Look how far we’ve come

Von Boris, Do, 23. Mrz 2006 22:26

What a difference 20 years make.

14 Antworten für “Look how far we’ve come”

  1. Sondermann sagt:

    Rein optisch ist der Unterschied riesig, aber inhaltlich scheint sich in den letzten 20 Jahren wenig getan zu haben. Aber gerade wenn es ums Spielen geht, ist Optik nicht alles. Spieltiefe kann man auch mit Bites und Bytes, dazu braucht es nicht Abermillionen von Polygonen. Heute sitze ich meist allein von der Konsole und spiele online mit Leuten die weiß-Gott-wo wohnen, während ich früher mit Freunden auf dem Sofa saß. Vor 20 Jahren, war die Belegung der einzelnen Knöpfe schnell erklärt (Pass, Flanke, Schuss), heute vergeht fast eine Stunde (und oft jegliche Lust) bis man einem Neuling erklärt hat, wie er mit dem Pad zurecht kommt. Vielleicht sind wir in manchen Dingen schon zu weit gekommmen…

  2. Pengo sagt:

    Der Weg dahin war aber auch steinig, wenn ich mir so die Frühzeiten der 3D-Grafik auf Konsolen ansehe: Angefangen von der pixeligen PSX über die sogar (oder trotz?) mit Ram-Erweiterung verwaschene Grafik des N64 war eigentlich erst die PS2 und Dreamcast-Generation “ertragbar”.

    Im Moment muss nur sichergestellt sein, dass die Spielbarkeit mit der Optik Schritt halten kann. Letztere ist manchmal immer noch einen Schritt voraus ;)

  3. Erwin30 sagt:

    @Sondermann: Auch Inhaltlich hat sich in den letzten 20 Jahren jede Menge getan, bzw. eigentlich widersprichst Du Dir doch selbst. Denn wenn z.B. ein Fussballspiel seinerzeit mit 3 Knöpfen und Schussfunktionen auskam, so habe heutige Fussballspiele mehr Funktionalitäten im Bereich der Dribbeltechnik und der Taktik, bzw. im Zusammenspiel im allgemeinen. Das ist doch ebenso ein gewaltiger, inhaltlicher Sprung nach vorne.
    Ein Spiel, das einem realen Spiel, bzw. Situation (z.B. Weltkriegsshooter) nachempfunden wird, kann inhaltlich doch nur weiterkommen, wenn es die realen Spielbedingungen mehr und mehr abbildet. Und da sind die Spiele doch auf dem besten Wege.
    Was nicht-simulationslastige Spiele betrifft, mag sich inhaltlich wenig oder weniger getan haben, aber ich finde es dennoch beeindruckend, was es heute für Spielspassgranaten zu kaufen gibt und ich spiele viel mehr als vor 20 Jahren.
    Auch ich bin immer wieder dem Charme, bzw. der nostalgischen Erinnerung erlegen, wenn ich alte Spieleklassiker emuliert sehe, aber richtig spielen mag ich sie nicht mehr. Da suche ich mir lieber ein nettes Game aus dem riesigen Fundus der alten (bzw. jetzigen) Konsolengeneration aus und gucke mal, was ich dafür bei Ebay hinlegen muss.
    Ob es nun ein Splinter Cell oder Hitman für den PC ist, oder Ratchet & Clank, Jak Und Daxter, GTA oder GT für die PS2, oder auch Paper Mario oder Super Mario Sunshine für den Cube oder aber die Burnout Reihe auf der XBox… unter den heutigen Spielemengen gibt es jede Menge Perlen die man sich rauspicken kann und bei dem übergroßen Angebot sollte man da sein Spielejahr ganz gut füllen können und das auch günstig, wenn es nicht immer das neueste vom neusten sein muss.
    Ich verstehe manchmal die Ewig-Gestrigen nicht, die nur den alten Tagen hinterhertrauern ohne dem neuen was abgewinnen zu können – echt schade für die Jungs (ich meine damit nicht Dich, Sondermann! Oder ist das auch Deine Einstellung?). Es gibt doch Auswahl genug und hier und da gibts auch frische Ideen. Und für die alten Spielideen wie Break-Out oder Adventures gibts haufenweise Shareware Nachschub.

  4. Sondermann sagt:

    @ Erwin 30

    Der “kleine” Widerspruch sei mir erlaubt, Erwin, ging es mir dabei doch weniger um die technische Perfektion und die simulierte Annäherung an die Realität, als um die Kompatibilität mit meinem, nicht ganz so Spiele begeisterten Freundeskreis.
    Ansonsten muss ich dir in allen Punkten Recht geben. In der Erinnerung wird so manches verklärt, aber mehr als ein “weißt du noch damals” können mir die sogenannten Klassiker heute oft nicht mehr entlocken und alte Konsolen verstauben im Keller.
    Zu den Ewig-Gestrigen würde ich mich daher nicht zählen, dazu bin ich immer noch viel zu neugierig.
    Mag sein, dass es mir manchmal einfach nicht schnell genug gehen kann, wenn es um gute Geschichten oder die Entwicklung neuer Ideen und künstlicher Intelligenz geht. Vielleicht wird mich Oblivion an diesem Wochenende etwas versöhnlicher stimmen. Wenn da nur nicht diese Übersetzungspannen wären… Mist, schon wieder ein Haar in der Suppe gefunden. ;)

  5. Scherbenmann sagt:

    Ewig-gestrig würd ich das nicht nennen, Erwin. Den heutigen Videospielen fehlt der Reiz des neuen, der sense of wonder. Auf den ersten Konsolen hatte man noch das Gefühl, einer der ersten (und der wenigen!) zu sein der schon den Schritt in eine neue Welt getan hat. Heute ist diese Welt nicht mehr neu, nur viel bunter.

    Vorteile hat beides: Damals war man ein elitärer Kreis (von innen betrachtet) bzw. eine verschrobene Gruppe von Sonderlingen (von außen betrachtet), heute sind Videospiele unter ‘Kindern im fortgeschrittenen Alter’ (oder um es in der Sprache unserer Zeit zu sagen: ü-30) ein ganz normales Gesprächstheme und man tauscht sich per Voice Chat mit Gamern rund um den Globus aus.

    Aber trotzdem…. *dramatische Pause*…. finde ich, es wird höchste Zeit für das backwardcompatibilityupdate ;-)

  6. Sondermann sagt:

    @ Scherbenmann

    Also, mich reizt noch heute jedes neue Spiel; aber die Dinge, über die ich mich dabei wundere, haben sich geändert. Elitär habe ich mich als Videospieler nie gefühlt, und um nicht als Nerd oder Geek zu gelten, habe ich mich stets bemüht, meine Umgebung für meine Hobbys zu begeistern.
    Allerdings habe ich nicht den Eindruck, dass Videospiele in meinem Bekanntenkreis ein normales Gesprächsthema wären, aber vielleicht ist auch mein bekanntenkreis nicht normal, sind schließlich meist schon Ü-40.

  7. Rikibu sagt:

    Sicher hat sich optisch so einiges getan – wie nicht anders zu erwarten im Kampf um die abgedrehtesten 3D Funktionen, mehr Frames, mehr dies mehr das…

    Dennoch war die Motivation beim spielen früher eine ganz andere als heutzutage.
    Also nur mal auf meine Spiel-Konsum-Gewohnheiten bezogen.
    Meine ersten Videospiel-Erfahrungen habe ich mit dem NES und Super Mario 1-3 gemacht.
    Die konnte ich stundenlang bis zum erbrechen am Stück spielen. Das gleiche galt dann auch für SNES und Super Mario World.
    Gugge ich mir jetzt die ganze 3d Spielepracht an und suche zb. Jump n Runs – da findet man auf Xbox / 360 nicht wirklich was brauchbares.
    Und wenn ich mal was finde für die neue Konsole, kann ich nich stunden lang davor hocken – weiss auch nich.
    vielleicht bin ich älter geworden oder die Spiele einfach zu anspruchsvoll was sich in Anstrengung wiederspiegelt, wovon man dann auch mal schnell ne Pause braucht.

    Dieses nacheifern der Realität ist zwar vom technischen Standpunkt her prima – toll was so alles möglich ist.
    Aber heisst das im Umkehrschluss das nur Realitäts-Simulationen Spass machen können?
    Wohl eher nicht.
    Und hier befindet sich die Industrie meines erachtens auf m Holzweg. Kaum noch Experimente mit kreativen Ideen – lieber den zigsten Nachfolger.
    Sie eifert immer mehr der Realität nach mit Phaysic Engine hier, diversen Effekten dort usw.
    Aber der kreative Part des entwickelns findet nur im Hintergrund unterpriorisiert statt.

    Bin mal sehr auf Viva Pinata (oder wie das heisst *g*) gespannt.
    Und natürlich auf den Fuchtel-Controller der Revolution. Der könnte wirklich kreative Impulse in die festgefahrene Branche bringen.
    Denn trotz lausiger Grafik – im Vergleich zu der jetzigen – machen komischerweise ältere Spiele oftmals mehr Spass als die brandneuen Entwicklungen die einen overflow an Effekten aufweisen.
    Gameplay-Desaster und Konzeptfehler sind durch nichts auszugleichen – was uns aber durch die sog. Fachpresse immer wieder versucht wird einzureden. Nicht umsonst ist das erste Kriterium die megamonsterbombast-Grafik. Eigentlich lächerlich, wenn mans genau nimmt.

  8. RickD sagt:

    Ich stelle immer wieder fest, dass die vergleichweise simplen Spiele “von früher” doch grade mit Freunden zusammen mehr Spaß machen als die komplexen Featuremonster von heute.

    Ein Freund spielt gerne Fifa Soccer. Mir macht das zwar auch prinzipiell Spaß, aber nicht so sehr, dass ich das Spiel kaufen und regelmäßig spielen würde. Das hat zur Folge, dass jedesmal wenn wir gegeneinander spielen wollen, er mir erstmal wieder die Steuerung erklären muss und er mir sowieso total überlegen ist, weil ich so die erste Stunde net raffe, was ich drücken muss.
    So verlieren wir beide schnell die Lust. Er, weil ich mich ziemlich ungeschickt anstelle, ich weil ich dauern haushoch verliere.

    Wenn wir aber das Mega Drive oder den Amiga einschalten und ein nettes Shoot’em’Up oder Final Fight oder Sensible Soccer oder Micro Machines etc. einlegen, dann gehts gleich richtig zur Sache und der Spielspaß lässt die veraltete Grafik (fast) vergessen.

    Als Einzelspieler bevorzuge ich dann aber auch die modernen Games mit beeindruckender Präsentation.

  9. Sondermann sagt:

    Scheint, als stünde ich mit meiner Anfangs geäußerten Meinung gar nicht so allein.

  10. SKENA sagt:

    Dann könnt ihr euch ja die nächsten 20 Jahre vorstellen. Das Holo-Deck werde ich auch noch sehen, bin mir ganz sicher. :D

  11. r3nd4 sagt:

    20 Jahre sind eine verdammt lange Zeit und ich habe sie von Anfang an mitgemacht. Mittlerweile bin ich aber überzeugter “Konsolero” da mir der PC ehrlich gesagt mächtig aus dem Hals hängt.
    Bei Konsolen sieht man die grafischen Sprünge wesentlich deutlicher als auf dem PC da mit jeder neuen Grafikkartengeneration eher “kleinigkeiten” neu dazu kommen wie z.b.: mip-mp-shader 3.5 oder 3293 fache Kantenglättung mit halbtransparentem was-weiß-ich. ;)
    Dann sind diese Karten auch noch schweine Teuer. Ne, ich zocke nur noch auf Konsolen denn für ein jährliches PC-Update nur um realistischeren Nebel zu sehen ist mir mein Geld einfach zu schade.

    Greetz

    r3nd4

  12. Master Blaster sagt:

    Also ich zocke heute immer noch mindestens genauso gerne, wie vor 20 Jahren.

    Ich glaube, das erste Game, das ich gezockt habe war “Galaxian”.

    Anfang der Achziger, schluckte das Gerät das erste Markstück von mir. Ich kam damals kaum an den Steuerknüppel (war im 2. Schuljahr). :)

    Ich muss sagen, ich finde die grafischen Sprünge total genial. Ich habe ehrlich gesagt keine Lust mehr auf die alten Krücken, auch wenn ich die Spiele damals natürlich gut fand und mich gerne zurück erinnere.

    Inhaltlich und Gameplay mäßig hat sich meines Erachtens auch einiges getan, wenn auch da die Entwicklung im Verhältnis zur Grafik-Steigerung etwas zurückgeblieben ist.

  13. retro sagt:

    ok, aber im zweifel würde ich oft zum älteren spiel greifen.

    aber ich bin halt sehr 2D affinitiv :-) )

  14. retro sagt:

    außerdem ist mir aufgefallen, dass die Spiele viel bessere Namen hatten, z.B. “10 Yard Fight” ist viel griffiger als NFL 2006.

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