Controllerwechsel

Xbox 360 11 Kommentare »

Hier ein Tip aus der Spielepraxis (oder: Wie sich auch Produktmanager blöd anstellen können, wenn sie zehn Minuten drüber grübeln.). Wenn man erst eine Runde Guitar Hero II gespielt hat und sich dann ein anderes Spiel ins Laufwerk legt, wird man sich wundern, warum das Spiel ständig behauptet, es wäre kein Profil aktiv. Lösung: Das ist natürlich immer noch auf der Gitarre aktiv, die wahrscheinlich Spieler 1 ist, während der Controller jetzt für Spieler 2 (noch profillos) steht. Also: Gitarre raus oder an der Gitarre das Profil abmelden. Oder Konsole ausschalten und mit dem Controller (silberne Guide-Knopf in der Mitte) wieder einschalten. Der Controller, der einschaltet, ist Spieler 1 und kriegt das Auto-Sign-In-Profil.

Killerbücher

Bücher, Videospiele 20 Kommentare »

Spiegel Online sagt es nur in einem Nebensatz: Dass Cho gewaltverherrlichende Bücher kaufte und verkaufte, ist nur bedeutungsvoll, wenn man sein gewaltsames Ende kennt - obwohl das weit ungewöhnlicher ist als die Beschäftigung mit gewalthaltigen Videospielen, mit denen Cho aber nichts zu tun hatte. Bisher hat sich jedoch kein Kriminalpsychologe oder Politiker gemeldet, um nach einem Verbot von Büchern zu rufen.

Understand the Concept of Love…

Xbox 360 43 Kommentare »

So ein MIST! Zwar läuft, rein theoretisch, seit gestern abend “Jet Set Radio Future” auf meiner Xbox 360, aber leider zur Zeit nur die Sega-Version. In Europa wurde das Spiel zusammen mit Infogrammes vertrieben und hat intern eine andere Kennzeichnung, die der Emulator nicht erkennt. Die Ninjas sind informiert, der nächste Update (sprich, es wird noch weiter am Thema gearbeitet) sollte das Problem beheben. Immerhin geht “Panzer Dragoon Orta” in der Europa-Version, sowie “Oddworld: Munchs Oddysee” und “MechAssault 2″ (einige meiner alten Favoriten). Und wer die zweite Bundesliga in der FIFA 2007 Version für Xbox 360 vermißt, kann jetzt auch auf die normale Xbox-Version zugreifen, bei der man schwächere Grafik mit mehr Vereinen und Ligen erkauft.

48 Stunden im Leben des Jugendschutzes

Aufreger, Videospiele 17 Kommentare »

Montag abend erschießt ein da noch Unbekannter in den USA über dreißig Personen an einer Universität.

Stunden später, die Identität des Täters ist noch gar nicht bekannt, weiß Anwalt Jack Thompson: Das waren wieder die bösen Computerspiele.

Gut einen Tag später fordert Christian Pfeiffer mal wieder, “Killerspiele” zu verbieten, natürlich im Zusammenhang mit dem tragischen Ereignis.

Inzwischen stellt sich heraus, daß der Täter schon seit Jahren unter anderem durch das Schreiben brutaler Theaterstücke in einem Kurs seiner Uni aufgefallen war, viele Lehrer und Studenten das wußten, aber niemand was unternommen hat. Von Computerspielen ist bisher keine Rede. Nur davon, daß er ganz normale Musik aus dem Internet geladen hat.

Und die britische Film-Alterseinstufungs-Behörde, die BBFC, stellt davon unabhängig fest: Brutale Computerspiele haben auf Spieler anscheinend weniger Einfluß als brutale Filme oder Fernsehsendungen. Hochinteressante Studie, die man nicht auf diesen einen Satz reduzieren darf, aber auf jeden Fall das Videospiel vom Sockel des “Ultimativen Bösen” herunterholt. Informierte Eltern haben mehr Angst vor Internet-Chats als vor “Killerspielen”…

Du bist was du rappst

Aufreger 29 Kommentare »

Da wird also ein Ausbilder der Bundeswehr rausgeworfen, weil er einen Rekruten laut “M.F.” hat rufen lassen. Und das deswegen, weil der Bürgermeister der Bronx der Meinung ist, in Deutschland hätte man dadurch ein falsches Bild von seinem lieblichen Stadtteil bekommen.

Lieber Bürgermeister, bitte sorgen sie erstmal dafür, daß nicht nur bei uns sondern weltweit die Gangsta-Rapper aufhören, überhaupt erst das Bild zu vermitteln, das sich dann hier in den Köpfen festsetzt. Und alte Filme und Fernsehserien auch.

Ehrlich, solange Amerika sich selbst über Massenmedien so darstellt, darf sich wirklich keiner aufregen, wenn jemand in einem anderen Land dieses Weltbild scherzhaft aufnimmt.

Zur Info, ich bin Kriegsdienstverweigerer und definitiv auch empfindlich gegenüber Rassismus jedweder Art, aber aus was dem armen Kerl hier ein Strick gedreht wird, ist lachhaft und tragisch zugleich.

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