Das hier ist kein Testbericht und auch kein Slamming eines Produkts aus “anderem Hause”. Aber einiges ist mir doch am PSP aufgefallen, der seit ein paar Tagen im Büro liegt.
Das Ding hat viel zu viele Knöpfe, Schalter, Hebel, Ports, Schächte, Menüs, Icons und andere Bedienelemente. Und noch eine kabelgebundene Fernbedienung. Irgendwie hat die Featuritis dieses Teil zu einem unhandlichen “Kann spielen und ziemlich miserabel andere Sachen” Gerät gemacht. Was ich so über die Mediaplayer-Funktionalität lese (insbesondere die Beschickung per USB oder Memory Stick) (nicht selber ausprobiert) läßt wohl jeden direkt ein Microsoft-Produkt herbeisehnen.
Ich werde mit zunehmendem Alter ungeduldiger und die Ladezeiten sind enorm. Allerdings ist das “Instant Save” Feature bahnbrechend. Mitten im Spiel einfach ausschalten, später einschalten und weiterspielen - kann DS das auch? Haken ist nur, daß dabei offensichtlich Teile des RAMs gelöscht werden und direkt nach dem Einschalten zu häßlichen Nachladepausen führen können.
“Ridge Racers” ist das perfekte Beispiel warum Spieleentwickler mogeln müssen. Es sind immer nur zwei gegnerische Autos (und das eigene) real auf der Strecke; erst wenn eines weit genug nach hinten gefallen ist, wird vor dem Spieler eines abgesetzt. Im Replay hab ich zweimal gesehen, wie ein gegnerisches Auto vor mir aus dem Stand in einer “Parklücke” beschleunigte. Das klappt technisch (kein Ruckeln)wie auch spielerisch (Entzerren des Feldes, Rennen kann immer erst in der letzten Runde gewonnen werden). Und die Drift-Steuerung ist extrem freundlich und hat mit Realität aber auch gar nix mehr zu tun. Aaaaber - man fühlt sich wahnsinnig cool beim Spiel weil auch die schwierigsten 90-Grad-Kurven mit minimaler Übung gemeistert werden können und es so wirkt als könne man ganz toll sliden und driften. In PGR2 geht das nicht…
Der Bildschirm ist auf den ersten Blick einsame Klasse, denn Auflösung und Kontrast sind nie dagewesen hoch. Aber der Schirm hat seltsame “Colourbleeds” (gelbe Autos haben zum Beispiel immer einen Halo um sich herum) und die Schaltgeschwindigkeit ist brutal langsam (laut c’t so eine zehntel Sekunde). Das sieht man in Ridge Racers auch, es ist hart an der Grenze, das Spiel zu beeinflussen, weil man weiter entfernte, sich schnell bewegende Autos nicht ganz eindeutig auf Positionen setzen kann. Ich brauch noch ein paar mehr Spiele (und ‘nen UMD-Film) um mir ein endgültiges Urteil zu bilden.
Während ich mich privat also noch nicht zu den PSP Käufern zähle, kommt nächste Woche (wenn ich in USA bin) ein DS ins Heimreisegepäck. Und wehe Wario Ware Touch ist noch nicht draußen!
In Spiegel Online Interviews mit Harald Schmidt und Fred Kogel gleich zweimal gelesen, dass die Zuschauerquote von HS bei der ARD doppelt so hoch ist wie bei SAT.1, obwohl die Sendung eigentlich nur eine reduzierte Version des alten Programms ist. Das kann drei Bedeutungen haben:
- Es gucken mehr Leute weil Zerlett nicht mehr dabei ist. Eher unwahrscheinlich.
- Es gucken mehr Leute weil die Show 45 Minuten früher aufhört und nur zweimal die Woche kommt. Sprich, es haben einfach mehr Leute die Gelegenheit oder die Angst, was zu verpassen.
- Das ganze Quotenberechnungssystem ist Müll. Wenn mich meine Erinnerung nicht trügt, werden die Quoten aus ein paar Tausend verdrahteten “repräsentativ ausgewählten” Haushalten hochgerechnet. Hmmm. Bei denen ist einfach noch die ARD nach dem guten Wetterbericht dran oder andere Messfehler streuen sich da ein.
Ich glaube eher an die Nummer 3. Die ganze Quotenberechnung war mir schon immer sehr suspekt. Man kriegt ja noch nicht mal eine ordentliche Wahlhochrechnung hin, wie die letzten Wahlen anschaulich gezeigt haben. Und mit der Verbreitung von Digitalen Videorecordern mit Timeshift geht die Berechnung doch eh völlig vor die Hunde.
Es sei hier aber ausdrücklich festgehalten, dass ich Harald diese Quote gönne. Nach dem schwachen Start guck ich jetzt ja auch wieder regelmässig.
Stark! Bei Lidl gibt es eine Handkreissäge mit Laser! Auric Goldfinger lacht!
Wenn selbst ewig nörgelnde Personen World of Warcraft über den grünen Klee loben und davon reden, wie süchtig das macht, dann lasse ich die Finger erst recht davon. Schon jetzt hat der Tag viel zu wenig Stunden, zu viel bleibt liegen und manche Menschen fühlen sich vernachlässigt. Und da ich mich kenne, bleibe ich WoW-freie Zone. Was keine Kritik am Produkt darstellt.
Digitales Fernsehen schön und gut, aber der Traum hat Risse in der elektronischen Programmzeitschrift, kurz EPG genannt.
Im Wohnzimmer steht für die ganze Familie ein Fast PVR-100, ein schnörkelloser, einfach zu bedienender Festplatten-Rekorder fürs analoge Kabelfernsehen. Und trotzdem möchte ich ihn aus dem Fenster werfen denn er hat, trotz korrekter Programmierung, eine Folge “Monk” nicht aufgenommen. Genau die, bei der ich in Dublin war. Die genaue Erklärung, was da passiert, findet man hier, aber Fakt ist, daß der Elektronische Programm Guide eben keine Sicherheit bietet. Und wenn ich lese, daß einige Leute so Folgen von “24″ verpasst haben - denen steigt die Galle sicher noch höher.
Im Keller steht seit kurzem ein selbstgeschraubter Windows Media Center 2005 PC. Schöne Sache (mehr dazu später), aber auch hier hat der EPG diverse Macken. So sucht man zum Beispiel vergeblich die Kochsendung “Schmeckt Nicht Gibt’s Nicht” (durchaus empfehlenswert) weil irgendjemand in der EPG-Redaktion die als “Unschmeckend gibt’s nicht” eingibt. WARUM?
Andererseits steht im Videotext des ZDF nach nun 13,5 Monaten immer noch “Montagsfilm” statt der Name des Films. Also zurück zur Programmzeitschrift aus Papier.

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