Killerfilme

Aufreger, Filme, Videospiele Kommentar hinzufügen

Eins verstehe ich im Vorstoß von Frau von der Leyen noch nicht ganz. Zu Beginn ist von Trägermedien inklusive DVD und Film die Rede, danach aber wieder nur von den bösen Spielen. Ich hoffe doch, der Vorschlag betrifft nicht nur diskriminierend die Spiele, sondern auch alle anderen Medien, die Gewalt bildlich darstellen. Ich denke da spontan an Casino Royale, bei dem der Held gegen Ende mit Freude die Lizenz zum Töten gegen einen unbewaffneten Mann in ziemlich grausamer Art und Weise ausnutzt - zur Freude des Publikums. Solche Filme müssen da auch in den “Pornoshop”, der von dem Gesetzentwurf vorgeschlagen wird (ein seperater Verkaufsraum für Volljährige, in den diese Titel zu stehen haben). Und im Kino nur ab 18, mit Ausweiskontrolle. Wer stoppt die FSK, die solche Filme ab 12 freigibt?

24 Antworten to “Killerfilme”

  1. SKENA sagt am February 13th, 2007 um 16:34

    Nebenbei müsst man dann auch gleich alle privaten Fernsehsender verbieten. Was wohl auch wesentlich mehr bewirken würde als das blosse verbieten von sogenannten “Killerspielen”. Ich kenn zwar keine Killerspiele aber nun gut, als Videogamer kann man ja auch nicht alles kennen.

  2. gonknoggin sagt am February 13th, 2007 um 17:40

    Ganz deiner Meinung, wenn, dann gleiches Recht bzw. Pflichten für alle. Wenn das Gesetz so verabschiedet wird, dann wird es wohl auch für alle Trägermedien gelten - alles andere wäre wohl problematisch. Ich denke in ihrem Zitat redet sich nicht mit voller Absicht nur von Spielen.
    In wiefern solche Vorhaben dann aussehen, wenn sie aus den unterschiedlichen Ausschüssen kommen, bleibt abzuwarten - zumindest bei der “Agenda Beckstein” ist wohl juristisch viel zu kritisieren. Eine Mehrheit scheint sich hier auch im BR nicht zu finden. Wie das beim Vorstoss von Frau von der Leyen aussehen wird, bleibt abzuwarten. Beckstein mauert, erwartungsgemäß, schon mal richtig dagegen.
    Alles in allem frage ich mich aber immernoch warum die Industrie (scheinbar) so lange untätig war - oder hat man so “geheim” gearbeitet, dass man ausserhalb nix mitbekommen hat? ;)

  3. Melvin sagt am February 13th, 2007 um 17:43

    tja, geld regiert die welt
    major labels bekommen immer nette freigaben

    mir soll das alles egal sein
    es lebe das internet und die EU
    da bekommt man alles ^^

  4. us sagt am February 13th, 2007 um 19:42

    Du hast ja prinzipiell Recht, aber Du weißt ganz sicher auch, dass das sprichwörtliche Totschlagargument für die Unterscheidung natürlich wieder mal die liebgewonnene aktive Partizipation ist…

  5. yboy sagt am February 13th, 2007 um 19:47

    Sehe ich ganz genauso und habe es auf einer “heißen” Diskussion auf einem anderen Portal auch schon oft bemängelt.

    Ich finde es grotesk, was alles Computerspielen alles zugeschrieben wird.
    Filme sind meiner Meinung nach viel bedenklicher, da emotionaler.
    Produktionen wie Natural Born Killers inszenieren Gewalt wirklich wie einen Werbeclip oder auch Sachen wie Pulp Fiction, die Gewalt als etwas cooles und stylishes deklarieren.
    (auch Sin City, Underworld…)

    Ich persönlich hab nix gegen diese Filme, aber man sollte sich mal klarmachen, wie Filme aufs Unterbewußtsein wirken und vielleicht viel mehr Idealbilder erzeugen und Rollenverhalten “vorspielen”.
    Aber mit dem Abwälzen auf Computerspiele machen es sich Politiker leider sehr einfach, zumal sie wahrscheinlich selbst oft nicht genug Ahnung von der Materie haben.

  6. Duncan_Idaho sagt am February 13th, 2007 um 19:57

    Politischer Aktionismus
    Ein Teil ist schon längst Gesetz, der andere einfach nicht umsetzbar und der Rest einfach idiotisch.

    Man merkt schon an den Formulierungen wie wenig Ahnung die Leute haben. Na gut…. werd ich halt öfters in A bestellen.

    Was wohl unsere Politiker zu den Kindersoldaten in Blood Diamonds sagen würden?

    Diamanten indizieren, denn die sind doch dafür verantwortlich, daß die lieben kleinen mit Waffen rumlaufen. ;)

  7. Rizzo sagt am February 13th, 2007 um 20:57

    Grundsätzlich halte ich die Idee ja gar nicht mal für verkehrt, auch wenn ich immer noch der Meinung bin, daß a) Aufklärung der Erziehungsberechtigten und b) eine generelle Ausweispflicht ausreichen würde.

    Medien ausschließlich in “Pornokämmerchen” anbieten zu dürfen, hat aber schon was skuriles an sich ( um das Wort “diskriminierend” nicht zu gebrauchen )… fehlt eigentlich nur noch die schwarze Tüte… und zwielichtige Verkäufer mit Schnauzbart und Goldkettchen.
    Warum überhaupt diese zwielichtigen Ecken einrichten? Damit Kinder und Jugendliche nicht sehen können, was es so alles gibt… dann sollte man auch schnell das I-Net, Schulpausen und Handys verbieten… wie realtätsfern denken unsere Volksverteter eigentlich? Hauptsache kompliziert, teuer und unpraktisch, es gibt ja sonst nichts zu tun in Deutschland…

    Bleibt nur zu hoffen, daß auch der Tatort, CSI und Co. als Medien mit gewalt(ät)igen Inhalten erst volljährigen Bürgern zugänglich gemacht werden dürfen, ergo aus dem TV verschwinden, dann erkennen auch Nicht-Spieler die Absurdität dieser Gesetzesvorlage / dieser Politiker… aber soweit wird es ja leider nie kommen, da kann man sich jetzt schon sicher sein.

    Was rege ich mich eigentlich auf… wer da oben sitzt, erkennt ja nicht mehr, was hier unten Realität ist.

    MfG

    PS: Na dann wird hoffentlich auch die Indizierungsgeschichte überflüssig… dann bekommen wir vielleicht auch mal die guten, sorry, die bösen Spiele ;-) offiziell in Deutschland.

  8. south florida groove sagt am February 13th, 2007 um 22:34

    das schlimme ist doch, dass es eigentlich “gar nicht darum geht”, mit gutem willen ein gesetz zu machen, dass vielleicht präventiv hilfreich sein könnte.
    es geht vielmehr darum, von “unbequemeren themen” abzulenken, und einmal mehr zeigt sich, wie sehr aus reinem aktionismus “irgendetwas” getan wird, nur um etwas zu tun.

    so schlimm es auch klingt:
    jedes in den müll geworfene baby, jeder neu entdeckte haushalt mit verwahrlosten kindern, und, ja, leider, auch jeder “amoklauf” angeblicher counter strike-spieler, das sind themen, mit denen man stimmungen machen kann, ja man kann diese leider schrecklichen vorfälle sogar glänzend für “stimmungen” mißbrauchen.

    schnell lässt sich “irgendetwas” durchdrücken, wo vorher ewige diskussionen stattgefunden hätten.

    das ist das eigentlich verlogene an der politik.

    ich warte auf den “verkehrstoten”, der im hauruck-verfahren die einführung einer generellen überwachung des autobahnverkehrs durch die mautüberwachungsanlagen auslöst.

  9. cndic sagt am February 13th, 2007 um 23:21

    Du sprichst mir aus der Seele! Eine gleichberechtigte Behandlung aller Medien ohne Diskriminierung, das würde man sich im Sinne eines funktionierenden Jugendschutzes durchaus wünschen.
    Stattdessen wird hier ein Unterschied gemacht, wo keiner ist:
    Z.B. dem alten Argument, dass Spiele intensiver wirken, da man die Aktion selbst ausführt, setze ich entgegen, dass der Film den Zuschauer durch seine Inszenierung viel stärker einbezieht.
    Dem Regisseur stehen zahlreiche Stilmittel zur Verfügung, z.B. Beleuchtung, Schnitte, Kameraführung, Zeitlupe oder die musikalische Untermalung, um die Wirkung der Handlung zu verstärken. Dem hat die fixe Kameraperspektive in einem Videospiel typischerweise wenig entgegenzusetzen, da wirken vergleichbare Aktionen oft überraschend banal.
    Aber solange unterschiedliche Gremien hier mit unterschiedlichen Maßstäben urteilen und die gesellschaftlich wohletablierte Filmbranche sich einer starken Lobby erfreut, wird die Gleichberechtigung wohl Utopie bleiben.
    Das bringt uns aber unmittelbar zu der Einschätzung zurück, dass die Spielebranche hier in Deutschland als billiger Sündenbock der Politik und der Massenmedien herhalten muss. Faire Politik, wie man sie in diesem Land eigentlich erwarten würde, geht anders!

  10. cndic sagt am February 13th, 2007 um 23:22

    Abgesehen davon finde ich es unverständlich, dass sich Deutschland in einem vermeintlich geeinten Europa nicht um eine Harmonisierung des Jugendschutzes bemüht.
    Durch die Öffnung der Handelsbeziehungen einerseits und den Alleingang beim Jugendschutz andererseits bewirkt man doch nur, dass sich die Leute ihre Spiele in Zukunft in der Schweiz oder in Österreich besorgen. Und da das Internet (hoffentlich) nicht zensiert wird, kann man sich auch in Zukunft auf den einschlägigen Webseiten problemlos über alle Spiele informieren, einschließlich Screenshots, Videos und Demoversionen.
    Das einzige, was der deutsche Alleingang also bewirkt, ist dass der deutsche Videospiel-Handel ausgebootet wird, dass die dadurch effektiv zensierten deutschen Printmedien unattraktiv werden, und dass das Angebot auf dem deutschen XBL Marketplace beschnitten werden muss.
    Anstatt also wie in anderen Ländern den Trend der Zeit zu erkennen und die Spielebranche als Motor der Konjunktur zu nutzen und in die Zukunft zu investieren, wie z.B. in Frankreich und Kanada, wird hierzulande die eigene Zukunft wieder einmal auf die dümmste anzunehmende Weise sabotiert. Na danke!

  11. alien1972m sagt am February 13th, 2007 um 23:29

    Boris nicht so gemein zu den lieben Japanischen Mitbewerber mit der DVD habe sie schon selbst sagen wir nicht gerade eingefallen getan.

    Zu den Vorschlag der hat wie alles eine gute und schlechte Seite. Die gute Vielleicht fallen daurch andere Defizite in der Gesellschaft auf wie die “Soziale Kälte” oder das immer schlechtere Bildungssystem und die fehlenden Hilfsangebote für Menschen die immer mehr an den Rand gedrängt werden. Das selchte daran es wird Spieleherstellern immer schwerer gemacht Content zu generieren welcher sich in Deutschland noch vertreiben lässt. (Übrigens Rainbow Six müsste dann doch auch in den Raum oder)

  12. DocDVD sagt am February 14th, 2007 um 7:47

    Ich frag mich eher wer endlich unsere Politiker stoppt - jeden Tag wird neuer, geistiger Dünnpfiff produziert.
    Hauptsache wir haben mal wieder eine Sau möglichst medienwirksam duch das Dorf getrieben.

    Demnächst gibts Filme und Spiele nur noch beim Drogendealer nebenan, dann schreien wahrscheinlich alle, daß Filme und Spiele schuld sind am Drogenkonsum…

    Ich weiß ja nicht wie’s dem Rest geht, aber Games und Filme haben mich noch nie aggressiv gemacht - bei den Zitaten unserer Geistesnullen könnt ich aber jedesmal ausflippen.

    Die sollen den Schutz meiner Kinder bitte mir selber überlassen und sich mal um echte Probleme kümmern. An allen Ecken fällt ihnen nur “Kürzen” ein (Kindergarten, Schule, Sozialpädagogen, etc.), aber wenn was passiert waren’s die Spiele… Armes Deutschland.

  13. osnabruex sagt am February 14th, 2007 um 7:51

    Hallo Boris,

    bevor ich jetzt Frau von der Leyer verbal “teere und federe” (wozu jeder Spieler seit dem 13. Februar guten Grund hätte) versuche ich dem Ganzen eine positive Seite abzugewinnen.

    Wäre es nicht denkbar das sich die Spieleindustrie (sprich letztendlich auch dein Arbeitgeber) dafür starkmacht die Kriterien der USK generell zu überarbeiten. Derzeit bekommt doch ironischer Weise nur ein Titel die ab-18-Plakette “keine Jugendfreigabe” wenn er für Jugendliche unbedenklich ist, d.h. ein Titel für Erwachsene wird dahingehend geprüft, ob er nicht jugendgefährdend ist (!??). Und so werden dann erstklassige Titel wie GoW nicht mit der ab-18-Plakette versehen, weil sie als “jugendgefährdend” eingestuft werden.
    Wenn das Ergebnis der Gesetzesinitiative wäre, dass nicht mehr geprüft wird, ob ein Titel jugendgefährdend ist, sondern für welche Altersklasse er sich eignet und so am Ende jeder Titel eine Plakete bekommt wären alle “happy”. Ich und alle Leidensgenossen besonders, weil wir dann endlich all die Sahnestücke spielen könnten, die dem deutschen Markt bisher versagt bleiben.

    Und wenn dann auf dem Spiel ein halbseitiger Aufkleber haftet “Achtung! Achtung! Dieses Spiel verleitet Ihren Sprößling zum Amoklauf!” - sei’s drum.

    Also hängt euch rein!

    Die Hoffnung stirbt zuletzt…

    Mach het jut
    osnabruex

  14. mafr sagt am February 14th, 2007 um 11:24

    Der Logik zufolge müssten dann aber auch automatisch alle Actionfilme indiziert werden.
    Dein Beispiel “James Bond” ist gut gewählt. Auch in diesen Filmen würde ich persönlich sagen, dass das Kriterium “überwiegend von Gewalt bestimmt” zutrifft. Er kämpft sich von einer Szene zur nächsten und am Ende tötet er den Bösewicht. Ebenso in allen Schwarzenegger, Jean Claude Van Damme, Stallone (Rambo 2+3) Filmen.

    Von den zahlreichen Horrorfilmen (wieso darf “Hostel” ab 18 im Kino laufen und bei Gears of War wird die Bewertung abgelehnt?) fang ich gar nicht erst an. (Wobei ich mich immer noch Frage wie dieser Franka Potente Horrorstreifen Creep oder so ähnlich eine FSK 16 Freigabe bekommen konnte)

    Sollten die Pläne durchkommen kommt dies einem Verbot von einem Großteil der Spiele gleich. Kein Publisher bringt ein Spiel in Deutschland raus wenn es keine USK Freigabe erhält sondern indiziert wird.

    Stellt sich die Frage wie “überwiegend von Gewalt bestimmt” dann in der Praxis interpretiert wird.

    Alle Shooter wären davon betroffen und Spiele in der Art von GTA, Saints Row. Wie sieht es aber mit Beat’em Up’s aus. Mortal Kombat wird indiziert, aber Dead or Alive oder Street Fighter bekommt eine USK 16 oder 18 Freigabe???

    Wie sieht es mit Strategiespielen wie Command & Conquer aus? Indiziert oder USK 18?

    Können USK 18 Spiele auch nachträglich indiziert werden oder können sich die Publisher auf die Freigabe verlassen?

    Letztlich hätte diese Regelung doch nur 2 Folgen:

    1. Die Importe aus Österreich, England usw. steigen
    2. Die Downloads via Torrent, Emule usw. steigen.

    In beiden Fällen sowohl bei DVDs als auch Spielen.

    Durch den freien Warenverkehr in Europa geht die Wahrscheinlichkeit, dass eine Sendung abgefangen wird gegen 0.

    Die Einzigen die enorme Nachteile erleiden werden sind die deutschen Spielhändler.

  15. RealityCheck sagt am February 14th, 2007 um 12:18

    Schon amüsant, wie wenig Sachkunde bei unseren Entscheidern vorhanden ist.

    Man schaue nur in die Süddeutsche von heute, die beim Familienministerium nachfragte, nach welcher Definition denn Spiele auf den Index sollen - um dann zu dem Schluss zu kommen, dass auch ein “NHL 07″ dann auf dem Index landet.

    Denn dort kann man sich Prügeln, es fließt Blut, dies stellt auch in gewissem Maße Selbstjustiz dar und als Ergebnis einer “gewonnenen” Schlägerei spielt die eigene Mannschaft danach besser…

  16. troopers sagt am February 14th, 2007 um 16:55

    Jeden Tag kommt neuer Gehirngulasch aus der Politik. Wie wahr….

    Sollen die mal lieber Sachen angehen, die wirklich von nöten sind, und nicht irgendwas suchen - hauptsache die finden was….
    Immerhin schaffen die es damit, von anderen Themen, als auch von deren Unfähigkeit abzulenken.

    langsam aber sich heißts: Bananenrepublik Deutschland…. -g-

  17. Rizzo sagt am February 14th, 2007 um 23:23

    Vielleicht hat das ganze auch was Gutes… überlegen wir mal:

    Sehr viele Medien werden sehr viel wahrscheinlicher nur noch für Erwachsene frei zugänglich gemacht werden, Pi mal Daumen betrifft das wenigstens 10% aller Filme, Comics, Bücher, Spiele… wenn ich mir die aktuellen Charts ansehe, dann eher 25%, 50% wenn wir Tom und Jerry, Road Runner und YiGiYo dazu zählen ;-) … Es gibt im Medienbereich einen gewaltigen Umsatz, den sich die meisten Handelsketten nicht entgehen lassen werden -> folglich werden diese Händler “ab 18″ Bereiche einrichten. Da hier der Zutritt für Jugendliche gesetzlich untersagt werden soll, dürften die Händler hier auch indizierte Ware anbieten, das hat zur Folge, das wir theoretisch deutlich mehr Möglichkeiten haben könnten, auch indizierte Ware beim Händler “nebenan” zu bekommen…
    Für mich wäre das ein Fortschritt und würde die Initiative praktisch negieren.

    Ist doch was Positives, aber ob es das ist, was die ach so kompetenten Politiker wollen, mag ich bezweifeln.

    Boris, mich würde persönlich auch interessieren, ob sich MS da schon Gedanken darüber macht, denn wenn die Veröffentlichungspolitik so bleibt, dann siehts recht düster aus, hier noch mal ein gutes Spiel zu bekommen. Da verkauf ich meine 360 lieber jetzt, bevor ich kein Geld mehr in Deutschland damit machen kann und investiere in einen HighEndPC, da gibt es dank ( noch ) freien Internet alle Spiele, Patches und Updates…

    MfG

  18. retro sagt am February 15th, 2007 um 23:56

    Derzeit frage ich mich eigentlich nur mehr ob ich lachen oder weinen soll wenn ich etwas zu diesem Thema aus Deutschland höre.

    Mein Beileid für diese lächerlichen Auswüchse.

  19. Magnus sagt am February 16th, 2007 um 6:20

    http://www.kultboy.com/index.php?site=t&id=1103 :
    “Aber durch das Auswechseln von ein paar Sprites macht man aus einem klaren Kriegsspiel kein Unterhaltungs-Programm fürs Kinderzimmer.” (64er, 1986)

    Was für eine Altersfreigabe würdest du den beiden Spielen denn heute geben? : ))

    Grüße,

    Magnus

  20. cndic sagt am February 16th, 2007 um 15:55

    cndic schrieb:
    > Anstatt also wie in anderen Ländern den Trend der Zeit
    > zu erkennen und die Spielebranche als Motor der Konjunktur
    > zu nutzen und in die Zukunft zu investieren, wie z.B. in
    > Frankreich und Kanada, wird hierzulande die eigene
    > Zukunft wieder einmal auf die dümmste anzunehmende
    > Weise sabotiert. Na danke!

    Genau das meine ich damit!

  21. RealityCheck sagt am February 16th, 2007 um 20:55

    In einem Kommentar des Tagesspiegels von morgen (17. Feb. 2007) zur Debatte wird auch kurz die Freigabe von “Casino Royale” erwähnt.

    Und wenn man sich dann überlegt, dass im FSK12 auch das “Parental Guidance” enthalten ist, d.h. sich den Film auch Sechsjährige in Begleitung Erwachsener anschauen dürfen…

  22. Wodkaredbubu sagt am February 17th, 2007 um 6:35

    @Rizzo

    “Da hier der Zutritt für Jugendliche gesetzlich untersagt werden soll, dürften die Händler hier auch indizierte Ware anbieten, das hat zur Folge, das wir theoretisch deutlich mehr Möglichkeiten haben könnten, auch indizierte Ware beim Händler “nebenan” zu bekommen…
    Für mich wäre das ein Fortschritt und würde die Initiative praktisch negieren.”

    Indizierte Titel zu bekommen ist als Erwachsener glücklicherweise kein allzu großer Aufwand. Aber in der Killerspieldebatte geht es doch darum diese Titel zu verbieten, wenn ich mich recht entsinne. Demnach würde dann selbst ein “Ab 18 Bereich” beim Händler nichts mehr bewirken.

  23. RaPe sagt am February 17th, 2007 um 16:05

    Ich wundere mich etwas, warum einige meiner Vorredner ein genauso restriktives Kontrollsystem für Filme fordern, wie es für PC-und Videospiele angedacht ist. Da bekomme ich den Eindruck, dass man Beckstein und co. damit indirekt recht gibt, dass Medien mit gewalttätigen Inhalten, tatsächlich einen Einfluß auf das Verhalten von Jugendlichen im RL haben.
    Wenn man sich nun aber das z.Z gültige Jugendschutzgesetz in Deutschland anschaut und es mit unseren europäischen Nachbarn vergleicht, kommt man doch nur zu dem einzigen Schluß, dass wir doch schon das strengste Jugendschutzrecht haben. Ob sich der Handel an diese Gesetze hält, ist wieder eine andere Frage. Nur, in anderen Bereichen des Jugendschutzes, wo es um Tabakwaren und Spirituosen geht, ist die Lage ja nicht anders. Da gibt es auch genug Beispiele, wo Alkohol und Zigaretten an Personen verkauft wird, die nicht das entsprechende Alter haben. Nur, da würde keinem Politiker einfallen zu fordern, extra Geschäfte dafür einzurichten, in denen die dafür berechtigten Personen ihre Genußmittel kaufen können. Aber im Unterschied zu gewalthaltigen PC-und Videospielen, ist die gesundheitliche Gefährdung von Tabakwaren und Spirituosen bewiesen.
    Diese unterschiedliche Vorgehensweise von einigen Politikern und Teile der Medien beweist mir nur die ganze Scheinheiligkeit bei diesem Thema.

  24. HeSoK sagt am February 18th, 2007 um 14:34

    -SARKASMUS AN-

    Die Vorschläge von Herrn Beckstein und Frau von der Leyen greifen zu kurz. Wieder einmal wird hier in Deutschland das Problem nicht an der Wurzel gepackt. Wieder einmal wird etwas Halbes gemacht.

    Ein Beispiel:
    Was ist mit den illegalen Strassenrennen die jedes Wochenende auf bundesdeutschen Strassen stattfinden? Wo junge Rennfahrer unschuldige Verkehrsteilnehmer und sich selbst verletzen? Was mit den ganzen Rasern und Dränglern auf den Autobahnen, die ernsthaft meinen im Windschatten zu fahren brächte ihnen Bonus-Punkte in Flensburg? - Es wäre wohl keineswegs falsch zu behaupten, das solch ein destruktives Fahrverhalten im unmittelbahren Zusammenhang mit Filmen wie “The Fast and the Furious” und Computer-Spielen wie “The Need For Speed” stehen.

    Doch wie reagiert die Politik? Natürlich mal wieder überhaupt nicht.

    Das sich Kinder und Jugendliche zum Karneval gerade wieder besaufen und es selbst unter den Erwachsenen zuviele Alkoholkranke (süchtige, abhängige…) gibt -hier übrigens nicht nur Einzelfälle!-, das fällt in den Bereich Kultur und wird rausinterpoliert.

    Nun gut, verbieten wir also knallhart Killerspiele, die Killer-Ausbildung -nicht etwa nur das Spiel- mit der scharfen Waffe kommt ja per Einberufungsbescheid ab 18; Auch für labile Menschen, solange sie körperlich fitt sind.

    -SARKASMUS AUS-

WP Thema & Icons by N.Design Studio. Deutsch: S.Breuker
Einträge RSS Kommentare RSS Log in