Ich bin zwar zwei Jahre lang mit einfachstem 1000er-DSL (damals gar noch 768er) gut gefahren, aber beim allgemeinen Preisverfall und Router-Nachgewerfe hab auch ich Ende Juli meinem Provider 1&1 gesagt: Gut, gib mir eine 6000er-Leitung. Und so eine Fritz Box.
Wirklich vermißt habe ich beides nicht, in monatlichen Abständen auf der Status-Seite gesehen, daß alles noch 12 Tage dauern kann, bis die Telekom was schaltet und eine Fritz Box kam auch nie. Allerdings auch keine Rechnung, also einfach weitergesurft.
Gestern ging das Surfen dann aber nicht mehr. Mein “alter” Router durfte sich nicht mehr einloggen. Was war passiert? Rechnung nicht bezahlt?
Apropos Zahlen: Der Technik-Support ist eine 0900-Nummer die einen knappen Euro pro Minute kostet. Nach 5 Euro (eigentlich ganz flott) hatte die Technik das Problem identifiziert. Die böse Telekom, bei der 1&1 meine DSL-Leitung quasi untermietet, hat völlig hinterrücks die Umstellung von 1000 auf 6000 vorgenommen. Leider hat die Telekom der 1&1 Buchhaltung das nicht gesagt. Und weil mein noch gültiger Tarif nur das Einloggen auf DSL-1000 zuläßt, darf ich jetzt nicht mehr meinen Anschluß nutzen. Und die Rechnungs-Hotline (nur eine 01803 Nummer) kann mir leider nicht weiterhelfen: solange die Telekom nicht offiziell sagt, daß man mich jetzt auf 6000 geschaltet hat, wird mein Vertrag nicht auf den neuen Tarif umgestellt, der mir ein 6000er-Einloggen erlaubt.
Nochmal langsam zum Mitschreiben.
Ich zahle 1&1 zur Zeit knapp 20 Euro Flatrate für den Zugang auf einem DSL-1000 Anschluß. Für den Zugang auf dem neuen DSL-6000 Anschluß zahle ich, neue Tarife sei dank, nur noch die Hälfte - sobald die Telekom-Buchhaltung der 1&1-Buchhaltung sagt, daß ich jetzt einen sechsmal schnelleren Anschluß habe.
Obwohl ich 1&1 seit gestern abend also doppelt so viel zahle, wie ich eigentlich soll, darf ich mich nicht einloggen, weil der doppelt so teure Tarif keine Nutzung dieser Bandbreite zuläßt.
Und von der netten Dame am Support (die anschimpfen nutzt nix - Call-Center-Mitarbeiter sind grundsätzlich arme Schweine ohne echte Kompetenzen) gibt es nur das traurige “Da können wir nix machen, wenn die Telekom so unangekündigt umstellt” zu hören.
24 Stunden und drei dokumentierte Support-Anfragen (zwei Calls, eine Mail) später sagt die Status-Seite mir immer noch, daß 1&1 nur noch auf einen Schalttermin der Telekom wartet, dann geht alles ganz schnell. Falls einer von 1&1 mitliest: Die Telekom hat schon geschaltet, nur so zur Info.
Und obwohl der technische Support der 1&1 mir ganz klar sagen kann, warum ich nicht zugreifen kann, kann keiner das Problem reparieren. Wenn ich nicht über Alternativ-Möglichkeiten verfügen würde, wäre ich jetzt ganz schön aufgeschmissen.
Auch wenn ich 1&1 vorwerfen muß, hier ziemlich dämliche In-House-Prozesse zu haben (wieso darf die Technik nicht einfach meinen überbezahlten Anschluß freischalten?) gilt mein böser Blick der Telekom, die mit solchen Spontan-Aktionen vielleicht wieder mal “beweisen” wollte, daß man seinen Online-Anschluß reibungslos nur beim Marktführer erhalten würde.
Und ab heute kriegt 1&1 auch ganz oft Mails, wo denn bitte meine vor fünf Monaten bestellte Fritz Box bleibt.
Madonnas Dancefloor-Platte will auch beim dritten Anhören nicht ins Ohr (mit Ausnahme eines Tracks). Größtenteils klingt’s wie ein drei Jahre altes Kylie Minogue Album (das ich auch nicht mögen würde). Discobeats versumpfen in einem Wischiwaschi-Klangteppich. Die Texte sind grottig. Was reimt sich auf New York? Dork? “Let it will be” ist für mich der einzig akzeptable Track auf dem Album, und selbst da geht mir die ewig gleiche Stimmverzerrung auf die Nerven. Ein Album aus der Retorte mit einer unterkühlten Madonna als Vocoder-Staffage.
100 Prozent Handarbeit kriegt man auf Stevie Wonders neuem Album, “A Time To Love”. Da sind zwar auch einige eklige Balladen drauf, aber Tracks wie “What the fuzz” mit Prince an der Gitarre oder “Please don’t hurt my baby” haben einen Groove, den man heute selten auf Pop-Platten hört, weil offensichtlich kein Instrument aus dem Sequenzer kommt. Schlagzeug, Synthie-Bass, Bläser, alles von Musikern gespielt und damit mit dieser tausendstel Sekunde Abweichung vom Ideal gesegnet, die eine Nummer erst so richtig leben läßt.
Über’s aktuelle Depeche Mode Album kann ich nicht viel sagen - da ich keine Selbstmordstimmung brauchen kann, bin ich über den vierten Track nicht rausgekommen. Klar, DM war nie eine Lebensfreude-Band, aber ich hör doch nicht Musik um mich absolut runterziehen zu lassen.
Und Greatest Hits Alben sind selten komplett, aber die Ultimate Collection der Eurythmics ist besonders teuflisch: Zwar sind auf den ersten Blick alle flotten Singles an Bord - aber leider eben nur in den Radio-Single-Versionen. Da fehlt eine Minute “Missionary Man”, eine Minute “Who’s That Girl”, dreissig Sekunden “There Must Be An Angel” und (das allerdings zum Glück) das komplette Savage-Album. Hätte man die zwei neuen Tracks, altersschwache Balladen die nix mehr mit dem 80er-Power-Duo zu tun haben, einfach weggelassen, ja dann hätte man wenigstens die besten Tracks von Annie und Dave in den richtigen Versionen. So reicht’s nur für die Erkenntnis, das “Ultimativ” lediglich ein Marketing-Schlagwort ist.
Noch mehr Erklärungen zu Xbox, HDTV und VGA gibt es auf Coldforged. Ist keine offizielle Microsoft-Seite, insbesondere die Aussage über HDMI (…when it makes sense) ist Blödsinn: Es ist keinerlei HDMI-Support angekündigt.
Bin wieder da - und auch nicht, denn die Arbeit türmt sich meterhoch. Und inzwischen trudeln auch immer mehr Emails nach dem Motto “Welcher Monitor ist denn nun der beste?” ein, die ich, wie schon öfters bemerkt, leider nicht beantworten kann.
Haben die Spiele nun Anti-Aliasing? Irgendwann zeig auch ich mir überfragt. Die Frage kann sicher jemand beantworten, der die Pixel zählen mag - ich hab gerade ein paar andere Sorgen…
Nur zur Info - schlage mich seit einigen Tagen mit einem lästigen Husten rum und hab wenig Lust zu posten. Montag gibts hier neues zu lesen.


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