Einer guckt immer doof

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Es ist selten, daß es Software gibt, die einfach mal was macht was man selber nicht kann. Damit meine ich nicht unbedingt, das Excel etwa drei Trillionen mal schneller rechnet als ich, die Faszination dafür ist seit 1987 weg. Aber wenn Software zum Beispiel mit Bildern was machen kann, was mit Software wie Photoshop für normale Menschen so gut wie unmöglich wäre, dann ist das schon einen Blog-Eintrag wert.

Seit einigen Wochen spiele ich mit einem kleinen Programm namens “Groupshot” vom Microsoft Research Team. Das sind die Jungs, die unter anderem die Panorama-Funktion für Microsofts Foto Designer Software entwickelt haben (und heimlich immer weiter entwickeln). Groupshot macht das Gegenteil von einem Panorama - es setzt einen Stapel Bilder so zusammen, daß man ein kleineres, statt ein größeres Bild bekommt. Hä?

Packen wir es mal anders rum an: Jeder kennt das Problem des Gruppenphotos. Wenn man mehr als drei Leute zusammen fotografieren will, guckt auf den Bildern mindestens einer immer doof: Augen zu, debiles Grinsen, zum Nachbarn geguckt, etc. Oft sagt man sich: Wenn ich die zwei von dem Bild und den Rest von dem Bild nehmen könnte, wär das Gruppenphoto perfekt.

Trommelwirbel, Auftritt für Groupshot, das Microsoft Research soeben als kostenlosen Download ins Netz gestellt hat. Die Funktion ist simpel: Eine Handvoll Bilder rein, auf jedem Bild die Gesichter markieren, die in das Gruppenfoto sollen, Rest geht automatisch. Auch wenn man mit der Kamera gewackelt hat. Auch wenn zwischendurch einer durchs Bild gelaufen ist. Auch wenn im Hintergrund der Feind von Photoshop und Digitalkamera, Gras und Gestrüpp, zu sehen ist. Zwei Beispiele sind in meiner Gallery zu finden. Bild 1 und 2 sind jeweils die Ursprungsbilder, Bild 3 das, was Groupshot draus gemacht hat.

Es grenzt fast an Zauberei. Bitte selbst ausprobieren.

Update: Jetzt auch mit eigener Website.

Wichtig für Zeitschriften/Webseiten: Bitte meine Beispielbilder NICHT veröffentlichen - die sind nur für meine Webseite. Ihr findet sicher eigene Beispiele.

Die bösen Bogonen

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Das Internet hat immer wieder eine Überraschung in Petto - dieses Wochenende hab ich gelernt, was Bogons sind. Grob gesagt sind das nicht vergebene Internet-Adressen. Hinter www.dreisechzig.net steht ja in Wirklichkeit eine sogenannte IP-Adresse nach dem Muster 111.222.333.444 (wobei nur Zahlen bis 255 erlaubt sind, ich weiß). Sogenannte DNS-Server übersetzen den Menschen-lesbaren Namen in die IP-Adresse.

Was passiert aber mit Adressen, die es noch gar nicht gibt? So zum Beispiel bis vor kurzem eine Reihe von IP-Adressen die mit 89.xxx.xxx.xxx angefangen haben. Wenn solche Adressen an niemanden offiziell vergeben sind, nennt man sie Bogons. Die Bogons packt man in eine Liste, die Internet-Dienstleister benutzen, um Hacker-Angriffe abzuwehren. Wenn jemand von so einer in Wirklichkeit gar nicht vergebenen Internet-Adresse anruft, wird beim Dienstleister diese Anfrage geblockt, denn es kann sich ja nur um einen Hacker handeln.

Durch eine unglückliche Verkettung von Zufällen sind aber in den letzten Wochen wohl Kunden eines großen deutschen Internet-Anbieters in einen Adress-Bereich gerutscht, der bei anderen Anbietern noch auf den Bogon-Listen steht - unter anderem auch bei den Serven, die Xbox Live betreuen. Inzwischen ist das Problem lokalisiert und die Server werden mit aktualisierten Listen versorgt, es sollte also in wenigen Stunden bis Tagen auch diesen Kunden möglich sein, Xbox Live und andere Web-Dienste zu nutzen.

Um die unglücklichen Umstände etwas näher auszuloten, würde ich jeden bitten, der mit diesem Problem den offiziellen Xbox-Live-Support angerufen hat, mir zu mailen wann das Problem auftrat und wann der Support informiert wurde. Forums-Postings und anderes zählen nicht, ich brauche nur Reports bei denen jemand wirklich den offiziellen Support angerufen hat.

Working Title

Online Fundstücke 5 Kommentare »

…hat mich interviewt.

Gamertags und Emails

Xbox 360 5 Kommentare »

Frage: OK, ich habe Xbox Live mit einem Passport-Konto verbunden und jetzt will ich dieses ändern. Mein Gamertag soll mit einer anderen EMail-Adresse verbunden werden. Wie geht das?

Antwort: Nicht trivial. Wenn das Passport-Konto mit einer msn.com oder hotmail.com Adresse eingerichtet wurde, geht es gar nicht. (Bitte keine Erklärung erwarten, ich habs auch nicht kapiert). Wenn das Passport-Konto mit einer regulären EMail-Adresse verbunden wurde, kann man auf passport.com die EMail-Adresse ändern lassen. Allerdings ändert man damit logischerweise auch etwaige andere Passport-Verknüpfungen; der Passport-Account wird dann grundsätzlich auf eine andere EMail umgeleitet. Das geht, wie gesagt, nicht, wenn es ein msn.com oder hotmail.com Account ist.

Technische Erklärung: Das Passport-Konto bleibt das Gleiche, nur die EMail-Adresse ändert sich intern. Ein an ein Passport-Konto gehängert Gamertag kann zur Zeit nicht an ein anderes Konto gegeben werden - es geht nur diese EMail-Änderung.

Dummer Nebeneffekt: Wenn man sich für Newsletter angemeldet hat, kriegt man die danach auf beide Adressen, alte und neue, zugesandt.

Tokio vs. PGR3

Online Fundstücke, Videospiele, Xbox 360 15 Kommentare »

Wahrscheinlich schon auf diversen Webseiten zu sehen, aber trotzdem, weil es so schön ist, auch hier: Bei den verlinkten Bildern ist eine Hälfte ein Photo einer Straße in Tokio und die andere genau die gleiche Stelle in PGR3. Aber welche ist welche?

Bild 1, Bild 2, Bild 3

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