Jun 05
Als ich neulich in einem Interview mal wieder gefragt wurde, was ich denn so unter dem “Digital Entertainment Lifestyle” verstehe, kam ich auf die Idee, mal wieder eine alte Schwarte aus dem Keller zu kramen: Being Digital von Nicholas Negroponte war vor gerade mal elf Jahren, 1995, das “Standardwerk” der populären Literatur, das uns aufzeigen sollte, wo die Welt der Zukunft hingeht. Vom Autor war ich damals so überzeugt, daß ich ihn zusammen mit Gregor Neumann für “Hyper” als Kolumnisten engagierte.
Dieser Führer in die Zukunft liest sich heute, gerade mal eine Dekade später, als trauriger Beweis, daß Zukunftsforschung eher was mit Glücksspiel zu tun hat (oder Negroponte doch keinen Schimmer hatte). Den Rest des Beitrages lesen »
Jun 03
Vielen Dank für die vielen vielen Freundesanfragen, die in der letzten Zeit auf meinen kleinen Gamertag einprasseln. Leider sind bei mir fast alle Slots belegt - zwei Slots halte ich für kurzfristig notwendige Freundesanfragen bei Events oder Pressetouren frei. Also nicht böse sein, wenn ich jetzt dazu übergehe, die Anfragen einfach abzulehnen und nicht mehr zu antworten - es sind zu viele Anfragen am Tag.
Jun 03
Peter Moores unglückliche Worte über die Rückwärts-Kompatibilität von Xbox 360 machen überall die Runde. Ich glaube, die Emulation Ninjas haben ihn inzwischen in ihre Höhle gezerrt um ihm ein für allemal klarzumachen, daß die Arbeit weitergeht. Ein neuer Update für weitere Spiele ist in Arbeit (Termin: bald, aber ansonsten unbekannt) und ich habe keinerlei Anzeichen dafür gesehen, daß dies der Letzte wäre.
Jun 03
Immer wieder kommt die Frage, warum es denn so lange dauert (gedauert hat), eine Funktion einzubauen, die Dateien im Hintergrund nachlädt. Auf dem PC sind doch Download-Manager schon lange gang und gäbe.
Das ist im Prinzip korrekt, nur wenn der Download-Manager die Performance der Spiele stören würde, gäbe es mit Sicherheit ziemlich großes Geschrei. Hardcore-Spieler auf dem PC lassen auch keine Downloads im Hintergrund laufen.
Jeder, der ein bisschen programmieren kann und sich mit neueren Prozessoren auskennt, wird eines der kritischsten Performance-Probleme sofort erkennen: Xbox 360 hat drei Prozessorkerne, aber nur einen 1-MByte-Cache-Speicher, den sich alle teilen müssen. Ein unsauber programmierter Download-Manager würde zwar wenig Prozessorzeit nutzen, aber durch unvorsichtigen RAM-Einsatz den L2-Cache ständig durcheinanderbringen. Und das wäre sofort in Einbrüchen bei der Framerate sichtbar.
Deswegen ist der unscheinbare Download-Manager in Wirklichkeit ein ziemlich ausgefeiltes Stück Software, bei dem jedes Byte sitzen muß.
Jun 03
Die Kollegen suchen noch nach ein paar kleinen Unschönheiten. Es dauert nicht mehr lange, aber den genauen Termin weiß noch keiner. Ich verstehe die Ungeduld ja, aber keiner will einen bösen Bug in der Systemsoftware haben.
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