Danke, Stan

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Bitte eine Gedenkminute für Stan Winston. Er hat den Terminator zum Laufen gebracht, Michael Jackson in ein moonwalkendes Skelett verwandelt und lebensgroße Dinosaurier in den Jurassic Park geschickt. Ohne Stan hätten wir in den letzten 25 Jahren im Kino weit weniger gestaunt. Sieben Jahre lang kämpfte er gegen Knochenmark-Krebs; Sonntag hat er den Kampf leider endgültig verloren.

Hastala Byebye, Marty McFly

Filme, Random Noise 9 Kommentare »

Nicht nur, daß ein Feuer in den Universal Studios die Kulissen niedergebrannt hat, in denen die Schlüsselszenen von “Zurück in die Zukunft” entstanden – beim Recherchieren im Internet stelle ich mit Schrecken fest, das in den Universal Studios auch der “Back to the Future”-Ride zugemacht und soeben durch eine Simpsons-Attraktion ersetzt wurde. Dabei war das doch die Nummer Drei auf meiner All-Time-Ride Liste:

  1. Star Tours, Disneyland - “Ease up on the main thruster!”
  2. Indiana Jones, Disneyland - “Snakes! I hate snakes!”
  3. Back to the Future, Universal Studios - “Hastala Byebye!”

Daher einen kurzen Gruß an die Back-to-the-Future-Crew und natürlich insbesondere an Michael J. Fox (dessen grandiosen Gastauftritt in Boston Legal ich gerade letzte Woche gesehen hatte).

If Adventure has a name…

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…it must be Indiana Jones.

Stand auf dem Teaser-Plakat für Indiana Jones and the Temple of Doom und gilt auch heute noch. Kingdom of the Crystal Skulls ist ein atemberaubender Abenteuerfilm.

Ich ging mit niedrigen Erwartungen und möglichst wenig Vorwissen ins Kino (gerade mal den Trailer gesehen) und wurde nicht nur angenehm überrascht, sondern gefesselt. (Keine Angst, der Beitrag bleibt absolut spoilerfrei, ich will niemandem was versauen). Spielberg holt aus den augelutschtesten Situationen nochmal was raus, baut eine extrem lange Dschungelverfolgungsjagd die sich einfach weigert, langweilig zu werden und versenkt Millionen von Dollar in einem Setdesign des Jahres 1957, das auch die obligatorische Dialogszene, in der dem Publikum der Plot erklärt wird, zu einem optischen Genuß macht. Der Film ist nie langweilig, und das ist selten heutzutage – und macht damit sogar den Plot erträglich, der bei jedem anderen Regisseur ins absolut lächerliche abgeglitten wäre. Selbst ich, der sonst bei jeder Handlungsinkonsistenz am liebsten das ganze Kinopublikum belehren möchte, habe Minuten gebraucht, um mir selbst die Schlüsselfrage zu stellen (spoilerfrei): Wer hat denn das Ding am Schluß eigentlich gebaut? Die, die es konnten, nun ja, die konnten es ja nun offensichlich nicht, oder? Wie ein großartiger Zauberer setzt Spielberg jeden Taschenspielertrick ein, damit man die “Löcher” einfach nicht sieht, selbst wenn man will. Beim zweiten Ansehen klappt das wahrscheinlich nicht mehr.

Auch der junge Sidekick ist nicht etwa eine Notlösung, sondern einfach ein hervorragender Charakter, perfekt eingebunden, sauber gespielt. Wenn man sich nur nicht andauernd fragen würde, warum der Sänger von Depeche Mode immer noch so jung aussieht…

Zehn Bonuspunkte für die zynische Kritik an der heutigen politischen Situation in den USA (man ersetze einfach eine Zeit lang in den Dialogen “Kommunisten” durch “Terroristen”) und weitere zehn für die Chuzpe, den Hauptdarsteller am Ende der ersten atemlosen halben Stunde in eine Situation zu bringen, die James Bond 40 Jahre lang nicht durchstehen mußte, sowieso nie im Leben überlebt hätte, und diese auch noch so zu verkaufen, daß man nicht laut “Neeee” stöhnt, sondern applaudiert. Bei jedem anderen Film wäre das die Schlußszene gewesen. Hier folgen noch neunzig Minuten.

Hut ab, Steven. Gut gemacht.

Der Video Marktplatz wird schneller

Filme, Xbox 360 43 Kommentare »

Grüße nach Hamburg (Hallo Tim): Warner Bros. hat heute bekannt gegeben, daß Video-on-Demand-Dienste (wie zum Beispiel der Xbox Live Marktplatz) Filme ab sofort in Deutschland zeitgleich mit dem DVD-Start zeigen dürfen. Also können voraussichtlich am gleichen Tag, an dem Händler aktuelle Streifen wie “Der goldene Kompass” oder “I am Legend” ins DVD-Regal räumen, die Xbox-Live-Kunden auch den Film downloaden und anschauen. Natürlich meistens (hoffentlich immer) auch gleich in High Definition.

Das deutschsprachige Filmangebot auf Xbox Live wird langsam aber sicher immer attraktiver. Ja, mir persönlich geht es manchmal auch nicht schnell genug, doch Fortschritte werden gemacht und Warner zeigt als erster Film-Anbieter, daß Downloads eine große Zukunft als Vertriebsweg neben DVD und Fernsehen haben.

Back in the office (from the movies)

Filme, Random Noise 11 Kommentare »

So, meine dreiwöchige USA-Reise ist beendet. Was in Woche Zwei und Drei so alles passiert ist, ist nix fürs Blog. Aber: The future’s so bright, I gotta wear shades.

Kurzer Kino-Zwischenbericht: No Country for Old Men - brillant. There will be Blood - verstörend, definitiv kein Gute-Laune-Film. Michael Clayton - nett, aber nicht mehr. Vorhersehbar, langatmig und einige seltsame Denkfehler (wieso darf der attraktivste, charismatische Anwalt nicht ins Gericht sondern muß den Fixer spielen?). Liebe Drehbuchautoren, die Idee mit der langatmigen Rückblende ist overdone. Aber ich hab Clooney in den letzten paar Minuten abgenommen, was er sagt. Enchanted (an Weihnachten verpaßt) - bis auf die letzten zehn Minuten hervorragend. Komisch wieso Disney zur Zeit die Selbstironie so gut gelingt. Und ich mag große Musical-Nummern.

Ganz klarer Hit (achtung, kalauer) des Jahres ist aber bis jetzt “In Bruges” (”In Brügge”). Zweit Dubliner Hitmen werden aufgrund eines bös schiefgegangenen Auftrags von ihrem Boß nach Brügge (in Belgien) geschickt, um unterzutauchen. Einer verliebt sich in die (wunderschön gefilmte) Stadt, ein anderer findet am “Shithole” erst Interesse, als er bei Dreharbeiten für einen Film einen Zwerg kennenlernt. Dann stellt sich heraus, worum es dem Gangsterboß wirklich geht und der Humor muß sich ein wenig Thriller und sogar einem Hauch Splatter unterordnen. Nur um dann mit einem famosen Schlußmonolog zu enden. Zwischendurch gibt es einige Szenen, bei denen das Lachen im Halse stecken bleibt. Grandioser Film, muß man im Original sehen, weil Ralph Fiennes gefühlte zweitausend “Fuck”s nicht zu übersetzen sind. Oh, und den Film in USA zu sehen, obwohl sich ganz böse über amerikanische Touristen lustig gemacht wird, ist ein besonderes Erlebnis.

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