Dec 07
Na endlich - Der Deutsche Presserat sagt, daß Anleitungen für illegale Downloads nicht in Computerzeitschriften gehören. Ist zwar etwa fünf Jahre zu spät, aber immerhin.
Na endlich - Der Deutsche Presserat sagt, daß Anleitungen für illegale Downloads nicht in Computerzeitschriften gehören. Ist zwar etwa fünf Jahre zu spät, aber immerhin.

Dann kann sich ja ein professionelles PC Magazin, welches auch seit Jahren erklärt wie man aus alten Windows-Versionen neue macht, gehackt legen. Manchmal frage ich mich, was in den Köpfen solcher Experten abgeht, wenn sie diese tollen Tipps an Otto-Normal-User verteilen.
Die Zeitschriften wandern immer an der grenze der legalität um Kunden zu angeln. Als immernoch Abonnement des “AmigaMagazin”s und vorher der “64er” werde ich leider dazu genötigt die “PcGo” als zwangsbeilage mitzuabonieren (obwohl dieses etwas weit unter meinem Niveau liegt) und kann finde die Aufhänger unglaublich dreist.
Die “Russen Box” um Russische Downloads aufzuspüren, sicher und anonym über P2P alles downloaden, alle Serialz-Sniper im Netzt etc. …
… die “Artikel” sind dagegen absolut einwandfrei. Zwar erläutern sie alle Schritte betonen aber mehrfach das man (zB bei P2P anonymisierung) lediglich zum schutz der persönlichen Informationen für PRIVATE & LEGALE handeln darf, das nur Serialz generiert werden dürfen für Programme deren Originalserial verloren wurde, etc. Die Artikel sind dabei noch viel behutsamer geschrieben als man das hier in der kürze wiedergeben kann.
Daher stellt sich mir die Frage wie solche Artikel zu verbieten sein sollen, zumindest solange sie dermassen vorsichtig formuliert sind.
Also ich muss ganz ehrlich sagen, dass das ja eigentlich eine Frage des gesunden Menschenverstandes ist. Hier ist in meinen Augen die Grenze zwischen Pressefreiheit und Beihilfe zur Straftat recht leicht zu ziehen - viele Berichte gehörten zur 2. Sorte (meiner Meinung nach).
Na toll, so schafft man bestimmt keine Arbeitsplätze. 90% der Computerzeitschriftenredaktionen haben doch über nichts anderes geschrieben, spätestens wenn die erste Vista-Welle vorbei ist, wird das Zeitschriftensterben beginnen. CHIP ohne Tutorials zu illegalen Aktionen? Da bleibt nicht mehr viel übrig.
hehe…..was soll man dazu sagen.
Manchmal ist es besser nach so langer Zeit gar nichts mehr zu sagen…..
Aber Amüsant, dass sich der dt. Presserat so zeitnah mit dem Problem beschäftigt.
Naja, man ,kann die Thematik auch übertreiben.
Ales was ich zu diesem Thema immer wieder lese, ist zum einen eine ständige Wiederholung “oller Kamellen” und zum zweiten wird man doch wohl noch “laut” in Form von schriftlichen Artikeln unzensierter Presse darüber reden dürfen….
DAs man sich rechtlich mit Floskeln absichert, dürfte klar sein.
Der Verlag kann ja gar keine Verantwortung dafür übernehmen, was der Leser mit den gegebenen Informationen anstellt.
Wird ein Autohändler verklagt, wenn ein Autokäufer einen Unfall baut und andere Leute zu Schaden bringt??
Wird ein Waffenhändler von irgendjemandem zur Rechenschaft gezogen, wenn jemand mit Schießeisen amok läuft??
Regt sich die Buch-Branche im Zeitalter von leistungsfähigen Farbkopierern, Scannern und Druckern, sowie digitalem Lesestoff (PDF und co) über solche Sachen auf???
Nein - es werden sogar Bücher digitalisiert und man kannn online in ihnen suchen - ohne was dafür zu zahlen.
Nur die Software- und Medien-Industrie (Musik, Film usw.) schiebt derbe Paranoya und jammert stets über die bösen bösen Kopierwilligen…
Warum man sich darüber immer noch beklagt, obwohl man stellenweise das Gefühl hat das diese Industrie ihre Kunden nicht wirklich ernst zu nehmen scheint.
Wer kauft bitte digital kastrierte Musik im billigen WMA 128kbit Format für teuer Geld - teurer als n Silberling im Laden??
Warum ist ein Photoshop trotz marginaler Änderungen und alljährliches Quellcoderecycling immer noch so teuer???(als willkürliches Beispiel für pervers hohe softwarepreise - lässt sich beliebig erweitern, die liste mit gierigen Herstellern)
Würde man die Preise etwas senken, würde man definitiv mehr Leute erreichen, aber auch nicht alle.
Logisch.
ABer die kopieren eh - und würden nie kaufen - oder würden eine kostenlose Alternative nutzen - also haben die Firmen keinen Verlust.
Bleibt unterm Strich nur der rechtliche bzw. moralische Verstoß übrig.
Natürlich geht man nicht in den Supermarkt und klaut sich die Schnitzel aus der Theke… nur weil man das vielleicht im Internet auf digitaler Ebene macht.
Ständig rumzujammern bringt nichts.
Und überzogene Bedingungen für Software-Nutzung (schöhnen Gruß an Vista - würg) würden zumindest bei mir dazu beitragen das ich auf diese Produkte dankend verzichten kann.
Im Falle Vista würde ich es nicht mal illegal nutzen wollen…
Ich verstehe das alles nicht. Auf der einen Seite will die Politik sog. “Killerspiele” verbieten, sogar deren Besitz, Erwerb oder auch nur Produktion. Quasi eine Art “Gedankenpolizei”.
Auf der anderen Seite dürfen Zeitschriften bzw. die Presse über das von Boris und jetzt auch vom Presserat angeschnittene Thema frei berichten. Wenn ich einen Jugendlichen dazu anstifte ein Auto zu klauen und das kommt heraus bin ich auch dran, wegen Beihilfe oder zumindest wegen Anstiftung.
Etwas anderes machen ja die Zeitschriften auch nicht. Nur das Sie sich mit dem Satz “Aber bitte nichts illegales herunterladen” aus der Affäre ziehen. So ganz koscher ist die ganze Angelegenheit meiner Meinung nach jedoch nicht.
Was ich auch schon immer komisch fand war, wenn in den Spielezeitschriften die “Tips & Tricks” nicht über den Inhalt des Handbuchs hinausgingen -das nützt ja eigentlich auch nur Raubkopierern.
Eigentlich sollte man sich nicht gegen die Pressefreiheit auflehnen, denn sie ist eine der wenigen die Freiheiten, die man in diesem Land noch hat. Bevor man in einem “Pressekodex” das Vorgehen von PC-Zeitschriften rügt, sollte man lieber mal die jahrzehntelange “menschenunwürdige” Vorgehensweise (Menschen an den Pranger stellen - seien es nun Sozialhilfe-Empfänger oder Links-Politische) der Bild-Zeitung untersuchen. Schliesslich kann und muss bei illegalen Downloads jeder selbst für sich entscheiden , ob er das macht, denn am Ende muss auch jeder sich selbst verantworten und kann als Ausrede auch nicht diverse “Anleitungen” nennen. So leicht haben es vermeindliche Verleumdungsopfer diverser Zeitungen nicht. Also Pressefreiheit JA, Hinweise OK, aber Zensur NIEMALS!!!
@spartaner13 Was hat das denn mit Pressefreiheit zu tun? … und danach Äpfel mit Birnen zu vergleichen, um vom eigentlichen Thema abzulenken? Natürlich gibt es auch anderswo Unrecht, aber dank solcher Anleitungen hatte ich in den letzten Jahren gut zu tun, um PCs wieder flottzukriegen.
Es gibt einen Schaden, und es gibt einen Verursacher …. und diese Zeitschriften bieten Anleitungen zu in Deutschland illegalen Handlungen. Natürlich wird es darauf eine Reaktion geben. Die gibt es ja schon siehe Verbote wie CloneCD oder AnyDVD. Illegales Handeln darf sich aber auch nicht hinter dem Deckmantel der Pressefreiheit verstecken. Genausowenig wie es ein Recht gibt in Tauschbörsen illegales Material zu tauschen, müßte man so langsam vor weltfremder Argumentation geschützt werden. Sorry.
viel schlimmer find ich Zeitschriften, auf die folgendes Editorial zutrifft:
http://www.heise.de/ct/06/25/003/
seit der ersten Stunde von Windows XP drucken diese Blätter möchtegern-verbotene und geheime Tipps und Tricks.
@gunatm: wenn du meine Argumentation als weltfremd bezeichnest, muss ich dir leider dieses bescheinigen. Denn Tauschbörsen und Anleitungen zählen nicht zu den Problemen unserer Zeit. Das User kriminalisiert werden, weil die Politiker zu Marionetten globaler Konzerne werden und Freiheitsrechte (ja, auch die Freiheit der Kultur und der Meinungen und Informationen) immer mehr zurückgedrängt werden (auch die der Privatsphäre - mein Hinweis oben), sind wohl viel grössere Probleme der heutigen Welt, als ein paar Jugendliche, die sich ein bissel Musik oder andere Inhalte im Netz besorgen oder Software- für die man im Übrigen bezahlt hat- manipuliert. Natürlich darf man das nicht - aber ist Recht immer Gerechtigkeit und sind da manche Lobbys mächtiger als ein paar kleine Internet-Nutzer?! Durch VErbote und Zensur schafft man nur noch mehr Ungrechtigkeit und das rächt sich irgendwann oder gehörst du auch zu denjenigen, die meinen Teenager laufen Amok, weil sie Counter-Strike gespielt haben?!! Und wer hier meine Ansicht für weltfremd oder unpassend hält, sollte vielleicht mal ein paar Bücher lesen (z.B. Orwell - Stichwort: freie Informationsgesellschaft und Überwachungswahn). Ich meine, es passt sehr wohl zu dem Thema.
@spartaner13 Es geht aber nicht um die Probleme unserer Zeit, die hier kritisiert werden, sondern um die sehr konkrete Problematik “Illegale Anleitungen für den Rechtsbruch” in öffentlichen Zeitschriften. Es geht nicht um das Heil der Welt sondern deine Meinung zu diesem Thema, und deine Meinung ist: “Laßt es laufen …, weil es Schlimmeres gibt!”. Du kannst mir eine ganze Menge bescheinigen, aber du gehst nicht auf das Thema ein. Genausogut bräuchte man sich nicht um Kleinkriminalität zu kümmern, da Überfälle schlimmer sind. Diese Haltung kann ich nicht nachvollziehen und unsere Politiker, die du so sehr kritisierst anscheinend auch nicht. Paranoia ist eine Sache, aber Unrecht bleibt Unrecht. Du argumentierst voll am Thema vorbei, und diese Form der Argumentation kritisiere ich, da sie zumeist von Menschen verwendet wird, die aus dem bis dato rechtsfreien Raum Vorteile gezogen haben.
Ich habe die Formulierung “weltfremd” benutzt, weil wenn du mir etwas stiehlst, werde ich bestimmt nicht ruhig bleiben. Wenn du eine Anleitung verkaufst, wie man mich bestehlen soll, werde ich auch nicht ruhig bleiben. Du unterstützt Anleitungen zum Diebstahl …. mal krass ausgedrückt.
So … und jetzt fang mal an zu Argumentieren! 
Nein, bitte KEINE Argumentation oder Grundsatzdiskussion mehr, danke schön…
Ich kann mich dem ganzen nur anschliessen, die Unterhaltungsindustrie hat intern zuviel Konkurenz, weniger gekauft als früher wird nicht, es verlagert sich aber nur auf mehr Medientypen und Verwerter (Handy, Games usw.). Und der ehrliche Kunde (der ich ein reger bin, aber je länger je weniger) wird je länger je mehr verarscht. Man kommt sich doch dumm vor, wenn die Torrent Version aus dem Netz einwandfrei läuft, während die 50€ Version Treiberkonflikte auslöst, oder gar nicht läuft und wenn dann bei schlechterer Performance (Arma ungepatch, GTA3 war aber auch ein ganz bekannter Kanditat). Wenn Musik als Datenschrott daher kommt, und wenn Filme gekürzt werden dabei immer schlechter Bild- und Tonqualität liefern: zum einen zur Zeit um den Unterschied zu HD zu vergrössern zum anderen weil die Kopierschütze auch ihren Platz brauchen. Ach ja dasselbe trifft ja auch auf Musik CDs zu, wo entweder weniger Songs oder schlechter Quali abgeliefert wird da der Kopierschutz drauf muss (und Codec ändern geht nun mal nicht). Und Vista…. also bei Apple bekomme ich das OS für 200.-SFr. und habe dabei nicht eine Home Edition sondern es gibt die eine, die alles kann. Ich erwähne extra nicht Linux, weil das Lizenssystem nicht vergleichbar ist. Und wo Apple mit OSX 10.5 ist, wird MS nicht in 10 Jahren sein. Traurig aber war. Allchin hatte mit seiner Kritik an Gates und Ballmer recht, dass Microsoft an den Kundenwünschen vorbei entwickelt. Vista ist ein XP SE, mit lauter Nachteilen. Ich muss aufhören, das Thema regt mich einfach zu sehr auf.
So lange die Strafverfolgung nicht drastisch erhöht wird, ändert sich auch nix. Ganz einfach.
Es dürfte wahrlich kein Problem sein, 90 % der Downloader zu identifizieren, und anzuzeigen.
Warum macht`s denn Niemand ?????
@AdlerMannheim: Wir können ja nicht 90% der Bevölkerung hinter Gitter bringen, nur weil alle zu schnell mit dem Auto auf der Landstraße… ned wahr?
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(sarkastischer unterton): “Anleitungen für illegale Downloads nicht in Computerzeitschriften gehören.”
Genau, wofür gibt’s denn Weblogs?