Nicht komisch…

Random Noise 10 Kommentare »

Liebe Redaktion der c’t. Zum ersten Mal seit vielen Jahren finde ich Euren Aprilscherz nicht komisch. Und zwar nicht etwa, weil ich für die Firma arbeite, über die ihr scherzt, sondern weil ihr eigentlich nur einen alten Scherz (RFID im Nummernschild) recycled, dies dann aber auf eine Art und Weise, bei der unbedarfte Leser einfach nur sauer auf Microsoft werden und den Scherz gar nicht erkennen können. Das könnt ihr doch besser.

Der Aprilscherz der Maniac hingegen ist saugut, weil absolut absurd und trotzdem realistisch klingend. “Kann doch nicht sein”, denkt man, aber zweifelt, ob es nicht doch wahr ist, weil so viele deutsche Produktionen Wii und DS heimsuchen.

Update: Der Online-Scherz bei heise.de ist ziemlich gut und nicht gemeint - mir geht es um den gedruckten “Joke” der aktuellen c’t.

Schon wieder weg?

Random Noise 7 Kommentare »

Mein Schreibtisch sieht mich nur noch selten - nach meiner Deutschland-Tournee letzte Woche (Grüße an meinen Tischnachbarn bei der Gamestars 2007 Preisverleihung in Leipzig) sitze ich schon wieder auf einem gepackten Koffer: Diese Woche suche ich Barcelona heim.

Aufgrund der intensiven Reisetätigkeit liegen einige Projekte brach, die nun in den April wandern: Endlich mal die verdammte Video-FAQ updaten (”es gibt kein HDM…”), das Layout der Seite erneuern und, noch was für den Stack, auf Wordpress 2.5 updaten. Achja, da waren noch etwa zwei Dutzend Spiele, die ich endlich mal spielen sollte.

Reparatur online

Xbox 360 17 Kommentare »

Zwar liest man im Internet immer weniger über kaputte Xbox 360 Konsolen, trotzdem soll der Service bei etwaigen Reparaturen noch besser werden. Daher ist ab sofort auch für deutsche Kunden die Seite service.xbox.com offen, auf der man, ohne die Hotline anrufen zu müssen, eine Reparatur in Auftrag geben kann und den Status der Reparatur (wo ist meine Xbox jetzt?) abrufen kann.

In der Hoffnung, daß Ihr diesen neuen Service nicht braucht: Schönes Wochenende!

Update: Konsolen, die nicht über xbox.com registriert wurden, tauchen auf dieser Seite auch nicht auf. Nur bei Online-Registrierung der Konsole (seit dem Launch möglich) kann die hier angezeigt werden.

"Zensur" nervt (Update!)

Aufreger, Online Fundstücke 37 Kommentare »

Und noch mehr nerven angebliche Journalisten, die was schreiben, ohne sich zu informieren. (Update: Eigene-Nase-Faß - etwas weiter unten war eine halbe Stunde lang eine Fehlinformation zu sehen. Danke für die sachdienlichen Hinweise). Auf Chip Online schreibt ein mir bisher unbekannter David Hain seine Top-10-Liste der nervigsten Spiele-Zensur. Mal abgesehen davon, daß er das Wort Zensur falsch verwendet (in den meisten Fällen handelt es sich eben nicht um Zensur sondern um eine Selbstbeschränkung des jeweiligen Herstellers) hätte der gute Mann vielleicht mal ein klein wenig Recherche betreiben sollen, statt sich nur seinen Frust über geänderte Spieleversionen von der Seele zu schreiben. Und dabei sogar als frustrierend bemängelt, daß Mario sich in Mario Kart keinen hinter die Binde kippen darf (was kein deutsches Phänomen ist, sondern weltweit außerhalb von Japan zu beobachten ist).

Der große Knaller: So deutet Herr Hain doch tatsächlich an, daß die Spieleindustrie seine geliebten Weltkriegsspiele endlich wieder mit Hakenkreuzen ausstatten soll. Extrem unglücklich ist es, dieses Ansinnen auch noch mit solchen Worten zu beginnen:

Dass der Zweite Weltkrieg tiefe Wunden in der deutschen Geschichte hinterlassen hat, ist bekannt. So sehr, dass es schon eines Fußball-Sommermärchens bedarf, um Landesflaggen auf öffentlicher Straße zu sehen und so etwas wie Nationalstolz zu wecken.

Haben die keinen Lektor oder Chefredakteur bei Chip Online, bei dem nicht die Alarmglocken klingeln, wenn das Wort Nationalstolz in Zusammenhang mit Hakenkreuzen auftaucht? Und wenn der Autor entweder mutwillig verschweigt oder ihm völlig unbekannt ist, daß die Verbreitung nationalsozialistischer Symbole in Deutschland ein Straftatbestand ist? Und nur dank des Bundesgerichtshofs nicht, wenn man die verfremdet, um Kritik an Neonazis zu üben? Hallo Herr Hain, ich war der Mann, der bei “Indiana Jones und der letzte Kreuzzug” mit Deluxe Paint alle Hakenkreuze übermalt hat, um Geld- oder Gefängnisstrafen zu entgehen. Die Gesetzeslage dabei hat sich meines Wissens nach in den letzten 14 Jahren nicht geändert…

Aber wahrscheinlich ist das alles nur ein Ausrutscher eines frustrierten Spielers, der sich noch nicht mal mit der Geschichte von Mortal Kombat und dem Paragraphen 131 auskennt. Der ernsthaft glaubt, die Namensänderung in Obscure sei von der USK veranlasst worden (dabei hätte jeder vernünftige Lokalisierer die unfreiwillige Komik des Namens “Wickson” für eine deutsche Version jedes beliebigen Spiels geändert. Außer bei Leisure Suit Larry.) Ein haarsträubender Artikel, der genau so schlecht recherchiert ist wie eine typische Frontal-21-Killerspiel-Dokumentation. Aber da regt sich sicher kein Spieler drüber auf, nur wieder ich.

Guter Update: Autor und Chefredakteur des kritisierten Artikels äußern sich in den Kommentaren. Wir haben hier unterschiedliche Standpunkte - die Kollegen sehen das von der sachlicheren Ebene, ich bin halt inzwischen arg auf meiner Ansicht nach Recherchefehler, unsaubere/unglückliche Formulierungen und Spieler-Gemotze (”Ich will das aber…”) geeicht. Ich will, daß beide Seiten diese Thematik mit der größtmöglichen Sorgfalt anfassen und halte solche Artikel deswegen nicht gerade für die Sache förderlich. Daher bleibe ich bei meiner Kritik, weise aber sehr gerne auf den Standpunkt des Autoren hin!

Oh, und ein lustiger Kommentar, der mir persönlich unterstellt ich würde die Spiele vom Markt halten, ist auch aus Jux freigeschaltet. Normalerweise lösch ich solchen Schwachfug kommentarlos. Warum die Firma Microsoft international Spiele, die in den jeweiliegen Ländern keine Altersfreigabe kriegen, dort auch nicht auf dem Markt zuläßt, ist hier im Blog in epischer Breite beschrieben.

Design Hotels

Aufreger 20 Kommentare »

Ich bin gerade auf einer kleinen Deutschland-Tournee (Köln, Hamburg, Leipzig) und übernachtete gerade in einem “Design Hotel” dessen Namen ich hier aus “Ich will nicht verklagt werden”-Gründen nicht nenne. Und was auf den ersten Blick schick aussieht (Ooh! Ein Retro-Fernseher, niedlich) ist das Hotelzimmer aus der Hölle. Nachttisch-Lampen, die man nur ausschalten kann, wenn man neben dem Bett steht. Wer liegt, muß aufstehen, um dunkel zu machen. Eine Arbeitsfläche für den Laptop, sogar ein kostenloser LAN-Anschluß, aber ein Sitzmöbel (Stuhl wäre übertrieben) aus Plastik, welches vom Baumarkt zu kommen scheint und dessen einzige Eigenschaft die auf das Zimmer angepaßte Farbe ist. Und keine freie Steckdose, aber Kabelsalat, damit ich drei Minuten brauche, um rauszukriegen wie ich denn dem Retro-Fernseher den Strom entziehe um den Laptop aufzuladen. Ein Bett mit extrem scharfen Kanten, so eng in eine Nische gequetscht, daß ich mir zweimal (!) das linke Bein angehauen habe und sogar ein Pflaster brauchte. Eine unverkleidete Waschbeton-Decke, die nicht nur doof bei den aparten 3D-Tapeten an den Wänden wirkt, sondern noch dazu das Erste ist, was man beim Aufwachen sieht. Und Shampoo in Plastiktüten die sich mit nassen Fingern nicht aufreißen lassen.

Gemütlich ist anders.

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