OK, ich gebe auf; es ist ein Kampf gegen Windmühlenflügel, meine kleinen warnenden Appelle waren nutzlos und die Musikindustrie kann einpacken. Als ich mich vor ein paar Tagen darüber mokierte, daß Spiegel Online zum Kopieren alter Atari 2600 Module aufrief, mußte ich hier schon Schläge einstecken. Heute geht’s aber bei den Kollegen in Hamburg munter weiter: Da findet ein Redakteur das neue Britney-Spears-Album toll und weist mehrfach munter darauf hin, daß man das ja schon Wochen vor Release in allen Tauschbörsen finden kann. Jungs, da fehlt ja nur noch ein Download-Link zur .torrent Datei.
Oct 15

Wenn es nur mal so ein Ausrutscher in einem Artikel wäre. (So wie auch einige Seiten die grandiose Idee hatten – u.a. sogar reine PC-Spiele-Seiten – über die im Internet zu findende Halo 3 Version zu bereichten)
Hatte in der letzten Woche einen längeren Zwangsaufenthalt im Bahnhof und suchte ne passende Lektüre, da habe ich einem Bahnhofskiosk einen Besuch abgestattet. Landete dann auch recht schnell in der PC-Ecke und war doch extrem geschockt.
Die Mags waren ja schon immer recht „locker“ und buhlen schon längere Zeit mit „So brennen sie jede CD“, etc. auf dem Cover. Aber inzwischen ist es ja wohl das normalste von der Welt auf dem Cover mit „Die 100 illegalsten Webseiten“, wo man alle findet, zu locken. Da wird dann auf mehreren Seiten ganz akribisch beschrieben, was man so alles finden kann, welche Seiten genau was bieten und wie preiswert man an die Sachen. Ganz klein / kurz wird mal erwähnt, dass man es nicht machen soll und aus dem Grund bei den Links auch die „Endung“ fehlt. Entsprechend soll man diese Auflistung doch als „Blacklist“ sehen und ja nicht besuchen.
Ich kapier es einfach nicht. Auf der einen Seite wird gegen Leute ermittelt / Strafanzeige erstattet, etc., die sich 20 Songs oder ein Game wie „Earth 2160“ gesaugt haben und die Printmedien sorgen dafür, dass auch ja jeder weiß, wie er wo was am Besten bekommt. Natürlich ohne irgendwelche Konsequenzen zu spüren. *kopfschüttel*
OMG!
Das ist ja echt hart, das ist ja schon fast eine Anstiftung zur Straftat…
So nach der devise, es ist zwar illegal, aber es kommt ja warscheinlich von Ihren PR leuten, also ist es doch legal…
Also ab und zu sollte sich doch der Chef Redaktuer solche Artikel anschauen bevor sowas an die öffentlichkeit geht, oder zumindest sollte so ein Artikel nicht vom Praktikanten geschrieben sein.
Wir leben eben in einer Wegwerf- und Einweggesellschaft, was sich sowohl im Verhalten der Konsumenten als aber auch in den Erzeugnissen der Produzenten widerspiegelt. Was bedingt nun was zuerst? Ist wahrscheinlich egal.
Auch wenn viele “Kunst”erzeugnisse das Geld dafür nicht wert sind, letztendlich bedeutet raubkopieren immer: kein Respekt vor geistigem Eigentum.
Das Internet hilft wunderbar neue Wertmaßstäbe zu bilden, alte zu untegraben. Es ist Segen und Fluch.
Außerdem wahrscheinlich eine Kommunistische Erfindung - alles ist für alle da.
Bei vielen schlechten Filmen und noch schlechterer Musik kann ich verstehen, dass man sowas nicht kaufen will. Das man sich damit aber die Festplatte zumüllt und wegen sowas sogar “gesetzeswidrig” wird, ist mir ein Rätsel.
Ich kann mir schon denken, was hier noch für PRO-Raubkopier-Kommentare kommen:
Leute, macht erst mal was selbst, wo ihr eure geitsige und körperliche Energie reingesteckt habt. Und dann guckt zu, wie andere es gegen euren Willen und ohne Gegenleistung verramschen. Erst dann könnt ihr mitreden.
Zitat aus der Newsmeldung von Spiegel.de :
Dass dieses unerwartete Album bereits Wochen vor der Veröffentlichung im Netz rumschwirrt, ist nicht unbedingt von Nachteil für seinen Erfolg. In nicht wenigen Blogs wird vermutet, dass die illegalen MP3-Dateien von Spears’ Promo-Agenten überhaupt erst in Umlauf gebracht wurden.
Also man kann es mit seinen News auch übertreiben. Irgendwie schade, das man in der heutigen Zeit noch nicht einmal erwähnen darf, dass sich XYZ bereits im Vorfeld im Netz befindet und man spekuliert, warum das der Fall ist.
Vorallem find ich es grenzwertig, wenn sich Boris Schneider über die, für mich nicht vorhandene!, Anstiftung zur Straftat aufregt, seinen Einstieg in das Spiele-Business mit einem Hack des Spieles ‘Murder on the Mississippi’ getätigt hat.
So scheinen sich die Zeiten und die Ansichten zu bestimmten Dingen zu verändern.
Tja, und wen wundert es dann, wenn der Internetnutzer von heute keinerlei Unrechtsbewußtsein beim (illegalen) Download von Musikstücken hat? Diesen Sensibilitätsverlust holt die Musikindustrie nicht mehr auf und vielleicht ist Britney da nur das geringere Übel.
Bei ATARI 2600 Games von Raubkopien zu reden ist einfach nur lächerlich.
Folgender Satz ist mir der Dorn im Auge: “Wer es bis dahin nicht aushalten kann, findet die 13 neuen Songs der lädierten Pop-Prinzessin mit ein paar Clicks im Welt-Weiten-Web. “
Ich hab “Murder…” damals gehackt, übersetzt, dann wieder neu kopiergeschützt und Activision übergeben. Mit Activisions ausdrücklicher Genehmigung.
Das mit Murder … war ja auch kein Vorwurf oder Anprangerung meinerseits, sondern das die Leute von damals heute mit solchen Themen anders umgehen als wie eben vor 15 Jahren.
Damals, als du Murder übersetzt hast, hast du dir sicherlich keine Gedanken über das Copyright gemacht oder ob du jetzt etwas verbotenes machst. Du hattest einfach Spass an der Sache und es ist okay.
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Auch der von dir kritisierte Satz ist für mich keine Anstiftung zur Straftaten im Sinne von “besorgt euch diese CD online” sondern war vielmehr eine Floskel, die selbst nicht technikbegeisterte PC-Nutzer im bereits kennen.
“Internet? Da kann man doch so Lieder unterladen, ne?”
Also ich bleib dabei: man sollte einige Themen nicht überdramatisieren … es gibt wichtigeres! Glaub ich. *zwinker*
Raubkopieren ist einfach zu verlockend. Ich denke mal, dass immer dann, wenn eine Raubkopie leicht erreichbar ist, sie auch genutzt wird. Die Freude am Original ist verflogen, wenn ein Freund ankommt und sprüche klopft wie: Was, du hast 79 Euro für XY ausgegeben? Hättest doch auch so haben können von mir.
Tja, es ist leider vergeblich. Ich verdiene mein Geld mit Softwareentwicklung. Kleinen Entwicklern geht die Sache mit der Raubkopiererei bitter, bitter an die Substanz. Wir hatten bzw. haben noch kleine Spiele und Lernprogramme auf dem Markt, jeweils per Code freischaltbar zur Vollversion. Der Zeit- und Kostenaufwand beim Kräftemessen mit den Hackern ist kaum zu ertragen. Das Unrechtsbewusstsein ist auch bei den Nutzern gering. Ich bekomme an der telefonischen Hotline Anrufe von Leuten, die einen Code eines Hackers benutzen statt das Spiel bei uns zu kaufen - so weit ist es schon. Anhand der Internet-Highscores, den die Spiele unterstützen, können wir sehen, dass ca. 50% der Spieler einen Hack benutzen. Und das bei Programmen, die nicht sehr bekannt sind. Selbst hier finden sich Hacker obwohl die Spiele sehr billig sind. Wären XBOX-Live-Arcade-Spiele nicht gegen Hacks gut geschützt und die Spiele dort für die PC-Plattform, wären die Verkaufszahlen um 70-80% geringer.
Langfristig sieht es meiner Meinung nach so aus:
a) Software wird es nur noch mit direkter Onlineanbindung geben, die mögliche Hacks ständig überprüft und ggf. unterbindet. Leider ist es anders nicht machbar. Software, die nicht mit dem Internet verbunden ist, hat langfristig keine Chance auf dem Markt, weil sie du anfällig für Hacks ist.
b) Die Musikbranche hat diesbezüglich Pech gehabt. Sehr langfristig werden wohl alle Musikabspielgeräte auch ins Internet gehen können aber das ist keine kurzfristige Möglichkeit. Ich denke mal, dass hier nur Geld zu verdienen ist mit Livekonzerten, TV-Auftritten, Filmrechten und im Consumerbereich mit technischem Mehrwert: 5.1 bzw. 96KHz Sound (wie bei der Grönemeyer Special Edition) - dafür gibt man gerne Geld aus. Wem allerdings primitive MP3-Sounds reichen, der kauft keine Musik mehr - so bitter es ist.
Den vielen vielen Raubkopierer - auch in meinem Bekanntenkreis - stellte ich früher die Frage, wie sie reagieren würden, wenn man Ihre berufliche Existenz in Frage stellen würde durch Diebstahl und dies in der Gesellschaft auch noch akzeptiert würde. Man stelle sich mal einen Bäcker vor, dem man die Brötchen klaut und die Leute sagen: Also bitte, 40 Cent für ein Brötchen? Das ist mir zu teuer, das nehm ich mir so - macht doch jeder.
“Damals, als du Murder übersetzt hast, hast du dir sicherlich keine Gedanken über das Copyright gemacht oder ob du jetzt etwas verbotenes machst.”
Hä? Natürlich nicht, es war wie schon gesagt eine Auftragsarbeit für Activision!
“Auch der von dir kritisierte Satz ist für mich keine Anstiftung zur Straftaten im Sinne von “besorgt euch diese CD online” sondern war vielmehr eine Floskel”
Tolle Floskel. Da kann ich auch schreiben, daß das Auto vom Dings keine Alarmanlage hat. Ist schließlich keine Aufforderung, die Karre zu klauen. Oh, Mann…
Problem ist wohl auch, das Musik, Filme und Spiele heute als Fastfood angesehen werden.
Personen die Spiele hacken und kopieren, spielen diese selten durch ( war schon am Amiga so ). Leute ziehen sich Briefmarken kleine Filme aus dem Netz und schlechtester Ton und Bildqualität weil der Film eh nur nebenher läuft. Gleiches bei Musik.
Es fehlt die Wertschätzung, leider tragen teilweise Film, Musik und Spielindustrie dazu bei, weil sie genau so Ihre Ware vermarkten.
Und der Vergleich mit den Brötchen hat einen Haken. Das Brötchen ist danach weg.
Zu Sancta:
so wünschenswert das mit dem Internet sein mag. So schwer halte ich es für umsetzbar. Beim PC sehen wir schon Beispiele.. das Steam-System von Valve prüft immer online, ob die Spiele in der Liste dir gehören.. auch das Schalten von Steam in den Offline-Modus geht zwar ermöglicht aber nicht das Hinzufügen von Spielen. Ein Beispiel wäre da Half-Life 2 - ohne Internet ist es nicht spielbar, obwohl es ein reines Single-Player-Spiel ist.
Und was sagt die Praxis: unzählige Cracks und weiß-der-Teufel existieren.
Thema Konsolen: Nun, okay, ist die Konsole solide gebastelt und prüft übers Internet.. ui, das wird knifflig.. ist das aber wirklich durchsetzbar.. ich kenne so viele Nutzer die ihre Konsole nicht ans Internet angebunden haben, schlichtweg weil:
-Online spielen brauch ich nicht
-Downloads auch nicht
-ich will zocken
-WLAN hab ich nicht
-und LAN-Kabel.. quer durch’s Haus?
Und da liegt der Hund begraben.. was stationäre Konsolen betrifft - bei Handhelds ist die Sache noch schlimmer.. da kann Nintendo/Sony einfach vom User nicht verlangen, dass egal wo er ist, Internet vorhanden ist.
Solange die “Szene” über “kompetente Mitarbeiter” verfügt, die alles daran setzen, Löcher in den Systemen zu nutzen, so lange wird man sie finden. Und ein absolut sicheres System wird es wohl nie geben.. wir sehen es an der Xbox 360.. Systemsoftware.. nahezu unhackbar.. BIOS.. ebenfalls.. bis heute ist mir kein Angriff darauf bekannt. Alles wird schon von Prozessor-Seite geschützt.. wenn da nicht das DVD-Laufwerk wäre - einen Schwachpunkt erkannt und schon fällt ein SIcherheitskonzept wie ein Kartenhaus zusammen.
Und da ich selbst programmiere.. ich kann mir kaum vorstellen, dass ein Team in der Lage sein wird, jemals ein absolut perfekt sicheres System zu entwerfen. Es ist schade, dass ich das denken muss
. Das einzig wirklich sichere System ist ein abgeschaltetes System - nein, nicht Standby.. ganz aus. Kann keine Kopien abspielen.. kann sich (im Falle des PCs) nicht mit Viren infizieren.. aber gerade das macht ja keinen Sinn. Ich hoffe für die Konsolen-Hersteller, dass es einmal möglich wird, ein System zu weit zu schützen, dass es zumindest während der offiziellen Support-Phase weitestgehend ungehackt bleibt. Leider scheint es im Moment so zu sein, dass nur noch Sony im Ring steht, Microsoft schon einige Schläge abbekommen hat und Nintendo sehr früh gefallen ist.
Und zu Musik.. hier ist die Sache wohl noch problematischer.. Audio-CDs haben fast immer mangelhaften Schutz.. Sony hat zwar probiert, da gut geschützte Systeme zu entwickeln haben sich jedoch auch ins Fleisch geschnitten, weil viele der CDs nicht in DVD-Playern arbeiten oder manche auch nicht in tragbaren und noch besser: gar nicht in CD-Playern.. dann aber dummerweise in manchen CD-Rom-Laufwerken tadellos arbeiten.
Ach, es ist ein Teufelskreis.. oftmals ist man als Kunde sogar der gelackmeierte.. weil ich mich damit plagen darf, dass mri Spiele am PC vorwerfen, wie ich nur auf die Idee kommen könnte, ein Brenn-Programm zu haben. Oder dass ich den Router abschalte, wenn ich das Internet wirklich nicht brauche. Warum? Ich bin ein sparsamer Mensch und spare auch Strom. Mal sehen, ob das bald besser wird
.
Ist es nicht heute bei (fast) jedem Album so, dass es bereits vor dem Release in mehreren Tauschbörsen zu finden ist?
Meine letzte CD die ich gekauft habe (das wird auch die letzte bleiben) war “The little willies”
Abends nach der Arbeit von der Packstation abgeholt, noch im Auto ausgepackt und in’s Autoradio geschoben, und? Nix! Lässt sich leider im Auto nicht abspielen.
Zuhause in den DVD-Player, wieder nix. Pech. Also letzte Option PC, ich hatte eigentlich wenig Hoffnung, aber oh Wunder, der Mediaplayer offnet sich, und die CD lässt sich abspielen.
Sollte das nicht anders sein?
Also CD gerippt und neu gebrannt, damit ich die Musik, für die ich bezahlt habe auch hören kann.
Ich kaufe jetzt keine CD’s mehr. Da ich einen Ipod habe, kaufe ich Musik jetzt bei Itunes.
Nur, was mach ich mit den gekauften Songs, wenn ich mal einen neuen Player habe der das Apple-format nicht kennt, ich keinen Ipod Anschluss in Auto habe, Linux-PC, etc.
Also muss ich es erstmal wieder von Itunes auf CD brennen und im zweifelsfall wieder nach mp3 rippen.
Ich bin ein geduldiger Mensch, wenn andere den einfacheren weg gehen und sich die Musik von einer Tauschbörse holen, kann ich es sogar verstehen.
Die Industrie soll aufhören zu heulen, und sich lieber hinsetzten und einen vernünftigen Standard entwickeln, der den Konsumenten nicht immer Knüppel zwischen die Beine wirft.
…
Mir fiel da eher Vermutung einiger Blogs ins Auge die meinen, das sei von Spears Promo beauftragtem selber “geleaked” worden.
Welchen Sinn macht es, wenn Micro$oft die WGA Prüfung für den Download des IExplorer7 *entfernt*?
Wäre er nie aktiv gewesen, mein Gott (flöööt/pfeif, hoppla), aber so macht man es wirklich für jeden deutlich. Sony, Microsoft und andere gehören IMHO zu den Profiteuren von “Raubkopien” und haben sie zumindest eine Zeit lang geduldet.
Sony PSOne und M$ Office und M$ Betriebsysteme ohne illegale Verbreitung wären deutlich weniger verbreitet gewesen.
Normal fehlt mir für sowas auch jegliches Verständnis - aber wer schon so nett ist, sich Britney’s musikalische Ergüsse anzutun, der soll wenigstens nicht auch noch dafür zahlen müssen. Aber andererseits … man kanns ja auch als Deppensteuer sehen
Es ist immer wieder lustig wie sich der deutsche Bürger die Paragraphen zurechtlegt damit er seine ihm angeborenen Rechte und Freiheiten ausleben kann. Die ebenso vorhandenen Pflichten sind natürlich unbequem und zu vernachlässigen.
Ich finde es immer sehr lustig wenn 2 Wochen vor Release diverse Knallköpfe die neusten Xbox 360 Titel spielen. Dabei bin ich mir ganz sicher das es sich nicht um Pressemuster handelt. Allerdings sind die das ja gewohnt, schließlich hat man auch immer die aktuellste Musik auf dem MP3 Stick.
O-Ton eines gestrigen Kunden….”Oh, ich sehe Sie verwenden Photoshop CS, wollen Sie das neue CS3 haben?”.
Also persönlich frage ich mich eigentlich was diese Firmen den ganzen Tag in Sachen Datenschutz wirklich tun?
Ich kann es mir nicht vorstellen, dass diese Alben/Filme/Games “zufällig” vorab ins Netz gelangen - wie soll das denn gehen?
Da muss schon wer dahinter stehen und das ein bisserl mitlenken, oder die Firmen sind wirklich ziemlich doof… SORRY, meine Meinung zu dem Thema.
Ich finds gut … ich finde alles gut was B. Spears bankrupt machen koennte!
Hach, wenn ich nur an die seligen Zeiten zurückdenke, als ich in den 80er Jahren am Freitag Abend die Hitparade auf BR3 hörte und der Moderator die Nummer 1 mit den Worten “Drücken Sie jetzt auf die Aufnahmetaste Ihres Kassettenrekorders, es folgt die Nummer 1 der Hitparade und ich spiele sie wie immer bis ganz zu Ende aus” ankündigte und ich selbiges straffrei, ohne schlechtes Gewissen und daher auch glücklich tat
Diese “Ratschläge” scheinen mittlerweile in allen Medien angekommen zu sein (was sowohl die Medien meint, in denen solche Ratschläge erscheinen, als auch die Medien die illegal zu erlangen gilt). Hier mal eine Auszug aus einer aktuellen Nachricht bei Heise/Telepolis:
“Wer weniger Wert darauf legt, sein Geld in Erst- und Sonderausgaben anzulegen und vor allem am Stoff interessiert ist, der kann “Esra” mit einem beliebigen Filesharing-Client auch als PFD-Datei herunterladen. Das ist zwar nicht erlaubt - aber weil Autor und Verleger durch das Verbot des Buches keinen Einkommensverlust, sondern lediglich einen Bekanntheitsgewinn “erleiden”, dürfte sich der gerichtlich bemessene Schadensersatz in so einem Fall eher in Grenzen halten. Allerdings besteht, da Verlag und Autor ja weiterhin die Rechteinhaber sind, ein Unterlassungsanspruch, der unangenehm hohe Abmahn- und Gerichtskosten erzeugen kann.”
bEtrayEr sehr interessantes Beispiel. Esra ist ja nun durch die Medien gegangen und natürlich möchte die eine oder andere neugierige Seele einen Blick in das Buch werfen. Von einem Bekannten weiss man ja, wie einfach das eigentlich sein müsste - und bekommt auch noch einen Filesharing-Client Namen genannt.
Hier steht man also mit der Information was man will und wie man es bekommt. Viel mehr verrät der Heise Artikel auch nicht - aber er informiert deutlich welche Konsequenzen aus dem Handeln entstehen können. Wenn also die eigene Moral einen nicht eines besseren belehrt, dann mag wenigstens die Abeschreckung greifen - ich finde diese Form der Berichterstattung nicht vergleichbar mit dem was einige Zeitschriften so raushauen.