Bücherstöckchen

Bücher 11 Kommentare »

Da wirft der Kollege Austinat doch ein Stöckchen über den Atlantik und bittet mich, zehn Bücher aus meinen Regalen zu nennen, die ich noch nicht gelesen habe. Da ich Bücher in der Regel zum Lesen kaufe, krieg ich keine zehn zusammen und die Auswahl ist eher peinlich, aber bitte, wenn’s Spaß macht.

The Ultimate Spider-Man - vor zwei Messen in Los Angeles bei Borders den Super-Sammelband mit den ersten 50 oder so Heften von Ultimate Spider-Man im Reprint erworben. Hab nach der ersten Story (1:1 identisch mit dem ersten Spiderman-Film) irgendwie aufgehört. Dabei lese ich sonst auch dicke Graphic Novels eigentlich am Stück durch, aber der hat mich wider Erwarten nicht gepackt.

Zeitmangement - habe drei Zeitmanagement-Bücher im Regal, um endlich meine Zeit in den Griff zu kriegen. Hatte bisher keine Zeit, eins davon richtig durchzuarbeiten.

The Star Trek Deep Space Nine Companion - eine 600-Seiten-Schwarte mit Zusammenfassungen aller Deep Space Nine Episoden. Da ich alle Star Trek und Star Trek TNG Episoden gesehen habe, dienen mir da die Bücher als Referenz, aber DS9 kenn ich nicht mal die Hälfte der Episoden (die letzten drei Staffeln hab ich ungesehen hier stehen) und deswegen les ich das Ding nicht, weil ich irgendwann mal die Episoden angucken will. Siehe Zeitmanagement.

Steuer-Kompass 2005/2006 von der Akademischen Arbeitsgemeinschaft. Das Finanzamt hat vor drei Tagen meine Steuererklärung 2005 angemahnt…

Harry Potter and the Philosophers Stone wurde mir vor einigen Jahren von einem Kollegen in die Hand gedrückt, weil Microsoft erwog, die Spiele-Lizenz zu erwerben (die dann Electronic Arts gekriegt hat). Meine Frau hat ihn gelesen, ich gehöre zu den zwei Prozent der Buchleser, die bis heute keinen Harry Potter gelesen haben und stolz drauf sind.

Mr. Monk goes to Hawaii, der zweite Monk-Roman, setzt allerdings noch keinen Staub an, weil er erst seit drei Wochen oder so im Hause ist. War ne Amazon-Vorbestellung und schneite überraschend rein.

Quest von Andreas Eschbach. War ein gut gemeintes Geburtstagsgeschenk. Leider interessiert mich Eschbach nicht die Bohne und der Klappentext reizt mich auch nicht.

Der Kaiser von Kalifornien von Luis Trenker. Als ich so mit acht, neun Jahren meinte, ich müßte die Zukunftsromane meines Vaters lesen, meinte dieser, erst wenn ich einmal im Leben ein anderes Buch durcharbeite, das mich nicht so sehr interessiert, dürfte ich an seine Büchersammlung ran. Leider kann ich nicht mehr nachvollziehen, warum es der Kaiser von Kalifornien sein mußte. Mehr als vier Seiten hab ich nicht geschafft. Ich hab mir vor kurzem das Buch als Andenken an meinen Vater besorgt, vielleicht krieg ich in den Weihnachtsferien beim Durchlesen raus, warum es genau dieses Buch sein mußte.

Wie gesagt, ich lese wirklich viele Bücher und kaufe selten unnützes ein. Diese Liste ist gar nicht repräsentativ für meinen Bücherschrank.

Das Stöckchen werfe ich jetzt weiter an DarkVamp und an Patrick Kempf, weil die beide mal bei was zum Thema Bücher kommentiert haben und aktuelle Blogs führen.

Fehlerkorrektur 1080p

Xbox 360 8 Kommentare »

Danke für die Hinweise das 1080p tatsächlich maximal nur 30 Frames / Sekunde liefert (oder 24 oder 25, je nach Quellsignal). Meine “braucht doppelt soviel Rechenzeit” Theorie ist falsch. 1080i und 1080p liefern die gleiche Menge Pixel/Sekunde.

Theoretisch kann man mit 1080i, wie bei unserem echten Fernsehen (2×25=50 Bilder/Sekunde) eine höhere Bildrate faken, dann halt mit Kammeffekten.

Ach Mann, ist das alles doof.

Langsam zum Mitschreiben… Upscaling

Videospiele 17 Kommentare »

Der Inhalt von DVDs (480p oder 576p), die mit dem CSS-Kopierschutz versehen sind (sprich fast jede), darf von keinem DVD-Abspielgerät der Welt am YUV-Komponenten-Ausgang hochskaliert werden. Das ist Teil der Lizenz von Macrovision ohne die man den CSS-Kopierschutz gar nicht einsetzen darf. It’s in the contract.

Bei HD-DVD gibt es ein extra Byte auf der Scheibe, mit dem der Produzent festlegen darf, ob der Inhalt auch analog (also über YUV) mit 720p, 1080i oder 1080p wiedergegeben werden darf. Das ist das sogenannte Image Constraint Token. Die Filmstudios haben sich verpflichtet, dieses Byte für die nächsten Jahre auf keiner ausgelieferten HD-DVD anzurühren und deswegen ist dort die analoge Ausgabe erlaubt.

Ja, das ist absurd. Vielleicht ändert Macrovision ja mal den Lizenzvertrag. Bis dahin gilt auch für Xbox 360:

  • DVD-Ausgabe ist auf Component nur mit 576p (480p) erlaubt. Auf dem VGA-Kabel gibt es KEINE solche lizenzbezogene Beschränkung, da darf Xbox 360 upscalen. Sogar auf 1920 mal 1080. Aber eben nur per VGA.
  • HD-DVD-Ausgabe ist auf allen HD-DVD-Scheiben der nächsten Jahre auf Component auch mit bis zu 1080p erlaubt.
  • Ja, es gibt Fernseher, die über Component ein 1080p Signal empfangen und verarbeiten können. Leider hab ich auf die Schnelle im Internet keine Liste gefunden, Live Search gibt aber genügend Hits.
  • Ja, nach dem Update kommen für das VGA-Kabel neue Auflösungen bis zur 1920×1080 hinzu. Nein, ich habe noch keine Liste der neuen Auflösungen.
  • Ja, Xbox 360-Spiele können mit einem 1920×1080 Framebuffer arbeiten und volles HD Gaming bieten. Und genauso wie auf der Playstation 3 werden das nur wenige Spiele tun, weil die lieber mehr Effekte und Details mit 720p darstellen wollen.
  • Ob man in Spielen ein besseres Bild über VGA oder YUV bekommt, hängt vom Fernseher ab. Die einen sind da, die anderen dort besser. Es gibt kein pauschales “besser”. Siehe hier.
  • Ach, und Skalieren im Display/Beamer ist natürlich immer viel schlechter als Skalieren im Player/der 360. Denn der Player hat die Original Digital-Daten, kann aus vorherigen und kommenden Frames interpolieren und andere Tricks anstellen, die ein Scaler im TV, der das schon vollkommen dekodierte Signal kriegt, eben nicht mehr kann (oder nur mit irrsinnigem Kostenaufwand).

1080p - Die Details

Random Noise 8 Kommentare »

Im Gegensatz zu heute früh hab ich jetzt ein paar Minuten mehr Zeit und kann ein paar Details zu 1080p versuchen zu klären.

Zuerstmal das Thema 720 gegen 1080. Ja, die meisten Xbox-360-Spiele verwenden intern lediglich eine Auflösung von 1280 mal 720 Punkten, eben 720p, die auf einem 1080-only-Gerät dann eben hochskaliert wird. Das ist aber keineswegs bei allen Spielen so. Ohne hier zu Hause ein 1080er-Display zu haben, mit dem man das prüfen könnte, sind in der Xbox.com-Datenbank Titel wie “Fight Night Round 3″, “Geometry Wars” oder “Hitman: Blood Money” als echte 1080er-Titel verzeichnet, die intern das Bild in der 1920 mal 1080 Auflösung berechnen. Etwas einfacher ist es im Dashboard: Die Diashow-Funktion für Bilder nutzt auch die volle Auflösung und einen 1920 mal 1080 großen Framebuffer.

Der Haken an 1080er-Auflösungen ist, das es sich um doppelt so viele Pixel handelt, die dargestellt werden müssen. Doppelt so viel Pixel = Doppelt so viel RAM und längere Render-Zeit (leider nicht immer doppelt so viel sondern mal mehr, mal weniger). Und deswegen nutzen das viele Spiele nicht, weil sie mit RAM und Rechnerzeit lieber mehr Effekte programmieren, die auch nach dem Skalieren von 720p auf 1080i cool aussehen.

Damit dann das Thema i gegen p. Bei einem 1080i-Verfahren werden die Bilder “interlaced” ausgegeben. Erst die Zeilen 1, 3, 5, 7,… 1079, dann die Zeilen 2, 4, 6, 8, …1080. Dabei hat man 60 Halbbilder in der Sekunde oder nur 30 Vollbilder.

Theoretisch ist es, wie beim normalen PAL-Farbfernsehen, möglich, zwei unterschiedliche Halbbilder zu senden. Dadurch flimmern horizontale Kanten ziemlich mies, weil sie immer eine 25-Sekunde da sind und dann einen 25tel lang nicht. Auf LCD- und Plasma-Screens muß hingegen ein sogenannter De-Interlacer ran, der die Halbbilder vor der Darstellung wieder zusammenstellt.

Ein Spieleprogrammierer für Xbox 360 wird schlauerweise bei einem 1080i Spiel nur mit der halben Framerate arbeiten, also 30 Bilder (aufgeteilt in 2×30 Halbbilder) liefern. Ansonsten würden schnelle vertikale Bewegungen im Bild zu sogenannten Kamm-Effekten führen.

Stellt die Konsole dann in Zukunft 1080p (mit 60 Vollbildern in der Sekunde) dar, ändert sich bei einem “alten” Spiel wenig bis nichts (außer der De-Interlacer im Fernseher ist wirklich Schrott). Bei neueren Spielen kann der Programmierer aber versuchen, wirklich volle 1920 mal 1080 Bildpunkte alle 60tel Sekunde zu liefern. Das ist aber erneut doppelter Rechenaufwand und wird wahrscheinlich bei sehr komplexer Grafik nicht zu realisieren sein. Aber man sollte niemals nie sagen.

Das wirklich spannende an der Sache ist, daß die Programmierer der internen Software der Xbox 360 aus dem Videoencoder ein echter 1080p Signal rausholen können, bei allen im Handel und bei Kunden befindlichen Boxen, und das auch noch ohne Nachrüstkosten.

Es kam mal wieder die Frage auf, ob man dann endlich auch DVDs über Component “upscalen” kann. Leider nein. Wie schon ausführlich hier geschildert, ist das eine Frage der Rechte und Lizenzen, nicht der Technik.

1080p kommt

Xbox 360 21 Kommentare »

Ja, richtig gelesen: Microsoft bringt die 1080p Auflösung für HD-Filme und -Spiele in jede Xbox 360. Per reinem Software-Update mit vorhandenem VGA- oder Komponenten-Kabel. Details dazu später.

Private technische Analyse, keine Microsoft-Mitteilung: Spiele, die eh schon 1080i nutzen, sehen dadurch nicht automatisch besser aus. 1080i ist ja im Prinzip die gleiche Auflösung (nur mit Halbbildern). 1080p würde (stark vereinfacht) bedeuten, daß sich die Framerate verdoppelt und das wird mit alten Spielen sicher nicht passieren - neuere Titel könnten (nein, ich hab keine Details) dann das volle 1080p-Feuerwerk abfeuern.

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