Frühlingsgefühle mit dem USB-Stick
Das seit Tagen umherlaufende Gerücht, das Xbox 360 mit einem Update USB-Sticks weitreichend unterstützen wird, wird jetzt endlich seine Bestätigung finden. (Und der Kerl, der die technischen Dokumente dazu geklaut und ins Netz gestellt hat, wird hoffentlich geteert und gefedert.)
Im Laufe des 6. April wird dieser neue Update auf die mit Xbox Live verbundenen Konsolen gespielt (nein, es gibt keine genaue Uhrzeit, die Konsolen werden schubweise auf den neuesten Stand gebracht). Ist diese neue Dashboard-Version dann installiert, kann man die meisten USB 2.0 Sticks einfach einstecken und für Xbox 360 “formatieren”. Bis zu zwei Sticks können gleichzeitig eingesteckt werden, aber wenn man will, kann man Dutzende von Sticks (nur eben nacheinander) benutzen.
Beim Formatieren wird der Stick mit einer FAT32 Partition überschrieben und dann eine bis zu 16 GB große Datei angelegt, die für Xbox-Programme dann wie eine (kleine) angeschlossene Festplatte aussieht. Der übrige Speicherplatz kann am PC genutzt werden, wer also auf einem 8 GB Stick nur 4 GB für Xbox nutzt, kann die andere Hälfte weiter am PC benutzen. Aber Vorsicht: Bei der Formatierung werden in jedem Fall schon vorhandene PC-Daten gnadenlos gelöscht. Außerdem wird der Stick auf Geschwindigkeit und Fehler geprüft; besonders langsame Sticks können nicht verwendet werden.
Der Stick kann dann fast alles speichern, was die Festplatte speichern kann: Spielerprofile (Gamertags), Spielstände, Arcade Games, Indie Games, Direkt-Kauf-Spiele und auch “Installationen” von Spiele-DVDs. Bei einigen Spielen und schnellen USB-Sticks sieht man dann einen weiteren Geschwindigkeitsgewinn, wenn sie viele kleine Dateien nachladen, was auf DVD langsam, auf Festplatte schneller, auf USB-Stick aber deutlich schneller geht.
Was der Stick nicht aufnimmt sind Spiel-beschleunigende Caches (wie beispielsweise bei Halo 3) – die sind weiterhin der Festplatte vorbehalten. Andererseits kann man damit auch wiederum Spiele, die von der Installations-Funktion nicht so profitierten, beschleunigen, weil jetzt die installierte Fassung auf dem USB-Stick liegt und damit den Cache auf der Festplatte nicht mehr ausbremst (yep, auch hier wieder Halo 3 als Beispiel).
USB-Festplatten werden nicht unterstützt – die sind nämlich deutlich langsamer als Sticks und die original Xbox-360-Festplatte und würden zu Performance-Problemen führen.
Eine Überraschung gibt es noch: Im “Speicher” Menü des Xbox 360 Systembereichs gibt es jetzt neue Optionen um gesammelt Inhalte von einem Speicher auf einen anderen zu verschieben. Also: Alle Spielstände bitte von der Festplatte auf den Stick verschieben – geht flott und geht, meinen Informationen nach, mit ALLEN Spieleständen, auch denen, die sich bisher dem einzelnen Verschieben verweigerten (muß ich aber noch ausprobieren!). Und die neue Verschiebefunktion unterstützt auch Festplatten, die am Transferkabel hängen. Wer also Daten von einer auf eine andere Xbox-Festplatte übertragen will (ohne die alten Daten zu löschen), kann mit dieser neuen Funktion aufatmen (und braucht keine Programmdisk mehr, das Transferkabel genügt). Man kann aber auch erst alles auf einen USB Stick schieben und dann auf einer zweiten Konsole wieder auf die Festplatte bringen.

Damit wären dann, glaube ich, einige lange von Benutzern angemängelten Punkte beseitigt.
Es wird auch einen “offiziellen” USB-Stick von der Firma Sandisk geben, der im Xbox 360 Design erstrahlt und einige Extras mitbringt. Mehr Informationen gibt es bald bei Sandisk.
Limited Edition mit 250 GByte Festplatte………… Normale Elite mit 120 GByte Festplatte