Philosophische Gedanken: Am meisten ärgert die Internet-Gemeinde, daß auf den Pressekonferenzen im wesentlichen Spiele gezeigt wurden, über die eh jeder schon Bescheid weiß. Der eine oder andere vermisst die große Spiele-Sensation, den bisher unbekannten Titel, der alles andere wegbläst. Einige Betrachtungen dazu:
Auf den letzten Messen war dieser “unbekannte Titel” eher ein neues Zelda oder ein neues Mario oder so was – auch nicht gerade die großen Innovationen, sondern nur neues Futter für die Fans.
Viele Hersteller in der Branche haben endlich kapiert, daß man durch intensives Reden über Spiele, die erst in anderthalb Jahren erscheinen, nur die Spiele kaputtmacht, die in sechs Monaten kommen. Auch in den folgenden Jahren wird sich 90% der E3 mit den Titeln von Juli bis Dezember befassen und nicht mit Sachen, deren Entwicklung gerade begonnen hat.
Und dann kommt natürlich besonders dick, daß durch “Leaks” und Informanten im Internet die eine oder andere Geschichte, die eine Überraschung sein sollte, auf einmal keine mehr ist.
Umgekehrt wollen viele Publisher den Titel “Best of E3” für ihre Programme ergattern, und dazu muß man schon im März die große Tour machen, um die Juroren frühzeitig einzustimmen – was aber in Zeiten des Live-Bloggings jedweden kleinen PR-Events nur noch dazu führt, daß man sich das eben nichts für die E3 aufheben kann. Ohne die ganzen Gamers Days im Februar und März wäre das eine oder andere auf der E3 eine echte Überraschung – aber die Zeiten sind vorbei.
Den ganz bösen Sturm hat natürlich Bungie ausgelöst, die eigentlich über ein neues Produkt reden wollten, aber dann vom Publisher zurückgepfiffen wurden. Keine Ahnung, was da genau ablief, aber vielleicht sollte einfach nur die Regel “Rede jetzt noch nicht über Spiele aus 2009” eingehalten werden.
Neue Kommentare