Oct 15
Den Casual Games Leuten fällt kaum noch was Neues ein. Ich will schon seit Wochen einen Rant zu Bejeweled-Clones loswerden (wenn nicht Puzzle Quest bewiesen hätte, daß da doch was geht), aber der jüngste Release auf MSN Games ist so bizarr, daß ich ihn jetzt erwähnen muß: Cafe Mahjongg ist eine Shanghai-Variante mit Kaffee-Thema. "Match tiles to earn your favourite coffees from the world". Aha.
Und damit kann ich dieses Jahr mal wieder dagegen wettern, daß immer noch Mahjong und Shanghai in einen Topf geworfen werden. Wie schon oft erwähnt, ist Shanghai kein uraltes chinesisches Spiel, sondern vom amerikanischen Programmierer Brodie Lockard erdacht worden. Danke für Ihre Aufmerksamkeit.
Oct 15
Gerade frischen Spam über eine Mailing-Liste bekommen. Mit Sicherheit leitet das auf eine gefährliche Seite weiter. Sprachkurs! Ha! (Links aus verständlichen Gründen entfernt). Immerhin freies 100%.
Hallo!
(LINK ENTFERNT) ist das erste europäische Sozialnetz, das Frieden fördert, indem es Europäer verbindet. Finden Sie Freunden, und spielen mit!
Dort können Sie Freunde von Europa ganz herum treffen. Der Service ist freies 100%, mit blogs, Diskussion Gruppen, freie Sprachkurse, videos, usw..
Ich warte Sie! Tschuess,
Sarah
Oct 15
OK, ich gebe auf; es ist ein Kampf gegen Windmühlenflügel, meine kleinen warnenden Appelle waren nutzlos und die Musikindustrie kann einpacken. Als ich mich vor ein paar Tagen darüber mokierte, daß Spiegel Online zum Kopieren alter Atari 2600 Module aufrief, mußte ich hier schon Schläge einstecken. Heute geht’s aber bei den Kollegen in Hamburg munter weiter: Da findet ein Redakteur das neue Britney-Spears-Album toll und weist mehrfach munter darauf hin, daß man das ja schon Wochen vor Release in allen Tauschbörsen finden kann. Jungs, da fehlt ja nur noch ein Download-Link zur .torrent Datei.
Oct 09
Theorie: In den nächsten Monaten wird es bei vielen Firmen ein Umdenken beim Thema Produktankündigungen geben. Die Videospielebranche wird hier den Vorreiter machen, denn diese Branche kann nix, aber auch gar nix mehr geheim halten. Ein gutes Beispiel sind neue Konsolen-Versionen oder -Bundles, egal von welchem Hersteller. Aber auch neue Ipods von Apple - früher waren das echte Überraschungen, jetzt geistert der "Fat Nano" Wochen vor Steves Ankündigung durch die Ipod-Fanwebseiten.
Die Hersteller wollen neue Versionen natürlich so lange wie möglich "geheim" halten, denn sie wollen ja ihre "alten" Versionen verkaufen. Um die neuen aber überhaupt verkaufen zu können, muß man eine Reihe von Personen in die Geheimnisse einweihen: Mitarbeiter (die halten in der Regel dicht), Händler, Distributoren, Journalisten und PR-Agenturen, Werbeagenturen, und so weiter. Oder Zulassungsstellen (beispielsweise bei Mobiltelefonen). Oder Jugendschutz-Einrichtungen.
Da es heute tausende Möglichkeiten gibt, anonym Informationen zu veröffentlichen, genügt ein Einziger, der sich verquatscht oder aber mit seinem Insider-Wissen angeben will, um eine vermeintlich sauber geplante Produktankündigung im Web vorwegzunehmen. Besonders lustig wird’s dann, wenn intern die Order ausgegeben wird: Auch wenn da und dort schon was zu lesen war, wir schweigen. Vielleicht hat’s ja keiner gesehen. War nur ein paar Stunden online und ist jetzt wieder weg.
Solange sich die Regeln nicht ändern, gilt auch für mich: Kein Kommentar zu allem, was im Internet als Gerücht so auftaucht. Auch wenn die Trefferquote steigt.
Und dann dachte ich noch darüber nach, aus dem Titel dieses Eintrags ein kleines Quiz zu machen - aber die Auflösung ist ja nur einen Google entfernt. Macht irgendwie keinen Spaß mehr, dieses Internet…
Oct 09
Lobte ich vor ein paar Tagen noch den Stern-Online-Artikel zum C 64, muß ich jetzt schimpfen: Denn Spiegel Online will zwar lobenswerterweise dem Atari 2600 zum Geburtstag gratulieren (30 Jahre!), der Artikel hat aber diverse technische Fehler und ruft zum Schluß auch noch zum Raubkopieren auf. Wie konnte das denn passieren?
Das Atari 2600 ist nämlich weder die meistverkaufte Konsole der Welt (die Ehre gebührt Playstation 2), noch hatte es 32 KByte Betriebssystem (im 2600 steckt kein einziges ROM) und die Spielmodule waren zwischen 2 und 16 KB groß. Entgegen der Aussage im Artikel war das 2600 im ersten Jahr nicht wegen der wenigen Software ein Flop - eine Schwemme von billigsten Pong-Clones und Single-Game-Handhelds verstopfte einfach alle Kanäle und das 2600 war eines der wenigen Geräte, die das apokalyptische Weihnachtsgeschäft 1977 überhaupt überlebten. Die 128 Byte RAM waren nicht für "High Scores". Das war das komplette RAM des Geräts. Einhundertachtzundzwanzig Bytes für ALLE Variablen. Trotzdem haben die Kitchen-Brüder einen Space-Shuttle-Simulator dafür programmiert. Außerdem gab es deutlich mehr als 200 Spiele für das VCS (wenn man alle Drittanbieter einrechnet kommt man nahe an eintausend veröffentlichte Module). Und so lustig ein Emulator wie Stella auch sein mag: Der Aufruf, sich doch mal eben Centipede oder Space Invaders dafür zu besorgen, wird den heutigen Lizenz-Inhabern gar nicht schmecken.
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