Da in meiner Inbox die eine oder andere Frage nach Treibern oder Beschwerde (”Geht nicht”) zur Live Vision Kamera aufschlug, hab ich heute mal zu Hause an allen PCs das Teil ausprobiert. Hier meine Erfahrungen.
Xbox Live Vision benötigt zwingend einen USB 2.0 Anschluß. Mit USB 1.0 oder 1.1 geht die Kamera nicht - aber sie sagt das nicht, sondern bringt nur obskure Fehlermeldungen, daß eine Videovorschau nicht möglich sei.
Xbox Live Vision sollte nicht an einem Hub angeschlossen werden, oder wenn, dann an einen Hub mit eigener Stromversorgung. Die Kamera meldet sich als 500-mA Device an, das ist der höchstmögliche Wert bei Standard-USB-Geräten. Manche Hubs geben das aber nicht komplett weiter oder belügen Windows und sagen, sie hätten genug Strom.
Zusätzliche Treiber sind für den Betrieb der Kamera nicht notwendig. Die Kamera meldet sich im Prinzip gleich dreimal an, zu allererst als “Compound Device” (mehrere Geräte in einem), dann als erstes als Standard USB Videodevice (Treiber im Windows XP SP2 auf der Installations-CD vorhanden und meistens schon auf der Festplatte vorinstalliert) und zum anderen als “Microsoft Security Method” - das ist der Chip in der Kamera, der das Ding 360-kompatibel macht. Hierfür wird ein Treiber automatisch von XP installiert, sofern man die Kamera über USB 2.0 angeschlossen hat und der PC eine Internetverbindung hat. Der Treiber hat keinerlei Funktion - aber er wurde bei mir zumindest nicht gefunden, wenn die Kamera an USB 1.1 Ports angeschlossen wurde. Die Kamera geht auch ohne diesen Treiber.
Bei mir zu Hause funktioniert die Kamera tadellos, wenn man sie an einen USB 2.0 Port eines PCs oder einen USB-2-Hub mit eigener Stromversorgung ansteckt.
Die Kamera kann dann von allen Programmen, die Windows Image Acquisition (WIA)unterstützen, angesprochen werden. Sieht man sich beispielsweise “Mein Computer” an, ist dort neben allen Laufwerken auch ein USB Videogerät aufgeführt - ein Doppelklick führt zum Kamera-Wizard.
Über Treibersupport in Windows Vista würde ich mir jetzt noch keine Gedanken machen - Vista erscheint in den Endkunden-Versionen erst im Januar, und bis dahin ist das sicher aussortiert. Zur Zeit ist Vista kein fertiges Produkt, das schon von jeder Hardware im Markt unterstützt wird. Für meinen Toshiba M 200 Tablet PC, eine Standardhardware, die bei Microsoft intern tausendfach eingesetzt wird, ist auch noch nicht das komplette Treiberprogramm da. Deswegen kriegen OEMs (sprich Hersteller von PCs und Zubehör) Vista ja auch einige Zeit vor dem Release an Endkunden. Damit ist sichergestellt, daß dann auch wirklich Treiber verfügbar sind.


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