Bundlemania

Xbox 360 7 Kommentare »

Schlagzeilen machen diverse Xbox 360 “Bundles” in den USA. So mancher Händler verkauft nicht eine Konsole für 300 Dollar, sondern komplette Pakete mit Spielen, Zubehör und anderen Teilen für tausend Dollar und mehr.
Wichtig dabei ist: Das machen Händler, nicht Microsoft. Microsoft bietet Xbox 360 sowohl hier wie in den USA nicht als “Bundle” an - es gibt nur die “normale” Xbox 360 (mit Wireless Controller, Festplatte und einigen anderen Teilen) sowie Xbox 360 Core System (System mit einem Kabel-Controller und sonst nix).
Und warum machen Händler dann diese Bundles? Genauso wie Microsoft verdient auch der Händler an einer Konsole deutlich weniger als an Spielen. Um seinen Gesamtumsatz zu steigern, schnürt er ein solches Bundle, bei dem er an manchen Teilen wenig und an anderen Teilen (insbesondere Spielen) viel verdient. Wenn ein Händler dann noch damit spekuliert, daß die Ware knapp ist und der Kunde alles kauft um überhaupt eine Konsole zu bekommen, kann er durch diese Bundles natürlich auch Software verkaufen, die der Kunde ansonsten bei einem anderen Händler erworben hätte.
Ich gehe nicht davon aus, daß in Deutschland irgendein Händler dem Kunden solche Mega-Bundles aufdrücken will.

Preisvergleiche

Random Noise 6 Kommentare »

Weil ich schon wieder Kommentare “In USA/Kanada ist es billiger” lesen muß: In USA muß man in der Regel knapp 9%, in Kanada sogar etwa 17% (zweimal 8,5% - ja, da wird zweimal kassiert) Mehrwertsteuer zahlen - da werden aus 100$ an der Kasse schnell noch 109$ (oder 117… Hallo Heinrich!). In Deutschland ist die Mehrwertsteuer von (noch) 16% schon im Preis eingerechnet. Außerdem gibt es in USA in der Regel nur drei Monate Garantie und in Europa ab 1. Juli zusätzliche Umweltabgaben auf elektronische Geräte. Bei numerisch gleichen Preisen (299$ vs. 299€) macht der Hersteller in Europa keinesfalls mehr Gewinn - denn hier muß auch noch in X Sprachen und national angepaßt ausgeliefert werden.

Keep coming back to you

Random Noise 7 Kommentare »

OK, ich hör schon auf mit dem Urlaub. Ist schon lustig, recht klar zu schreiben, daß man eine Weile lang weg ist, und dann in den Kommentaren doch zu lesen, daß man sich doch endlich eine Beantwortung der Fragen (die eh im Artikel beantwortet waren) wünscht…
Damit spätere Generationen von Lesern mit den Infos was anfangen können, poste ich zu einigen Themengebieten kleine Artikel, da macht das direkte Verlinken dann auch mehr Sinn.

It’s all bad

Random Noise 5 Kommentare »

Zwei Wochen Urlaub waren vorgesehen und “dank” einer Sehnenscheidenentzündung war ich auch für meine Verhältnisse extrem gut im Einhalten des “Kein EMail”-Gelübdes. Die tragischen Ereignisse der letzten Tage lassen mich aber doch zur Tastatur greifen, um drei Gedanken nieder zu schreiben.
Vor ziemlich genau zwei Jahren (plus sechs Wochen) war ich in New Orleans. Ich stand im Superdome (schon damals ein wenig heruntergekommen), ging durch das Convention Center mit angeschlossener Einkaufsmeile (auf Stelzen, direkt am Wasser gebaut) und wohnte im 17. Stock des Hotelgebäudes, das am Montag demonstrativ in den Nachrichten gezeigt wurde, um die Auswirkungen des Windes zu zeigen - keine einzige Fensterscheibe mehr heil. New Orleans, zumindest die Stadtmitte, war eine interessante Stadt. Natürlich “amerikanisches” Entertainment, aber echter und doch etwas verruchter als Las Vegas. Tolle Jazz-Schuppen. Phantastisches Essen. Hatte mir vorgenommen, nochmal in den nächsten zehn Jahren wiederzukommen und mehr Zeit privat dort zu verbringen, statt nur im Auftrag der Firma. Seltsam, zu wissen, daß das nicht mehr möglich sein wird und das diese Stadt so nie wieder da sein wird. “It’s all good” war das Motto von Louisiana als ich in New Orleans war. Stand auf der Plakette, die ich täglich um den Hals trug.
Dann habe ich mich im Urlaub mal wieder an die Roland-Maxime: “Werfe jeden Tag ein Ding weg” (oder gib es umweltfreundlich jemand anderem, der es braucht) gehalten und viel ausgemistet. Seit Dienstag ist das in Gedanken aber umgedreht: Wenn ich nur noch wenige Stunden Zeit hätte, mein Haus zu verlassen, was würde ich retten wollen? Welche Dinge sind wirklich wichtig? Wenn nicht nur mein Besitz, sondern auch mein ganzes Leben - Arbeitsplatz, Kultur, Nachbarschaften, Schule und Kindergarten - rundum ausradiert würde, was würde ich tun?
Der letzte Gedanke ist der, das ein Katastrophenfilm offensichtlich nicht übertreiben kann. Nicht bei den Spezialeffekten und der Auswirkung auf “Dinge” - sicher sieht die Filmversion einer Katastrophe noch beeindruckender aus. Aber kein Regisseur der Welt hätte sich ausmalen können, wie selbst im “zivilisierten” Amerika innerhalb von Tagen die Zivilisation derart zusammenbrechen kann. Wem “Bowling for Columbine” nicht absurd genug war, der verzweifle an der Tatsache, das Menschen in New Orleans in einen Supermarkt einbrechen, sich dort aus der Auslage Schußwaffen besorgen und dann auf Rettungsmannschaften schießen.
Ich schmeiß heute “She” und “Star Turtle” von Harry Connick Jr. an und denk an die Heimat des Jazz, für immer verloren.

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