Polaris

Von Boris, Mo, 24. Jul 2006 00:41

Zur Abwechslung mal wieder ein Buchtipp: Polaris von Jack McDevitt hatte ich mir im Mai in USA mal blind eingesteckt und bin hellauf begeistert. An sich nur ein simpel gestrickter Science-Fiction-Mystery mit manchmal zu schablonenhaften Charakteren, aber mit Tempo und Ideen, einem spannenden Rätsel und einer glaubhaften Lösung (auf die man kommen kann, aber trotzdem noch ein paar Überraschungen erlebt).

Die Grundidee: Vor über 60 Jahren verschwand die Besatzung des Raumschiffs Polaris spurlos. Noch dazu handelte es sich um einige der fähigsten Wissenschaftler des Universums. Das Rätsel wurde nie gelöst und jetzt endlich werden einige der Überbleibsel aus dem Raumschiff auf einer Auktion versteigert. Ein Antiquitätenhändler wird dabei in einen Strudel von Ereignissen gerissen, an deren Ende natürlich auch die Aufklärung des sechzig Jahre alten Puzzles steht.

Die anderen Bücher um Alex Benedict, den intergalaktischen Antiquitätenhändler, hab ich bei Amazon gerade bestellt. Achja, da ich in Englisch lese, kann ich nichts zur Qualität der hier verlinkten Übersetzung sagen.

9 Antworten für “Polaris”

  1. Lord-Rabbit sagt:

    Meiner meinung nach ein “So lala” Buch mit etwas mehr “so” als “la” Schau Sie sich mal die Philip K Dick Bücher an al’la “Der galaktische Topfheiler”. Von Jack McDevitt zu Philip K. Dick ist wie der Sprung von Dreamarena zu XboxLive.

  2. Lord-Rabbit sagt:

    Ubik ist für den Anfang sicher besser, geht auch mehr in richtung Science-Fiction

  3. Inte sagt:

    Das hört sich nach einer Mischung aus “Event Horizon”, “Titan A.E.” und (ich find das Buch gerade nicht im Regal … irgendwas mit einem vom Kurs geratenen Generationenschiff, dass nach Jahrhunderten gefunden wird). Da werd ich mir doch gleich mal das Probekapitel runterladen. Halt! Moment … das gibt es ja nur bei O’Reilly. ;)

    Noch ein Lesetipp zum schmökern:
    Der Splitter im Auge Gottes von Larry Niven, Jerry Pournelle
    Kurzweilige, manchmal klischeehafte, aber immer wieder überraschende SciFi über einen Erstkontakt und dessen ungeahnten Folgen.

  4. Ich mag Dick, aber das ist keine “S-Bahn-Literatur”. Polaris ist ein netter Space-Thriller, von dem ich nix erwartet habe, der mich dann aber angenehm überrascht hat. In der Mittelgewichtsklasse ist Dick natürlich immer die beste Wahl.
    Niven/Pournelle: Ja, Mote in Gods Eye ist durchaus ein Glücksgriff, aber ich hab immer Probleme mit dem militaristischen Stil und Denke von Mr. Pournelle. Der ist so amerikanisch-patriotisch, wie man nur sein kann. Bei Mote klappt das, weil die Story das Militär in eine durchaus üble Lage bringt, aber andere Sachen von ihm ohne Niven als Gegengewicht mag ich nicht.
    Larry Niven alleine kann brillant sein. Ringwelt ist klasse, alle Fortsetzungen danach schmumpfig – manchmal ist es besser, die ganzen Rätsel nicht aufzulösen. Mit einem anderen Co-Autor hat Niven eine Buchreihe verfaßt, die zu meinen Lieblingen gehört – da muß ich diese Woche mal was zu schreiben.

  5. Erzengel sagt:

    SciFi Buchtipps von mir, die finde ich total genial. Polaris kenne ich noch nicht, werde ich mir aber mal anschauen.

    Orson Scott Card: Treason, der Spenderplanet (Treason)
    Orson Scott Card: Ender (Enders Game), Sprecher für die Toten (Speaker for the Dead), Xenozid (Xenocide)
    Phillip Jose Farmer: Welt der tausend Ebenen (The World of Tiers)
    Larry Niven: Der schwebende Wald (Integral Trees), Welt in den Lüften (The Smoke Ring)
    Stanislaw Lem: Solaris (Solaris)
    Robert A. Heinlein: Das neue Buch Hiob (Job: Comedy of Justice)
    Robert A. Heinlein: Fremder in einer fremden Welt ( Stranger in a Strange Land )
    Arkadi Strugatzki & Boris N. Strugatzki : Picknick am Wegesrand (engl. Titel?)

  6. Duncan_Idaho sagt:

    Hat einer von euch eigentlich schon die Dune Prequels gelesen?

  7. Bill Gates sagt:

    @Erzengel:
    Solaris? Doch nicht etwa DAS Solaris? Ich meine die Verfilmung mit G. Clooney. Die pseudotiefgründige Story vertrug ich keine 10 Minuten, da find ich 2001 tausendfach besser.

  8. Erzengel sagt:

    @Duncan_Idaho: Da passt dein Name ja dazu :)

    Ich hab sie nie gelesen und nur die Filme gesehen (bin auch Lynch Fan). Die TV Serie fand ich auch klasse, auch wenn die Effekte teilweise billig waren.

    Du meinst doch die Prequels: Kinder von Dune usw. oder?

  9. Erzengel sagt:

    @Bill Gates: Arghhh hab gerade schon ein Post losgeschickt bevor deiner kam.

    Doch das Solaris meine ich. Aber der S.Soderbergh Film hat mit dem Buch fast nichts zu tun. Musst Du mal lesen. Da gehen die sogar auf Solaris runter. Die Kernaussage ist zwar die gleiche. Das Buch ist ein Klassiker, aber extrem schwierig zu lesen und teilweise sehr düster und mystisch. Dafür ist es kein Wälzer. Hab übrigens den Originalfilm von Andrej Tarkowskij hier rumliegen :)

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