Kennt Ihr das? Man hört einen wirklich tollen Song, kauft vor lauter Vorschußlorbeeren das ganze Album, und das ist der Rest einfach, naja, sagen wir mal, nicht Euer Geschmack. Und weil Kollege Austinat mir andauernd irgendwelche Internet-Listen-Stöckchen zuwirft, kriegt er jetzt mal eins von mir. Ein selbst ausgedachtes!
Also, gesucht sind Musikalben (keine Compilations) die man hat und von denen man genau einen einzigen Track hört. Mal schauen, wieviel ich auf die Schnelle zusammenkrieg.
Sportin’ Life von Mink DeVille: Italian Shoes
There’s something about me, the women all love, I wear Italian Shoes.
Diese funkige Nummer hat sich auf einem Album schmalziger New-Orleans-Blues-Balladen versteckt. Jahrelang habe ich Mink/Willy de Ville Alben nach einem weiteren solchen Driver abgehört. Das Cover mit dem Goldzahn ist übrigens auch stark.
Word Up von Cameo: Word Up
Come on Mama tell me whats the word, word up….
Stammt aus einer ähnlichen Lebensphase, läßt sich mit Italian Shoes wahrscheinlich sogar mixen. Mir völlig unerklärlich, warum ich alle anderen Tracks von Cameo nicht mal 30 Sekunden ertragen kann (oder umgekehrt warum Word Up meine All-Time-Lieblings-Rap-Nummer ist).
White Bread, Black Beer von Scritti Politti: The Boom Boom Bap
..the Tip-A-Tip-Tap. That’s the beat of my heart.
Die beiden Scritti Politti-Alben aus den 80er Jahren sind auf meiner All-Time-Favourites-Liste, das 99er Album war seltsam und beim Einlegen der 2006er-Platte dachte ich nach dreissig Sekunden: Haleluja! Leider war das Gefühl nach vier Minuten wieder vorbei, denn auf den Geistesblitz folgen 13 Langweiler. Schaaade.
Demon Days von den Gorillaz: Feel Good Inc.
Watch me as I gravitate, haha ha ha ha…
Obwohl ich das erste Album der Gorillaz nicht ausstehen konnte, hab ich diesen Track, drei, viermal im Radio gehört und durch Zufall bei Burger King das Video gesehen, bin dann in den Plattenladen daneben gegangen und hab das Album gekauft. Großer Fehler. Ich mag die Gorillaz immer noch nicht. Aber Feel Good Inc ist toll!
Riptide von Robert Palmer: Addicted to Love
You know you gonna have to face it your’re addicted to love
Zugegeben, “I didn’t mean to turn you on” hör ich auch noch. Aber Addicted to Love war so ein “Diese Album muß ich haben” Ding und dann ist das der einzige Track, der so klingt. Im Laufe der Jahre hab ich Robert Palmer schätzen gelernt, aber Riptide bleibt immer negativ vorbelastet.
Stadium Arcadium von den Red Hot Chilli Peppers: Dani California
Lookin’ down the barrel of a hot metal forty five, just another way to survive
Tut mir leid, Lulu. Den Rest dieses Doppelalbums kann ich wegen seiner Mittelmässigkeit nicht hören. Mehr dazu hier…
So, das wars. Ist spät geworden. Jetzt nocheinmal ausholen und Stöckchen nach San Francisco werfen. Na, gefangen, Roland?
Neue Kommentare