Danke, liebe CSU

Aufreger, Random Noise 91 Kommentare »

Die Bayerische Landesregierung zählt nicht zu meinen engsten Freunden, ich werde nie die CSU wählen, aber trotzdem muß ich mir heute und hier ein lautes “Danke!” abringen. Das absolute Rauchverbot in öffentlichen Gaststätten ist die größte Errungenschaft der Politik der letzten zehn Jahre. Endlich mal eine Entscheidung von der ich direkt, unmittelbar und signifikant profitiere. Denn gestern Abend habe ich zu Hause mit Verblüffung festgestellt, daß ich meinen Mantel einfach in die Garderobe hängen kann und nicht irgendwo “auslüften” muß, nur um den kalten Rauch aus meiner Wohnung zu kriegen.

Ich bin ein liberaler Mensch und meine: Ein Staat sollte einem Menschen eigentlich gar nix verbieten, was keinen anderen schädigt. Aber den egoistischen Rauchern, die mir meine Atemluft verpesten und die mich zu Hause noch mit Nachwirkungen quälen, durfte man einen Riegel vorschieben. Denn Rauchen in der Kneipe hat nichts mit persönlicher Entfaltung zu tun, sondern mit Quälerei, Gängelei und sogar Gefährdung der hilflosen Mitmenschen.

Einen besonderen Gruß richte ich noch an den Kerl, der vor acht Jahren meinte, neben meiner schwangeren Frau dicke Zigarren paffen zu müssen und uns den Wechsel des Lokals nahelegte, wenn uns das stört. Wer zuletzt lacht…

Was schönes auf einestages.spiegel.de

Online Fundstücke 17 Kommentare »

Bei der Diskussion um die Verlotterung der Jugend gibt es Muster, die sich über die Jahrzehnte hinweg wiederholen: Erstens: Die Jugend von heute ist immer schlimmer als die von früher. Und zweitens: Es gibt jeweils ein die Jugend verderbendes Medium, das schuld ist.

Ein schöner Artikel, zu lesen hier.

500 Leute und ein Misserfolg

Aufreger, Fernsehen 24 Kommentare »

Ich hab ja schon in meinen “Best of…” erwähnt, daß ich fernsehlexikon.de sehr schätze, nicht zuletzt wegen seiner vielen Links raus zu anderen Medienwebseiten, zum Beispiel das Quotenmeter. Und da liest man dann heute, daß RTL wieder mal eine Serie nach nur einer Folge aus dem Programm nimmt, mangels Erfolg. Dieser Misserfolg definiert sich aus zum Beispiel aus “2,59 Millionen Zuschauern und einem Marktanteil von 10,8 Prozent in der Zielgruppe”.

Den ganzen Wahnsinn hinter diesen Zahlen hat Oliver Kalkofe in einer Brandrede auf den Münchner Medientagen auf den Punkt gebracht. Diese angeblichen 2,6 Millionen Zuschauer basieren auf einer Messung von etwa 5.600 Haushalten in Deutschland. Nur bei diesen fünftausend wird gezählt, was geguckt wird, und dann hoch gerechnet, wie viele das in Deutschland wohl sein müssten. Und nicht nur daß: Die armen Testgucker dürfen keine Videorecorder benutzen, erst recht nicht einen Festplatten-Recorder, sondern müssen live gucken.

Und dann schau ich mir die “werberelevante” Zielgruppe an (ich gehör mit Sicherheit dazu) und sage: Wirklichkeitsfremder geht es kaum noch. Natürlich kann man auf die Art und Weise Werbekunden messen (denn wer einen Videorecorder nutzt, ist nicht gerade ein Werbegucker), aber wieviele Leute die Serie mögen, erkennt man damit nicht. Mein Lieblingsbeispiel ist “Lost”, das bei Pro7 immer mit hundsmiserablen “Quoten” dahindümpelt, mir von vielen Leuten aber immer als Lieblingsserie genannt wird - von denen guckt aber keiner Live, sondern entweder die Aufnahme, die DVD-Box oder einen Bittorrent-Download…

Aber macht nix, Hauptsache man hat eine Zahl, an der man eine Entscheidung treffen kann. Auch wenn wahrscheinlich nach einer Folge gar niemand weiß, ob die Serie gefallen hat, weiter empfohlen wird und nächste Woche ein klein wenig höhere virtuelle Zuschauerzahlen hat.

Deutsch gegen Englisch

Online Fundstücke 16 Kommentare »

Durch Zufall via UK Resistance auf diesen grandiosen Artikel gestoßen, der in einigen Aspekten erklärt, warum so viele englische Witze auf Deutsch einfach nicht funktionieren. Kann ich aus meinen alten Übersetzer-Tagen bestätigen, auch wenn ich es damals nicht so wissenschaftlich formulieren konnte: The German language provides fully functional clarity. English humour thrives on confusion.

Wo sind meine Points geblieben?

Xbox 360 18 Kommentare »

imageIn den letzten zwei Tagen haben mich zwei Leute gefragt, ob sie mehr Informationen zu ihrem Live-Konto haben können: Welche Infos sind eigentlich gespeichert, wofür habe ich Points ausgegeben, wann läuft mein Abo aus, hab ich mit einer Kreditkarte gezahlt, etc. https://billing.microsoft.com ist dein Freund - hier kann man alles sehen, was so auf dem Konto passiert ist.

Ganz wichtig: Beim Einloggen wird die Windows Live ID verlangt, wie auch auf anderen Microsoft-Webseiten. Diese Live ID ist ein wichtiges Passwort, welches man niemandem anvertrauen sollte - auch keiner Webseite, die man nicht kennt. Es gibt im Web täuschend echt nachgebaute Einlog-Seiten, die nur dazu dienen, Eure Live ID und damit Euren Gamertag zu klauen. Bitte deswegen jedesmal prüfen, ob es sich wirklich um eine Original-Microsoft Seite handelt. Erkennen kann man das beim Internet Explorer 7 an der grünen Adressleiste zusammen mit dem Schloß und dem Vermerkt “Microsoft Corporation [US]“.

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Update: Den “Grünen Balken” sieht man bei IE7 unter Windows XP nur, wenn der Phishing Filter eingeschaltet ist. Bei anderen Webbrowsern sollte man zumindest darauf achten, daß es sich um eine HTTPS-Seite handelt und ein entsprechendes Symbol (z.B. Schlüssel) in der Statusleiste zu sehen ist. Die Adresse muß mit “https://login.live.com/” beginnen.

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