Karibische Konfusion
Auch nach mehrmaligen Durchdenken des angeblichen Plots von “Fluch der Karibik 3″ blicke ich nicht durch. Etwa zwei Drittel der Filmlänge ist mir unklar, auf welcher Seite eigentlich Will Turner steht und warum er die Seiten wechselt (oder auch nicht). Ähnliches gilt eigentlich auch für alle anderen Charaktere: Alles Egoisten, die sich nur um sich selbst kümmern und daher irgendwie den Zuschauer verwirren. Das endet dann in einem Sechs-Personen-Duell, jeder gegen jeden. OK, paßt aber auch zu Piraten.
Mein nächstes Problem: Wenn der Plot hängt, wird einfach was Neues eingeführt. Auch wenn man es später gar nicht mehr braucht. Da’s von hier an spoilert, bitte nicht mehr weiterlesen…
Die Nummer mit dem König der Piraten beispielsweise, der eine halbe Stunde vor Ende aus dem Hut gezaubert wird, weil ansonsten der Plot festhängt. Die zweimal angefangene, aber nie zu Ende geführte Diskussion, wer denn nun auf der Black Pearl das Kommando hat: Barbossa oder Sparrow? Die Tricks mit der chinesischen Karte, die genau dann beim Drehen was Neues zeigt, wenn die Handlung es verlangt. Der Singapur-Plot, der gleichzeitig der am schlechtesten geplante Einbruch mit dem besten Insider-Wissen aller Zeiten ist. Der ganze Calypson-Subplot, der theoretisch logisch endet, was aber kaum ein Kinobesucher kapiert (denn die Vereinigung von Calypso und Jones wird nur durch das Abflauen des Sturms angedeutet).
Wenn’s dann denn wenigstens Actionszenen gäbe, die man staunend ansieht. Die gabs, bei einem nicht ganz so konfusem Plot, wenigstens in Teil 2. In seinem Wahn, alles noch weiter zu toppen, gibt es aber in Teil 3 in den letzten 20 Minuten eine (selbst unter der eingeschränkten Logik dieser Filme) einfach nur ermüdend lange “Zwei Schiffe im Strudel” Szene die so unrealistisch over-the-top ist, daß sie keinen Spaß mehr macht. Das eigentliche Ende, bei dem sich Beckett einfach nur versenken läßt und seine Mannschaft auch keinen Finger rührt - weil er ja keinen Befehl gibt - geht in die Annalen der Filmgeschichte ein als dööfstes Ende eine Bösewichts, seit Tim Burton im zweiten Batman-Film den Pinguin aufstehen und dann einfach gleich wieder umfallen und sterben ließ.
Sprich: Ich war nicht begeistert. Teil Zwei hat die besseren Fecht- und Action-Szenen, Teil Eins den deutlich besten (und logischsten) Plot. Aber zugegeben: Die zehn Minuten Jack-Sparrow-Solo in der Wüste von Davy Jones Locker sind traumhaft. Leider hat der Film noch 158 weitere Minuten.

Naja, ok es war nicht der beste der Reihe, aber es war wirklich der lustigste und wer in einen Film mit Riesenkraken, Fischmenschen und Geistern geht kann ja wohl nicht den puren Realismus erwarten. Ich gebe zu, er hatte seine Schwachstellen aber ist es denn nicht üblich, dass wenn ein Film hängt, einfach plötzlich was neues auftaucht, was die ganze Geschichte zum Wanken bringt?
Mit dem Ende des Bösewichten stimme ich überein. Das war wirklich nicht gut gelöst, mit den 3 Kanonen Batterien auf jeder Seite hätte er locker beide Schiffe auf einmal in die Ewigen Jagdgründe schicken können.
Schlimmer finde ich dieses Möchtegern Happyend, dass jetzt alle Glücklich sind weil der Will Tuner jetzt die “Flying Dutchman” kommandiert. Ich wäre nicht glücklich nur alle 10 Jahre mal meine Frau zu sehen.
Wer ist bis nach den Abspann sitzen geblieben?? Für die, die es nicht sind, da kommt noch eine Szene in der Will Tuner nach 10 Jahren zurückkommt und sein Kind zu sehen bekommt.
Aber alles im allen war es nicht schlecht gemachte Kinounterhaltung.
*********************** ACHTUNG SPOILER *****************************
Hi Boris,
Ich stimme mit deiner Filmkritik im grossen Ganzen überein.
Eine der besten Szenen des Filmes – neben derjenigen in Jack’s persönlicher Hölle – war für mich die letzte Szene als Jack (mit zwei Weibern im Schlepptau) sein Schiff nicht mehr finden kann und folglich mit einer kleinen Nussschale losschippert. – Diese Szene bedient sich keiner CGI-Effekte, besitzt aber umso mehr den speziellen Charme des ersten PotC-Filmes.
Für mich ist aber nach wie vor der zweite Film der schwächste der Reihe, da er story-technisch allein stehend nicht bestehen kann.
Der dritte Teil wäre 40 Minuten kürzer perfekt gewesen – einfach die Singapur-Szene komplett weglassen und die Ratssitzung der neun Piraten oder den Will Turner-Plot kürzen.
Der Film war ursprünglich ja über drei Stunden lang und wurde immerhin um 20 Minuten gekürzt
Grüässli,
ScarJack
Kann ich nur beipflichten.
Aber wenigstens war der Kinobesuch umsonst, da der Film nach einer Stunde
für ca. 20 Minuten geruckelt hat
Ich verstehe nicht, wieso so viele Leute den 2. Teil so viel besser fanden. Der hatte IMO genau die selben Schwächen wie Teil 3. Tatsächlich fand ich ihn sogar einen Tick anstrengender.
Aber ja, der erste Teil ist der beste. Und nicht mal der ist “wowsupergeil”. Er ist einfach ein netter, kleiner, in sich abgeschlossener Piratenflic.
Argh.
Ach, diesen Film darf man doch nicht von der logischen Seite betrachten. Z.B. finde ich solche Erklärungen wie mit den Schildkröten, wo z.B. der Hund, der im zweiten Teil eigentlich von den Menschenfresser gejaggt wird oder zumindest auf der Insel gefangen ist, dann aber nun den Schlüssel für den Piraten-Kodex zu Keith Richardsen in der König der Piraten Szene bringt, einfach nur herlich. Die Schildkröten mußten ja bereits in jedem Teil der Filme herhalten, wenn es keine genaue Erklärung gab
Was ich mich aber frage, warum sieht Will Turner, nachdem er Jones beerbt hat, nicht fischig aus und warum sieht er nach zehn Jahren – nach dem Abspann – immer noch nicht verändert aus, während alle anderen bei Jones im Laufe der Zeit immer mehr zu Fischköppen wurden? Aber das läßt sich wohl nur mit den Schildkröten erklären…
Da stimme ich dir größtenteils zu. Insgesamt hat mir der Film schon Spaß gemacht, aber das große Finale war einfach zu lang. Fluch der Karibik 3 lebt eigentlich nur noch durch seine großartigen Darsteller, ansonsten wird leider zum Ende hin alles über Bord geworfen was zuvor in zwei Filmen sauber aufgebaut worden ist.
Trotzdem sehenswert, die Wüstenszene von Jack ist einfach nur der Hammer!
Ein: Vorsicht Spoiler ! am Anfang des Textes wäre nett gewesen, jetzt weiß ich mehr als ich wissen wollte. Ich dachte es ging um das Spiel
Ich habe den dritten Teil noch nicht gesehen, ein Freund meinerseits hatte aber die gleichen Kritikpunkte wie du. Den ersten Teil fand ich überraschenderweise ziemlich gut (überraschend, weil ich mir nur Popcorn-Kino ohne große Story erwartetet hatte), die Story war ansprechend und interessant – und eben nicht ganz so 08/15. Im zweiten Teil war die Geschichte dann schon wesentlich schlechter und der dritte Teil scheint diesen Weg nun noch weiter zu beschreiten. Bin ernsthaft am überlegen, ob ich mir aufgrund der Berichte überhaupt ansehe.
Kann dem nur zustimmen. Der Film war nicht schlecht, aber trotzdem eine Enttäuschung. Vor allem kann sich Gore Verbinski viel zu oft nicht entscheiden, ob er jetzt einen künstlerisch wertvollen Film oder doch einen Blockbuster produzieren will. Diese Zerissenheit spiegelt sich in all den von dir kritisierten Punkten wieder. Sehr schade.
Trotzdem: allein für die Jenseits-Szene ist das Kinoticket das Geld wert – und wem das trotzdem nicht reicht, wird sicher mit einem groß aufspielenden Geoffrey Rush seine Freude haben. Wäre allerdings Davy Jones nicht zu 100% ein digitales Monster, müsste man glatt ihm einen Oscar als besten Schauspieler in die Hände drücken. Die Mimik und Gestik ist schlicht überragend – da muss man wirklich Angst bekommen, ob die großen Schauspieler der Zukunft nicht in der Tat aus der Blechdose kommen und nicht mehr aus Fleisch und Blut sind.
Es gibt viel sehenswertes, auch wenn es trotzdem ein Film der vergebenen Chancen ist. Würde 6/10 Punkten vergeben – und siedle ihn damit persönlich deutlich unter dem großartigen 1. Teil (10/10) und dem immer noch wirklich guten 2. Teil (8/10) an, der – wie du schon gesagt hast – vor allem durch seine erfrsichend kreativen Action-Szenen überzeugen konnte (Wasserrad-Duell, Kraken-Angriff mit Gänsehaut-Score von Hans Zimmer, …).
Gibts da schon wieder einen neuen Teil? War doch vor einem halben Jahr erst einer im Kino. Ich hab nur den ersten gesehen, fand ihn aber nicht so toll, dass ich da unbedingt Fortsetzungen schauen müsste.
@-Peki-:
Will wird kein Fisch weil er seiner Aufgabe nachgeht. Er muss die Seelen der auf See gestorbenen Leute begleiten.
Die selbe Aufgabe hatt Davy Jones auch, als nach 10 Jahren Calypso nicht kahm, hat er es aber sein lassen. Und zur Strafe wurde er zum Tintenfisch.
Allgemein fand ich den 3. Teil etwas besser als den zweiten. Die Plotschwächen sehe ich jezt nicht so eng. Besser so als alles noch länger zu Zeigen und den Film wieder einfach zu stoppen um einen Cliffhanger zum 4. Teil zu bekommen.
Dieser ist ja unter der Hand schon im Gespräch.
Ahoi Kameraden,
ich habe mir direkt am Mittwoch ein Tripple-Feature gegeben, und bin der Meinung, dass Teil 3, wenn man wie ich gutes Popcorn-Kino erwartet, genau dieses liefert.
Die Calypso-Geschichte ist schon ein wenig schwach, dem stimme ich zu, und das mit Singapur..nunja..irgendwoher musste die Karte ja kommen. Die kann man sich ja nicht so plötzlich aus dem Hut zaubern. Obwohl, man konnte ja auch Barbossa wieder zum Leben erwecken. (Komisch, darüber regt sich irgendwie keiner auf)..
Die Frage, wieso Will zum Schluß nicht zu so einem Krakenviech wurde, wird sogar im Film erklärt.
Davy Jones bekam den Auftrag, so wie danach halt das Will-Teilchen, die Leichen bei ihrem Weg ins Jenseits zu begleiten und zu beschützen. (Die Szene mit den ganzen Toten nach der Befreiung Jacks)
Da er diesen Auftrag aber nicht mehr nachgekommen ist, wurde er verflucht und zu diesem Aussehen “gezwungen”. Seine Manschaft, die zu ihm hielt, hatte daher auch das gleiche Schicksal.
Aber, der gute Will, der geht natürlich seiner Arbeit auch nach.
Ich fand eher interessant, das Elisabeth kein Tag älter wurde, obwohl ja am Schluß 10 Jahre rum sind. Scheint dieses StarWars-Padme-Phänomen gewesen zu sein. Will ist ja tot..daher kann der so jung bleiben. Aber bei Elisabeth hätte ich schon ein kleines Zeichen der Zeit erwartet. So jung und frisch halten sich gaaanz wenige.
Gruss
Nach dem Erfolg des 1. Teils hat man sich halt gedacht man könne es Matrix nachmachen und eine Trilogie draus machen. War leider ein Schuss in den Ofen. Fluch der Karibik endet genauso gequält & konfus wie Matrix.
@Peki
Jones sah ja nur fischig aus, weil er seine Aufgabe vernachlässigt hat. Mit Will Turner hat jetzt aber ein neuer Captain die Chance alles richtig zu machen.
Bei aller Kritik, die sicher auch teilweise berechtigt ist. Mich hat der Film gut unterhalten und damit seine Aufgabe erfüllt.
Aaaargh… Bitte, bitte, bitte beim nächsten Mal einen Spoiler Hinweis am besten schon in die Überschrift mit reinsetzen. Schon der zweite Satz enthielt mehr Informationen als ich mir (der den Film noch nicht gesehen hat) gewünscht hätte.
Zur Frage von Peki: “Was ich mich aber frage, warum sieht Will Turner, nachdem er Jones beerbt hat, nicht fischig aus?”
SPOILER! Die Erklärung dazu ist einfach. Davy Jones war ja eigentlich der Fährmann für die Toten und hat seinen Job auch 10 Jahre lang gemacht. Dann kam Calypso nicht zu ihrem 10 jährigen Treffen (“it is my nature”) und Davy Jones fühlte sich derartig verraten, dass er sie verriet, sie gebunden wurde und fortan ein Mensch war. Er weigerte sich, die Toten zur Insel zu begleiten und war von nun an verdammt auf ewig als Fischmensch die Meere unsicher zu machen. Will Turner hingegen hält sich an den Deal und ist reiner Fährmann, daher ist weder er noch die Crew verflucht.
Ich habe mich aber auch über das echt traurige Ende aufgeregt… soll das nun so ewig weitergehen? Sieht er sie nur alle 10 Jahre? Keira Knightly wollte ja keinen 4.ten Teil machen, soweit ich weiss.
Schade. Ansonsten geht die hervorragende Musik im Effektgewitter unter. Die haben einfach alles mal 10 genommen und dabei den eigentlichen Film ein wenig verloren. Mir hats dennoch gefallen, aber weniger wäre deutlich mehr gewesen.
@-Peki-
zumindest das mit dem Fischkopf kann ich Dir erklären
Die haben die Seelen nicht mehr begleitet, daher durfen Sie dann so schön aussehen
Will (wohl angetrieben von der Sehnsucht nach Seiner Liebsten) hat die Seelen natürlich dann begleitet.
Übrigens Bin ich bis nach dem Abspann sitzen geblieben… was mit einer “schönen” Szene “belohnt” wurde.
Ich fand den Film unterhaltsam… nicht mehr und nicht weniger… logische Story habe ich nicht erwartet…
@Peki
Jones’ Aufgabe ist es eigentlich, die Toten über das Meer zu begleiten. Weil er das nicht gemacht hat, wurde er bestraft.
Ach, und ohne Johny Depp wären die Filme unter ferner liefen gelaufen. Durch seinen Witz hat er wieder den Film gerettet. Sein Kompass würde in meinen Händen auch ständig in Richtung meiner Rum-Flasche zeigen. Verdammt!
Der Film wird auch weiterhin seine Fans behalten, vornehmlich weibliche…
Weshalb?
Nun, ich zitiere einfach mal eine Freundin:
“Jooooohnnnnyyyyy Deeeeepppppp!”… dazu stelle man sich noch einen verklärten Blick und einen zarten Sabber-Faden vor, der ihr über’s Kinn läuft.
Fertig ist der Blockbuster.
Naja also ich kann die Kritik nicht nachvollziehen. Fand den dritten Teil weit besser als den zweiten und kann mich nicht beschweren irgendwas nicht kapiert zu haben. Becketts Ende fand ich grandios, da es überraschend und gut inszeniert war. Sicher, 99% der Drehbuchautoren hätten ihn in einem unerbittlichen Kampf sterben lassen, aber grade das macht die szene ja so gut.
Letztendlich ist es auch der Geist der Fluch der Karibik teile einfach total unrealistisch zu sein. Sparrow lässt sich durch den Rückstoß einer Kanone mehrere 100 Meter durch die Luft katapultieren, indem er das Seil mit !einer! Hand hällt und reißt dabei noch den Spruch “Normal würde das hier nie klappen” oder so ähnlich. Ich meine, das ist eben was Fluch der Karibik ausmacht. Die Black Pearl wurde sowieso schon 10 mal von oben bis unten durchlöchert, ist in der nächsten Szene aber plötzlich wieder Topfit. Genau das wollte ich sehen, genau das habe ich erwarte und genau das habe ich bekommen. Wer hat bitte nach den ersten beiden Teilen irgendwas anderes erwartet?
Die Singapur-Szene rausschmeißen? … wieso das? Sie sprühte nur so vor Abenteuerlust und hat endlich mal einen Spritzer von dem gezeigt, was in dieser Fluch der Karibik welt noch so alles kurioses auf uns wartet. Unbedingt mehr davon!
Warum schreibst du das den Calypso Plot niemand kapiert, wenn du ihn anscheinend doch auch kapiert hast? … außerdem ist Davy Jones Tyrannei ohne diesen Plot ja garnicht zu erklären.
Also ich glaube da sind manche einfach nur mit völlig falschen erwartungen ins Kino.
@all: Danke für die Erklärungen.
Danke, dann hab ich die 7.5€ ja auch gespart
Ich fand den Film eigentlich auch extrem unterhaltsam. Weder schlecht, noch rasend gut, aber Spaß hab ich gehabt.
Ist halt wie viele Filme, die vielleicht mal als Trilogie in den Köpfen der Autoren rumgeisterten, aber von den Filmstudios auf Nummer sicher nur für einen Teil das Geld locker machen. Wenns dann ein Hit wird, soll dann die auf einen Film eingedampfte Trilogie wieder genug Substanz für 2 Fortsetzungen haben.
Aber das Rumgefluse von Captain Jack Sparrow war einfach Klasse… Gerade bei der Wüstenszene.
Schade nur, dass der Oberlacher aus dem Kinopublikum kam:
Sinngemäßes Zitat aus dem Kinosaal zur Wüsten-Szene als die Krabben kamen “Könnte fast einer von diesen konfusen PS3 Werbespots sein”.
Du bist doch nur beleidigt, dass in At World’s End weniger Monkey Island steckte als in den Vorgängern.
Ich hatte trotzdem viel Spaß im Kino.
Mir war die Story auch etwas konfus, da ich ständig das Gefühl hatte, etwas nicht mitgekriegt zu haben. Den ersten fand ich im Rückblick am besten, da er noch viel ruhiger war und sich mehr auf sein gutes Drehbuch berief als nur eine Achterbahnfahrt zu bieten (letzteres würde natürlich zur Vorlage passen^^). Einen vierten Teil würde ich mir wohl schon angucken, aber nach dem Ende vom 3. wird wohl der Cast etwas kleiner sein, deswegen nehm ich die drei Teile schon als Trilogie hin und würde einen 4. dann eher als Spin Off sehen.
Ich fand den Film ebenfalss mies, der Film erzählt ganz einfach keine Geschichte, es ist ein hin und her springen von einem Actionpunkt zum nächsten. Erinnert mich ein wenig an ein Videogame aus den 80ern, in dem die Levels unterschiedliche Settings haben, springt und das ohne Erklärung bzw. Story.
Dem Film fehlt imo einiges an “Seele”, die einen mit Liebe gemachten unterhaltsamen Film ausmachen, Popcornkino galore!
War nach dem eher unausgegorenen zweiten Teil eigentlich recht angenehm überrascht von “At World’s End”. Sicher, “Curse of the Black Pearl” ist den Sequels meilenweit überlegen, aber für einen vergnüglichen Kinoabend hat’s diesmal gereicht – und sei es auch hauptsächlich wegen der Schauwerte. Die ersten rund 45 Minuten sind – nach Popcornkino-Maßstäben – grandios: Tempo- und einfallsreich, witzig und kompetent inszeniert.
Leider schaltet der Film für mich mit dem Auftauchen von Depp – der trotz mehrfacher Ausführung in diesem Film geradezu zur Randfigur verkommt und eigentlich erst ganz am Schluss wieder glänzen kann – mehrere Gänge zurück. An der “wüsten” Idee habe ich dabei grundsätzlich nichts auszusetzen, leider funktioniert der affektierte Slapstick (Jack Sparrow als Huhn…?) für mich ebenso wenig wie die “Doppelgänger”. Und kaum ist man auf See geht das dröge Bäumchen-wechsel-dich-Spiel der unterschiedlichen Allianzen los…
Die diversen “Seitenwechsel” machen übrigens durchaus Sinn – man muss sich nur stets die Prämisse vor Augen halten, dass kaum eine der Allianzen ehrlich gemeint ist und die Figuren einfach nur versuchen, ihre Ziele zu erreichen, ganz gleich auf welchem Wege. Auch wenn sich (zum Schein) mit dem Feind verbunden wird – das alles läuft ja eher pragmatisch und mit “Ausstiegsklausel” ab. Es sind schließlich Piraten, die hier handeln – sonderlich ausgefeilte AGBs oder stabile Partnerschaftsverträge kann man da kaum erwarten, auch jeder der “Guten” ist ein Egoist, wenn auch letztlich mit dem sprichwörtlichen herz aus Gold. Ändert aber nichts daran, dass dieser Part schlicht keinen Spaß macht…
Das Ende hingegen hat mich mit dem Film versöhnt. Sicher, im Trailer wurde extremster Etikettenschwindel betrieben: Vom erwarteten Aufeinandertreffen zweier Riesenflotten nicht die geringste Spur, alle Schiffe jenseits der Black Pearl und des Flying Dutchman (und später der Constellation, falls sie so hieß) sind reine (!) Zaungäste. Trotzdem endlich wieder eine optisch mitreißende Seeschalcht, “Dead Man’s Chest” versagte auf diesem für einen Piratenfilm doch eher essentiellen (!) Gebiet ja völlig.
Der Abgang des Schurken ist meiner Meinung nach übrigens nicht das doofste, sondern vielmehr eines der gelungeneren Schurken-Enden der Filmgeschichte (auch der nach Comic-Adaptions-Maßstäben wirklich sensationelle “Batman Returns” verdient das ihm hier zuteil gewordene Unbill nicht). Kapitalismuskritik in einem Bruckheimer-Film. Sehr witzig. Wie man darauf kommen kann, die Mannschaft würde keinen Finger rühren, will sich mir nicht ganz erschließen, schließlich sind alle mächtig am Rödeln – nur eben ohne etwas ausrichten zu können. Die Aufgabe von Beckett selbst ist in dieser Form und unter diesen Umständen nur konsequent – und dabei faszinierend inszeniert.
Insgesamt ein Film, den man wirklich nicht sehen muss, der im Reigen der Sequels aber gar nicht so schlecht dasteht. Da kommt diesen Sommer noch erheblich übleres auf uns zu – der missratene “28 Weeks Later” zum Beispiel.
Also ich fand den Film enfach nuuuur geil. Hab mich halbtot gelacht über einen mal wieder sehr “gay” dargestellten Cpt. Jack Sparrow und die Szene in der Wüste war natürlich so ein wenig die Krone des Egozentrikers ;D
Will man allerdings den Dritten Teil richtig verstehen, sollte man das Konsolenspiel spielen, da dort einige Szenen deutlich mehr Beachtung bekommen (zB wird gezeigt wie Jack SParrow auf dem Schiff zurückgelassen und dem Riesenkraken zum Frass vorgeworfen wird. Im Film wurde der Riesenkraken ja nichtmal gezeigt. Nur kurz drüber gesprochen.)
Ansonsten war ich “sehr amused” und kann auch die Kritik beim besten Willen nicht verstehen.
Bei Fluch der Karibik ging es NIE um wirkliche Piraten-Action oder eine glaubhafte Story. Es ist einfach eine sehr überzeichnete Piraten-Geschichte, über einen nicht ganz ernst zu nehmenden, verwirrten Piraten namens Jack Sparrow.
Allerdings waren die 3 Stunden im Kino unglaublich anstrengend, weil man es in dem verdammten UCI leider nicht länger als 60 Minuten in den Sitzen aushält, wenn man größer als 1,85 m ist. Aber wert war es der Film auf jeden Fall.
MEINE Meinung..
Du sprichst mir aus der Seele!
@Dameon12
“zB wird gezeigt wie Jack SParrow auf dem Schiff zurückgelassen und dem Riesenkraken zum Frass vorgeworfen wird.”
Warum sollte man diese Szene in Teil 3 auch wiederholen? Sie war doch Centerpiece in “Dead Man’s Chest”.
“Im Film wurde der Riesenkraken ja nichtmal gezeigt. Nur kurz drüber gesprochen.”
Selbstverständlich wurde er gezeigt. Recht ausführlich sogar.
*Evtl. Spoiler*
Nur eben an Land und ziemlich tot.
Dieser Film hat jedenfalls eines sehr nachhaltig geschafft:
Meine Vorstellung von Disney-Filmen revolutioniert… der mit Abstand brutalste Disney-Film, den ich bislang gesehen habe.
Mich stört das zwar wenig, aber während der Vorstellung heute abend sind mehr als nur einmal Eltern mit ihren Kindern mitten in der Vorstellung verschwunden und auch nicht wiedergekommen.
Soviel zum Thema Disney = bedenkenloser Kinderspaß.
Also wie es bei dem Film zu Konfusionen kommen kann, ist mir ehrlich gesagt schleierhaft. Ich verstehe aber, dass sich manche um ihr Popcorn Kino betrogen fühlen. Das hatte ja fast schon Terry Gilliam Ausmaße. Bis auf das furiose Finale.
*Spoiler*
Besonders gefallen, neben der wohl besten Hochzeitszeremonie der Filmgeschichte und der wirklich genial in Szene gesetzten Zerstörung des West Indian Trading Schiffs hat mir vor allem die akustische Hommage an Once Upon A Time in the West/Spiel mir das Lied vom Tod gefallen
*Spoiler Ende*
Ich wiederhole, was für ein furioses Finale
http://www.askaninja.com/node/3718
Ich hab mir am Tag zuvor extra noch die beiden ersten Teile angesehen, den ersten kannte ich bereits, den zweiten sah ich aber so nur einen Tag vor dem dritten im Kino. Vielleicht kam deshalb auch alles etwas besser rüber. Mir hat jedenfalls jeder Teil sehr gut gefallen und ich hätte gerne noch weitere Teile. Das Ende von Teil 3 lässt ja die Möglichkeit offen für einen weiteren Teil und könnte gar schon als Andeutung für die Story eines neuen Teiles verstanden werden.
Besonders genial ist definitiv Johnny Depp. Selbst nach allen 3 Filmen fällt es mir schwer zu glauben, das er hinter dieser grandiosen Rolle steckt (mag aber vielleicht auch die untypische deutsche Syncro mit Schuld dran sein, denn normal hat Johnny Depp eine andere deutsche Stimme). Jedenfalls spielt er die Rolle wirklich sowas von genial und zeigt deutlich was für ein Talent er besitzt. Auch wenn mich die Filme selbst schon mitgerissen haben und auch der wirkliche gute Soundtrack, so wird mir Johnny Depps Rolle als Jack Sparrow wohl besonders im Gedächnis bleiben. Gegen ihn sind wirklich alle anderen Rollen verblasst. Das musste ich hier einfach auch nochmal los werden.
@Balmung: dazu muss ich sagen, dass ich es im dritten Teil eher ausgeglichen fand, was die Darstellung von Jack Sparrow angeht. Er war wieder genial gespielt, keine Frage, aber dieses Mal haben alle anderen sehr gut mitgehalten. Vor allem Barbossa fand ich einfach herrlich.
So stand dieses mal nicht nur Sparrow sondern einfach die Piraten im Vordergrund. Das hat mir gut gefallen.
Ach ja: deutsche Synchronstimme? Schauder
Ich kenne nur den ersten auf Deutsch, aber da wurde Sparrow durch die Stimme IMO total anders dargestellt. Aus einem Exzentriker wurde ein Gay Pirate
@Balmung: Stimmt nicht, die deutsche Stimme von Johnny Depp ist die gleiche wie auch sonst. David Nathan
Hab ihn am vergangenen Samstag geschaut. Die scheinen vor sie den dritten Teil gedreht haben (zusammen mit Teil 2) vorab nicht gewusst haben, wohin die Story eigentlich zielen soll. Habe ich vermutet und dem Kollegen so geäussert. Meinte der: “Du wirst lachen, aber so war es laut Making-of”. Die Action und Effekte sind gut gemacht. Schade einfach dass man dem Film sei unausgegarte Story derart anmerkt. Und so wie der Film endet, befürchte ich es kommt noch ein weiterer Teil, der nur des Geldes wegen ohne grosses Engagement produziert wird.
Hallo Boris,
der dritte Teil war meiner Meinung nach sicherlich besser als der Zweite, auf jeden Fall nicht so langweilig! Aber ich muss dir schon recht geben, dass die Einführung von immer wieder neuen Handlungstängen echt genervt hat! Seit wann hat Jack eine Vater und warum ist der der Oberchef von allen Piraten?
Vielleicht hätte man es nach dem ersten Teil gut sein lassen, schon andere Filme haben ja gezeigt das eine Trilogie nicht immer so gut ist (Matrix)!
Was mich auch ein bißchen genervt hat war das Ende, dass ja schon wieder auf eine vierten Teil hingewissen hat und ich kann dir auch schon sagen wie der heißt: Suche nach dem Jungbrunnen. Drehbeginn 2008.
Gruß Fabian
@ShinobidoN:
So unterscheiden sich die Geschmäcker… meine Wenigkeit und auch meine beiden (weiblichen!) Begleiter fanden die Hochzeits-Szene absolut schwach(sinnig) und dämlich noch fix kurz vor Schluß in den Plot gebastelt.
Aber so hat halt jeder seine eigenen Vorlieben.^^
@Homer: Hochzeitszeremonien in Filmen sind immer so eine Sache (im realen Leben eigentlich auch). Nach dem Trailer habe ich das ganze in einem Sonnenuntergang zu ermüdenden Streichern und lachenden Blumenkindern erwartet. So war ich doch (zumindest in der englischen original Version) angenehm überrascht ^^
Ich habe mir gestern noch den, meiner Meinung nach hervorragenden Soundtrack zum Film von Hans Zimmer gekauft. Macht sich interessanterweise recht gut als Custom Soundtrack bei Lost Planet
Ich könnte nicht vollständiger zustimmen…
Ich möchte nur noch hinzufügen, dass ich die Szene mit der chinesischen Karte echt cool fand. Ich habe da zu meinem Kumpel gesagt:
“Siehst Du? Es ist doch Monkey Island der Film, die haben nur den Code vom Kopierschutz noch nicht eingegeben…”.
hab mir den film nun auchmal angesehen, hier mal meine punkte:
* deutlich gewalttätiger als teil 1&2 (hängung am anfang, kopfschuß der chin. dienerin)
* soooo viel gerede, teilweise mit mittelmäßigem zusammenhang
* sterben von tragenden-nebenfiguren ist etwas übertrieben (commodore, governour etc.)
* wort-witz ist nur sehr spärlich gesäht, wenn er da ist, ist er durchaus gut.
* kein richtiges happy-end
* viele erzwungen ansatzpunkte für einen vierten teil(hoffentlicht nicht)
= Note 3- (die liebgewonnen character aus Teil 1/2 verhindern eine 4-)