Was ist denn nun ein Launch-Titel?

Von Boris, Mi, 5. Okt 2005 17:00

In den alten Zeiten, als man in Europa sechs Monate länger auf seine Konsole warten mußte, war alles so einfach. Da die amerikanischen/japanischen Launch-Titel nur noch “gePALt” werden mußten, war das Launch-Lineup relativ einfach und korrekt vorhersagbar. Die Spiele waren ja schon Monate vorher fertig.
Bei Xbox 360, die weltweit nahezu gleichzeitig kommt, kann keiner mit hundertprozentiger Sicherheit sagen, welche Titel am 2.12. im Regal stehen werden, denn davor gibt es noch ein paar Hürden. Zum einen muß der Titel tatsächlich fertig programmiert werden. Viele Titel stehen kurz vor der Fertigstellung, aber es ist nie auszuschließen, daß sich ein Last-Minute-Problem einschleicht. Dann muß der Titel “zertifiziert” werden. Das bedeutet, daß ein spezielles Team bei Microsoft das Spiel mehrere Tage lang in die Mangel nimmt und nach technischen Bugs sucht und darauf achtet, daß alle technischen Anforderungen erfüllt werden. Wer die Zertifizierung nicht besteht, muß nachbessern und erneut durch die Zertifizierung – und schon ist der Launch vorbei.
Viele Programmierer und Publisher gehen davon aus, am 2.12. im Laden zu stehen und die Wahrscheinlichkeit ist bei vielen Titeln sehr hoch. Aber ich werde einen Teufel tun und jetzt eine Titelliste versprechen, die wegen Widrigkeiten in zwei Wochen wieder anders aussehen könnte. Bei den vier Microsoft-Titeln Project Gotham Racing 3, Perfect Dark Zero, Kameo und Dead or Alive 4 bin ich mir sehr sicher, daß sie den 2.12. schaffen; auch viele andere sind gut im Zeitplan. Endgültig kann man die “Liste des ersten Tages” aber erst bestätigen, wenn die Titel tatsächlich zertifiziert wurden und in Produktion gehen.
In jedem Fall sind am 2.12. viele geile Spiele im Laden und der Nachschub ist auch gesichert. Also, keine Sorgen machen, sondern einfach freuen.

6 Antworten für “Was ist denn nun ein Launch-Titel?”

  1. Bill Gates sagt:

    Die X05-Teaser zu SC4, Mass Effect und Too Human waren wirklich just in time. Wenn die Entwickler das umsetzen, hat Sony ein Problem. SC4 zielt auf MGS4, Too Human auf Dante und Mass Effect scheint mit Wardevil Sony’s Prügelpeitsche Final Fantasy erlegen zu wollen. Der Konsument gewinnt! :D

  2. suicide sagt:

    Was mich bei vergangenen Konsolen Launches immer gestört hat war, dass a) nur wenig Spiele zur Verfügung standen und b) diese meist eher unterstes Niveau waren.
    Deshalb bin ich mal gespannt wie der Launch der 360er verläuft.

  3. pac sagt:

    Ach, Kameo lag jetzt schon so lange rum, das kann noch ein Jahr liegen. Ich habs mir überlegt: wenn Ridge Racer 6 zu haben ist, und es geil ist, kauf ich ein Gerät.
    Wenn es zu einem Burnout 4 mutiert sein sollte, laß ichs.
    Mag überhaupt jemand Burnout?

  4. SKENA sagt:

    Mag jemand Ridge Racer sollte es heissen und Burnout mag ich nicht mehr seitdem ich auf EA Server gehen muss. :D

  5. Vom Gold Status bis zur Veröffentlichung ca. 2 Wochen

  6. gabrielb sagt:

    Hallo
    Also das mit der Zertifizierung kann ich nicht so recht glauben. Was machen die Leute bei Microsoft denn da? Sich die Verpackung mehrere Tage lang ansehen?
    Ich meine, wie kommt es, dass in letzter Zeit derart viele Spiele mit haarsträubenden Fehlern im Online-Bereich auf den Markt gekommen sind.
    Nehmen wir doch mal Ghost Recon 2 (nicht das Add-On). Da war die Freundesliste unbrauchbar. Bei diesem Spiel und auch beim Add-On gibt es zudem bei sehr vielen Leuten sehr sehr oft einen “Verschmutzte Disc” Error. Ich allein kenne vier Spieler, die das immer wieder haben. Ich übrigens auch. Bei mir trat er sogar gleich nach dem Auspacken acht Mal auf, bevor ich spielen konnte.
    Oder nehmen wir Burnout 3. Der Online-Modus war ein schlechter Witz. Kaum etwas funktionierte und die Fehler waren so offensichtlich, dass man sie nach fünf Minuten entdeckt hatte, dass man sie entdecken musste.
    Die Liste könnte man beliebig erweitern.
    Ich kann einfach nicht verstehen, dass man derart viele Fehler übersieht.
    Und wenn ich jetzt lese, dass jedes Spiel aufwendig bei Microsoft getestet wird, um eine bestimmte Qualität zu gewährleisten, dann wirft das nicht nur auf die schlampigen Entwickler ein schlechtes Licht, sondern zusätzlich auf Microsoft. Im Endeffekt bleibt der schwarze Peter eh bei Microsoft, weil die das dann wohl offensichtlich absegnen, was da so geboten wird.
    Es ist schon komisch, die Spieler selbst sehen die Fehler nach kurzer Zeit und müssen schließlich darunter leiden. Die hochbezahlten Qualitäts-Prüfer übersehen das nicht nur immer wider, sondern immer.

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