Diese verfluchten Amerikaner…
Kaum zu glauben, aber wahr. Amerikaner beschweren sich über Crackdown. Ist es die Gewalt? Ist es das Blut? Ist es die dystopische Version einer Welt, die von Verbrechen beherrscht ist? Nein – es geht ums Fluchen und die Tatsache, daß schon recht früh auch mal das schöne Wort “Fuck” fällt. Diesen Irrsinn kann ich nur mit einem Zitat aus einem EMail-String beschreiben. Ja, der Autor dieser Zeilen meint es ernst:
Blood and gore do not bother me in video games, because it is simulated and for the most part still unrealistic. I think they do it on purpose because people like it. Cursing is always cursing. It always sounds like cursing. It is always an exact replica of a curse word. I am way more likely to use a curse word after hearing it over and over again, because it is exactly what I heard and I can easily tie curse words to frustrating situations, which we all have. I’m normally not in situations where someone is shooting at me or protecting myself while I transport drugs or otherwise in deadly situations.
Also, I never have a gun to use on the person that cuts me off, but I always have my mouth. Not hearing the curse words is like a safety.
Bonus-Content: Diese lustige Geschichte über Minesweeper und Vista.

Also, dazu fällt mir jetzt wirklich nichts mehr ein. Simulierte Menschen über den Haufen knallen ist in Ordnung. Wenn es aber um´s Fluchen geht, hört der Spaß auf?
I. d. Z. fällt mir immer ein Zitat von Jack Nicholson ein: “Wenn ich in einem Film die nackten Brüste einer Frau zeige, bekommt dieser ein schärferes Rating, als wenn ich ihr die Brüste einfach abschneide.”
Da kann man nur froh sein, dass er normalerweise keine Schusswaffe trägt, wie er im letzten Absatz schreibt.
Ich persönlich war sehr erstaunt, als ich z.B. Oblivion spielte, denn (zumindest in der deutschen Übersetzung) wird erstaunlich viel geflucht. Immerhin war das Spiel in den USA wohl auch deshalb auch erst ab 17 freigegeben (bei uns ab 12).
Spiele und Filme sind heutzutage oft für ein mutmaßlich reiferes Publikum bestimmt als noch in den 80ern, als es in den USA noch undenkbar war, dass der Protagonist flucht oder gar raucht.
P.S.: Wie war das damals bei LucasArts? Hast du z.B. die Fluch-Duelle bei Monkey Island mehr oder weniger 1:1 übersetzt oder für den deutschen Markt “verschärft”?
Wer Bush wählt kann auch schon mal komische Ansichten haben…. Soll er sich bei der NRA anmelden, die benutzen bestimmt kein Schimpfwörte in einem handfesten Streit… die ham ja schließlich Waffen als Argument.
Und die Amerikaner lachen über uns, weil das Spiel hier gar nicht erst “offiziell” erschienen ist… Ha Ha…
Aber ist schon richtig, es gibt einen kleinen Prozentsatz von amerikanischen Spielern, deren Wortschatz scheinbar nur aus Wörtern wie “F**k”, “A**hole” oder ” F***king B***h” besteht, man sollte also verhindern, daß es mehr werden…
Im Ernst, moralisch betrachtet ist das virtuelle Töten von Menschen weit aus kritischer zu betrachten, als unzensiertes Fluchen. Hier amüsiert man sich eher über die “derben” Sprüche aus GoW, da huscht einem eher ein Lächeln durchs Gesicht, aber eine ernsthafte Gefahr für mein weltliches Leben kann ich daraus nicht ableiten. Andere Länder, andere Sitten…
“Demolition Man” hat uns ja schon gezeigt, in welche Richtung es gehen wird… Wie war das nochmal? 10 Credits für einen Verstoß gegen das verbale Kommunikationsgesetz…
MfG
Wo der Mann recht hat hat er recht! Fluch-Worte in Games nerven mich auch an. Genauso wie Buch Authoren die meinen sie muessen das Wort Fuck in jedem Paragraph zweimal erwaehnen.
Haha, die Minesweeper Story. Ich werde, sollte ich mir irgendwann einmal auf einem neuen Computer Vista kaufen, weiterhin Minen markieren, und nicht auf Blumensuche gehen. Muss ja ein haarstreubender Job sein, solche Korekturen zu machen, die wirklich niemanden mehr stören/verwirren.
Zu dem Amerikaner sag ich mal nichts, außer dass er eins meiner Vorurteile bestätigt. Aber Crackdown ist schon geil. Zu schade, dass ihr keine Sandbox-Spiele in Deutschland rausbringt. Dabei ist das so schön lokalisiert, inklusive echt witziger Sprachausgabe. Ob sich die Investition nur für die Bergvölker lohnt?
Netter Bonus-Content übrigens, wenn es wirklich so lief. Kam mir aber eher wie ein Perceived Problem vor, genau wie euere Angst vor der USK…
Kennst Du Crank (auf DVD)? Die RC1-Version hat einen “Family Friendly Audio”-Track drauf.
Unglaublich, wusste ja nicht, dass in USofA die Filme “nachsynchronisiert” für TV und Flugzeuge erscheinen. Die beiden Regisseure haben sich in bester South Park Manier auch bedankt, dass aufgrund der “reaaaally best of the best of the best” Version sie noch mehr Geld einstreifen.
Was kann also diese “Family Friendly” Version?
Wahrscheinlich ist uns das in Europa noch nie so aufgefallen, aber das ist so perverses Doppeldenk/sprech – extrem witzig – mir tat schon nach wenigen Minuten der Brustkorb vor lauter Lachen weh.
Also man ersetze:
fuck = freak, Anwendungsbeispiele: “You’re a freakin’ motherfreaker” (SCHWÖR!!! DAS IST KEIN SCHERZ!) oder aber “Hello motherlover!”
weiters: bitch = boy/brother, “I’m nobody’s little boy, yoh!”
hier geht’s aber noch viel weiter: hard-on = steel banana.
douchebag = french man (jaja, keiner mag die Franzosen?!)
oberkill ist dann noch: piss = pee-pee, Anwendungsbeispiel “And then I’m gonna piss on you motherfucker” = “And then I’m gonna pee-pee on you motherlover” (Hör mal, wer da spricht – lässt grüßen)
etc.etc. UNGLAUBLICH KOMISCH/SELTSAM!
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So und der Film blieb inhaltlich genau gleich, d.h. keiner stieß sich an der Gewaltdarstellung … diese Amerikaner sind schon drollig