Lustiger Zufall, daß ich mich im Dezember gleich für zwei freche Jamies begeistern konnte.
Jamie Oliver, Fernsehkoch aus England, zeigte in einer vierteiligen Reality-Doku, wie er das Mittagessen an Englands Schulen verbessern wollte. Interessante Serie, am besten gefiel mir aber die Szene, bei der er wütend sein eigenes Restaurant verlässt und ein Treffen mit Ex-Präsident Bill Clinton verweigert, weil dessen Entourage wegen einer seltsamen Diät kurzfristig die seit 14 Tagen abgesprochene Menüfolge ändern will. Mutig, weitermachen.
Dann lächelte mich auf Werbeplakaten der Ladenkette WOM wochenlang ein Jamie Cullum an, den ich partout nicht einordnen konnte. Dann versuchte mir Amazon den Jamie bei meinen Jazz-Suchen andauernd unterzuschieben und zwei Blindversuch-Alben später sag ich Wow! Hat was vom frühen Harry Connick Jr, ist noch ne Spur frecher und natürlich einen Tick britisch. Die Single, Get Your Way, geht prima ins Ohr, drückt aber meinen Kreuzzugsknopf Nummer Sieben: Künstliches Gerausche und Geknister, als ob ich eine schlecht behandelte Vinyl-Platte abspielen würde. Diesen “Soundeffekt” hasse ich wie die Pest.
Dec 24
Jamie Cullum macht gute Musik. Hör auch mal in sein erstes Album “Twentysomething” rein, da interpertiert er auch zum Teil bekannte Stücke (u.a. “What a difference a day makes”) sehr gut nach.
Wenn Jamie Oliver bei W. Bush geflüchtet wäre oder verweigert hätte ihn zu bekochen, dann könnte ich das verstehen, aber Bill Clinton ist doch ein echter Sympathiträger!