Ich spar mir eine Beschreibung des Ipod Nano (gibts auf etwa 3754 Seiten im Netz), aber einen Kommentar muß ich doch loswerden: Die Luft für andere MP3-Spieler wird sehr eng. Der Markt teilt sich in zwei klare Lager - Billige Supermarkt-Sticks und Ipod, dessen Design und Funktionalität kaum einzuholen sind. Das Apple sogar den Ipod Mini einfach kappt, noch bevor es wirklich einen erfolgreichen Konkurrenten auf dem Markt gibt, ist eine mutige aber richtige Entscheidung - Creative, so sehr ich die wahren Pioniere der MP3-Jukebox auch schätze, kann seinen Zen Micro Photo doch eigentlich einstampfen. Zumindest hätten die den nicht im Januar vorstellen, aber dann neun Monate nicht ausliefern sollen, denn in der Zeit hat Apple den ZMP-Killer bequem vorbereiten können.
Wenn Apple jetzt noch superschlau wäre, gäbe es eine “Itunes Pro”-Version mit Funktionalität so wie Media Monkey, dann würden auch noch die Leute umsteigen, die Itunes wirklich hassen. Oder eine offizielle Dokumentation des internen Datenbank-Formats, damit die Programmierer von Media Monkey und anderen Applikationen nicht andauernd alle Änderungen durch Apple selbst mühsam rausfinden müssen.
Ich werd mir den Nano aber nicht holen, weil mir auch 4 Gigabyte deutlich zu klein sind (ich habe festgestellt, daß ich doch lieber gerne ALLES bei mir habe und nehme den Zen Micro fast gar nicht mehr mit), aber denkt mal zwei bis drei Jahre weiter, wenn im Nano-Package 20-30 Gigs stecken und die Batterielaufzeit die 30-Stunden-Marke überschritten hat…
Die amerikanischen Kollegen haben ihre Preise für Xbox Live schon veröffentlicht (Europa noch nicht), aber viel Neues gibt es nicht zu vermelden: Im Prinzip bleibt der Preis für ein Xbox Live Abo (das auf 360 “Xbox Live Gold” heißt) gleich (etwa 60 Euro im Jahr), allerdings braucht man keine Kreditkarte mehr, sondern kann auch auf andere Arten und Weisen zahlen.
Auf dem “alten” Xbox Live konnte man auch sogenannte “Premium Downloads” anbieten: Zusätzliche Level, die in etwa einem Missions-Paket auf dem PC entsprechen. Der Haken an den Downloads auf Xbox Live war bisher die reine Kreditkartenabrechnung. Durch die entstehenden Gebühren lohnt sich das Geschäft erst, wenn der Download mindestens 5 Euro kostet. Ein Download kostet also bisher entweder nichts oder mindestens 5 Euro.
Bei Xbox Live auf Xbox 360 wird das anders. Downloads bezahlt man hier indirekt mit sogenannten “Punkten”. Die Punkte wiederum kann man jederzeit mit und ohne Kreditkarte aufladen. Das kann man am besten mit einem Prepaid-Handy vergleichen: Man kauft eine Karte für 20 Euro, rubbelt den Code frei und “telefoniert” den Konto-Inhalt langsam ab. Damit das weltweit funktioniert, wird das Geld nicht in einer Währung, sondern in “Punkten” gespeichert. Der Umrechnungskurs Euro in Punkte steht noch nicht fest.
Das praktische an den Punkten ist, daß man kein Gold-Abo haben muß, um sie zu benutzen. Wenn ich also gar nicht online spielen, sondern nur die Downloads haben will, kaufe ich nur ein paar Punkte und laß die Abo-Gebühr links liegen.
Und was kosten Downloads nun? Das darf jeder Spielepublisher selbst festlegen. Firma A kann sagen “Demos sind bei mir grundsätzlich umsonst”, Firma B kann je nach Demo eine bestimmte Zahl von Punkten verlangen, und so weiter. Das gleiche gilt für Levels, Autos und andere Downloads. Auf jeden Fall sind Preise von unter einem Euro für Downloads problemlos möglich. Aber wie gesagt: Was wieviel kostet, legt jeder individuell fest und kann ICH heute beim besten Willen nicht vorhersagen.
Und wo werden welche Downloads angeboten? Auch das legt der Spielepublisher selbst fest, die gesetzlichen Bestimmungen spielen aber auch eine Rolle. Ich kann heute noch nicht sagen, unter welchen Bedingungen beispielsweise ein Download, dem die USK ein Rating “ab 18″ verpaßt hat, überhaupt in Deutschland angeboten werden kann. Das ist keine Entscheidung von Microsoft, sondern des Jugendschutzes.
Das ist übrigens auch der Grund, warum das deutsche “Offizielle Xbox Magazin” auf seiner DVD auf so manches Demo verzichten muß: Ohne USK-Rating kann das Demo gar nicht vertrieben werden und 18er-Demos kann man auch nicht an den Kiosk bringen - deutsches Recht und Gesetz geht immer noch vor den Wünschen von Lesern und Redakteuren.
Mehrere Kommentare in meinem Blog ala “Ist Schwachsinn was Microsoft da macht, weil ich das in dieser Konfiguration brauche…” lassen mich dezent darauf hinweisen, daß man selber (ich inklusive) niemals repräsentativ für die breite Masse von Konsolen-Käufern ist. In den letzten Jahren hat Microsoft viel Forschung und Meinungsumfragen betrieben und die Zusammenstellungen der enthaltenen Zubehörteile sind für die breite Käuferschicht tatsächlich “vernünftig”. Natürlich will der eine oder andere statt dem Kabel lieber einen Akku haben oder sein System ganz anders zusammenstellen. Nur würde es dann tatsächlich für weniger Kunden passen (oder zu teuer werden). Schließlich soll ja auch ein vernünftiger Preis gefunden werden. Ein Beispiel: Weit mehr als die Hälfte der Kunden will zum Start keinen zweiten Controller, sondern kauft den erst nach einigen Wochen bis Monaten nach.
Wenn es eines Tages die Möglichkeit gibt, jedem Kunden seine Box maßzuschneidern, freue ich mich darauf, das dann auch zu verwirklichen; heute jedoch muß man den kleinsten gemeinsamen Nenner für möglichst viele Kunden ausliefern.
Ich privat hätte auch genug Ethernet-Kabel zu Hause und brauche auch einen zweiten Controller… aber ich bin eben nicht der “typische” Kunde.
Gerade die erste Folge von Numb3rs, der neuen Krimi-Serie auf Pro 7, gesehen. Ganz lustig, aber kann man das Konzept über mehr als vier Folgen erträglich auswalzen? Mit fällt jetzt nicht so viel mehr ein, was sich mit Mathematik halbwegs plausibel lösen ließe. Alle Serienmörder sind ja nach der ersten Folge schon mal “fangbar”…
Sehr gut: Der Matheprofessor, der seine Freizeit am Tempest-Automaten verbringt. Da haben sie wirklich mal eine intelligente Referenz zu Videospielen hergestellt.
Für Xbox 360 gibt es von Microsoft zwei verschiedene Controller. Einer hat ein Kabel, an dessen Ende ein normaler USB-Stecker haust. Das Kabel ist über 3 Meter lang und hat die von Xbox bekannte Stolperschutz-Automatik. Dank des USB-Steckers kann man diesen Controller auch am PC anschließen; den Treiber für Windows XP wird es auf der Microsoft-Webseite zum Download geben.
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