Quellenquiz mit Robbie

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Als ich das erste Mal das Video zu “Rudebox” gesehen hatte, dachte ich eine Augenblick lang: Mann, ist Justin Timberlake aber alt geworden. Das Mr. Williams nach dem völlig unhörbaren “Intensive Care” Schmalz tatsächlich noch ein Album rausbringen würde, daß ich freiwillig kaufe (und auch noch beblogge), war schwer vorstellbar.

Rudebox ist am ehesten vergleichbar mit einem guten Joe Dante-Film, so wie etwa “Gremlins”. Am meisten Spaß macht es, die Quellen rauszufinden, die in den Songs gut versteckt sind. Daß der Refrain von Rudebox von Sly & Robbie (nicht Williams) stammt, ist schon was fürs Fortgeschrittenen-Niveau. Drei kleine Quizfragen:

  1. Woher stammt die Textzeile “Hotel, Motel, Holiday Inn”?
  2. Woran lehnt der Bass-Groove aus “Never Touch That Switch?”
  3. Wieviele Pet Shop Boys-Tracks sind in “We’re the Pet Shop Boys” versteckt?

Insgesamt halt eine echte Produzenten-Platte, irgendwie sogar ein Konzept-Album nach dem Motto: Was hat Robbie vor zwanzig Jahren für Musik gehört. Nur die weibliche Fanbasis wird das Album hassen. C64-Besitzer und Trio-Fans (Da, Da, Da) hören einfach nur Track 1, die bekannte Rudebox, und freuen sich. Gegenüber der Single hört das auf dem Album sogar mit einem schönen Synthie-Solo auf. Die 80er leben.

Eine totale Entgleisung gibt es aber: Sein Remake von “King of the Bongo” fängt werkgetreu an (gut), wird dann aber mit Instrumenten so zugekleistert, daß der Charakter des Originals völlig den Bach runtergeht. Schade, kaputtproduziert.

Ein neues Stöckchen: One Track Albums

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Kennt Ihr das? Man hört einen wirklich tollen Song, kauft vor lauter Vorschußlorbeeren das ganze Album, und das ist der Rest einfach, naja, sagen wir mal, nicht Euer Geschmack. Und weil Kollege Austinat mir andauernd irgendwelche Internet-Listen-Stöckchen zuwirft, kriegt er jetzt mal eins von mir. Ein selbst ausgedachtes!

Also, gesucht sind Musikalben (keine Compilations) die man hat und von denen man genau einen einzigen Track hört. Mal schauen, wieviel ich auf die Schnelle zusammenkrieg.

Sportin’ Life von Mink DeVille: Italian Shoes

There’s something about me, the women all love, I wear Italian Shoes.

Diese funkige Nummer hat sich auf einem Album schmalziger New-Orleans-Blues-Balladen versteckt. Jahrelang habe ich Mink/Willy de Ville Alben nach einem weiteren solchen Driver abgehört. Das Cover mit dem Goldzahn ist übrigens auch stark.

Word Up von Cameo: Word Up

Come on Mama tell me whats the word, word up….

Stammt aus einer ähnlichen Lebensphase, läßt sich mit Italian Shoes wahrscheinlich sogar mixen. Mir völlig unerklärlich, warum ich alle anderen Tracks von Cameo nicht mal 30 Sekunden ertragen kann (oder umgekehrt warum Word Up meine All-Time-Lieblings-Rap-Nummer ist).

White Bread, Black Beer von Scritti Politti: The Boom Boom Bap

..the Tip-A-Tip-Tap. That’s the beat of my heart.

Die beiden Scritti Politti-Alben aus den 80er Jahren sind auf meiner All-Time-Favourites-Liste, das 99er Album war seltsam und beim Einlegen der 2006er-Platte dachte ich nach dreissig Sekunden: Haleluja! Leider war das Gefühl nach vier Minuten wieder vorbei, denn auf den Geistesblitz folgen 13 Langweiler. Schaaade.

Demon Days von den Gorillaz: Feel Good Inc.

Watch me as I gravitate, haha ha ha ha…

Obwohl ich das erste Album der Gorillaz nicht ausstehen konnte, hab ich diesen Track, drei, viermal im Radio gehört und durch Zufall bei Burger King das Video gesehen, bin dann in den Plattenladen daneben gegangen und hab das Album gekauft. Großer Fehler. Ich mag die Gorillaz immer noch nicht. Aber Feel Good Inc ist toll!

Riptide von Robert Palmer: Addicted to Love

You know you gonna have to face it your’re addicted to love

Zugegeben, “I didn’t mean to turn you on” hör ich auch noch. Aber Addicted to Love war so ein “Diese Album muß ich haben” Ding und dann ist das der einzige Track, der so klingt. Im Laufe der Jahre hab ich Robert Palmer schätzen gelernt, aber Riptide bleibt immer negativ vorbelastet.

Stadium Arcadium von den Red Hot Chilli Peppers: Dani California

Lookin’ down the barrel of a hot metal forty five, just another way to survive

Tut mir leid, Lulu. Den Rest dieses Doppelalbums kann ich wegen seiner Mittelmässigkeit nicht hören. Mehr dazu hier…

So, das wars. Ist spät geworden. Jetzt nocheinmal ausholen und Stöckchen nach San Francisco werfen. Na, gefangen, Roland?

Arrested CD Laufwerk

Aufreger, Musik 15 Kommentare »

ARGH! Nach dem grandiosen Live Konzert in Leipzig heute dann auch das Comeback-Album von Arrested Development bekommen. Aber natürlich PC-abspiel-geschützt. Was für ein Schwachsinn - ich hatte das jetzt monatelang verdrängt. Ist den Plattenfirmen immer noch nicht aufgefallen, daß die Raubkopierer da nur laut lachen, während ich die Platte jetzt nicht anhören kann? Guck ich weiter nur das lustige Booklet an…

Lauwarm statt Red Hot

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Seit Ende Mai quäle ich mich nun mit “Stadium Arcadium”, der (inzwischen nicht mehr ganz so neuen) Platte von den Red Hot Chilli Peppers rum. Und weil ich die Jungs so sehr mag, hab ich jetzt X Versuche von “Hör dir die Platte nochmal an, du hast sicher was überhört” hinter mir. Gefallen tut sie mir immer noch nicht.

Dabei fängt sie ja sogar toll an. Beim ersten Hören von Dani California dachte ich nur spontan “Ja! Das wirds! Und gleich ein Doppelalbum…” Aber dann kommt geschleckte Ballade auf geschleckte Ballade.

All das würde mich ja auch gar nicht so sehr aufregen, wenn nicht andauernd geredet würde, daß das ihr bestes Album seit Jahren sei. Einspruch Euer Ehren: Vielleicht als Gesamtkunstwerk, bei dem alles ähnlich klingt. Aber auf fast allen anderen Alben der letzten Jahre gab es mindestens einen absolut rausragenden Song mit entweder viel Energie (Can’t Stop) oder un-balladiger Ballade (Californication). Und soooo toll ist Dani California dann auch wieder nicht.

Die einzig wahren Chilli Peppers sind aber weiterhin die, die Blood Sugar Sex Magic aufgenommen haben. Das Album platzt vor Energie, reißt mit und läßt selbst simpleste Gitarrenriffs mitstampfbar erklingen. Stadium Arcadium ist davon Lichtjahre entfernt.

Das Comeback des Jahres

Fernsehen, Filme, Gadgets, Musik, Software 14 Kommentare »

Wer schohne.de und dann dreisechzig.de eine Weile verfolgt hat (oder einfach mit der Kategorie-Funktion alles zum Thema “Gadgets” sucht), ahnt, daß ich die Pioniere des portablen Musikplayers schnöde im Stich gelassen habe. Letzten März ersetzte ein Ipod 4G mit 30 Gigabyte den Zen NX, ein Zen Micro als Zweitplayer kam nach ernüchterndem Einsatz mit einem Napster-Abo wieder in die Asservatenkammer. Und zum Thema Videoplayback gab es den Samsung YH-999, der sich mit meinem Windows Media Center gut synchonisierte, und vor kurzem, oh Graus, von einem Windows-Mobile-Handy abgelöst wurde.

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