Lange nix mehr über Filme geschrieben, dabei hab ich doch Meinungen zu Dark Night, Tropic Thunder und anderen Filmen des Sommers. Aber jetzt muß ich schnell noch was loswerden zu der 007-Spätvorstellung die ich mir gestern noch gegeben habe. Das Quantum Trost ist zwar nicht wirklich grottig, aber trotzdem ein absolut schaler Actionstreifen ohne Seele und ohne guten Regisseur oder Cutter. Die Actionszenen sind alles dröge Verfolgungsjagden, die Neues nur zeigen, wenn man es mit einem bisher technisch nicht möglichen Spezialeffekt (Kamerafahrt hinter dem durch ein Glasdach stürzenden Bond) machen konnte. Bond läuft über Dächer, Hotels und zum Schluß durch ein absurdes menschenleeres High-Tech-Hotel in der Wüste. Die Action ist auf Kameraeinstellungen und “cooler Look” optimiert, macht aber teilweise keinen Sinn. Es ist unmöglich, in der Gerüst-Szene in Siena zu kapieren, wer nun warum wo ist. Sie will verzweifelt eine toll konstruierte Szene sein, die hoffnungslos versagt. Selten hat mich eine Autoverfolgungsjagd so kalt gelassen wie die ersten zehn Minuten. Es gibt in den Actionszenen nicht eine Einstellung, die dem Zuschauer mal einen Überblick verschafft, sondern nur die ständigen 0,3-Sekunden-Schnitte wie in den Bourne Filmen, nur eben nicht so gut wie in den Bourne-Filmen. Und bitte erklär mir einer, warum am Ende irgendwas wirklich aufgeklärt sein sollte? Greene war doch nicht der Kopf der Organisation sondern auch nur ein weiterer Handlanger so wie White (der ja immer noch lebt). Ist im nächsten Film ein Mr. Blue dran? Und dieses leere High-Tech-Hotel mit Explosiv-Stoffen auf jeder Etage macht mich wirklich fertig. Was für ein Setting sollte das sein? Das toppt Venedig als “blödsinnigstes Finale eines Bond-Films” problemlos.
Einer der eher beneidenswerten Aspekte meines Jobs (und ja, es gibt auch nicht so tolle) ist die Tatsache, daß man immer wieder mal auf Events und Präsentationen eingeladen wird. Die meisten Sachen kann ich aus Zeitgründen gar nicht machen, aber die Einladung von gestern war unmöglich auszuschlagen: Ob ich nach Köln kommen könnte, damit mir JJ Abrams ein paar Ausschnitte aus dem nächsten Star Trek Film zeigen kann? Vielen Dank an die Deutsche Telekom, ein wichtiges Meeting genau auf den Nachmittag zu legen, so daß ich sowieso nach Bonn mußte. Der perfekte “Das Angenehme mit dem Nützlichen verbinden” Tag. Den Rest des Beitrages lesen »
Wie diverse Websites in den USA berichten, guckten Käufer der Blu-ray-Version von “Iron Man” einige Zeit lang in die Röhre statt auf den Film: Wenn ihr Blu-ray-Player die Online-Funktion “BD Live” nutzte, bestand die Disc auf einem Download, zeigte das aber nicht am Bildschirm an. Und da offensichtlich viele Leute den Film gleich nach dem Kauf gucken wollten, brachen die Download-Server zusammen, weswegen es so aussah, als hätte die Disc sich aufgehängt. Nicht gerade das, was man erwartet, wenn man einen Film auf einer Disc kauft und nicht downloaden will.
Der erste Trailer zu “Watchmen” ist da. OK, optisch SEHR beeindruckend (allerdings sieht inzwischen jeder zweite Film gut aus, heut kann man ja eigentlich alles rendern), aber ich kapier weiterhin nicht, wie Zack Snyder den Plot ohne kritische Verluste in zwei Stunden quetschen will. Mein Tip: Buch vorher kaufen, genießen und dann im Kino die schönsten Szenen aus dem Buch in Bewegung sehen. Und Dave Gibbons bringt rechtzeitig noch ein Buch über das Buch raus…
Warum gibt es immer noch keine Fernsehserien auf dem deutschen Marktplatz? Wo bleiben Österreich und Schweiz? Fragen über Fragen, alle hier schon beantwortet, aber vor kurzem kam noch eine dazu: “Wo ist denn Film X – war letzte Woche noch da, jetzt ist er weg?”.
Die Filmindustrie hat für Filme sogenannte “Fenster” definiert, in denen Filme über verschiedene Kanäle gezeigt werden. Ein solches Fenster ist das Kino-Fenster, die Zeit, in der der Film nur im Kino läuft. Dann kommt das VHS/DVD-Fenster, ein Verleih-Fenster, ein Video-on-Demand-Fenster, ein Pay-TV-Fenster, ein Free-TV-Fenster, und so weiter. Diese Zeitfenster können sich teilweise überlappen.
Einige Filme auf dem Xbox Live Marktplatz sind aus dem Video-on-Demand-Fenster rausgefolgen und zur Zeit im Pay-TV-Fenster, das heißt, auf Sendern wie “Premiere” zu sehen. Wenn das Fenster sich schließt, kann der Film wieder zu Xbox Live zurückkehren, dann meinstens zu einem günstigeren Preis als vorher.
Selbst Sony, die ja immerhin ein eigenes Filmstudio besitzen, kann bei den Lizenzen und Rechtsverstrickungen nicht zaubern, weswegen auch deren Video-Store erstmal in USA startet, bevor in Europa geguckt werden darf.

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