Guten Morgen Herr Pfeiffer, Hallo Herr Beckstein!

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Die Wissenschaftler vom Center for Mental Health and Media des Massachusetts General Hospital sehen in dem Ergebnis, dass so viele Jugendliche Spiele benutzen, die sie eigentlich aus Gründen des Jugendschutzes nicht spielen dürften, einen Anlass, über Jugendschutz und Verbote anders nachzudenken. “Wenn Gewaltspiele so verbreitet sind und die Jugendkriminalität gesunken ist”, meint Cheryl Olson, federführende Autorin der Studie, “so sind die meisten Kinder, die solche Spiele gelegentlich spielen, offenbar ganz in Ordnung. Wir hoffen, dass diese Studie ein erster Schritt dahingehend ist, die Diskussion von der Behauptung, ‘Gewaltspiele sind schrecklich und zerstören die Gesellschaft’, zu der Frage zu überführen, ‘Welche Spielinhalte können für welche Kinder in welchen Situationen schädlich sein?’” Aber die Studie gibt auch Ratschläge, wie man den Zugang zu Gewaltspielen besser kontrollieren kann. Die Eltern sollten Computer und Spielekonsolen nicht in den Kinderzimmern dulden, zudem sollten sie darauf aufpassen, was ältere Geschwister mitbringen.

http://www.heise.de/newsticker/meldung/92161

24 Kommentare to “Guten Morgen Herr Pfeiffer, Hallo Herr Beckstein!”

  1. pash says:

    Ich denke eine Regelung mit ‘ab 18′ genügt. Diese sollte aber noch strenger Kontrolliert werden.

    Wieso bekommt man in Deutschland alles vorgeschrieben? Existiere ICH als eigenes Individuum noch?

  2. Larifari says:

    Zum letzten Satz: Es ist sowieso unbegreiflich, wie man als älterer Burder/Schwester der/dem Kleine(n) Gewaltspiele in die Hand drücken bzw. nur zugucken lassen kann. Selbst spiel ich Ballerspiele gern, würd aber nie nen Kleinen dabei nur zugucken lassen.

  3. florian says:

    Ab 18 sollte genügen. Muss halt streng kontrolliert werden. Ich bin selber Vater und es liegt auch im Verantwortungsbereich der Eltern. Man darf nicht alles auf die Hersteller abwälzen. Trotzdem bin ich noch immer der Meinung dass nichts, kein noch so realistisches Spiel jemals so schlimm sein kann wie die Wirklichkeit.

  4. Quandoz says:

    Da kann man Studien und Umfragen noch und nöchern den Herrn vorlegen. Die sind in ihrer antiquierten Ansicht derart weit weg, dass man (leider) sagen muss: Solange diese Alte Generation an der Macht ist, wird sich nichts ändern. Erst das “Aussterben” solcher technikablehnenden Herrn, die an ihren Traditionen festhalten, wird eine Besserung hier in Deutschland zur Folge haben. Und das wird mM nach mindestens 20 Jahre dauern, nur dann ist der Zug abgefahren udn wir dürfen uns zurecht “3. Welt Land” bezeichnen…

  5. MarcoH says:

    Hier in der Schweiz wir das ganze nicht so streng betrachtet… und haben wir irgendwelche Probleme? Nein :)

  6. HarryHirsch says:

    Ich denke nicht, dass man solche einen Artikel als Freibrief für alle “Gewaltspiele” sehen sollte.
    Denn mit dem Begriff Killerspiele oder eben auch Gewaltspiele, tut man ganz gerne jede Menge Spiele (die eigentlich ganz unterschiedlich sind) in einen Topf werfen.

    Es gibt wrklich abstossende “Spiele”, wie Postal2 oder Manhunt. Und ich fand es wirklich beindruckend von Nintendo und SONY, dass sie Manhunt2 in der vorgestellten Form nicht auf ihren Konsolen erscheinen lassen wollen. Ich hoffe, dass auch Microsoft bei Postal3 (was ja für die XBOX360 angekündigt wurde) genauso viel Anstand beweist, wie es SONY und Nintendo vorgemacht haben. Denn nur wenn die Spieleindustrie sich auch selbst ein wenig kontrolliert und somit Verantwortung zeigt. Kann man auf Staatliche-Zensur verzichten.

    Wenn Microsoft mitzieht, und SONY und Nintendo so weitermachen - dann wird es zuminest auf den Spielekonsolen keine Titel mehr geben, die im Prinzip auch gar nichts auf einer Konsole (die ja eigentlich Freude machen soll) verloren haben.
    Und die ganze Problematik reagelt sich von selbst, da allen Gegnern so der Wind aus den Segeln genommen wird.

  7. PoD mk ultra says:

    @MarcoH: Und ob wir in der CH Probleme haben. Das Problem heisst Jugendkriminalität….und…NEIN….nicht die Games sind Schuld daran. Nicht das ich noch als Becksteins Lakaie abgestempelt werde :-)

  8. EvilMonkey says:

    FSK18 noch strenger kontrollieren? Damit uns weiter solche Spielverbote und Beschneidungen wie bei einem “epischen” und “dunklem” Shooter mit ihrer Bevormundung den letzten Funken Spass nehmen?

    Sorry, wenn ich sehe das nebenher Filme wie “300″ FSK16 sind sollten die lieber mal ihr System ordnen und nochmal bei Null anfangen als mit dem Chaos das die da grad haben noch stärker zu kontrollieren.

    Trotzdem ein schönes Studienergebnis das nun wahrscheinlich schon zum 100sten Mal belegt das die Herren und Damen “Anti-Killerspiele e.V.” verdammt nochmal aufm Holzweg sind.

  9. ajk says:

    Ich ärgere mich über das ganze Thema. Es ärgert mich es ärgert mich *wüt* *aufreg*…

    Da werden populistische Massnahmen gemacht, weil die Mehrheit der Wähler älter als 50 sind, und keinen Kontakt zu Computerspielen haben. Die denken dann eh “Computerspiele sind Böse”.

    Das aber seit 20 Jahren zig Millionen Menschen Computerspiele spielen, und trotzdem die Kultur noch nicht untergegangen ist, diese OFFENSICHTLICHKEIT wird einfach ignoriert.

    Wenn man zusammenzählt wie viele der Leute (vor allem Männer) in den letzten Jahren regelmässig Spiele gespielt haben, sind wir bestimmt bei 30 bis 40 millionen Menschen in DEUTSCHLAND. Das ist die halbe Bevölkerung. (Ich mein jetzt im jahre 1992 viellicht 2 Millionen, dann sind später 3 Millionen dazugekommen, bis 1995 haben sich einige hunderttausende aus dem Hobby verabschiedet, andere sind hinzugekommen und so weiter bis ins Jahr 2007.)

    Es ist so völlig von der Rolle, so weltfremd so bescheuert und so nutzlos (Die Schulen mit den Amokläufern haben eben NICHT mehr Geld bekommen, mehr Lehrer, Psychologische Berater usw.. nein nur strengere Regeln..)

    Ach das ärgert mich, es macht mich wütend und es ärgert mich.

    Hab ich schon erwähnt das es mich ärgert? Das ist absurder als Nintendo DS Gesichtstraining..

    /ajk

  10. DS_Nadine says:

    Der springende Punkt, und auch der Grund pro Verbot, ist dass das Jugendschutzsystem nicht greift. (Ebenso wie bei Alkohol etc. die auch niemand verbieten würde)

    Da ich selber kurze Zeit als Verkäufer gejobbt habe kann ich das nur bestätigen. Der Gedanke ist meist nicht da Kunde und Altersfreigabe zu mustern, geschweige denn die Zeit.

    Das ist an sich nix neues aber in diesem Sinne von meiner Seite ein Lob an die Elektronikkette mit dem Planeten drin (die ich an sich verabscheue wie die Pest) für ihre gelben und roten plastikhüllen die über die ab 16/18 Spiele geschoben werden. Die Dinger sind ein Prima “reminder” für die Kassierer und eine sehr einfache Art den Jugendschutz etwas konsequenter durchzusetzten.

  11. Falkenfluegel says:

    Ein weiterer guter Artikel, der aber von gewissen Politikern einfach ignoriert werden wird. Es ist echt als ob man da gegen eine Wand redet.

  12. BFBeast666 says:

    Da kann man denen soviel Material vor den Latz knallen wie man will, unsere Politiker machen eh’ was sie wollen…

    Die Innenministerkonferenz hat ja schon ein Herstellungs- und Vertriebsverbot von Spielen mit gewalttätigen Inhalten “beschlossen” - was da dann im Endeffekt bei rumkommt, muß sich noch zeigen.

    Klick: http://www.asp.sachsen-anhalt.de/presseapp/data/mi/2006/049_2006.htm
    (Und man suche nach “Killerspielen”, no less…)

    Das gesamte Statement TRIEFT doch nur vor Unkenntnis - und die Kernfrage, ab wann Gewalt in Videospielen verbotswürdig ist, wird da auch nicht näher ergründet. Super Mario Bros oder Lego Star Wars - da “tötet” man seine Gegner auch auf brutalste Weise (solange auf den Kopf springen, bis der Gegner platt ist oder mit einem Lichtschwert die Gliedmaßen abhacken, die dann noch eine Zeitlang im Level herumliegen). DAS KANN SO NICHT WEITERGEHEN! Wenn man den Herrschaften in München und Hannover ihren WIllen läßt, dann gibt’s bald gar keine Pixel-Unterhaltung mehr…

  13. Rizzo says:

    Leider läßt sich die Studie nicht so ganz auf Deutschland übertragen, denn bei uns soll die Jugendgewalt ja zunehmen… also wird diese Studie wohl kaum einen deutschen Politiker beeindrucken, geschweige denn mal nachfragen lassen, warum es bei uns nicht so ist. Hier zeigen zwei Pfeile nach oben ( mehr Gewalt, mehr Gamer ) und weil das so schön zusammenpasst, muss es da ja einen Zusammenhang geben.
    Das da noch ne ganze Menge Pfeile mehr nach oben zeigen ( Armut, Jugendarbeitslosigkeit, mangelnde Bildung ) wird leider immer übersehen.

    Die goßen Brüder kann man ja nun auch nicht allein in der Verantwortung sehen, ich habe früher eigentlich immer drauf geachtet, dass mein kleinerer Bruder nicht alles in die Hände bekommt, was ich da so liegen hatte.

    Im Grunde genommen sollte das über die Politik vorgezeichnet werden und sich dann auf mehrere Pfeiler stützen. Als erstes muss der Handel sensibilisiert werden, denn noch immer wandern gerade hier die meisten Spiele in die falschen Hände. Ich bin in meinem ganzen Leben nur zweimal nach meinem Alter gefragt worden. Mit 13, als ich Terminator2 im Kino sehen wollte, da reichte die Antwort, ich wäre 15, und mit 22, als ich im Supermarkt Silvesterböller gekauft habe. Gerade in diesem Bereich war und bin ich für eine generelle Ausweispflicht, nebenbei würde man so auch dem Alkoholproblem der Jugend in den Griff bekommen.

    Der Handel kann wohl auch nur in erster Linie die Eltern aufklären, die Resident Evil für ihren minderjährigen Sohn kaufen. Ich möchte nicht wissen, wie oft ich schon 12jährige mit ihren Eltern an der Kasse gesehen haben, mit Spielen in der Hand, die nicht für das Alter geeignet waren und der Verkäufer kein Wort gesagt hat, obwohl es offensichtlich war, für wen das Spiel war… komischerweise scheinen die meisten bei Filmen aber aufgeklärt genug zu sein, da hört man schon mal, das ist noch nichts für dich.

    Ganz klar müssen die Eltern aufgeklärt werden, aber wenn, dann bitte neutral. Panikmache, wie in ARD und ZDF Beiträgen sind schlußendlich eher kontraprodiktiv. Dann wird das Spielen ganz verboten und jeder weiß, was ein Verbot für einen Reiz darstellt.

    Vielleicht kann man so einen Großteil der ungeeigneten Spiele aus dem Kinderzimmer heraushalten, aber egal was man auch machen wird, man sollte nie vergessen, dass man es nie ganz verhindern kann. Daher sollte man auch in den Schulen die Kinder aufklären, aber dann bitte auch richtig. Denn nur hier kann man auch flächenmäßig aufklären.

    Also eine Kombi aus Handel, Schule und Eltern.

    Die ganze Thematik erinnert mich ein bißchen an Sex… keiner will, dass ihre Kinder damit was zu tun haben sollen, am besten bis sie 30 sind, jeder schweigt sich über das Thema aus, es wird verboten, schlecht geredet, gewarnt, und doch wird`s gemacht, weil man es einfach nicht verhindern kann…

    MfG

  14. mploetner says:

    @HarryHirsch
    nur wer entscheidet das ein Postal2 nicht erscheint dafür aber ein Gears of War? Wo wird die Grenze gezogen und von wem? Der persönliche Geschmack kann da wohl kaum entscheiden. Und genau das ist der Haken an dem sich Leute wie Beckstein immer aufhängen können. Irgendwann werden sie ein Spiel, in dem man bunte Schmetterlinge fangen soll, noch aus umwelterzieherischen Gründen verbieten wollen.

    @PoD mk ultra
    ist die Jugendkriminalität in der Schweiz echt höher als in Deutschland?

    @all
    wenn Ihr nicht damit einverstanden seit was bestimmte Politiker machen, dann einfach mal ne andere Partei wählen und nicht am Wahltag XBox zocken. Und wenn Ihr nicht wählen könnt weil zu jung, dann diskutiert das mit den Eltern, die ja wählen dürfen.

  15. PoD mk ultra says:

    @mploetner: Das kann ich dir nicht sagen. Aber ein Problem ist das auf jeden Fall. Früher hat man sich einfach nur eins aufs Maul gehauen und gut wars. Heute wird dann schon mal gern mal bis zur Bewustlosigekeit auf das Ofper eingedroschen. Die “Qualität” der Gewalt nimmt massiv zu.

  16. Homer Morisson says:

    Endlich mal ein intelligenter Ansatz fernab von Populismus und Idiotie.

  17. Quandoz says:

    @mploetner: ich kann wenigstens behaupten, dass ich DIE nicht gewählt habe, ich wähle seit ewgikeiten Genschman und den Guido ;)

  18. HarryHirsch says:

    @mploetner:
    eben genau das ist der Grund, warum die Spieleindustrie selbst Spiele verhindern sollte, die gegen allgemeine Ethik Grundsätze verstossen. Da die Politik in solchen fällen ehr reine Willkür durchsetzen würde.
    Ich denke in jedem Fall, dass Spiele bei denen Kinder (in welcher Form auch immer) Gewalt angetan wird, oder in denen Rassismus propagiert wird, oder in denen perverse Erniedrigungen vollzogen werden können, Vergewaltigt werden kann, oder in denem die perverse Variation des Mordens das Spielziel ist.
    Ich denke das sind alle Punkte, an denen sich auch ein Spiel halten sollte.

    GearsOfWar, fällt nach meiner Ansicht unter keinen dieser Punkte. Die oben von mir genannten Spiele jedoch alle unter mindestens einen.

  19. RealityCheck says:

    @Rizzo:

    Auch bei uns nimmt die Jugendgewalt ab, noch dazu sinkt die (durch Versicherungen erhebbare) Dunkelziffer der nicht angezeigten Straftaten. Quelle ist der “Periodische Sicherheitsbericht” der Innen- und Justizministerien.

    Siehe dazu auch (ich hoffe, der Link ist ok, Boris):

    http://d-frag.de/blog/2006/11/29/detailteufelchen

    @Boris:

    Ich frage mich aber, ob ein Unternehmen wie Microsoft denn - außer über Umwege wie den BIU - etwas dagegen tut, um bei den Politikern ein Umdenken zu erreichen.

    Man hört so wenig von Euch und anderen Spielepublishern! Das öffentliche Feld wird den (uninformierten) Politikern überlassen und sowas setzt sich dann im Hirn von Susi Sorglos fest, weil sie immer nur “Politiker wollen Killerspiele verbieten” in der Zeitung liest.

    Sprich:

    Infoveranstaltungen für Journalisten und Politiker. Und auch wenn es vielleicht resignativ klingt - warum betreibt die Spieleindustrie nicht einfach “eiskalte” Lobbyarbeit in diese Richtung? Beißt man da auf Granit?

  20. Ich war vor zwei Wochen bei der Gameplaces Veranstaltung in Frankfurt zum Thema Jugendschutz. Knapp fünfzig Politiker aus Hessen waren zu dieser hoch informativen Veranstaltung eingeladen - da konnte man sogar sehr objektiv sehen, was es alles so gab und gibt und wie die Rechtslage heute schon im weltweiten Vergleich ist.
    Lediglich zwei Politiker kamen.

    Es gibt gar kein Interesse, sich über das Thema aufklären zu lassen. Siehe auch hier:
    http://www.spiegel.de/netzwelt/web/0,1518,491415,00.html

  21. BFBeast666 says:

    @Boris

    … mir fehlen die Worte!

    Und welches Recht nehmen sich die Politiker dann bitte, über “unser” Hobby zu entscheiden, wenn deren Informationen doch nur 3. oder 4. Hand (durch Gremien, Ausschüsse, Presse/Medien und/oder Praktikanten, die “Info-Mappen” zurechtbasteln) und schon vorgefiltert sind?

    Da geht man fleißig wählen und wird trotzdem regelmäßig veräppelt. Spitzenmäßig.

  22. Muvon53 says:

    @Boris

    Danke für den Link, die Reportage ist ja echt zum Schmunzeln ^^

    Nunja, auf der anderen Seite ist es echt bedenklich was da abgeht…

  23. Homer Morisson says:

    @Boris:

    Wundert mich kaum… wenn Beckstein, Schünemann und Konsorten anfangen über Videospiele und ihren Einfluß auf die deutsche (oder doitsche?) Jugend zu reden, merkt jedes halbwegs intelligenzbegabte Knäckebrot, daß es sich um Populismus und in einigen extremen Fällen sogar Demagogie ohne jegliches Fachwissen handelt.

  24. retro says:

    Schon gesehen, zum Glück ticken die Uhren in Österreich bereits schon immer “anders”.

    Was sagt der Jugendschutz? Warum werden gewalttätige Spiele nicht verboten?

    In Österreich gilt in jedem Bundesland ein eigenes Jugendschutzgesetz. Diese neun Gesetze unterscheiden sich in einigen Details stark voneinander. Bezüglich Computerspiele wird darin aber recht übereinstimmend festgelegt, dass Spiele (bzw. “Medien” ganz allgemein), welche geeignet sind, die Entwicklung von Kindern und Jugendlichen zu gefährden, den Kindern und Jugendlichen nicht zugänglich gemacht werden dürfen. Es ist damit die Latte für ein “Verbot” sehr hoch gelegt, denn eine echte “Gefährdung” der Entwicklung durch ein Spiel ist nur sehr schwer nachzuweisen. Die Wissenschaft geht schon seit vielen Jahren der Frage nach, ob Computerspiele gewalttätig machen können. Bislang konnte KEIN allgemein gültiger und schlüssiger Nachweis dafür gefunden werden. Neben diesem Problem, wie denn eine konkrete Entwicklungsgefährdung nachgewiesen werden kann, gibt es aber noch andere Gründe, keine Verbote von Computerspielen auszusprechen sondern stattdessen auf Positivprädikatisierung zu setzen:

    1. Ältere FreundInnen oder das Internet stellen für Jugendliche Möglichkeiten dar, jedes Verkaufsverbot zu umgehen. Aus Deutschland (wo es Verkaufsbeschränkungen und -verbote gibt) wissen wir, dass das auch gemacht wird.

    2. Manche SpielerInnen könnten in Verboten geradezu eine “Werbung” für das Spiel sehen, denn da wissen sie mit “Brief und Siegel”, dass es dabei “zur Sache geht”.

    Darüber hinaus gilt natürlich, dass Computerspiele, die in ihren Inhalten Straftatbestände aufweisen in Österreich verboten sind, z.B. bei NS-Wiederbetätigung.

    Bundesstelle für die Positivprädikatisierung von Computer- und Konsolenspielen
    http://www.bupp.at/jart/prj3/bupp/main.jart?rel=de&content-id=1158584880386&reserve-mode=active#faq_2

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