zugelegt und bin bisher wirklich begeistert. Das System funktioniert deutlich besser als auf der Gamescom 2010.
    Allerdings frage ich mich wann man DVDs mit Kinect steuern können wird, denn momentan scheint sich der Sensor, wenn ich eine DVD einlege, auszuschalen.
    Ist eigentlich eine Windows Mediacenter Steuerung für Kinect geplant.
    Eine andere Frage, oder Anregung, aus dem geleichen Themenfeld betrifft Internet TV. Nachdem es ja im Ausland z.b. ESPN gibt, wäre es schön wenn es einen Kinect gesteuerten T Home Entertain Client für die XBOX 360 geben würde(meines Wissens nach gibt es ja eine Mediaroom Implementierung für die XBOX 360)

    Zu guter Letzt habe ich dann aber auch noch eine Technische frage: Wenn ich Kinect gerade auf ein Regal über mein PC Display stelle sagt er, dass er keinen Spieler findet, drehe ich Screen und Sensor etwas in den raum hinein funktioniert alles wunderbar. Da mein Screen und somit Kinect mit samt dem Regal auf dem es steht, sehr nahe an einer Dachschräge stehen, vermute ich, dass es damit zu tun haben könnte.
    Gibt es einen seitlichen Mindestabstand zu Dachschrägen/Wänden, oder ist da ein Defekt? Das ich den Sensor etwas drehen muss ist aber in keinster Weise schlimm, denn durch die Dachschräge könnte ich rein Physisch schon gar nicht bei Spielen wie 20000 Lecks, an die Seite greifen ohne mich zu stoßen, ist das vielleicht Kincets Art zu sagen das da an der Seite eine Wand/Dachschräge im Weg ist, wenn ja wäre eine entsprechende Meldung nett, denn “keinen Spieler gefunden” klingt erschreckend? Auf Anfrage sende ich gerne ein Bild des Setups.

    Wie gesagt bin ich ,nach der eben genannten “Aufstellung Sache” sehr zufrieden mit Kinect. Die Spiele machen wirklich spaß und haben einen unglaublichen Immersionseffect. Kinect ist schon was anderes als andre Motion Controller, weil man sich endlich dreidimensional im Raum Bewegen kann. Das angeben der Wurfrichtung beim Bowling zum Beispiel durch simples ,passendes bewegen im Raum, ist einfach um Klassen besser als einen Button zu drücken, um den Winkel mit einer Linie zu bestimmen… Oder beim Fußball einfach dem Gegner eins zu eins in den Weg gehen zu können… Endlich ist man selbst im spiel und bewegt sich und mit passenden Bewegungen anstatt ein Controller in den groben Winkel der Aktion zu richten. Es ist faszinierend sich wirklich in der Tiefe in einem “Spielfeld” bewegen zu können also vor zurück und zur Seite gehen zu können, von daher kann ich voll und ganz verstehen das ein solches Erlebnis einfach etwas Platz braucht, aber so viel Platz ist es auch nicht ,ich kann in meiner sehr kleinen Wohnung sogar gleichzeitig mit zwei Personen spielen.

    • Boris sagt:

      Es sind sehr viele Nicht-Spiele-Software Erweiterungen für Kinect geplant. Soweit ich weiß unterstützt auch der Sky-Player in England schon Kinect. Die Sprach- und Gestensteuerung wird auf jeden Fall im Frühjahr (wenn auch Deutsche Spracherkennung kommt) erweitert und ausgebaut.
      T-Home Entertain kann nur die Telekom auf die Xbox bringen. Die Software liegt fertig im Schrank, aber Decoder sind Sache des Anbieters, Microsoft kann das nicht veröffentlichen.
      Die Dachschräge kann den aktiven Infrarot-Sensor durcheinander bringen.

  15. aiwan4 sagt:

    moin, ich habe eine Frage die nicht unbedingt zu diesem FAQ teil passt, aber in dem Wunsch das du sonst vielleicht auch seperat nochmal drauf eingehst stelle ich sie trotzdem: Gibt es eigentlich irgendwo eine Futures Release Liste von Kinect Spielen. Irgendwie sind da ab Dezemeber und gerade im neuen jahr ja noch wirklich gar keine Spiele angekündigt, oder täuscht das?

    Kinect selber macht einen Heidenspaß. und um kurz On Topic zu werden. bei mir zuhause ist kein Lag spürbar gewesen, weder bei Kinect Adventures, noch bei den Demos.Es macht wirklich Laune :-)

    • Boris sagt:

      Es gibt keine – bei Hardware-Launches gibt es immer einen Rush ganz vorne dabei zu sein und dann erstmal kollektives Durchatmen. Dr. Kawashima kommt im Februar, diverse Core-Spiele aus Japan wurden auf der TGS (ohne Datum) angekündigt. Child of Eden sollte auch früh im Jahr 2011 kommen.

      • aiwan4 sagt:

        Und wenn ich da nochmal kurz einhaken darf. Ist es denn in irgendeiner Form jetzt noch geplant, in ältere Spiele die Kinect Steuerung zu integrieren? (wurde ja bei glaube ich Burnout mal gezeigt im Vorfeld) oder wurde das komplett verworfen?

  16. Rikibu sagt:

    Hallo Boris,
    Ich hab mich jetzt mal zum Computer gequält :-) ich hab so derb Muskelkater, echt heftig, aber Kinect macht immer noch ein Heidenspass.

    Aber zu meiner Frage.
    Wie sieht das eigentlich aus, wenn ich mit den vorgefertigten Avataren nicht zufrieden bin? Muss ich zwangsweise ein Profil anlegen, um dann im Avatar Editor Freunde, Familie usw. nachbauen, die dann in den Spielen ausgewählt werden können? Oder gibts da ne andere Möglichkeit benutzerdefinierte Avatare einzustellen?
    Für jeden ein extra Profil anzulegen, für Freunde die nur zu Besuch sind, finde ich keine wirklich praktikable Lösung, aber ich würde sie in Kauf nehmen.

    Es wäre schön, wenn man einfach so Avatare erstellen könnte, mit Namen versehen, so wies beim Wii auch geht. Vielleicht is das ja zukünftig geplant.

    Auch so eine Funktion in der man Raum Setups speichern kann um sie bei Bedarf auszuwählen, wäre ne feine Sache.

    Ich grähme mich etwas, mein jetzt so gut laufendes Setup in die Binsen zu schießen, wenn ich Kinect über Weihnachten im Familienkreis vorführe und ich dann alles neu einstellen muss.

    • Boris sagt:

      Ein Avatar muß in einem Profil gespeichert werden. Ich sehe das Problem nicht, ein Offline-Profil ist in Sekunden angelegt.

      • Rikibu sagt:

        Natürlich isses kein Problem. Hätte ja sein können dass es nen Weg gibt ohne Profile. Aber daraus ergibt sich noch ne Frage. Wie ist das? es können doch nicht zig Profile eingeloggt sein gleichzeitig? Oder ist das dann bei den Avataren egal welches bzw. wieviele Profile eingeloggt sind und die Avatare stehen unabhängig vom Profil zur Verfügung?

  17. Sascha Schulz sagt:

    Ich habe mir Kinect gekauft. “Kinect Adventures” lag bei. Zusätzlich habe ich mir “Your Shape” gekauft, weil ich keine Lust und Zeit habe, in ein Fitness Studio zu gehen. Zudem ist mir ein Studio Besuch zu teuer. “Adventures” finde ich sehr spaßig und bei dieser Art Spiele will man sich auch bewegen. Es ist einfach faszinierend, dass man wirklich seinen gesamten Körper benutzen kann, um zu spielen. Ich spiele seit 27 Jahren intensiv Computerspiele und diese Art von Spielsteuerung hat man einfach noch nicht erlebt. Es ist halt etwas ganz anderes als nur seine zwei Hände zu benutzen, wie es bei Move zum Beispiel der Fall ist.
    “Your Shape” ist ebenfalls äußerst interessant. Der Körper wird ausgemessen und man kann sich ein individuelles Trainingsprogramm zusammenstellen. Ich finde dies eine tolle und neue Art der Interaktion mit einem Programm, welches mich erkennt und mir Ratschläge gibt. Es ist sicherlich ein Problem, dass man soviel Platz braucht aber ich kann mir gut vorstellen, dass es viele Wohnzimmer in Deutschland gibt, die genügend Platz bieten. Ich werde meine Möbel ein wenig verstellen, damit ich mein eher lang gezogenes Wohnzimmer besser für Kinect nutzen kann. Bevor man mich für verrückt erklärt: Ich mache dies nicht nur für Kinect sondern auch, weil man öfters seine gewohnte Umgebung etwas umgestalten sollte. Dies ist aber eher ein psychologischer Effekt.

    Um nochmal die Core-Gamer Frage aufzugreifen. Ich kann nicht ganz nachvollziehen, wieso viele Menschen so skeptisch in Sachen Kinect und Spiele für die “Intensiv-Spieler” sind.

    Stellen wir uns folgende Situation vor: Wir spielen einen Shooter auf Kinect. Wenn Drittanbieter und Microsoft mitspielen, kann es ein tolles Erlebnis werden.
    Mit leichten Kopfbewegungen kann man sich über die Schulter schauen. Im Multiplayer können andere Mitspieler meine Gesten sehen, wenn ich zum Beispiel das Zeichen für “Deckung suchen” gebe. Ich kann mich hinter einer Deckung begeben. Ich kann um die Ecke oder hinter ein Objekt schauen (ähnlich dem Umkreisen bei Kinectimals). Ich kann mich gegen eine Wand drücken oder seitlich stehen, um ein schlechteres Ziel abzugeben. Mit einer Bewegung öffne ich Türen, Fenster, usw. Laufen kann man indem man auf der Stelle läuft. So wird das Schießen während des Laufens realistisch erschwert. Langsames auf und ab bewegen der Füße könnte die Spielerfigur langsam gehen lassen. Oder man benutzt für das langsame und seitliches Gehen oder das Einschlagen einer bestimmten Richtung das Gerät, welches man auch zum schießen benutzt: Ein Gewehr!
    Ich denke da an ein Plastikgewehr, welches optisch ansprechend ist. Damit zielt und schießt man. Die unterstützende Hand, die sich weiter vorne am Mündungsende der Waffe befindet, kann man locker einen kleinen Stick oder ähnliches unterbringen, um das Fortbewegen in der digitalen Landschaft zu vereinfachen. Weitere Knöpfe dienen zum Wechsel der Feuermodi, Munition, usw…
    Die Luxusvariante könnte noch eine Vibrationsfunktion besitzen, um den Rückstoß zu simulieren… oder nahe Granateneinschläge.

    Vor einiger Zeit waren solche Gedanken Träumereien. Heute ist dies kein Problem mehr. Kinekt bietet alle funktionen. Das Eingabegerät “Gewehr” kann einfach und billig produziert werden und dies für den Preis eines normalen Pads. Idealerweise liegt so ein Gerät der Special Edition des Spieles bei.
    Das Einzige, was man braucht wäre ein OK von Microsoft und eine Spieleschmiede, die das Spiel herstellt (und da gibt es einige große Namen, die mit Sicherheit für diese Art von Spiel zu begeistern sind. Zumal man Pionierarbeit leisten würde).
    Diese Art von Shooter würde selbst einem extremen Hardcore-Shooter-Spieler ein Dauergrinsen auf das Gesicht zaubern und sie wurden mit Sicherheit die Läden stürmen. Ich kann mir sehr gut vorstellen, dass dies ein großer kommerzieller Erfolg sein würde. Plus die Möglichkeiten für beeindruckende Turniere und Werbeaktionen, um selbst die letzten Zweifler zu überzeugen, was Kinect für Möglichkeiten bietet, wenn man sich diese Erfindung genauer betrachtet.

    Gibt es Pläne dieser Art? Falls nicht, können wir uns gerne über Details unterhalten. :-)

    • Spirit sagt:

      Sascha you made my day! Das ist genau die Art von Games die ich mir von Kinect erhofft habe. Jedoch ist ja inzwischen klar geworden, dass die sogenannten Core-Gamer im Moment so gaaarnicht die Zielgruppe von Microsoft sind. Ich möchte sogar so weit gehen, dass wir (was Kinect angeht) denen relativ egal sind. Mal abgesehen davon, das M$ Lightguns und ähnliches bis jetzt ja wohl nicht duldet.
      “Casualiges” rumgehüpfe kann ich auch mit der Wii meiner Freundin haben, da muss ich nicht 150 Euro für Kinect ausgeben.
      Sollte jedoch wider erwarten ein Spiel auf den Markt geworfen werden das deiner Beschreibung entpricht. Werde ich mir erstmal eine Woche Urlaub nehmen und dem nächsten Shop um die Ecke die ca. 200 Ocken mit Vergnügen auf den Tresen werfen.

      Obwohl…. hmmm… Die Kinect Hardware ist ja aus kostengründen so beschnitten worden, dass ich mir nicht sicher bin ob zB. deine erwähnten Handzeichen überhaupt erkannt werden könnten.

      • Sascha Schulz sagt:

        Mal abwarten… Boris schrieb ja, das die Japaner etwas in Vorbereitung haben. Zwar sagt mir die japanische Spielkultur nur bedingt zu aber man kann ja hoffen.

        Handzeichen in Form einer Faust oder mit Hilfe von einzelnen Fingern ist beim jetzigen Kinect nicht möglich. Wenigstens reagiert Kinect nicht auf einzelne Gliedmaßen meiner Hände. Aber auf dem Schlachtfeld würde ein Winken mit dem Arm genügen, um zu verdeutlichen, dass die Teammitglieder vorrücken, in Deckung und stehen bleiben sollen. Was meinst du wie beeindruckend es sein würde, solche Bewegungen im Spiel zu sehen. Oder zu beobachten, wie sich der Gegner mit fließenden Bewegungen auf deine Stellung zu bewegt. Keine künstliche Animationen mehr sondern lebensechte Bewegungen…

    • stressbomber sagt:

      Das ganze könnte doch auch noch viel einfacher funktionieren. So wie ich das sehe könnten ganz einfach Ding “Erweiterungscontroller” für Kinect sein.
      Z.B. eine Socke. Aufgeteilt in verschiedene Farben und Kinect erkennt viel leichter ob du den Fuss anhebst oder etwas zur Seite drehst. Schon hast du möglicherweise eine funktionierende Bewegungssteuerung deiner Figur.

      Und deine Plastikgewehr muss doch nicht mal wirklich mit der Konsole verbunden sein.
      In der Theorie müsste ja auch hier beim Abzug jeweils nur eine farbige Scheibe oder halt Licht mit einem entsprechenden Filter in der Mündug erscheinen, je nach Feuerart dann eine andere.

      • Boris sagt:

        Viel besser ist, wenn Kinect ohne farbige Socke erkennt, was du willst…

        • stressbomber sagt:

          Stimmt natürlich. War auch nur so ein Gedanke.
          Wenn mann z.B. liest das Kinect die Finger nicht unterscheiden kann, kommt mir das logisch vor, dass man bei kleineren Bewegungen ggf. mit solcher Farbunterstützung arbeiten könnte. Eben wenn man den Fuß nur etwas dreht, damit man weiter mit dem vollen Öberkörper auf den Fernseher gerichtet sein kann.
          Aber klar, wenns auch so geht..

  18. letranger sagt:

    Hätte da auch noch mal ne Frage, bezüglich der viel diskutierten Fingererkennung.

    Du sagst ja immer man soll nicht immer alles glauben was man so im weiten www ließt, von daher frag ich noch mal nach.

    Ich erinnere mich an einen Artikel der in der Essenz folgen Inhalt hatte: Kinect kann keine Finger erkennen, da man um Produktionskosten und den Verkaufspreis zu senken eine schlechtere Kamera als geplant verbaut hat. Daher kann Kinect nur die Hand an sich, nicht aber einzellne Finger erkennen.

    Weisst Du zum Punkt Fingererkennung was genaueres?

    • Boris sagt:

      Kinect erkennt keine einzelnen Finger. War auch meines Wissens nie für die Kinect-Hardware, so wie sie für Xbox 360 ausgeliefert wird, nie vorgesehen.

      • Rapidity sagt:

        Es war vllt nicht vorgesehen aber die erstmals vorgestellte Hardware hätte es theoretisch schaffen können. Dann gab Microfot bekannt, dass sowohl der Tiefensensor abespeckt wird und der interene Prozessor wegrationalisiert wird. Nun hab ich aber folgendes gefunden.

        http://www.consolewars.de/news/30920/kinect_doch_leistungsfaehiger_als _bisher_angenommen/

        Was stimmt denn nun? Ist mehr an Kincet dran als Microsoft und weismachen möchte?
        Die dort gefundene Hardware entspricht wieder dem was ursprünglich angekündigt wurde.

        • Boris sagt:

          Die Hardware ist für die Kinect-Spiele optimiert. Nie was anderes gesagt und ich verspreche auch keine TechSpecs, von denen Microsoft auch nicht öffentlich redet.

  19. Martin S. sagt:

    Ich muss Abbitte leisten.
    Als der Preis angekündigt wurde, habe ich gewettert. Ich hielt ihn für zu hoch.
    Und was habe ich gemacht? Mittwochs bin ich gleich zum Saturn um die Ecke gegangen und habe mein Kinect erworben. Und habe es nicht bereut, das Geld dafür auszugeben (auch wenn ich es immer noch für etwas zu viel halte :-) ) Samstag Früh waren dort übrigens die Sensoren bereits komplett verkauft.
    Ach ja, bekomme ich eigentlich auch Provision? Wo muss ich mich da melden? Samstag habe ich Kinect mit Sports und Dance Central Freunden vorgeführt, sonntags wurde dann ein 4GB-Bundle von einer konsolenlosen Person bestellt, eine weitere wird sich ein Bundle zu Weihnachten zulegen und die, die schon eine xbox haben, holen sich nun Kinect.
    Ehrlich, ich hätte nicht gedacht, dass Kinect so beeindruckend funktioniert und wirklich Spaß macht.

    Ich bin sehr gespannt auf die offiziellen Verkaufszahlen.

  20. bursus sagt:

    Ja, jetzt muss ich mich auch mal zu Wort melden :-)

    Mein Interesse an Kinect hatte sich in den Wochen vor dem Release sehr abgekühlt. Ich habe es dann doch gekauft und muss sagen : Ich bin sehr positiv überrascht.

    Seit Anfang der 80er bin ich am Computer- und Videospielen, und ich weis das es “Magische Momente” bei Hardware-Releases gibt. Kinect gehörte zu solchen Momenten. Vergleichbar war wirklich nur der Release der Wii. Übrigens deckt sich die Begeisterung bei “Non-Gamern” für Kinect mit der für die Wii zum Release, in meinem Umfeld. Kinect bringt wirklich was Neues und ist nicht ein Aufguss wie bei Sony Move.

    Mit großem Erschrecken und auch einer Gewissen Desillusionierung den “Kreuzzug” der 4players beobachten müssen. Die dortige Berichterstattung ist wirklich ein “Niederprügeln” eines Produktes. Für mich “gewinnt” Kinect und “verliert” 4Players, dort kann ich nicht mehr wirklich einen Test glauben, nach dieser Aktion.

    Aber ein Manko muss ich wirklich ansprechen: Die notwendige Mindestentfernung! Ich habe ein nicht grad kleines Wohnzimmer, bin aber nur grade so noch im Limit für Singleplayer in Kinect-Sports, vom Multiplayer ganz zu schweigen.

    Ist es theoretisch möglich das dies mal gepatcht wird ? Oder man arbeitet mit einem “Weitwinkelaufsatz”

  21. DramaLama sagt:

    Huhu,

    habe heute endlich mein vorbestelltes Kinect erhalten :-) .
    Bin sehr possitiv überrascht von der Leistung und dem Spielspaß! Ein riesiges Lob an MS dafür.

    Habe allerdings auch gleich ein paar Fragen:

    1. Ich ging eigentlich davon aus, dass Kinect die Live Vision Cam ersetzten soll…. vorhin habe ich versucht bei “Viva Pinata: Chaos im Paradies” eine von den Karten einzuscannen. Geht aber leider nicht -> Spiel untersützt Kinect nicht…. Wird das nachgepatcht oder muss man jetzt doch die Live Vision Cam aufbewahren?

    2. In der Anleitung von Kinect steht, dass man den Sensor nicht manuell “verstellen” soll, weil ansonsten die Gefahr besteht das die Motoren beschädigt werden. Leider ist mir genau diese manuelle Verstellung beim auspacken passiert. Der Sensor funktioniert einwandfrei, aber muss ich mir jetzt Gedanken machen das ich irgendwas dauerhaft verstellt/verändert habe? :S

    3. Kann es sein, dass schon unterschiedliche Verpackungen von Kinect in Deutschland im Umlauf sind? :S
    Meine unterscheidet sich nämlich deutlich von denen Verpackungen die ich am Release in den Elektromärkten gesehen habe bzw. denen aus Unboxing-Videos auf Youtube.

    Vielen Dank für die Infos ;-)

    Muss jetzt gleich zurück an die Box :D

    Ciao

    • Boris sagt:

      1. Nein, Kinect ersetzt nicht die Live Vision Cam. Ist technisch anders.
      2. Du darfst den Sensor vorsichtig nach links und rechts drehen, er sollte aber nicht eingeschaltet sein. Rauf/Runter ist nicht notwendig, das macht er von selbst.
      3. Ja, es gibt je nach Herstellungscharge unterschiedliche Verpackungen.

  22. cabrinus sagt:

    eine Frage zur Aufstellung und Raumgröße. Mein Wohnzimmer ist recht groß, sprich ich sitze außerhalb der empfohlenen 3m. Kann ich die Kamera ohne Probleme zb. auf einem Stativ etwas weiter in dem Raum aufstellen? Bei ersten Tests (Kinect von einem Kumpel) funktionierte es eigentlich recht gut..

    Ansonsten kann ich nur sagen, es funktioniert auch mit Beamer. Allerdings kann man beim hüpfen schonmal im Bild landen, was dem Spaß aber keinen Abbruch nahm.

    • Boris sagt:

      Ja, du kannst Kinect auch auf einem Stativ in den Raum stellen. Hauptsache es steht in der “Mitte” des Fernsehers (links/rechts), ansonsten fühlt sich alles falsch und verschoben an.

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