Du bist was du rappst

Von Boris, Mi, 18. Apr 2007 09:22

Da wird also ein Ausbilder der Bundeswehr rausgeworfen, weil er einen Rekruten laut “M.F.” hat rufen lassen. Und das deswegen, weil der Bürgermeister der Bronx der Meinung ist, in Deutschland hätte man dadurch ein falsches Bild von seinem lieblichen Stadtteil bekommen.

Lieber Bürgermeister, bitte sorgen sie erstmal dafür, daß nicht nur bei uns sondern weltweit die Gangsta-Rapper aufhören, überhaupt erst das Bild zu vermitteln, das sich dann hier in den Köpfen festsetzt. Und alte Filme und Fernsehserien auch.

Ehrlich, solange Amerika sich selbst über Massenmedien so darstellt, darf sich wirklich keiner aufregen, wenn jemand in einem anderen Land dieses Weltbild scherzhaft aufnimmt.

Zur Info, ich bin Kriegsdienstverweigerer und definitiv auch empfindlich gegenüber Rassismus jedweder Art, aber aus was dem armen Kerl hier ein Strick gedreht wird, ist lachhaft und tragisch zugleich.

29 Antworten für “Du bist was du rappst”

  1. pooker sagt:

    Sorry Boris aber hier hast Du echt nicht alles mitbekommen und ich finde Deine Einstellung unter aller S..!

    Der Ausbilder hat den Soldaten vor folgendes Szenario gestellt: Stellen sie sich vor sie sind in der Bronx und drei Afroamerikaner steigen aus ihrem Wagen und beleidigen ihre Mutter. Ich will vor jedem Stoss ein lautes Motherfucker von ihnen hören.

    Sorry aber das hat überhaupt nix mit “armer Kerl” zu tun. Solche Methoden mögen bei der Bundeswehr an der Tagesordnung stehen aber haben da einfach nichts verloren.

    Für mich ist das eindeutig ein Anfang 20 Jähriger Schwachkopf, der wohl in seiner eigenen Grundausbildung zu viel braunes Gedankengut abbekommen hat und nun den gleichen Scheiss weiter vermittelt.

    Wenn ein Farbige reinen anderen Farbigen beleidigt hat das immer noch einen ganz anderen Hintergrund als wenn ein weißer, glatzköpfiger Bundeswehr Ausbilder das tut!

  2. Dann sollten die Amis aber schleunigst Eminem verbieten.
    War das Verhalten des Ausbilders korrekt? Nein.
    Aber anders als ein fremdenfeindliches Verhalten, das ich auf das Schärfste verurteilen würde, hat der Ausbilder hier nur ein in den Medien von den Betroffenen selbst propagiertes Weltbild aufgenommen.

  3. Arminator sagt:

    Wenn ich Deinen Blogeintrag mit den Spiegelberichten vergleiche verfälschst Du (oder eben Spiegel) meiner Meinung nach den Sinn.
    Der Ausbilder hat nicht aufgefordert “Ruf M.F. und ballere los”, laut Spiegel wäre der Befehl “Stell Dir Afroamerikaner aus der Bronx vor und ballere” (allerdings geht aus dem Bericht nicht klar hervor, ob die Afroamerikaner nun das Ziel sein sollten, oder als schießwütige Gangsta Rapper Vorbilder herhalten sollten)

    Aber selbst als Zivi kann ich verstehen, dass da jemand über die Stränge geschlagen hat und mit diesen Konsequenzen rechnen muss.
    Nochmals betont: Ich war Zivi, hab also keine Ahnung von der Bundeswehr, aber ich denke mal, eine Armee sollte ein politisches Ziel verteidigen. Egal ob nun (Afro-)Amerikaner, Russen, Katholiken, Juden, Vegetarier, PS3-Fans oder was auch immer irgend was böses getan hat, darf es bei der Bundeswehr nicht heißen “Stell Dir [Ethnische GruppeX] vor und schieß drauf”. Es hätte heissen sollen: “Stell Dir die Typen vor, die Dir Dein Pausenbrot geklaut haben, Dein Auto verkratzt, und Linux auf Deine Xbox installiert haben und schieß drauf”.

    Die Wertung von dem Ausbilder ist eben ein blödsinniger Umkehrschluß. Alle Afroamerikaner sind böse M.F. und werden erschossen. Richtiger wäre z.B. Pausenbrotklauer sind böse M.F. und gehören erschossen. Mein Pausenbrot können aber sowohl Afroamerikaner, Eskimos, Bundeswehrsoldaten und andere Leute klauen.

  4. Hendrik sagt:

    So ein Unsinn, Boris. Der andere Kerl saß da mit einem mit scharfer Munition geladenen Gewehr. Ihn dann mit sonstwas für Fantasieszenarien anzuheizen, das geht einfach gar nicht. Das hat in erster Linie nicht mal groß was mit Rassismus zu tun. Der Ausbilder hätte auch sagen können: “Vor dir steht das versammelte Xbox 360-Entwicklungs-Team. Die Lautstärke der Konsole beleidigt deinen Geschmack aufs Schärfste. Ich will vor jedem Schuss ein lautes ‘Motherfucker’ hören!” und es wäre genau so falsch gewesen.

    Was womöglich nichts daran ändert, dass das bei der Bundeswehr möglicher Weise oft so läuft. Ich kenn’s ja nicht, bin selber Verweigerer.

  5. Rizzo sagt:

    Ich würde weitem Abstand davon nehmen, daß solche Methoden alltäglicher Bestandteil der Ausbildung wären. Ich war lange Zeit bei der Bundeswehr und habe in den ganzen Jahren nie solche Ausbildungsmethoden kennengelernt, wenn man mal offensichtliche Gemeinsamkeiten zwischen Rot- und Blauland zur Realität außen vorläßt.
    Mein Bruder ist Offizier bei der Bundeswehr und hatte auch schon Ausbildungen geleitet und sowas würde er gar nicht erst zulassen… aber derartigen Vorfällen hat er persönlich auch nie etwas berichten können.

    Das es bei der Bundeswehr auch den einen oder anderen Ausreißer gibt, läßt sich wohl kaum verhindern, ist aber doppelt so tragisch, weil man über den Arbeiter am Band bei Mercedes, den Typen am Schalter einer Bank oder einem Dachdecker auf dem Dach, der rassistische Sprüche klopft, nicht gleich in der Presse lesen kann.

    Ich denke nicht mal, daß diese Angelegenheit aus rassistischen Gründen so passiert ist, denn dann wäre der Begriff “afro-amerikanisch” sicher nicht gefallen, Ne..r, Ni…r oder S…….r wären da wahrscheinlicher. Klingt auch für mich eher, als habe der Ausbilder am Abend vorher einen “Gangsta”Film gesehen oder steht auf Rap. Aber ist halt die Bundeswehr, da wird alles gleich übertrieben dargestellt, da verlieren die Medien einfach die Relation zum Rest der Gesellschaft.

    Ganz nebenbei, wenn sich die Amerikaner jetzt über einen solchen Vorfall aufregen, dann möchte ich erwähnen, daß ich LIVE des öfteren auf Kiddies treffe, die mich und meine Freunde als Nazis, Krauts, Judenhasser oder Schlimmeren beschimpfen und beleidigen. Mach ich da ne Aufstand, kommt das in die Presse? Nö… weil das “normal” zu sein scheint, daß man auf 100 Spielern einen Idioten trifft, der vermutlich nicht weiß, wovon er spricht.
    Nur einmal habe ich ne Beschwerde eingereicht, da war`s aber auch wirklich heftig ( Was passiert eigentlich nach einer Beschwerde? ), der Rest wird ignoriert und hoffentlich nie mehr gesehen.

    MfG

  6. Zeny sagt:

    Natürlich hat sich der Ausbilder falsch verhalten. Muss man ihn deshalb gleich rauswerfen? Ihn meinetwegen zurückstufen, an anderer Stelle einsetzen, natürlich nicht mehr ausbilden lassen – all das wäre möglich gewesen.
    Allen, die hier so schlau über diesen Ex-Soldaten urteilen wünsche ich, dass sie niemals in ihrem Berufsleben einen Fehler machen. Und falls es doch passiert, dass sie noch eine Chance erhalten, und nicht gleich rausgeschmissen werden.

  7. Bill Gates sagt:

    Und wie auch im “360 Elite”-Beitrag zum Thema HDMI wittere ich Doppelmoral. Wer von euch spielt “GTA – San Andreas”? Bitte mal aufzeigen.

  8. Arminator sagt:

    Mit Deinem Kommentar hast Du recht, wenns denn ein “normaler 0815 Bürger” wäre.
    Hier geht es aber um die Bundeswehr. Ein staatliches Organ, was zum Teil auch Deutschland repräsentieren soll.
    Und wenn solche unprofessionellen Äußerungen oder Taten an die Öffentlichkeit dringen ist das halt schon ein echter Staatsakt.
    Ich meine, wenn “CoolGangsta1987″ seinem Homie sagt, er ist ein M.F. ist das auch egal. Wenn irgendwo auf der Welt eine Frau vor einem Mann “auf die Knie” geht, kräht kein Hahn danach.
    Aber wenn eine Lewinsky vor Clinton den Kniefall macht ist das brisant.
    Und so ähnlich ists dann problematisch wenn ein Bundeswehrausbilder Rassistische Äußerungen macht, von denen die Öffentlichkeit was mitbekommt.
    Und daher kann der Ausbilder auch gehen.
    Hätte er das nicht gefilmt und keiner “von Außen” hätte es mitbekommen, dann hätte der Ausbilder gesagt bekommen, er sollte sich seine Wortwahl nochmal überdenken. Aber wenns mal in den Medien ist, ists halt was anderes. Dann müssen Köpfe rollen, damit der Professionalismus der Bundeswehr keinen Schaden nimmt.
    Als Staatliches Organ muss man halt unfehlbar sein.

  9. r3nd4 sagt:

    Das Verhalten des Ausbilders war ganz sicher nicht korrekt aber ich finde es schlimmer das Kinder weltweit mit Musik aufwachsen in der “besungen” wird das Frauen nur “Dreck” und nur für das “eine” zu gebrauchen sind und das es cool ist ein Gangsta zu sein um anderen “Böses” anzutun.
    Wer entschuldigt sich dafür?

  10. Morn sagt:

    Kleine Info für alle Verweigerer:
    Hier sollen Sodaten für den Ernstfall ausgebildet werden. Und ich meine keine Hilfsjobs bei überflutungen oder einer WM. Hier wird für einen Krieg vorbereitet. Töten soll “gelernt” werden.
    Und neben all der Technik ist vor allem die eigene Angst ein Problem. Und diese Angst bewältigt man tatsächlich mit solch banalen Strategien. Zumindest kurzfristig und leider nicht dauerhaft.
    Und ich kann mir nicht helfen: auch nach dem ich diesen Beitrag zu dritten mal gesehen hab bin ich noch sicher, dass das M.F. keinen rassistischen Unterton hatte, sondern sich gegen einen potentiellen Gegner im Allgemeinen richtete. Dumm, dass das in diesm Fall Afro-Amerikaner waren.
    Frage: Gäbe es diese Aufregung auch, wenn die Rekruten sich Menschen anderer Rasse / Herkunft / Nation vorstellen sollten? Sicherlich nicht.
    Da niemand auf diesem Planeten diskriminiert werden soll, müsste man auch jeden Menschen gleich beleidigen dürfen müssen, oder? ;-)

    Soviel Aufregung und eine zerstörte Existenz für ein Thema, welches in 48 Stunden keine Menschenseele mehr interessiert. Niemanden wurde Schaden zugefügt.

  11. fg Holo sagt:

    also eigentlich wollte ich zu diesem thema gar nix sagen aber irgendwie muss ich doch etwas los werden.

    arminator du sagst die bundeswehr ist ein staatliches organ und das diese auch etwas repräsentatives darstellt.
    das ist vollkommen richtig!

    nun hat der ausbilder natürlich ganz klar mal die falschen worte gewählt daran wird auch keiner zweifeln.

    so aber nu zu meinem eigentlichen comment.

    die us army ist genauso ein staatsorgan und zwar das der usa.
    falls jemanden abu ghraib etwas sagt der wird vielleicht schon wissen worauf ich aus bin.
    in abu ghraib wird gefoltert, verspottet, diskriminiert und noch vieles mehr und auch dies war lange in den medien.
    jetzt aber mal ne schlaue frage.
    wieso gibt es dieses menschenunwürdige gefängnis noch???

    na klingelt da was?

    ich kann es absolut nicht nachvollziehen wieso diesem ausbilder jetzt ganz böse der strick um den hals gelegt wird wo die netten marines doch um einiges mehr scheisse bauen als dieser ausbilder je getan hat.

  12. mafr sagt:

    Da hast du vollkommen recht Boris. Nur weil so ein Depp spaßeshalber ein Szenario aus einem Rap Video nachäfft soll er jetzt entlassen werden.

    Dabei hat er nicht mal Nigger gesagt. Von rechter Gesinnung kann da schlichtweg keine Rede sein. Es ist doch klar erkennbar, dass es sich dabei nur um einen (Männer-) Spaß handelt um die (vermutlich stinklangweilige) Situation aufzulockern.

    Ich war selber beim Bund. Mit Spaß hat das wenig zu tun. Die stehn da blöd im Wald oder auf dem Schießplatz rum und sind die meiste Zeit mit warten beschäftigt.

    Aber um in Afghanistan oder sonstwo zu verrecken ist die arme Sau wohl gut genug.

    Naja, was soll’s. Vielleicht ist er am Ende noch froh aus dem Verein entlassen worden zu sein.

  13. SONICtheHedgehog sagt:

    Da muss ein Ausbilder jetzt Ventil speilen, nur weil er das was die Rapper seit Jahrzehnten auf englisch Rappen ins deutsche übersetzt?

    Das war doch Kindergarten!

    Ich höre schon lange keine Charts mehr, aber zuletzt waren Rapsongs drin, wo nicht selten von “Mot******n’ Ni***r” “Bi**h Ni***r” usw. die rede War.
    Lieder, in denen es um die Bronx und gewalttätige Afroamerikaner geht, sind doch an der Tagesordnung.
    Jeder Grundschüler mit nem MP3 fähigen Handy, kann die auswendig.
    (überspitzt)

    Ich selbst war fünf Jahre bei der Bundeswehr.
    Die Bundeswehr ist nicht nur für Umweltkatastrophen / Sandsackschleppen zuständig.

    Es ist vollkommen normal, das ein Ausbilder bei der Ausbildung seiner Soldaten auch Aggressionen schüren will.
    (Das ist übrigens nicht nur bei der Bundeswehr so, die Spanier, Amis und Engländer wenden ähnliche und tweilweise viel schlimmere Methoden an)

    Krieg ist kein Zuckerschlecken, der Ausbilder wollte wollte durch sein Verhalten Druck auf den Soldaten ausüben, um zu sehen, wie er darauf reagiert.

    Die Medien kochen mal wieder viel zu heiß.

  14. DerOutlaw sagt:

    Hmmm, ich hab die Artikel zu dem Vorfall nur kurz überflogen , aber was mich gestört hat war, dass er sich irgendwelche Zivilisten in einer Großstadt vorstellen sollte. Das Motherf… und die Vorgabe der Ziele als Afro-Amerikaner in der Bronx haben mich weniger aufhorchen lassen, Zivilisten sind Zivilisten. Andererseits will ich gar nicht wissen, was intern bei der Ausbildung der Bundeswehr sonst noch so erzählt wird .

  15. Liyah sagt:

    Jep, es gibt keine Killerspiele, aber Killerhiphop! Also verbietet diese bösen afroamerikanischen Rapper aus der Bronx wie Eminem [sic] die unsere armen Bundeswehrausbilder verderben!!

    Boris, ich les ja deinen Blog wirklich gern, hab dich echt immer respektiert, aber ich hab dich wohl falsch eingeschätzt: Offensichtlichen Rassismus mit “war ja nur Scherzhaft gemeint” abzuwatschen lässt ganz tief blicken. Da bringt deine Versicherungen am Ende auch garnichts. Der Typ ist kein armer Kerl sondern ein widerliches Schwein. Mir ist schlecht.

  16. south florida groove sagt:

    ich kann als ex-soldat nur sagen, dass es bei der BW “ganz normal” ist, dass ab und an mal so ein (in 99.99% der fälle) nicht wirklich ernstzunehmender spruch fällt.
    meine güte, wir haben einen schwarzen bei uns in der einheit gehabt, da wurde dann auch mal gefloskelt, jeder war “halt mal der dumme”.

    in der grundausbildung brennen eben mal die sicherungen durch, und wenn man die ausbilder sieht, die oft selbst erst wenige monate ihren dienst beim bund tun, dann passiert so etwas.

    sehr häufig hat sich rausgestellt, dass “diese vorbereitung für den krieg” im prinzip auch “spaß” machen soll – und häufig hat sich bei einem gespräch später mit solchen “ausbildern” rausgestellt, dass sie das eben nicht “so” gemeint haben (z.b. wenn es auch mal “persönlich” wird).

    ich vergleiche das mit dem satz vom franz beckenbauer, man möge ihm “nach dem spiel” nicht vorhalten, was er während eines spieles gesagt hat, denn er meine das nicht so…

    bei der bundeswehr findet schon für die wehrpflichtigen sehr viel unterricht statt, und es gibt recht komplexe ausbildungswege für diejenigen, die sich entscheiden, wirklich länger zu dienen – das sollten aussenstehende nicht unterschätzen! da wird bis ins letzte detail besprochen, dass irgendwelche rassistischen auswüchse oder beleidigungen anderer art in der armee nix verloren haben.
    militärischer gehorsam ja, beleidigungen nein!

    von einem feldwebel, oder einem offizier habe ich jedenfalls noch nicht solcherlei worte dieser art gehört (wie in dem beschriebenen fall) – im gegenteil, in allen ausbildungseinheiten wurde peinlichst z.b. darauf geachtet, dass “kriegsgefangene” etwa menschenwürdig und angemessen behandelt werden.
    wenn einem 20-jährigen, (der vor einem jahr noch in der schule war) mal ein dummes wort über die lippe kommt, dann ist das zwar sehr ärgerlich, aber wie daraus schon wieder ein elephant gemacht wird, das ist lächerlich.
    es gibt auch in paar “knallköpfe”, aber die BW ist sehr bemüht, solche leute ganz schnell aus ihren reihen zu entfernen (habe in meiner dienstzeit mehrfach suspendierungen von leuten mit fragwürdigem gedankengut erlebt).

  17. Duncan_Idaho sagt:

    Tja….. in den USA darf der Ausbilder brüllen, sie sollen sich einen Iraki so vorstellen und da passiert nix. Und auch ein Öttinger darf bei uns einen ausgemachten Nazi wie Filbinger als Naziregimgegner “reinwaschen” ohne das er jetzt seinen Job verliert. Der Gute hat halt den falschen Posten. An der richtigen Stelle hätten ihn jetzt seine Parteifreunde unterstützt oder er sogar ein Lob wegen seiner aufrechten Haltung bekommen… nur ist er halt ein kleiner dummer Ausbilder…

    Bin das nur ich oder geht auch einigen von euch diese offensichtliche Doppelzüngigkeit der “Entscheider” auf den Wecker?

  18. Akira2007 sagt:

    Einzig wahre Strafe für den Ausbilder:

    Er wird nackt in der Bronx mit nem Schild um den Hals ausgesetzt
    wie damals Mr Willis in Stirb Langsam 3. ;)

  19. xaan sagt:

    Ich sehe hinter dem Verhalten des Ausbilders garnicht wirklich Rassismus. Nur eine große Portion Gedankenlosigkeit, die sich in einem schlechten Scherz manifestiert. Der kam sich dabei wohl einfach nur irrsinnig komisch vor, hat aber wohl weder tatsächlich rassistisches Gedankengut im Kopf gehabt noch die Intelligenz und Weitsicht besessen zu verstehen, dass man wenigstens vor einer laufenden Kamera auf solche Blödeleien verzichten sollte.

    Was letzendlich mit dem Ausbilder passiert ist, halte ich allerdings für richtig. Denn sein Verhalten fält auf die ganze Bundeswehr zurück.Man kann nunmal nicht ungestraft zulassen, dass das Verhalten irgendeines Volldeppen unsere Bundeswehr als einen Haufen Neonazis darstellt, die ihren neuen Rekruten schon in der Grundausbildung mit diesem Gedankengut indoktrinieren. Genau so sieht das im Ausland nämlich aus. Und diese Eindruck muss aus der Welt geschafft werden. Da braucht man mit dem Ausbilder kein Mitleid haben. Der hätte die notwendige Weitsicht besitzen müssen um zu wissen, dass solche “Späße” ganz schnell nicht mehr lustig sind, wenn es um die Präsentation der Bundeswehr in der Öffentlichkeit geht.

  20. Aleph01 sagt:

    Bitte nicht vergessen, dass der “Ausbilder” ein Offiziersanwärter war. Laut anderen Medien vom Dienstgrad Fahnenjunker, was auf etwa 2 Jahre Dienstzeit schließen lässt. Ich will mal gerne erklären, warum ich es gut finde, dass dieser Mensch entlassen wurde, unehrenhaft wohlgemerkt.
    Ein Offiiziersanwärter muss ein recht gutes Abi haben, den Schulabschluß also, den man früher mit Fug und Recht “Reifezeugnis” nannte. Dann gibt es jede Menge recht harter Tests, bis man eine Offiziersanwärterlaufbahn beginnen darf. Die das schaffen, würde ich schon zur Elite zählen. So jemand beginnt aber nicht nach ca. 2 Jahren faschistoides Gedankengut zu entwickeln. Der hat das mutmaßlich schon immer intus gehabt, vielleicht sogar aus dem Elternhaus mitbekommen.
    Von daher finde ich es super, dass dieser Mensch entlassen wurde. Denn jemand mit Herrenmensch-Habitus sollte wirklich niemals in der deutschen Armee eine leitende Funktion einnehmen. Solche Menschen dürfen NIEMALS WIEDER im Militär jemand werden können. Die kann man nicht früh genug identifizieren und aussieben.

  21. Duncan_Idaho sagt:

    Tja, leider SIND einige Leute mit Herrenmenschdenken in der Bundeswehr und das nicht grad an niedriger Stelle, nur sind die klug genug das nicht rauszuposaunen. Ebenso sei noch die Stahlhelmfraktion der CDU erwähnt, was die so von sich gibt hätte so manchem kleinen Bürger eine Anklage wegen Volksverhetzung eingebracht. Wenn einer heute seinen Job für sowas verliert sind es doch fast nur noch Bauernopfer, die vom eigentlichen Problem ablenken sollen.

  22. paxi sagt:

    Zitat: “Was womöglich nichts daran ändert, dass das bei der Bundeswehr möglicher Weise oft so läuft. Ich kenns ja nicht, bin selber Verweigerer.”

    Diese Meinung lese ich ziemlich oft, also ich bin selber 8 Jahre bei der Bundeswehr gewesen und nein ich will hier niemanden in schutz nehmen, aber solche aktionen wie oben, sind komplette Ausnahmen! Und ich war nicht 8 jahre lang an einem stützpunkt in Dtl.

    Das ich diese Aktion komplett verurteile steht fest!!!

    Um den Kommentar von aleph01 ein bisschen zu korrigieren:

    “Ein Offiiziersanwärter muss ein recht gutes Abi haben” FALSCH, Abi reicht und wenn es alles 4er sind!

    “Dann gibt es jede Menge recht harter Tests, bis man eine Offiziersanwärterlaufbahn beginnen darf” Sagen wir mal, sie sind knackig ;)

    “Die das schaffen, würde ich schon zur Elite zählen” OH aber ganz weit gefehlt ;)

    “Der hat das mutmaßlich schon immer intus gehabt, vielleicht sogar aus dem Elternhaus mitbekommen.
    Von daher finde ich es super, dass dieser Mensch entlassen wurde”

    Dem stimme ich zu 100% zu! Er hat es verdient. Dummheit muss einfach bestraft werden!

  23. safe sagt:

    Also ich kann Boris hier nur zustimmen. Ich finde den Vorfall einfach nur lächerlich. Wenn er nicht von Afroamerikanern(er hat nicht Nigger ähnlich abwertendes gesagt) gesprochen hätte sondern von “Menschen” aus Bottrop-Kirchhellen hätte sich wohl keiner Beschwert.
    Nur ging es ja darum , schon dem “lernenden” ein Gefühl von Aggression zu vermitteln, was denke ich für Kriegführen auch unerlässlich ist, und um das zu erreichen hat er sich eines (allgemein durch Film, Fernsehen und Musik anerkannten) Klischees bedient um dies zu erreichen.

    Ob der Ausbilder ein Rassist ist der nicht, weiss ich nicht. Aber aus diese Scene ist es auf jeden Fall nicht zu erkennen.

    Und um Fragen vorwegzunehmen, ich bin Kriegsdienstverweigerer und selber Ausländer in diesem Land(wenn gleich hier geboren)

  24. Falcon sagt:

    Die ganze Diskussion ist überflüssig in meinen Augen.
    Hätte der Ausbilder gesagt “Stellt euch Irakis” vor, würden die Amis gar keinen Wind um die Sache machen.

    Dabei ist dies mindestens genauso verwerflich – oder eben auch nicht! – wie der Vergleich zu Afroamerikanern in der Bronx.

    Eine Armee wird trainiert um den Feind zu bekämpfen, da geht es spätestens im Ernstfall sicherlich nicht mehr um die “political correctness”.

    PS.: Bin weder Kriegsdienstverweigerer noch Kriegsbefürworter. Wäre allerdings durchaus bereit gewesen meinen Wehrdienst zu leisten, wenn ich nicht eh ausgemustert worden wäre.

  25. DerOutlaw sagt:

    Kurzer Nachtrag noch:

    Irgendwie waren es doch wieder interessante Tage:

    Ein Bundeswehr-Ausbilder wird wegen seines fremdenfeindlichen (oder wie auch immer man es nennen will) Ausfalles entlassen. Der Vorfall ereignete sich nicht-öffentlich und kam nur per Zufall (Kamera-Handys sei dank) an die Öffentlichkeit.

    Ein Ministerpräsident verklärt öffentlich und mit voller Absicht die Geschichte,
    duckt sich dann erstmal ein paar Tage weg, kriecht dann medienwirksam überall zu Kreuze und darf dann im Amt bleiben. Besagter Ministerpräsident singt laut Kontraste-Bericht von gestern auch gerne mal das komplette Deutschland-Lied auf Burschenschafter-Treffen. Konsequenzen: Keine.

    Man misst eben doch mit zweierlei Maß.

  26. MelvilleAbensen sagt:

    Lieber Boris,

    ich schätze deine Wenigkeit noch aus alten Happy Compter und PowerPlay Tagen und für deine Lucas Übersetzung ist Dir Deutschland ewig dankbar!
    Das war eine große und wichtige kulturelle Leistung!

    Aber dieser Eintrag ist einfach peinlich. Du bist älter geworden, hast Kinder
    und siehst die aktuelle Jugendkultur kritisch. Verständlich.
    Du bist aber mittlerweile zu weit von der Jugendkultur entfernt um hier qualifizierte Kommentaree über HipHop zum besten zu geben. Damit blamierst Du dich.
    Eminem und der böse GanstaRap sind verwerflich, aber du regst ich über die Verurteilung der Computerspiele auf und das diese nicht ernst genommen werden, z.B. das USK und FSK nicht mit dem selben Maß messen. Wen wundert das wirklich ? FSK und USK Organisationen und die Medien haben nunmal eine unterschiedliche Akzeptanz in der Gesellschaft. Wie bei dir der böse GangstaRap.

    Das alles ist Popkultur, obs dir gefällt oder nicht. Aber nicht jeder hat den selben kulturellen Hintergrund wie du mit Computerspielen, daher bewertet es jeder anders. Aber gerade Du solltest das erkennen.

    Der Vorfall ist natürlich lächerlich, das dargestellte Szenario war nicht rassistisch, es wurde sogar politisch korrekt der Terminus “Afro-Amerikaner” benutzt. Obwohl der Ausdruch eigentlich falsch ist: Nicht jeder Schwarze kommt ursprünglich aus Afrika und es gibt auch weiße Amerikaner die ursprünglich aus (meist aus Süd)-Afrika stammen.

    Das in Deutschland nunmal in eine Entrüstung an den Tag gelegt wird, ist dir sicherlich auch nicht unverständlich. Das ist in der Geschichte der BW und deren “Vorgängerorganisation” begründet. Die BW ist kein Kunsttheater, dass Äusserungen von irgendwelchen Gangstern persifliert, sondern es ist die BW, die zum töten ausbildet.
    Es geht um die öffentlich Darstellung.Dass solche Maßnahmen folgen ist logisch und auch richtig.

    Jemanden an der Waffe und zum töten auszubilden ist eine heikle Sache. Diesen dann in ein ziviles Szenario zu versetzen (“Jemand hat deine Mutter beleidigt!!!!!11″), kann nicht im Sinne der BW sein. Natürlich gibt es solche Zoten, aber wenn es rauskommt, muss gehandelt werden. Der Ausbilder hätte das wissen können, wenn er nicht ganz blöd ist. Dann wurde eben reagiert. Der Mensch ist jung und sein Leben ist nicht ruiniert, er findet sicherlich einen neuen Job. Thats Life. Sich darüber aufzuregen ist lächerlich.

    Das peinliche ist natürlich die gespielte Betroffenheit, wie dann sofort alle Billigmedien wie SpOn reagieren und gleich eine Mail nach Amerika schreiben und sogar der Verteidigunsminister Stellung dazu beziehen muss. WTF! Um tatsächlichen Rassimus geht es hier gar nicht, sondern nur um die Aufregung. Dabei gibt es Rassismus und echte Nazis bei der Bundeswehr leider zu genüge. Aber das will niemand diskutieren. Wie 90% aller heutigen Polit-Diskussionen eine Phantomdiskussion, damit man sich mal echauffieren kann.

    Deine Seitenhiebe auf HipHop oder auf Filme sind aber nicht besser.
    Natürlich gibt es eine gegenseitige Wirkung zwischen Popkultur und Gewalt.
    Leider verleugnen das die meisten Videospielseiten und polemisieren es.
    Aber der konstruierte Zusammenhang zwischen Eminem und der BW ist hahnebüchen und lächerlich. Die BW ist nunmal dazu da, im Namen des Staates zu töten. Eminem ist ein künstler aus einem fernem Land er machen kann was er will, ob es einem gefällt oder nicht.

    Lies mal den Newsweek Kommentar von Videospielblog von N’Gai Croal:
    http://ncroal.talk.newsweek.com/default.asp?item=574746

    Noch eine Anmerkung zu den Amokläufen; Die Anwort auf das warum ist eigentlich banal und kennt jeder, nur will es keiner wahrhaben, deswegen sind immer die Videospiele, Filme und Jugendkulturen schuld. Eben alles das was ältere Menschen schwer nachvollziehen können.

    JEDER von uns ist dazu fähig, wenn man gebrochen wird. Nur will diese erschreckende Erkenntnis keiner wahrhaben. Daher waren es eben Monster oder die Videospiele, Filme, GangstaRapper.

    Stanley Kubrik wusste das schon damals. Robert Steinhäuser, der VA Tech Mörder, etc sind Privat Paula aus Full Metal Jacket. Eigentlich arme Schweine, um die sich nie jemand gekümmert hat und die gebrochen wurden. Jetzt haben die mal zurückgeschlagen und erst der Sensationsporno der Medien hat sie dazu gebracht, das ganze so zu inszenieren.Ohne Medien hätten sich diese Leute still und heimlich den Strick genommen. Leider wird das noch viele Nachfolger “inspirieren” und die Medien sind sofort wieder dabei und heucheln ihre Vertändnislosigkeit.

    Schlusssatz: Blog nichmehr über Sachen, wo du kein Experte bist. Spar Dir die solche kommentare wie den “Du bist was du rappst”. Damit vergraulst du360 Kunden. Ich höre nichtmal in erster Linie Hiphop, nur um das klarzustellen, aber der Post war einfach peinlich.

  27. iob sagt:

    Ich finde es ziemlcih daneben, den Ausbilder für sowas zu entlassen. Das ist Bundesewehr Humor, und wie Boris Schneider schon betonte wird hier mit dem “Gansta Image” der Amis gespielt. Die Nennen sich doch selber untereinander “Nigger” in den Musiklyrics. Dann wäre ja jeder Schwarze Rapper auch ein Rassist.

    Naja, das Volk regt sich auf und es muß ein Opfer gebracht werden um die Massen zu beschwichtigen. Ich kann diesem Ausbilder jedenfalls keine Rassistichen Tendenzen understellen, während meiner Grundausbildung hatte ich viel komischere Vorgesetzte :P .

  28. InvincibleDE sagt:

    ALso ich habe das video gesehn in dem der ausbilder seinen auszubildende auffordert sich nen Bronx AffroAMerikaner vorzustellen und ihn dann mit den Worten stirb MF stirb via mg umzunieten…. Ich kann es nur sehr gut verstehen dass die BW den Typen rausgeschmissen hat….

    1. weil man dem Ausbilder deutlich den spass und genuss beim ausdenken seines fiktieven szenarios anmerk
    2. man automatisch den ausbilder mit nem nazi assoziiert
    3 und sowas dem Ruf der BW nur schaden kann..

    also auch BW Humor hat eben seien GRenzen… und wenns ausufert wie in diesem fall dann muss man halt seine Konsequenzen daraus ziehen…

  29. Berlin36 sagt:

    Vielleicht solltest du ersteinmal nachdenken, bevor du solche Beiträge in deinen Blog schreibst !

    Wenn du keine Ahnung von der HipHop-Bewegung hast, und was diese auch für die amerikanische Kultur getan hat, solltest du es vielleicht vermeiden darüber zu “Berichten” !

    Den “fiktiven” Mord als scherzhaft darzustellen, ist auf jedenfall lachhaft und tragisch. Wenn man einen Ausbildungsauftrag hat, und den hat der “gute” Unteroffizier, sollte man über die Konsequenzen seines handels nachdenken. Ein Lehrer oder Professor muss dies auch.

    Ich war lange bei der Bundeswehr, und so ein Verhalten ist mir dort nicht begegnet. Ich hätte dies auch nicht hingenommen.

    Du vergisst wohl offensichtlich, das jeder auch eine Eigenverantwortung hat. Die Einflüsse der brutalen 360 Spiele treiben mich auch nicht zum Morden o.ä. !

    Großes Kompliment auch für den Kommentar von MelvilleAbensen !

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