Mann, ist das laut hier

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Also entweder werde ich langsam alt, oder dies ist die lauteste, nervigste und überlaufendste E3 seit Menschengedenken. Nach nur einem Tag klingeln mir die Ohren. Nicht nur auf dem Xbox-Stand, auch in den Gängen drängelten sich die Leute wie Samstags auf der Games Convention. Für eine Messe, die angeblich nur für Industrie und Handel geöffnet ist, ist das ganz schön viel.

Highlight des Tages: Neben einem älteren Herrn mit "War of the Worlds" Mütze gestanden. Sah bekannt aus, schielte aber ein wenig und konnte ich nicht einordnen. Dann aufs Namensschild geguckt: Steven Spielberg. Mit nur einem dezenten Bodyguard im Hintergrund stapfte der über die Messe; in den letzten Jahren war sein Tross an Mitarbeitern deutlich größer. Hab ein Photo gemacht, denn gerade in dem Augenblick kam Xbox-Software-Chef Peter Moore für einen Plausch mit Steven vorbei. Pack ich morgen in die Gallery - die Internetverbindung hakelt mal wieder.

Gold und Silber lieb ich sehr

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Bei Xbox 360 ist ein Teil von Xbox Live umsonst und für jedermann abrufbar. Um sich einen Gamertag zu geben, Downloads durchzuführen und Sprach- und Textnachrichten auszutauschen, braucht man nicht zu löhnen und auch keine Kreditkarte anzugeben. Richtig gelesen: Für Xbox Live Silber steckt man seine 360 ins DSL-Modem, meldet sich an, und legt los.

Wenn man online spielen will, benötigt man aber ein Abonnement für Xbox Live Gold. Das wird man auch mit anderen Methoden als Kreditkarte bezahlen können (Details folgen in ein paar Monaten). Nochmal: Auch für Xbox Live Gold wird man keine Kreditkarte brauchen. Mit Xbox Live Gold wird auch Videochat möglich sein.

Das beste an den Chat-Funktionen und der Freundesliste ist, daß sie überall und übergreifend funktionieren. Wenn ich mit Xbox 360 eine DVD gucke (auf HDTV Format hochgerechnet), kann mich Heinrich zu einer Runde NHL einladen - oder einfach per Headset mit mir reden. Ich kann mit meinen Freunden reden, wenn ich gerade ein anderes Spiel als die spiele. Und jedes, aber auch wirklich jedes Xbox 360 Spiel unterstützt Xbox Live.

Ein bißchen Verwirrung gab es noch wegen den "Free Weekends", die durch die Presse geistern. Nein, nicht jedes Wochenende ist auf Xbox Live ein Freispiel-Wochenende. Aber abundzu wird es Phasen geben, zum Beispiel mal ein Wochenende, bei dem die Silber-Kunden den kompletten Gold-Dienst ausprobieren können. Beispielsweise um den Launch eines neuen Spiels zu begleiten.

Dienste, die extra kosten (zum Beispiel monatliche Gebühren für Final Fantasy 11 oder Level-Downloads für Spiele) stehen auch Silber-Kunden offen. Sprich: Man muss kein Abonnement abschließen, wenn man nur an die Downloads will und sich nicht um Multiplayer-Spiele schert. Diese Extrakosten werden über ein Prepaid-Konto abgerechnet. Man kauft (im Laden oder online) einen Code, der das Xbox-Live-Konto auflädt. Wenn was zu bezahlen ist, werden entsprechend Punkte abgebucht. Die Vorteile: Volle Kostenkontrolle und niedrigere Preise. Denn das System erlaubt es auch, Kleinigkeiten für 10 Cent das Stück anzubieten, was bei der Kreditkartenzahlung von Xbox Live bisher nicht ging.

Und das Wichtigste zum Schluß: Wer jetzt schon Xbox Live-Kunde ist, kann ohne Mehrkosten den Gold-Service benutzen und natürlich weiterhin auf "Xbox Eins" live spielen. Der Gamertag bleibt erhalten und hat automatisch Gold-Status.

Rückwärts kompatibel

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Was zum Teufel heißt "Backwards compatible with the best selling games"? Nun, es heißt, daß nicht jedes Spiel kompatibel sein wird (so wie PS2 nicht jedes PS1 Spiel spielt und GBA nicht jedes GB Spiel). Wieviele Spiele insgesamt? Heute kann das keiner sagen - an dem Kompatibilitäts-Modus wird bis zum Schluß gearbeitet. Optimiert wird dabei für alle Spiele, die sich gut verkauft haben. Das werden mehr als nur ein paar Dutzend sein. Wichtig ist aber, daß die unterstützen Spiele voll kompatibel sind. Halo 2 wird auf Xbox 360 live spielbar sein - auch gegen Leute, die "nur" eine normale Xbox haben. Ob dann auch noch unbedingt "Azurik" laufen muß…

Ein neues Gesicht

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Was man nicht unterschätzen sollte ist der Aufwand, den Microsoft zum Thema "Personalisierung der Konsole" treibt. Wie die Verkaufszahlen von diversen Limited Editions zeigen, wollen viele Leute nicht ständig den Standard-Look Ihrer Konsole sehen. Trommelwirbel: Hier kommen die Xbox 360-Faceplates. Und zur Feier der Xbox 360-Vorstellung kriegte gestern abend jeder der Partygäste eine der auf 5000 Stück limitierten Faceplates in noch dazu diebstahlsicherer Verpackung (besser eingepackt als ein Controller S: Die Packung war verdübelt!). Ich habe eine Reihe von Fotos in meine Gallery gepackt. Hier kann man deutlich den Aufwand sehen, der in so einer Faceplate steckt: Mehrere gefederte Abdecktüren, spezieller Transparentplastik um den Power-Knopf um die Lichtkreis-Effekte optimal abzubilden, Infrarotfenster für die Fernbedienung. Kurzum, mit so einem "Face" kauft der Kunde nicht einfach ein Stück Billig-Plastik wie bei manchen Handys.

Bleibt die Frage, wieviel diese Dinger diese Woche auf Ebay bringen. Anfragen zwecklos, ich hab nur eine Einzige kriegen können und die bleibt MEINS.

Und weil diverse Journalisten sich fragten, was E305 heißt (ist das der Farbstoff?) - es steht für E3 2005.

Paaaaarty!

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Weil das Hotel-WLAN nicht funktioniert, habe ich für meine werten Leser keine Kosten und Mühen gescheut, mich in einen Starbucks gesetzt, mit einem dicken Raspberry Latte bewaffnet 10 Dollar gelöhnt und nutze hier den T-Mobile Hotspot, um Infos, Bilder und Videos der gestrigen Veranstaltung abzuliefern.

Die Xbox-Abendveranstaltung gliederte sich in eine knapp 90 Minuten lange Show (als Videostream zu sehen), über die sicher im Netz viel berichtet wird, und eine Party, bei der neben den Killers auch die Chemical Brothers aufspielten.

In der Präsentation gab es eine Reihe von unerwarteten Jokes. Mein Liebling ist die Grafik, mit der J Allard zeigt, mit welchen MP3-Playern sich Xbox 360 verbinden läßt. Rechts oben in der Ecke: Ein PSP. Ja, man kann tatsächlich ein Sony PSP an Xbox 360 anschließen und die auf dem Memory Stick gespeicherten Bilder und Musiken abspielen. Ob’s auch mit den Videos geht, steht noch nicht fest. Ein Foto dieses Slides findet Ihr in meiner Gallery.

Ebenfalls einen Schmunzler gut: Steve Ballmer und Bill Gates sitzen in der Schlange vor einem Kino, auf "Revenge of the Sith" Einlaß wartend und Xbox 360 spielend. Während Steve die tollen Spielerfahrungen lobt, rasselt Bill immer nur technische Daten runter. Am Schluß sieht man, daß die beiden Herren nur ein Schachspiel auf Xbox Live Arcade gezockt haben. Aber Bill im Klappstuhl mit Star-Wars-Käppi hatte was.

Die Party hatte neben guter Musik auch einige andere Überraschungen zu bieten. So gab es drei verblüffende interaktive Projektionen. Eine davon habe ich gefilmt und ins Videoblog gelegt. Man braucht einen kleinen Augenblick um zu kapieren, wie die das machen - mal sehen, wer drauf kommt.

Außerdem stand ich dem Bringer des Todes direkt gegenüber: Jeff Minter zeigte mir Neon, den in Xbox 360 eingebauten Light Synthesizer. Für ein Interview war es leider zu laut (da kommt das Mikrofon der Exilim an Grenzen), aber ein kurzes Video hab ich auf den Server gespielt.

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