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	<title>dreisechzig.net &#187; Filme</title>
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		<title>Vom Aufstieg des Nolan und dem Fall von Pixar</title>
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		<pubDate>Fri, 30 Jul 2010 11:23:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Boris</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Gestern sind in den deutschen Kinos gleich zwei Filme angelaufen, die ganz ganz weit oben auf meiner “Muss ich sehen” Liste standen: Toy Story 3 und Inception. Die dritte Toy Story hatte ich mir schon auf meinem letzten USA-Trip gleich nach der E3 angesehen, Inception war gestern abend an der Reihe. Spoilerfrei über beide Filme [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Gestern sind in den deutschen Kinos gleich zwei Filme angelaufen, die ganz ganz weit oben auf meiner “Muss ich sehen” Liste standen: Toy Story 3 und Inception. Die dritte Toy Story hatte ich mir schon auf meinem letzten USA-Trip gleich nach der E3 angesehen, Inception war gestern abend an der Reihe.</p>
<p>Spoilerfrei über beide Filme zu reden ist schwierig. Bei Inception ist es ein Verbrechen, jemandem vorab zuviel zu erklären – das zerstört den Spaß. Bei Toy Story gibt es Plot Twists, über die ich meckern will, daher geht es da eigentlich gar nicht. Also: Wer reinen Geistes sein will, lese nicht weiter. Ich verspreche, zumindest im Fall von Inception, nicht zu viel zu verraten, weil ich es geschafft habe, mit minimalem Vorwissen in den Film zu gehen und mich deswegen besonders belohnt fühlte.</p>
<p>  <span id="more-1922"></span>
<p>Denn Inception ist großartig. Nicht ohne Mängel, aber großartig, weil eine irrsinnig komplexe, verschachtelte Geschichte so erzählt wird, daß man sie im ersten Anlauf versteht. Und zwar so gut, daß man völlig übersieht, wie Charakter-Development bei allen bis auf zwei Personen auf der Strecke bleibt (man erfährt wirklich NICHTS über die meisten handelnden Personen), und daß die Grundidee der verschachtelnden Träume natürlich völliger Blödsinn ist – aber da der ganze Film darauf basiert und das nicht erst am Schluß als Zaubertrick aus dem Hut gezogen wird, sei Nolan verziehen. So wie “Panic Room” legt Inception am Anfang durch geschickte Erklärungen die Regeln fest und spielt dann ein Schachspiel innerhalb dieser Regeln; sie werden ein, zweimal verbogen, aber nie gebrochen.</p>
<p>Optisch ist Inception hervorragend. Nein, nicht jede Szene ist ein Spezialeffekt und es wird auch viel geredet. Aber die im Trailer zum Glück nur angedeutete “Schwerkraft-Verzerrungs”-Sequenz ist im Film so absolut unglaublich brillant gescriptet, gefilmt, geeffektet und geschnitten, daß die nächsten Jahre niemand mehr seine Finger an das Thema lassen sollte.</p>
<p>Ganz anders hingegen Toy Story 3, der mich auf vielen Ebenen maßlos enttäuscht hat. Tip Nummer Eins: Keinen 3D-Aufpreis bezahlen, es gibt nicht eine Szene im ganzen Film, die 3D in irgendeiner Art und Weise ausnutzt (im Gegensatz zu Oben!). Auch ansonsten ist der Film eine Actionkomödie, die die Charaktere aus Toy Story 1 und 2 benutzt, aber nicht ehrt.</p>
<p>Der wesentliche Grund für meine Enttäuschung ist folgender: In TS1 und 2 gab es gute und böse Menschen und das Spielzeug, das größtenteils moralisch integer dazwischen stand. Wer die TS1 Geschichte genau kennt weiß, daß in der ersten Rohfassung Woody ein Arschloch war und Buzz absichtlich loswurde und dann erst geläutert wurde. Es funktionierte nicht, Disney wusch Pixar den Kopf: Aus Absicht wurde ein Unfall und aus Woody ein zu Unrecht geächteter. In beiden Filmen ist der Gegenspieler der Spielzeuge ein Mensch, den es auszutricksen gilt.</p>
<p>In Toy Story 3 hingegen sind die Menschen Staffage. Sie sind austauschbarer Hintergrund denn der eigentliche Konflikt findet (Spoiler…) zwischen Spielzeugen statt. Und daß (SPOILER!) der lila Teddybär nicht nur der Anführer der Bösewichte ist, sondern noch dazu in der Schlußsequenz (bitte nicht weiterlesen) eben nicht geläutert wird, sondern seine letzte Chance der Wiedergutmachung ausschlägt, macht für mich den Plot völlig kaputt. Das ist so un-Pixar wie noch nie.</p>
<p>Dazu kommen eher flache Witze rund um Barbie und Ken, eine unnötige Verwandlung von Buzz Lightyear und die gruseligsten, ängstlichsten Szenen, die Pixar je gebaut hat. Ehrlich – ich würde keinen Achtjährigen in die vorletzte Viertelstunde mitnehmen. Ja, TS1 hat diese gruselige Sequenz, als zum ersten Mal das kaputte Spielzeug auftaucht, aber sie wird schnell und freundlich aufgelöst. In TS3 ist die Auflösung plötzlich, doof und nicht erleichternd – danach hat man immer noch Angst vor der Gefahr.</p>
<p>Und die Nummer mit der Tortilla widerspricht meines Erachtens nach allem, wie in den Filmen bisher die “Spielzeug-Physik” funktioniert hat. Das gerade die Sequenz, in der die bisherigen Regeln gebrochen werden, die lustigste des Films ist, macht mich sehr traurig.</p>
<p>Also – dieses Wochenende Inception schauen und Toy Story 3 nur, wenn man unbedingt will oder muß oder die eigenen Kinder einen des Merchandisings wegen reinschleppen.</p>
<p>Und dabei habe ich Pixar bisher ohne Vorbehalte geliebt.</p>
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		<title>Es regnet Klopse</title>
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		<pubDate>Thu, 04 Feb 2010 20:07:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Boris</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Ich hab’s zwar schon getwittert aber: “Wolkig mit Aussicht auf Fleischbällchen” ist ein herrlich unsinnig komischer Film. Man kennt mich ja als Wetterer gegen die Unlogik in Filmen, die sich ernst nehmen. Wolkig… nimmt sich nicht eine Sekunde ernst und schöpft deswegen sein Humorpotential voll aus. Egal wie absurd eine Idee ist, sie wird weitergesponnen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich hab’s zwar schon getwittert aber: “Wolkig mit Aussicht auf Fleischbällchen” ist ein herrlich unsinnig komischer Film. Man kennt mich ja als Wetterer gegen die Unlogik in Filmen, die sich ernst nehmen. Wolkig… nimmt sich nicht eine Sekunde ernst und schöpft deswegen sein Humorpotential voll aus. Egal wie absurd eine Idee ist, sie wird weitergesponnen und alle Charaktere steigen einfach darauf ein (die #1 Regel von gutem Improv-Theater).</p>
<p>Mein Lieblingsbeispiel: Erfinder Flint hat eine Maschine, die aus Wasser Essen macht. Die Maschine heißt: “Flint Lockwood Diatonic Super Mutating Dynamic Food Replicator”, abgekürzt “FLDSMDFR”. In jeder anderen Komödie würde irgendein Charakter jetzt sagen, daß man da einen besseren Namen braucht. Aber in diesem Film versuchen einfach alle, diesen Namen mitten im Dialog auszusprechen (zum Beispiel Flitzimdöfrö…) und das auch nicht seltsam zu finden. So macht man Running Gags, bei denen Boris japsend im Kinosessel liegt. Ich könnte noch mehr zitieren, aber das nimmt den Spaß beim Angucken weg, also keine Spoiler.</p>
<p>Und wenn im großen Finale Flints Vater vor die größte Aufgabe seines Lebens gestellt wird, sind alle Nerds in uns glücklich über die perfekte Darstellung eines Telefongesprächs, das jeder von uns schon mal hatte. Nur eben nicht in diesem Zusammenhang.</p>
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		<title>Unobtanium kann fliegen!</title>
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		<pubDate>Fri, 18 Dec 2009 19:32:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Boris</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Ich bin ganz frisch aus der Nachmittagsvorstellung von Avatar (zu irgendwas muß der erste Urlaubstag ja nutze sein) und ich halte hiermit fest: Ich war ein großer Fan von James Cameron. Aliens ist einer der besten Actionfilme aller Zeiten. Terminator 2 hat ihn etabliert als jemanden, der neue Technik und nie dagewesene Effekte in einen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich bin ganz frisch aus der Nachmittagsvorstellung von Avatar (zu irgendwas muß der erste Urlaubstag ja nutze sein) und ich halte hiermit fest: Ich war ein großer Fan von James Cameron. Aliens ist einer der besten Actionfilme aller Zeiten. Terminator 2 hat ihn etabliert als jemanden, der neue Technik und nie dagewesene Effekte in einen Plot einbauen kann. Hut ab.</p>
<p>Aber mit Avatar hat er sein magisches Händchen für mich verloren. AvL wird jubeln &#8211; alles das, was er mir damals in Köln sagte, als wir aus dem Kino kamen, wo wir 20 Minuten aus dem Film sehen konnten, ist leider wahr. Aus der schönsten Optik, dem besten Setdesign, den irrsten Spezialeffekten holt Cameron in der Story nichts, aber auch gar nichts heraus.</p>
<p>Terminator 2 funktioniert, weil der Gegner ein Typ aus flüssigem Metall ist, was uns den ganzen Plot hindurch begleitet und was beim Showdown von essentieller Bedeutung ist. Avatar hat zwar 3 Meter hohe blaue Aliens und ein paar lustige, bunte Tiere, aber macht nichts draus. Und diesmal hat der Bösewicht den Powerloader, der mich, ehrlich gesagt, mit Ripley am Steuer deutlich mehr beeindruckt hat als hier.</p>
<p>Ganz klar, optisch bleibt es bei meinem &#8220;Das hast du noch nicht gesehen!&#8221;. Der Einsatz von 3D ist fantastisch und es gibt praktisch keine Szene, in der man durch technische Mängel aus der Story rausgeholt wird. Avatar ist in allen technischen Bereichen die neue Referenz. Nie sahen Aliens und ein fremder Planet so echt aus.</p>
<p>Aber der Plot? Ein üble Western-Geschichte mit bösen Cowboys und guten Indianern. Und einigen guten Cowboys, die den Indianern helfen. Keine einzige unerwartete Wende im Plot, alles nach Schema F und, für mich entscheidend, alles problemlos ohne all die Technik erzählbar.</p>
<p>Cameron hat nicht 14 Jahre gewartet, weil er eine tolle Geschichte erzählen wollte, sondern weil er dieses Bild von 3 Meter blauen Menschen (die evolutionär übrigens zu NICHTS auf Pandora passen, das nur so nebenbei) verwirklichen wollte. Weil er 3D-vernarrt ist und weil er der einzige Kerl auf der Erde bleibt, dem Filmstudios glauben, wenn er sagt &#8220;Für X Millionen Dollar baue ich euch einen kompletten anderen Planeten&#8221;. Selbst Spielberg hätte das Geld selber auftreiben müssen. (Lucas hätte den Film durch Merchandising-Rechte vorfinanziert&#8230;)</p>
<p>Was Cameron kann wie kein anderer, ist eine Actionszene so zu erzählen, daß man sie versteht. Warum sind die Flugdrachen alle so bunt? Weil wir in den letzten 20 Minuten niemals Probleme haben zu verstehen, wer gerade wo ist. Sozusagen das genaue Gegenteil zum letzten James Bond, wo ich auch nach wiederholtem Ansehen die Actionszenen einfach in der Chronologie nicht verstehe. Das Finale ist nicht nur schön anzusehen, es ergibt auch innerhalb der Welt von Pandora absolut Sinn. Und deswegen fiebert man im Kinosessel mit und verkrampft sich regelrecht in einigen Momenten. Kamera, Effekte, Schnitt und auch 3D at its best.</p>
<p>Das kann man aber vom ganzen Drumherum nicht behaupten. Wir erfahren niemals, was Jack vor seinem Pandora-Trip wirklich gemacht hat, außer das er wohl bei den Marines in Venezuela ein echt harter Knochen war und daß er querschnittgelähmt ist. Damit die zweite Hälfte des Films emotional funktioniert, müßte Jack irgendeine Hintergrundgeschichte haben, aber er bleibt ein Mann ohne Vergangenheit. Selbst sein Zwillingsbruder hat keinerlei Bedeutung &#8211; außer der McGuffin zu sein, der Jack nach Pandora und in den Avatar hinein bringt. Mir kommt Jack deswegen nur wie ein selbstsüchtiges Arschloch vor, das halt jede Chance nutzt, wieder laufen zu können. Die Wandlung vom Saulus zum Paulus kann man ihm nicht abnehmen, es gibt keinen Anhaltspunkt dafür, außer daß es ihm halt Spaß macht, diesen neuen Körper zu haben.</p>
<p>Der große andere McGuffin des Films ist der, der mich allerdings so richtig richtig sauer macht, weil wegen einem coolen Effekt Cameron seinen ganzen Plot von vorne bis hinten ruiniert. Achtung, ganz leichter Spoiler ahead (aber in dem Film kann man nur die Plotlöcher spoilern, weil der Rest so vorsehbar ist). Also, nicht weiterlesen!</p>
<p> <span id="more-1814"></span>
<p>Die Menschen wollen &#8220;Unobtanium&#8221; (ja, das heißt wirklich so! Augenreib! Was für ein bescheidenes Wortspiel!) abbauen. In zwei Szenen zeigt Cameron die wesentliche Eigenschaft dieses Zeugs: Es kann schweben. Und in beiden Szenen zeigt Cameron das nur, weil es cool ist. Es ist nur ein Effekt, sonst nix. Er stößt uns zweimal mit der Nase drauf: Unobtanium kann fliegen!</p>
<p>Auf dem Planeten Pandora gibt es fliegende Berge. Die sind nahezu unbewohnt, auf einem solchen fliegenden Berg gibt es zwar ein paar Drachen, aber jede Menge schwebt einfach so rum. Rund um die Berge gibt es übrigens ganz fiese Kraftfelder, die angeblich sämtliche Bordelektronik stören (obwohl trotzdem alle Cockpitinstrumente so wie das System, das diese Hubschrauber im Gleichgewicht hält, einwandfrei funktionieren. Auch das zeigt uns Cameron mit aufwendigen Effekten).</p>
<p>Wo suchen die Menschen das Unobtanium? Klar: IM BODEN. Unter dem Dorf der Aliens. Und deswegen müssen Sie alles abreißen und die Aliens bekriegen.</p>
<p>Ne, die Nummer mit &#8220;14 Jahre gewartet, damit ich diese Story erzählen kann&#8221; kauf ich dem Mann nicht ab.</p>
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		<title>Vorhersagen</title>
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		<pubDate>Mon, 29 Jun 2009 16:31:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Boris</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Random Noise]]></category>

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		<description><![CDATA[Fazit nach drei Wochen USA (Halbzeit!): Nichts haben die Amis so wenig im Griff wie ihr eigenes Wetter. Die Wettervorhersage war in den letzten Wochen schon auf 24 Stunden so gut wie nie richtig. Am Freitag war ein bewölkt-regnerisches Wochenende angekündigt, weswegen ich mir eine Fahrt zum Vulkan St. Helens verkniffen habe (immerhin knapp vier [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Fazit nach drei Wochen USA (Halbzeit!): Nichts haben die Amis so wenig im Griff wie ihr eigenes Wetter. Die Wettervorhersage war in den letzten Wochen schon auf 24 Stunden so gut wie nie richtig. Am Freitag war ein bewölkt-regnerisches Wochenende angekündigt, weswegen ich mir eine Fahrt zum Vulkan St. Helens verkniffen habe (immerhin knapp vier Stunden mit dem Auto). Prompt haben wir hier ein 100% sonniges und knallheißes Wochenende. Jetzt habe ich einen leichten Sonnenbrand im Nacken.</p>
<p>Dafür habe ich im EMP/SFM die original Ernie &amp; Bert Puppen gesehen, bei Eddie Bauer Poloshirts zu einem unverschämten Preis (und dann noch der niedrige Dollar) gekauft, Pläne für den Independence Day (gefolgt von meinem Geburtstag) gemacht und mich Sonntag abend im Kino abgkühlt &#8211; mit &#8220;The Hangover&#8221;. Normalerweise stehe ich nicht auf Komödien mit &#8220;Erwachsenen-Witzen&#8221;, aber dieser Film ist ein kleines Meisterwerk. Politisch völlig inkorrekt werden hier absurde Situationen aufeinandergestapelt, daß man in den letzten zehn MInuten nur noch hysterisch lacht. Von Timing und Situationskomik erinnert es an einen guten Blake-Edwards-Film. Nur eben streckenweise viel geschmackloser. Aber nie wurden olle Schoten so überzeugend in Szene gesetzt. Da lache ich sogar über Pinkel-Witze. Empfehlenswert.</p>
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		<title>Faszinierend und logisch</title>
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		<pubDate>Fri, 17 Apr 2009 21:01:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Boris</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Xbox 360]]></category>

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		<description><![CDATA[Disclaimer vorweg: Dieser Blogpost enthält keine Spoiler. Und die Bemerkung, sich weitere Artikel von anderen Leuten zu &#8220;Star Trek&#8221; nur dann durchzulesen, wenn sie auch Spoiler-frei sind. Es lohnt sich, nicht alles vorher zu wissen, wenn man sich Star Trek im Kino ansehen will. Denn die Truppe um JJ Abrams hat eines geschafft: Einen &#8220;Reboot&#8221; [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Disclaimer vorweg: Dieser Blogpost enthält keine Spoiler. Und die Bemerkung, sich weitere Artikel von anderen Leuten zu &#8220;Star Trek&#8221; nur dann durchzulesen, wenn sie auch Spoiler-frei sind. Es lohnt sich, nicht alles vorher zu wissen, wenn man sich Star Trek im Kino ansehen will.</p>
<p>Denn die Truppe um JJ Abrams hat eines geschafft: Einen &#8220;Reboot&#8221; der alten Fernsehserie zu erschaffen, der sogar Sinn ergibt. Man kann aus dem Kino gehen und sagen: &#8220;Logisch, daß jetzt alles ein bisschen anders ist&#8221;. Das Drehbuch ist aus der alten Sam Goldwyn-Schule: &#8220;Mit einem Erdbeben anfangen und dann langsam steigern&#8221;. Die Jokes sind lustig &#8211; sogar in der deutschen Übersetzung. Die Charaktere erleben dramatisches. Die Actionszenen sind gut ausgedacht und brillant geschnitten. In gut zwei Stunden Laufzeit gibt es kaum Leerlauf &#8211; man wünscht sich eher bei der Erklärung der &#8220;Backstory&#8221; im zweiten Akt eine kurze Verschnaufspause. Und ILM hat ein paar Spezialeffekte herbeigezaubert, die man so im Kino noch nicht gesehen hat. Und Zachary Quinto als Spock&#8230; rulez! Kann man nicht anders sagen.</p>
<p>Vielleicht war deswegen die Schauspieler-Truppe, die gerade um die ganze Welt reist um den Film zu präsentieren, bei der Premiere in Berlin so gut gelaunt. Schon draußen auf dem <span style="text-decoration: line-through;">roten</span> blauen Teppich wurde viel gewitzelt. Im Kino betätigte sich JJ Abrams als Beatboxer und unterlegte den Auftritt aller Schauspieler rhythmisch. Karl Urban (Pille), der manierlich deutsch spricht, nutzte das Kino für flachste Witze mit und über John Cho (Sulu). Einen Stapel Bilder vom blauen Teppich findet der geneigte Leser in meiner <a href="http://www.dreisechzig.net/wp/lazyg" target="_blank">Fotogalerie</a>.</p>
<p>Weil es kurz nach dem Filmstart auch ein Spiel namens <a href="http://www.startrekdac.com" target="_blank">&#8220;Star Trek D.A.C.&#8221;</a> auf Xbox Live Arcade geben wird, gab es die schöne Gelegenheit, bei der Premiere nach vielen Jahren mal wieder den Journalisten zu geben und sich einen Presseausweis zu besorgen. Von IDG Entertainment konnte ich mir Toni &#8220;Raumschiff Gamestar&#8221; Schwaiger als Kameramann ausleihen. Und so standen wir unter anderem sardinengleich gequetscht zwischen RTL, ARD und Reuters am blauen Teppich, waren vormittags im Hotel der Stars und nach dem Film auf der Premierenparty. Ein lustiges kleines Video dazu wird in den nächsten Wochen (noch vor dem Filmstart) auf Xbox LIVE erscheinen.</p>
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		<title>Sieh mal doppelt</title>
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		<pubDate>Thu, 12 Mar 2009 17:15:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Boris</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Xbox 360]]></category>

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		<description><![CDATA[Was will uns der Blogger jetzt damit wieder sagen? Nun, am 20. März startet auf dem Xbox Live Videomarktplatz ein Experiment. Der brandaktuelle Thriller &#8220;Der Mann, der niemals lebte&#8221; (DiCaprio, Crowe, Regie: Ridley Scott)erscheint dann (zeitgleich mit der DVD) gleich vier Mal im Download-Menü: Sowohl die SD- wie die HD-Version kann man dann wahlweise auf [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><b><a href="http://www.dreisechzig.net/wp/wp-content/uploads/2009/03/clip-image0021.jpg"><img style="border-right-width: 0px; display: inline; border-top-width: 0px; border-bottom-width: 0px; margin-left: 0px; border-left-width: 0px; margin-right: 0px" title="clip_image002" border="0" alt="clip_image002" align="right" src="http://www.dreisechzig.net/wp/wp-content/uploads/2009/03/clip-image002-thumb1.jpg" width="174" height="244" /></a></b>
<p><img style="border-right-width: 0px; display: inline; border-top-width: 0px; border-bottom-width: 0px; margin-left: 0px; border-left-width: 0px; margin-right: 0px" title="clip_image001" border="0" alt="clip_image001" align="left" src="http://www.dreisechzig.net/wp/wp-content/uploads/2009/03/clip-image001-thumb.jpg" width="160" height="244" /><b>Was will uns der Blogger jetzt damit wieder sagen? Nun, am 20. März startet auf dem Xbox Live Videomarktplatz ein Experiment. Der brandaktuelle Thriller &#8220;Der Mann, der niemals lebte&#8221; (DiCaprio, Crowe, Regie: Ridley Scott)erscheint dann (zeitgleich mit der DVD) gleich vier Mal im Download-Menü: Sowohl die SD- wie die HD-Version kann man dann wahlweise auf Englisch oder Deutsch downloaden. &#8220;Originalversionen&#8221; war ein vielfach gewünschter Verbesserungs-Vorschlag der Xbox Live Community in Deutschland und deswegen wird es mit einem top-aktuellen Film ausprobiert. Anhand der Download-Zahlen kann das Team dann ablesen, wie interessiert das Publikum wirklich an einer englischsprachigen Version ist und die Weichen für die nächsten Monate (und Filme) stellen.</b></p>
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		<title>Monstermässiges 3D</title>
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		<pubDate>Tue, 10 Mar 2009 22:54:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Boris</dc:creator>
				<category><![CDATA[Filme]]></category>
		<category><![CDATA[Gadgets]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich war spontan für ein verlängertes Wochenende in Berlin (mehr dazu im Laufe der Woche) und muß heute aber quasi das Ende meiner Berlin-Reise loswerden. Paramount Pictures war so freundlich, mich zur Deutschland-Premiere von Monsters vs. Aliens einzuladen. Besonders verlockend: Den Film nicht nur Wochen vor dem Kinostart zu sehen, sondern auch noch in 3D. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich war spontan für ein verlängertes Wochenende in Berlin (mehr dazu im Laufe der Woche) und muß heute aber quasi das Ende meiner Berlin-Reise loswerden. Paramount Pictures war so freundlich, mich zur Deutschland-Premiere von <a href="http://www.monstersvsaliensinternational.com/intl/de/" target="_blank">Monsters vs. Aliens</a> einzuladen. Besonders verlockend: Den Film nicht nur Wochen vor dem Kinostart zu sehen, sondern auch noch in 3D. Das Premierenkino war mit dem <a href="http://www.reald.com/index.aspx" target="_blank">RealD</a> System ausgestattet, von dem ich bisher nur gelesen, es aber noch nicht in Aktion gesehen hatte. RealD arbeitet mit Brillen, die auch bei Kopfbewegungen keine Geisterbilder zeigen sollen. Bisher hatte ich 3D-Filme im wesentlichen mit linear polarisierenden Brillen gesehen, bei denen jede Neigung des Kopfes zu Geisterbildern und damit schnell zu Kopfschmerzen führte.</p>
<p>Der Film: Gut bis sehr gut. Die beeindruckendste Sequenz (auch in 2D) läuft aber absurderweise in der Mitte des Films und nicht als Finale. Für Science Fiction Nerds hängt die Story ein wenig zu sehr auf Gigantica fest, ich würde deutlich mehr Dr. Kakerlake und B.O.B. sehen wollen, aber die Auftritte der Monster sind gut und rund. Im englischen Original (ich hab die Synchro gesehen) wird wahrscheinlich der von Stephen Colbert dargestellte amerikanische Präsident ein Brüller sein, der kam mir auf Deutsch etwas farblos. Und der Bösewicht kommt irgendwie zu kurz. Kurzurteil: Kann &#8220;Monster <span style="text-decoration: line-through;">GmbH</span> AG&#8221; nicht schlagen, aber Dreamworks wird von Film zu Film besser. Lohnt sich.</p>
<p>Das 3D: Kurz gesagt &#8211; Uff! Ich hab viele 3D-Sachen gesehen, sowohl Dokumentationen wie auch Themenpark-Installationen, aber in Sachen Plastizität ist Monsters vs. Aliens ein neuer Standard (Bolt habe ich verpaßt). Es gibt eine Reihe von Szenen mit unglaublicher Tiefe, beispielsweise wenn Kampfjets das Alien-Raumschiff angreifen und man die Rauchfahnen der Raketen sieht. Die (wenigen) Weltall-Szenen wirken auch grandios, weil man die Tiefe des Alls erahnt. Und anders als bei vielen 3D-Produktionen hat man nicht das Gefühl, das einfach nur platte Objekte in verschiedenen Schichten erscheinen. Charaktere wirken dreidimensional und plastisch. Ein ähnlich gutes 3D-Erlebnis hatte ich erst einmal, beim IMAX-Film &#8220;<a href="http://www.dreisechzig.net/wp/archives/448" target="_blank">Magificent Desolation</a>&#8220;.</p>
<p>Dazu kommt, daß die 3D-Projektion natürlich digital ist und man jedes einzelne Haar extrem scharf sieht und das Bild zwischen Frames nicht einen Millimeter wackelt, was den 3D-Effekt noch weiter verstärkt.</p>
<p>Wer Monsters vs. Aliens in 3D sehen will: Der Heise Verlag führt eine halbwegs aktualisierte Liste von 3D Kinos in Deutschland (wobei das Colosseum in Berlin noch fehlt).</p>
<p><span style="text-decoration: line-through;"><a title="http://www.heise.de/ct/3D-Kinos-in-Deutschland-Oesterreich-und-der-Schweiz--/hintergrund/meldung/120148" href="http://www.heise.de/ct/3D-Kinos-in-Deutschland-Oesterreich-und-der-Schweiz--/hintergrund/meldung/120148">http://www.heise.de/ct/3D-Kinos-in-Deutschland-Oesterreich-und-der-Schweiz&#8211;/hintergrund/meldung/120148</a></span></p>
<p>((Durch die Seitenumstellung bei c&#8217;t gerade jetzt funktioniert der Link, und auch die bisher benamsten Alternativen, nicht.))</p>
<p>Ich kann mir jedenfalls sehr gut vorstellen, Computer-Animierte Filme ab sofort nur noch in 3D zu sehen. Ob auch Real-Filme das hinkriegen? Nun, James Cameron verspricht für seine Produktion <a href="http://www.imdb.com/title/tt0499549/" target="_blank">Avatar</a>, das zu beweisen. Ich bin mal sehr gespannt.</p>
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		<title>Watch the Watchmen</title>
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		<pubDate>Thu, 05 Mar 2009 10:07:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Boris</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Gestern abend in einem nur zu 2/3 gefüllten Kino (schlechtes Vorzeichen?) eine Preview von Watchmen gesehen. Wer hier öfters reinschaut weiß: Ich liebe das Buch und ich hatte Angst, daß Zack Snyder es versaut. Bin nicht der größte 300 Fan. Er hat es nicht versaut. Der Film ist, trotz knapp drei Stunden Länge, eine Art [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Gestern abend in einem nur zu 2/3 gefüllten Kino (schlechtes Vorzeichen?) eine Preview von Watchmen gesehen. Wer hier öfters reinschaut weiß: Ich liebe das Buch und ich hatte Angst, daß Zack Snyder es versaut. Bin nicht der größte 300 Fan.</p>
<p>Er hat es nicht versaut.</p>
<p>Der Film ist, trotz knapp drei Stunden Länge, eine Art &#8220;Readers Digest&#8221; Version des Buchs, bei der konsequent fast alle Subplots entfernt wurden, was aber der Übersicht dienlich ist. Gefühlt fehlt das halbe Buch &#8211; aber man vermisst es während des Anschauens nicht. Es wurde auch am Ende gefummelt, aber überraschenderweise gibt die Film-Version fast noch mehr Sinn, obwohl sie wohl nur gemacht wurde, um die Zahl der Charaktere und Handlungsstränge zu reduzieren. Der Schlüsselsatz ist noch da (&#8220;Ich habe es vor 35 Minuten getan.&#8221;) &#8211; als ich den das erste Mal vor fast zwanzig Jahren las, sagte ich &#8220;Uff!&#8221; und klappte erstmal das Buch zu.</p>
<p>Also, mit diesen Änderungen am Plot bin ich einverstanden &#8211; alles andere hätte in einem Fünf-Stunden-Film geendet, den keiner ohne Comic-Kenntnis verstanden hätte.</p>
<p>Ein bisschen schade finde ich aber die Anpassungen an das moderne Publikum. Der Splatter-Anteil wurde, meiner Ansicht nach ohne wirklichen Grund, deutlich erhöht. Das fängt bei Details an (in Kampfszenen sieht man mal einen brechenden Knochen aus dem Fleisch stoßen), führt bei Rorschach zu einer fiesen Charakteränderung (wie er mit dem Kindesentführer umgeht &#8211; die Comic-Variante ist viel besser, aber leider halt durch die ollen Saw-Filme entwertet) und Snyder macht für mich die letzte &#8220;Sterbeszene&#8221; im Film kaputt; für einen letzten Splatter-Effekt, den die handelnden Personen nicht verdient haben.</p>
<p>Aber, hey, das ist Jammern auf hohem Niveau. Hier kann man wirklich erst den Film gucken und nachher zur Vertiefung das Buch lesen und kommt beide Male nicht zu kurz.</p>
<p>Das einzig wirklich nervige, dafür kann Zack Snyder nix: Mittelmässige Kopie in einem analogen Kino. Die im Quicktime-Trailer knackig scharfe Mars-Sequenz wird da auf der Leinwand zu einer billigen Matsche, die einen schon fragen läßt, warum man Eintrittsgeld zahlen soll, statt sich einfach eine DVD (ich rede nicht mal von Blu-Ray) zu kaufen.</p>
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		<title>Kinorückblick 2008</title>
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		<pubDate>Mon, 05 Jan 2009 16:23:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Boris</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Ich war viel zu wenig im Kino. Und hab noch weniger darüber gebloggt, obwohl ich das eigentlich gerne mache. Deswegen hier im Schnelldurchlauf und ohne richtige Reihenfolge ein Checkup einiger meiner ungebloggten Kino-Besuche 2008. Maximal einen Absatz pro Film. The Dark Knight. Bringen wir es hinter uns, zur Steinigung bitte hinten anstellen: Der war gut, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich war viel zu wenig im Kino. Und hab noch weniger darüber gebloggt, obwohl ich das eigentlich gerne mache. Deswegen hier im Schnelldurchlauf und ohne richtige Reihenfolge ein Checkup einiger meiner ungebloggten Kino-Besuche 2008. Maximal einen Absatz pro Film.</p>
<p><strong>The Dark Knight.</strong> Bringen wir es hinter uns, zur Steinigung bitte hinten anstellen: Der war gut, aber bei weitem nicht so toll wie alle sagen. Um genau zu sein &#8211; der Joker ist auch meiner Meinung nach untoppbar, aber Batman (ich hack mich mal in alle Handys der Stadt) ist ne Lachnummer, unfreiwillig. Und in den letzten dreißig Minuten kippt der Film ganz seltsam um &#8211; erst wird haarklein dargestellt, wie &#8220;böse&#8221; auch die normalen Menschen unter Druck sein können, und dann wird die Fähren-Nummer typisch amerikanisch aufgelöst und sogar die Bösen Buben sind auf einmal Gut&#8230;</p>
<p>Ironman. Spannungsabfall: Ich liebte bei aller Absurdität (Herzoperation und Quantenphysik in einer staubigen Höhle in Afghanistan) die erste halbe Stunde und den sehr, sehr zynischen Tony Stark. Dann war er nur noch gut. Das Finale fand ich sterbenslangweilig. Lag vielleicht am Jetlag (in USA gesehen).</p>
<p><strong>Tropic Thunder.</strong> Extrem komisch. Insbesondere weil, wenn man denkt &#8220;Das ist jetzt zu eklig&#8230;&#8221; (Ich sag nur Regisseur) dann setzt er noch einen drauf und noch einen&#8230; Und der extrem böse Monolog von Downey Jr. zum Thema &#8220;Gewinn einen Oscar in dem du&#8230;&#8221;, der in den USA für Empörung sorgte, außer natürlich bei den wirklich Betroffenen, die wahrscheinlich den Zynismus nicht gegen Behinderte, sondern gegen die Vermarktungsmaschinerie tatsächlich verstanden.</p>
<p><strong>Wall-E.</strong> Keiner rendert schöner als Pixar. Wall-E ist der moderne Buster Keaton &#8211; einfach unglaublich. Der Plot ist der löchrigste, den Pixar jemals verfilmt hat (da könnte man sooooolche Abhandlungen schreiben), aber es stört nicht, denn man kann sich an den Bildern einfach nicht satt sehen. Und am Sound nicht satt hören. Oscar bitte für Ben Burtt. Muß man in einem Kino mit Digital-Projektion sehen.</p>
<p><strong>Eagle Eye.</strong> Au Backe. C-Movie Drehbuch mit A-Movie Production Values. Der ganz große Haken: Der Film nimmt sich und seinen Plot ernst. Als Parodie würde der wahrscheinlich sogar funktionieren. So wie Indiana Jones beispielsweise, wo jede Szene sagt: He, ist nur ein Film, wir wollen nur ein bisschen Spaß haben.</p>
<p><strong>Shine a Light.</strong> Großer Film, der leider auch zeigt, daß Mick Jagger schon mal eine bessere Stimme hatte. Bitte nicht auf DVD gucken, der gehört in ein Kino mit guter Tonanlage. Hätte mir aber mehr Hintergrundinfo gewünscht. Die ersten zehn Minuten deuten nur an, wie primadonnenhaft die Stones Marty und Team behandelt haben müssen.</p>
<p><strong>Brügge sehen und sterben.</strong> Mein Film des Jahres. Noch nicht gesehen? DVD bitte sofort im gut sortierten Fachhandel kaufen. <a href="http://www.dreisechzig.net/wp/archives/1088">Mehr hier</a>.</p>
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		<title>Ein Quantum Film</title>
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		<pubDate>Thu, 13 Nov 2008 09:58:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Boris</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Lange nix mehr über Filme geschrieben, dabei hab ich doch Meinungen zu Dark Night, Tropic Thunder und anderen Filmen des Sommers. Aber jetzt muß ich schnell noch was loswerden zu der 007-Spätvorstellung die ich mir gestern noch gegeben habe. Das Quantum Trost ist zwar nicht wirklich grottig, aber trotzdem ein absolut schaler Actionstreifen ohne Seele [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Lange nix mehr über Filme geschrieben, dabei hab ich doch Meinungen zu Dark Night, Tropic Thunder und anderen Filmen des Sommers. Aber jetzt muß ich schnell noch was loswerden zu der 007-Spätvorstellung die ich mir gestern noch gegeben habe. Das Quantum Trost ist zwar nicht wirklich grottig, aber trotzdem ein absolut schaler Actionstreifen ohne Seele und ohne guten Regisseur oder Cutter. Die Actionszenen sind alles dröge Verfolgungsjagden, die Neues nur zeigen, wenn man es mit einem bisher technisch nicht möglichen Spezialeffekt (Kamerafahrt hinter dem durch ein Glasdach stürzenden Bond) machen konnte. Bond läuft über Dächer, Hotels und zum Schluß durch ein absurdes menschenleeres High-Tech-Hotel in der Wüste. Die Action ist auf Kameraeinstellungen und &#8220;cooler Look&#8221; optimiert, macht aber teilweise keinen Sinn. Es ist unmöglich, in der Gerüst-Szene in Siena zu kapieren, wer nun warum wo ist. Sie will verzweifelt eine toll konstruierte Szene sein, die hoffnungslos versagt. Selten hat mich eine Autoverfolgungsjagd so kalt gelassen wie die ersten zehn Minuten. Es gibt in den Actionszenen nicht eine Einstellung, die dem Zuschauer mal einen Überblick verschafft, sondern nur die ständigen 0,3-Sekunden-Schnitte wie in den Bourne Filmen, nur eben nicht so gut wie in den Bourne-Filmen. Und bitte erklär mir einer, warum am Ende irgendwas wirklich aufgeklärt sein sollte? Greene war doch nicht der Kopf der Organisation sondern auch nur ein weiterer Handlanger so wie White (der ja immer noch lebt). Ist im nächsten Film ein Mr. Blue dran? Und dieses leere High-Tech-Hotel mit Explosiv-Stoffen auf jeder Etage macht mich wirklich fertig. Was für ein Setting sollte das sein? Das toppt Venedig als &#8220;blödsinnigstes Finale eines Bond-Films&#8221; problemlos.</p>
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