Nicht mehr so wie früher

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Dieses Posting sollte eigentlich nicht geschrieben werden. Es geht um das Spiel “Another Code” von Nintendo. Nach diversen euphorischen Testberichten (1, 2, 3) hab ich (ich gestehe) mir das Modul von einem Kollegen bei Nintendo zusenden lassen. Meine Erfahrungen wollte ich deswegen eigentlich nicht berichten - schließlich hab ich das Ding nicht bezahlen müssen. Doch nachdem auch die Bravo Screenfun das Spiel diesen Monat mit einer unglaublichen “1-” bewertet hat (ich glaube nur GTA hat je eine höhere Wertung erhalten), muß es einfach raus. Meine Meinung, die der Spielepresse landauf landein widerspricht, kann die Verkaufszahlen des Moduls jetzt nicht mehr dämpfen.

Bitte kreuzen sie nach der Lektüre eine der folgenden Möglichkeiten an:

( ) Boris Schneider-Johne hat keine Ahnung mehr von Spielen.

( ) Another Code ist ein übles Machwerk, das Spiele-Tester geschickt blendet.

( ) Der Anspruch an ein “Adventure” hat sich in den letzten zehn Jahren massiv geändert. Boris ist einfach zu alt. Mit 39 sollte man bei C64-Spielen bleiben.

Dem Schutz von Nintendo und der Zeitschriftenredaktionen wegen formuliere ich den Rest mal so, als ob die dritte Möglichkeit die richtige wäre. Deswegen, mit einem Tusch:
Wenn Another Code 1990 programmiert worden wäre, sähe es wie folgt aus


* Es gäbe Rätsel. Und zwar solche von der Art: Kombiniere diese drei Gegenstände an dieser Stelle. Und nicht, wie bei 7th Guest, einige Denksport-Aufgaben. Wenige Denksportaufgaben. Leichte, wenige Denksportaufgaben.
* Es gäbe Dialog-Puzzles. Oder zumindest Dialoge, bei denen man irgendwas beeinflussen kann. Nicht vorgeschobene Menüs, die nur so tun, als hätte der Spieler irgendeinen Einfluß.
* Rosella würde dem Spieler nicht andauernd Dinge sagen wie: “Jetzt kommt ein Rätsel.”, “Mit diesem Gegenstand könnte ich im anderen Zimmer das Rätsel lösen.”, “Aus dem Zimmer sollte ich nicht rausgehen, hier bin ich noch nicht fertig.”
* Es gäbe mehr als acht Gegenstände. Insbesondere wenn ins Inventar neun Gegenstände reingehen.
* Es nähme dem Spieler nicht einfach die Möglichkeit weg zu speichern, erst recht nicht vor einer zehn Minuten langen, langweiligen, interaktiven “Cut Scene”.
* Wenn man einem Nicht-Spieler-Charakter sagt “Meine Schwester ist verschwunden”, antwortet dieser nicht “Du mußt an der Brücke nach einer Winde suchen und diese drehen” sondern entweder “Wo ist sie verschwunden? Ich helf dir.” oder “Har har har! (puffundinrauchwolkeverschwindend)”.
* Aus Dialogen wie “…!”, “…?”, “…!”, “…?”, “…!” (Originalzitat! Steht genau so auf dem Schirm! Man muß natürlich nach jeder “Zeile” eine Taste drücken…) fände Bob Bates die Möglichkeit, einen echten Brüller zu machen, den man noch zehn Jahre später gerne in Spiele-Oldie-Artikeln zitiert.
* Man würde einen Gegenstand sehen und einfach mitnehmen dürfen - nicht erst dann, wenn das dazu gehörende Puzzle komplett (!) angesehen wurde. Richtig, man kann die Lösung eines Puzzles wissen und den benötigten Gegenstand trotzdem nicht mitnehmen, weil man das Puzzle nicht genau genug untersucht hat.
* Die Spielzeit wäre länger als drei Stunden, 40 Minuten (Your Mileage May Vary - Ich bin ein schneller Dialog-Leser). Und wenn doch, würde Steve Meretzky nicht eine Uhr mitlaufen lassen, um das dem Spieler zu beweisen.
* Ich müsste nicht nach jedem Kapitel einen Multiple-Choice-Test machen, ob ich bei der Handlung auch aufgepaßt habe: “Erinnere dich: Was möchte Guybrush werden? a) Pirat, b) Lokomotivführer, c) Kalif anstelle des Kalifen.”
* Puzzles würden sich nicht einfach durch Sitzen in der S-Bahn von selber lösen, weil die Lösung lediglich ein Pusten ins Mikrofon ist und das Mikrofon leider auch auf die Umgebungsgeräusche reagiert.

Sind die Ansprüche derart kleiner geworden? Ist Another Code wirklich das, was die heutige Generation unter einem Adventure versteht? Klar, technisch sind einige nette Sachen drin, aber die Handlung ist haarsträubend, die Dialoge mit das Grausamste, was ich seit langem lesen mußte, und das Finale ein antiklimatischer Tiefpunkt bei dem der Spieler (nach dem Entfernen der Speichermöglichkeit) eine Viertelstunde lang zum “Drücke Knopf, um Dialog fortzuführen”-Roboter degradiert wird. Ich hatte dann noch die Hoffnung, daß man das Ende des Spiels irgendwie bestimmen kann (Wer von beiden war wirklich der Mörder?), aber die Multiple-Choice-Einlagen werden einfach nur so lange wiederholt, bis man das vorgesehene, rein lineare Ende erreicht hat.

Und die gelobten taktilen Puzzles? Mal muß man ein Rad drehen, mal zwei Bilder übereinander scrollen, mal (in jedem Testbericht zitiert) den DS nahezu zusammenklappen, um in den sich spiegelnden Monitoren einen Code zu sehen. Wenn man diese Dinge wenigstens rauskriegen müßte. Aber Hauptfigur Ashley sagt ja bei jedem Puzzle, was man zu tun hat. Und dann bleiben nur eine Handvoll Einweg-Minispiele mit der DS Hardware.

Außerdem bleibt die freundliche Frage an die USK, warum ein Spiel mit Mord und Totschlag (nicht interaktiv aber doch mehr dargestellt als nur angedeutet), bei dem der 13-jährigen Protagonistin in Dialogen gesagt wird, sie sei für diese Themen noch zu jung, in Deutschland von einem Sechsjährigen gespielt werden darf? Ich dachte, die werten zur Zeit ein wenig schärfer?

Und zum Schluß ein versöhnender Gruß nach Großostheim: Yoshi Touch & Go ist brillant! Irre! Wahnsinn! Das ist auch mega-kurz, aber ein derartig süchtig machender “Den Highscore knack ich noch” Stoff, wie ich ihn selten gesehen habe.

18 Antworten to “Nicht mehr so wie früher”

  1. Ingo sagt am July 20th, 2005 um 8:01

    Das lag Dir aber auf der Seele, oder?
    Nur: Wie Du schon die Fortsetzungen von Spielen erklärt hast (Industrie: “Der Kunde will es”), so denke ich, ist es auch hier.
    Die uns nachfolgenden Spielergenerationen haben wahrscheinlich eine kürzere Aufmerksamkeitsspanne. Durch Marktforschung ist bestimmt herausgekommen, dass niemand lange grübeln mag, wo das Benzin für die Kettensäge ist. Da macht es dann auch nichts mehr, wenn das Abenteuer in fünf Stunden durchgespielt wird. Kann man bestimmt an Verkaufszahlen beobachten. Bei komplexeren Rätseln gibt es wohl nur eine kleinere Klientel. Nur wird das nicht mehr der Massenmarkt sein. Und Handhelds sind, bin ich überzeigt, nicht typischerweise die Knobelfraktion.

  2. ro sagt am July 20th, 2005 um 9:51

    Richtig gut ist, *wer* die von Dir verlinkten Tests schreibt:

    - “Adventure-Fans müssen zugreifen - so gut sind sie unterwegs noch nie unterhalten worden.” sagen die sonst so kritischen Jungs von Golem, die scheinbar noch nie alte Lucas-Adventures auf dem Handy gespielt haben.

    - 90 Prozent (!) vergibt Kollege Luibl von 4Players und sagt: “Another Code ist nicht nur eine perfekte Maßanfertigung für das Miniformat, sondern auch einigen großen Kollegen überlegen - erzählerisch und spielerisch.”

    - und bei Gameswelt erstaunt mich der Punkt “manche Rätsel recht schwer”, wenn ich Deine Kritik gelesen habe.

  3. Administrator sagt am July 20th, 2005 um 9:59

    Deswegen hab ich ja auch drauf gelinkt. Ich kapier’s nicht. Hätte gerne auch die Gamepro und Bravo Screenfun Tests verlinkt, aber die sind ja nur in Print. Deren Aussagen sind die gleichen - Jubel, Sensation, wie auf’m PC. Dabei hat selbst das von allen Spielemedien gehaßte “Myst” mehr Rätsel, mehr Tiefgang und eine sinnigere Story.

  4. Carlo Zottmann sagt am July 20th, 2005 um 10:28

    Die korrekte Antwort ist natürlich “Der Anspruch an ein “Adventure” hat sich in den letzten zehn Jahren massiv geändert.”

    Ja, aber auch die Definition hat sich geändert. Es ist IMHO nur eine Frage der Zeit, bis ein Klingeltonhersteller auf die Idee eines “interaktiven Handy-Adventures” kommt, bei dem man an zwei verschiedene Nummern drei verschiedene SMS senden muss, und wenn man die kombiniert, gibts einen Klingelton. Adventure gelöst, “Du bist der Rätselgott!!!1!”.

    Nachdenken und Anspruch sind nicht mehr wirklich gewünscht, fürchte ich, bzw. verkaufen sich twitch based games besser, also produziert niemand mehr wirkliche Adventures. Die Adventure-Sparte trocknet langsam aus, und alles, was evtl. in die Richtung dieser Sparte deutet, wird sofort als Genreüberflieger labelled.

    Hauptsache, wir alle können GTA: Vatican City spielen.

    Sorry, ist ein schlimmes Thema.
    Carlo

    PS: GTA ist unglaublich überbewertet.

  5. Sven sagt am July 20th, 2005 um 11:00

    Der neueste Blogeintrag zeigt mir wieder einmal, warum ich die guten, alten Zeiten vermisse.

    Genau, die der gutem, alten Adventures. Ja, vor allem die Lucas-Dinger, auch wenn sie manchmal ein bisschen komisch waren. Spannend waren sie immer (vor allem Indy3 auf dem Amiga beim Diskettenwechsel… der natürlich direkt beim fallenden Stein kam), lustig waren sie immer (DOTT habe ich vor nem Jahr mal wieder gespielt und mich wieder kaputt gelacht) und gerätselt hat man mehr als genug. Auch bei den Ausflügen nach Kyrandia oder mit Simon, dem kleinen Harry Potter.

    Und die der guten, alten Redakteure *öchöm*. Ja, ich hab ihn gern gelesen, den Boris, als er noch nur Schneider als Namenszusatz hatte (der neue ändert aber natürlich nichts an der Fähigkeit zu formulieren…). Wie gut, dass es jetzt Blogs gibt - denn bei der Schreibenden Zunft werden wir “Mr. XBox” wohl Fulltime nicht mehr erleben - ist ja auch verständlich. Dennoch schön, mit dreisechzig einen Ausflug in die alten Zeiten machen zu können.

    Zusammengefasst: Danke für die tolle Lektüre! Schön, wenn sowas jetzt öfter kommt. Aber für die Blogs hat man ja leider immer zuwenig Zeit, kenne ich ja selbst ;-)

  6. 4P sagt am July 20th, 2005 um 11:42

    Hallo Boris,

    nachdem ich von einem alles findenden Scout auf dein Pamphlet wider die Another Code-Euphorie aufmerksam gemacht wurde, muss ich sie verteidigen. Schließlich hab ich das Teil getestet, mit Appetit gefressen und auf meine persönliche Adventure-Bestenliste gesetzt! Ich liebe es quasi und hungere einem Nachfolger entgegen.

    Du sagst:

    Meine Meinung, die der Spielepresse landauf landein widerspricht,

    Ich sage:

    Das kenn ich. Ging mir z.B. bei Spellforce oder Stronghold 2 so. Und diese Brüche in der Spielwahrnehmung beweisen, wie unterschiedlich Games wirken können. Und wie subjektiv alle Tests zwangsläufig sind.

    Du bietest mir an (jedenfalls optional):

    Another Code ist ein übles Machwerk, das Spiele-Tester geschickt blendet.

    Ich sage:

    Another Code hat mich verzaubert. Es hat Seele, Story und das gewisse emotionale Etwas.

    Du sagst:

    Klar, technisch sind einige nette Sachen drin,

    Ich sage:

    Nett ist eine böse Untertreibung. Es sind einige noch nie erspielte Innovationen drin, die ein völlig neues Adventure-Gefühl wecken. Der DS wird hervorragend als narrative und experimentelle Plattform genutzt. Ich hätte ja selbst nicht gedacht, dass mich ein Knobler im Miniformat überhaupt motivieren könnte…

    Du sagst:

    die Handlung ist haarsträubend

    Ich sage:

    Der Plot ist aufgrund seiner doppelten Perspektive, aufgrund des Zusammenfließens von Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft und aufgrund einer der glaubwürdigsten Protagonistinnen der letzten Jahre hervorragend. Einige Dialoge mögen zäh und naiv sein, aber man spielt schließlich eine verängstigte Teenagerin und die Dramaturgie ist dennoch besser als in zehn von zwölf Adventures der letzten Jahre. Nur Black Mirror und TMoS können da mithalten.

    Du sagst:

    die Dialoge mit das Grausamste, was ich seit langem lesen mußte,

    Ich sage:

    Noch grausamer als in Halo 2? Oder in all den 08/15-Shootern?

    Du sagst:

    das Finale ein antiklimatischer Tiefpunkt

    Ich sage:

    Hast du mal das Finale von Nibiru, TMoS oder gesehen? Dagegen wirkt das Ende von Another Code fast kinoreif…um jetzt mal wieder einen Höhepunkt zu finden.

    Du sagst:

    Die Spielzeit wäre länger als drei Stunden, 40 Minuten.

    Ich sage:

    Hut ab. Oder gut geblufft. Ich habe neun Stunden gebraucht und bin an manchen Rätseln zunächst verzweifelt.

    Du sagst:

    Aber Hauptfigur Ashley sagt ja bei jedem Puzzle, was man zu tun hat.

    Ich sage:

    Das stimmt nicht. Sie gibt einen vagen Hinweis. Und selbst damit muss man noch kräftig knobeln.

    Du sagst:

    Aus Dialogen wie “…!”, “…?”, “…!”, “…?”, “…!” (Originalzitat! Steht genau So auf dem Schirm! Man muß natürlich nach jeder “Zeile” eine Taste drücken

    Ich sage:

    Als gelernter Sprachwissenschaftler hat mich diese Reduzierung auf Zeichen dehalb nicht gestört, weil hinter ihnen deutliche Emotionen stecken, die sich auch in der Mimik widerspiegeln. Sie sind ja keine sinnlosen Platzhalter, sondern stehen für Überraschung und Bestürzung in kurzen Intervallen - dieses Stilmittel wird auch in Comics gerne genutzt.

    Du sagst:

    Puzzles würden sich nicht einfach durch Sitzen in der S-Bahn von selber lösen, weil die Lösung lediglich ein Pusten ins Mikrofon ist

    Ich sage:

    Das Puzzle kann sich nicht ohne den aktiv vom Spieler ausgelösten Rachenwind selbst gelöst haben. Es sei denn, du hast neben der gezielt Richtung Mikro blasenden Lüftung gesessen.

    Du bietest mir an (optional):

    Boris ist einfach zu alt. Mit 39 sollte man bei C64-Spielen bleiben.

    Ich sage:

    Nein. Boris hat einfach keinen Draht zu Another Code gefunden. So geht’s sicher auch vielen anderen.

    Und es gibt ja auch Tests, die deutlich nüchterner ausfallen, wie z.B. der von Eurogamer. Allerdings gibt es in all diesen internationalen Besprechungen immer nur zwei Kritikpunkte: Die Länge des Spiels und seine hohe Schwierigkeit. Das sind schwache Argumente gegen dieses große Adventure, die ich nicht nachvollziehen kann.

    Deine Geschütze schießen da schon schärfer, denn du bist der erste Kritiker, der sich so dezidiert über Story, Dialoge, Mikro-Spielchen, Rätselqualität und das Finale beschwert. Und du bist der erste, der das innovative Spielerlebnis dank DS-Technik nicht so hoch einschätzt.

    Zu deiner Argumentation würde in unserem System eine Wertung von, sagen wir mal, 55% passen. Vielleicht könnte man sogar einen echten 30er-Verriss draus machen, wenn man die kurze Spielzeit, die naive Story und die blöden Rätsel in den Vordergrund stellt.

    Es gibt sie eben nicht, die absolute, objektive und für alle verbindliche Testwahrheit. Nur die eigene, scharf formulierte Spielwahrnehmung zählt. Ich kann deine Kritik nicht teilen, sie ist Gift für einen möglichen Nachfolger, den ich mir auf jeden Fall wünsche, aber sie ist auch eine Bereicherung für den Leser.

    Bis denne

    Jörg Luibl

  7. Administrator sagt am July 20th, 2005 um 12:06

    Pusten-Puzzle: Die Labortür, gegen die man hauchen muß, um die Zahlen zu lesen. War bei mir dank Geräusch-Pegel “Autohauch” - hab erst später beim Nachlesen bei GAMEFAQS (weil ich wissen wollte, ob im Star-Modus was sinnvolles anders ist) gemerkt, daß das theoretisch ein Puzzle war. Die 3:40h kann ich per Screenshot nachweisen und das ich nicht gemogelt habe einfach nur schwören. Und die Dialoge zwischen Ashley und D sollte man einfach mal laut vorlesen. GZSZ ist dagegen Hochkultur - meiner einsamen, unwesentlichen Meinung nach.

  8. 4P sagt am July 20th, 2005 um 15:35

    3:40h? Okay, du bist eben schneller als ich. Erschreckend schneller. Aber ich bin auch ein Alles-Leser-Ausprobierer-noch-mal-Zurückgeher; damit bringe ich beim kooperativen Zocken auch meine bessere Hälfte zur Weißglut…

    Ja, manche Dialoge sind sehr dünn - stimmt. Aber der erzählerische Rahmen ist ein dicker.

    Wie würde denn jetzt dein Urteil in Prozenten ausfallen?

  9. Sven sagt am July 20th, 2005 um 18:34

    Na, 4P, die Prozente darf man doch nicht mehr einfach so geben. Das ist ein tagelanger Prozess, die zu berechnen… weisst du doch ;-)

  10. Administrator sagt am July 20th, 2005 um 18:44

    Ich gebe keine Prozente - mein Standpunkt zu Spielebewertungen in Zahlen ist doch in der Branche allgemein bekannt…

  11. trollux sagt am July 20th, 2005 um 19:46

    Und in Sternen? :)

  12. iob sagt am July 20th, 2005 um 22:04

    Ich bekomm jetzt richtig lust nen Nintendo Ds mit Another Code zu kaufen!!! :)

  13. iob sagt am July 21st, 2005 um 9:37

    Ich würde, denke ich,

    (x) Microsoft Produktmanager sind von
    Schmiergeldzahlungen an die Presse ausgenommen

    ankreuzen. In wie weit bestimmte Tests noch (vertretbar) objektiv sind Frage ich mich in letzter Zeit oft. Ich hab letztens einen Test im Burger King Magazin zu Dungeon Lords gelesen (richtig, das laut diversen Quellen wohl “unfertigste Pc Spiel seit Battlecruisder 3000 ad”). Und das wird da in den höchsten Tönen gelobt, ohne das anscheinend Irgendwer das Spiel installiert hat. Ok, Burger King Magazin… Weiß nicht, vielleicht war das bei Another Code ja auch so… ;-). Das Spiel selber Spielen um nen Bericht zu schreiben ist ja nicht wirtschaftlich…

    Earth 2160 (SO ein entäuschendes Game, ok Edeloptik, aber Gameplay und Sprachausgabe sind Durschnitt, Story ist hanebüchen) hat auch 90 % bekommen, ist imho aber keine 80 Wert.

    Jeder hat wohl seinen Preis.

  14. woeuwa sagt am July 21st, 2005 um 17:04

    Ich kenne jetzt dieses Adventure nicht, aber beim Thema “beim C64 bleiben) fällt mir dieser C64DTV Joystick ein. Der zeigt einem mal wieder, wie bockeschwer die Spiele auf dem C64 teilweise waren. Bei Cybernoid komme ich über die ersten 3 Bilder fast nicht hinaus und das ist dann auch nicht mehr so toll. Das gibt es heute zum Glück in dieser Form nicht mehr. Aber Paradroid ist ja auch drauf und das entschädigt dafür. A propos Paradroid: Das hier finde ich auch sehr lustig: 3D-Paradroid-Clone.

  15. ro sagt am July 21st, 2005 um 19:53

    iob, Geld wechselt bei Tests nie den Besitzer. Solche abgedrehten Wertungen losgelöst von der Realität könnte man erklären mit: “Hey, XYZ hat doch soundsoviel gegeben, das Spiel kann also gar nicht so schlecht sein, wie ich meine.” Ich habe mich bei Tests immer gefragt: Würde ich die gleiche Wertung auch geben, wenn ich mir das Ding für 50 Euro gekauft hätte?

    Ansonsten: Geschmäcker sind verschieden. Ich bin auf der letzten E3 erstmals vorzeitig aus einer Präsentation verschwunden (GTA-Klon, Name vergessen), nur um das besagte Spiel dann auf dem Titelbild einer Zeitschrift zu finden, für die ich auch schreibe. ;)

  16. DasJan sagt am July 24th, 2005 um 0:52

    “Ich gebe keine Prozente - mein Standpunkt zu Spielebewertungen in Zahlen ist doch in der Branche allgemein bekannt…”

    -> Das Problem ist: Versuch mal, in einer Redaktion etwas anderes durchzukriegen…

  17. map sagt am August 1st, 2005 um 17:15

    DasJan, wenn ich mich richtig erinnere, hat er genau das zumindest zeitweise geschafft.

    Aber jetzt wo ScummVM auf dem DS läuft, können wir, die zu alten, ewig nörgelnde Adventurespieler, uns darauf konzentrieren Monkey Island mit dem Touchscreen durchzuspielen…

  18. hdgamer sagt am August 19th, 2005 um 13:21

    *tränen aus den Augen wisch* .. nicht nur weil ich so lachen musste, nein auch weil ich die guten alten Zeitschriften so vermisse.

    Was waren das noch für Zeiten als ich jeden Monat meine ASM und die Powerplay unter die DOS gepackt habe um dann meinen Informationsstand auf amüsanteste Art & Weise zu erhöhen. Heute kaufe ich keine Spielezeitschriften mehr, die Testergebnisse spiegeln eh (fast) nie meine Meinung wider und scheinen eher mit den Werbeanzeigen gekoppelt zu sein. Da hat dieser (fast) Testbericht wirklich gut getan (ich hab nur die Rätsel im TV Ausschnittsweise gesehen und mir an den Kopf gefasst wie sowas auch noch empfohlen werden kann). Solltest du in ein paar Jahren mal wieder Langeweile haben, dann starte doch dein eigenes Online-Magazin. Wenn du das Werbeniveau niedrig hälst und dafür vom Leser 10€/Monat verlangst, dann kannst du meine Email-Addy schonmal auf die Liste der Interessenten packen.

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