Der Blick über den Zeitungskiosk macht mich jedes Mal ziemlich wütend. Immer noch bestimmen Anleitungen zum Kopieren und Saugen das Bild der PC-Zeitschriften. (Jetzt käme der “Damals, als ich noch Redakteur war”-Satz…).
Dieses Wochenende platzte mir dann endgültig der Kragen. Man kann mir ja als Microsoft-Mitarbeiter erstmal pauschal vorwerfen, Anti-Linux zu sein (was natürlich
pauschal nicht stimmt). Ich bin ja durchaus auch voller Bewunderung für Leute, die Freeware und Open Source-Programme entwickeln und ihre Programmierkunst unentgeltlich weitergeben. Wenn hier ein Open-Sourceler mitliest: Macht Euch das nicht extrem sauer, daß eine Zeitschrift, die sich mit Open Source zu beschäftigen vorgibt, auch wieder nur das Thema “Anonym saugen” als Titeltext benutzt?
Wenn selbst das Genre der Leute, die zwar Software umsonst, aber eben nicht illegal nutzen wollen, jetzt mit den alten Piraten-Sprüchen ins Lager der Urheberrechts-Verletzer gerufen werden soll…
Daß eine andere Zeitschrift auf seiner Heft-CD die 50 “halblegalsten” Tools bringt und in Heft “nur” eine Liste der 25 “illegalsten” Tools druckt (zum Selber-Googlen) kann mich dann nur noch wenig beeindrucken. Ich krieg übrigens immer noch fünf bis zehn Hits am Tag über Google für das Suchwort “Russische Warez”. Und jetzt steigt der Pagerank sicher weiter…
Und kann man “legal” eigentlich steigern?


man sollte mal die betreffenden Zeitschriften scannen und ins netz stellen. mal schauen, wie lustig die Verlage dann das Thema file-sharing finden, wenn die ehemaligen Leser sich mit ihren Tipps die Zeitung umsonst holen
Extrem sauer nicht, man resigniert eher. Wie du schon schreibst, es ist ja leider ueblich geworden. Was mich da eher sauer macht ist das die Content-Industrie (verallgemeinert) mit aller Macht gegen den kleinen User vorgehen will (und tut) der mal ne CD oder DVD kopiert, aber scheinbar nichts gegen solche Zeitschriften tut (oder tun kann, was mir aber nach den ganzen Verschaerfungen der Gesetzeslage komisch vorkaem).
Wunderts jemanden wenn bei solchen Zeitungstiteln ueberhaupt kein Unrechtsbewusstsein mehr da ist was Filme, Musik und Spiele angeht? Mich ehrlich gesagt nicht.
Und von wegen Privacy: Anonym surfen hat absolut seine Daseinsberechtigung, aber Artikel darueber kann man auch sachlich schreiben, und nicht mit der groben “saugen bis der Arzt kommt”-Kelle versauen. Die Bundesregierung macht da aber auch nen lustigen Spagat - einerseits fordert sie das man sich anonym im Internet bewegen koennen soll, andererseits sollen demnaechst Content-Provider direkt bei den Providern an den Adressdaten von Filesharern und Co bedienen duerfen… Ohne richterliche Kontrolle, ohne das sie nachweisen muessten das da was war…
Nicht falsch verstehen - Software illegal kopieren ist falsch, aber das Pendel scheint momentan in die falsche Richtung zu schwingen… Das Problem ist nicht wirklich mit haerteren Strafen zu loesen, und schon gar nicht solange solche Zeitschriften wie Boris beschreibt Woche fuer Woche in den Regalen der Laeden landen…
Unabhngig vom Artikel. Bei mir ist der Artikel nich im RSS-Feed erschienen. Nur der Titel. Auerdem steht im HTML das der Artikel UTF-8 kodiert ist. Jedoch scheint der Zeichensatz tatschlich ISO Latin 1 zu sein. Zumindest werden nur bei ISO die Sonderzeichen korrekt dargestestellt…
Was Zeitschriften angeht, so habe ich schon vor Jahren entschlossen einfach keine mehr zu kaufen. Das ganze illegale interessiert mich sowieso nicht, und ist meistens sowieso schon x-mal durchgekaut. Es passiert ganz selten, dass ich mal eine Zeitung kaufe. Dann hat sie aber garantiert nichts mit Raubkopien oder Warez in jeglicher Form zu tun…
Stimmt, der Blick auf eine Zeitungsauslage löst bei mir auch oft Verwunderung aus. Vor allem, wenn man im Kino und auf Leih DVDs mit peinlichen Anti-Raubkopierer Kampagnen zugemüllt wird, die wahrscheinlich kerzengerade an der Zielgruppe vorbeischiessen.
Frage mich in diesem Zusammenhang nur, welche potenziellen Kunden die Zeitschrift damit ansprechen will. Mit solchen “Aufmachern” will man doch sicherlich Käufer ansprechen, ode rnicht. Aber ein Fachmagazin für Open-Source? Man darf doch Menschen, die sich mit Open-Source intensiv beschäftigen (vielleicht sogar selbst programmieren), unterstellen, dass wenn sie soetwas wissen wollen, ganz anderen Bezugsquellen hätten. Also Kollegen, Foren und Verwandte, die sich vielleicht mit diesem Thema auskennen. (muss ja nich timmer illegal sein).
Also warum sollte ich mich für soetwas interessieren, wenn ich ein Fachmagazin über Open-Source kaufe? Verstehe den Zusammenhang nicht. Hätte jetzt eher auf die Computerbild getippt.
naja!
Also ich bin der Meinung das es das gute Recht jeden Bürgers ist mit TOR usw. “anonym zu surfen”.
Wer weis schon in welchen Datenbanken man landet wenn man nach G8 googelt?
Ich könnte mich eigentlich über die “Geheimen Tricks” bezüglich Windows und Office Artikeln ärgern. Eigentlich hätte ich nach dem Motto “Fool me once…” nicht 2 mal auf solche Artikel reinfallen dürfen und so einen Mist kaufen sollen.
Dass dann bei den ach so geheimen Tricks nur unergonomisch versteckte Systemeinstellungen gemeint sind, ist eigentlich richtig frech.
Auto-Vergleich to the rescue: Wenn die Auto-Bild solche Headlines drucken würde wäre das sowas wie: “Die geheimen Tuning Tricks des neuen VW Golf” und im Artikel steht dann “Der Sicherungskasten ist unter dem Armaturenbrett versteckt. Wenn man sein Radio auch bei ausgeschalteter Zündung auf Dauerplus haben will muss man nur die Sicherung 7411 von Sockel A in Sockel B stecken. Außerdem kann man, wenn man im Wagen sitzt auch die Türknöpfchen von Hand runterdrücken, um den Wagen abzuschließen. Man braucht also keinen Autoschlüssel mehr dafür!”
Mein Hoffen: Darwin wirds irgendwann richten. Wer diese “Anonym Saugen” Tricks wirklich glaubt, glaubt auch den “Ihr Rechner ist nicht optimiert. Klicken Sie hier für einen kostenlosen Spyware Check” Werbebannern. Und damit verschwinden Sie irgendwann mit lahmen, von Malware geplagten Rechnern aus dem Netz.
Zumindest wäre ich dann auch die “Supportanfragen” von dem Freund eines Bekannten der Verwandschaft los, die dieses Tuning Tool von irgendwelchen Zeitschriften benutzt haben, um ihren Rechner schneller zu machen. Für solche Leute bräuchte ich mehr gelbe Aufkleber. Die machen den Rechner auch schneller als jedes Zeitungs Tuning Tool…
Die meisten Leute, die Tools und Spiele aus dem Netz saugen machen das nur, weil sie “alles” haben wollen. Ich denke z.B., dass 95% der Leute, die sich im Moment Software wie CS3 o.ä. herunterladen nicht einmal ansatzweise mit den Programmen umgehen können, aber haben müssen sie die trotzdem. Das Gleiche gilt für Spiele. Man muss sie einfach mal gezockt haben. Ich habe z.B. früher mal in einem Softwaregeschäft gearbeitet. Da war es auch so, dass teilweise die Verkäufer selbst die größten Raubkopierer und Verteiler waren.
Die Zeiten ändern sich, aber das Problem bleibt das Gleiche: Downloaden ist und bleibt eine Sucht, von der man schwer wegkommt. Ich musste mir z.B. erst einen Mac (sorry Boris) kaufen, um von der Raubkopiererei wegzukommen. Jetzt habe ich endlich einen Rechner, auf dem nur noch legale Software drauf ist. Allerdings fängt das schon beim Betriebssystem an. Das MUSS man bei einem Mac mitkaufen, sonst geht gar nichts. Wenn ich da an meine Windows-Zeiten denke… Da hat man einfach gesagt: Wozu soll ich ein Betriebssystem kaufen ?!? Das bringt einem doch gar nichts!!! (nochmal sorry, Boris).
Man muss glaube ich erst knapp 30 werden und selbst in der Softwarebranche arbeiten, damit man das versteht. Und mittlerweile gibt es da auch noch ein weiteres Happy End. Auf meinem Intel Mac ist ein vollkommen legales Windows Vista Home Premium mitinstalliert (gekauft und aktiviert -> s.a. “Sorry Boris”), welches ich eigentlich im Moment nur nutze um Half-Life 2 und Sam & Max zu spielen, und trotzdem habe ich es gekauft, und ich kann jedem nur raten das selbe zu tun (Betriebssystem kaufen, nicht undbedingt einen Mac), weil jetzt das schlechte Gewissen endlich ruhe gibt, wenn es mal wieder Updates zu installieren gilt…
Manche werden erst spät vernünftig… Allerdings verdiene ich jetzt auch ein wenig mehr Geld als damals, als ich noch Software verkauft habe…
Mir ist die Zeitschrift auch aufgefallen, den Open-Source Titel habe ich aber erst später bemerkt. Aber es bringt ja nix, sich darüber aufzuregen. Dieses Denken bekommt man nicht mehr aus den Köpfen der Leute heraus, der Zug ist abgefahren. Im Internet ist alles gratis und alles legal, da kann man downloaden, was man will, ohne Reue und ohne Konsequenzen.
Naja, eine Zeitschrift ‘Open Source’ macht eigentlich fuer Anwender sowieso keinen Sinn. Der moechte vielleicht etwas umsonst nutzen koennen, aber die Verfuegbarkeit von Quellcode ist ihm egal. Deshalb kann so eine Zeitschrift ‘Open Source’ eigentlich nur als Buzzword benutzen und ist damit schon per se negativ zu sehen. Gegen ‘Anonym surfen’ im speziellen ist ja erstmal nichts zu sagen, besonders seit dem Beschluss der EU-Vorratsdatenspeicherung. Aber der erste Unterpunkt macht dann ja klar, dass es der Zeitschrift nicht eben um Datenschutz geht.
@StoKi
Das mit den hefte scannen passiert bereits, genau wie filme, musik und jedes andere medium das sich digitalisieren lässt landet im netz.
Auch wenn filesharing mittlerweile so selbstverständlich ist wie eMail schreiben, gibt es noch genug interessierte die nicht wissen wie es geht und sich von solchen zeitungen angesprochen fühlen.
die ganzen computer-magazine haben ohnehin starke verkaufsrückgänge, klar das die nach jedem strohhalm greifen um die absatzzahlen zumindest zu stabiliseren.
Mich nerven solche Cover nicht.
Mich nervt es viel mehr, wenn man mehr als 600 DVDs gekauft hat und jeder nur sagt “Na toll, ich hab mehr als 1000 Filme als xvid, divx,..”
Bei vielen DVDs fehlt auch einfach der Mehrwert gegenüber einer einer Version aus dem Netz.
Im Gegenteil, man wird mit Vorspännen die man nicht wegdrücken kann genervt.
Das Making Of ist der billige Werbefilm aus dem Fernsehen.
Und die meisten anderen Extras kann man auch vergessen.
In Korea gibt es unendliche viele Special Edition die einfach lustige Verpackungen und Extras in Form von Büchern, Stiften, Badekappen,…. haben.
Braucht man nicht aber es erfreut einen als Sammler.
Im Kino ist es das Gleiche. Anstatt sich zu bedanken, dass die Leute immer mehr Geld in einen Kinofilm investieren (>25€ wenn man mit 2 Personen ins Kino geht und Getränke und Popcorn kauft), wird man sofort gewarnt, dass man besser den Film nicht auf Video aufzeichnet.
Vielleicht sollte die Filmindustrie sich überlegen ob man nicht Kaufanreize schafft anstatt die ehrlichen User auch noch zu nerven.
Wie dem auch sei. Eine solche Zeitschrift würde ich mir sowieso nicht kaufen.
Ich kaufe nur GEE, EDGE und Gamestar/Dev.
Die finde ich wenigstens interessant. ^^
Ich kann so etwas nicht ausstehen, ich bin ein OpenSource Fan, und keiner von Microsoft. Aber dennoch ärgert es mich ziemlich. :-/
Ich hoffe das ändert sich irgendwann, irgendwie ist es unehrenhaft…
/ajk
tja, boris, wenn du schon dazu nix sagst, bringe ich es auf den punkt: früher arbeiteten bei den zeitschriften journalisten, so wie heini lenhardt, doc bobo, maga o.ä..
heute arbeiten bei den zeitschriften „irgendwelche leute“ (mies bezahlte praktikanten? das „deutsche system“ schlägt eben auch hier qualitativ zu!), deren redaktionelle aufgabe es ist, eine oder zwei DVD´s mit vermeintlichen „schnäppchen“ zuzumüllen - die arbeit besteht daher nicht darin, artikel zu verfassen, sondern aus telefonaten zwecks schnäppchen für die datenträger, aus „recherchen“ (abschreiben von „geheimen informationen“ aus dem internet) und dass da natürlich keine zeit mehr da ist, ein heft mit vernünftigen inhalten zu füllen, liegt auf der hand.
geil sind auch immer wieder die vermeintlichen „super-tricks“, die bereits in der „erste schritte“-anleitung von windows drinstehen (z.b. die installationsoptionen).
die letzte neben der c´t einigermaßen vernünftige pc-zeitschrift, die „pc professionell“, hat ihr erscheinen kürzlich eingestellt. alle anderen blätter sind nicht mehr ernstzunehmen. qualität scheint keinerlei rolle zu spielen.
es scheint ein bißchen an der bevölkerung zu liegen, die offensichtlich die hierzulande erscheinenen dreckskladden nach wie vor ausgabe für ausgabe begeistert kauft, obwohl seit etwa 2001 oder 2002 das thema sich nur noch um nero, alcohol, „geheim“, „anonym“ etc. dreht…
nicht ohne neid schaue ich auf die USA, wo z.b. das „PC magazine“ nach wie vor ordentliche testberichte liefert, ohne das unerträglich gewordene raubkopierer-ABC.
richtig geil ist, wie oben schon gesagt, dass zwar „jeder“ bereits „photoshop CS3“ besitzen muss, allerdings nicht mal 5% dieser clientel nur ansatzweise ein „photoshop elements“ ausreizen würde - das für ein zehntel des photoshop-preis legal mit handbuch erhältlich ist und häufig sogar als kostenlose OEM-beigabe mit druckern, scannern oder webhosting daherkommt.
naja
es gibt schon so viel software ( spiele, programme, auch filme ) die einfach nichts taugt.
ich muss sagen, wenn ich weiß, dass es etwas gutes ist, kommt immer das original ins haus, schon alleine um den entwicklern tribut zu zollen.
mittelmäßige software lad ich mir schonmal - aber meistens nur, damit ichs hab - kurz angetestet und wieder weg, weil ichs sowieso nicht brauche und meine internetleitung nicht umsonst so teuer ist
Ehrlich gesagt finde ich das Stern-Cover wesentlich interessanter!!
OpenSource Zeitschriften sind relativ uninteressant, weil ich alles was dort geschrieben steht wesentlich aktueller und ausführlicher im Internet finde!
Zum Thema Raubkopieen: Wenn die Preise für Software jeglicher Art (und natürlich auch Musik) vernünftiger gestaltet würden, bin ich sicher, dass sich auch in gleichem Umfang die Anzahl der Kopierwilligen verringert und der Bedarf an solchen “geheim”-Tipps geringer wird!! Die Zeitschriften reagieren nur auf den Markt. Irgendwie müssen sie gegen das Internet bestehen…
Tja, es ist halt überall so:
Computerzeitschriften: kann man eigentlich nur noch c’t lesen (und iX, wenn einen der Inhalt interessiert…)
Spielezeitschriften: kommen eigentlich nur GEE/Edge in Frage (Gruß melvin!) - ich hoffe übrigens, dass die sich noch lange halten!
Radiosender: (jedenfalls hier in Stuttgart) geht nur noch DRadio/DLF
Fernsehsender: Arte/3sat (und 1plus, zdfinfo und Konsorten)
Tageszeitungen: da siehts etwas zum Glück besser aus - neben Süddeutsche und FAZ gibts noch viele gute regionale Blätter.
Die Liste liesse sich sicher fortsetzen.Es gibt eben in jedem Bereich viel Mist, den aber die Leute anscheinend haben wollen.
Ich denke im PC/Spiele/Fernsehen-Bereich ist es besonders extrem, da die klassischen Intellektuellen in Deutschland sehr geisteswissenschaftlich orientiert sind.
In Sachen Kopien - was mich nervt: ich gönne mir pro Monat im Regelfall 1 bis 2 DVDs (vielleicht mal 3 wenn ich Urlaub habe) sowie 1 Spiel (auch hier vielleicht mal 2, wenn Topp-Hits vorliegen) - Freeware-Spiele habe und nutze ich auch, diese sind allerdings IN DER REGEL (es gibt Ausnahmen) nicht sehr langwierig - aber naja.
Allerdings könnte ich an die Decke gehen, dass mich dauernd Filme darauf hinweisen von den DVDs keine Kopien zu machen und blablabla - ja, ich weiß, dass das Umgehen von Kopierschutz illegal ist - aber ich darf die Meldung nicht wegdrücken, sämtliche DVD-Fernbedienungstasten (ob jetzt PC, DVD-Player oder Xbox) sind außer Kraft gesetzt und ich muss 15 Sekunden lesen - oder mal mir 60 Sekunden Film über “Raubkopierer sind Verbrecher” reinziehen. Viele dieser DVDs erlauben nicht mal dass der jeweilige Player sofern er dies unterstützt bei neu-einlegen dort weiterspielt wo man aufgehört hat. In so Momenten wünsche ich mir Videos zurück.. da geht das Weiterspielen immer und doofe Werbefilme kann ich wegspulen.. es fehlen halt mehrere Sprachen, Kapitel, Surround-Sound und Bildqualität.
Sehen denn Nutzer von Raubkopien diese Werbe-Schnipsel (die Raubkopierer selbst sehen wohl diese schon - das erste Mal)? Nein, weil ein “guter Kopierer” für sie das rausgeschnitten hat - will ja auch wirklich keiner sehen.
Und in solchen Momenten komme ich mir als ehrlicher Kunde doch veräppelt vor! Ich zahle und MUSS mir anhören, was mir passieren könnte wenn ich kopiere - jemand der es tut bekommt das was er will: einfachen Filmgenuss - dazu kaufe ich DVDs.
Wenigstens haben mich bis dato Spiele lediglich in der Anleitung (hier bei praktisch allen Spielen seit gut 2000 für alle Plattformen - vorher vereinzelt - der Kopierer-Markt war wohl dank Schmalband-Internet noch klein - wer lädt freiwillig 650 MB per 56/64K bei Zeittarifen durch die Leitung) bzw. Setup (PC) oder in einem Fall mal bei einem Erststart (auch PC) darauf hingewiesen. Das ist in Ordnung, einmal guck ichs mir an.. denke mir meinen Teil.. und dann spiele ich!
@skull77
Sorry, aber der PREIS hat nichts mit einer Kaufentscheidung zu tun.
Wer ein Lied für 1€ bei iTunes nicht kauft, wird es auch für 0,10€ nicht bei iTunes kaufen.
Von Musik CDs gibt (gab?) es eine Premium (Normale CD mit Booklet) und eine Musik Only Edition.
Ich bezweifel, dass dadurch mehr CDs verkauft werden.
Wie man aber sieht, kaufen sich viele Endkunden gerne Special Edition die
a) teuer sind
aber
b) mehr Gimmicks besitzen, schöneres Artwork/Verpackung haben
Es geht als nicht um den Preis sondern eher um Dinge die man NICHT herunterladen kann.
Eine gebrannte Audio CD so gut wie eine gekaufte Audio CD.
Höchstens das Booklet stellt einen Mehrwert da, den man aber missachten kann, da man das Booklet nicht wirklich benutzt.
Würde der Audio CD noch ein Poster und ein Aufkleberset der Stars (also Zielgruppe Teenies), würde man vielleicht die CD kaufen, da man sonst die Sachen nicht bekommt.
@mmsimons
EDGE und GEE haben in meinen Augen das Problem, dass man sie nicht an jedem Kiosk bekommt.
Dadurch ist die Verbreitung wohl nicht so hoch.
Mein Kiosk muss mir die Zeitschriften bestellen, da ich sonst durch die Gegend fahren müsste.
Die c’t kann man, seit sie 14 tägig erscheint, vergessen.
In meinen Augen hat die c’t sehr stark nachgelassen.
Für mich als Mac User ist sie sowieso uninteressant geworden. ^^
Generell haben reine News und Review Zeitschriften für mich keinen Nutzen mehr.
Die Infos erhalte ich im Netz genau dann wenn ich sie brauche.
Ich muss nicht erst in meinem Archiv suchen wo das Review das ich brauche ist.
Bei Magazinen wie GEE oder EDGE habe ich noch Reportagen die nicht überall im Netz sind.
Es gibt sie mit Sicherheit aber die Informationen vorallem zum Retro Bereich sind einfach nett.
Weil hier alle so zur c´t halten: ich meine mich zu erinnern das in einer der letzten Ausgaben gezeigt wird wie man Fingerabdrücke kopiert. Also krimineller gehts wohl kaum.
Dann bitte noch den Focus Money Bericht zum Thema Safeknacken und im Freizeitmagazin eine Anleitung zum Bombenbauen.
Pressefreiheit ja! Aber bitte nicht mit solchen Themen.
Zum Thema Preisgestaltung bei Software kann ich nur Sagen: Schaut euch erstmal den Verwendungszweck für die Sachen an. Office z.B. heißt zu Deutsch Büro. Wenn ich einfache Briefe schreiben will gibt es genug Alternativen, z.B. Works. Ich will jetzt nicht sagen das ich bestimmte Sachen nicht gerne billiger hätte, aber wenn man vor dem kaufen überlegt, kommt man eigentlich ganz gut weg.
Die Steigerung von legal?
Ganz klar: Unprofitabel.
@Melvin: Ja, für 10ct. würde ich mir Songs von iTunes downloaden.
Genauso wie ich mir für 1-2 Euro Filme über Video on Demand anschauen würde. Für EUR 5 hingegen frage ich mich warum ich für einen Film, der in der (Online)videothek 1-2,50 Euro kostet, das 2-4fache zahlen und dafür auch noch eine ordentliche Bandbreite und evtl. einen IPTV-Receiver auf meine Kosten bereitstellen soll.
@kingbenni: Den Artikel fand ich sehr informativ. Schließlich muss man schon wissen wie sicher ein Sicherheitsverfahren ist, um zu entscheiden ob man es einsetzen will oder nicht. Die Käufer von “Raubkopieren für Dummies” Magazinen werden aber wohl kaum selbst Softwareentwickler sein, die sich über solche Artikel weiterbilden.
@kingbenni
Den Artikel mit dem Fingerabdruck nachmachen ist für mich nicht kriminell, sondern soll die Augen öffnen. Wenn ein Fingerabdruckscanner-Hersteller an eine Firma herantritt und dem Chef was von höchster Sicherheit weil einzigartigem Fingerabdruck erzählt oder unsere Politiker die Biometriedaten im Reisepass als das Nonplusultra der Sicherheit ansehen, dann braucht es eben solche Berichte, damit auch Ottonormal-User versteht, wie einfach man diese “High-Tech” Sicherheitseinrichtungen überlisten kann.
Anstatt viel Geld für unsinnige Technik auszugeben, kann man dann seine Geheimnisse genauso sicher mit einem Vorhängeschloß aus dem Baumarkt sichern.
Das Problem ist halt, dass man als Otto-Normalbürger die Fingerabdruckscanner nur aus Agentenfilmen kennt. Und da werden die Scanner meist mit abgehackten Fingern oder “Film-Computer-Hackern” mit mit noch mehr High Tech überlistet.
Insofern genießen solche Fingerabdruckscanner beim Un-Informierten ein gewisses Grundvertrauen.
Die c’t zeigt nun, wie einfach es ist, diese angeblich sichere Technik zu überlisten, und dass Fingerabdruckscanner eben nicht sicher sind.
Genauso zeigte die c’t, dass Wahlmaschinen manipulierbar sind, obwohl der Hersteller immer behauptet, dass die Wahlen nicht manipulierbar seien.
Es geht im Artikel also nicht um eine Anleitung wie man die Dinger überlistet, sondern darum, dass ein potenzieller Käufer der Technologie merkt “Hossa, den Kram kauf ich mir nicht, wenn das so einfach zu überlisten ist” und stellt dann lieber einen Wachmann ein…
@Melvin: Ok, zugegeben. Für Musik mag das stimmen, aber bei Videospielen, wie beispielsweise für Xbox360, sind die Preise enorm hoch. Ein Spiel kann mittlerweile an die 70 Eus kosten!!!! Das ist absoluter Wucher und meiner Ansicht nach der Hauptgrund warum Spiele in Massen kopiert werden!! Obwohl ich selbst Geld verdiene, muss ich es mir 2 Mal überlegen, ob ich mir ein Spiel kaufe. Kids deren Eltern das Geld rausrücken müssen, haben es da noch wesentlich schwerer!! Da ist es doch klar, dass die lieber 50 Cent für nen Rohling ausgeben, als zur Muddi zu rennen und um 70 Eus zu betteln!!!
Wenn man dann 60-70 Eus für ein Spiel ausgegeben hat und es ist dann noch Schrott, oder nach 10 Std durchgespielt, dann muss ich mir wirklich überlegen, was ich falsch mache und was andere scheinbar richtig machen…
o.k. ich geb zu den Artikel der c´t nur überflogen zu haben. Aber die Basteln da doch einen Kasten um Fingerabdrücke zu Sammeln? Sie könnten doch auch einfach schreiben das jeder so was basteln kann ohne die Anleitung zu drucken.
Tatsache ist doch aber das nach deutschem Recht das verbreiten einer Anleitung nicht strafbar ist. Egal ob Atombombe oder Raubkopie. Man darf nur niemanden direkt auffordern das gezeigte zu tun.
schlimmer sind die, die damit umgehen und Geld verdienen können.
wer mal eben die roten Augen seiner Verwandschaft wegmacht mit einer Software für 1000 Euro gehört weniger geschlagen als einer der die Bilder ganze ohne Augen für 10.000 Euro verkauft.
Atombombe zünden? Vielleicht kann man sich mit Vollsuff ganz rausreden:
Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Kernwaffenexplosion
@sevenredseven
Grundsätzlich hast du Recht ABER wenn Leute sich Photoshop saugen um rote Augen zu entfernen, wird ein preiswertes (Shareware?) Programm dadurch nicht verkauft.
Man schadet also nicht Adobe sondern dem Entwickler von Programmen die aus normale Consumer ausgelegt sind.
@Swordi:
Leider kann man hier ja keine Kommentare kommentieren…
“es gibt schon so viel software ( spiele, programme, auch filme ) die einfach nichts taugt.
ich muss sagen, wenn ich weiß, dass es etwas gutes ist, kommt immer das original ins haus, schon alleine um den entwicklern tribut zu zollen.
mittelmäßige software lad ich mir schonmal - aber meistens nur, damit ichs hab - kurz angetestet und wieder weg, weil ichs sowieso nicht brauche und meine internetleitung nicht umsonst so teuer ist”
Genauso hab ich das auch mal gesehen. Einfach mal runterladen und ausprobieren und dann wieder löschen, wenn es blöd ist. Dazu gibt es aber Shareware oder Demo-Versionen. Du kannst sogar CS3 komplett herunterladen und für 30 Tage kostenlos testen. Mit solchen Angeboten kauft man heute nicht mehr die Katze im Sack. Spiele kann man sich auch legal in der Videothek ausleihen und anspielen, die muss man nicht saugen. Je mehr Leute solche Spiele “nur mal zum antesten” runterladen desto mehr Seeds gibt es bei den P2P Programmen, desto mehr Leute können schneller Software rauben. Und das Argument mit den Kosten für die Internetleitung ist so eine Huhn-und-Ei Diskussion. Was war denn zuerst da? Der Wunsch etwas zu downloaden oder der schnellere und teurere Onlineanschluss? Die Telekommunikationsanbieter verdienen an Deiner Internet-Leitung, nicht die Softwarehersteller…
Die “nur verblödete Vollidioten kaufen Orginale”- Werbung auf der Family Boy Season 1 hat mich derart verärgert das ich Season 2 via P2P runtergeladen habe. Dabei besitze ich weit über 400 Orginal-DVDs (meist die teuere Collector-edition) und gebe hohe Summen für Originale aus.
Irgendwie will die Content-Industrie den Kunden mit aller Gewalt vermitteln das sie mit Raubkopien besser stehen als mit den Virenverseuchten, fehlerhaften Orginalen.
Dank des Formatkrieges bei den HD-Filmen und der lächerlichen Auswahl an Veröffentlichungen wird man mit Raubkopien besser bedient als mit Originalen. So kann man z.B. Star Wars und SinCity seit einigen Monaten illegal in HD downloaden und geht als Orginalkäufer leer aus.