Magnificent Desolation

Von Boris, So, 12. Feb 2006 17:07

Ich war am Samstag, dem 11. Februar 2006 auf dem Mond.

Nein, natürlich nicht wirklich, aber so gut wie. Der neue Imax-3D-Film “Magnificent Desolation” stellt jeden anderen in den Schatten.  Zum einen ist der Film einfach gut geschrieben, der Star ist aber die optimierte 3D-Technik, die es schafft, den Zuschauer auf dem Mond abzusetzen und den Apollo-Astronauten beim Arbeiten zuzusehen. Natürlich ist alles getricks, gemogelt und gelogen, denn es war keine 3D-Filmkamera auf dem Mond. Aber die wohl im wesentlichen computergenerierten Landschaften haben eine Schärfe und Bildstabilität wie bei keinem anderen Imax-3D-Film zuvor. Selbst Szenen, in denen nur ein alter “2D-Film” als Bildschirm über der Landschaft schwebt, haben eine unerhörte Brillanz und Schärfe. Uff.

Auch wenn man kein Apollo-Narr wie ich ist (immer noch aktueller Buchtip: Full Moon – aber bitte in der teuren, großen USA-Edition, nicht das kleine deutsche Paperback) kann man von diesem Film nur überwältigt werden. Hallo, Imax-Kino-Besitzer in Deutschland: Unbedingt diesen Film buchen, nicht auf eine Synchronisation warten.

3 Antworten für “Magnificent Desolation”

  1. Erzengel sagt:

    Ja ins IMAX würde ich auch gerne mal wieder gehen! Da ich selbst Hobby-Astrofotograf bin würde ich mich über den Film ja so richtig freuen. Danke für den Tip Boris!

    Hier zwei Bilder die ich mit meinem 12″ LX200 Cassegrain Spiegelteleskop vom Mond angefertigt habe. Ist schon ein paar Jahre her.

    Mondaufnahme 1
    Mondaufnahme 2

  2. freitag sagt:

    Den Film habe ich schon vor ein paar Wochen im Berliner Sony-Center 3D-Imax gesehen. Kann mich aber nicht mehr erinnern, ob der da schon synchronisiert war oder nicht. Ich kann mich aber noch erinnern, dass der Film zu dem Zeitpunkt noch mit “einziges Imax in Deutschland” beworben wurde.

    Gefallen hat mir der Film leider nicht. Wie bei anderen 3D-Imax-Produktionen ist der Anteil an 3D-Animationen eher gering. Die meiste Zeit fliegen einem 2-dimensionale Fotos vor dem Gesicht herum. Dafür gehe ich nicht in ein 3D-Kino.

    Ich hätte gerne mehr 3D und eine bessere Dramaturgie gehabt. Die kleine Was-wäre-wenn-ein-Unfall-geschehen-würde, war vom Ansatz her noch am Interessantesten, aber endete abrupt und wirkte nicht wirklich abgeschlossen.

    Von den dreien 3D-Filmen, die ich bis jetzt im Imax gesehen habe, war das sicherlich der beste. Trotzdem habe ich nach herauskommen beschlossen: Das war das letzte mal.

  3. freitags Meinung kann ich gar nicht zustimmen. Im Gegensatz zu den anderen “In your face” Imax 3D Filmen wie zum Beispiel dem gnadenlos schlechten T-Rex-Film war der Ausflug auf den Mond fantastisch. Ich kann höchstens 20% 2D-Foto-im-3D-Rahmen ausmachen; der Rest ist halt eben kein “dir fliegt was ins Gesicht” 3D sondern Darstellung der unendlichen Mondlandschaften mit eindrucksvoller Tiefe. Und die Notfall-Nummer fand ich auch eindeutig – mit letztem Sauerstoff erreichen sie das LEM und alle jubeln. Wenn mich was gestört hat, dann die futuristische Mondbasis am Schluß.
    Aber wie auch bei normalen Kinofilmen: Geschmack ist eben verschieden und jeder hat für sich Recht.

Panorama Theme by Themocracy